ABWL 1

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Author:
Texhex
ID:
136120
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ABWL 1
Updated:
2012-03-22 12:35:36
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ABWL
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ABWL 1
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  1. Was ist das Erfahrungsobjekt der BWL?
    Gegenstand der BWL ist der Betrieb bzw. die Unternehmung
  2. Nennen sie Produktionsfaktoren.
    • Elementarfaktoren:
    • (unmittelbar produktiv)
    • - Betriebsmittel (leistungspotenzial, lange Nutzung)
    • - Werkstoffe (gehen unter, Bestandteil, Verbrauch)
    • - objektbezogene Arbeit)

    • Dispositiver Faktor
    • (mittelbar produktiv)
    • - Leitung, Planung, Organisation

  3. Was ist POSDCORB?
    Planning, Organizing, Staffing, Directing, COrdinating, Reporting & Budgeting
  4. Was versteht man unter dem ökonomischen Prinzip?
    Die Optimierung von Produktionsergebnis und Produktionseinsatz.

    • a) Minimalprinzip
    • Einen gegebenen ertrag mit dem geringstmöglichen Aufwand (Faktoreinsatz) erreichen.

    • b) Maximalprinzip
    • Mit gegebenem Faktoreinsatz, einen größtmöglichen Ertrag erzielen.

    • c) Optimumsprinzip:
    • Möglichst günstiges Verhältnis zwischen Aufwand und Ertrag erreichen.
  5. Was ist die Aufgabe eines Betriebes?
    Gewinnung, Erstellung, Bereitstellung und Verteilung von Gütern und Dienstleistungen.
  6. Was ist ein Betrieb?
    Wirtschaftseinheit, die durch Kombination der elementaren Produktionsfaktoren regelmäßig unter der Leitung des dispositiven Faktors in planmäßig organisierter Weisem unter Beachtung des ökonomischen Prinzips, über der Eigenbedarf hinaus, die Gewinnung, Erstellung, Bereitstellung und Verteilung von Gütern und Dienstleistungen betreibt.
  7. Was unterscheidet einen Betrieb von einer Unternehmung
    Prämissen der Marktwirtschaft
  8. Was sind die Tatbestände der Marktwirtschaft?
    • a) Autonomie
    • (extern und intern)

    • b) Gewinnziel
    • (erwerbswirtschaftliches Prinzip [Gewinnmaximierung], Prinzip der Verlustvermeidung)

    • c) Privateigentum
    • (Gewinn steht EK Gebern zu, Verfügungsgewalt)

    • d) Finanzielles Gleichgewicht:
    • Zahlungsverpflichtung und Leistungsfähigkeit
  9. Was ist die Theorie der Gewinnmaximierung?
    Minimale Kosten führen bei gegebenem Preis zu maximalem Gewinn.

    Gmax = L¯ - Kmin
  10. Weshalb ist die Theorie der Gewinnmaximierung umstritten?
    • - Messbarkeitsproblem (z.B. minimale Lohnkosten)
    • - Staurierender Gewinn (andere Ziele; z.B. Nachhaltigkeit)
  11. Wie lassen sich Kosten berechnen?
    ri qi

    • ri = Inputmenge
    • qi = Inputpreis
  12. Wie wird der Gewinn berechnet?
    G = L - K

    L=Leistung/Ertrag
  13. Was ist eine Unternehmung?
    • - marktwirtschaftlich orientierter Betrieb
    • - autonom und im Privateigentum der EK-Geber
    • - Beachtung des Gewinns
    • und dem Bestreben nach finaziellem Gleichgewicht

    durch Kombination der elementaren Produktionsfaktoren unter der Leistung des dispositiven Faktors über den Eigenbedarf hinaus die Gweinnung, Erstellung, Bereitstellung und Verteilung von Gütern oder Dienstleistungen betreibt. [Betrieb]
  14. Was ist das Erkenntnisobjekt der BWL?
    - Ziel der Untersuchung der BWL ist die Analyse unternehmerischer Entscheidungen

    - Wirtschaften im Betrieb

    - Erklärende Aufgabe (Darstellung und Erklärung wirtschaftlicher Abläufe und Aufdeckung von Regelmäßigkeiten; z.B. empirisch deskriptiv)

    - Gestaltende Aufgabe (Hinweise zur optimalen Gestaltung des Unternehmensprozesses)
  15. Welche Methodik verwendet die BWL?
    Modelle
  16. Was sind Modelle?
    Eine vereinfachende, häufig zusammenfassende und in der Regel zumindest in Details unvollständige Darstellung bestimmter realer ökinomischer Gegebenheiten.
  17. Welches Risiko besteht beim Arbeiten mit Modellen?
    Selektionsrisiko (Darstellung der lediglich relevanten Aspekte)
  18. Welchen Zweck haben Modelle?
    Interdependente Zusammenhänge aufzeigen
  19. Nennen Sie Kriterien und dazugehörige Typen ökonomischer Modelle:
    • a) Zweck der Modelle:
    • Erklärungsmodell (Abläufe & Zusammenhänge)
    • Prognosenmodelle (Prognosen)
    • Entscheidungsmodelle (Handlungsempfehlungen)

