StrafR: AT

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Author:
burnner
ID:
189338
Filename:
StrafR: AT
Updated:
2012-12-18 15:22:46
Tags:
Jura Strafrecht
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Strafrecht AT
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  1. Äquivalenztheorie
    conditio sine qua non
  2. Doppelkausalität
    Jeder Täter setzt eine hinreichende, aber keine notwendige Bedingung
  3. Adäquanztheorie
    wenn sie nach dem gewöhnlichen Lauf der Dinge und nach der allgemeinen Lebenserfahrung geeignet war, einen Erfolg von der Art des eingetretenen herbeizuführen oder mindestens zu begünstigen.
  4. erlaubtes Risiko / Sozialadäquanz
    Der Täter hat ein Risiko geschaffen, aber dieses ist rechtlich nicht relevant.
  5. Vermittelte Kausaltät
    Auch die Erstursache ist kausal, die durch eine Zweitursache mit dem Erfolg vermittelt wurde
  6. Hypothetische Kausalität
    Eine Bedingung ist auch dann kausal, wenn eine hypothetische Ersatzursache zum gleichen Erfolg geführt hätte
  7. Einwilligung
    • 1. Nach aussen erkennbare Erteilung vor der Tat
    • 2. Verfügungsbefugnis über das betroffene Rechtsgut
    • 3. Einsicht in Wesen und Tragweite des Verzichts
    • 4. Ernstlich und ohne Willensmängel
    • 5. Handeln in Kenntnis und aufgrund der Einwiligung
  8. Dolus eventualis
    Den Erfolg als möglich voraussehen und dennoch in Kauf nehmen, billigen, hinnehmen.
  9. Bewusste Fahrlässigkeit
    Den Erfolg als möglich voraussehen, aber auf den Nichteintritt vertrauen.
  10. error in persona vel objectio
    • Gleichwertigkeit: Irrtum unbeachtlich
    • Täter verwechselt das Objekt
  11. aberratio ictus
    • Der Erfolg tritt bei einem anderen als dem vom Täter ins Auge gefassten Objekt ein.
    • Ungleichwertigkeit: Versuch / Fahrlässigkeit
  12. Notstand
    • 1. Unmittelbare Gefahr für ein Individualrechtsgut
    • 2. Notstandshandlung
    • a. Absolute Subsidiarität
    • b. Wahrung des höherwertigen Interessen
    • 3. Rettungswille
  13. Pflichtenkollision
    • Es stehen zwei Handlungspflichten zueinander in Konkurenz.
    • Gerechtfertigt wen die höherrangige Pflicht erfüllt wird, bei Gleichheit, wenn irgendeine Pflicht erfüllt wird.
  14. Wahrnehmung berechtigter Interessen
    Gewohnheitsrechtlich anerkannt
  15. Mutmassliche Einwiligung
    • 1. Einwilligungsfähig und verfügungsbefugt
    • 2. Einwilligung nicht oder nicht rechtzeitig einholbar
    • 3. Getragen vom hypothetischen Willen
  16. Notwehr
    • 1. Gegenwärtiger oder unmittelbar drohender rechtswidriger Angriff
    • 2. Notwehrhandlung
    • a.) Geeignet
    • b.) Subsidiarität (mildestes Mittel zur sicheren Abwehr)
    • c.) Verhältnismässigkeit i.e.S. (keine Güterabwägung)
    • 3. Verteidigungswille
  17. Schuld
    • Unrechtsbewusstsein
    • Zumutbarkeit rechtmässigen Verhaltens
  18. Einfluss des BAK auf die Schuldfähigkeit
    • - 2 Promillen vermindert
    • - 3 Promillen Schuldunfähigkeit
  19. actio libera in causa
    Art. 19 Abs. 4 StGB
  20. Tatbestandsirrtum
    • Unkenntnis von Umständen, die die vom Vorsatz umfassten Merkmale des objektiven TB ausfüllen
    • => Auschluss Vorsatz Art. 12 Abs. 2 und Art. 13
  21. Umgekehrter Tatbestandsirrtum
    • Irrige Annahme von Umständen, die die vom Vorsatz umfassten Merkmale des objektiven TB. ausfüllen
    • => Untauglicher Versuch, Art. 22 Abs. 1, 3. Var.
