BETundMR.txt

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Author:
meye
ID:
192990
Filename:
BETundMR.txt
Updated:
2013-01-16 14:32:32
Tags:
Berufsethik Menschenrecht
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Gesamtzusammenfassung aller Kapitel
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  1. Definition Grundrecht?
    Von der BV&EMRK gewährleistete Rechte des Einzelnen gegenüber dem Staat.
  2. Definition Menschenrechte?
    Gesamtheit der Rechte, über die jede Person in ihrer Eigenschaft als Mensch verfügt.

    Verbindliche abstrakte Regeln, die für alle gelten und staatlich durchsetzbar sind. Regeln für das Miteinander, um ein gutes und faires Zusammenleben zu ermöglichen.

    Verstösse = Sanktionen
  3. Was sind Werte?
    Grundhaltung/Überzeugung

    • Beispiele von Werten:
    • - Freiheit
    • - Sicherheit
    • - Respekt
    • - Gerechtigkeit
    • - Glauben
    • - Frieden
    • - Toleranz
  4. Unterschied Menschenrecht und Grundrecht?
    • MR=jeder Mensch
    • GR=best. Menschengruppe
    • Art. 7-36 BV
  5. Einteilung Grundrechte
    • Menschenrecht z.B. Art. 7 BV
    • Rechtsstaatliche Garantien z.B. Art. 8 BV
    • Freiheitsrechte z.B. Art. 15 BV
    • Soziale Grundrechte z.B. Art. 19 BV
    • Politische Rechte z.B. Art. 34 BV
  6. Einschränkung Grundrecht
    • Öff. Interesse
    • Verhältnismässigkeit
    • auf Rechtsgrundlage basierend
    • Kerngehalt unangetastet
  7. Voraussetzungen für polizeiliche Generalklausel?
    • ernste Gefahr
    • unmittelbare Gefahr
    • nicht anders abwendbar
  8. Polizeiliche Schutzgüter
    • öff. Ruhe
    • öff. Sicherheit -> Unverletzlichkeit der Rechtsordnung
    • öff. Ordnung
    • öff. Gesundheit
    • öff. Sittlichkeit
    • Treu und Glauben im Geschäftsverkehr
  9. Verhältnismässigkeit
    • Geeignet
    • Erforderlich - sachl., pers., zeitl., räuml.
    • i.e.S. - vernünftig
  10. Kerngehalt
    Dieser darf nicht angetastet werden.
  11. Absolute und unverzichtbare Rechte
    • Recht auf Leben
    • Folterverbot
    • Sklavereiverbot
    • Rückwirkungsverbot d. Strafgesetze
  12. Unschuldsvermutung
    • - Art. 32 BV Strafverfahren
    • - EMRK
    • - UNO Pakt II

    • - absolutes Grundrecht
    • - Kerngehalt unantastbar
    • - Belastende und entlastende Beweise sammeln
  13. Folterverbot
    • - Art. 10 BV
    • - EMRK
    • - UNO Pakt II
    • - UNO Konvention gegen Folter

    absolutes Grundrecht

    weisse Folter = hinterlässt keine sichtbaren Spuren
  14. Was wird unter Freiheitsentzug verstanden?
    • - Vorläufige Festnahme
    • - Polizeihaft
    • - U-Haft
    • - Verwahrung
    • - Vollzug Freiheitsstrafe

    Pol. Anhaltung zur ID-Feststellung und ED-Behandlung stellen keinen schweren Eingriff in die Grundrechte dar.
  15. Rechte einer verhafteten Person
    • Art. 31 BV
    • EMRK
    • UNO-Pakt II

    • - Gründe des Freiheitsentzugs in verständlicher Sprache erfahren
    • - Unverzügliche Vorführung vor Richter und Beurteilung über Rechtmässigkeit der Verhaftung
    • - Urteil innert angemessener Frist
    • - Unterrichtung über Rechte
    • - Möglichkeit Rechte geltend zu machen (Akteneinsicht, Anwalt anrufen, etc.)
    • - Nächste Angehörige informieren (nicht aber Besuch empfangen bei Polizeihaft)
    • - Schadenersatz bei willkürlicher Verhaftung
    • - Zugang zu Arzt der Wahl/ärztlicher Beistand
    • - Besuch eines Geistlichen (gilt nicht für Polizeihaft, aber für Gefängnishaft)
    • - Unschuldsvermutung
    • - Folterverbot
    • - Menschenwürde
  16. uneinschränkbare Grundrechte (Art. 36 BV gilt nicht)
    • Allg. Verfahrensgarantien Art. 29 BV
    • Rechtwegsgarantie Art. 29a BV
    • Gerichtliche Verfahren Art. 30 BV
    • Freiheitsentzug Art. 31 BV
    • Strafverfahren Art. 32 BV
  17. Rechtliches Gehör
    • Akteneinsicht
    • an Verfahrenshandlungen teilnehmen
    • Rechtsbeistand beiziehen
    • sich zur Sache und zum Verfahren äussern
    • Beweisanträge stellen
  18. Verfahrensgarantien BV
    Art. 29 BV

