Wirtschftsinformatik

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Author:
sunshinenrw
ID:
128357
Filename:
Wirtschftsinformatik
Updated:
2012-01-23 06:20:57
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M3 : Betriebliche Anwendungssysteme
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  1. Was versteht man unter dem Begriff Anwendungssysteme?
    Im engeren Sinne ist unter dem Begriff des Anwendungssystems die Gesamtheit aller Anwendungsprogramme und der zugehörigen Daten zu verstehen, die zur Lösung einer konkreten betrieblichen Problemstellung benötigt werden.

    Im weiten Sinne ist unter dem Begriff auch die entsprechende IT-Infrastruktur sowie die verantwortlichen Personen, wie Benutzer und Entwickler der Systeme zu verstehen.
  2. Was ist Software?
    • Sammelbegriff für in Programmiersprache verfasste Programme
  3. Wie lassen sich Anwendungssysteme klassifizieren?
    • 1.) Nach Art der Erstellung
    • * Standardsoftware
    • * Individualsoftware (Eigenentwicklung oder
    • Fremdbezug
    • 2.) Nach dem Automatisierungsgrad
    • * Vollautomatisierung
    • * Teilautomatisierung
    • 3.) Nach dem Anwendungsbereich
    • * Branchensysteme
    • * Funktionssysteme
    • * Spezialprogramme
    • 4.) Nach der organisatorischen Ebene
    • * strategische Ebene
    • * taktische Ebene
    • * operative Ebene
    • 5.) Nach dem Verwendungzweck
    • * Administrationssyteme
    • * Dispositionssysteme
    • * Berichtssysteme
    • * Planungssysteme
    • * Kontrollsysteme
    • * Querschnittsysteme
    • * Strategische bzw. Unternehmungsführungssysteme
  4. Was bedeutet Customizing?
    Zunehmende Verbreitung von Standardsoftware, die häufig gut an individuelle Anforderungen angepasst werden kann.
  5. Merkmale von Standardsoftware
    • Softwarelösung " von der Stange"
    • Fertige Programme, die auf Allgemeingültigkeit und mehrfache Nutzung hin ausgelegt sind
    • z.B. Basissoftware, Anwendungssoftware

