BWL-Lernkartei 001-040 Betrieb und Umwelt

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Author:
schueler
ID:
130479
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BWL-Lernkartei 001-040 Betrieb und Umwelt
Updated:
2012-01-25 10:54:42
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Betrieb Umwelt 001 040 BWL
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BWL-Lernkartei 001-040 Betrieb und Umwelt
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  1. In welche drei Sektoren lassen sich Wirtschaftsbetriebe grundsätzlich einteilen? Beschreiben Sie die Sektoren kurz und nennen Sie jeweils typische Beispiele!
    • 1. Primärer Sektor (= Urerzeugung): Rohstoffgewinnung (Forstwirtschaft, Bergbau ...)
    • 2. Sekundärer Sektor (Produktion): Roh- und Hilfsstoffe, Vorprodukte werden verarbeitet (Industrie, Handwerk)
    • 3. Tertiärer Sektor (Dienstleistung): Handel, Transport, Beratung, Versicherung
  2. Was versteht man unter einem Betrieb bzw. einem Unternehmen?
    Betrieb: Produktionsort Unternehmen: rechtlich, organisatorischer Rahmen
  3. In welche Grundfunktionen lässt sich der Aufbau eines Wirtschaftsbetriebs einteilen? Nennen sie jeweils typische Beispiele für diese Grundfunktionen!
    • Beschaffung: Einkauf von Rohstoffen Leistungserstellung: Produktion
    • Absatz: Verkauf
    • Finanzierung: Beschaffung von EK bzw. FK
  4. Was versteht man unter dem Begriff "Infrastruktur"?
    Die INFRASTRUKTUR umfasst alle ÖFFENTLICHEN EINRICHTUNGEN, die das Wirtschaftsleben erst ermöglichen, z.B. Straßen.
  5. Welche Faktoren sind bei der Wahl des Unternehmensstandorts von Bedeutung? Nennen Sie jeweils typische Branchen zu den einzelnen Standortfaktoren!
    • VERKEHRsanbindung: Spediteure, Industrie, Handel, Dienstleistung.
    • ABSATZmöglichkeiten: Handel, Industrie.
    • ROHSTOFFvorkommen: Urproduktion, Industrie.
    • ENERGIEvorkommen: Energieunternehmen, Schwerindustrie.
    • NATUR: Tourismus, Land- und Forstwirtschaft.
  6. Nach welchen Gesichtspunkten sollten Standortfaktoren aus betriebswirtschaftlicher Sicht beurteilt werden?
    • 1. KOSTENVORTEILE, die bestimmte Standorte gegenüber anderen aufweisen.
    • 2. ABSATZVORTEILE, die sich an bestimmten Standorten ergeben.
  7. Warum können gerade in Ballungsgebieten günstige wirtschaftliche Chancen für eine Unternehmensgründung bestehen?
    • Ballungsräume (Bsp. München) zeichnen sich in der Regel aus durch:
    • günstige Infrastruktur (Straßen, Bahn),
    • qualifiziertes Personal, Kontakt zur Universitäten, Hochschulen,
    • Nähe zu bestimmten Absatzmärkten.
  8. Warum können gerade in den strukturschwachen Gebieten günstige wirtschaftliche Chancen für eine Unternehmensgründung bestehen?
    • Strukturschwache Gebiete (Bsp. bayerischer Wald) zeichnen sich oft aus durch:
    • staatliche Fördermaßnahmen (Subventionen),
    • niedrige Gewerbesteuersätze,
    • niedrigere Löhne,
    • günstige Grundstücke und Geschäftsgebäude,
    • wenig Konkurrenz.
  9. Was versteht man unter Rohstoffen, Hilfsstoffen und Betriebsstoffen? Nenne jeweils typische Beispiele!
    • - Rohstoffe: Wesentliche Bestandteile des Produktes, Bsp: Holz für Fenster.
    • - Hilfsstoffe: Nebenbestandteile, Bsp: Leim oder Nägel für Fenster.
    • - Betriebsstoffe: Werden im Produktions- prozess verbraucht, Bsp. Strom.
  10. Welche Fertigungsarten lassen sich unterscheiden?
    • Nach der Häufigkeit: Einzelfertigung, Serienfertigung, Massenfertigung.
