NT WS 12/13

Card Set Information

Author:
simmvoll
ID:
196620
Filename:
NT WS 12/13
Updated:
2013-04-05 08:40:01
Tags:
NT
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Description:
Klausurfragen "Neues Testament"
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The flashcards below were created by user simmvoll on FreezingBlue Flashcards. What would you like to do?


  1. 1. Skizzieren Sie drei verschiedene Typen der Wunderdarstellung in „Jesus-Filmen“ (Vgl. Alkier, Neues Testament, 89-102)!
  2. 2. Nennen Sie drei Kriterien einer Ethik der Interpretation und erläutern Sie diese kurz!
    - Realitätskriterium: Interpretationsgegenstand als real vorgegebenes Anderes, dem man mit Respekt begegnen soll

    • - Sozietätskriterium: Interpretation = Beitrag zu gemeinsamer
    • Wahrheitssuche und andere divergente Beiträge zur objektmotivierten
    • Suche respektiert

    - Kontextualitätskriterium: kulturelle/politische Verortung offen legen; Beitrag zur kommunikativen Erschließung der Welt
  3. 3. Welche Probleme erläutert die Hermeneutik?
    • - Hermeneutik = Lehre vom Verstehen- erklären: mit Regeln, Formeln, Tatsachen => z.B. in Naturwissenschaften
    • - verstehen: erfassen der Bedeutung, Seelenleben verstehen
    • - Sinn = Textsinn, Textaussage- Bedeutung = Was bedeutet Text für Leser und sein Handeln? Wie versteht Leser Text?
    • - Lesen nie voraussetzungslos / objektiv: => Benutzung von Texten: z.B. als Anstoß für eigene Gedanken => Vorverständnis: Vorwissen; Wirkungsgeschichte beeinflusst Lektüre- hermeneutischer Zirkel: Zusammenspiel von Vorverständnis und neuen Informationen (ergänzen!)
  4. 4. Wer war Markion und welche Bedeutung hat er für die Entstehung des NeuenTestaments?
    • - 85-160 n. Chr.
    • - Reeder und Seehändler aus Pontus am Schwarzen Meer- wirkte zunächst in Rom- polarisierte Unterschiede zwischen Juden und Christen
    • - Dualist => eigenes Verständnis davon, was christlich => Befreiung
    • der christlichen Schriften von jüdischen Elementen => unterschied
    • zwischen unbarmherzigen/richtenden Gott im AT und Jesus/NT:liebender
    • Gott => lehnt AT ab=>
    • entwickelte eigene Theologie (Einfluss durch Gnostiker Kerdo) =>
    • Bruch mit röm. Gemeinde =>Gründung einer eigenen Glaubensgemeinde
    • => 6. Jhd.: Markioniten- Folge: Auseinandersetzung mit römischen Christen => Gründung eigener Kirche: Markioniten- bedeutende Rolle für Kanonentstehung: entwickelte den ersten christlichen Kanon, um einheitliche Grundlage zu schaffen => in diesem Kanon nur Lukasevangelium und zehn Paulusbriefe=>
    • beschleunigte Kanonentwurf der Kirche und Herausbildung einer
    • Christologie, denn Kirche war gezwungen zu handeln (und bezeichnete ihn
    • als Häretiker)- Begründer einer christl. Richtung des 2. Jhd. mit gnostischen Einflüssen.

    • -Seehändler
    • aus Pontus, der nach Eintritt in eine christlich römische Gemeinde
    • einen geschlossenen Kanon aus Lukas Evangelium ohne At-Zitate und zehn
    • Paulusbriefen in antijüdischer Perspektive überarbeitet vorlegte.(2 Jh.
    • N. Chr.)-Bildete nach Auseinandersetzung mit der römisch katholische Kirche eine eigene-Kirche- die Markioniten-Auslegung
    • bzw. Kanon hatte erheblichen Einfluss auf weiteren Prozess der
    • christlichen Kanonbildung (ob als Beschleunigung oder Reaktion)-Vertrat die Ansicht, der Gott des At sei nicht der des NT und sei jener der Juden welcher Jesus richten ließ
  5. 5. Skizzieren Sie wesentliche Unterschiede zwischen dem Kanon der Lutherbibel und dem der Einheitsübersetzung!
    • - Einheitsübersetzung richtet sich nach Septuaginta, die auch Apokryphen enthält. 52 Schriften.
    • - Lutherbibel: Apokryphen nicht in allen Ausgaben und wenn als Anhang;
    • richtet sich nach hebr. Kanon. 39 Schriften. nur hebr. Texte im AT,
    • jedoch nach Reihenfolge der Septuaginta; Anordnung von "wichtig nach
    • unwichtig" (in Luthers Empfinden)
  6. 6. Seit wann gibt es einen neutestamentlichen bzw. biblischen Kanon?
    • - Für die Alte Kirche: seit dem letzten Drittel des 4. Jhd (etwa 365 n.Chr?)
    • => Atkanasius (299-373), Bischof von Alexandrien, führte 367 im
    • Osterbrief kanonisierte, überlieferte und als göttlich bestätigte
    • Schriften auf, die als Heilsquellen gelten können => 27 Bücher
    • - Gelehrter Hieronymus übersetzte diesen Kanon ins Lateinische =>
    • Vulgata = Grundlage des katholischen Kanons => Akzeptanz in der
    • lateinischen Kirche
    • - evangelisch: Seit Luther, heute offiziell noch nicht abgeschlossen
    • - katholisch: Seit dem Konzil v. Trient (1546): Kanon aus 27 Schriften
  7. 7. Erklären Sie die Begriffe „Tanak“, „Septuaginta“ und „hebraica veritas"!
    - Tanak: heilige Schrift des Judentums

    - Septuaginta: ist die altgriechische Übersetzung des Tanak.

