StrafR: BT

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Author:
burnner
ID:
189329
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StrafR: BT
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2012-12-31 08:14:22
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StrafR BT
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StrafR: BT 2012
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  1. Beginn der Menschenqualität
    Geburt: Eröffnungswehen Kaiserschnitt: Start des Eingriffes (nicht Narkose)
  2. Ende des Lebens
    Irreversibler Herz-Kreislaufsstillstand, irrversibler Funktionsausfall des Gehirns (Hirntod)
  3. Mord: besondere Skrupellosigkeit
    • Ausführung: Grausamkeit, Heimtücke
    • Beweggrund: Egeoismus, Habgier
    • Zweck: Elimination, Mordlust
    • Je krasser das Missverhältnis zwischen dem verfolgten Zweck und der Auslöschung eines Menschenlebens ist.
  4. Totschlag: Entschuldbarkeit
    Wäre ein gedachter Durchschnittsmensch der in den Verhältnissen des Täters lebt in einer solchen Situation in einen Affekt geraten?
  5. Totschlag: Heftige Gemütsbewegung
    Sthenische und asthenische Affekte
  6. Tötung auf Verlangen: Eindringlich
    Ein beharrliches, sehr intensives Bitten, das auf den Täter einen eigentlichen Druck ausübt.
  7. Verleiten zum Selbstmord: Selbstmord
    Das Opfer hatte beim Verursachen seines Todes Tatherrschaft.
  8. Direkte Aktive Sterbehilfe
    Direktes Töten, immer strafbar
  9. Indirekte aktive Sterbehilfe
    z.B. Schmerzmittel mit Lebensverkürzender Wirkung
  10. Passive Sterbehilfe
    Unterlassen/Abbrechen von lebenserhaltenden Massnahmen
  11. Tätlichkeit
    Vorübergehende, geringfügige, harmlose oder unbedeutende Beeinträchtigung der körperlichen Integrität, welche das allgemein übliche und gesellschaftlich geduldete Mass an Übelzufügung überschreitet.
  12. Einfache Körperverletzung: Gesundheitsschädigung
    Jedes Hervorrufen oder Steigern eines körperlichen oder geistigen krankhaften Zustandes.
  13. Einfache KörperV: Körperlich Schädigen
    Negeative Beeinträchtigung der Substanz des menschlichen Körpers.
  14. Einfache KörperV: Gift
    Chemischer Stoff der gesundheitsgefährdent ist. Lebende Gifte sind Bakterien und Viren. Innerlich wie auch äusserlich angewannt.
  15. Einfache KörperV: Waffe
    Jeder zum Angriff oder Verteidigung bestimmter Gegenstand der beim bestimmungsgemässen Gebrauch geeignet ist gefährliche (Strathenwerth: schwere) Verletzungen zu verursachen.
  16. Einfache KörperV: Gefährlicher Gegenstand
    Die Gefährlichkeit ergibt sich aus der konkreten Verwendung des Gegenstandes.
  17. Schwere Körperverletzung: Lebensgefährliche Verletzung
    Der Verletzungszustand macht den Tod ernstlich wahrscheinlich
  18. Schwere KörperV: bleibende Nachteile
    Arbeitsunfähigkeit, Gebrechlichkeit, etc.
  19. Schwere KörperV: wichtige Glieder, bzw. Organ
    • Lebenswichtige innere Organe, Sinnesorgane, Extremitäten (Hände, Füsse ...)
    • − individueller Massstab: Wichtigkeit eines Organs bzw. Glieds wird nach seiner Funktion für das konkrete Opfer bemessen
    • − insb. zu berücksichtigen: berufliche Tätigkeit
    • − Vorsatz: Täter muss die Umstände des Opfers kennen
  20. Schwere KörperV: Verstümmeln / Unbrauchbar machen
    • - Glied wird in seiner Gestalt beeinträchtigt oder gar vom Körper abgetrennt
    • - Organ oder Glied wird in seiner Funktion dauernd wesentlich beeinträchtigt
  21. Gefährdung des Lebens: Unmittelbare Lebensgefahr
    Die Schaffung eines Zustandes, bei dem nach dem gewöhnlichen Lauf der Dinge die Wahrscheinlichkeit oder sehr nahe Möglichkeit des Todeseintritts besteht
  22. Gefährdung des Lebens: Skruppelosigkeit
    • Besondere Hemmungs- und Rücksichtslosigkeit.