  22. Direkter Verbotsirrtum
    • Täter kennt Norm nicht oder unterschätzt ihre Reichweite
    • => Art. 21
  23. Umgekehrter Direkter Verbotsirrtum
    • Irrige Annahme einer nicht existenten Norm oder Überdehnung einer existenten Norm
    • => Strafloses Wahndelikt
  24. Indirekter Verbotsirrtum
    • Täter nimmt irrig die Existenz eines RFG an oder verkennt die Grenzen eines anerkannten RFG
    • => Art. 21
  25. Umgekehrter indirekter Verbotsirrtum
    • Unkenntnis von Existenz eines RFG oder von den Grenzen des vom Täter zu eng aufgefassten RFG
    • => Wahndelikt
  26. Erlaubnistatbestandsirrtum
    • Irrige Annahme der tatsächlichen Voraussetzungen eines anerkannten RFG
    • => Art. 13
  27. Umgekehrter Erlaubnistatbestandsirrtum
    • Unkenntnis vom Vorliegen der tatsächlichen Voraussetzungen eines anerkannten RFG
    • => Versuch?
  28. Entschuldbarer Notstand
    • Notstandslage wie RFN aber
    • - Gefahr für hochwertiges Gut
    • - Unzumutbarkeit der Preisgabe
  29. Entschuldbare Notwehr
    • Überschreiten der Notwehrgrenzen in Aufregung oder Bestürzung über den Angrif
    • nur asthenische Affekte
  30. asthenischer Affekt
    Lähmende Affekte
  31. Entschuldigungsirrtum
    • Täter nimmt irrig die Existenz eines Entschuldigungsgrundes an oder verkennt die rechtlichen Grenzen eines anerkannten Entschuldigungsgrundes
    • => who cares
  32. umgekehrter Entschuldigungsirrtum
    • Unkenntnis von der Existenz eines Entschuldigungsgrundes oder von Grenzen eines vom Täter zu eng gefassten Entschuldigungsgrundes
    • => Entschuldigtes Handeln
  33. Entschuldigungstatbestandsirrtum
    • Irrige Annahme der tatsächlichen Voraussetzungen eines anerkannten Entschuldigungsgrundes
    • => Art. 21 sinngemäss
  34. Umgekehrter Entschuldigungstatbestandsirrtum
    • Unkenntnis vom Vorliegen der tatsächlichen Voraussetzungen eines anerkannten Entschuldigungsgrundes
    • => who cares
  35. Unterlassen: Subsidiaritätsprinzip
    Man prüft ein Unterlassen erst dann, wenn ein für den Taterfolg rechtlich relevantes kausales Handeln nicht vorliegt.
  36. Unterlassen: Hypothetische Kausalität
    Die objektiv gebotene und mögliche Handlung kann nicht hinzugedacht werden ohne, dass der Erfolg entfiele.
  37. Unterlassen: Obhutspflicht
    Garant ist für Rechtsgut verantwortlich
  38. Unterlassen: Sicherungspflicht
    Garant ist verantwortlich für die Gefahr
  39. Unterlassen: Vertrag
    Nur wenn dem Verpflichteten eine Autoritäts- oder Vertrauensstellung mit besonderer Obhuts-, Sorge- oder Aufsichtspflicht zukommt. Schutz muss eine Hauptpflicht sein.
  40. Unterlassen: Gesetz
    Der Verpflichtete muss in jedem Fall für das bedrohte Rechtsgut oder für die Gefahr in gesteigerten Masse verantwortlich sein.