    - Hebraica veritas: die hebräische Wahrheit. Meint, die Wahrheit liege nur im hebräischen Text.
  8. 8. Gibt es eine einheitliche christliche Bibel?
    nein
  9. 9. Welche Evangelien gehören zu den synoptischen Evangelien und warum bezeichnet man diese so?
    Matthäus, Markus, Lukas

    Synopse = Zusammenschau

    die drei schauen sehr ähnlich auf das Leben Jesu

    sie haben mehr gemeinsamkeiten als das Johannesevangelium
  10. 10. Stellen Sie kurz die Zwei-Quellen-Theorie dar!
    Matthäus und Lukas schreiben von Markus und Quelle Q ab. Außerdem haben beide noch Sondergut aus mündlichen und schriftlichen Quellen.
  11. 11. Stellen Sie die neuere Form der Benutzungshypothese nach Werner Kahl dar!
    Auch bei der Benutzungshypothese gibt es die Markuspriorität. Demnach hat Matthäus von Markus abgeschrieben und Lukas kannte Markus und Matthäus und hat von beiden abgeschrieben.
  12. 12. Welche wesentlichen Erzählelemente gehören zu den neutestamentlichen Evangelien?
    Taufe, Wirken, Passion, Auferstehung, Himmelfahrt
  13. 13. Warum gilt das Markusevangelium als das älteste Evangelium? Wann wurde es vermutlich verfasst? Mit welchen Datierungsargumenten?
    • - Mt und Lk scheinen sich an Mk zu orientieren
    • - vermutlich um 70 n. Chr. verfasst - Datierungsargumente:
    • => Zerstörung des jüd. Tempels (am Ende des großen jüd. Krieges 70. Scheinbar
    • hat Markus die Zerstörung des Tempels im Jahr 70 n. Chr miterlebt und
    • lässt (in seinem Evangelium) Jesus die Zerstörung ankündigen, um seine
    • Botschaft zu untermauern.
    • n. Chr. unter Titus) nur bei Mk angekündigt (ex eventu), Mt und Lk:
    • Zerstörung an sich beschrieben => Paulus kannte noch keine Evangelien; Briefabfassungszeit ca. 40 n. Chr. (??)=> 70 n. Chr. war kein Messias erschienen, um Menschen ins 1000-jährige Reich zu führen/ins Paradies zu holen =>
    • wichtige Gestalten des frühen Christentums tot => gemeinsame
    • Grundlage nötig, um die entstehende Religion zu erhalten und zu festigen
  14. 14. Nennen Sie die echten Paulusbriefe! Was versteht man unter dem Begriff„Deuteropaulinen“?
    1. Thessaloniker, Römer, 1.+2. Korinther, Galater, Philipper, Philemon

    Was versteht man unter „Deuteropaulinen“?Briefe, die von ihren Verfassern mit "Paulus" unterschrieben wurden, um ihnen mehr Autorität zu verleihen.

    - deuteros = „der zweite“- Briefe, die später in Paulus Namen geschrieben wurden
  15. 15. Nennen Sie mindestens vier wichtige Eckpunkte der Biographie des Paulus!
  16. 16. Worum handelt es sich beim sogenannten „Apostelkonzil“ bzw.„Apostelkonvent“ und in welchen beiden neutestamentlichen Schriften (mit Kapitelangabe) wird davon berichtet?
    • - Paulus und Vertreter der Urgemeinde
    • - Grundfrage: An welche Regeln müssen sich Gläubige künftig halten?
    • - Paulus (Gal 2): Ergebnis des Konvents sei, dass Taufe als Zugehörigkeitsmerkmal künftig ausreiche => Beschneidung sei keine notwendige Bedingung mehr
    • - Apg 15: weitere Regeln: Verbot, Blut oder Ersticktes zu sich zunehmen und Verbot, Unzucht zu treiben und an welchen Stellen im NT wird davon berichtet?Apg 15 und Gallater 2
  17. 17. Was versteht man unter „Pseudepigraphie“?
    • bezeichnet man das Phänomen, dass ein Text bewusst im Namen einer
    • bekannten Persönlichkeit abgefasst oder fälschlicherweise einer solchen
    • zugeschrieben wird.
  18. 18. Nennen Sie mindestens vier zentrale Unterschiede zwischen der Darstellung der Synoptiker und derjenigen des Johannesevangeliums!
    • Wunder
    • – Zeichen, Lieblingsjünger, Gleichnisse
    • – Ich- bin-Worte, Anzahl der
    • Jerusalembesuche, Prolog (Joh 1, 1-18) => Präexistenz Jesu, Hochzeit
    • zu Kanaan (2, 1-12), Auferweckung des Lazarus (11, 1-44), Zeit seines
    • Wirkens: Synoptiker => 1 Jahr, Joh => 3 Jahre (über Anzahl der
    • Passahfeste)