    • Je grösser die Gefahr ist die der Täter herbeiführt und je weniger seine Beweggründe zu billigen oder auch nur zu verstehen sind.
  23. Angriff
    Eine von feindseligen Absichten getragene einseitige tätliche Einwirkung auf die körperliche Integrität eines anderen Menschen von mindestens zwei Personen
  24. Raufhandel
    Eine tätliche wechselseitige Auseinandersetzung zwischen mindestens drei Menschen
  25. Angriff/Raufhandel: Beteiligen
    Wer aktiv am Raufhandel teilnimmt in einer Weise, die geeignet ist, die Auseinandersetzung zu fördern bzw. deren Intensität zu steigern
  26. Aneignung: Aneignen
    • 1. Dauernde Enteignung
    • 2. Zueignung der Sache
    • 3. Aneignungshandlung
    • Aneignen heisst, dass der Täter die fremde Sache oder den Sachwert wirtschaftlich in sein eigenes Vermögen einverleibt, sei es um sie zu behalten, zu gebrauchen, sei es um sie einem anderen zu veräussern
  27. Aneignung: Bereichern
    Jede wirtschaftliche Besserstellung
  28. Veruntreuung: Anvertrauen
    • - Vollumfängliche aufgabe des Gewahrsams durch den Treugeber
    • - Übertragung des Eigentums mit der Verpflichtung zur Erhaltung des Eigentums

    • BGer: was jemand mit der Verpflichtung empfangen hat, die Sache in bestimmter Weise im Interesse eines anderen zu verwenden. 
    • h.L: der Täter muss die alleinige Verfügungsmacht über die anvertrauten Werte haben.
  29. Veruntreuung von Vermögenswerten: Anvertrauen
    • - Ausschliessliche Verfügungsmacht des Treuhänders
    • - ständige Werterhaltungspflicht des Treuhänders
  30. Veruntreuung von V: Unrechtmässige Verwendung
    Veräussern, es genügt, wenn der Täter nicht mehr frei verfügen kann.
  31. Diebstahl: Wegnahme
    Bruch fremden und Begründung neuen Gewahrsams
  32. Diebstahl: Gewahrsam
    • 1. Herrschaftsmöglichkeit (Tatsächliche Sachherrschaft nach den Regeln des sozialen Leben)
    • 2. Herschaftswille

    (Sozial Normativer Massstab)
  33. Diebstahl: Bande
    • Zwei Täter die sich zusammenfinden um mehrere (2<) selbständige Delikte auszuführen.
    • Es genügt, wenn der Diebstahl alleine begangen wurde aber der Erfüllung der Aufgaben in der Bande diente.
  34. Herrschaftsmöglichkeit
    Das Opfer muss um den Verbleib der Sache wissen, oder sich bei eingetretenem Verlust genau erinnern, wo sie sich befindet.
  35. Diebstahl: Gewahrsamsbruch
    Aufhebung der tatsächlichen Sachherrschaft gegen den Willen des Gewahrsamshaber.
  36. Diebstahl: Begründung neuen Gewahrsams
    Entscheidend ist, wann der Täter nach der Lebenserfahrung und dem normalen Lauf der Dinge die alleinige Einwirkungsmöglichkeit erhält.
  37. Diebstahl: Apprehensionstheorie in fremden Gewahrsamssphären
    • Begründung Gewahrsam beim Ergreifen des Gegenstandes, den Gegenstand verstauen oder in seine Körpersphäre bringen. 
    • andere Theorien:
    • Ablationstheorie: Fortschaffen
    • Illationstheorie: Bergen
  38. Diebstahl: Gelockerter Gewahrsam
    Wenn nach den Regeln des sozialen Lebens eine besondere Sicherung gegen fremde Sachherrschaft erforderlich ist um den Gewahrsam zu behalten (parkierte Autos, etc)
  39. Diebstahl: besondere Gefährlichkeit
    Skrupelossigkeit, Heimtücke, kühne Vorgehensweise
  40. Diebstahl: Gewerbsmässig
    Wenn der Täter die deliktische Tätigkeit nach Art eines Berufes ausübt.
