Umweltmanagement

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Author:
Anonymous
ID:
129926
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Umweltmanagement
Updated:
2012-01-23 06:32:46
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Umwelt Management
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Umwelt
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  1. Was ist die AGENDA 21?
    Die AGENDA 21 ist ein entwicklungs- und umweltpolitisches Aktionsprogramm für das 21.Jahrhundert, ein Leitpapier zur nachhaltigen Entwicklung. Sie wurde 1992 in Rio de Janeiro auf der Umweltkonferenz der Vereinten Nationen (172 Staaten) beschlossen.
  2. Was ist das Kyoto-Protokoll? Welche
    Zielsetzungen wurden dort vereinbart?
    • Das Kyoto-Protokoll ist ein Zusatzprotokoll zur Ausgestaltung der Klimarahmenkonvention der Vereinten Nationen mit dem Ziel des Klimaschutzes. Im Kyoto-Protokoll soll vor allem der Treibhausgas-Ausstoß vermindert werden.
    • Jährlich soll der CO2-Ausstoß in den Industrieländern
    • durchschnittlich um 5,2% vermindert werden.
  3. Was ist Gegenstand der Klimakonferenz im
    Dezember 2011 in Durban?
    Die Klimakonferenz von Durban war das siebte Treffen im Rahmen des Kyoto-Protokolls. Hier wurde über ein Nachfolgeabkommen für das Kyoto-Protokoll diskutiert. Die 200 Staaten einigten sich darauf, dass bis 2015 ein Weltklimavertrag erarbeitet werden soll. Erstmals wollen dann auch die USA und China verbindliche Ziele mittragen.
  4. Was ist der „Rat für Nachhaltige Entwicklung“?
    Der „Rat für Nachhaltige Entwicklung“ wurde 2001 von der Bundesregierung ins Leben gerufen. Im gehören 15 Mitglieder des öffentlichen Lebens an. Seine Aufgaben sind u.a. die Entwicklung von Beiträgen für die Umsetzung der nationalen Nachhaltigkeitsstrategie oder die Nachhaltigkeit zu einem wichtigen öffentlichen Anliegen zu machen.
  5. Nennen Sie ein Beispiel für die komplette „Auslagerung“ von Ökologie bezogenen Nachhaltigkeitsaktivitäten aus der Einflusssphäre eines Unternehmens!
    Ein Beispiel ist das Modeunternehmen BRAX, das in einem bestimmten Zeitraum Reklame damit machte, dass ein Teil des Verkaufspreises jeder Hose dem WWF gespendet wird, der mit dem Geld den Regenwald in Malaysia wiederaufforstet.
  6. Nennen Sie 6 Aspekte, die ein Unternehmen zu Maßnahmen im Bereich des betrieblichen Umweltschutzes motivieren können!
    • - Umwelteffizienz erhöhen
    • - Ressourcenverbrauch senken
    • - Kosten einsparen
    • - Emissionen reduzieren
    • - Imagegewinn
    • - eigene Mitarbeiter schützen
  7. Nennen Sie die grundsätzlichen Schritte einer Vorgehensweise, die zur Implementierung eines Umweltmanagementsystems oder Umweltmanagementansatzes gehören!
    • 1.Formulierung strategischer Ziele
    • 2.Definition von Umweltaspekten und Wirkungen
    • 3.Definition von Bezugseinheiten und Bezugszeiträumen
    • 4.Formulierung in operative Maßnahmenkataloge
    • 5.Überprüfung auf Kompabilität mit anderen Zielen.
    • 6.Kommunikation der Ziele und Maßnahmen
    • 7.Bereitstellung erforderlicher Ressourcen
    • 8.Etablierung eines Umweltcontrolling-Zyklus
    • 9.Kommunikation der Erfolge
  8. Nennen Sie 6 mögliche Resultate eines Systems zum betrieblichen Umweltmanagement!
    • - gesetzliche Resultate erfüllt
    • - Umwelteffizienz erhöht
    • - Kosten eingespart
    • - Emissionen reduziert
    • - Imagegewinn erzielt
    • - eigene Mitarbeiter geschützt
  9. Grenzen Sie unter Zuhilfenahme eines praktischen Beispiels die Begriffe „Umwelteffizienz“ und „Umwelteffektivität“ voneinander ab!
    • - Umwelteffizienz
    • Durch Produktionsumstellung wird der Wasserverbrauch eines Produktes reduziert.
    • >Steigerung der Umwelteffizienz