    Beispiele: Buchhaltungssoftware, SAP R/3
  6. Merkmale von der Individualsoftware
    • Programme, die für einen Anwendungsfall eigens erstellt worden sind und deren Eigenschaften im allgemeinen einer spezifischen Bedingungslage entsprechen
    • Eigenentwicklung: Nutzung interner, betrieblicher Ressourcen zur Erstellungvon Software
    • Fremdbezug: Externe Beschaffung der Software
    • Steigende Anforderungen an Software durch komplexere Aufgaben
    • Beispiel: Kalkulationssystem in der Mineralölindustrie
  7. Vorteile von Standardsoftware
    • Kostengünstige Lösung:
    • Die Softwareentwicklungskosten “verteilen" sich auf mehrere Verwender desProdukts
    • Schnelle, kostengünstige Softwarewartung möglich
    • Zeitersparnis:
    • Customizing geht tendenziell schneller als Neuentwicklung
    • Kompensierung von Personalengpässen bzw. eines Mangels an Know-howim eigenen Haus
    • Zukunftssicherheit :
    • Seriöse Anbieter von Standardsoftware entwickeln ihre Produkte ständig weiter
  8. Vorteile von Individualsoftware
    • Möglichkeit zur Abbildung auch "exotischer" Aufgabenstellungen
    • Bei Standardsoftware Gefahr der zu starken Anpassung der Organisation andie Software...oder eventuell sehr hoher Customizing-Aufwand
    • Sehr groß werdende Abhängigkeit von Standardsoftwarelieferanten:Problematisch besonders bei weniger soliden Softwareherstellern
  9. Systeme auf der operativen Ebene
    • Anwendungssysteme, die die grundlegenden Aktivitäten und Transaktionen der Unternehmung ausführen und überwachen.
    • Anwendungssysteme, die die täglichen, für den Geschäftsbetrieb notwendigen Routinetransaktionen ausführen und aufzeichnen. Beispiel:Lohnbuchhaltungssystem
  10. Systeme auf der taktischen Ebene (Ebene der Fach- und Führungskräfte)
    Systeme, die das mittlere Management in den Bereichen Planung,Entscheidungsfindung, Steuerung und Kontrolle unterstützen.
  11. Systeme auf der strategischen Ebene
    Anwendungssysteme, die die langfristige Planung des oberen Managementsunterstützen (Unternehmensstrategien).
  12. Klassifikation nach dem Verwendungszweck
  13. Informations- und Kommunikationssysteme(IuK-Systeme)
    • IuK-Systeme bieten technische Möglichkeiten an, die eine wirtschaftlich optimale Informationsbereitstellung und die dafür notwendigen Kommunikationsmöglichkeiten zur Verfügung stellen, umso die Erfüllung der betrieblichen Aufgaben effektiv und effizient zu unterstützen.
    • Aufgaben der IuK:
    • Erfassung,– Übertragung,– Transformation,– Speicherung und– Bereitstellung von Informationen.
    • Soziotechnische Systeme
  14. Was bedeutet Integration?
    Integration bezeichnet in derWirtschaftsinformatik die Verknüpfungvon Menschen, Aufgaben und Technik zu einem einheitlichen Ganzen, um den Folgen der durch Arbeitsteilung und Spezialisierung entstandenen Funktions-, Prozess- und Abteilungsgrenzen entgegenzuwirken.
  15. Integrationsarten
    • Bei der Integration der Informationsverarbeitung müsssen folgende Aspekte berücksichtigt werden:
    • Integrationsgegenstand
    • Integrationsrichtung
    • Integrationsreichweite
    • Automationsgrad
    • Integrtionszeitpunkt
  16. Was sind die möglichen Intergrationsgegenstände?
    • Datenintegration:
    • Gemeinsame Nutzung der Daten durch mehrere verschiedene Funktionen
    • Ziel:redundanzarme Speicherung von Daten, die so insbesondere Dateninkonsistenz abzuwenden hilft
    • Mittelpunkt: logische Integrität von Datenbanksystemen, auf die mehrere Anwendungen zugreifen
    • Einfachste Form der Kopplung von Anwendungssystemen
    • Funktionsintegration:
    • Voraussetzung: bereits auf der Datenebene durchgeführte Integrationsmaßnahmen, um " Ressourcen für die Übernahme weiterer gleichgearteter ( Job Enlargement) bzw. anspruchsvollerer ( Job Enrichment ) Aufgaben" freizusetzen.
    • Unterscheidung zwischen Ausrichtung auf Aufgabenträger und Datenfluss
    • Nimmt zumeist Einfluss auf die organisatorische Gestaltung innerhalb eines Unternehmens
    • Objektintegration:
    • Vereinigt Aspekte der aufgabenträgerorientieren Funktionsintegration und Datenintegration
    • Die Kommunikation zwischen Objekten erfolgt über Nachrichten
    • Zwei wesentliche Integrationsformen:
    • Inter-Objektintegration ( Gegenstand der Inter-Objektintegration ist eine Integration der Kommunikationsstrukturen zwischen den Objekten zur Gewährleistung einer reibungslosen Interaktion)
    • Intra-Objektintegration ( Bei der Intra-Objektintegration werden Funktionen und zugehörigen Datenstrukturen nach dem Paradigma der Objektoriontierung zusammengefasst)
    • Prozessintegration:
    • Im Zentrum der Betrachtung steht der zu integrierende Geschäftsprozess
    • Neben den zu Ausführung erforderlichen Daten und Fuktionen werden zusätzlich ablauflogische Aspekte berücksichtigt
    • Methodenintegration:
    • Abstimmung und Verwendung der selben Methoden bei verschiedenen Funktionen
    • Programmintegration:
    • Abstimmung einzelner Sofwarebausteine im Rahmen eines integrierten Systems
    • Ziel: Informationstechnische Realisierung des fachlich-inhaltlichen Geschehens im Unternehmen7
    • Weitere Unterscheidung: organisatorische Integration der Benutzungsschnittstelle
    • Medienintegration ist verwandt mit Programmintegration
  17. Die Informationssystempyramide
  18. Integrationsreichweite
  19. Integrationsreichweite
    • Unterascheidung in:
    • Bereichsintegration
    • Funktionsbereichübergreifende Integration
    • (Totale) innerbetriebliche Integration
    • Zwischenbetriebliche Integration

