Strafrecht GM1

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Author:
mgrille
ID:
130753
Filename:
Strafrecht GM1
Updated:
2012-01-27 12:34:46
Tags:
Strafrecht Definitionen
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Definitionen und Prüfungsschema
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  1. körperliche Unversehrtheit
    Jede üble unangemessene Behandlung, die das körperliche Wohlbefinden oder die körperliche Unversehrtheit nicht nur unerheblich beeinträchtigt
  2. Verteidigungshandlung - erforderlich
    Jede geeignete Abwehrmaßnahme zur sofortigen, wirksamen und endgültigen Beendigung des Angriffs
  3. Notwehrhandlung
    • - Verteidigungshandlung
    • -> erforderlich + geboten
    • -Abwehrwille
  4. Notwehrlage
    • gegenwärtiger
    • rechtswidriger
    • Angriff
  5. Angriff
    Ein Angriff stellt sich als jede von menschlichen Verhalten getragene drohende Rechtsgutverletzung dar
  6. gegenwärtig
    Dies ist dann der Fall, wenn der Angriff unmittelbar bevorsteht oder gerade stattfindet
  7. rechtswidrig
    Dies ist dann der Fall, wenn der X seinerseits gegen die Rechtsordnung verstößt
  8. gefährliches Werkzeug gem. § 224 I Nr. 2 StGB
    Jeder Gegenstand, der nach objektiver Beschaffenheit und der konkreten Art der Verwendung im Einzelfall dazu geeignet ist, erhebliche Verletzungen hervorzurufen
  9. Gesundheitsschädigng
    Hervorrufen oder steigern eines pathologischen Zustands
  10. Andere gesundheitschädliche Stoffe
    -Bakterien, Viren, Säure, Glassplitter
  11. Hinterlistiger Überfall gem. § 224 I Nr. 3 StGB
    Planmäßiges, überraschendes Vorgehen unter Verdeckung der wahren Absichten
  12. Gemeinschaftlich gem. § 224 I Nr. 4 StGB
    Planmäßiges, bewusstes und gewolltes Vorgehen von mindestens zwei beteiligten Personen
  13. Waffe gem. § 224 I Nr. 2 StGB
    Alle Geräte, die hergestellt sind, um Körperverltzungen herbei zu führen
  14. Beibringen gem. § 224 I Nr. 1 StGB
    Den Stoff mit dem Körper der Art in Verbindung zu bringen, dass die gesundheitschädliche Wirkung entfallten kann
  15. Gefahr gem. § 34 StGB
    Tatsächlicher Zustand der nach den Umständen des Einzelfalls mit hinreichender Wahrscheinlichkeit de Eintritt eines Schadens erwarten lässt
  16. Gegenwärtigkeit der Gefahr gem. § 34 StGB
    Ween sie jederzeit in einen Schaden umschlagen kann (=> Dauergefahr)
  17. Lebensgefährliche Behandlung gem. § 224 I Nr. 5 StGB
    Wenn sie objektiv zur Lebensgefahr geeignet ist
  18. Vorsatz
    Ist das Wissen und Wollen hinsichtlich der Verwirklichung der objektiven Tatbestandsmerkmale zum Zeitpunkt der Tatausführung
  19. Kausalität
    Jede Handlung die nicht hinweggedacht werden kann, ohne dass der Erfolg entfiele
  20. Objektive Zurechenbarkeit
    Ist ein Erfolg dem Täter dann, wenn dieser eine rechtliche mißbilligende Gefahr geschaffen hat, die sich gerade im konkreten Erfolg realisiert.
  21. Gift gem. § 224 I Nr. 1 StGB
    Gifte sind alle organisch/ anorganischen Stoffe, die im konkreten Fall gesundheitsschädlich sind
  22. Verteidigungshandlung
    -> mus gegen die Rechtsgüter des Angreifers gerichtet sein und auf die Abwehr des Angriffs (Beendigung!) zielen
  23. Verteidigungshandlung - geboten
    Notwehr ist nicht geboten, wenn ihre Anwendung rechtsmissbräuchlich ist
  24. Hypothetische Kausalität bei Unterlassungsdelikten
    Kausal ist ein Unterlassen dann, wenn die unterlassene, aber objektiv gebotene Handlung den Erfolgseintritt mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit verhindert hätte.
  25. Hilfeleistung bei Mittäter
    • Hilfe leisten ist jedes Fördern der Haupttat.
    • durch

    tatsächliche Handlungen z.B.: Tatwerkzeug, Waffe beschaffen, „Schmiere“ stehen, Ablenkung des Opfers

    „psychische Beihilfe“, z.B.: Bestärken des Tatentschlusses, Anfeuern, puschen, des Haupttäters
  26. Anstiften bei Mittäter
    Anstiften ist das Hervorrufen eines Tatentschlusses bei einem anderen.
  27. Mittäterschaft gem § 25 StGB
    Kriterien für die Mittäterschaft

    • · Ausmaß an Tatherrschaft bei der Tatausführung
    • · Gemeinsame Tatplanung
    • · Interesse an Taterfolg
  28. Anstiftung gem § 26 StGB
    TBM