    • - Umwelteffektivität
    • Bei gleichbleibender Produktivität wird auch die Umwelteffektivität gesteigert.
  10. Erläutern Sie knapp die Begriife…
    -„Stand der Wissenschaft“
    -„Stand der Technik“
    -„Allgemeine Regeln der Technik“
    • „Stand der Wissenschaft“
    • -Zusammenfassung der jeweiligen aktuellen Erkenntnisse der Wissenschaft.
    • Beispielsweise: Prototypen.
    • „Stand der Technik“
    • - Die technischen Möglichkeiten zu einem bestimmten Zeitpunkt, basierend auf gesicherten wissenschaftlichen Erkenntnissen.
    • „Allgemeine Regeln der Technik“
    • -Technische Regeln für den Entwurf und die Ausführung von baulichen Anlagen oder technischen Objekten.
  11. Erläutern Sie knapp die Begriffe…
    -„Produktionsintegrierter Umweltschutz“
    -„Integrierende vorsorgende Produktpolitik“
    -„end-of-pipe-Lösung“
    • „Produktionsintegrierter Umweltschutz“
    • - PIUS ist auf die Produktion bezogen. Prozessänderungen mit der Zielsetzung einer Ressourcenschonung bzw. Schadstoffverminderung.

    • „Integrierende vorsorgende Produktpolitik“
    • - IPP
    • betrachtet dagegen die ökologischen und ökonomischen Merkmale eines Produkts entlang seines gesamten Lebensweges.
    • > PIUS ist ein Teil von IPP

    • „end-of-pipe-Lösung“
    • - ist eine additive Umweltschutzmaßnahme.
  12. Nennen Sie drei Umweltmedien, auf die sich die Umwelteinwirkungen „Einsparung von Ressourcen“ oder „Reduzierung von Emissionen“ beziehen können!
    • - Wasser
    • - Boden
    • - Luft
  13. Nennen Sie die drei grundsätzlichen prinzipiellen Möglichkeiten eines Unternehmens, seine Emissionsbilanz für einen bestimmten Stoff zu verbessern.
    - Erhöhung der Umwelteffizienz ohne kritische Produktionssteigerung

    - Verminderung der Produktion

    - Auslagerung von Umweltentlastung (Krombacher – Regenwald)
  14. Nennen Sie aus dem Bereich der Umweltkennzahlen ein Beispiel für eine absolute sowie je ein Beispiel für eine relative Gliederungs-, Beziehungs- und Indexzahl.
    • - absolute Kennzahl:
    • Einzelzahlen, Summen, Differenzen, Mittelwerte

    • - relative Gliederungszahl:
    • Aufteilung einer Gesamtgröße in Teilgröße

    • - relative Beziehungszahl:
    • Verhältnis zweier gleichrangiger Größen

    • - relative Indexzahl:
    • relative Veränderungen bestimmter gleichartiger Größen, vergleichende Werte werden auf eine Basiszahl bezogen.
  15. Nennen Sie drei Umwelt-Wirkungskategorien und jeweils einen zugeordneten Stoffstrom.
    - Energieressourcen > Energieverbrauch

    - Treibhauseffekt > treibhausrelevante Gase

    - Deponievolumen > feste Abfälle
  16. Was ist unter einem „kumulierten Energieaufwand“ zu verstehen?
    Der „kumulierte Energieaufwand“ ist der über die gesamte Wertschöpfungskette ermittelte Energieaufwand.
  17. In welchem Fall sind Stoff- und Energiestrombilanzen verschiedener Verfahren oder Anlagen vergleichbar?
    Sie sind vergleichbar, wenn es bestimmte Größen gibt, die als Bezugsgröße zur Bilanz dient, die erstellt werden soll. Die Leitgröße wird auch als „funktionelle Einheit“ bezeichnet. Nur wenn zwei Produkte dasselbe leisten sind sie miteinander vergleichbar.
  18. Was versteht man im Zusammenhang mit Sach- und Ökobilanzen unter „Allokation“?
    Das Problem der „Allokation“ tritt vor allem bei der Bilanzierung von der Kuppel- oder Koppelproduktion oder Recyclingprozessen auf. In Bezug auf das Produkt bedeutet „Allokation“, dass geschaut wird welche Input- und Outputströme dem Produkt zugerechnet werden können.
  19. Was versteht man unter dem Begriff „Carbon-Footprint“?
    Der „Carbon-Footprint“ ist ein Index, der für ein Produkt und dessen gesamten Lebensweg alle damit zusammenhängenden Treibhausgase angibt. Von den Rohstoffen bis zur Entsorgung.
  20. Was versteht man unter dem Begriff „virtuelles Wasser“?
    „Virtuelles Wasser“ ist das Wasser, das benötigt wird um eine Bezugseinheit eines Produktes herzustellen.
  21. Welche Anforderungen stellt der Gesetzgeber im Hinblick auf betriebliches Umweltmanagement?
    - Einhaltung der Grenzwerte in Gesetzen und Verordnungen

