ToSt-Praktikumsaufgaben_2.txt

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Author:
Anonymous
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162950
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ToSt-Praktikumsaufgaben_2.txt
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2012-07-18 09:19:43
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Tost Tonstudiotechnik FH Düsseldorf
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Erweiterte Tonstudiotechnik-Fragensammlung zum Praktikumsteil
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  1. Datenreduktion: Welcher Effekt liegt den Datenreduktionsverfahren der „Perceptual Audio Coding“ – Klasse zugrunde?
    Verdeckung (Masking)
  2. Datenreduktion: Aus welchen Verarbeitungstufen besteht ein Encoder für die Datenreduktion von Audiosignalen?
  3. Datenreduktion: Warum sind bei den MPEG-Standards keine Details der Encoder-Software spezifiziert?
    Damit Freiraum für spätere Verbesserungen beim Schätzen der Mithörschwelle (psychoacoustic model) und der Zuweisung von Bits zu Frequenzbändern (bit allocation unit) bleibt.
  4. Datenreduktion: Erläutern Sie die Begriffe „Vor- und Nachverdeckung“ und grenzen Sie sie zur „Simultanverdeckung“ ab.
    Vorverdeckung findet in einem Bereich vor Einsetzen des Maskierers statt. Laute Schalle werden schneller als leise verarbeitet. Bei der Simultanverdeckung liegen Maskierer und Testschall gleichzeitig vor. Nach Abschalten des Maskierers wird die Nachverdeckung wirksam, welche als kurzzeitige „Vertaubung“ interpretiert werden kann.
  5. Audiocodierung: Erläutern Sie die Begriffe „Irrelevanz- und Redundanzreduktion“.
    • Bei der IR wird versucht, Signalanteile, die nicht gehört werden, aus dem Signal zu eliminieren und damit die Datenmenge zu reduzieren.
    • Bei der RR werden nicht notwendige Informationen, z.B. eine große Zahl Nullen bei sehr leisen Signalen, bitsparend umkodiert. Eine bitgenaue Rekonstruktion des ursprünglichen Signals muss möglich sein.
  6. Audiocodierung: Nennen Sie je ein Beispiel für Audio- Datenreduktionsverfahren, welche Irrelevanz- bzw Redundanzreduktion nutzen.Welche Kompressionsfaktoren erreicht man typischerweise mit beiden Methoden?
    • Irrelevanzreduktion: MPEG-1/2 Layer I-III, Dolby Digital,...
    • →Faktor 1:10
    • Redundanzreduktion: Lossless-Verfahren, z.B. MLP (Meridien Lossless Packing) bei DVD-A
    • → Faktor 1:2
  7. Audiocodierung: Benennen Sie algorithmische Unterschiede zwischen dem „mp3“-Verfahren und dem MPEG AAC.
    Um wie viel ist AAC bezüglich der Datenrate bei gleicher Audioqualität effizienter?
    • AAC:
    • Höher auflösende Filterbänke.
    • Temporal Noise Shaping.
    • Besseres Stereo Tool.
    • Verbesserte Schätzung der Mithörschwelle.

