Author:
Mulder007
ID:
232576
Filename:
LLW_Elektrische Schutzmaßnahmen 2013.csv
Updated:
2013-11-25 05:28:10
Tags:
LLW Elektrische Schutzmaßnahmen 2013
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LLW Elektrische Schutzmaßnahmen 2013
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  1. 1055 Nach welchen Vorschriften und Richtlinien sind in Österreich Starkstromanlagen bis1000 V zu errichten und zu betreiben?
    1055 ÖVE-ÖNORM E8001-1, ÖVE-EN1 (teilweise), TAEV.
  2. 1056 Was versteht man unter dem Außenleiter und dem Neutralleiter?
    1056 Außenleiter L1, L2, L3 gegeneinander 400V, gegen Erde 230V. Neutralleiter (N) ist der geerdete Mittelpunkt oder Sternpunktleiter (U gegen Erde 0V).
  3. 1057 Was versteht man unter dem Schutzleiter (PE) und dem PEN-Leiter?
    1057 Schutzleiter ist der Leiter, der alle inaktiven Teile mit Schutzerde verbindet. PEN-Leiter ist ein Leiter, der die Funktion von Neutralleiter (N) und Schutzleiter (PE) in sich vereinigt.
  4. 1058 Was versteht man unter aktiven und was unter inaktiven Teilen von Betriebsmitteln?
    1058 Aktive Teile = Leiter und leitfähige Teile des Betriebsstromkreises, die unter normalen Betriebsbedingungen unter Spannung stehen. Inaktive Teile = elektrisch leitende Teile von Betriebsmitteln, die nur im Fehlerfall unter Spannung stehen.
  5. 1059 Unter welchen Umständen darf an aktiven Teilen von elektrischen Anlagen und Betriebsmitteln und in deren Nähe gearbeitet werden?
    1059 Wenn diese spannungsfrei sind und wenn der spannungsfreie Zustand für die Dauer der Arbeit gewährleistet ist. Bei Annäherung an aktive Teile sind diese abzudecken oder abzuschranken.
  6. 1060 Nenne die 5 Sicherheitsregeln!
    1060 •Freischalten •Gegen Wiedereinschalten sichern •Spannungsfreiheit feststellen •Erden und kurzschließen •Benachbarte, unter Spannung stehende Teile abdecken oder abschranken
  7. 1061 Welche Maßnahmen sind erforderlich, um eine Anlage gegen ein Wiedereinschalten zu sichern?
    1061 •Schalter durch ein Schloss sichern oder •Verbotsschilder "Nicht schalten, es wird gearbeitet" anbringen •Schmelzsicherungen an einem sicheren Ort aufbewahren
  8. 1062 Was hat mit Schraubsicherungen und mit NH-Sicherungseinsätzen zu geschehen, mit denen freigeschaltet werden soll?
    1062 Sicherungseinsätze müssen sicher verwahrt (mitnehmen) und durch Schraubkappen oder Blindeinsätze ersetzt werden.
  9. 1063 Warum muss nach dem Freischalten noch die Spannungsfreiheit festgestellt werden?
    1063 Bei Stromkreisverwechslung besteht Lebensgefahr!
  10. 1064 Warum muss zuerst geerdet und dann kurzgeschlossen werden und nicht umgekehrt?
    1064 Wird bei anstehender Spannung die Erdung zuerst vorgenommen, so wird beim Kurzschließen die Spannung nahezu gefahrlos gegen Erde abgeleitet, umgekehrt besteht Lebensgefahr.
  11. 1065 Welche Personen dürfen in Ausnahmefällen Arbeiten an unterSpannung stehenden Teilen mit Nenn-Spannung über 65 V durchführen? Welche besondere Sicherheitsvorkehrungen sind für "Arbeiten unter Spannung" zu treffen?
    1065 Nur solche Elektrofachkräfte, die für diese Arbeiten ausgebildet sind. Dazu ist immer eine spezielle Ausrüstung zu verwenden (isolierte Matten, Sicherheitskleidung, Gesichtsschutzschild, speziell hochwertig isoliertes Werkzeug)
  12. 1066 Welche Betriebsmittel werden als Überstromschutzeinrichtungen eingesetzt?
    1066 •Schmelzsicherungen •Leitungsschutzschalter •Motorschutzschalter •Thermische Überstromrelais
  13. 1067 Welche Folgen hat eine unzulässig hohe Erwärmung von isolierten Leitungen bzw. Betriebsmitteln, z.B. Motorzuleitungen oder Wicklungen?
    1067 Die Leiterisolation wird zerstört. Es kann ein Brand, ein Kurzschluss, ein Windungsschluss oder ein Wicklungsschluss entstehen.
  14. 1068 Aus welchen Gründen kann sich eine Leitung unzulässig hoch erwärmen?