  41. Raub: Gewalt
    Gegen den Körper gerichtet. Eingriff in die Rechtsspähre eines anderen mit einem mindestmass an Schwere
  42. Raub: Gefahr
    Muss ernst gemeint erscheinen und eine erhebliche Beeinträchtigung der körperlichen Unversehrtheit beinhalten
  43. Raub: Lebensgefahr
    Konkret und unmittelbar
  44. Sachentziehung: erheblicher Nachteil
    Individuell-objektiver Massstab
  45. Sachbeschädigung: Beschädigen
    Substanzveränderung
  46. Sachbeschädigung: Unbrauchbarmachen
    Minderung der Funktionsfähgikeit
  47. Daten
    h.L: Sämtliche übertragbaren Informationen im weitesten Sinne (Gegenstände menschlicher Kommunikation)
  48. Datenbeschädigung: Löschen
    Die Daten können nicht mehr vom Datenträger gewonnen werden
  49. Datenbeschädigung: Verändern
    Jedes Verhalten, dass die Gesamtheit der Daten verändert
  50. Datenbeschädigung: Unbrauchbar
    Jedes Verhalten, dass den Zugriff verunmöglicht
  51. Hausfriedensbruch: Ladenlokale
    • BGer: Generelles Einverständnis des Ladenbetreibers, dass das Publikum den Laden betreten darf, schliesst nur Personen ein, welche das Ladenlokal rechtmässig nutzen wollen.
    • h.L. Einverständnis des Berechtigten schliesst auch Personen ein, welche ein Ladenlokal in krimineller Absicht betreten, ausser wenn kriminelle Absicht nach aussen Erkennbar ist.
  52. Hausfriedensbruch: Haus
    Jede einen oder mehrere Räumlichkeiten umfassende, mit dem Boden fest und dauernde verbundene Baute, hinsichtlich der ein schutzwürdiges Interesse eines Berechtigten besteht, über den umbauten Raum ungestört zu herrschen und in ihm den Willen frei zu betätigen. 
  53. Betrug: Schema
    • 1. Arglistige Irreführung durch Täuschung
    • 2. Irrtum des Opfers
    • 3. Vermögensdisposition
    • 4. Motivationszusammenhang (2-3)
    • 5. Vermögenschaden (Kausal)
  54. Betrug: Tatsachen
    • Gegenwärtige oder vergangene Zustände oder Ereignisse.
    • Zukünftige nur wenn der Eintritt naturgesetzlich notwendig ist.
    • Auch Urteile und Werturteile, wenn sie den Anschein erwecken auf Tatsachen, welche nicht jedermann zugänglich sind, zu beruhen.
  55. Betrug: Irrtum des Opfers
    Jede Diskrepanz zwischen Vorstellung und Wirklichkeit
  56. Betrug: Fallbeispiele Arglist
    • Wenn der Täter:
    • - ein ganzes Lügengebäude errichtet
    • - Sich besonderer Machenschaften oder Kniffe bedient
    • - Bloss falsche Angaben macht, deren Überprüfung nicht oder nur mit besonderen Mühen möglich, oder zumutbar ist
    • - Den Getäuschten vor der Überprüfung abhält
    • - Vorraussieht, dass der Getäuschte die Überprüfung der Angaben aufgrund eines besonderen Vertrauensverhältnisses unterlassen werde. 
  57. Betrug: Keine Arglist
    Keine Arglist liegt vor, wenn das Opfer durch ein Minimum an zumutbarer Aufmerksamkeit und Vorsicht den Irrtum hätte vermeiden können.
  58. Betrug: Vermögen
    Juristisch-wirtschaftlich: Die Summe der rechtlich geschützten oder rechtlich nicht missbiligten wirtschaftlichen Werte.
  59. Betrug: Vermögensdisposition
    Jede Handlung, Duldung oder Unterlassung, die geeignet ist, eine Vermögensverminderung herbeizuführen. 
  60. Betrug: Stoffgleichheit
    Der vom Täter erstrebte Vorteil muss dem Schaden entsprechen, der dem Betroffenen zugefügt wird.