    Bei AAC ist etwa 30% weniger Datenmenge erforderlich.
  8. Audiocodierung: Was sind "pre echoes" und wie kommen sie zustande?
    pre echoes bedeuten, dass Signalanteile zeitlich falsch, nämlich zu früh (innerhalb eines frames) liegen. Sie gehen auf Phasen-Ungenauigkeiten in der Filterbank zurück, welche die Aufteilung des Signals in Frequenzbänder vornimmt.
  9. Audiocodierung: Aus welchen technischen Gründen sind die sogenannten "Speech Coder" nicht besonders gut für Musiksignale geeignet?
    • Speech Coder verwenden ein Modell der Signalerzeugung, das an die menschliche Spracherzeugung asngepasst ist, bestehend im Grundsatz aus einem Anregungssignal (excitation, stimmhaft oder stimmlos) und einem nachgeschalteten Filter (engl. vocal tract filter). Für einzelne Instrumente kann dieses Modell gut passen, aber bei mehrstimmigen oder komplexen Signalen beschreibt das Modell das Signal nur sehr schlecht.
    • Außerdem: Speech Coder arbeiten in aller Regel mit 8 kHz Abtastrate und erlauben damit nur eine Audiobandbreite von knapp 4 kHz.
  10. Nachhalleffekt: Warum wird künstlicher Nachhall in der Abmischung von Popmusik standardmäßig eingesetzt?
    • Der Mikorofonklang ist sonst unnatürlich "nackt" und "steril"
    • Auch: Erzeugung einer Tiefenstaffelung.
  11. Nachhalleffekt: Erläutern sie die Rolle der „Early Reflections“ bei der Verhallung einzelner Spuren.
    Die frühen Reflexionen bestimmen in hohem Maße das Gefühl für Größe und Beschaffenheit des nachgebildeten Raums.
  12. Nachhalleffekt: Welche Änderung im Klangeindruck erzeugt ein zeitliches Verschieben der Early Reflections?
    Variation des Pre Delay kann wahrgenommene Raumgröße und Entfernungseindruck verändern.
  13. Nachhalleffekt: Welchen Klangeindruck erzeugt eine Pegeländerung dieser Reflexionsanteile?
    Wenig Early Reflections => wenig Raumeindruck, erhöhte Transparenz des Signals
  14. Nachhalleffekt: Benennen Sie die Vorteile, wenn man in einem Programm wie Cubase ein Hall-Plugin für viele Spuren als Send-Effekt benutzt (die Alternative wäre, es als Insert-Effekt in jedem zu verhallenden Kanal einzuschleifen).
    Rechenleistung für Plugin wird nur einmal verbraucht, da nur eine Instanz läuft. Bei Einzelverhallung wären viele Instanzen des Plugins nötig.
  15. Nachhalleffekt: Welcher negative Effekt fällt auf, wenn die Nachhallzeit viel zu lang eingestellt wird?
    Der Klang wird verschwommen und undefiniert.
  16. Nachhalleffekt: Welcher Parameter ist bei einem künstlich erzeugten Raumklang für eine trocken aufgenommene Violine zuständig für die empfundene Raumgröße? Welche Einheit hat dieser Parameter?
    • -Erste Reflexion(-en)
    • -Millisekunden
  17. Nachhalleffekt: Geben Sie eine Definition für den Hallradius. Geben Sie auch die Pegelverhältnisse von Direktschall, Diffusschall sowie Gesamtpegel am Hallradius an.
    Am Hallradius sind der Pegel des Direktschalls und des Diffusschalls gleich groß. Der Summenpegel liegt 3dB darüber.
  18. Nachhalleffekt: Wie groß ist der Hallradius in Wohnräumen etwa?
    ca. 1 m
  19. Nachhalleffekt: Geben Sie - auch quantitativ - an, in welcher Weise sich der Hallanteil bei der Verwendung von Richtmikrofonen (gegenüber Kugelmikrofonen) ändert.
    Wie unterscheidet sich der Hallanteil beider Mikrofonarten, wenn das Mikrofon weit weg von der Schallquelle in einem sehr halligen Raum positioniert wird?
    • Niere oder Acht vermindern den Hallanteil um 4,8 dB gegenüber einem Kugelmikrofon.
    • In diesem Fall liefern beide Mikrofonarten fast nur Hallanteile.
  20. Nachhalleffekt: Welche Bedeutung hat der Hallradius und wovon hist er abhängig?
    • In der Entfernung des Hallradius um die Quelle sind Diffus- und Direktfeld gleich groß. In den seltensten Fällen ist der Hallradius kreisförmig.
    • Außerdem hat der Bündelungsgrad der Schallquelle Einfluss auf seine Größe. Er ist abhängig vom Raumvolumen und der Nachhallzeit. Je größer das Raumvolumen, desto größer ist der Hallradius. Je größer die Nachhallzeit, desto kleiner ist der Hallradius.
  21. Nachhalleffekt: Beschreiben Sie den Begriff Nachhall und definieren Sie den Begriff Nachhallzeit.
    • Nachhall ist die Abnahme des Schallfelds in einem Raum nach Abschalten der Schallquelle.
    • Die Nachhallzeit ist derjenige Zeitbschnitt, gemessen in Sekunden, innerhalb dessen nach Abschalten der Schallquelle der Schalldruck auf 1/1000 bzw. der Schalldruckpegel um 60 dB abgesunken ist.
  22. Nachhalleffekt: Welche typischen Parameter sind bei handelsüblichen digitalen Hallgeräten einzustellen, um einen Raum zu simulieren und welcher Parameter ist für die Raumgröße verantwortlich?
    • Hallzeit (s)
    • 1. Reflexion (ms), 2. Reflexion bis evtl. 6. Reflexion bzw. Cluster Amplitude (dB) und Panorama L/R sind einzustellen.