  41. Unterlassen: Ingerenz
    Gefahr aus sorgfalltswidrigem Verhalten hervorgegangen.
  42. Unterlassen: Versuch
    Wenn sich die wirkliche oder vom Täter angenommene Gefahr für das RG, bei Verzögerung des rettenden Eingriffs steigert.
  43. BG: Garant
    Derjenige, der durch sein Tun eine Gefahr geschaffen oder eine solche vergrössert hat.
  44. Unterlassen: Zumutbarkeit
    Niemand braucht eine konkrete Lebensgefährdung auf sich zu nehmen oder gar das eigene Leben zu opfern.
  45. Umgekehrter direkter Gebotsirrtum
    • Irrige Annahme einer nicht existenten Norm oder Überdehnung einer existenten Norm.
    • => Wahndelikt
  46. Schwellentheorie
    • Jede Tätigkeit, die nach dem Plan, den sich der Täter gemacht hat, auf dem zum Erfolg den letzten entscheidenden Schritt darstellt, von dem es in der Regel kein Zurück mehr gibt, es sei denn wegen äusserer Umstände, die eine Weiterverfolgung der Absicht erschweren oder verunmöglichen.
    • (Point of no return)
  47. normaler untauglicher Versuch
    • untaugliches Objekt
    • Art. 22 Abs 1, 3. Var
  48. untauglicher Versuch wegen groben Unverstands
    • Art. 22 Abs. 2
    • z.B Abtreibung mit Kamillentee
  49. abergläubischer Versuch
    totbeten
  50. Rücktritt / tätige Reue
    • 1. Nicht fehlgeschlagen
    • 2. Vornahme der Rücktrittshandlung
    • - unbeendeter Versuch: Verzicht auf weitere Ausführung
    • - beendeter Versuch: Tätige Reue, Beitrag zur Verhinderung der Vollendung
    • 3. Freiwilligkeit
  51. Unbeendeter Versuch
    Täter hat noch nicht alles getan, was nach seiner Tatvorstellung zur Vollendung notwendig ist. Rücktrittshoriziont
  52. Beendeter Versuch
    Täter glaubt, alles Erforderliche getan zu haben
  53. Limitierte Akzessorität
    Schuldhaftigkeit der Haupttat ist keine Voraussetzung für die Strafbarkeit der Teilnahme
  54. Mittäter
    Wer bei der Entschliessung, Planung oder Ausführung eines Delikts vorsätzlich und in massgebender Weise mit anderen Tätern so zusammenwirkt, dass er als Hauptbeteiligter dasteht.
  55. Mittäter: Tatbeitrag
    ob der Tatbeitrag nach Umständen des konkreten Falles und dem Tatplan für die Ausführung des Delikts so wesentlich ist, dass sie mit ihm steht oder fällt.
  56. Mittelbare Täterschaft: Haupttäter
    • - vorsatzlos
    • - objektiv tatbestandslos
    • - gerechtfertigt
    • - schuldlos
    • - strafunmündig
  57. Gehilfenschaft: Hilfeleistung
    jeder kausale Beitrag, der die Tat fördert, so dass sich diese ohne Mitwirkung des Gehilfen anders abgespielt hätte. Nicht erforderlich ist, dass es ohne die Hilfeleistung nicht zur Tat gekommen wäre. Der Gehilfe muss die Erfolgschancen der tatbestandserfüllenden Handlung erhöhen.
  58. Gehilfenschaft
    Physisch und psychisch möglich
  59. omnimodo facturus
    Person hat Tatentschluss schon gefasst
  60. Aufstiftung
    zur schweren Tat bestimmen
  61. Abstiftung
    Risikoverminderung prüfen
  62. Versuchte Gehilfenschaft
    in jedem Fall straflos (Seelmann)
  63. Beteiligung am Unterlassungsdelikt
    Prinzipel möglich
  64. Übernahmefahrlässigkeit
    Sorgfaltspflichtverletzung zu einem früheren Zeitpunkt
  65. Herkunft der Sorgfaltsregeln
    • - allgemein anerkannte Verhaltensregeln
    • - Gesetze / Verordnungen
    • - anerkannte Regelwerke und Richtlinien
  66. algemeiner Gefahrensatz
    Jeder der einen Gefahrenzustand schafft, hat alles Zumutbare zu tun, damit die Gefahr zu keiner Verletzung fremder Rechtsgüter führt.
