Soziale Arbeit

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Author:
Lueschn
ID:
136933
Filename:
Soziale Arbeit
Updated:
2012-02-22 07:09:29
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Definitionen Sozialarbeit Sozialpädagogik Gemeinwesenarbeit
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Definitionen, Sozialarbeit, Sozialpädagogik,Gemeinwesenarbeit
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  1. Soziale Arbeit
    Soziale Arbeit fasst die beiden Begriffe Sozialarbeit und Sozialpädagogik zusammen und gliedert sich in die Bereiche der Sozialhilfe mit den Aufgaben der Beratung, finanziellen Untertstützung und Rehabilitation, der Gesundheitshilfe in Form sozialer Dienste, von Betreuung und Unterstützung, Alter, Kranker Behinderter und Drogenabhängiger und der Kinder- und Jugendhilfe als eigentlicher Bereich der Sozialpädagogik mit den Aufgaben der Erziehung, Beratung, Hilfe und Fürsorge.
  2. Sozialarbeit
    Sozialarbeit bezeichnet die berufsmäßige, wissenschaftlich fundierte Hilfeleistung an Menschen aller Altersgruppen zur Verhinderung und Bewältigung von unterschiedlichen Notsituationen individueller und sozialer Art.
  3. Sozialpädagogik
    Sozialpädagogik bezieht sich auf öffentlich organisierte, unterstützende soziale bzw. pädagogische Hilfen und Dienstleistungen zur Lebensbewältigung oder Bildung.
  4. Lebenswelt
    Lebenswelt ist derjenige Ort, an dem das Individuum handelt und ihm gesellschaftliche Verhältnisse widerfahren.
  5. Ressource
    Ressource ist eine allgemeine Bezeichnung für Hilfsquellen oder Kräfte eines Individuums, die zur Bewältigung einer bestimmten Situation zur Verfügung stehen.
  6. Soziale Einzelhilfe
    Soziale Einzelhilfe ist eine Methode der sozialen Arbeit und basiert auf der Grundlage wissenschaftlicher Erkenntnisse. Die Hilfe erfolgt durch eine effektive Gestaltung der Beziehung zwischen Helfer und Klient sowie durch die Mobilisierung von Unterstützungsmöglichkeiten durch bestimmte Personen (Verwandte, Freunde, Nachbarn) und der Fähigkeit des Klienten, sein Problem zu lösen und sich aus seiner Belastungssituation selbst zu befreien.
  7. Soziale Gruppenarbeit
    Die soziale Gruppenarbeit ist eine Methode der sozialen Arbeit, die dem Individuum durch sinnvolle Gruppenerlebnisse hilft, sich als Person zu begreifen und ihr soziales Verhalten zu entfalten sowie Probleme und Situationen selbst meistern zu können.
  8. Soziale Gemeinwesenarbeit
    Soziale Gemeinwesenarbeit ist die Sammelbezeichnung für eine Vielzahl von Handlungen, Tätigkeiten und Maßnahmen, durch welche Einrichtungen, Einzelpersonen, Gruppen und/oder Organisationen zur Verbesserung für die Menschen und ihrer Probleme in einer räumlichen Einheit beitragen.
  9. Unterstützungmanagement
    Unterstützungsmanagement (Case Management) versteht sich als planmäßige und organisierte Erschließung und Koordination von Hilfsquellen zur Unterstützung einzelner Menschen und Gruppen mit Problemen.
  10. Ökologie
    Ökologie ist die Lehre von den Beziehungen zwischen Organismen und Umwelten.
  11. Mikrosystem
    unmittelbarer Lebensbereich des Menschen
  12. Mesosystem
    Wechselbeziehungen zwischen den Mikrosystemen
  13. Chronosystem
    ...ist ein Lebensübergang, der stattfindet, wenn eine Person ihre Position in der Umwelt durch einen Wechsel ihrer Rolle oder ihres Lebensbereichs verändert.
  14. Exosystem
    Lebensbereich, an denen die Person nicht direkt beteiligt ist, der die aber beeinflusst (Arbeitsplatz der Eltern auf das Kind)
  15. Makrosystem
    Als Makrosystem bezeichnet man die grundsätzlichen formalen und inhaltlichen Übereinstimmungen und Ähnlichkeiten, die innerhalb einer Kultur oder einer Subkultur bestehen (Religion)
  16. Systeme
    Unter Systemen wird eine dynamische Ganzheit verstanden, die aus einzelnen Elementen mit gewissen Eigenschaften besteht, welche untereinander in einer wechselseitigen Beziehung stehen und sich gegenseitig beeinflussen.