    - Bestellung von Umweltschutzbeauftragten
  22. Per Gesetz, Verordnung bzw. Auflage sind im
    Bereich des Umweltschutzes Betriebsbeauftragte vorgesehen.

    Welche drei sind dies Kraft Gesetz?
    - Betriebsbeauftragter für Immissionsschutz > BImSchG

    • - Betriebsbeauftragter für Abfall
    • > KrW-/AbfG

    • - Betriebsbeauftragter für Gewässerschutz
    • > WHG
  23. Per Gesetz, Verordnung bzw. Auflage sind im Bereich des Umweltschutzes Betriebsbeauftragte vorgesehen.

    Welche zusätzlichen sind dies per Fachgesetzen und Verordnungen?
    - Fachkräfte für Arbeitssicherheit

    - Sicherheitsbeauftragte

    - Strahlungsschutzbeauftragte

    - Störfallbeauftragte

    - Gefahrgutbeauftragte
  24. Was sind die Pflichten der Betriebsbeauftragten für Umweltschutz?
    - Kontrollfunktion

    - Informationspflicht

    - Berichtspflicht
  25. Nennen Sie je ein Beispiel für eine Anlage, für die ein … zu bestellen ist!
    - Betriebsbeauftragter für Immissionsschutz
    - Betriebsbeauftragter für Abfall
    - Betriebsbeauftragter für Gewässerschutz
    - Betriebsbeauftragter für Störfälle
    • Betriebsbeauftragter für Immissionsschutz:
    • - Feuerungsanlagen, AKW

    • Betriebsbeauftragter für Abfall:
    • - Unternehmen mit besonders überwachungsbedürftigen Abfällen

    • Betriebsbeauftragter für Gewässerschutz:
    • - Bei direkter Einleitung von mehr als 750m³ Abwasser/Tag

    • Betriebsbeauftragter für Störfälle:
    • - Bei genehmigungspflichtigen Anlagen, bei denen eine Störung eine Gefährdung der Allgemeinheit darstellt.
  26. Formulieren Sie beispielhaft die Umweltpolitik für eine Organisation.
    Ein Unternehmen möchte einen positiven Beitrag zur Reduzierung des CO2-Ausstoßes beitragen. Innerhalb der nächsten 5 Jahre soll der Ausstoß um 10% vermindert werden.
  27. Was versteht man unter einem Umweltmanagementsystem?
    • Ein Umweltmanagementsystem ist in der DIN EN ISO 14001 als auch in der VO des EU-Rates definiert. Die ISO orientiert sich international,die VO eher europäisch.
    • „UM ist der Teil des Managementsystems, der die Organisationstruktur, Planungstätigkeit, Verantwortlichkeit, Methoden, Verfahren, Prozesse und Ressourcen, zur Entwicklung, Implementierung, Erfüllung, Bewertung und Aufrechterhaltung der Umweltpolitik umfasst.“
  28. Welche Zielsetzung hat das UMS nach DIN EN ISO 14001 ff.?
    Etablierung eines zertifizierbaren Umweltmanagementzyklus bestehend aus „Festlegung der Umweltpolitik“, „Planung der Aktivitäten“, „Realisierung und Betrieb“, „Überprüfung, Bewertung, kontinuierliche Verbesserung“.
  29. Welche Zielsetzung hat das EG-Öko-Audit-System (EMAS II)?
    Ziel ist die kontinuierliche Verbesserung des betrieblichen Umweltschutzes durch:

    o Schaffung und Anwendung eines UMS

    o Systematische, objektive, regelmäßige Bewertung der Leistung des UMS

    o Information der Öffentlichkeit

    o Einbeziehung der Mitarbeiter incl. Fortbildung
  30. Wodurch unterscheiden sich die Managementsysteme nach DIN EN ISO 14001 bzw. nach dem EMAS von diversen in Organisationen implementierten Managementansätzen?
    Durch die Zertifizierbarkeit!
  31. Was sind Ziele des strategischen Umweltmarketings?
    Ziele sind Genierung, dauerhafte Wettbewerbsvorteile, sowie die Entwicklung marktgerichteter Verhaltensweisen zu ihrer Umsetzung.