  67. Vertrauensgrundsatz
    Jeder Strassenbenützer, der sich selbst verkehrsgemäss verhält dar, sofern nicht besondere Umstände dagegen sprechen, darauf vertrauen, dass sich die anderen Teilnehmer ebenfalls ordnungsgemäss verhalten, ihn also nicht behindern oder gefährden. Gilt nicht nur im Strassenverkehr
  68. Fahrlässigkeit: Obj. Zurechenbarkeit
    • Fehlt bei:
    • - Risikoverringerung
    • - erlaubtes Risiko
    • - atypische Kausalverläufe
    • - Erfolg nicht vom Schutzzweck der Norm erfasst
  69. Risikoerhöhungstheorie
    Bejahung wenn die Sorgfaltspflichtverletzung nachweisbar eine erheblich gesteigerte Gefahr für das geschützte Rechtsgut mit sich gebracht hat.
  70. Wahrscheinlichkeitstheorie
    Erfolg nur zurechenbar, wenn der Erfolg ohne die verbotene Handlung mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit ausgeblieben wäre.
  71. Fahrlässige Mitätterschaft / Teilnahme
    gibt es nicht
  72. Unechte Konkurenz
    • - Spezialität
    • - Subsidiarität
    • - Konsumtion
  73. Spezialität
    Ein Straftatbestand schliesst einen anderen in allen Teilen in sich ein.
  74. Subsidiarität
    Das Delikt mit der intensiveren Angriffsform, das mit höherer Strafe bedroht ist.
  75. Konsumtion
    Ein Tatbestand wird durch einen anderen konsumiert, wenn er erstens in dem anderen wertmässig enthalten ist und zweitens typischerweise als Begleit-, Vor- und Nachtat in Verbindung mit dem vorrangigen Delikt begangen.
  76. Echte Konkurenz
    • - Idealkonkurenz
    • - Realkonkurenz
  77. Einfache Handlungseinheit
    Ein Willensentschluss wird in einem Akt reaisiert
  78. Natürliche Handlungseinheit
    Wenn das gesamte, auf einem einheitlichen Willensakt beruhende Tätigwerden kraft eines engen räumlichen und zeitlichen Zusammenhangs der Einzelakte bei natürlicher Betrachtungsweise objektiv noch als ein einheitliches, zusammengehörendes Geschehen erscheint und ein einheitlicher Deliktserfolg herbeigeführt wird.
  79. Juristische / rechtliche Handlungseinheit
    Gekennzeichnet durch gleichartige Handlungen, die gegen dasselbe Rechtsgut gerichtet sind, in einem örtlichen und zeitlichen Zusammenhang stehen und subjektiv auf alle Handlungen umfassenden Entschluss bzw. Gesamtvorsatz beruhen.
  80. Idealkonkurenz
    Verwirkung mehrerer Strafen durch eine Handlung
  81. Realkonkurenz
    Verwirkung mehrerer Strafen durch mehrere Handlungen
  82. Tätigkeitsdelikt
    Der blosse Vollzug einer Handlung genügt
  83. Erfolgsdelikt
    Der Erfolg einer Handlung erfüllt den TB
  84. Gefährdungsdelikt
    Gefährdung eines Rechtsgut genügt
  85. Verletzungsdelikt
    Beeinträchtigung eines Rechtsgut genügt
  86. Extraneus
    Nichtqualifizierter
  87. Intraneus
    Sonderpflichtiger

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