    • b) Umfang einbezogener Daten:
    • Partialmodelle (kl. Entscheidungsbereich)
    • Simultanmodelle (Berücksichtigung von Verflechtungen)

    • c) Erfahrungsobjekt:
    • Einzelwirtschaftliche Modelle (Bezug auf einzelne Wirtschaftssubjekte; z.B. Unternehmen - Lieferant)
    • Gesamtwirtschaftliche Modelle (gr. Gesamtheit)

    • d) zeitl. Bezug der Modellgrößen:
    • statische Modelle (Zeit nicht beachtet)
    • dynamische Modelle (Berücksichtigung von Prozessen)

    • e) Sicherheitsgrad der Modellgrößen:
    • Deterministische Modelle (Ungewissheit zukünftiger Handlungen NICHT berücksichtigt)
    • Stochastische Modelle (Ungewissheit berücksichtigt)
  20. Was sind ökonomische Bestandsgrößen?
    Bestandsgrößen geben den Bestand in Geld- oder Mengeneinheiten an einem bestimmten Stichtag an (Bsp. Kilometerstand)
  21. Was sind Bestandsänderungsgrößen?
    Geben zu- und Abnahme von Beständen zwischen zwei Stichtagen an (Bsp. zurückgelegte Strecke)
  22. Was sind Stromgrößen?
    Geben die zeitliche Intensität von Bestandsänderungsgrößen in einem gewissen zeitraum an (Bezugszeitraum). In Geld- oder Mengeneinheiten (z.B. 100 km/h)
  23. Nennen Sie periodenbezogene Stromgrößen in der BWL
    • Inputseite
    • Auszahlung-Ausgabe-Aufwand-Kosten

    • Outputseite
    • Einzahlung-Einnahme-Ertrag-Leistung
  24. Wer sind Informationsadressaten des externen Rechnungswesen?
    Gläubiger, Anteilseigner, Finanzbehörden, Arbeitnehmer, etc. durch Finanzbuchhaltung, Bilanz und GuV
  25. Wer sind Informationsadressaten des internen Rechnungswesen
    Unternehmensleitung durch Kosten- und Erlösrechnung und Planungsrechnung
  26. Was sind "Einzahlungen" und "Auszahlungen"?
    • Einzahlung:
    • Jede Zunahme des Zahlungsmittelbestandes in einer bestimmten Periode

    • Auszahlung:
    • Jede Abnahme des Zahlungsmittelbestandes in einer bestimmten Periode

    • Bargeld
    • + Sichtguthaben
    • ./. Sichtverbindlichkeiten
    • + Besitzschecks
    • -----------------------------
    • ZAHLUNGSMITTEL (Bestandsgröße)
  27. Was sind "Ausgaben" und "Einnahmen"
    • Ausgabe:
    • Jede Abhnahme des Geldvermögens

    • Einnahme:
    • Jede Zunahme des Geldvermögens

    • Zahlungsmittel
    • + Forderung
    • ./.Verbindlichkeit
    • -----------------------
    • GELDVERMÖGEN

    (Rein finanzwirtschaftliche Vorgänge (Darlehen, etc.) sind niemals Ausgabe oder Einnahme; Zinsen sind Ausnahme)
  28. Was sind "Aufwand" und "Ertrag"?
    • Aufwand:
    • Werteverzehr/Reinvermögensabgang in einer Periode
    • Werteverzehr: Alles was in die Produktion einfließt (bewertet in Preisen) oder Zinsaufwand
    • i.d.R. führt/e ein Aufwand zu einer Ausgabe

    • Ertrag:
    • Wertezuwachs/Reinvermögenszuwachs in einer Periode
    • Wertezuwachs: Alles was aud der Produktion resultiert.
    • i.d.R. führt/e Ertrag zu einer Einnahme.