    Erste Reflexion ist für die Raumgröße verantwortlich, da sie auch die höchste Amplitude besitzt.
  23. Mischpult, Expander:
    a) Beschreiben Sie, wofür die Aux-Wege in einem Mischpult genutzt werden können.
    b) Warum brauchen Monitor-Mischpulte besonders viele Aux-Wege?
    c) Erläutern Sie in diesem Zusammenhang den Pre-/Post-Schalter eines Aux-Weges.
    d) Erläutern Sie die Anwendung von Einschleifwegen in einem Mischpult. Welche Geräte werden typischerweise dort angeschlossen?
    • zu a): Ausspielwege für Outboardequipment und für Monitoring.
    • zu b): Monitor mit individueller Mischung für jeden Musiker, entsprechend viele Ausspielwege (min. 16 bei Monitorpulten.)
    • zu c): Beim Pre-Fader werden Monitorsignale abgegriffen, beim Post-Fader Effektgeräte angesteuert.
    • zu d): Einschleifwege (in Einzelkanälen, aber auch in der Summe) werden häufig mit Dynamikkompressoren bestückt, eignen sich aber auch für das Einschleifen von Noise Gates.
  24. Mischpult, Expander: Was ist der Vorteil eines Dynamik-Expanders im Vergleich zum Noise Gate?
    Mit dem Expander kann ein weicherer Einsatz realisiert werden.
  25. Mischpult, Expander:
    a) Welche Arbeitsschritte werden beim Einsatz eines Noise Gate für die Bearbeitung einer Snare Drum durchgeführt?
    b) Beschreiben Sie die richtigen Einstellungen der Noise Gate-Parameter.
    • zu a):
    • Die Parameter: Threshold, Attack Time und Release Time müssen passend eingestellt werden.
    • zu b):
    • Der Schwellwert muss recht genau so eingestellt werden, dass das Gate bei einem Snareschlag sicher öffnet, aber bei übersprechenden Schlägen auf andere Trommeln geschlossen bleibt.
    • Die Attack-Zeit muss kurz sein, um das Anschlagsgeräusch nicht zu beeinträchtigen.
    • Die Release-Zeit richtet sich nach dem Tempo des Stücks und dem Snare-Typ. Der Ausschwingvorgang sollte nur gering beeinflusst werden (außer man benutzt dies als besonderen Effekt.), ca 300ms.
  26. Mischpult, Expander:
    a) Benennen Sie drei Möglichkeiten zur Pegelregelung eines Mikrofonsignals beim Mischpult MW-12.
    b) Wie gehen Sie vor, um ein optimales Signal zu erzielen? Begründen Sie diese Vorgehensweise.
    • zu a):
    • -Eingangsverstärkung
    • -Kanalfader
    • -Summenfader

    • zu b):
    • Zunächst die Eingangsverstärkung einstellen mit Hilfe der PFL-Funktion und des LED- Meters. Danach Kanalfader aufziehen und bei mittlerer Masterfaderposition die gewünschte Lautstärke einstellen. Ziel ist eine Optimierung der Dynamik ohne übermäßiges Rauschen und ohne Übersteuerungen.
  27. Mischpult, Expander: Wieviel dB Headroom besitzt das Mischpult ausgangsseitig gegenüber dem Rundfunknormpegel, wenn sein maximaler Ausgangspegel +18dBu beträgt? Wie hoch ist die maximale Ausgangsspannung dann in Volt (Effektivwert)?
    12 dB Headroom gegenüber dem Broadcastpegel, der +6 dBu beträgt. U = 0,775V*10^(L/20) => u = 6,16V
  28. Mischpult, Expander: Erklären Sie in kurzen Worten den Begriff "Routing" bei digitalen Mischpulten.
    Routing bedeutet das Anwählen eines analogen oder digitalen Eingangs auf einen Channel-Strip (Kanalzug) des Mischpultes, bzw. das Anwählen der Summe bzw. des Aux-Weges bzw. des Monitorweges auf einen analogen oder digitalen Ausgang des Mischpultes.
  29. Filterung: Welche Parameter gibt es bei einem vollparametrischen Equalizer? Benennen Sie die Parameter mit ihren Einheiten und zeichnen Sie typische Filterkurven, in die Sie mögliche Parametervariationen einzeichnen.
    • Parametrischer Filter:
    • -Einstellen der Mittenfrequenz [Hz]

    • -Einstellen der Güte [dimensionslos]

