Kleiner Kanon 2

Card Set Information

Author:
m.wd
ID:
142694
Filename:
Kleiner Kanon 2
Updated:
2012-04-09 07:21:12
Tags:
art history
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Description:
-
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  1. Klosterkirche Maria Laach

    • - Klosterkirche gilt als reinste (unverändertes) romanisches Bauwerk1093 Baubeginn, Eifel
    • - Pfalzgraf Heinrich II stiftete das Benedektinerkloster
    • - von Speyer und Mainz beeinflusst
    • - 3-schiff. Pfeilerbasilika, 2 Querschiffen, 2 Dreiturmgruppen
    • - farbliche Gliederung durch dunklen Basalt (Blendwerk, Lisenen) gegen gelblichen Tuff- und weißen Kalkstein
    • - 1156 Westchor wird fertiggestellt
    • - schichter O-Chor mit 2 Flankentürmen, achteeckiger Vierungsturm
    • - W- Chor stufig aufgebauter Vierungsturm mit breiter Zwerggalerie, Blendbögen; 2 Rundtürme
    • - 1220-30 Paradies im Westen
  2. Tympanon, St-Madeleine, um 1130, Vezelay

    • - Am Eingang vom Nartex in das Hauptschiff
    • - romanische Bildhauerei
    • - Christus in der Mitte spendet mit ausgebreiteten Händen den Jüngern auf seinen beiden Seiten den Segen. Es ist dies die Darstellung des “Pfingstwunders”.
    • - Rund um diese Szene befindet sich eine erste Bogenrundung von kleineren Figuren in acht Gruppen (die oberste um das Haupt Christi — nur nebenbei — von hundsköpfiger Gestalt): es sind dies die Völkerschaften, denen von den Aposteln das Evangelium verkündet wird
    • - Der nächste Bogen aber mit seinen 29 rosettenförmigen Darstellungen interessiert uns hier besonders: In diesem Teil des Tympanons befinden sich, abwechselnd mit verschiedenen menschlichen Tätigkeiten und Allegorien zum Jahreskreis, die Medaillons der Zeichen des Tierkreises (auf der Abbildung unten sind diese farbig hervorgehoben).
    • Taufbecken, Reiner von Huy, Bronze
    • Zwischen 1107 und 1118, L&¨ttich

    • Kirche St.Bartholomäus
    • - Höhepunkt der romanischen Metallkunst
    • - 5 Szenen verbunden durch die durchlaufende Bodenwelle und durch Bäume voneinander getrennt
    • - Taufe Christi, Taufe Cornelius durch Petrus, Taufe des Philosphen Crato durch Johannes(Evangelist), Predigt Johannes des Täufers, Taufe der Zöllner durch Johannes dem Täufer
    • - Gestützt von 12 Rindern (Becken im salomonschen Tempel)
    • - Figuren wirken vollplastisch, dennoch mit dem Untergrund fest verbunden.
    • - antike Anklänge durch Rückenfigur
    • Ein Engel versperrt die Pforte zur Hölle
    • Winchester Psalter

    • um 1150
    • - Interessant ist die Arbeit mit dem Rahmen als räumliche Grenze
    • - ornamentale Gestaltung des Fells/Nasen der Monster
    • - anekdotische Details in der Eckengestaltung mit Miniaturmonstern
    • - Tür ist zweidimensional Teil des Rahmens und die Scharniere werden von den Monstern innen gehalten, aber auch Versuch der dreidimensionalen Darstellung mit Schlüsselloch und Türknauf
  3. Kathedrale von Reims, Westfassade, 1250-1300

    • - von Jean d'Orbais (Erfinder der Maßwerkfenster)
    • - 1211-1311 hochgot. 3-schiff., 5-schiff. Chor, 3-schiff. Querhaus, 3 Fensterrosen
    • - ausgewogender Bau, wirkt leichter als Chartres (Ziel bei Baubeginn war, Chartres an Monumentalität zu übertreffen)
    • - von Beginn an Arbeit an einheitlichem Skulpturenprogramm (3000 Figuren)
    • - Königsgalerieals Abschluss zu den Türmen
    • - frz. Krönungskirche
    • - Hauptportal ist Maria gewittmet
    • - Neuheit: Fensterrose im Tympanon
    • - ausgewogene Fassadengliederung
    • - hinter Wimpergen befinden sich Fenster --> Vorläufer zum durchglästen Triforium
  4. Naumburger Meister: Marktgraf Ekkehard und Marktgräfin Uta

