Kleiner Kanon 1

Card Set Information

Author:
m.wd
ID:
142690
Filename:
Kleiner Kanon 1
Updated:
2012-04-09 07:19:07
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art history
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-
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    • Pfalzkapelle Karl des Großen
    • - 786-800
    • - ältester, vollständig gewölbter Zentralbau nörlich der Alpen
    • - achteckiger, steiler Mittelraum (Dm 14m, H 31,6m) mit zweigeschossigem, 16-eckigen Umgang
    • - Vorbild: S. Vitale in Ravenna (Wiederbelebung des röm. Kaiserreiches)
    • - aus Rom und Ravenna stammen Marmorsäulen der Empore

    • -Grabkirche Karl des Großen (814)
    • - Spolien (Ravenna)
    • - Aufbau einer Pfalz: Versammlungsraum, Wohnbereich, Wirtschaftshof, Kapelle und Befestigung
  1. Lorsch, Torhalle

    • Die Torhalle (auch Königshalle) des ehemaligen Klosters Lorsch ist ein spätkarolingischer Bau, vermutlich um die Mitte des 9. Jh. unter Ludwig dem Deutschen gebaut. Früher wurde sie unmittelbar Karl dem Großen zugeschrieben.
    • Im Erdgeschoss befindet sich eine offene Halle aus drei halbrund geschlossenen, gleich hohen Bogenöffnungen, im Obergeschoss eine Scheinarchitektur aus kannelierten Rechteckvorlagen, Kapitellen im ionischen Stil, wobei sie typisch korinthische Akkantusblätter aufweisen (Kompositkapitell), und Dreiecksgiebeln. Die Flächen sind in rotem und weißem Sandstein gehalten, unten in Quadraten, oben in Sechs- und Dreiecken. Nach oben hin wird die Kannelierung der Säulen weitergeführt, allerdings in Form von aufgemalenen Pilastern, bis hin zu einem gezackten Muster, das an Fachwerkhäuser erinnert, welche in dieser Gegend häufig anzutreffen sind.
  2. Reiterstatuette eines karolingischen Herrschers (vermutl. Karls des Großen)

    • - 860/870 (H 24cm)
    • - nicht aus einem Guss, sondern aus 3 Teilen montiert (Pferd, Reiter, Kopf)
    • - schließt sich dem Reiterstandbild Marc Aurel in Rom und dessen imperiale Symbolik an. Sollte die Übertragung der alten römischen Weltmacht auf die Herrschaft der Franken zum Ausdruck bringen
    • Die 24 cm hohe Reiterstatuette, die sich heute im Musée du Louvre in Paris befindet, ursprünglich aber aus dem Schatz des Metzer Doms stammt, kommt dem historischen Karl mit einiger Sicherheit am nächsten. Das Figürchen, das noch Spuren ehemaliger Vergoldung aufweist, besteht aus verschiedenen Teilen (Reiter und Pferd sind z. B. einzeln gegossen), ist aber nach einer einheitlichen Konzeption entstanden. Wann genau, wissen wir nicht, vielleicht erst zur Zeit Karls des Kahlen um die Jahrhundertmitte, auf jeden Fall aber noch im 9. Jahrhundert. In manchem entspricht die dargestellte Figur dem, was wir von Einhard über Karls Äußeres wissen (runder Schädel, große Nase, ausgeprägtes Kinn, "fränkischer" Schnurrbart), aber ein authentisches Portrait Karls liegt natürlich nicht vor (dazu war das 9. Jahrhundert noch gar nicht imstande). Man hat deshalb auch von einem "Ideal-" bzw. "Erinnerungsbild" gesprochen.
  3. Evangelist Markus aus dem Ada-Evangeliar, um 800