    • -Gain (Anhebung/Absenkung) der Amplitude [dB]
  30. Filterung: Erläutern Sie die Bedienelemente eines graphischen Equalizers. Welches sind Einschränkungen dieses Gerätetyps?
    Beim Graphik-EQ gibt es eine Reihe von Reglern auf der Frontplatte, die fest ihren Einsatzfrequenzen zugeordnet sind. Güte und Mittenfrequenz sind nicht einstellbar. Damit lassen sich schmalbandige Störungen i.d.R. nicht genau treffen.
  31. Filterung: Was sind typische Grenzfrequenz und Filterordnung eines Low-Cut-Filters in einem Mikrofonverstärker?
    ca. 40-100Hz. Oft werden Hochpassfilter zweiter Ordnung eingesetzt.
  32. Filterung: Formanten prägen die Klangfarbe. Welche Formantbereiche besitzen folgende deutsche Vokale:
    a) E
    b) I
    • a): 2300 Hz
    • b): 3200 Hz
  33. Filterung: Welchen Frequenzbereich umfassen die menschlichen Grund-Formanten in etwa?
    ca. 300Hz (u) bis knapp 3kHz (i)
  34. Filterung: Welche Art von Filtern findet sich an einem typischen HiFi-Verstärker?
    Shelving Filter für Höhen und Tiefen.
  35. Filterung: Welche Art von Filtern besitzt ein typisches großes, analoges Mischpult?
    Parametrische und/oder semiparametrische EQ-Sektionen plus Shelving-Filter.
  36. Filterung: Welche Filter dienen bei Mischpulten zur Unterdrückung von Störgeräuschen?
    Low Cut-Filter (Notch-Filter)
  37. Filterung: Erklären Sie das Prinzip der Frequenztrennung bei einer Musikmischung.
    Frequenztrennung bedeutet, dass möglichst nicht unterschiedliche Instrumente den gleichen Frequenzbereich stark belegen sollten (Bass und BassDrum)
  38. Filterung: Was ist das Ziel einer möglichen Filterung eines Gesangsignals?
    Die Stimme soll immer klar herauszuhören sein, durchsetzungsfähig klingen und die Textverständlichkeit sollte gut sein.
  39. Filterung: Wie wird eine Gesangsstimme typischerweise gefiltert, um die gewünschten Eigenschaften zu erhalten?
    Anhebung im Präsenzbereich (grob 3kHz). Wenn die Vocals solo abgehört dadurch etwas dünn klingen, ist es in der Mischung meist gerade richtig.
  40. Filterung: Wie filtern Sie mit Hilfe eines vollparametrischen EQ-Plugins ein Gesangssignal, um einen durchsetzungsfähigen Klang zu erreichen und die Präsenz zu verbessern?
    Benennen Sie die die einzelnen Einstellungen mit ihren Einheiten.
    Warum wählen Sie gerade den von Ihnen angegebenen Frequenzbereich?
    • Mittenfrequenz: 3-4kHz
    • Anhebung: ca.6dB
    • Güte: Oktavenbandbreite.
    • Der Bereich ist für die Wahrnehmung der Präsenz relevant. Hebt man hier an, tritt das Signal in den Vordergrund, senkt man ab, in den Hintergrund (Absenz).
  41. Filterung: (zu vorheriger Aufgabe) Zeichnen Sie zu dem Filter eine maßstabsgerechte Filterkurve in ein x/y- Diagramm unter Angabe von Mittenfrequenzen sowie unterer und oberer Grenzfrequenz (Oktavenbandbreite). Ist eine lineare oder eine logarithmische Frequenzachse günstiger für die Darstellung?
    Geben Sie im Diagramm an, welche Skalierung Sie verwenden.
    • Eine logarithmische ist anschaulicher, weil die Filterkurven hier symmetrisch zur Mittenfrequenz liegen. Weiterhin orientiert sich diese Darstellung (wie auch die Auslegung der Filter!) am Frequenzempfinden des Gehörs.
  42. Filterung: Welche Arten von Filtertypen kennen Sie für den Einsatz im Tonstudio?
    Nennen Sie mindestens 3 typische Filter.
    • Hochpass
    • Tiefpass
    • Bandpass
    • Bandsperre
    • Höhenentzerrer
    • Tiefenentzerrer
    • Präsenz- und Absenzfilter
    • Parametrische Filter
  43. Mikrofon: Erläutern Sie, inwiefern ein variierender Aufnahmeabstand bei der Abnahme einer Akustikgitarre (1-3 Meter) einen Unterschied ausmacht.
    Erläutern Sie auch, inwiefern ein seitliches Verschieben des Mikrofons bei der Nahabnahme einer E-Bass-Lautsprecherbox klanglich einen Unterschied ausmacht.
    • Hallbalance, Ambience-Anteil.
    • Starke Veränderung des Höhenanteils
  44. Mikrofon: Beschreiben Sie die Ursache und die Auswirkungen des Nahbesprechungseffektes bei einer Sprecheraufnahme.
    Die Schallschnelle zeigt in der Nähe einer Kugelschallquelle einen überproportionalen Anstieg bei tiefen Frequenzen. Bei Druckgradientenempfängern (=Schnelleempfängern) tritt daher bei Beschallung aus der Nähe ebenfalls eine Tiefenanhebung auf.
  45. Mikrofon: Beschreiben Sie, wie der Nahbesprechungseffekt zur Verminderung von tieffrequenten Störgeräuschen eingesetzt werden kann.
    Wenn der Frequenzgang für sehr nahe Schallquellen gerade ist, gilt für entfernte Schallquellen eine Tiefenabsenkung („Piloten-Headset“).
  46. Mikrofon: Benennen Sie einen Vorteil und einen Nachteil von Richtrohrmikrofonen. Nennen Sie ein Haupteinsatzgebiet dieser Mikrofone.
    • Vorteil: Unterdrückung von Schallanteilen die nicht aus der Hauptachse kommen (Hintergrundlärm, Hall, Publikumsgeräusche, etc.)
    • Nachteile: Starke Verfärbung seitlicher Schallanteile.
    • Haupteinsatzgebiete: Reportage, O-Ton beim Film
  47. Mikrofon: Nennen Sie zwei Vorteile von Großmembranmikrofonen gegenüber Kleinmembranmikrofonen.
    • Vorteile Klein...: präzise und natürliche Klangübertragung; weniger Beeinflussung des Schallfeldes durch das Gehäuse der Kapsel
    • Vorteile Groß...: höhere Ausgangsspannung; niedrigeres Eigenrauschen
  48. Mikrofon: Was sind Poppstörungen?
    Geben Sie zwei Methoden an, wie man Poppstörungen bei Mikrofonaufnahmen vermeiden kann.
    • Tieffrequente Signale durch Strömungsgeräusche bei Plosivlauten.
    • 1. Poppschutz (Schaumstoff, Gewebegeflecht)
    • 2. Mikrofon nicht frontal, sondern leicht seitlich besprechen
  49. Mikrofon: Beschreiben Sie was dargestellt ist und diskutieren Sie insbesondere die Frequenzabhängigkeit.
    Es handelt sich um ein Polardiagramm, dargestellt für ein Nierenmikrofon in Großmembrantechnik (nur hier ist das Richtverhalten so stark frequenzabhängig).