    • Geldvermögen
    • + Sachvermögen
    • -----------------------
    • REINVERMÖGEN
  29. Was versteht man unter dem zeitlichen Auseinanderfallen von Ausgabe/Einnahme und Aufwand/Ertrag?
    Wenn bspw. Waren/Rohstoffe auf Ziel gekauft werden (Zunahme der Verbindlichkeiten = Ausgabe) und diese erst in einer späteren Periode in die Produktion gehen (Abnahme des Sachvermögens = Aufwand) fallenAusgabe und Aufwand zeitlich auseinander.
  30. Was versteht man unter zeitlicher Gleichzeitigkeit von Ausgabe/Einnahme und Aufwand/Ertrag?
    Wenn Ausgabe und Aufwand in derselben Periode stattfinden, z.B. Zahlen der Löhne (Abnahme Sichtguthaben; Verbindlichkeiten bleiben unverändert, da Dauerschuldverhältnis) oder wenn es sich bei der Ausgabe um die Inanspruchnahme einer Dienstleistung handelt (nicht lagerfähig)
  31. Erklären Sie den Fall einer Ausgabe, der nie ein Aufwand folgt. Ausgabe aber NIE Aufwand
    Dies ist der FAll, wenn kein Werteverzehr / Abnutzung stattfindet. Zum Beispiel beim Kauf eines Grundstücks, nehmen die Zahlungsmittel (Auszahlung) und damit das Geldvermögen (Ausgabe) ab, das Reinvermögen bleibt jedoch auch in Zukunft unverändert, da das Grundstück nicht an Wert verliert.
  32. Nennen Sie ein Beispiel für einen Aufwand/Ertrag, dem nie eine Ausgabe/Einnahme vorausgegangen ist.
    Zum Beispiel der Werteverzehr (Aufwand) einer geschenkten (also ohne Ausgabe) Maschine.

    Dieser Fall wird in der BWL als nicht existent betrachtet.
  33. Was sind "Kosten" und "Leistung"?
    • Kosten:
    • Werteverzehr in der betrachteten Periode, der unmittelbar durch den Betriebszweck verursacht wird.

    • Leistung:
    • Wertezuwachs in der betrachteten Periode, der unmittelbar durch den Betriebszweck verursacht wird.
  34. Was ist der Unterschied zwischen "Kosten und Aufwendungen" bzw. "Ertrag und Leistung"?
    Aufwendungen sind keine Kosten, wenn die Aufwendungen nicht betriebsbedingt sind (neutraler Aufwand, Spenden, etc.). Ebenso müssen Erträge betriebsbedingt sein, um als Leistung angesehen zu werden.
  35. Was ist Gegensatnd des "externen Rechnungswesen"?
    Unternehmenserfolg / Eigenkapitaländerung

    • Ertrag
    • ./. Aufwand
    • ----------------
    • Unternehmenserfolg

    (Mit Maroni)
  36. Was ist Gegenstand des "internen Rechnugswesen")
    Betriebsergebnis / (Teil-) Erfolgsermittlung

    • Leistung
    • ./. Kosten
    • -----------------
    • Betriebsergebnis

    (ohne Maroni - nur Betriebszweck)
  37. Was versteht man unter "kalkulatorischen Kosten"?
    Zusatzkosten entstanden durch Wertverbräuche, die auf Grund handelsrechtlicher Vorschriften nicht als Aufwand erfasst werden. So z.B. wird der kalkulatorische Unternehmerlohn vom Gewinn abgezogen und taucht demnach nur im IRW auf. Im XRW nicht.
  38. Mit welchen Stromgrößen errechnet sich der "Unternehmenserfolg"?
    • neutraler Ertrag + Zweckertrag (Grungleistung)
    • - neutraler Aufwand + Zweckaufwand (Grundkosten)
    • ------------------------------------------------------------------
    • Unternehmenserfolg

    In Worten: Summe der Erträge minus der Summe der Aufwendungen ist gleich der Unternehmenserfolg (bilanzieller/pagatorischer Gewinn)

    XRW
  39. Mit welchen Stromgrößen berrechnet sich das "Betriebsergebnis"?
    • Zweckertrag (Grundleistung) + Zusatzleistung
    • - Zweckaufwand (Grundkosten) + Zusatzkosten
    • -------------------------------------------------------------
    • Betriebsergebnis (Kalkulatorischer Gewinn/Verlust)

    in Worten: Summe der Leistungen minus Summe der Kosten ist gleich deas Betriebsergebnis

    IRW Betriebszweck
  40. Was versteht man unter "pagatorischer Gewinn"/ "bilanzieller Gewinn"?
    Unternehmenserfolg

    Ertrag-Aufwand

    Gegenstand des XRW
  41. Was versteht man unter "kalkulatorischer Gewinn"?
    Betriebsergebnis

    Leistung-Kosten

    Gegenstand des IRW
  42. Was versteht man unter "(Eigenkapital-) Gewinn"?
    Das für das eingesetzte Eigenkapital verbleibende positive geldliche Ergebnis.