  61. Betrug: Sicherungsbetrug
    Mitbestrafte Nachtat, wenn der Betrug der Vertuschung des Diebstahles dient.
  62. Missbrauch einer Datenverarbeitungsanlage: Unrichtige Daten
    Entsprechen nicht der wirklichen Sach- oder Rechtslage
  63. Check und Kreditkartenmissbrauch: Zahlungsunfähig
    Illiquidität + Überschuldung
  64. Zechprellerei: Prellen
    Nicht oder nicht rechtzeitig Zahlen
  65. Erschleichen: Unlauteres Verhalten
    • Z.B. Verstecken und Lügen, Täuschendes Verhalten
    • Technische oder Menschliche Kontrollen überwinden
  66. Warenfälschung: Ware
    Auch Einzelstücke. Dazu bestimmt in Handel und Verkehr gebracht zu werden.
  67. Warenfälschung: Verfälschen
    Veränderung der inneren Beschaffenheit, muss den Anschein eines höheren als ihren wirklichen Handelswertes erwecken
  68. Warenfälschung: Inverkehrbringen
    Jede Übergabe der Sache an einen Dritten von dem ernsthaft zu erwarten ist, er werde sie verwenden
  69. Erpressung: Ernstlich
    Wenn ein vernünftiger Mensch in derselben Situation wie das Opfer den Forderungen nachkäme
  70. Erpressung: Gewalt
    Hier nur gegen Sache
  71. Erpressung
    Benötigt gewisse Wahlfreiheit des Opfers hinsichtlich der Vermögensdisposition
  72. Hehlerei: Hilfe
    Im Interesse und mit Einverständnis des Vortäters bei der Verwertung mitwirken
  73. Hehlerei: Verheimlichen
    Zeitweises Verhindern oder Erschweren der Auffindung
  74. Hehlerei: Tatobjekt
    Nur unmittelbar durch Vortat erlangt, keine Suurogate!
  75. Geringfügiges Vermögensdelikt
    • 300.- bei Verkehrswert
    • Sonst der Wert der die Sache für das Opfer hat
  76. Kursmanipulation: Irreführend
    Falsch
  77. Kursmanipulation: Effekte
    Vereinheitlichte und zum massenweisen Handel geeignete Wertpapiere sowie nicht verukundete Rechte mit gleicher Funktion und Derrivate, die an Börsen gehandelt werden.
  78. Verletzung des Fabrikations- oder Geschäftsgeheimnisses: Geheimnisbegriff
    • 1. Relative Unbekanntheit der Tatsache
    • 2. Geheimhaltungsinteresse
    • 3. Geheimhaltungswille
  79. Verletzung des FG: Verrat
    Mitteilung der Tatsachen an Personen die von der Kenntnis ausgeschlossen bleiben sollen
  80. Ehrdelikte: Normativer Ehrebegriff
    Ehre ist die Geltung auf die der Träger Anspruch erheben darf
  81. Ehrdelikte: Werturteile
    Du Pfeiffe
  82. Ehrdelikte: Gemischte Werurteile
    • Sie ist eine Schlampe, sie hat ihren Mann betrogen
    • Werden wie Tatsachen behandelt. 
  83. Üble Nachrede: Wahrheitsbeweis
    • 1. Zulässig
    • 2. Erbracht
  84. Üble Nachrede: Gutglaubensbeweis
    Täter muss nachweisen, dass er an die Richtigkeit der Beschuldigung, bzw. Verdächtigung gegelaubt hat.
  85. Üble Nachrede: Begründete Veranlassung
    Es muss ein tatsächlich zureichender Anlass bestehen, die Äusserung bei der Gelegenheit zu tun, bei der sie getan wird
  86. Verleumdnung: Verdächtigen
    Die behauptete Tatsache wird als nicht sicher dargestellt
  87. Verleumdnung: Wider besseren Wissens
    Die Tatsache ist objektiv unwahr
  88. Nötigung: Nötigen
    Zwingen
  89. Nötigung: Nötigungsmittel und Nötigungserfolg
    Kausalzusammenhang
  90. Nötigung: Vollendet
    Wenn sich der Betroffene zumindest teilweise, nach dem Willen des Täters verhält.