    Zu tiefen Frequenzen hin verformt sich die Richtcharakteristik in Richtung Kugel, bei höhreren Frequenzen in Richtung Superniere/Hyperniere.
  50. Mikrofon: Nennen Sie zwei Vorteile von Kondensatormikrofonen gegenüber dynamischen Mikrofonen. Geben Sie auch einen Vorteil dynamischer Mikrofone an.
    • Kondensatormikrofon:
    • - Frequenzgang ist linearer und im Allgemeinen breitbandiger
    • - Sie liefern eine höhere Ausgangsspannung
    • - Es gibt Typen mit umschaltbarer Richtcharakteristik.
    • Dynamische Mikrofone sind meist billiger und robuster.
  51. Mikrofon: Welche Arten von sehr tieffrequenten Störungen können bei einer Sprecheraufnahme im Tonstudioauftreten? Welche davon lassen sich mit einem LowCut-Filter eliminieren?
    • Infraschall: kann man herausfiltern
    • Popp-Geräusche: kann man nicht vollständig herausfiltern
  52. Mikrofon: Geben Sie eine typische Grenzfrequenz für ein LowCut-Filter in einem Mikrofon oder Mischpult an.
    ca. 40-100 Hz
  53. Mikrofon: Beschreiben Sie die Klangunterschiede, die Sie im Praktikum zwischen einem Dynamischen Mikrofon und einem Kondensatormikrofon wahrgenommen haben.
    Welche Art von Mikrofonen weist einen Nahbesprechungseffekt auf?
    • Das dynamische Mikrofon hat weniger Höhenanteil und klingt weniger "offen". Es hat mehr Mittenanteil, damit die Stimme durchsetzungsfähig ist, und damit die Tendenz "blechern" zu klingen. Das Kondensatormikrofon ist insgesamt breitbandiger.
    • Druckgradientenempfänger (Schnelleempfänger)
  54. Mikrofon: Erläutern Sie den Begriff diffuses Schallfeld und erörtern Sie dessen Relevanz für die Mikrofon- Aufnahmepraxis.
    • Im Diffusschallfeld sind alle Schalleinfallsrichtungen gleich stark vertreten. Es stellt sich ausserhalb des Hallradius' in einem Raum ein.
    • Der Hallpegel (und damit auch der gesamte Schallpegel einer Quelle) ist im Diffusschallfeld konstant, so dass eine Abstandsänderung des Mikrofons keine Pegeländerung nach sich zieht.
  55. Mikrofon: Das Diagramm gehört zu den Williamskurven.
    Welche Bedeutung haben haben die Angaben 10°, 20°, 30°?
    Sie sollen nun eine Chor-Aufnahme in Stereo anhand dieses Diagramms planen. Welche Mikrofon- Richtcharakteristik passt zu diesem Diagramm?
    Wie groß ist der Aufnahmebereich (-winkel) in Grad, wenn die Mikrofone mit einem Abstand von 50cm aufgestellt werden?
    Wie groß wird der Abstand der Mikrofone vom Klangkörper, wenn dieser eine Breite von acht Metern hat?
    • Die Winkel beziehen sich auf die Abhörsituation (Abweichung von der Phantommitte).
    • Kugelmikrofone
    • ca.100°
    • d = 4m / tan(50°) = 3,35m
  56. Mikrofon: Welche Art von Mikrofonen weist keinen Nahbesprechungseffekt auf?
    Druckempfänger.
  57. Mikrofon: Welche klanglichen Auswirkungen für die Aufnahme hat generell der Abstand vom Klangkörper zum Mikrofon?
    Er beeinflusst sehr die "Hallbalance" (den Hallanteil).
  58. Mikrofon: Welches Mikrofon-Aufnahmeverfahren ist im nachstehenden Bild abgebildet?