    • Beispiele:
    • Customer Relationship Management (CRM) verbindet Anwendungssysteme aus den Sektoren Marketing, Vertrieb und Kundendienst und evtl. auch Produktion Zwischenbetriebliche Integration mit EDIFACT
  20. Automationsgrad
    • Fertigungstechnik: das Verhältnis der automatisierten Arbeitsabläufe imVergleich zum Gesamtumfang aller Arbeitsabläufe
    • Kann durch die Art der Zuordnung von Aufgaben zu Aufgabenträgern bestimmt werden:
    • *Vollautomatisierung liegt vor, wenn Zuordnung ausschließlich an ein Anwendungssystem; hierbei keine Interaktion mit Benutzern
    • *Teilautomation liegt vor, wenn Mensch und Anwendungssystem als gemeinsame Aufgabenträger im Dialog interagieren
  21. Integrationszeitpunkt
    • Unterscheidung zwischen:
    • *Stapelverarbeitung
    • *Ereignisorientierung
    • *Ereignisorientierung im engeren Sinn
    • Durchgängige Ereignisorientierung führt zum Echtzeitunternehmen bzw.Real-Time-Enterprise
    • Ausdehnung auch in den überbetrieblichen Bereich
    • Andere Interpretation der Zeitdimension:
    • *Ex-ante-Integration ( Integration findet zeitlich vor der Implemtierung von Software im Unternehmen statt)
    • *Ex-post-Integration ( nachträgliche Integration vorhandener Anwendungen)
  22. Vorteile und Herausforderungen integrierter Informationsverarbeitung
    • Vorteile:
    • Überwindung unternehmensinterner „künstlicher” Grenzen zwischen Abteilungen, Funktionsbereichen und Prozessen Erlaubt die Umsetzung moderner betriebswirtschaftlicher Konzepte(z. B. Efficient Consumer Response)
    • Reduktion des manuellen Eingabeaufwands und Verminderung vonErfassungsfehlern
    • Erhöhung der Qualität betrieblicher Prozesse (z.B. „Vermeidung vonUnterlassung”) durch feste, automatische Abläufe
    • Senkung von Speicher- und Dokumentationsaufwand
    • Fehler in Daten werden durch Mehrfachnutzung rascher erkannt
    • Basis für integrierte Vorhersage-, Planungs- und Optimierungsmodelle
    • Bewährte Verfahrensweisen (Best Business Practices) in der Softwareabgebildet
    • Hoher (Daten-)Integrationsaufwand verringert Pflegeaufwand und Dateninkonsistenzen
    • Geringerer Pflegeaufwand der Software (Systemhersteller übernimmt Programmänderungen etwa im Falle von Änderungen der Steuergesetzgebung)
    • Herausforderungen:
    • Komplexität durch gegenseitige Abhängigkeit -->Kettenreaktionen
    • Ungenügende Wirksamkeit der Automation bei Sonderfällen
    • Komplexität bewirkt hohen Test- und Pflegeaufwand
    • Mangelhafte Verfügbarkeit qualifizierter Systemplaner
    • Mangelhafte Integrationsfähigkeit standardisierter Lösungen undzugekaufter Softwareprodukte
    • Lange Realisierungs- und Investitionslaufzeiten
    • Einmaligkeit bzw. Seltenheit der Integrationsentscheidung
    • Anpassung standardisierter unternehmensweiter Anwendungssysteme anden Betrieb oft sehr aufwendig
    • Betrieb muss seine Prozesse häufig der Software anpassen
  23. ERP: Enterprise Resource Planning
    • Betriebliche Ressourcenplanung
    • Softwarekomponenten (-module), die betriebswirtschaftliche Funktionenbeinhalten; z.B. Kostenrechnung, Finanzbuchhaltung, Produktion, Absatz,Personal
    • Dienen zur Koordination wichtiger interner Prozesse eines Unternehmens
    • Integrierte Standardsoftware (vor allem im Industriebetrieb)
    • Beispiel: R/3 von SAP
  24. Vorteile und Herausforderungen von ERP-Systemen
    • Vorteile (Veränderung von vier Dimensionen):
    • Unternehmensstruktur
    • einheitliche Organisation
    • Management
    • unternehmensweite wissensbasierte Managementprozesse
    • Datenstruktur
    • einheitliche Plattform
    • Wettbewerbsfähigkeit
    • effiziente und kundenorientierte Geschäftsprozesse
    • -->Verbesserung der Koordination innerhalb des Unternehmens sowie derEffizienz und Entscheidungsfindung
    • Herausforderungen:
    • Aufwendige Implementierung
    • Fehlerhafte Implementierung
    • Hohe Kosten der Einführung und gleichzeitig späte Realisierung der Vorteile
    • Inflexibilität
    • Ausbleibende Realisierung des strategischen Werts durch Inkompatibilität zuden eigenen Geschäftsprozessen
  25. ERP-System
  26. Neue Anwendungen von ERP-Systemen
    • Customer Relationship Management (CRM)
    • Supply Chain Management (SCM)
    • Business Intelligence (BI)
    • i.d.R. Orientierung an Geschäftsprozessen (Business Processes)
  27. Horizontale Integration
    Die horizontale Integration bezieht sich vor allem auf die Verbindung der Teilssysteme in der betrieblichen Wertschöpfungskette. Dabei können Integrationsgrade nach Anzahl der integrierten Bereiche unterschieden werden,und danach, wie eng die Bereiche miteinander verbunden sind.In der ersten Integrationsstufe wird ein Teil der Informationen aus einem Bereich auch in anderen Bereichen verwendet. Beim höchsten Grad der horizontalen Integration werden Tätigkeiten durch die Systeme angestoßen, die dafür sorgen, dass die benötigten Informationen zur Verfügung stehen.
  28. Vertikale Integration
    Unter vertikaler Integration versteht man in erster Linie die Datenversorgung der Planungs- und Kontrollsysteme aus den Administrations- und Dispositionssystemen heraus. dabei werden die unterschiedlichen Verdichtungs- und Detaillierungsgrade der Informationssysteme aufeinander abgestimmt.Diese bestimmen auch die unterschiedlichen Integrationsgrade: einfache Datenverdichtung auf oprativer/administrtiver Unternehmensebene,mittlere Verdichtung auf dispositiver Unternehmensebene und hohe Datenverdichtung auf planungs- und Kontrollebene. Während bei der horizontalen Integration der Informationsgrad der Daten der gleiche bleibt, wird er bei der vertikalen Integration verändert.

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