    • - markiert europäische Hochgotik durch Naturnähe und feierlicher Statuarik
    • - Meister lernte in Reims und Amiens
    • - errangt ab Beginn des 20. Jh. große nationalistische Beliebtheit und es bedurfte einer Korrektur des Hypes
    • - Funktion umstritten: Stifterdenkmäler oder monumentale Grabmäler
    • - in 4m Höhe angebracht vor Gewölbediensten im Chor
    • - im 10 Jh. verstorben sind sie in Kleidung des 13. Jh. gezeigt
  5. Giotto di Bondone, Scrovegni-Kapelle, Padua, um 1305

    • - Enrico Scrovegni, ein reicher Bankier, Kaufmann und Adliger aus Padua, gab Kirche in Auftrag um Höllenqualen seines Vaters (und seine eigenen) zu Lindern. Der Vater ist durch Wuchsern, was Todsünde war, zu Reichtum gekommen.
    • - Giottos Werk gilt als erste vorständige Ausmalung eines Innenraumes und ihm war kein Vorlagenmodell für die Bilderanordung bekannt. Aber Anhaltspunkte wie Weltgericht über Eingangsportal
    • - die Wände und das Gewölbe der Kapelle mit 38 Szenen aus dem Leben Jesu und dem Leben der Jungfrau Maria und ihrer Eltern, des heiligen Joachim und der heiligen Anna
    • - Das Gewölbe des Altarraumes und des Hauptschiffes ist vermutlich in Anlehnung an die Grabstätte der Galla Placidia in Ravenna mit einem blauen Sternenhimmel ausgemalt.
  6. St. Chapelle, 1243-1278)

    • - Beispiel für Hochgotik
    • - fast vollständig in Glas gefasste Architektur
    • - Palastkapelle
    • - eher kleines Kirchenschiff
    • Aufbewahrung der Passionsreliquien --> Vergleich mit einem monumentalen Reliquienschrein
  7. Kölner Dom (St. Peter und Maria), 1248-1880

    • - Grundriss von Amien inspiriert
    • - 5-schiff. Langhaus mit 3-schiff. Querhaus und gleichmäßigem Kapellenkranz (L 144,6; H 43,4)
    • - um 1311 Entstehung des größen Chorgestühls in Deutschland
    • - 1350 Bau der weltweit größten got. Fassade (B 61,5m)
  8. Dom von Orvieto, 1290-1591

    • - italienische Gotik (Einflüsse von nördlich der Alpen; Straßburger Handwerker müssen am Bau beteiligt gewesen sein; auch byzantinischer Einfluss der Mosaike)
    • - größerer Betonung der Fläche, wie es der italienischen Tradition eher entspricht.Dekoriert ist die Fassade daher nur mit Flachreliefs und Mosaiken, die die glatte Fläche möglichst undurchlässig bleiben lassen
    • - Die einzelnen Dekorationen der Fassade sind sehr zartgliedrig gearbeitet. Die Fensterrose des 14. Jahrhunderts ist an den oberen Seiten von einem Skulpturenfries umzogen
    • Giotto: Die Verkündigung an die hl. Anna, Wandmalerei,
    • Padua, Arena-Kapelle, um 1304/05
  9. Jan van Eyck (1390–1441), Madonna des Kanzlers Nicolas Rolin, um 1435.


    • Öl auf Holz, 66 × 62 cm; Paris, Musée du Louvre, Frankreich
    • - Das Bild zeigt das Innere eines Palastes, mit Ausblick auf eine Stadt in einem Flusstal. Der Kanzler Nicolas Rolin kniet mit gefalteten Händen an einem Gebetsstuhl vor Maria, die ihm den Jesusknaben entgegenhält. Der Knabe segnet mit der rechten Hand den Kanzler und hält in der anderen einen Reichsapfel. Ein schwebender Engel krönt Maria und zeigt damit deren Status als Himmelskönigin an.
    • - Der Palast stellt das himmlische Jerusalem dar, die Stadt hinter dem Säulenbögen ist damit zwar nicht gleichzusetzen, sie gehört aber ebenfalls zur messianischen Welt.
    • - Die Ausrichtung der Kathedrale und der Schatten des Stabes, den eine Figur in der Bildmitte hält, lassen eine Lichtquelle im Nordwesten annehmen
    • - Das Stundenbuch Rolins enthält keine Angaben zur Zeit, aber am Mantelsaum der Madonna ist ein Gebet eingestickt, das zum Marienofficium gehört: das Matutin - dieses wird um zwei Uhr früh gebetet
    • - Im Mariengarten vor dem Palast blühen gleichzeitig Rosen, Päonien, Maiglöckchen, Schwertlilien und Akeleien
    • - In höherer Auflösung ist das Profil des Hofbeamten zu erkennen. Am Wehrgang hinter dem Mariengarten stehen zwei Männer von denen einer zur Stadt hinuntersieht und der andere dem Betrachter das Profil zuwendet. Diese zweite Figur (im blauen Rock und mit rotem Turban) hält einen Stab und ist damit als Hofbeamter kenntlich; sie wird von manchen mit dem Maler selbst identifiziert. Farbe und Form des Turbans stimmen mit dem auf dem als Selbstbildnis angenommenen Bild Mann mit rotem Turban überein.
  10. Rogier van der Weyden:

    • Kreuzabnahme, Prado, Madrid 1430-35
    • - ist eines der Hauptwerke des Malers Rogier van der Weyden
    • - Mittelteil eines Triptychons
    • - Rogiers Figuren agieren in einem flachen Kastenraum mit Goldgrund
    • - Wie in den Evangelien beschrieben ist der Leichnam Christi auf ein weißes Leintuch gebettet
    • - Josef von Arimathäa hält ihn umfangen unterstütz von Nikodemus und einem Helfer
    • - Am rechten Bildrand ist Maria Magdalena zu sehen, die den Tod Christi mit gefalteten Händen und nach vorne gebeugter Gestalt betrauert.
    • - Ihre Körperbewegung wiederholt sich in einer rotgekleideten Figur am linken Bildrand, die den Jünger Johannes darstellt
    • - Er beugt sich nach vorne, um die zu Boden sinkende Maria aufzufangen. Marias Armhaltung wiederholt sich in der Armhaltung des toten Christus. In der Armhaltung Christi und Marias sind die Grundrichtungen der Tafel unmittelbar anschaulich.
    • - prächtige Darstellung der Materialien – das blaue Gewand Marias weist eines der reinsten Lapislazuliblau der flämischen Malerei jener Zeit auf
    • - fast lebensgroßen Personen
    • - bemalten Maßwerke im oberen Bereich, die vergoldetes Holz imitieren, lassen die Figuren wie vielfarbige Skulpturen wirken
    • - es beeindrucken die Gesten und Beherrschung, mit denen die Gefühle ausgedrückt werden, sowie das Spiel aus Kurven und Gegenkurven, welche die Figuren verbinden
    • - Das Werk wurde von der Armbrustschützengilde in Löwen (heute Belgien) für die Kapelle der städtischen Frauenkirche in Auftrag gegeben. In den unteren Ecken sind kleine Armbrüste dargestellt
    • Filippo Brunelleschi:
    • Kuppel der Santa Maria del Fiore
    • (1418-1434)
    • Dom, Florenz
    • Lorenzo Ghiberti:
    • Paradiestür (Ost)
    • (1425-1452)
    • Bronze, vergoldet
    • Baptisterium, Florenz
    • Gesamtmaße mit Rahmen:
    • H506cm, B 287cm;

    Reliefs heute im Museo dell’Opera del Duomo

    • - Frührenaissance
    • - erstmals wurde es einem Künstler erlaubt, ein eigenes Bildprogramm und Gliederungskonzept vorzulegen
  11. Masaccio, Die Heilige Dreifaltigkeit (Die Trinität), um 1426,
  12. Albrecht Dürer, Die Vier Apostel, 1526

    • - zwei zusammengehörige Gemälde (Diptychon), waren dessen letztes großes malerisches Werk
    • - vier knapp überlebensgroße Gestalten
    • - zu deren Füßen sich eine Inschriftenleiste befindet, die eine Aufforderung an die „weltlichen regenten“ enthält, das reine Bibelwort zu achten und sich vor religiösen Verführern, „falschen Propheten“, zu hüten
    • - Apostel Johannes: offenes Buch (Sanguiniker)
    • - Apostel Petrus: Schlüssel (Phlegmatiker)
    • - Evangelist Markus: Schriftrolle (Choleriker)
    • - Apostel Paulus: Schwert und geschlossenes Buch (Melancholiker)
    • - Gleichzeitig verkörpern sie die vier Temperamente, die wiederum den vier Lebensaltern und Jahreszeiten zugeordnet wurden
    • - wurden als Stiftung Dürers nach Art mittelalterlicher Gerechtigkeitsbilder in der oberen Regimentsstube der Stadt Nürnberg aufgehängt
  13. Donato Bramante, Tempietto

    • (1500-1502), Rom, Klosterhof
    • - Im Innenhof des Klosterkreuzgangs bei S. Pietro in Montorio
    • - geringe Ausmaße, liturgisch kaum nutzbar --> Memorialgebäude
    • - 16 dorische Spoliensäulen, Friesrelief mit Bildmotive aus Martyrium des hl. Petrus (der Legende zu folge soll er hier gekreuzigt worden sein)
    • - Kuppel dient als Vorlage für Petersdom und St. Paul in London
    • - Besonders Farbspiel der Steinsorten: Travertin, Granit, Marmor
    • - Mit Bramante begann die ital. Hochrenaissance in der Architektur; Einfluss von Alberti und da Vinci; Gesamtplanung des Peterdoms

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