Kleiner Kanon 3

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Author:
m.wd
ID:
142698
Filename:
Kleiner Kanon 3
Updated:
2012-04-09 09:24:59
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art history
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-
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    • Michelangelo Buonarotti, David
    • (1501-1504),
    • Marmor. Höhe 434 cm. Florenz,

    • Galleria dell' Accademia
    • - ist die erste Monumentalstatue der Hochrenaissance
    • - Davids Körper erscheint in entspannter Kontrapost-Stellung, nachlässig trägt er die Schleuder über der linken Schulter.
    • - Die kampfbereite Spannung wird in den hervorstehenden Adern der rechten Hand erkennbar, die den unsichtbaren Stein als Wurfgeschoss umschließt, vor allem aber in der Nacken- und Gesichtspartie: in den straffen Halssehnen, den angespannten Lippen und Nasenflügeln, der gerunzelten Stirn. Davids Blick ist auf einen Punkt in der Ferne gerichtet.
    • - von der einflussreichen Arte Della Lana, der Wollweberzunft, in Florenz den Auftrag
    • Leonardo Da Vinci, Abendmahl (1495-1498).
    • Tempera auf Verputz. 460 x 880 cm.

    • Refektorium des Klosters Sta. Maria delle Grazie, Mailand
    • - Das in der Seccotechnik ausgeführte Werk wurde im Auftrag des Mailänder Herzogs Ludovico Sforza geschaffen
    • - goldenen Schnitt, zum Beispiel dort, wo Jesus und die Person rechts neben ihm (Jakobus der Ältere), die Hände haben, wird das Bild in diesem Verhältnis geteilt.
    • - Orientierung an höfischer Tafel
    • - Bild wurde schon zu Lebzeiten Leonardos brüchig aufgrund der experimentellen Malweise, die nicht lange zu halten scheint.
  1. Giambologna, Raub der Sabinerin (1581/2). Marmor. Höhe 410 cm.

    • Florenz, Loggia del Lanzi
    • - allseitige Ansichtigkeit der Gruppe und gibt ihr eine Basis, von der aus sich die Komposition spiralförmig nach oben dreht; man spricht deshalb von einer "Figura serpentinata": Über dem am Boden kauernden Sabiner erhebt sich in heroischer Nacktheit die Figur des römischen Soldaten, aus dessen Armen sich die Sabinerin zu winden sucht. Der Mann hebt die Frau von seinen Schultern in die Höhe und präsentiert sie so dem Betrachter. Egal von welcher Seite man sich der Gruppe nähert, keine wirkt als vernachlässigte Rückansicht. Die gegeneinander arbeitenden Kräfte geben der Komposition eine Spannung, die auf den Betrachter überspringt.
    • - Rom, kurz nach der Gründung um 750 v.Chr: Es mangelte jedoch an Frauen.Um dieses Problem zu lösen, verwendete Romulus eine List und lud die Bewohner der benachbarten Städte zu einem großen Kampfspiel ein. Mitten im Spiel stürzten sich die römischen Krieger auf die kaum bewaffneten Gäste und sprengten sie auseinander. Dabei ergriffen sie alle unverheirateten Mädchen, derer sie habhaft werden konnten. Die Brüder und Väter schworen Rache. Die Mädchen, von denen die meisten Sabinerinnen waren, ließen sich jedoch eine nach der anderen zur Heirat bewegen.
    • Parmigiano,
    • Madonna mit dem langen Hals (1535-1540),

    • unvollendet. Öl auf Holz. 216 x 132 cm. Florenz, Uffizien.
    • - unvollendet (rechte Bildhälfte)
    • - Dargestellt ist Maria mit dem schlafenden Jesus auf dem Schoß. Sie sind umgeben auf der linken Seite von einer das Kind betrachtenden Gruppe Engel sowie auf der rechten Seite unten von einer Prophetenfigur. Es handelt sich bei der Figur möglicherweise um den Hl. Hieronymus. Er entrollt eine Schriftrolle.
    • - Das Bild ist - ganz dem sich vom tradierten Kanon der zeitgenössischen Hochrenaissance lösenden Manierismus entsprechend - unorthodox aufgebaut. Die Gruppe der Engel hat keine Entsprechung auf der Gegenseite, lediglich die einzelne Säule bildet ein wenig Gegensatz. Diese Art der Komposition wird verstanden als bewusste Abkehr vom Prinzip der harmonischen Komposition, sozusagen als Verzicht auf ein logisches Raumgefüge
    • - Besonders die Überlängung der Figuren, Eleganz
    • - rätselhaft: Säule ohne Kapitell im Hintergrund
    • - Die Figur der Maria ist neben der Verzerrung in die Länge auch leicht gedreht dargestellt: Ihr Zustand scheint sich wegen der fehlenden Darstellung eines Thrones zwischen Sitzen und Stehen zu befinden.
    • - Sehr ungewöhnlich ist auch die Darstellung ihres Gewandes; sehr betonend
  2. -
    Francesco Borromini: San Carlo alle Quattro Fontane, Fassade, Rom,