    Bilanziell ausgewiesener Jahresüberschuss

    identisch mit dem pagatorischen Gewinn (Ertrag ./. Aufwand)
  43. Was ist der "(Gesamt-) Kapitalgewinn"?
    Das für das eingesetzte Gesamtkapital (Eigenkapital + Fremdkapital) verbleibende positive geldliche Ergebnis.
  44. Nennen Sie die verschiedenen Gewinnbegriffe
    1. Pagatorischer Gewinn / Eigenkapitalgewinn

    2. kalkulatorischer Gewinn

    3. Gesamtkapitalgewinn
  45. Was zeigt uns die (Kapital-) Rentabilität?
    In welcher Höhe hat sich das eingesetzte Kapital verzinst?
  46. Wie berechnet man die "Eigenkapitalrentabilität"?
    • (pagatorischer) Gewinn x 100
    • Eigenkapital

    Man teilt das Produkt aus Pagatorischem Gewinn und 100 durch das eingesetzte Eigenkapital
  47. Wie berechnet man die "Gesamtkapitalrentabilität"?
    • (Pagatorische Gewinn + Fremdkapitalzins) x 100
    • -------------------------------------------------------------
    • Eigenkapital + Fremdkapital

    Man multipliziert die Summe aus pagatorischem Gewinn und Fremdkapital mit 100 und dividiert das Ergebnis durch die Summe asu Eigenkapital und Fremdkapital
  48. Nennen Sie die Apekte von Wirtschaftlichkeit
    1. Mengenmäßige Wirtschaftlichkeit / Produktivität

    2. Wertmäßige Wirtschaftlichkeit

    3. Mengenmäßiges Wirtschaftlichkeitsprinzip

    4. Wertmäßiges Wirtschaftlichkeitsprinzip
  49. Was ist Produktivität?
    • Output
    • ---------
    • Input

    • x
    • ---
    • r1


    • 20 Autos
    • -----------
    • 1 Stunde

    Doe Produktivität ist NICHT zwingend optimal
  50. Was ist "Wertmäßige Wirtschaftlichkeit"
    • Ertrag
    • ---------
    • Aufwand

    • E= p*x
    • ---------
    • A=q1*r
    • [A=q1*r1+q2*r2+qn*rn]
    • Ertrag = Outputpreis x Outputmenge
    • ----------------------------------------------
    • Aufwand = Inputpreis x Inputmenge

    Ertrag sollte größer als Aufwand sein
  51. Was ist das "Mengenmäßige Wirtschaftlichkeitsprinzip"?
    Sucht immer das Optimum! Maximalprinzip oder Minimalprinzip
  52. Was ist das "Wertmäßige Wirtschaftlichkeitsprinzip"?
    Sucht Optimum.

    Budgetprinzip: Mit gegebenem wertmäßigem Einsatz den maximal wertmäßigen Ertrag erreichen

    Sparprinzip: Einen gegebenen Ertrag mit einem möglicht geringen wertmäßigen Einsatz erreichen.
  53. Was haben Wissenschaften gemeinsam?
    Suche nach Wahrheit und Antworten (Erkenntnisstreben)
  54. Worin ähneln und Unterscheiden sich Nachbarwissenschaften von der BWL?
    ähneln sich im Erfahrungsobjekt (Betrieb)

    unterscheiden sich im Erkenntnisobjekt bzw. Auswahlprinzip (und eventuell in der Methodik)
  55. Wo lässt sich die BWL im System der Wissenschaften verorten?
    Realwissenschaften - Gesiteswissenschaften - Wirtschaftswissenschaften - BWL
  56. Was ist das Erkenntnisobjelt der Sozialwissenschaften?
    • Zusammenleben in der Gemeinschaft
    • Mensch als soziales Phöänomen
  57. Was ist das Auswahlprinzip der WiWi
    Das menschliche Handeln auf den Apekt der ökonomischen Nützlichkeit.

    Personifiziert im Homo oeconomicus
  58. Was ist der Homo oeconomicus?
    • - modelltheoretische Kunstfigur
    • - sowohl Funktion als Leistungsanbieter als auch Leistungsnachfrager
    • - handelt wirtschaftlich zweckmäßig und streng rational
    • - Reaktion auf finanzielle Anzeize als isoliertes Individuum
    • - stets bestrebt seinen materiellen Nutzen maximieren.
    • - Kritik: Ausschluss interpersonaler Konflikte / Zusammenleben / Ausklammern aller Problembereiche, die Gegenstand der Sozialwissenschaften bilden.
  59. Worin unterscheiden sich BWL und VWL?
    Bei der BWL liegt der Schwerpunkt der Betrachtung beim einzelnen Betrieb und seinen Problemen. Die VWL untersucht vorwiegend gesamtwirtschaftliche Zusammenhänge

    BWL: Betrachtung einzelner Wirtschaftseinheiten aus Sicht der Einzelwirtschaft - untersucht Augieren der Unternehmung uas der Sicht der Unternehmung selbst - bezieht sämtliche unternehmensinternen Probleme in die Betrachtung ein