    • - Beurteilung in angemessener Frist
    • - Anspruch auf rechtliches Gehör
    • - Kodex Einvernahmen (Dauer, Pausen, Örtlichkeit, Auskunft beteiligter Verfahren an der EV)
  19. Strafverfahren BV
    Art. 32 BV
  20. Überwachungsmassnahmen
    Art. 13 BV Schutz der Privatsphäre

    STA/Gericht kann Massnahme anordnen. Ohne Bewilligung sind erhobene Beweise nichtig.
  21. Ausnahmezustand
    • - Krieg
    • - Terrorismus
    • - öff. Notstände

    Menschenrechte können verhältnismässig eingeschränkt werden.
  22. Nationale Ebene Schutz Menschenrechte
    • - Art. 7-36 BV
    • - KV
    • - StPO

    • - BGer
    • - KGer
    • - NKVF (Nationale Kommission zur Verhütung von Folter)
  23. Ethik
    Richtlinien für menschliches Verhalten.

    Nachdenken über das gute Leben.

    • Missachtung = persönliche Reaktionen (Gewissensbisse)
    • oder
    • gesellschaftliche Sanktionen (Ausgrenzung).

    Ethik ist veränderlich.

    • Ethik ist ein Teilgebiet der Philosophie.
  24. Zusammenhang Ethik und Recht
    Ethik ergänzt das Recht. Idealerweise in einem harmonischen Gleichgewicht.
  25. Weshalb ist Ethik wichtig für die Polizei?
    • Staatliches Gewaltmonopol
    • Abhängigkeitssituation der Bürger
    • Vorbildsfunktion
    • Rechenschaftsablage der Polizei übers Handeln
    • Nichtalltägliche Entscheide mit schwerwiegenden Folgen
  26. EMRK (zeitliche Abfolge Entstehung, CH-Ratifizierung)
    • Entstehung 1950
    • CH-Ratifizierung 1974
  27. Polizeiliche Ermittlung
    • Beschleunigungsgebot
    • Rechtliches Gehör
    • Recht, sich nicht selber belasten zu müssen
  28. Einvernahme
    = Informationsbeschaffung
  29. Elemente einer demokratischen Gesellschaft
    • Meinungsäusserungsfreiheit
    • Versammlungsfreiheit
  30. Grossregionale Ebene Schutz Menschenrechte
    • - EMRK
    • - Europäisches Übereinkommen zur Verhütung von Folter

    • - Europarat (Strassburg)
    • - EGMR
    • - CPT (Europäisches Komitee zur Verhütung von Folter)
  31. Globale Ebene Schutz Menschenrechte
    • - AEMR (Allg. Erklärung der Menschdnrechte)
    • - UNO Pakt II (Bürgerrechte, politische Rechte)
    • - UNCAT (Übereinkommen gegen Folter)

    • - UN (Vereinte Nationen)
    • - MMR (Menschenrechtsrat)
    • - HRC (Human Rights Comitee)
    • - CAT (UNO Folterausschuss)
  32. NGO - Nongovernment Organisations (nichtstaatliche Organisationen)
    • Amnesty International
    • Augen auf
    • Human rights watch
    • IKRK
    • Roter Halbmond
  33. Folter W's
    • Was - psychisches/physisches Leid
    • Wie - vorsätzlich
    • Wer - Angehörige öff. Dienst
    • Wozu - Geständnis, Aussage
  34. Wann ist eine Klage vor dem EGMR zulässig?
    Innerstaatlicher Instanzenzug muss ausgeschöpft sein.