    1068 •Überlast •Kurzschluss (wenn das nächste vorgeschaltete Sicherungsorgan nicht oder zu spät anspricht) •Falsche Leiterdimensionierung
  15. 1069 An welcher Stelle im Stromkreis müssen Überstromschutzeinrichtungen angebracht werden, um den Überlastschutz und den Kurzschlussschutz zu übernehmen?
    1069 •Am Anfang des Stromkreises •Bei Querschnittsverminderung
  16. 1070 Eine Mantelleitung 5 x 1,5mm2 Cu (3 belastete Adern) ist in Rohr verlegt. Welche max. Absicherung ist mit ... erlaubt? a) Leitungsschutzschalter b) Schmelzsicherungen
    1070 Lt. TAEV a) 16 A b) 10 A
  17. 1072 Welche Überstromschutzeinrichtungen sind zum Schutz gegen Kurzschluss zulässig und wie kommt es zur Abschaltung?
    1072 •Schmelzsicherungen (Durchbrennen des Schmelzdrahtes •Leitungsschutzschalter (Ansprechen des Magnetauslösers) •Motorschutzschalter mit magn. Kurzschlussauslöser (Ansprechen des Magnetauslösers)
  18. 1073 Wie muss ein Sicherungssockel angeschlossen werden? Warum?
    1073 Zuleitung auf Fußkontakt des Sicherungssockels. Damit ein Berühren spannungsführender Teile beim Auswechseln des Schmelzeinsatzes vermieden wird.
  19. 1074 Welche Aufgabe hat der Kennmelder eines Schmelzeinsatzes?
    1074 Er gibt Aufschluss über die Nennstromstärke und ob der Schmelzleiter noch intakt ist.
  20. 1075 Geben Sie die Nennstromstärke und die jeweilige Kennfarbe des Kennmelders für die Schmelzeinsätze von 2A bis 63A an?
    1075 2 A = rosa 4 A = braun 6 A = grün 10 A = rot 16 A = grau 20 A = blau 25 A = gelb 35 A = schwarz 50 A = weiß 63 A = kupfer
  21. 1077 Weshalb dürfen Schmelzeinsätze weder geflickt noch überbrückt werden?
    1077 Weil dadurch der Überlastungs- und Kurzschlussschutz unwirksam gemacht wird.
  22. 1080 Warum werden in Verbraucherstromkreisen anstelle von Schmelzsicherungen meist Leitungsschutzschalter eingesetzt?
    1080 •Leitungsschutzschalter lassen sich nach dem Auslösen wieder einschalten •Haben eine kurze Abschaltzeit •Sind raumsparend •Haben Freiauslösung •Können nicht geflickt werden •Können auch betriebsmäßig zum Ein- und Ausschalten verwendet werden
  23. 1083 Wie funktioniert ein Thermorelais ?
    1083 Ein Bimetallstreifen wird erwärmt und krümmt sich. Dadurch wird ein Schaltkontakt ausgelöst.
  24. 1084 Welche Aufgabe hat der Schutzleiter?
    1084 Der Schutzleiter muss im Fehlerfall den Fehlerstrom führen, der die vorgeschaltete Schutzeinrichtung (Schmelzsicherung, Leitungsschutzschalter, FI-Schalter) zum Ansprechen bringt. Dadurch wird das Auftreten einer zu hohen Berührungsspannung verhindert.
  25. 1085 Worauf muss beim Anschluss des Schutzleiters in einem Schutzkontakt-Stecker oder in einer Schutzkontakt-Kupplung besonders geachtet werden?
    1085 Der Schutzleiter muss immer so lang sein, dass er beim Ausreißen der Leitungen aus dem Stecker oder der Kupplung als letzter Leiter die Verbindung löst.
  26. 1086 Welche Ursachen können vorliegen, wenn Stecker und Steckdose von Elektrogeräten sich übermäßig erwärmen?
    1086 •Lose Anschlussklemmen •Zu hoher Stromfluss •Materialermüdung der Buchsenklemmen
  27. 1090 Worauf ist bei der Verwendung von Kabeltrommeln bei Wechselstromverbrauchern und großer Dauerleistung zu achten?
    1090 Durch die aufgewickelte Leitung kann ein Wärmestau entstehen, der die Isolation beschädigt (Brandgefahr). Über ca. 500 W Dauerbelastung vollständig abwickeln.
  28. 1098 Wie müssen die Steckvorrichtungen für Kleinspannung in Bezug auf die Konstruktion ausgebildet sein?
    1098 Unverwechselbarkeit, Stecker für Schutzkleinspannung dürfen nicht in Steckdosen höherer Spannungen und anderer Schutzmaßnahmen passen.
  29. 1100 Für welche Anlagen bzw. Spannung gelten die TAEV?