    • VWL: Sowohl Betrachtung einzelner Einzelwirtschaften aus Sicht des Marktes (Mikroökonomie; Unternehmen als Anbieter und Nachfrager) als auch Betrachtung gesamtwirtschaftlicher Phänomene (Makroökonomie)
    • Die VWL bezieht die Haushalte als Wirtschaftseinheiten mit ein.
    • In der VWL wird nicht in das Unternehmen hineingesehen (Unternehmen als Black Box). Die Funktionsbereiche des Unternehmens bleiben unberücksichtigt
  60. Welche Zustände gibt es auf dem Arbeitsmarkt?
    • Angebotsüberhang:
    • Mehr Arbeitsangebot als Nachfrage

    • Nachfrageüberhang:
    • Mehr Nachfrage als Angebot

    • geräumter Markt:
    • Ausgleich Angebot und Nachfrage
  61. Was ist der Unterschied zwischen BWL und Mikroökonomik?
    BWL untersucht Agieren der Unternehmung aus der Sicht der Unternehmung selbst undbezieht sämtliche unternehmensintrernen Probleme in die Betrachtung ein.

    Mikroökonomik betrachtet Unternehmungen nur insoweit, wie sie als Anbieter oder Nachfrager marktmäßig in Ercsheinung treten, und klammert dabei wichtige, für ihre spzielle Untersuchung jedoch nachrangige Aspekte aus Betrachtung aus.
  62. Nach welchen zwei Gliederungskriterien lässt sich die BWL hauptsächlich untergliedern?
    1. Institutionelle Gleiderung

    ABWL / SBWL

    • Der Branchenspezifizierung wird durch das Angebot s.g. Spezieller Betriebswirtschaftslehren (Wirtschaftszweiglehren) Rechnung getragen. Z.B. Handelsbetriebslehre/Dienstleistungsbwl.
    • Fragestellungen die alle Betriebe betreffen, werden in der ABWL behandelt

    2. Funktionale Gliederung:

    Produktion - Absatz (Marketing) - Investition und Finanzierung - Unternehmensführung - Rechnungswesen

    • Die funktionale Gleiderung bezieht sich auf die Tätigkeitsbereiche eine Unternehmens. Produktion, Absatz, Investition und Finanzierung bilden dabei die Kernbereiche betrieblicher Tätigkeit. Unternehmensführung und Rechnungswesen ergänzen diese. Die Lehrenden haben ihren Arbeitsschwerpunkt entweder in einem der Funktionsbereiche oder inm Rechnungswesen bzw. Unternehmensführung.
    • Diese Gliederung lässt sich auf Betriebe aller Art anwenden und wird somit als ABWL bezeichnet.
  63. Nennen und charakterisieren Sie Betriebliche Aufgaben- und Funktionsbereiche.
    • 1. Anlagenbestand:
    • Ausstattung mit Betriebsmitteln über den Beschaffungsmarkt [Investitionstheorie]

    • 2. Werkstofflager:
    • Ausstattung mit benötigten Werkstoffen aus dem Beschaffungsmarkt. Lager dient als Puffer. [Beschaffung und Lagerhaltung]

    • 3. Personalbestand:
    • Beschaffung von Arbeitskräften [Personalwirtschaft] über den Arbeitsmarkt.

    • 4. Forschung & Entwicklung
    • Erkenntnisgewinnung (Weiterentwicklung, kostengünstigere Produktionsverfahren, etc.) [Forschung und Entwicklung]

    • 5. Leistungserstellung:
    • Kombination der Elementarfaktoren / Produktion [Produktion]

    • 6. Leistungsverwertung:
    • Marktmäßige Verwertung der erstellten Güter und Dienstleistungen [Absatz & Marketing]

    • 7. Finanzbereich:
    • Mit Leistungsbeziehungen korrespondierende Finanztransaktionen
    • Auch Finanztransaktionen ohne direkte Leistungsströme (Darlehen, etc)
    • Auszahlungen durch Beschaffung
    • Einzahlungen durch Absatz
    • [Finanzmanagement]

    • 8. Besteuerung/Subventionierung
    • Betriebliche Aktivitäten führen zu Steuern (z.B. Grunderwerbsteuer, Umsatzsteuer, etc.)
    • anhängig von art und Umfang der betrieblichen Aktivität
    • [Steuerlehre]

    • 9. Unternehmensführung
    • Ausrichtung aller betrieblichen Tätigkeit auf auf die maßgeblichen Betriebsziele und Abstimmung untereinander.
    • (Planung, Organisation, Kontrolle - POSDCORB)
    • [Management]

    • 10. Rechnungswesen
    • Liefert Informationen zur Planung und Kontrolle betrieblicher Sachverhalte. Erfassung der betrieblichen Leistungs und Finazströme. [Buchführung]

