Aktivitätsanalyse

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Author:
kassiopaya
ID:
138692
Filename:
Aktivitätsanalyse
Updated:
2012-02-29 14:47:23
Tags:
aktivität technologie analyse
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  1. Was versteht man im Sinne der Aktivitätsanlyse nach KOOPMANS unter einer Aktivität?
    synonym: Produktionsverfahren, Produktionspunkt

    Eine Aktivität beschreibt eine mögliche produktionsmäßige Realisierung des technischen Wissens, das einem Unternehmen zur Erzeugung von Produkten zur Verfügung steht.

    Es werden nur die Quantitäten der Güter angegeben, die das jeweilige Produktionsverfahren charakterisieren.

    Eine Aktivität gibt zugleich durch ihre Mengenkomponenten an, auf welchem Niveau die Produktion ausgeführt worden ist.

    Komponenten einer Aktivität:


    Gilt , dann werden Einheiten werden von Gut k als Input benötigt.

    Gilt , dann werden Einheiten werden von Gut k als Input benötigt.

    Gilt , dann spielt das Gut k für die Input-Output-Kombination keine Rolle oder wird im selben Prozess wieder verbraucht.
  2. Was versteht man im Sinne der Aktivitätsanalyse nach KOOPMANS unter einer Technologie?
    Menge der technischen Produktionsmöglichkeiten einer Unternehmung, die man erhält, wenn man alle Aktivitäten, die ein Unternehmen durchführen kann, in einer Menge zusammenfasst

    ist ein dem Unternehmen bekanntes Produktionsverfahren
  3. Welche Annahmen an die Technologie trifft man üblicherweise?
    • 1. Möglichkeit beliebigen Inputs ohne Output
    • 2. Es gibt Produktionen mit positivem Ergebnis
    • 3. Irreversibilität der Produktion (Nichtumkehrbarkeit)
    • 4. Abgeschlossenheit der Technologie
  4. Was versteht man unter der Annahme: Möglichkeit beliebigen Outputs ohne Input?
    Es besteht die Möglichkeit, dass Produktionsfaktoren verbraucht werden, ohne dabei ein Produktionsergebnis zur erzielen.

    Es sind also auch Aktivitäten in der Technologie zugelassen, bei denen alle Komponenten kleiner oder gleich null sind.

    Reine Faktorverschwendung bzw. Gütervernichtung

    Es wird dabei auch der Nullvektor (weder Faktorverbrauch noch Outputerzielung) berücksichtigt: Produktionsstillstand
  5. Was versteht man unter der Annahme: Es gibt Produktionen mit einem positiven Ergebnis?
    Für jede Technologie muss gelten, dass zumindest eine Aktivität existiert, für die gilt: für mindestens ein k = 1, ..., K.

    Diese Annahme soll verhindern, dass Technologien nur aus Gütervernichtung oder Produktionsstillstand bestehen.

    Damit soll gleichzeitig gewährleistet sein, dass Unternehmen auch über die Möglichkeit einer Produktion verfügen.
  6. Was versteht man unter der Annahme: Irreversibilität der Produktion?
    • auch: Nichtumkehrbarkeit
    • Das bedeutet, dass aus bereits produzierten Outputgütern die eingesetzten Inputgüter nicht wieder zurückgewonnen werden können.

    Es kann zwar technologisch möglich sein, verschiedene Faktorarten durch Demontage der Endprodukte oder durch Recycling wiederzugewinnen, eine in der ursprünglichen Aktivität eingesetzte (und verbrauchte) Energie bleibt hiervon jedoch ausgenommen.

    Damit wird auch die Existenz eines Schlaraffenlandes verhindert. Die Erzeugung von Outputquantitäten ohne den Einsatz von Faktormengen ist somit ausgeschlossen.
  7. Was versteht man unter der Annahme: Abgeschlossenheit der Technologie?
    vor allem mathematisch begründet

    die Technologie T umfasst ihren Rand

    Die Abgeschlossenheit der Technologie benötigt man, wenn auf dieser Menge Zielfunktionen maximiert bzw. minimiert werden sollen.
  8. Welche fünf speziellen Typen von Technologien lassen sich unterscheiden?
    • - Größendegressive Technologien
    • - Größenprogressive Technologien
    • - Größenproportionale Technologien
    • - Additive Technologien
    • - Lineare Technolgien
  9. Wann weist eine Technologie die Eigenschaft der Größendegression auf?
    für jedes und für jedes , gilt auch:

    Jede Produktion kann in ihrem Niveau zwar beliebig verringert aber nicht beliebig erhöht werden.

    ( als Niveaugröße)
  10. Wann weist eine Technologie der Eigenschaft der Größenprogression auf?
    für jede Aktivität gilt, dass sie in ihrem Niveau beliebig erhöht, aber nicht beliebig reduziert werden kann

    Formal: aus und folgt
  11. Wann weist eine Technologie die Eigenschaft der Größenproportionalität auf?
    sowohl Größendegression als auch Größenprogression

    Für jede Produktion gilt, dass sie ohne Veränderung der Input-Output-Verhältnisse auf höherem () oder niedrigerem Niveau () ausgeführt werden kann.

    Formal: Aus und folgt
  12. Wann weist eine Technologie die Eigenschaft der Additivität auf?
    Es ist möglich, zwei beliebige Aktivitäten in Kombination zur Produktion zu nutzen. Die beiden Aktivitäten lassen sich so zu einer einzigen Aktivität in der Weise zusammenfassen, dass man die beiden Gütervektoren addiert.

    Ist diese Möglichkeit für alle Aktivitäten der Technologie gegeben, so weist diese die Eigenschaft der Additivität auf.

    Formal: es gilt für alle :
  13. Wann weist eine Technologie die Eigenschaft der Linearität auf?
    Technologien, die die Eigenschaften sowohl der Additivität als auch der Größenproportionalität besitzen, werden als lineare Technologien bezeichnet.
  14. Wann heißt eine Produktion effizient?
    Es gibt keine andere Produktion , welche dieselben bzw. mehr Outputmengen mit geringeren bzw. denselben Faktoreinsatzmengen herstellt.

    Formal: Eine Produktion ist effizient, wenn es keine andere Produktion gibt, mit und für mindestens ein

    Eine Produktion ist also dann effizient, wenn sie von keiner anderen Produktion dominiert wird.

    Effiziente Produktionen liegen nie im Inneren, sondern immer nur auf dem Rand einer Technologie. Nicht alle Randpunkte einer Technologie sind effizient.

    Randpunkte für die gilt: für mindestens ein k und für mindestens ein werden vom Produktionsstillstand, der stets effizient ist, dominiert.

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