    1100 Technische Anschlussbedingungen für den Anschluss an öffentliche Versorgungsnetze mit Betriebsspannungen bis 1000V.
  30. 1101 Gib den Schutzbereich für Badezimmer und Duschräume an, innerhalb welchem keine Schalter und Steckdosen angebracht werden dürfen?
    1101 60 cm seitlich um die Badewanne oder Duschtasse und 2,25 m von der Standfläche.
  31. 1104 Was ist Schutzkleinspannung im Sinne der Schutzmaßnahmen und womit wird sie erzeugt?
    1104 Bis 50V Wechselspannung Erzeugung: Sicherheitstrenntrafo oder Umformer Bis120 V Gleichspannung Erzeugung: Akku oder Umformer
  32. 1105 Nenne die Schutzmaßnahmen mit Schutzleiter!
    1105 •Schutzerdung •Nullung •FI - Schutzschaltung •Schutzleitungssystem (Isolationsüberwachungssystem)
  33. 1106 Nenne die Schutzmaßnahmen ohne Schutzleiter!
    1106 •Schutzisolierung •Schutzkleinspannung •Schutztrennung (jedoch mit Potentialausgleichsleiter bei mehreren Betriebsmittel)
  34. 1107 Was versteht man unter Schutzisolierung, was ist dabei besonders zu beachten und durch welches Zeichen ist diese Schutzmaßnahme erkennbar?
    1107 •Zusätzliche Isolation zur normalen Betriebsisolation •Nicht erden •Doppelquadrat, Schutzklasse II
  35. 1108 Welche Forderungen müssen bei der Schutzmaßnahme Schutzkleinspannung (SELV) erfüllt werden?
    1108 •Max. 50V/AC oder 120V/DC •Erzeugung: Sicherheitstrenntrafo, Umformer oder Batterie •Unverwechselbare Steckvorrichtungen •Auf der Kleinspannungsseite nicht erden •Betriebsmittel müssen mit dem Zeichen der Schutzklasse lll gekennzeichnet sein •Das Installationsmaterial muss mindestens für 250V isoliert sein Siehe Schaltbild Abbildungsverzeichnis Nr. 2714 (Bild Nr. 1108)
  36. 1111 Nenne Schutzmaßnahmen gegen direktes Berühren aktiver Teile! (Basisschutz)
    1111 •?Montage außerhalb des Handbereiches •?Alle im Handbereich befindlichen aktiven Leiter müssen gegen zufälliges Berühren geschützt sein, z.B: Betriebsisolation, Abdeckungen usw.
  37. 1112 Wo sind Schutzmaßnahmen erforderlich?
    1112 Über 65V Wechselspannung oder 120V Gleichspannung gegen Erde.
  38. 1113 Wie werden schutzisolierte Betriebsmittel gekennzeichnet?
    1113 Mit zwei ineinander liegenden Quadraten.
  39. 1114 Darf an einem schutzisoliertem Gerät ein Schutzleiter angeschlossen werden? Warum?
    1114 Nein, wegen der Spannungsverschleppung.
  40. 1117 Welchen Abschaltstrom errechnet sich für eine 10 A Schmelzsicherung (Betriebsklasse "gG")?
    1117 IA = IN x 10 = 100A.
  41. 1118 Welcher Abschaltstrom errechnet sich für einen Leitungsschutzschalter Type B - 13A?
    1118 IA = IN x 5 = 65A.
  42. 1119 Welcher Abschaltstrom errechnet sich für einen Leitungsschutzschalter C - 16A?
    1119 IA = IN x 10 = 160A.
  43. 1124 Womit wird bei der Fehlerstromschutzschaltung der Stromfluss überwacht?
    1124 Im Summenstromwandler, durch die vom Stromfluss hervorgerufenen Magnetfelder.
  44. 1125 Was ist beim Anschluss mehrerer Steckdosen an einem Trenntrafo zu berücksichtigen?
    1125 Die Schutzkontakte der einzelnen Steckdosen sind mit einer Potentialausgleichsleitung untereinander zu verbinden.
  45. 1126 Wie groß darf der max. Erdungswiderstand bei der FI-Schutzschaltung sein?
    1126 Zs kleiner- gleich Un/5x In und Zs kleiner - gleich 100 Ohm
  46. 1128 Welche Aufgaben haben die Schutzmaßnahmen in elektrischen Anlagen?
    1128 Menschen und Tiere gegen gefährliche Körperströme zu schützen, sowie elektrische Betriebsmittel vor Zerstörung zu schützen.
  47. 1129 Was ist Basisschutz?
    1129 Schutz gegen direktes Berühren
  48. 1130 Was ist Fehlerschutz?
    1130 Schutz bei indirektem Berühren.
  49. 1131 Was ist Zusatzschutz?