    • Nach der Organisation: Werkstattfertigung, Gruppenfertigung (= Inselfertigung), Fließfertigung
  11. Neben der Serienfertigung gibt es noch zwei weitere Fertigungsverfahren. Um welche Verfahren handelt es sich? Nennen Sie dazu Beispiele!
    • Einzelfertigung: Schiffsbau (Werften), Hausbau etc.
    • Massenfertigung: Bleistifte, Lineale etc.
  12. Welche Merkmale kennzeichnen die Einzelfertigung? Warum bietet sich im Fall der Einzelfertigung besonders die Form der Werkstattfertigung an?
    • Jedes Produkt wird im Prinzip nur einmal hergestellt.
    • Folge: Der Produktionsablauf muss häufig geändert werden. Nur sinnvoll lösbar durch den Einsatz von Universalmaschinen und fachlich hoch qualifizierten Arbeitern (Werkstattfertigung).
  13. Was versteht man unter Serienfertigung? Nennen Sie auch Beispiele für typische Produkte, die auf diese Art hergestellt werden!
    Herstellung größerer Stückzahlen eines Produktes, z. B. Autos, Elektrogeräte, etc...
  14. Welche Merkmale kennzeichnen die Fließfertigung?
    Arbeit wird nach dem Arbeitsfluss angeordnet, feste zeitliche Reihenfolge, Fließbänder und Massenproduktion
  15. Führen Sie Vorteile der Fließfertigung für das Unternehmen auf!
    • - kurze Anlernzeit der Arbeitnehmer
    • - Kostensenkung durch Massenproduktion
    • - Produktivitätssteigerung
    • - geringer Raumbedarf und Übersichtlichkeit
  16. Führen Sie Nachteile der Fließfertigung für den Arbeiter am Fließband auf!
    • - Fehlen von Erfolgserlebnissen
    • - Erhöhung der Unfallgefahr durch monotone Arbeit
    • - keine Identifikation mit dem Endprodukt
    • - keine Eigeninitiative
  17. Erklären Sie das Prinzip, nach dem die Betriebsmittel im Fall der Gruppenfertigung organisiert sind!
    Jeder Arbeitsschritt wird von einer Gruppe in Eigenverantwortung durchgeführt, auch die Fertigungs- und Qualitätskontrolle.
  18. Welche Gründe sprechen dafür von der Werkstattfertigung auf die Gruppenfertigung umzurüsten?
    • - Relativ geringe Umstellkosten
    • - übersichtlicherer Produktionsablauf
    • - einfachere Terminplanung
  19. Führen Sie Nachteile der Werkstattfertigung für das Unternehmen auf!
    • - Hohe LOHNKOSTEN (viele Facharbeiter)
    • - TEUERE universal einsetzbare MASCHINEN
    • - hohe LAGERKOSTEN (Stofflager, Zwischen
  20. Beschreiben Sie das Prinzip nach dem die Betriebsmittel im Fall der Werkstattfertigung organisiert sind!
    "PRODUKTORIENTIERUNG": Die Betriebsmittel und Arbeiten, die zur Herstellung des Produkts benötigt werden, sind NACH GLEICHARTIGEN FUNKTIONEN zusammengefasst.
  21. Aus welchen Gründen ist eine sorgfältige Fertigungskontrolle nötig?
    Durch Fertigungskontrolle kann die Herstellung fehlerhafter Ware vermindert werden. = niedrigere Kosten
  22. Zu welchem Zeitpunkt wird die Kontrolle der Fertigprodukte eines Industriebetriebs durchgeführt? Unter welchen Gesichtspunkten geschieht diese Kontrolle?
    Ständige Kontrolle des gesamten Herstellungsprozesses: Wareneingangs-, Fertigungs- und Endkontrolle.
  23. Worin ist grundsätzlich die Aufgabe des Handels zu sehen?
    Waren, Dienstleistungen werden in der gewünschten Art, Menge und Qualität dem Weiterverwender oder Endverbraucher zur Verfügung gestellt.
  24. Worin unterscheiden sich Groß- und Einzelhandel?
    • EINZELHÄNDLER beliefern ENDVERBRAUCHER (Privatkunden) mit ihren Waren,
    • GROßHÄNDLER dagegen Einzelhändler oder Produktionsbetriebe, d.h. i.d.R. ANDERE KAUFLEUTE.