    Welche Stereofonieart ist mit der oben abgebildeten Mikrofonaufstellung gemeint?
    Welche Richtcharakteristik sollten die beiden Mikrofonkapseln typischerweise besitzen?
    • X/Y-Verfahren.
    • Intensitätsstereofonie.
    • typischerweise Nierencharakteristik.
  59. Mikrofon: Welche der folgenden Aussagen zum Thema "Stereofonie-Aufnahmeverfahren" sind falsch?

    1. A/B-Stereofonie ist Intensitätsstereofonie
    2. M/S-Stereofonie ist Intensitätsstereofonie
    3. X/Y-Stereofonie ist Äquivalenzstereofonie
    • 1. falsch
    • 2. richtig
    • 3. falsch
  60. Mikrofon: Welches Mikrofonaufnahmeverfahren ist in der Zeichnung abgebildet?

    Welches Stereofonieverfahren ist gemeint?
    • ORTF-Verfahren.
    • Äquivalenzstereofonie.
  61. Mikrofon: Welche der folgenden Aussagen zum Thema "Sterofonie-Aufnahmeverfahren" sind richtig?

    1. A/B-Stereofonie ist Laufzeitstereofonie
    2. X/Y-Stereofonie ist Äquivalenzstereofonie
    3. M/S-Stereofonie ist Intensitätsstereofonie
    4. ORTF-Stereofonie ist Laufzeitstereofonie
    • 1. richtig
    • 2. falsch
    • 3. richtig
    • 4. falsch
  62. Mikrofon: Welche Mikrofonanordnung ist auf den folgenden Abbildungen die falsche Aufstellung für ein stereofones Mikrofon-Aufnahmeverfahren?

    Welches Mikrofonverfahren ist für die richtige Anordnung eines stereofonen Mikrofon-Aufnahmeverfahrens oben abgebildet?
    • Anordnung B ist falsch.
    • X/Y-Verfahren.
  63. Mikrofon: Wodurch zeichnet sich Intensitätsstereofonie aus?
    • Bei der Intensitätsstereofonie werden Pegelunterschiede zwischen zwei Mikrofonsignalen dadurch erzeugt, dass Richtmikrofone verwendet werden, die in unterschiedliche Richtungen zeigen.
    • Bei der reinen Intensitätsstereofonie sind die Mikrofone koinzident, d.h. (soweit möglich) am gleichen Ort angebracht, so dass keine Zeitunterschiede zwischen den beiden Mikrofonen auftreten.
  64. Mikrofon: Was versteht man unter dem Begriff der Stereofonie?
    Als Stereofonie wird die Aufnahme, Übertragung und Wiedergabe von Schallereignissen bezeichnet, die einen räumlichen Höreindruck hervorrufen. Dies bedeutet, dass es möglich ist, innerhalb einer stereofonen Abhöranordnung eine Schallquelle zu lokalisieren und einzelne Schallquellen eines Klangkörpers getrennt zu orten (links, rechts, vorne, hinten) und zu verfolgen.
  65. Mikrofon: Welche der folgenden Aussagen zum Thema "Sterofonie-Aufnahmeverfahren" sind richtig?