    Den Handschriften der Ada-Gruppe aus der nun sicher in Aachen zu lokalisierenden Hofschule ist die bewusste Auseinandersetzung mit dem antiken Erbe sowie ein übereinstimmendes Bildprogramm gemeinsam. Sie orientieren sich dabei vermutlich vorwiegend an spätantiken Vorlagen aus Ravenna. Neben prachtvollen, Architekturmotive oder edelsteinverzierte Bilderrahmen imitierenden Arkaden und insular beeinflussten Initial-Zierseiten gehören großflächige Evangelistenbilder zur Ausstattung, die seit der Ada-Handschrift einen Grundtyp vielfach variieren. Den Figuren mit klar konturierter Binnenzeichnung wird durch schwellende, reiche Gewänder zum ersten Mal seit römischer Zeit wieder Körperlichkeit, dem Raum Dreidimensionalität zurückgegeben. Den Bildern ist ein gewisser horror vacui, die Angst vor der Leere, gemeinsam, so füllen ausladende Thronlandschaften die Blätter mit den Evangelistenbildern.
  4. Klosterplan von St. Gallen

    • Der St. Galler Klosterplan ist die früheste Darstellung eines Klosterbezirks aus dem Mittelalter.
    • Er entstand vermutlich zwischen 819 und 826 im Kloster Reichenau und ist im Besitz der Stiftsbibliothek St. Gallen.
    • Der Klosterplan zeigt Grundrisse von rund fünfzig Gebäuden, deren Namen und Funktionen in 333 tituli (Inschriften), beschrieben werden. Das grösste Gebäude der Anlage ist die Klosterkirche, an die sich Skriptorium, Sakristei, eine Unterkunft für Gastmönche und Torräume anschliessen, gefolgt vom Bereich der Mönche mit Dormitorium, Latrinenanlagen, Waschraum, Speisesaal, Küche, Back- und Brauhaus. Weiter sind ein Gästehaus, die Pfalz des Abtes, Krankenbereich und zahlreiche Wirtschaftsbauten und Handwerksbetriebe sowie Gartenanlagen, Zäune, Mauern und Wege eingezeichnet.
    • Die Gebäude dürften mehr als 100 Mönchen und gegen 200 Arbeitern und Dienern Platz geboten haben.
  5. Dom in Speyer 1030-1106

    • - Grundsteinlegung unter Salierkönig Konrad II
    • - Bau I: 1030-61: damals monumentalste frühromanische, flachgedeckte Pfeilerbasilika
    • - Grablege der Salier
    • - Bauphase II: 1081-1106: Heinrich der IV lässt Dom umbauen: erstes großes dt. Kreuzgratgewölbe; rhythmisch durchgliedertes Wandsystem; Neubau der O-Anlage mit Querschiff, halbrunder 3-zonig gegliederter Apsis und früheste erhaltene Zwerggalerie; Bau der 6 Türme
  6. Abteikirche, Cluny (Cluny III)

    • - 1088-95: 5-schiff. Basilika mit 11 Jochen, 2 Querschiffen und einem ausladenden Kapellenkranz.
    • - 1125 stürtz das Langhaus ein und wird in den Folgejahren wieder aufgebaut.
    • - 1130 Schlussweihe der damals größten Kirche und des größten abendländischen Klosters überhaupt.
    • - Orden: erst Cluniazenser (streng disziplinierte Reform-Benedektinier), ab 1098 in den Zisterzienserordern aufgenommen
  7. Bernwardstür (Hildesheimer Bronzetür)

    • - die der Bischof Bernward 1015 für die Kirche St. Michael in Hildesheim in Auftrag gab
    • - Höhepunkt der ottonischen Kunst
    • - älteste, figürlich geschmückte Bronzetür des Mittelalters
    • - jeder Türflügel aus einem Stück gegossen
    • - hohes künstlerisches Niveau des Erzählstils
    • - Linker Flügel von oben nach unten gelesen mit AT-Szenen
    • - rechter Flügel Thema der Erlösung von unten nach oben gelesen
  8. Heinrich IV. vor Mathilde von Canossa.