  91. Nötigung: Chantage
    Wenn die angedrohte Veröffentlichung keinen Bezug zum Opferverhalten hat und wenn dem Opfer nicht zuzumuten ist, die Drohung auszuhalten.
  92. Nötigung: Rechtswidrigkeit
    Zweck oder Mittel unerlaubt, Zweck-Mittel-Relation (erlaubter Zweck und erlaubtes Mittel) rechtswidrig/Sittenwidrig
  93. Nötigung: Androhung ernstlicher Nachteile
    Wenn sich eine besonnene Drittperson in der Lage des Betroffenen auch hätte beeinflussen lassen
  94. Drohung: Drohungen
    Nachteile, deren Verwirklichung vom Willen des Täters abhängig erscheinen
  95. Drohung: Schwer
    Wenn die Drohung einen verständigen Menschen mit durchschnittlicher Empfindsamkeit in Angst und Schrecken versetzen kann
  96. Freiheitsberaubung: Festnahme
    Erstmalige Aufhebung der Fortbewegungsfreiheit
  97. Freiheitsberaubung: Gefangenhalten
    Rechtmässiger Freiheitsentzug wird unrechtmässig verlängert
  98. Freiheitsberaubung: In anderer Weise
    Übrige Behinderungen von Personen, sich körperlich frei fortzubewegen (z.B. Wegnahme von Gehilfen, Nicht-Aussteigen-Lassen durch fortgesetzte Autofahrt)
  99. Entführung: Entführen
    Verbringen des Opfers an einen anderen Ort
  100. Entführen: Lösegeld
    Betreffen nur Situationen in denen das Opfer das Lösegeld selber beschaffen soll
  101. Geiselnahme
    Jede Entführung zur Nötigung Dritter
  102. Geiselnahme: Sich-einer-Person-sonstwie-bemächtigen
    • Personen die nicht zur Willensbildung fähig sind und nach
    • h.L: Auch der kurzfristige Missbrauch von Personen als Schutzschild oder zur räuberischen Erpressung von Bank- oder Postangestellten.
  103. Geiselnahme: Viele Menschen
    Mindestens 20 Personen
  104. Gemeingefahr
    • BGer: Zustand der die Verletzung von Rechtsgütern in einem nicht zum voraus bestimmten und abgegrenzten Umfang wahrscheinlich macht.
    • h.L: Zustand der ex ante die Verletzung einer zufällig bestimmten Mehrzahl von Rechtsgütern wahrscheinlich macht, auch wenn tatsächlich nur ein Rechtsgut gefährdet wurde. (Repräsentationstheorie: Dieses muss die Allgemeinheit repräsentieren)
  105. Leib und Leben von Menschen in Gefahr bringen
    h.L: Es müssen mehrere zufällig bestimmte Menschen gefährdet werden. BG: Konkrete Individualgefährdung genügt
  106. Verbreitung menschlicher Krankheiten: Gefährliche Krankheit
    Die Krankheit eröffnet die Gefahr von Tod oder schwerer Gesundheitsschädigung einer Mehrzahl von Menschen.
  107. Brandstiftung: Feuersbrunst
    Entfachen oder verstärken eines Feuers oder Schwellbrandes an fremden oder eigenen Sachen, dessen Stärke oder Ausdehnung vom Urheber nicht beherrscht, d.H. nicht mehr alleine gelöscht werden kann
  108. Urkunden: Perpetuierungsfunktion
    Gewisse Beständigkeit. Die Möglichkeit, ihren Inhalt unabhängig von Zeit und Ort ihrer Entstehung zu reproduzieren
  109. Urkunden: Tatsache von rechtlicher Bedeutung
    Alle Schriftstücke, deren Inhalt abhängig von den konkreten Umständen rechtlich bedeutsam sein kann.
  110. Urkunden: Beweiseignung
    Wenn das Schriftstück nach Gesetz oder Verkehrsübung als Beweismittel anerkannt ist.