    1. A/B-Stereofonie ist Intensitätsstereofonie
    2. X/Y-Stereofonie ist Äquivalenzstereofonie
    3. M/S-Stereofonie ist Intensitätsstereofonie
    4. ORTF-Stereofonie ist reine Laufzeitstereofonie
    • 1. falsch
    • 2. falsch
    • 3. richtig
    • 4. falsch
  66. Mikrofon: Welche Mikrofonieverfahren sind folgenden Stereofonieverfahren zugeordnet?

    1. Intensitätsstereofonie
    2. Laufzeitstereofonie
    3. Äquivalenzstereofonie
    • 1. M/S-Verfahren, X/Y-Verfahren
    • 2. A/B-Verfahren
    • 3. ORTF-Verfahren, Kunstkopfverfahren
  67. Mikrofon: Welche Stereofonieverfahren kennen Sie?
    • A/B
    • X/Y
    • M/S
    • ORTF
    • Kunstkopf
  68. Mikrofon: Welche dieser Stereofonieverfahren sind für die reine Intenstitätsstereofonie anzuwenden?
    • X/Y
    • M/S
  69. Schlagzeugbearbeitung: Welche Signale bzw. Spuren umfasst eine komplett mikrofonierte Aufnahme eines Schlagzeugs?
    • Bass Drum innen
    • Bass Drum außen
    • Snare Top
    • Snare bottom
    • Hi-Hat
    • Floor Tom
    • Tom Low
    • Tom Mid
    • Tom High
    • Ride-Becken
    • Crash-Becken
    • Overhead links
    • Overhead rechts
    • Raumsignal links
    • Raumsignal rechts
  70. Schlagzeugbearbeitung: Geben Sie an, warum man bei der Schlagzeugbearbeitung ausgiebig Gebrauch von Noise Gates macht.
    Durch die nahe beieinander angeordneten Trommeln gibt es ein erhebliches Übersprechen, was zu einem undefinierten, matschigen Sound führt.
  71. Plug-Ins: Beschreiben Sie, wie Sie mit dem Plug-In True-Verb von Waves eine Tiefenstaffelung in einer Musikmischung erzielen.
    • Generell sind für Entfernungseindruck folgende Parameter variierbar:
    • - Pegel
    • - Höhenpegel
    • - Hallanteil
    • - Pre-Delay
    • - Halldauer
    • Beim True-Verb kann durch Variationen von Hallanteil, Predelay und entsprechender Auswahl eines Hallprogramms der Entfernungseindruck variiert werden.
  72. Plug-Ins: Beschreiben Sie die Funktionsweise und die Anwendung des Plug-Ins DoubleDelay von Steinberg. Erläutern Sie auch das Anlegen von tempobasierten Delays.
    • Mix: Mit diesem Parameter stellt man das Pegelverhältnis zwischen Direkt- und Effektsignal ein.
    • TempoSync 1+2: Multipliziert die jeweils dazugehörige DelayTime mit einem Faktor von 1- 10.
    • Das Fenster zeigt die eingestellten (Multiplikations-)Werte des TempoSyncs grafisch an.
    • Pan 1+2: Bestimmt die Aufteilung der beiden Delays auf die StereobasisFeedback: Einstellung von gewünschten Wiederholungen der Delays.
    • DelayTime1+2: Wenn man die „beats per minute“ (BPM) eines Songs kennt, kann man bei grünem Kästchen einen Notenwert für die erste Verzögerung angeben (von einem Takt bis 32tel Noten). Rhythmenauswahl: Binär, triolisch und punktiert. Bei weißem Kästchen kann man frei vom Tempo einen Wert in ms einstellen.
  73. Plug-Ins: Beschreiben Sie die Möglichkeiten des „C1 Gate/Expander“, speziell für die Bearbeitung von Snare Drum und Hi-Hat.
    Möglichkeit, Übersprechen zwischen den beiden Kanälen zu beseitigen.
  74. Plug-Ins: a) Geben Sie den Unterschied zwischen „Delay“- Effekten und dem „Reverb“-Effekt an.
    • zu a) Mit „Delay“ wird meist eine Effektgruppe bezeichnet, die Einzelreflexionen in fester oder variabler zeitlicher Folge liefert. Beispiele „doubler“, „echo“ usw.
    • Reverb = Nachhall –> simuliert Räume. Der Halleffekt beinhaltet ggf. Frühe Reflexionen und einen „Hallschwanz“ (Ausklang mit sehr vielen nicht unterscheidbaren Reflexionen).
  75. Plug-Ins: b) Beschreiben Sie die Funktion aller gezeigten Parameter des Cubase-PlugIns „Reverb B“.