    • Aus der Vita Mathildis, verfasst von dem Mönch Donizio. 1115, Pergament, 22,3 x 16,7 cm, Bibliotheca Apostolica Vaticana.
    • - Heinrich bittet Mathilde und seinen Taufpaten Abt Hugo von Cluny um Vermittlung
    • - Italienzug König Heinrichs IV. von Speyer nach Rom vom Dezember 1076
    • - Er wollte dadurch die Vereinigung von Papst Gregor VII. mit den deutschen Fürsten (Fürstenopposition) verhindern
    • - Papst Gregor VII. befand sich auf dem Weg nach Augsburg, wohin er für Februar 1077 zur Wahl eines neuen Königs eingeladen war
    • Der Papst suchte Zuflucht auf der Burg Canossa der papsttreuen Markgräfin Mathilde von Tuszien
    • - Vor dieser Burg versuchte Heinrich dann, die Lösung seiner Person vom Kirchenbann (Anathema) zu erlangen
    • - Es ist umstritten, ob es tatsächlich zu dem (für Laien vorgesehenen) Ritual der Kirchenbuße kam, da alle historischen Überlieferungen von Parteigängern des Papstes stammen
    • - Im heutigen Sprachgebrauch wird bisweilen auch ein als erniedrigend empfundener Bittgang im übertragenen Sinne als ein „Gang nach Canossa“ bezeichnet.
    • - Der Gang nach Canossa war ein wichtiger Meilenstein des Investiturstreits
    • - Im 11. und 12. Jahrhundert stritten Kaiser und Papst um das Verhältnis von weltlicher und geistlicher Macht und um die Rolle der Reichskirche
    • - Vordergründig ging es dabei um das Recht der Investitur, der Einsetzung von Bischöfen und Äbten in ihre Kirchenämter
    • - Die Inhaber dieser Ämter übten zugleich höchste Funktionen im Staatsapparat des Kaiserreiches aus
  9. Castel del Monte

    • 1233 - 1250
    • - Bauwerk aus der Zeit des Stauferkaisers Friedrich II. in Apulien im Südosten Italiens
    • -Der Haupteingang ist nach Osten ausgerichtet
    • - Das Bauwerk ist voller Symbolismen
    • - erinnert beispielsweise an eine Reichskrone, die ebenfalls oktogonal ist
    • - Acht Ecken hat auch die Pfalzkapelle in Aachen, wo Friedrich zum römisch-deutschen König gekrönt worden war
  10. Dom Naumburg

    • 1210-1240, Westlettner
    • - ist eine Art Kirchenfassade, die den besonderen Status des Westchores als eigenständige Kirche betonte
    • - Ornamentik seiner Kapitelle zählt zu den schönsten, die die frühe Gotik hervorgebracht hat; als Vorbilder bei der Gestaltung dienten heimische Pflanzen, Kräuter und Baumblätter; die naturalistische Blattornamentik geht im allgemeinen auf französische Formen zurück (Lehre des Meisters!!!)
    • - das großes Figurenportal unterscheidet er sich von allen Lettnern, da sonst nur zwei kleine Pforten üblich waren
    • - Die Lettnerbühne wird von einem Fries mit Darstellungen zum Passionsgeschehen geschmückt und so zu einem großen lesbaren Szenarium für das Volk
    • - Dramatischer Abschluß der Leidensgeschichte ist der Tod Christi am Kreuz, begleitet von Maria und Johannes am Gewände des Portals
    • - Wer also den Chor betreten will, muß unter den ausgebreiteten Armen des Gekreuzigten hindurchgehen
  11. Klosterneuburger Altar, 1181

    • - Höhepunkte der mittelalterlichen Goldschmiedekunst
    • - besteht aus 51 Emailbildern
    • - waren ursprünglich als Schmuck an der Kanzel oder dem Ambo der Stiftskirche angebracht
    • - Obere Zone: Ante Legem
    • - Mittlere Zone: Sub Gratia
    • - Untere Zone: Sub Legem
    • - Zuteilung auch über Vertikale (Typ und Antitypus) z.B. Josef wird in den Brunnen geworfen; Grablegung; Jonah wird vom Wal geschlugt

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