  111. Schrifturkunden
    Eine Sache auf der Zeichen fest angebracht sind

    • 1. Verkörperung einer menschlichen Gedankenerklärung (Perpetuierungsfunktion)
    • 2. Erkennbarkeit des Ausstellers (Garantiefunktion)
    • 3. Zum Beweis einer Tatsache von rechtlicher Bedeutung bestimmt und geeignet
  112. Relativität des Urkundencharakters
    Dem Schriftstück kann im Bezug auf einzelne Aspekte Urkundeneigenschaft zukommen und im Bezug auf andere nicht
  113. Beweiszeichen
    Nur wenn sie absichtlich als solche mit mit objektiver Beweiseignung hergestellt wurden
  114. Fälschen einer Urkunde
    Herstellen einer unechten Urkunde welchen einen anderen als den tatsächlichen Austeller ausweisst (Totalfälschung, Identititätstäuschung)
  115. Geistigkeitstheorie (Urkunde)
    Der Aussteller ist derjenige, dem sie im Rechtsverkehr als von ihm autorisierte Erklärung zugerechnet wird.
  116. Verfälschen einer Urkunde
    Die Abänderung einer bereits vorhandenen Urkunde in der Weise, dass auch das Ergebnis vom ursprünglichen Aussteller zu stammen scheint.
  117. Herstellen einer unechten Urkunde: Blanketfälschung
    Der Täter setzt auf ein von einer anderen Person bereits unterschrieben Papier eine Erklärung welche nicht deren Willen entspricht, oder benutzt ein Handzeichen (Unterschriftenstempel) zu diesem Zweck
  118. Falschbeurkundung
    Herstellen einer unwahren Urkunde durch den wirklichen Aussteller
  119. Urkunde: Subjektiver TB
    • - Vorsatz
    • - Schädigungs oder Vorteilsabsicht
    • - Täuschungsabsicht
  120. Qualifizierte schriftliche Lüge
    • - Rechtserhebliche Tatsache
    • - erhöhte Glaubwürdigkeit des Schriftstückes
    •      - Austeller hat garantenähnliche Stellung
    •      - Allgemeingültigte objektive Garantien gewährleisten die Wahrheit der schriftlichen Erklärung.
  121. Fälschung von Ausweisen: Vorteilsabsicht
    Absicht die persönliche Lage zu verbessern
  122. Fälschung von Ausweisen: Fortkommen
    • Zugang zu legalen Chancen, die angestrebte Besserstellung darf nicht unrechtmässig sein
    • -> Sonst Art. 251
  123. Unterdrückung einer Urkunde: Beschädigen
    Wenn die Urkunde unbrauchbar ist
  124. Rassendiskriminierung: öffentlich
    Sämtliche Äusserungen die nicht im Privaten erfolgen
  125. Rdiskriminierung: Privat
    Familie, Freundeskreis, sowie sonstige in einem durch persönliche Beziehungen oder besonderen Vertrauen geprägten Umfeld
  126. RD: Rasse und Ethnie
    Personengruppen, die wegen unveränderlichen physischer Kennzeichen (Rasse) oder kultureller Gemeinsamkeiten (Ethnie) von anderen oder sich selbst als von anderen verschieden angesehen werden
  127. RD: Aufrufen
    Nicht nur direkte Aufforderung feindselig zu sein oder eine Gruppe rechtlich oder tatsächlich zu diskriminieren sondern auch das implizite Aufheizen, d.H. das Schüren diesgleichen Emotionen
  128. RD: Ideologien
    Jede Form einschlägigen Gedankenguts
  129. RD: Diskriminieren
    Verweigern von Rechten
  130. RD: Herabsetzen
    Absprechen der Gleichwertigkeit als Mensch
  131. RD: Für die Allgemeinheit bestimmt
    Standardisierte Vertragsverhältnisse bei denen die Person in den Hintergrund rückt.
  132. Kriminielle Organisation: Beteiligen
    Auf längere Dauer eingegangene funktionelle Eingliederung in die Organisation. 
  133. Kriminelle Organisation: Organisation
    Auf Dauer angelegter Zusammenschluss mehrerer Personen, die sich einer organisierten Willensbildung unterwerfen und arbeitsteilig zusammenwirken.
