Clostridien Noroviren

Card Set Information

Author:
Youki
ID:
157210
Filename:
Clostridien Noroviren
Updated:
2013-08-09 07:08:58
Tags:
Gastroenterologie Infektiologie
Folders:

Description:
Clostridium difficile state of the art (update Intensivmedizin 2/12) Innere Medizin update 2/13
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  1. Clostridien:
    Eigenschaften
    • - grampositives, anaerobes Stäbchen mit Bildung umweltresistenter Sporen
    • Bildung von Enterotoxin A und Cytotoxin B
  2. Clostridien:
    Klinik
    • - häufigster Erreger nosokomialer Diarrhoen
    • - Symptomatik von milder wässriger Diarrhoe bis schwere Kolitis mit toxischem Megakolon
    • - zunehmende Schwere der Infektionen
  3. Clostridien:
    Diagnostik
    • - Toxinnachweis (z.B. ELISA): Sensitivität 50-98%
    • - GLDH-Antigentest: Vorprüfung der Stuhlprobe, bei der die clostridienspezifische Glutamatdehydrogenase nachgewiesen wird ( keine Unterscheidung zwischen toxisch-nichttoxischen Stämmen)
    • - kultureller Nachweis: Sensitivität 18-40%, Antibiotikaresistenz prüfbar
    • -PCR-Test: Nachweis von Genen für Toxin A und B
  4. Clostridien:
    Therapie
    • - asymptomatische bis leichte Fälle: keine Therapie, ggf Antibiotikatherapie absetzen
    • - leichte-mittelschwere Fälle: Metronidazol oral 3x400mg/d für 10d
    • - schwere Fälle und ineffektive Clont-Therapie: Vancomycin oral 4x125mg/d für 10-14d
    • - sehr schwere Fälle: lokal per Darmrohr verabreichtes Vancomycin und parenterales Metronidazol
    • - extrem schwere Fälle: Kolektomie
  5. Clostridien:
    Rezidive
    • - bis zu 40% der Patienten
    • - vorbestehende Fluorchinolontherapie als Risikofaktor
    • - bei Erstrezidiv evtl erneute Primärtherapie
    • - bei Mehrfachrezidiven zunächst 4x500 Vancomycin oral mit Dosisreduktion über 6-8 Wochen im 2Wochen-Rhythmus
    • - weitere Therapieoptionen: Immunglobuline, monoklonale Antikörper
  6. Clostridien:
    Therapiedauer
    nach den aktuellen Empfehlungen der ECDC und des RKI kann man die besonderen Hygienemaßnahmen 48 h nach Sistieren der Symptome aufheben
  7. Noro:
    Allgemein
    • früher als Norwalk-(like)-Viren bezeichnet
    • Familie der Calciviridae
    • mehrere Genogruppen und -typen, immer neue Virusvarianten
    • hohe Umweltresistenz
  8. Noro:
    Epi, Patho
    • Epi:
    • häufigste Ursache von Gastroenteriden, häufigste meldepflichtige Infektion
    • Ausbrüche am häufigsten durch aerogene Übertragung (Erbrochenes...)

    • Patho:
    • unterschiedliche Suszeptibilität (Aufnahmefähigkeit) durch genetisch bedingtes Fehlen des Rezeptors
  9. Noro:
    Diagnostik
    • Kaplan-Kriterien:
    • explosives Erbrechen (>50%)
    • wässrige akute Diarrhoe
    • Dauer 12-60h
    • Ink 6-48h
    • Personal mitbetroffen

    • Laborchemisch:
    • Stuhlproben:
    • - PCR mit Virus-RNA-Nachweis oder Enzymimmunoessays (EIA)
    • - bie wenigen Patienten eines Ausbruchs
  10. Noro:
    Klinik
    schwallartiges Erbrechen mit wässriger Diarrhoe, abdominelle Krämpfe und teilweise Fieber bei insgesamt schwerem Krankheitsgefühl
  11. Noro:
    Therapie
    symptomatisch mit Flüssigkeitssubstitution und E´lyteausgleich
  12. Noro:
    Prävention
    • Einzel-/Kohortenisolation bei Verdacht
    • Entisolation frühstens 2 Tage nach Symptomfreiheit
    • Hygienemaßnahmen mit Kittel, Mundschutz, Desinfektion

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