    • Mix: Verhältnis von Direktsignal zu verhalltem Signal
    • ReverbTime: Einstellmöglichkeit für die Nachhallzeit
    • Damp: Bestimmt die Höhendämpfung in dB
    • RoomSize: Diese Einstellung bestimmt die „Größe“ des simulierten Raums.
    • PreDelay: Mit diesem Parameter stellt man eine Verzögerung zwischen Eingangssignal und Ausgang des Reverb- Effekts ein.
  76. Plug-Ins: Wie erzeugt man eine Tiefenstaffelung mit Hilfe des Reverb-Effekts?
    • - Durch Variation des Predelay-Parameters
    • - Durch unterschiedliche Höhendämpfung
    • - Durch unterschiedlichen Hallanteil
  77. Mikrofon: Beschreiben Sie den Zweck der „Williams- Kurven“.
    Die Williamskurven sind Hilfsmittel zur Positionierung von Stereomikrofonen. Sie sollen die Abbildung einer Schallquellenverteilung auf der Lautsprecherachse (Stereobasis) optimieren.
  78. Mikrofon: Warum braucht man für verschiedene Aufnahme-Setups unterschiedliche Williamskurven? Warum sind eng beieinander liegende Kugelmikrofone z.B. an mobilen Audiorecordern für Stereozwecke kaum geeignet?
    • Verschiedene Williamskurven behandeln die AB-, die XY- oder die Äquivalenzstereofonie, bei denen jeweils unterschiedliche Mikrofontypen zum Einsatz kommen.
    • Die entstehenden Laufzeitunterschiede sind zu gering.
  79. Mikrofon: Beschreiben Sie die Ursache und die Auswirkungen des Nahbesprechungseffekts bei einer Sprecheraufnahme
    • Die Schallschnelle zeigt in der Nähe einer Kugel- schallquelle einen überproportionalen Anstieg bei tiefen Frequenzen.
    • Bei Druckgradientenempfängern (=Schnelleempfängern) tritt daher bei Beschallung aus der Nähe ebenfalls eine Tiefenanhebung auf.
  80. Mikrofon: Welche Arten von sehr tieffrequenten Störungen können bei einer Sprecheraufnahme im Tonstudio auftreten? Welche davon lassen sich mit einem LowCut-Filter eliminieren?
    • Infraschall – kann man herausfiltern.
    • Popp-Geräusche – kann man nicht vollständig herausfiltern.
  81. Mikrofon: Welche Art von dynamikbearbeitendem Gerät ist mit der obigen Kennlinie dargestellt?
    Welche Werte haben die Parameter Threshold und Ratio?
    • Ein Limiter.
    • Threshold -15 dBFS;  Ratio 1:∞
  82. Mikrofon: Was ist der Vorteil der „Look Ahead“ (oder „pre- delay“) – Zeit, die digitale Implementierungen von Regelverstärkern aufweisen können? Welchen potentiellen Nachteil weist diese Technik auf?
    • Die Gainregelung kann so unauffällig und verzerrungsarm wie möglich ausgeführt werden.
    • Nachteil ist die Signalverzögerung (Latenz), die im Zusammenspiel mit anderen Komponenten Probleme bereiten kann (Kammfiltereffekte).
  83. Stecker: Welche Beschaltung hat ein symmetrisch angeschlossener 3-poliger XLR-Stecker?
    • Pin 1: Masse
    • Pin 2: a-Ader bzw. Pluspol des Signals
    • Pin 3: b-Ader bzw. Minuspol des Signals
  84. Stecker: Welche Steckverbindungen werden bei der AES/EBU-Digitalschnittstelle verwendet?
    XLR-Stecker
  85. Formanten: Bei welcher Frequenz liegt der Hauptformant der Querflöte?
    Die Querflöte hat keine Formantgebiete
  86. Formanten: Bei welcher Frequenz liegt der Hauptformant der Trompete?
    bei etwa 1200 Hz
  87. Formanten: Beschreiben Sie den Unterschied zwischen Formant und Teilton.
    Formanten sind Amplitudenmaxima, deren Lage innerhalb des Frequenzspektrums unabhängig von der gesungenen oder gespielten Tonhöhe ist. Diese dürfen nicht verwechselt werden mit Teiltönen die abhängig sind vom Grundton - Formanten sind dies nicht.

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