  134. Gewalt und Drohung gegen Beamte: Amtshandlungen
    Sämtliche Aktivitäten innerhalb der Amtsbefugnisse des Beamten
  135. GDB: Amtsbefugnisse
    Jede Betätigung im öffentlich-rechtlicher Funktion, nichtige Handlungen sind nicht geschützt!
  136. GDB: Hindern
    Behindern genügt, wenn die Amtshandlung in einer Art und Weise beeinträchtig wird, dass sie nicht reibungslos durchgeführt werden kann
  137. GDB: Zusammenrottung
    Eine grössere Zahl von Menschen die nach Aussen als vereinte Macht erscheinen und von einer die Ordnung bedrohenden Grundstimmung getragen wird
  138. Hinderung einer Amtshandlung
    • Aktiver Widerstand /passiver Widerstand, gewisses aktives Störverhalten welches die Amtshandlung tatsächlich erschwert
    • Objektiv: Rechtmässigkeit der Amtshandlung ist umstritten.
  139. Amtsanmassung
    Nach h.L. genügt bereits das Anmassen einzelner Befugnisse eines Amtes ohne dass der Täter explizit oder konkludent als Beamter auftritt
  140. Amtsanmassung: Rechtwidrige Absicht
    Auch eine rechtmässige Zweckverfolgung ist rechtswidrig wenn in unzulässiger Weise in persönliche Rechte anderer Eingegriffen wird
  141. Begünstigung: Entziehen
    Bereits das vorübergehende Erschweren der Ermittlungen oder der Verfolgung von Tatverdächtigen
  142. Begünstigung: Erschwerung
    • aktives Lügen zugunsten des Täters, Beseitigen von Beweisen, Fluchthilfe, etc.
    • Die wahrheitswidrige Angabe nichts zu wissen ist nicht tatbestandsmässig
  143. Geldwäscherei: Vermögenswerte
    Alle Gegenstände denen wirtschaftlicher Wert zukommt
  144. Geldwäscherei: Täterkreis
    • BGer: Jeder auch der Vortäter
    • Teil der Lehre: Vortäter nicht (straflose Selbstbegünstigung)
  145. Geldwäscherei: Grosser Umsatz
    100'000.-
  146. Geldwäscherei: erheblich
    10'000.-
  147. Mangelnde Sorgfalt bei Finanzgeschäften: Finanzintermediäre
    Banken, Treuhänder, Anleger, Finanzverwalter
  148. MSF: Berufstätigkeit
    wenn sie eine regelmässige Einnahmequelle schaffen soll
  149. Ausnützen der Kenntnis vertraulicher Tatsachen: erheblich
    Die Kursänderung geht über die üblichen Schwankungen hinaus. 
  150. Falsche Beweisaussage der Partei: Falsch
    nicht der Tatsachen entsprechend
  151. Falsches Zeugnis: Zeuge
    Die aussagende Person wird als Zeuge einvernommen
  152. Formaltheorie
    Der einvernommene gilt stets als Zeuge, wenn er formell in dieser Position einvernommen wird
  153. Materialtheorie
    Nach dieser Theorie kommt einer Person keine Zeugenqualität zu, wenn die materiellen Voraussetzungen nicht gegeben sind
  154. Falsches Zeugnis: Unerhebliche Tatsachen
    h.L: Tatsachen, die im konkreten Fall keinen Einfluss auf die Entscheidfindung hatten. 
  155. Amtsmissbrauch: Missbrauch der Amtsgewalt
    • Unrechtmässige Anwendung von Machtbefugnissen die das Amt verleiht. 
    • Insebsondere wenn ein Beamter in die Reche Driter eingreift, ohne dass die dazu gesetzlich notwendigen Voraussetzungen gegeben sind. 
  156. Gebührenüberforderung: Erheben
    das Einziehen, nicht das Fordern!
  157. Falsches ärztliches Zeugnis: Unwahr
    Entspricht nicht der Realität
  158. FAZ: Zeugnis
    Gesundheitszeugnis
  159. FAZ: Ausstellen
    schriftliche Äusserung
  160. Verletzung von Amtsgeheimnissen: Offenbaren
    Jedes Zugänglichmachen an ausstehende Personen
  161. Verletzung des Berufsgeheimnisses: Geistliche
    Sämtliche Prediger von Weltreligionen

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