    • 11.Institutioneller Rahmen:
    • Zielrichtung, art und Inhalt der betrieblichen Aktivität hängt auch vom institutionellen Rahmen ab.
    • vorgegebene (exogene Rahmendaten (Rechtsordnung, Steuervorschriften, etc.)
    • autonom gestalltbare Rahmenbedingungen (konstitutive Entscheidungen wie Wahl der Rechtsform, Standort, etc.) [ABWL]
  64. Warum bedarf es einer Erfassung der Zahlungs- und Finazströme im Rechnungswesen?
    • Dokumentationen gegenüber Fiskus oder Kapitalgebern (Sowohl zur Ermittlung der Zahlungsansprüche als auch als Rechenschaftslegung)
    • Selbstinformation
    • Planungs-, Entscheidungs- und Kontrollinstrument der Unternehmensführung)
  65. Welche Art von Entscheidungen werden im Unternehmen getroffen?
    • 1. Konstitutive Entscheidungen:
    • [wirken lagfristig nach] Entscheidungen bzgl. Produktionsfaktoren, der Rechtsform, Konzentrationsform, Standort, etc.)

    • 2. Funktionale Entscheidungen:
    • [alltägliche Entscheidungen] Entscheidungen bzgl. Produktion, absatz, Investition und Finanzierung, etc.
  66. Wer trifft die Entscheidungen im Unternehmen?
    Die EK-Geber, da da Unternehmen im Privateigentum steht.
  67. Was ist ein Shareholder?
    • Im weiteren Sinne versteht man unter Shareholdern alle Anteilseignerbzw. alle Eigenkapitalgeber.
    • Shareholder im engeren Sinne sind die Aktionäre, also die Eigenkapitalgeber einer Aktiengesellschaft.
  68. Was ist das Shareholder-Value-Prinzip?
    • Nach dem Shareholder Konzept hat die Unternehmesleitung die Aufgabe, unternehmerische Entscheidungen so zu treffen, dass die Einkommen- und Vermögenspositionen der shareholder (=Eigenkapitalgeber) verbessert wird.
    • Der Anspruch des Shareholders gegenüber dem Unternehmen ist der Gewinn (Wertsteigerung und Verzinsung des eingesetzten EK)
  69. Wie errechnet sich der Merktwert einer Unternehmensbeteiligung bzw. der erwartete Gewinn / Ertragswert?
    Marktwert einer Unternehmensbeteiligung =

    • G
    • ---
    • [konstant]i

    • So lässt sich der höchste Betrag errechnen, der beim Anlegen unendlich vieler Jahre möglich ist.
    • i = gewünschte Zinssatz
  70. Was ist der "Kapitalwert"
    Martwert der Beteiligung - Anschaffungskosten
  71. Was sind die Prämissen des Shareholder Value Konzeptes?
    • - Unternehmensziel: Steigerung des Marktwertes der Beteiligung der EK Geber
    • - EK Geber mit uneingeschränkter Kompetenz zur Unternehmensführung
    • - oder: Interessenvertretung durch Manager, der ausschließlich Interessen der Ek Geber vertritt [Principal - Agent - Beziehung]
  72. Charakterisieren Sie die "Principal-Agent-Beziehung"
    Der Eigenkapitalgeber übergibt als Principal die Unternehmensführung an einen Manager (Geschäftsführung, Vorstand), der als sein Agent, die Interessen des EK vertreten soll. Der EK bleibt dabei Geschäftsherr (Principal).

    Um eine Unternehmensführung im Interesse des EK zu gewährleisten, müssen Anreize (Gewinnbeteiligung, Aktienkaufoptionen) geschaffen, oder Kontrolle (Aufsichtsrat) ausgeübt werden.
  73. Welche Kritik gibt es in Bezug auf das Shareholder Value Prinzip? Was lässt sich den Argumenten entgegensetzen?
    • Unternehmenspolitik dürfe nicht allein an Interessen der EK Geber ausgerichtet werden (, da diese allein bei der Gewinnmaximierung liegen)
    • Die Dominanz des Gewinnziels führ zur Vernachlässigung sozialer und ökologischer Aspekte
    • - Gewinnstreben führt zu...
    • FK Geber erhalten zu niedrige Zinsen
    • Arbeitnehmer zu niedrige Löhne und Sozialleistungen
    • Kunden zu schlechte Lieferkonditionen
    • Lieferanten unzuverlässige Zahlungen
    • Zu wenig Umsicht beim Umgang mit knappen Ressourcen
  74. Was versteht man unter "Stakeholdern"
    Stakeholder sind Anspruchsgruppen, also alle internen oder externen Personengruppen, die vom Unternehmenshandeln direkt oder indirekt betroffen sein können.
  75. Was versteht man unter dem "Stakeholder Value Ansatz"?
    • Nach dem Stakeholder-Konzept (Harmoniemodell) hat die Unternehmensleitung die Aufgabe, die Interessen der Anspruchsgruppen im Verhandlungsweg zusammenzuführen und alle Stekholder in angemessener Weise am Unternehmenshandeln und am Unternehmenserfolg teilhaben zu lassen.
    • Das Unternehmen ist dabei ein sozioökonimisches System nit verschiedenen Anspruchsgruppen mit unterschiedlichen Interessen, die ausgeghlichen werden müssen.
    • Berücksichtigung aller Interessensgruppen
    • Arbeitnehmer Partizipation an U-Fürung
    • Belange Schwacher
  76. Welche Ansprüche haben welche Stakeholder?
    • 1. Eigenkapitalgeber
    • Wertsteigerung und Verzinsung des eingesetzten Kapitals. Beitrag: Eigenkapital