    • - Strafanzeige
    • - Anklage STA
    • - Urteil Bezirksgericht
    • - Berufung
    • - Urteil Obergericht
    • - Verfassungsbeschwerde
    • - Urteil BGer
    • - Klage an EGMR
    •   1) Prüfung Zulässigkeit
    •   2) Versuch gütlicher Einigung
    •   3) Urteil EGMR
  35. Individualbeschwerde
    • Klage bei EMRG
    • nur möglich bei Beteiligung des Staats (nicht unter Privatpersonen)
  36. Mindestanforderungen CPT
    • Zellengrösse
    • Beleuchtung
    • Belüftung
    • Liege, Matraze, Decke
    • Notdurft sauber verrichtbar
    • Verpflegung
    • ab 3. Tag 1h Spaziergang
  37. UNO Hauptsitz
    Befindet sich in New York.
  38. Verpflichtungen gemäss Übereinkommen gegen Folter
    • keine Abschiebung in Land wo Folter droht
    • Folter muss als Straftat geahndet werden
    • Ausbildung des Personals
    • Überprüfung Haft und Gewahrsam
    • Wiedergutmachung für Folteropfer
    • Aussagen durch Folter sind nicht verwendbar
  39. Rechte von Flüchtlingen
    • Vereinsrecht
    • Eigentumsrecht
    • Zutritt zu Gerichten
    • Freie Bewegung auf Gebiet
  40. Schützenswerte Personengruppen
    • Opfer
    • Minderjährige
    • Frauen
    • Flüchtlinge
    • Ausländer
  41. Bei Verhaftung bei Jugendlichen speziell zu beachten
    • Eltern unverzüglich benachrichtigen
    • getrennte Inhaftierung von Erwachsenen
    • kürzest mögliche Haftdauer
    • Keine Infos an Öffentlichkeit wenn Rückschlüsse auf ID möglich sind
    • Videobefragung
  42. Rechte von Opfern
    • Info Opferhilfe
    • Info über Rechte und Pflichten im Strafverfahren
    • Schutzrechte (Aussageverweigerungsrecht Intimsphäre, Befragung durch Person gleichen Geschlechts, Interessen über dem Strafanspruch des Staats, nichtöffentliches Gerichtsverfahren)
    • finanzielle Ansprüche
  43. Rechtsgleichheit
    Art. 8 BV

    Staat sorgt für faktisches Gleichgewicht bei Personen mit besonderen Schutzbedürfnissen.
  44. Polizist als Träger von Menschen- und Grundrechten
    • Menschenrechte stehen allen Menschen zu
    • Gedanken-, Gewissens-, Religionsfreiheit
    • Meinungsässerungsfreiheit (Achtung Datenschutz)
    • Kein Recht auf Streik
    • Versammlungsfreiheit Gewerkschaft gründen, beitreten)
    • Recht auf Achtung des Privatlebens
    • Recht auf faires Verfahren
  45. Verfahren gegen Polizist bei Menschenrechtsverletzung
    • - Innerstaatlicher Instanzenzug
    • - EGMR
    • - Strafrechtliches Verfahren
    • - Personalrechtliches Verfahren (Ermahnung, Verweis, Versetzung, Suspendierung, Entlassung)
  46. Weshalb Videobefragung bei Kindern?
    • kein Unterbruch
    • Redefluss
    • Konzentration des Kindes ist kürzer
  47. Abgrenzung Ethik zu Moral?
    • Moral = Muttersprache
    • - pers. Überzeugung
    • - Werte und Normen

    • Ethik = Grammatik
    • - Teilgebiet der Philosophie
    • - Lehre des guten und gelungenen Lebens
    • - Reflexion/Nachdenken über Moral sowie richtiges/gerechtes Handeln
    • - Ethik übersetzt die Moral
  48. Ziele der Ethik
    • - Auskunft geben (gut/böse)
    • - Einüben Argumentationsweisen (begründen)
    • - Einsicht

    = Verantwortungsbewusstsein
  49. Pflichtethik
    • Gelöbnis Kapo
    • Prinzipien
  50. Zielorientierte Ethik
    • Orientiert sich an den Folgen
    • für Mehrheit der Betroffenen nützlich
    • Rettung Mehrheit
    • Tod/Verletzung einzelner wird in Kauf genommen
    • Angelsächsischer Raum
  51. Verantwortungsethik
    • Orientiert sich an schlimmstmöglichen Folgen
    • Handlungsalternativen aufzeigen
    • Sich den Konsequenzen bewusst sein
  52. Tugendethik
    • Guter Charakter
    • Vorbildsfunktion
  53. Quellen der Ethik
    • Gott
    • Intuition
    • Natur
    • Vernunft
    • Verträge/Abmachungen
  54. Was sind Normen?
    - Handlungsanweisungen