    • 1638 - 1641
    • - wichtiges Thema: Säulenpaare mit Architrav verbunden
    • - Auf beiden Geschossen verbindet eine Kolossalordnung eine kleine Säulenordnung
    • - Spiel mit konkaven und konvexen Fassadenbewegung
    • - durch durchgängiges Gesims zusammen gehalten
    • - Kloster und Kirche von S. Carlo alle Quattro Fontane ist dem Hl. Borromäus geweiht bespielt die geringe Fläche in Rom bestmöglich
    • - Innenraum in weiß gehalten und sparsam mit Goldakzenten
    • Schloss Versaille, Hof
    • Louis Le Vau, Charles Le Brun, André Le Nôtre, Jules Hardouin-Mansart: Parkanlage, Ansicht von West, ab 1631
    • - bedeutenste und größte Schlossanlage Europas
    • Gianlorenzo Bernini
    • Die Verzückung der heiligen Theresa von Avila,
    • (1645-1652)
    • Marmor

    • Santa Maria della Vittoria, Rom
    • - Architektur, festlich inszinierte Skulptur und architektonisches Gehäuse werden zum Gesamtkunstwerk
    • - Lehre von Franz von Sales: Gottesliebe in Erlebnisstufen einteilbar. Höchste Stufe die mystische Union, die völlige Hingabe der göttlichen Liebe
    • - Barocke Kunst ist vorallem Phantasiekunst, wichtig um die Analogien in diesem Werk zu verstehen
    • - besondere Oberflächenbehandlung (glatt und poliert gegegen aufgeraut und materialvermittelnd)
    • - verschwenderisch werden Details angehäuft
  3. Diego Velazques, Las Meninas(Hoffräulein) (Die Familie Philipps IV)

    1656/57, Öl auf Leinwand, 318 x 276 cm

    • - monumentales, vielschichtiges Gruppenporträt
    • - zeigt Infantin Margarete mit ihren Hofdamen und einer Zwergin
    • - linke Dienerin reicht einen Krug Wasser, die Rechte macht einen Hofknicks; daneben steht die Zwergin und ein Zwerg, der neckend seinen Fuß auf den am Boden liegenden Hund legt
    • - hinter dieser Gruppe steht eine Anstandsdame und eine Wache, welche die Hofdamen überlicherweise begleiteten
    • - in der geöffneten Tür steht der Hofmarschall der Königing
    • - links ist der Maler selbst vor seiner Leinwand zu sehen; auf seinem Wams prangt das rote Kreuz des Samtiago-Ordens, das erst im Nachhinein aufgemalt wurde, nachdem er in den Ritterstand erhoben wurde
    • - Blicke zum Betrachter: Maler, Infantin, rechte Hofdame, Wächter, Zwergin
    • - Spiegel an der Wand zeigt Halbfiguren Philipps IV und der Königin
    • - Arbeit wirft viele Fragen auf
    • Der Raub der Töchter des Leukippos
    • Peter Paul Rubens, um 1618
    • Öl auf Leinwand, 224 cm × 209 cm