    1131 •Ergänzende Maßnahme zum Schutz von Personen und Tieren •FI-Schalter 30mA •Potentialausgleich
  50. 1134 Welche Aufgaben hat der Potentialausgleich (PA)?
    1134 Durch den Potentialausgleich sollen Potentialunterschiede (Spannungsunterschiede) zwischen leitfähigen Teilen ausgeglichen werden.
  51. 1135 Welche Schutzmaßnahmen werden für Elektrowerkzeuge bei Arbeiten in metallischen Kesseln oder auf Metallgerüsten angewendet?
    1135 •Schutztrennung •Schutzkleinspannung •Ev. Potentialausgleich herstellen
  52. 1137 Erkläre die Schutzklassen elektrischer Betriebsmittel!
    1137 Klasse I: Anschluss mit Schutzleiter Klasse II: Schutzisoliert Klasse III: Für Kleinspannung
  53. 1138 Wodurch unterscheiden sich Sicherheitstransformatoren von anderen Transformatoren?
    1138 •Sicherheitstransformatoren haben eine elektrische Trennung von Eingangs- und Ausgangswicklung •Zwischen beiden Wicklungen ist, sorgfältig isoliert, ein geerdeter Schirm (Kupferfolie) angeordnet •Die Isolation ist für eine Prüfspannung von 4000 V ausgelegt
  54. 1140 Warum darf Schutzkleinspannung und Funktionskleinspannung nicht über Spartransformatoren, Vorwiderstände oder Spannungsteiler erzeugt werden?
    1140 Es besteht keine galvanische Trennung!
  55. 1142 Durch welche Maßnahmen wird z.B. bei elektrischen Handbohrmaschinen oder bei Küchengeräten die Schutzisolierung erreicht?
    1142 •Durch Isolierstoffgehäuse, die alle leitfähigen Teile umschließen •Durch isolierende Zwischenstücke, z.B. Zahnräder aus Kunststoff
  56. 1143 Nenne typische Betriebsmittel mit Schutzisolierung!
    1143 •Elektrohandwerkzeuge •Haushaltsgeräte •Geräte zur Körperpflege •Leuchten •Steckvorrichtungen •Leitungen
  57. 1145 Wodurch wird beim TN-Netz der Schutz bei indirektem Berühren erreicht?
    1145 Die Körper der Betriebsmittel werden über einen PE-Leiter bzw. über einen PEN-Leiter mit dem geerdeten Punkt des Versorgungsnetzes verbunden. Damit wird im Fehlerfalle ein Körperschluss zu einem Kurzschluss, der die vorgeschaltete Schutzeinrichtung auslöst.
  58. 1147 Was versteht man unter einem Kurzschluss?
    1147 Niederohmige Verbindung zwischen 2 Außenleitern, R klein, I groß.
  59. 1148 Was versteht man unter einem Körperschluss (Masseschluss)?
    1148 Verbindung zwischen stromführendem Leiter und dem geerdeten Anlageteil (Körper).
  60. 1149 Was versteht man unter Erdschluss?
    1149 Verbindung von stromführenden Leitern und Erde.
  61. 1150 Welche Schutzarten gibt es gegen das Eindringen von Flüssigkeiten? (Nenne mind. 5 Beispiele)
    1150 0 = kein Schutz 1 = Tropfwasserschutz (senkrecht) 2 = Tropfwasserschutz. bis 15° Neigung 3 = Sprühwassergeschützt 4 = Spritzwassergeschützt 5 = Strahlwassergeschützt 6 = Schutz gegen Überflutung 7 = geschützt gegen Eintauchen 8 = geschützt gegen dauerndes Eintauchen (Druckangabe)
  62. 1153 Was ist bei der Auswahl von FI-Schutzschaltern zu beachten?
    1153 •Richtiger Auslösefehlerstrom (30-500mA) •Als Zusatzschutz nur 30 mA •Charakteristik •Richtige Vorsicherungen •Auslösezeit •Stoßstromfestigkeit •Selektivität
  63. 1157 Wie müssen Klingeltransformatoren aufgebaut sein, damit sie den Vorschriften entsprechen?
    1157 •Trenntrafo (max. 24V) •Kurzschlussfest •Sekundär nicht abgesichert •Ausgangsklemmen frei zugänglich ohne das Eingangsklemmen freigelegt werden müssen
  64. 1158 Erkläre Aufbau und Wirkungsweise des FI-Schutzschalters!
    1158 •Summenstromwandler •Auslösespule •Schaltschloss •Prüfeinrichtung •Im Fehlerfall ist die Summe aller Ströme nicht Null •Magnetisches Wechselfeld im Fe-Kern •Spannung in der Sekundärwicklung •Ursache für Abschaltung (Remanenzauslöser)