Architekturlexikon 2

Card Set Information

Author:
Anonymous
ID:
118671
Filename:
Architekturlexikon 2
Updated:
2011-11-23 06:33:34
Tags:
kunstgeschichte
Folders:

Description:
Architekturlexikon für kunstgeschichtsprüfung
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  1. Dreipass Aus drei Kreisbögen zusammengesetzte Figur als romanisches Fenster oder gotische Maßwerkfigur in der Art eines Kleeblatts. Nicht zu verwechseln mit Dreiblatt.
  2. Empore Eine Tribüne oder Galerie im Kirchenraum, die entweder die Bodenfläche vergrößert, bestimmte Gruppen der Gemeinde absondert – z.B. Frauen, höfische Gemeinde, Nonnen (Nonnenchor – gewöhnlich in W), Kirchenchorsänger –, die Orgel aufnimmt (meist im W) oder vornehmlich die Wand gliedert. Besonders in der Romanik öffnen die Emporen die Langhausmauern und treten als drittes rhythmisches Element zwischen die Arkadenzone des Erdgeschosses und die Fensterzone des Obergadens.
  3. en délit
    • en délit Eine französische Bezeichnung für einen Stein, meist ein vorgeblendeter Säulenschaft oder Dienst, der „entgegen seiner Bettung“ vertikal gestellt ist, d.h. seine durch Sedimentierung entstandene Schichtung.
    • Ein Stein, meist eine Säule oder ein Dienst, ist „en délit“, wörtlich „entgegen der Bettung“ aufgestellt wie ein „Orthostat“, wobei seine Höhe seine Breite allerdings erheblich übertrifft. Ein Naturstein wird in aller Regel so bearbeitet und versetzt, dass seine durch Sedimentierung entstandene Schichtung am Bau auch wieder horizontal zu liegen kommt. Orthostaten bergen die Gefahr, Wasser durch Kapillarwirkung zu ziehen und deshalb leichter abzusplittern. Deshalb erfordern en-délit-Elemente eine besonders hohe Materialqualität, die, wie man an entsprechenden Bauschäden sieht, nicht immer gegeben war. Die en-délit-Technik war seit dem Chorneubau von St.-Denis bis ins 13. Jahrhundert hinein weit verbreitet und klingt dann ab. En-délit-Schäfte werden mit Basen und Kapitellen sowie untereinander und mit dem Mauerwerk durch Schaftringe oder Binder verdübelt bzw. befestigt.
  4. Evangelistenbild Ein Mensch versinnbildlicht Matthäus (Menschwerdung)
  5. Evangelistenbild; der Löwe Markus (Auferstehung)
  6. Evangelistenbild; der Stier Lukas (Opfer)
  7. Evangelistenbild; der Adler Johannes (Himmelfahrt)
  8. Gesims Ein Sims, aus der Mauer hervortretender waagrechter Streifen zur Betonung der Waagrechten.
  9. Jochbildung
    Lange Gewölbe werden oft durch Gurtbögen (Abb. 2b, c, G), die quer zur Hauptachse des Raumes verlaufen (Quergurte), in einzelne Joche = Travéen (Abb. 2c) zerlegt. Längsgurte verlaufen in Achsenrichtung und begrenzen das Joch seitlich (Abb. 2b, Sch). Rhythmische Travée heißt ein z.B. durch Wechsel von Pfeiler und Säule (Stützenwechsel) in sich rhythmisch gegliedertes Joch.
  10. Kantonierter Pfeiler Ein kantonierter Pfeiler ist ein Pfeiler, dessen runder, polygonaler oder rechteckiger Kern mit (runden oder eckigen) Vorlagen, meist Halb-oder Dreiviertelsäulen, besetzt ist. Im engeren Sinne bezeichnet der Begriff einen Pfeiler mit rundem oder polygonalem Kern und vier Vorlagen. Der Begriff ist abzuleiten aus der französischen Wappenkunde, in der als „cantonné“ eine Figur bezeichnet wird, die von vier Nebenfiguren in den Vierteln des Wappenschilds umgeben ist.
  11. Kapitell Das Kapitell (lat. capitulum bzw. capitellum: Köpfchen) ist ein ausladendes Kopfstück einer Stütze. Das Kapitel vermittelt formal zwischen Stütze und Last.
  12. Konsole Eine Konsole (frz.) ist ein vorspringendes Trageelement, im Steinbau ein Kragstein (Kraft-, Not-oder Balkenstein), auf dem ein Bogen, ein Gesims (Konsolengesims), Skulpturen, Balken, Balkone, Erker, Dienste, Gewölbeanfänger und dergleichen ruhen.
  13. Lisene Die Lisene (frz. lisière: Rand) ist ein senkrechter, pilasterähnlicher Mauerstreifen, aber ohne Basis und Kapitell, häufig durch Rundbogenfriese mit den benachbarten Lisenen verbunden (Romanik). Gliedernde und stützende Funktion (Abb. siehe Rundbogenfries).
  14. Mandorla Mandorla (ital. Mandel) ist ein Fachbegriff aus der Kunstgeschichte. Mandorla bezeichnet eine Gloriole oder Aura rund um eine ganze Figur. Damit unterscheidet sich die Mandorla vom Heiligenschein (lat. nimbus). Die Mandorla kann kreis-, ellipsen-oder mandelförmig sein.

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