    • Prägung durch
    • - Religion
    • - Kultur
    • - Bildung
    • - Staatsform
    • - Ökonomie

    Werte -> Normen -> Verhalten
  55. Diskriminierungsverbot
    Art. 8 BV Rechtsgleichheit
  56. Was ist Menschenwürde?
    • Achtung vor körperlicher, psychischer und geistiger Integrität (Unversehrtheit)
    • Selbstbestimmung

    • Ein Mensch ist mehr als seine Taten
    • Nicht Mittel zum Zweck
  57. Recht auf saubere Kleidung?
    • Ja, sonst wird gegen Art. 10 Abs. 2 BV verstossen. Dort heisst es, dass jeder Mensch das Recht auf persönliche Freiheit hat, insbesondere auf körperliche und geistige
    • Unversehrtheit und auf Bewegungsfreiheit.
  58. Doppelrolle der Polizei in Sachen Menschenrechte?
    Sie ist Hüterin der Menschenrechte und schränkt diese teils auch ein.
  59. Was beeinflusst unsere Werte und Normen?
    • Staatsform
    • Religion
    • Kultur
    • Bildung
    • Ökonomie
  60. Ethische Urteilsfindung
    Rechtsstaat basiert auf Legalität und Legitimität. Rechtstaatliches Handeln muss ethisch begründet sein.
  61. Ethisches Dilemma
    Situation in der man sich entscheiden muss. Die Situation hat aber nur Wahlmöglichkeiten, die negative Konsequenzen haben.
  62. Notfallmässige Entscheide fällen. Wie?
    • Reflexe
    • Eigene Werthaltung
    • Persönliche Fachkenntnisse
    • eigene bisherige Erfahrungen
  63. Strafen zur Vergangenheitsbewältigung
    Strafe wird a priori als ethische Notwendigkeit betrachtet unds oll nicht von der Erreichung kriminalitätsvermindernder Wirkung abhängen

    • - Vergeltung
    • - Sühne
  64. Strafen zur Verhinderung zukünftiger Verbrechen
    • Generalprävention bzw. Massnahmen für Rückgang der Straftaten
    • - Negative GP -  Durch Androhung einer Strafe
    • - Positive GP -  integrierendes Solidaritätsgefühl, gesetzestreue Menschen werden im Rechtsbewusstsein bestätigt.

    • Spezialprävention bzw. Massnahmen, die verhindern, dass wegen einer Straftat verurteilte Personen erneut straffällig werden.
    • - Positive SP - noch nicht rettungslos verlorene Straftäter, Resozialisierung im Vordergrund
    • - Negative SP - Gelegenheitstäter, nicht besserungsbedürftig, Denkzettel erteilen
  65. Restaurative Strafrechtspflege
    Täter-Opfer-Ausgleich
  66. Gewaltarten
    • Negative Gewalt
    • = Verletzung der körperlichen, seelischen und/oder moralischen Integrität

    • Positive Gewalt
    • = Gewalt als legitimes Mittel zum Schutz der Menschenrechte
  67. Folterverbot in der BV
    Art. 10 BV - Recht auf Leben und auf persönliche Freiheit
  68. Art. 25 Schutz vor Ausweisung, Auslieferung und Ausschaffung - Grund- oder Menschenrecht?
    • Grundrecht
    • 1 Schweizerinnen und Schweizer dürfen
    • nicht aus der Schweiz ausgewiesen werden; sie dürfen nur mit ihrem
    • Einverständnis an eine ausländische Behörde ausgeliefert werden.

    • Grundrecht
    • 2 Flüchtlinge dürfen nicht in einen Staat ausgeschafft oder ausgeliefert werden, in dem sie verfolgt werden.

    • Menschenrecht
    • 3 Niemand darf in einen Staat ausgeschafft
    • werden, in dem ihm Folter oder eine andere Art grausamer und
    • unmenschlicher Behandlung oder Bestrafung droht.
  69. Unschuldsvermutung in der BV
    Art. 32 BV - Strafverfahren

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