    • 2. Fremdkapitalgeber:
    • Zeitlich und Vertragsmäßig festgelegte Verzinsung des eingesetzten Kapitals. Beitrag: Fremdkapital

    • 3. Arbeitnehmer:
    • Leistungsgerechte Entlohnung, motivierende Arbeitsbedingungen, Arbeitsplatzsicherheit. Beitrag: ausführende Arbeit

    • 4. Management:
    • Gehalt, Einfluß, Macht, Prestige. Beitrag: dispositive Arbeit

    • 5. Kunden:
    • Preisgünstige und qualitativ dem Anspruch entsprechende Güter. Beitrag: Abnhame von Gütern

    • 6. Lieferanten:
    • Zuverlässige Bezahlung, langfristige Lieferbeziehungen. Beitrag: Güterverkauf

    • 7. allgemeine Öffentlichkeit:
    • Steuerzahlungen, Einhaltung der Rechtsvorschriften, schonender Umgang mit der Umwelt. Beitrag: Infrastruktur, Rechtsordnung, Umweltgüter
  77. Was ist das "unternehmerische Risiko"?
    Als unternehmerisches Risiko bezeichnet man die Gefahrm dass geleistete Aufwendungen / Auszahlungen in einer ungewissen Zukunft nicht durch Erträge / Einzahlungen gedeckt werden.

    Zukünftige Aufwendungen und Erträge hängen von zukünftigen Umweltzuständen ab.
  78. Erklären Sie die "Symetrische Risikoverteilung", die "Asymetrische Risikoverteilung" und den Unterschied zwischen den beiden.
    • 1. Symmetrische Risikoverteilung:
    • In der Theorie müssten die FK Geber, Arbeitnehmer, Lieferanten auch an negativen Absatzreaktionen beteiligt werden.

    • 2. Asymmetrische Risikoverteilung:
    • In der Praxis erhalten due Stakeholder auch bei negativen Absatzreaktionen ihr vereinbartes Entgelt

    • Stakeholder sind folglich Festbetragbeteiligte (ohne unternehmerisches Risiko);
    • Shareholder sind Restbetragbeteiligte (tragen unternehmerisches Risiko)
  79. Was lässt sich bzgl. der Kritik am Shareholder Value Ansatz entgegnen? Zumindest theoretisch?
    Faktoranbieter wandert zum Konkurenznachfrager ab.
  80. Wie würde sich eine stärkere Mitbestimmung der Stakeholder bzgl. der Unternehmenspolitik auswirken?
    • Eine stärkere Ausrichtung der Unternehmensziele an den Ansprüchen der Stakeholder tendiert zu einer EK Geberfeindlichen Unternehmenspolitik und somit zu einem erhöten unternehmerischen Risiko für die EK Geber.
    • Konsequenz wäre ein größerer Mindestverzinsnspruch des EK-Gebers und damit zu höheren Kapitalkosten, wodurch Investitionsmöglichkeiten sinken und Arbeitsplätze wegfallen.
  81. Was sind "Faktoranbieter"?
    Anbieter von Kapital, Arbeit und Werkstoffen
  82. Warum ist in der BRD die soziale Marktwirtschaft favorisiert?
    Bei funktionierenden Märkten erhalten FAktoranbieter eine leistungsgerechte Vergütung als Motivation.

    Was ist jedoch mit Menschen, die viel leisten wollen, es aber aufgrund von Einschränkungen nicht können?

    Hier ist es notwendig "Schwache" zu schützen, weslhalb der Staat mittels Rechtsvorschriften/Schutzvorschriften Stakeholderinteressen schützt.

    Mischung aus Shareholder und Stakeholder Value
  83. Welche Stakeholder werden durch welche Schutzvorschriften geschützt?
    • 1. EK Geber:
    • keine Schutzvorschrift

    • 2. Fremdkapitalgeber:
    • Gläubigerschutzvorschriften (HGB, etc.)