    • Alte Pinakothek, München
    • - Geschichte zur Darstellung: Töchter des Leukepos waren verlobt mit den Söhnen des Aphareos verlobt. Kurz vor der Hochzeit wurden sie von den Dioskuren Castor und Pollux entführt. Diese besiegten die Apharetiden im Kampf und flohen mit ihren Opfern und vermählten sich mit ihnen. Die Töchter des Leukipos wurden so auch selbst als Gottheiten verehrt.
    • - keine buchstabengetreue Darstellung
    • - statt Widerstand eher Hingabe zu erkennen
    • - Blick und Geste zum Himmel gerichtet, Hand liegt zart auf dem Arm des Castors
    • - Die zweite Tochter wird von Pollux empor gezogen; ihr Blick sucht erschrocken-fragend nach Castors Augen, der ihn verheißungsvoll erwiedert
    • - Rubens setzt Frauenkörper mit hellem Inkarnat in den Mittelpunkt, die von den dunklen Männergestalten und Pferde umgeben sind
    • - gilt als kompositorisches Meisterwerk von Rubens
    • Künstler: Jan Vermeer van Delft, Brieflesendes Mädchen am offenen Fenster
    • um 1658, 83 × 64,5 cm, Öl auf Leinwand

    • Dresden Museum: Gemäldegalerie
    • - der grüne Vorhang im Vordergrund, der schwere gemusterte Teppich auf dem Tisch, der metallbeschlagene Stuhl im Hintergrund, das geöffnete Fenster mit seinem sensationellen Lichteinfall – und das schöne blonde Mädchen in holländischer Bürgertracht als Figurine.
    • - alles im Bild liegt offen vor einem
    • - Vorhangstange rechts wirft Fragen nach der Funktion auf; gleichzeitig öffnet sie die Szene bühnenhaft und bringt den Betrachter in eine voyuristische Position/ unterstreicht intimität der Stituation des Brieflesens
    • - Brieflesende Mädchen waren nicht gerne gesehen, weil es sich meist um Liebesbriefe handelte und sie sich nicht in Romanzen verlieren sollten
    • - Materialität: Zartheit der Stoffe (Seide, Samt)
    • - kostbares Kleid, wirkt aber beinahe zu groß
    • Himmelfahrt Mariens
    • 1722-23, Stuckfiguren
    • Abteikirche Rohr

    • Brüder Asam
    • - Gegenreformation im 16. Jh. hat für einen Aufschwund der Marienverehrung geführt. Himmelfahrt war beliebtes Thema
    • - gilt als typisches Werk des bayrischen Barocks
    • - Lichtführung spielt Hauptrolle: helle Stuckfiguren, seitliche Fenster durch Säulen nicht zu sehen, Figuren scheinen aus sich selbst heraus zu leuchten
    • - gelb verglastes Rundfenster
    • - Engelchen, die den Reif halten, durch den Maria in die himmlischen Sphären eingeht
    • - unten: Ihr Sarg mit offenem Deckel, Apostel gestikulieren wild und drücken Erstauenen über die Auferstehung aus
    • - Die Marienfigur, sowie die beiden Engel, sind über eine Eisenstange an der Hinterwand befestigt um Schweben zu simulieren (nur mit Stuck möglich!)
  4. Wallfahrtskirche Birnau 1746-1749,

    • Peter Thumb, Bodensee
    • Der Bau besteht aus einem langgezogenen Kirchenschiff ohne Seitenschiffe und einem vorgelagerten Querriegel, der Wohn- und Verwaltungsräume des Ordens beherbergt (sowie heute ein Souvenirgeschäft)
    • - Er wirkt räumlich wie symbolisch als Mittler zwischen der Umgebung und der Wallfahrtskirche
    • - seitlich: Risaliten
    • - Die zu eindeutige Anlehnung an höfische Prachtentfaltung wussten die auf Außenwirkung bedachten Mönche jedoch zu verhindern.
    • - Trotzdem wurde zugunsten der guten Sichtbarkeit der Fassade vom See aus auf die sonst übliche Ost-West-Ausrichtung des Kirchenschiffs verzichtet
    • - Die Fassade auf der Seeseite erstreckt sich über elf Fensterachsen, die durch drei Paare von ionischen Kolossalpilastern optisch gegliedert sind. Das mittlere Paar umschließt das Eingangsportal und wird – anstelle eines Mittelrisalits – vom dreistufig gegliederten Glockenturm bekrönt. Der Turm, der die Birnau von weither wie ein Fingerzeig erkennbar macht, ist eigentlich im Baustil der Zisterzienser nicht vorgesehen. Dadurch, dass er aus dem Kirchengebäude ausgelagert wurde, konnte er jedoch mit den Ordensregeln in Einklang gebracht werden. Die optische Gliederung durch Pilaster setzt sich an den Außenwänden des Kirchenschiffs fort. Der Außenanstrich ist in Weiß und Altrosa gehalten. Bei dem aktuellen Aussehen handelt es sich um die originale Farbgebung.
    • Jean-Honoré Fragonard,
    • Die Schaukel,