    Wettbewerbsvorteile: Produkte besser, billiger

    Marktgerichtete Verhaltensweisen: Verbesserung des Images
  32. Was sind Ziele des operativen Umweltmarketings?
    Die Umsetzung der Ziele, die im strategischen Umweltmarketing festgelegt wurden.

    Bsp.: Etablierung eines Labels
  33. Welches sind die Instrumente des operativen Umweltmarketings?
    - Produktpolitik

    - Distributionspolitik

    - Preispolitik

    - Kommunikationspolitik
  34. Nennen Sie Ziele der Nachhaltigkeitsberichterstattung. Existiert eine Verpflichtung dazu?
    - Überwindung von Informations-Asymetrien

    - Entscheidungsunterstützung und –beeinflussung

    - Sicherung der „license to operate“

    - glaubwürdige Berichterstattung

    - Verbesserung des Risikomanagements

    • o Generierung eines positiven Informationswertes
    • (übergeordnetes Ziel)
  35. Legen Sie drei mögliche Kennzahlen für das „Miniprojekt Haushalt“ fest.
    - Gasetagenheizung > kWh

    - Wasser/Abwasser > m³

    - Abfall > Kg
  36. Erläutern Sie anhand eines Beispiels den Begriff „Koppelprodukt“.
    Der Rohstoff Gas wird in einer Produktionsanlage (Heizung) verwendet für die Koppelprodukte „Heizung“ und „Warmwasser“.
  37. Nennen Sie die grundsätzliche Zielsetzung sowie drei wesentliche Merkmale des Umweltmanagementansatzes „ÖKOPROFIT“.
    - Betriebskostensenkung

    - lokales Netzwerk zum Umweltschutz

    - Kooperation zwischen Kommunen und lokaler Wirtschaft

    - Weiterbildungscharakter
  38. Was versteht man unter einer Wertschöpfungskette?
    Die Wertschöpfungskette ist der gesamte Lebenszyklus eines Produktes von den Rohstoffen über die Transportwege, die Produktionsverfahren, den Verwendungsbedingungen bis hin zum Recycling verwendbarer Teile und Entsorgung der Reststoffe.
  39. Erläutern Sie die Begriffe „shareholder“ und „stakeholder“.
    - Shareholder = Anteilseigner

    - Stakeholder = Anspruchsgruppen
  40. Nennen Sie drei Institutionen außerhalb eines Beispiel Unternehmens, die speziell im Zusammenhang mit ökologischen Themen die Funktion von stakeholdern haben.
    - benachbarte Bevölkerung bei Emissionen

    - Umweltschutzorganisationen

    - Verbraucher (Kunden)
  41. Als umweltbewusster Mensch stellen Sie fest, dass ein Unternehmen mit einer Zertifizierung gemäß ISO 14001 wirbt. Wie beurteilen Sie diesen Tatbestand?
    Es ist zu beachten, dass die Anwendung eines UMS nicht unbedingt gleichzusetzen ist mit einer Erhöhung der Umwelteffizienz/-effektivität.
  42. Wie sähen die Schlussfolgerungen aus den Daten der Aufgabe 48 aus?
    Streit auf Klimakonferenzen wird verständlicher, da sich die Gewichtung ändert.
  43. Nennen Sie einen kritischen Aspekt hinsichtlich der Verpflichtung zur Bestellung von gesetzlich vorgeschriebenen Umweltbeauftragten.
    Die gesetzlichen Bestellten kümmern sich i.A. nur um die Feststellung des Status Quo, um die Einhaltung der gesetzlichen Pflichten und den administrativen Teil des UM. Keine Kreativität bzgl. der Verbesserung der Umwelteffektivität.
  44. Nennen Sie 5 Möglichkeiten, als Privatmensch zur Verminderung des CO2-Ausstoßes beizutrgen.
    - energieeffiziente Haushaltsgeräte

    - Elektrogeräte ausschalten, nicht aus Stand-by schalten.

    - Wäsche aufhängen, auf Trockner verzichten

    - nicht unnötig heizen

    - Spül-und Waschmaschine anmachen, wenn sie voll sind

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