4VL_ABS

Card Set Information

Author:
faduma
ID:
124120
Filename:
4VL_ABS
Updated:
2011-12-17 03:26:14
Tags:
ABS
Folders:

Description:
Fam&Schule 1: Rolle von Statusinteresse&Soz.Kapital
Show Answers:

Home > Flashcards > Print Preview

The flashcards below were created by user faduma on FreezingBlue Flashcards. What would you like to do?


  1. Bildungsunglh als soz. Tatsache-
    entgg meritokratischer Logik
    • > Systematischer Zsmh zw. soz.Herkunft und...
    • Schulleistung, Kompetenzen, Fortsetz der Laufbahn,
    • höher BildZertif, Zugang höh.Berufsausbild,
    • Zugang zu Hochschulen

    • >d.h. keine Ablösung der sponsored mobility, auch wenn
    • Talent und Anstrengung kontrolliert werden
  2. Problem der Bildungsungleichheit
    - NICHT die Unglh v. Bildungsergebnissen, iS von ungl Verteilgung von BildAbschlüsse zw.Schichten

    -gerechtfertigte Unghl-> Leistungskriterien best. Erfolg (Meritokrat Prinzip= natürl Anlagen plus Anstrengung)

    • -ungerechtfertigte ChancenUnglh-> Abhk indiv. Lernvorauss. + bildErfolge v. gsl bedingten Vorauss.d.Elternhauses
    • => d.h faire statt formale Chancengleichheit (!)

    - Soz. Unglh v. BildChancen -> Unglhh v. Lebenschancen: geringe Unglh am Lebensanfang führen zu grossen Disparitäten im LV
  3. Chancengleicheit...
    1. hat zur Vorauss., dass von vornherein unklar ist, wer im Wettbewerb Ziel erreicht, scheitert. -> fairen Wettbewerb

    2. bezieht sich auf Dominanz des Leistungsprinzip innerhalb von Verteilungsprozessen+seine Wirksamkeit führt nicht zu Ergebnisgleicheit

    3. ist mit Prinzip der ChancenGERECHTIGKEIT vereinbnar, da gl Möglichkn der BildTeilnahme(=formale) und des BildErwerbs (=faire Chance) gegeben sind

    4. i.S Modells der statistischen Unabhängigkeit, heisst dass jd Schulkind unabh v. dessen soz. Herkunft, Geschlecht oder andere Leistungsfremde Kriterien die gleiche Starchancen + gl BildungsGelegenheiten im BildSyst haben soll
  4. Illusion der Chancenglh und Chancengerechtigkeit - Bourdieu&Passeron
    - Konflikttheoretische Perspektive

    • ***Grundthesen***
    • 1.BildUnglh=intergenerat. Vererbung Privilegien mit Hilfe soz. Selektive Selektion des BildSystems

    2. Schule=Agent bei Reproduktion Herrschaftsverh, symbolische Vh zw. Klassen, soz. Unglh v. BildChancen

    3. Ausschliessungsprozess i. BildSyst -> durch Transfer soz. Attribute i. natürliche Eigenschaften

    • 4.Reproduktion soz.Unglh v. BildChancen über BildSystem= Klassenstruktur,
    • die Ursache v. BildUnglh -> statt: Verteilung indiv. Befähigung

    5. WS-Vermittlung=Tarnung f. Konsverierung von Unglh

    • ***Kulturelle Reproduktion***
    • 1. irrel. Schicht+Klassenspezif. variierende Begabungsreserven, Sicherung von bestehenden Privilegien
    • 2. Reprodukt soz. Verteil d. kult. Kapital/soz. Habitus durch Selbsteliminierung der wenig Kulturkapital-Gruppe

    3. Rolle d. Verfügbarkeit ü. Kapital für BildungsInvestition
  5. Kulturelle Reproduktion durch bildungsrelevantes Kapital (Bourdieu)
    • * Bild=Investition i. indiv. Fäh, Fertigk, Kenntnisse
    • -> BildErfolge

    * Investit i. Bild nächster Generation=Mittel zum Zweck =Status/MachtInteresse bzw. soziale Distinktion

    • * Mittel f. BildInvestition:
    • - Ökonomisches Kapital
    • - Kulturelles Kapital
    • inkorporiertes KK (verinnerlicht als Habitus),
    • objektiviertes KK (als kulturelle Güter, kulturelle
    • Praxis), institutionalisiertes KK (BildPatente)
    • - Soziales Kapital

    • *Konvertierung der Kapitalien insbes.KK
    • in Status bzw. Positionsgüter
    • =Aufrechterhalt soz.Unglh in moderner GS ü KK =Kulturelle Reproduktion
  6. Sonderrolle des Soziales Kapital
    ---Bourdieu vs Coleman
    • *Bourdieu
    • - Gesamth aktuelle + pot. Ressourcen, die mit Besitz eines dauerhaften Netzwerkes von +/- instit.Bez ggs Kennens verbunden ist (weak ties=InfoBeschaffng ü.BS)