  25. Welche besonderen Aufgaben übernehmen Einzelhandelsunternehmen?
    • - Neue Märkte erschließen
    • - Sortimente bilden
    • - Lager halten
  26. Zählen Sie Gesichtspunkte auf, die für die Standortwahl eines Einzelhändlers von besonderer Bedeutung sind!
    • - Absatzorientierung
    • - Nähe zum Kunden
    • - Verkehrsanbindung
  27. Welche besonderen Aufgaben hat der Großhandel zu erfüllen?
    • - Bereitstellen von Sortimenten
    • - Lagerhaltung
    • - Transport vom Hersteller zum Händler
  28. Beschreiben Sie kurz die wichtigsten Verkaufsformen im Einzelhandel!
    • - Fachgeschäft
    • - Selbstbedienungsgeschäft
    • - Versandhandel
  29. Beschreiben Sie kurz, was man unter einem "Cash-and-Carry-Markt" versteht?
    Selbstbedienungsgroßhandel, d.h. der Kunde wählt die von ihm gewünschte Ware aus, bezahlt sie bar ("cash") oder mit ec-Karte und nimmt die Ware selbst mit ("carry").
  30. Welche Aufgaben erfüllen Banken im Wirtschaftsleben?
    • - Versorgung der Wirtschaft mit Geld
    • - Durchführung des bargeldlosen Zahlungsverkehrs
    • - Beratung bei Geldanlage bzw. Kreditvergabe
    • - Wertpapiergeschäfte
  31. Zu welcher Art von Bankgeschäften gehört die Kreditvergabe? Welche weitere Art ist Ihnen bekannt?
    Kreditvergabe ist Aktivgeschäft - Passivgeschäft: Einlagengeschäft (Spareinlagen)
  32. Welche typischen Dienstleistungen bieten Banken an?
    Abhebungen und Einzahlungen auf Kundenkonten; Durchführung des bargeldlosen Zahlungsverkehrs; Vergabe von Krediten
  33. Nennen Sie die grundsätzlichen Möglichkeiten des Umweltschutzes für einen Produktionsbetrieb!
    • (1) Abfallvermeidung und -verminderung
    • (2) Recycling
    • (3) umweltgerechte Entsorgung
  34. Nennen Sie typische Beispiele, wie ein Industriebetrieb Abfall vermeiden kann!
    • Verwendung abfallarmer Rohstoffe;
    • Verwendung von Rohstoffen und Vorprodukten, die ihrerseits umweltschonend erstellt wurden;
    • Einsatz von Produktionsmaschinen mit hohem Wirkungsgrad.
  35. Beschreiben Sie an einem typischen Beispiel, was unter "Recycling" zu verstehen ist!
    Wiederverwendung von Abfallprodukten zur Erstellung neuer Produkte; Bsp.: Aluminiumabfälle aus der Produktion werden gesammelt, eingeschmolzen und zur Herstellung neuer Produkte verwendet.
  36. Nennen Sie die grundsätzlichen Möglichkeiten des Recycling für einen Produktionsbetrieb! Führen Sie jeweils ein typisches Beispiel an!
    • WIEDERVERWENDUNG, z. B. Pfandflaschen; WEITERVERWENDUNG, z. B. gebrauchtes Verpackungsmaterial wird für die Verpackung eigener Erzeugnisse verwendet;
    • WIEDERVERWERTUNG, z. B. Glasscherben werden eingeschmolzen und daraus Flaschen hergestellt;
    • WEITERVERWERTUNG, z.B. Gemüseabfälle werden zu Kompost.
  37. Erklären Sie kurz, was unter "Entsorgung" zu verstehen ist!
    Abfallprodukte werden vernichtet oder endgültig gelagert (z.B. durch Verbrennung oder Lagerung auf Mülldeponien)
  38. Beschreiben Sie die grundsätzlichen Möglichkeiten der Entsorgung von Abfallprodukten für einen Produktionsbetrieb!
    • DEPONIERUNG: "Gewöhnlicher" Müll wird auf Mülldeponien gelagert.
    • "Sondermüll" (giftige und gefährliche Stoffe) muss besonders gesichert gelagert werden.
    • VERBRENNUNG: "Sondermüll" und nicht abbaubare Stoffe werden verbrannt. Die Verbrennungsrückstände werden deponiert!

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