    • · Vorsätzliche, rechtswidrige Tat eines anderen
    • · „Bestimmen“ – Hervorrufen des Tatentschlusses

    Subj. TBM

    · Doppelter Anstiftervorsatz (auf die Tat des anderen und den eigenen Beitrag, das Bestimmen)
  29. Rücktritt (§24 StGB)
    - Ein fehlgeschlagener Versuch liegt dann vor, wenn der Täter nach seiner Vorstellung das Delikt nicht mehr vollenden kann („Ich kann nicht mehr zum Ziel kommen, selbst wenn ich wollte.“)

    - Ein unbeendeter Versuch liegt vor, wenn der Täter nach seiner Vorstellung von der Tat noch nicht alles getan hat, was zur Verwirklichung des Delikts erforderlich ist („Ich kann noch zum Erfolg kommen, habe aber noch nicht alles getan.“)



    - Ein beendeter Versuch liegt vor, wenn der Täter alles nach seiner Vorstellung zur Verwirklichung des Delikts Erforderliche getan hat („Ich habe alles Notwendige getan.“)



    • Die Tataufgabe bzw. die Erfolgsverhinderung muss freiwillig geschehen. Das ist dann der Fall,
    • wenn der Täter aus autonomen, selbst gesetzten Motiven handelt.
  30. § 22 StGB unmittelbares Ansetzen
    Unmittelbares Ansetzen:

    · Objektives Element: Wenn nach dem Plan/Vorstellungsbild des Täters die vorgenommene Tathandlung ohne wesentliche weitere Zwischenschritte in die Tatbestandsverwirklichung und damit eine Rechtsgutgefährdung übergeht.

    · Subjektives Element: Rechtsgutgefährdung nach dem Vorstellungsbild des Täters (Schwelle zum „Jetzt-geht-es-los!“)

    • · Der Versuchsbeginn ist im Einzelfall anhand dieser Kriterien wertend zu ermitteln. Unproblematisch dann gegeben, wenn bereits ein Tatbestandsmerkmal verwirklicht
    • wurde bzw. dann wenn der Täter alles nach seiner Vorstellung Erforderliche getan hat und eine Rechtsgutverletzung eingetreten ist.
  31. § 33 StGB Überschreitung der Notwehr
    · Notwehrlage (intensiver Notwehrexzess -> in Notwehrlage mehr als erforderlich gehandelt!)

    • o bzw. Angriff nicht mehr gegenwärtig (extensiver
    • Notwehrexzess)

    • · Notwehrhandlung wird überzogen
    • o => § 32 StGB Erforderlichkeit gescheitert
    • · aus Furcht, Verwirrung oder Schrecken
  32. § 35 StGB Entschuldigender Notstand
    Obj.:

    · Gegenwärtige Gefahr für Leib, Leben oder körperliche Freiheit

    · für Täter, Angehörige (§ 11 I Nr.1 StGB), nahestehende Person

    · erforderliche Beeinträchtigung eines Rechtsguts (-> ohne Güterabwägung wie bei §34 StGB)

    · Hinnahme der Gefahr nicht zumutbar

    • Subj.:
    • · Gefahrabwehrwille
  33. § 34 StGB Rechtfertigender Notstand (Aufbau)
    • Objektive
    • Rechtfertigungsmerkmale:

    1. Notstandslage

    a. Gegenwärtige Gefahr für ein Rechtsgut

    2. Notstandshandlung

    a. Erforderliche Beeinträchtigung eines Rechtsguts

    3. Abwägung

    • a. Geschütztes Rechtsgut muss beeinträchtigtes wesentlich
    • überwiegen

    4. Angemessenheitsklausel, § 34 S.2 StGB



    • Subjektives
    • Rechtfertigungswille:

    1. Gefahrenabwendungswille
  34. Fallgruppen für Notwehreinschränkungen (Gebotenheit)
    Fallgruppe:

    · Angriffe von erkennbar schuldlos Handelnden

    · Abwehr von Bagatellangriffen (Schubsen, Vordrängeln, etc.)

    · Personen mit engen persönlichen Bindungen

    · Krasses Mißverhältnis zwischen angegriffenen und durch die Verteidungshandlung beeinträchtigten Rechtsgut besteht

    • · Absichtsprovokation (i.d.R. fehlt es aber auch an
    • Verteidigungswillen)
  35. Sachen
    Sachen sind alle körperlichen Gegenstände unabhängig von ihrem Aggregatzustand
  36. Fremd
    Fremd ist eine Sache, wenn die im Allein-, Mit- oder Gesamteigentum eines anderen steht.
  37. beschädigen:
    Eine Sache wird beschädigt, wenn ihr Zustand nicht in unerheblicher Weise nachteilig verändert wird.
  38. zerstören:
    Eine Sache ist zerstört, wenn sie vollständig verändert, vernichtet oder unbrauchbar geworden ist.
  39. unbefugtes Verändern des Erscheinungsbildes einer Sache
    • erfaßt sind nicht nur Einwirkungen auf die
    • Substanzen der Sache, sondern auch Behinderungen der Erscheinung
    • (verstellen, abhängen)
    • - Verhindern der Wahrnehmung
    • -Veränderung nicht nur vorübergehend

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