  17. Merkmale der sozialen Einzelhilfe
    • Betreuung, Beratung oder Therapie, in der das Individuum im Mittelpunkt steht
    • Hilfe auf der Grundlage wissenschaftlicher Erkenntnisse und in der effektiven Gestaltung der Beziehung zwischen Klient und Helfer
    • "Hilfe zur Selbsthilfe" durch die Mobilisierung von Unterstützungsmöglichkeiten durch bestimmte Personen und von Fähigkeiten des Klienten
    • Ziel ist es, dass der Klient sein Problem lösen und sich aus seiner Belastungssituation mithilfe des beruflichen Helfers selbst befreien kann
  18. Ziele der sozialen Einzelhilfe
    • Förderung der Selbsthilfekräfte des Klienten
    • Befähigung mit dem Problem fertig zu werden
    • Hilfe zur verantwortlichen Lebensführung
    • Erwerb sozialer und kommunikativer Kompetenzen
    • Entwicklung der Persönlichkeit zur Selbstständigkeit
    • Anpassung an seine Umwelt
  19. Anwendungsprinzipien der sozialen Einzelhilfe
    • Akzeptanz des Klienten
    • Grundsatz des Individualisierens
    • Hilfe zur Selbsthilfe -> Selbstbestimmung
    • Keine Schuldzuweisungen/ Urteile
    • Vertraulichkeit
    • Selbstkontrolle über berufliche und persönliche Motivationen
  20. Schritte des Vorgehens in der sozialen Einzelhilfe
    • Herstellung einer positiven emotionalen Beziehung
    • Beschreibung des Problems, Formulierung der Erwartungen des Klienten
    • Sammlung von Informationen zur Ursache des Problems
    • Auswertung/ Interpretation des Falles/ Erklärung mithilfe einer Theorie
    • Ausarbeitung eines Behandlungsplanes/ Durchführung
    • Verlaufs-/Erfolgskontrolle
    • Schrittweise Auflösung der Beziehung
  21. Ziele der sozialen Gruppenarbeit
    • Erlernen von mehr Selbstsicherheit
    • Sammeln neuer Erfahrungen
    • Anerkennung durch die Gruppenmitglieder
    • soziale Anpassung und Funktionsfähigkeit innerhalb der Gruppe
    • Lösung sozialer Konflikte
  22. Answendungsprinzipen der sozialen Gruppenarbeit
    • Gruppe an Ausgangspunkt "abholen"
    • Arrangieren von Gruppenprozessen
    • Individualisieren, sodass niemand untergeht
    • Mit der Stärke jedes Einzelnen arbeiten
    • Selbstbestimmung der Gruppe
    • Passiver Gruppenleiter
  23. Schritte des Vorgehens in der sozialen Gruppenarbeit
    • Phase 1: Orientierung (Unsicherheit, Kennenlernspiele)
    • Phase 2: Machtkampf (Gefühle zeigen, Wettkampfspiele)
    • Phase 3: Vertrautheit (Intensivierung der Zusammenarbeit, Rollenspiele, Programmplanung)
    • Phase 4: Differenzierung ("Wir"-Gefühl, Diskussionen)
    • Phase 5: Auflösung (Reflexion der Erlebnisse)
  24. Ziele der sozialen Gemeinwesenarbeit
    • qualitative Verbesserung der menschlichen Lebensräume
    • Schaffung von Bedingungen, die Selbst-/Mitbestimmung erlauben
    • Stärkung sozialer Beziehungen
    • Vorbeugung sozialer Probleme
    • Konflikt- und Krisenbewältigung
    • Aufhebung der Benachteiligung bestimmter Personen/-gruppen
  25. Anwendungsprinzipien der sozialen Gemeinwesenarbeit
    • Orientierung an den Interessen der Wohnbevölkerung
    • Aktivierung der Menschen, Unterstützung der Eigeninitiative/ Selbsthilfe
    • Nutzung vorhandener Ressourcen
    • Zielgruppen- und bereichsübergreifender Ansatz
    • Vernetzung/Kooperation/Koordination der sozialen Dienste
  26. Schritte des Vorgehens der sozialen Gemeinwesenarbeit
    • Analyse
    • Planung
    • Aktion
    • Auswertung
    • Nachbereitung/Neuplanung
    • Rückblick/erneute Beurteilung

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