    • 1767-1768, London
    • - die Leichtigkeit und auch die erotischen Seiten der Bildthemen des Rokokos
    • - Auftraggeber dieses Gemäldes war ein Baron, welchen Sie in der unteren linken Bildhälfte sehen können. Es ist zu erkennen, dass der Baron der jungen Dame auf der Schaukel verfallen ist. Dies wird deutlich durch die unterwürfige Position des Mannes.
    • - Durch das Annähern und Entfernen der schwingenden Schaukel wird der Baron zusätzlich gereizt und findet somit viel Gefallen an diesem neckischen Spiel. Die Kürze der Momente, welche er hat, um der Frau unter den Rock zu sehen, erhöhen das Verlangen des Barons.
    • - Im Hintergrund auf der rechten Seite des Bildes ist ein weiterer Mann zu sehen. Hierbei handelt es sich um den Ehemann der jungen Dame, welcher nichtsahnend die Schaukel durch das Ziehen an den Seilen in Bewegung hält.
  5. Jean Siméon Chardin,

    • Das Tischgebet, 1739, Paris
    • - Genrehafte Szene in bürgerlichem Interieur
    • - Die diagonale Staffelung der Figuren, der die Lichtbahn folgt
    • - die Größenrelation der Figuren zur Umgebung legen eine Raumhülle um sie
    • - Der Bildraum erscheint als Lebensraum
    • - Subtile, tonige Farbnuancen verstärken die intime Stimmung.
    • - Chardin ist nicht zu den typischen Vertretern der Rokoko-Malerei zu zählen. (keine höfische Gesellschaft, sondern bürgerliche Bescheidenheit)
    • - Seine Genrebilder knüpfen an die holländische Renaissancemalerei an. Auch mit seinen Stillleben erreichte Chardin höchste Anerkennung. Das warme bräunliche Kolorit, das er mit mehreren Schichten lasierender Farbe sorgfältig vorbereitete, und das weiche Licht machen seine Gemälde unverwechselbar. Im "Tischgebet" zeigt sich Chardins Verbundenheit mit den holländischen Alten Meistern – und die Diskrepanz zu seinen Zeitgenossen Boucher und Fragonard: Chardin schildert hier das tugendhafte, pflichterfüllte Alltagsleben ohne Glanz und Pomp, aber voll beschaulicher Zufriedenheit.
    • Oberes Belvedere
    • 1721-1723, Wien

    • Johann Lukas von Hildebrandt
    • - Wohnparlais, mächtiger 3-geschoss. Bau, 2-geschoss. Seitenflügel (abgestufte Kupferdächer, sogenannte Soldatenzelte) und beidseitig 8-eckige Eckpavillions. Symmtr. Ehrenhof. Fresken
    • - 1742 Maria Theresa erwirbt die Schlösser
    • - 1776-1891 Kaiserliche Gemäldegalerie
    • Adolph Menzel:
    • “Das Balkonzimmer”,
    • 1845, Öl auf Pappe,
    • 58 x 47 cm, Berlin:

    • Neue Nationalgalerie
    • -Realismus
    • - Vergleich zu Menschenmassen der sonstigen historischen Gemälden
    • - Vorimpressionismus
    • Caspar David Friedrich:
    • “Kreidefelsen auf Rügen”
    • 1818, Öl auf Leinwand, 90,5 x 71 cm,