    -Ressourcen, die auf Zugehörigk zu einer Gruppe beruhen, Sicherheit wie Krediitwürdigk in soz. Beziehung verleihen (strong ties)

    • *Coleman
    • -weak ties: Ressourcen eines soz. Netzwerkes (Austausch von Eltnhaus-Schule, Beeinflussung Schule durch EltHaus)
    • -weak ties: Information (Wissen ü. BildMöglichkeiten)
    • -strongties: Normen, wirsame Sanktn, die i. Erz von Kinder vermittelt werden
    • -strong ties: Vertrauen+Reziprozität, die sich ü. Elt-K-Bezn auf pers.Entw von Kindern niederschlagen (kohorente Supervision und Kontrolle der Kinder)
  7. Soziales Kapital und Bilderfolg nach Coleman
    • - gem mit Bourdieu= weak ties
    • -untersch= Coleman's strong ties

    • ***Hypothese***
    • -wechselseitige Beziehung zw. Elt
    • -physische Präsenz bei ihren K
    • -gem.Zeit verbracht, gem. Aktivität
    • -Hilfe u. Kontrolle bei Husgi
    • -geschlossene, dichte, externe soz. Netzwerke der Fam

    • ***Empirische Befunde***
    • -Katholische Schule besser als öffentliche
    • -säkulare Privatschulen besser als staatliche
    • - Widersprüchliche Befunde zu anderen Studien

    • ***Kritik an Coleman***
    • -Unzureichnde Messung des Soz,Kap, BildErfolg
    • -Komparativ-statistisches Design der Analyse trotz
    • Längsschnittdaten
    • -Fehlende Kontrolle der soz. Selektivität der Schüler
  8. Andere Hypothesen zum Bildungsverlauf...
    • 1. Statistische Selektionshypothese von Mare
    • - Abnahm Einfl soz.Herk=Elthaus im BildVerlauf

    • -Überleben einer selektiven Gruppe bei den bildfernen
    • von motivierten, leistungsstarken Persn im Bildsystem
    • =d.h. Abnahme Streuung d. Schulleist unter
    • den im BS verbleibenden Indivn

    • 2. LV-Hypothese von Müller bzw. Müller&Karie
    • -Abnahme des unmittelbaren Einflusses der HerkFam nach Übergang auf Sek1 auf Weitere BildÜberge im LV

    -Selbst. Bildentscheidung Jugendl unabh von materielle Ressourcen des ElternHauses

    • Fazit:
    • Widerlegung beider Hypothese durch emp.Evidenz
    • -Abnahme der soz.HerkEffekte auf frühe bildübergänge
    • -Verlagerung soz.HerkEffekte ->Zugang zu höherer Bild
  9. MMI-Hypothese von Raftery&Hout
    = Maximally Maintained Inequality

    • > Hauptannahme: BildUnglh gehen zurück
    • - wenn BildNachfrage i. höhSchicht gesättigt ist UND
    • - sukzessive BildAufstiege aus den unteren+mittleren
    • SozSchicht zu strukturelle Rückgang i.
    • BildDisparitäten führen

    • >Prozesse i.d. historischen Zeit:
    • 1. Konstanz bzw. graduelle Zunahme der BildUnghl im
    • Zuge der BildExp und dann Abnahme

    • 2.Abnahme BildUnglh, wenn BildNachfrage
    • höhSchicht gesättigt ist

    • >Kritik
    • 1. Fehlende theoretische Untermauerung durch einen handlungstheoretischen Ansatz
    • 2.Wann genau ist Sättigung der BildNachfrage erreicht?
    • (Frage der Vorhersagbarkeit)
  10. Becker's Fazit zu "Wandel Unglh von BildChancen"
    -Shavit&Blossfeld: Persistent Inequality (Stabilität sozioökonom. Unglh v.Bildchacen)

    • -Breen, Luijkx, Müller&Pollak: Non-Persistent Inequalität in Educational Attainment
    • -> Überprüfung von Shavit&Blossfeld

    • diese nahmen an:
    • 1. Rückgang der prim.HerkEffekte infolge upgradings und gestiegener Wohlstand =>Fakt1: keine emp.Evidenz

    • 2.Relativierung des sek.HerkEffekt wg gesungene Bildkosten (subj), gestiegene ErfolgWk infolge BildReformen (subj), Gestiegene BildErträge (subj)
    • =>Fakt2: keine eindeutige emp. Bestätigung
    • --eher Konstanz, auf 3Ebene sogar Verschärfung!

    • 3.Rückgang soz.Unglh d. BildChancen im Zuge ausgeprägten BildReformen + sozioökonom. Prosperität
    • =>Fakt3: eindeutige Bestätigung
    • --aber: Verschiebung auf 3Ebene!

What would you like to do?

Home > Flashcards > Print Preview