    • 3. Arbeitnehmer:
    • Arbeitsrecht, Sozialrecht, Gesetze zur Mitbestimmung

    • 4. Manager:
    • nicht geschützt (Arbeitsrecht)

    • 5. Kunden:
    • Verbraucherschutz

    • 6. Lieferanten:
    • Gläubigerschutz / Eigentumsvorbehalt

    • 7. allgemeine Öffentlichkeit:
    • Steuergesetze, Umweltschutzvorschriften, etc.
  84. Was versteht man unter einer "Unternehmensverfassung"?
    Gesamtheit der Rechte und Pflichten der Unternehmensmitglieder. Zusammenfassung aus gesetzlichen Normen, vertraglichen Vereinbarungen und Gewohnheitsrechten.
  85. Geben Sie ein Beispiel für den "Boomerangeffekt" von Schutzgesetzen.
    Mutterschutz führt dazu, dass Arbeitgeber weniger Frauen einstellen
  86. Wer ist im marktwirtschaftlichem System der Träger betrieblicher Führungsentscheidungen?
    Eigentümer (Eigentümerunternehmen)oder der Geschäftsführer (Geschäftsfüherunternehmen)

    oder aber: Kombination Eigentümer und Geschäftsführer-Unternehmen mit zwei Gruppen von Eigentümern, bei denen eine Gruppe die Geschäftsführung übernimmt
  87. Wer trägt im Unternehmen immer das Kapitalrisiko
    die Kapitalgeber
  88. Was macht eine Teilung in Kapitalrisiko und Unternehmensleitung notwendig?
    Auf Grund des hohen Kapitalbedarfs von großen Unternehmen, ist die Zahl der EK Geber und potenziellen Entscheidungsträgern zu hoch. Eine Principal Agent System sichert die Handlungsfähigkeit
  89. Was ist ein Interessensgegensatz zwischen EK Gebern und Manager und wie lässt sich dieser lösen?
    EK Geber will Wertsteigerung des EK. Geschäftsführer Gehalt, Macht, Prestigem Einfluß

    Principal - Agent
  90. Wo findet betriebliche Willensbildung in einer sozialen Marktwirtschaft statt?
    • Auf drei Ebenen:
    • EK Geber
    • Manager
    • Mitbestimmung der Arbeitnehmer
  91. Charakterisieren Sie die Gesetze zur Mitbestimmung der Arbeitnehmer
    Die Mitbestimmung der Arbeitnehmer findet auf zwei Ebenen statt.

    • a) arbeitsrechtliche Mitbestimmung:
    • Schutzbedürfnisse der Belegschaft im Arbeitsalltag. z.B. Versetzung, etc. Einzelfragen, die das Arbeitsverhältnis betreffen. Wichtigstes Organ der arbeitsrechtlichen Mitbestimmung ist der Betriebsrat. Informations-, Anhörungs- und Mitwirkungsrechte.

    • b) unternehmerische Mitbestimmung:
    • Partizipationsrechte des Produktionsfaktors Arbeit. Arbeitnehmervertreter im Aufsichtsrat. Dadurch indirekte Einwirkung auf die Unternehmenspolitik, die sich in den Rechten des Aufsichtsrates niederschlägt (Kontrolle der Geschäftsführung; Wahl von Vorstandsmitgliedern, etc.) Erst ab gewisser Anzahl von Mitarbeitern.
  92. Ist der angestellte Geschäftsführer Teil des Aufsichtsrates?
    Nein, da dieser den Geschäftsführer überwachen soll.
  93. Was wird durch Schutzvorschriften des Arbeitnehmers eingeschränkt?
    • die externe Autonomie der Eigentümer (Vertragsfreiheit, Kündigungsschutz)
    • die interne Autonomie der Eigentümer (Mitbestimmung)
  94. Wie lassen sich Unternehmensziele einteilen?
    • 1. Zielsetzungsinstanz:
    • indivuelle, institutionelle Ziele (Arbeitszufriedenheit - Existenzsicherung des Betriebes)

    • 2. Zielinhalt:
    • Mengengrößen, Geldgrößen; Sach-, Formalziele (Produktionsmenge - Umsatz - Produktivität - was - wie)

    • 3. Zielausmaß:
    • begrenzte, unbegrenzte Ziele (gewünschte Verzinsung von 6 % - Gewinnmaximierung)

    • 4. Zeitbezug:
    • kurzfristige / langfristige Ziele (Steigerungsrate)

    • 5. Zielbeziehung:
    • komplementäre, konkurrierende, indifferente Ziele (komplementäre Ziele als Idealfall z.B. Gewinnmaximierung und Minimierung der Ausschussquote)

    • 6. Rangordnung:
    • Oberziele, Zwischenziele, Unterziele (Abfallminderung - Kostenminderung - Gewinnmaximierung)

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