    • Winterthur: Stiftung Oskar Reinhart
    • - Das Bild zeigt den Blick von den Kreidefelsen der Stubbenkammer, einem der damals schon bekanntesten Aussichtspunkte der Insel Rügen
    • - Friedrich setzte seine Landschaftsbilder oft aus sorgfältig skizzierten Elementen verschiedener Landschaften zusammen, sodass eine konkrete Zuordnung meist nicht möglich ist.
    • - Im Vordergrund rahmen zwei von Friedrich hinzugefügte Bäume die Szenerie, deren Blätter das obere Drittel des Gemäldes einnehmen.
    • - Vor diesem Hintergrund bestaunen zwei Männer und eine Frau, als Touristen in städtischer Kleidung, die Aussicht.Die mittlere, hagere Figur wird als Selbstporträt Caspar David Friedrichs gedeutet.Den Zylinder als Zeichen der Demut neben sich liegend sucht er Halt im Gras als Symbol für die Vergänglichkeit des Lebens und richtet den Blick auf den sich vor ihm öffnenden Abgrund − den Abgrund des Todes.
    • - Der zweite Mann mit verschränkten Armen rechts im Bild an den Strunk eines abgestorbenen Baumes gelehnt, blickt über den Abgrund hinweg in die Ferne und auf das Meer.
    • - Die beiden Segelboote auf dem Meer stehen als Symbol für die Seele, die zu ewigem Leben aufbricht.
    • - Die Frauengestalt im roten Kleid links im Bild, meist als Friedrichs Gattin Caroline identifiziert, hält sich an einem beinahe verdorrten Strauch, nur die Zweige um ihr Gesicht herum sind belaubt. Mit ihrer rechten Hand deutet sie entweder auf den Abgrund oder auf die Blumen an seinem Rand. Im Gegensatz zu den beiden Männern, deren Blick auf den Abgrund oder in die Ferne gerichtet ist, kommuniziert sie mit den beiden anderen Figuren.
    • Antonio Canova
    • Amor und Psyche (Der Kuss), 1793,

    • Marmor, Höhe 155 cm, Breite 168 cm, Paris, Louvre
    • - Canova wurde zu seiner Zeit als meistgefeierter klassizistischer Bildhauer bezeichnet
    • - lebte meiste Zeit in Rom
    • - Auftrag für englischen Oberst Henry Campell
    • - Geschichte nach antikem Schriftsteller Apuleius: Kuss wird nicht erwähnt; Psyche ist vom tödlichen Schlaf der Styxs befallen; Armor wischt den Schlaf von ihr ab und schließt ihn wieder in die Büchse der Proserpina; dann weckt er sie mit einem harmlosen Stich mit seinem Pfeil (Büchse und Pfeil bildet Canova hinter den Figuren auf dem Boden liegend ab)
    • Auguste Rodin
    • Die Bürger von Calais
    • 1884-1886, Bronze, H 219,5 cm, B 235,5 cm, T 178,5 cm

    • Basel, Öffentliche Kunstsammlung
    • - Geschichtlicher Hintergrund: 100-jähriger Krieg zwischen Frankreich und England, Eduard III begann 1346 die Belagerung von Calais, was sich aufgrund der tapferen Bevölkerung bis in den Sommer des Vollgejahres hineinzog. Als sie sich doch ergaben, harte Forderungen: Stadt würde verschon bleiben, wenn sich 6 angesehene Bürger der Stadt nur mit einem Hemd bekleidet, barfuß, einem Strick um den Hals und den Schlüsseln der Stadt und Festung ergeben würden; die reichen Patrizier meldeten sich um ihrer Hinrichtung entgegen zu gehen. Doch die Fürbitte der hochschwangeren Gemahlin Edouard rettete ihnen das Leben.
    • 1884: Magistrat von Calais gibt Werk in Auftrag (Geplant war nur eine Figur, die des Saint-Pierre) an Rodin (bedeutensten Bildhauer des 19. Jh., Bahnbrecher der modernen Skulptur)
    • - dieser verabschiedete sich von der Rhetorik und dem Pathos des konventionellen Denkmalkults (Gruppe)
    • - überlebensgroße Gruppe
    • - Physischer Aufbruch kombiniert mit psychischen Kämpfen
    • - expressive Gestaltung
    • - Stellte Denkmahl ohne Sockel auf (Augenhöhe)
  6. Kristallpalast der Weltausstellung London

    • 1851, Joseph Paxton (gelernter Gärtner, kommt aus Landschaftarchitektur/ Gewächshäuser etc.)
    • - weltweit größte Halle aus genormten Gusseisenstützen, -trägern und Glaspaneelen (L 563m, B 124m, H 22m)
    • - epochale Leistung für Präfabrikation
    • - Querschiff (H 33m) erlaubt das Einstellen hoher Bäume
    • - wird nach Ende der Weltausstellung demontiert und um das einandhalbfache vergrößert wieder in Sydenham bei London aufgebaut, als Mehrzweckhalle
    • - 1936 bei Brand zerstört

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