    1. Geographischer Aufriss:-Syn : 3Etappen:Galiläa-Reise-Jerusalem-Joh.3 Reisen von Galiläa nach Jerusalem 2. Dauer der Wirksamkeit:-Syn:1 Jahr-Joh: mehr als zwei Jahre (drei Passafeste)3. Jesus und der Täufer:-Syn: Jesu öffentliche Wirksamkeit nach Gefangennahme des Täufers-Joh: Jesus und der Täufer wirken nebeneinander4.Aufenthalt in Jerusalem:-Mk: etwa eine Woche-Joh: letzter Aufenthalt ca. ½ Jahr(vom Laubhüttenfest 7,2 bis Passafest 11,55)
  19. 19. Nennen Sie drei der sogenannten „Zeichen“ Jesu im Johannesevangelium mit der zugehörigen Textstelle!
  20. 20. Nennen Sie drei der johanneischen Ich-Bin-Worte mit der zugehörigenTextstelle!
  21. 21. Was versteht man unter „Diskursuniversum“, was unter „Enzyklopädie“?
    „Die Welt, wie sie der Text (das Medium) konstruiert und vorraussetzt“

    was unter „Enzyklopädie“?„Das gesammelte Kulturwissen (auch Gesten, Architektur,...) und Weltwissen ( einer Zeit/ Epoche/ Region)
  22. 22. Welche wesentlichen Faktoren müssen hermeneutisch bei der Interpretation von Texten berücksichtigt werden?
    Autor, Leser, Text?????
  23. 23. „Lesen geschieht nie voraussetzungslos oder objektiv.“ Nehmen Sie zu dieserAussage Stellung!
    • Verstehen spielt sich zwischen drei Instanzen ab, Autor,Text und Leser.-Diese
    • bringen jeweils unterschiedliche Interpretationsmöglichkeiten, durch
    • situative Befangenheit , Unmittelbarkeit und eigene Horizontbegrenzung
    • in ein sich ergebendes Verständnis mit ein.
  24. 24. Inwiefern kann man im Zusammenhang mit neutestamentlichen Texten vonWahrheit sprechen bzw. nicht von Wahrheit sprechen?
    • Mögliche Definierungen des Begriffs „Wahrheit“:
    • a. das, was historisch-faktisch passiert ist (aber wie beweisen wir das?)
    • b. das, was jemand für wahr hält (sehr subjektiv) => subjektive Wahrheit
    • c. das was die Religionsgemeinschaft für wahr hält (aber: verschiedene Auslegungen möglich)
    • d. fundamentalistisch: das, was in der Bibel, Tora... steht (schon innerhalb oft widersprüchlich)
  25. 25. Nennen Sie wichtige Personen und Inhalte des sogenannten Fragmentenstreits!
    • Gotthold Ephraim Lessing Hermann Samuel Reimarus (1694-1768)
    • - Lessing veröffentlichte Fragmente von Reimarus
    • - Reimarus analysiert darin Widersprüche der Bibel, kritisiert Wundererzählungen und stellt folgende Hypothese auf: Jesusbewegung
    • ursprünglich politisch messianische Bewegung; Jünger hätten Jesu
    • Leichnam gestohlen und Auferweckung behauptet => Kirche begründet von
    • der sie gut lebten
    • - Lessing wurde mit Veröffentlichungsverbot bestraft- aus diesem Streit entwickelte sich Leben-Jesu-Forschung des 19. Jhds.
  26. 26. Welche zentrale Fragerichtung charakterisiert die semiotische Exegese? Was möchte die historisch-kritische Exegese primär erforschen?
    • semiotische Exegese versteht die Texte als Zeichenzusammenhänge und will dabei
    • herausfinden, was die Zeichen selbst für einen Textsinn wiedergeben.

    historisch-kritische Exegese versucht die geschichtlichen Fakten herauszufiltern und an hand dieser die Richtigkeit zu bestätigen oder zu verneinen.
  27. 27. Was versteht man unter „Semantik“? Beschreiben Sie kurz Vorgehen und Ziel der /x/-Methode!
  28. 28. Nennen Sie alle römischen Kaiser des 1. Jahrhunderts in chronologischerReihenfolge (ausgenommen das Vierkaiserjahr)!
    Augustus, Tiberius, Caligula, Claudius, Nero
  29. 29. Unter welchem Kaiser wurde Jesus geboren, unter welchem Kaiser gekreuzigt?Welcher Kaiser erließ das sogenannte „Judenedikt“?
    • Gebohren: Augustus;
    • gekreuzigt: Tiberius
    • Judenedikt: Claudius (49 n. Chr.)
  30. 30. Wer prägte den Begriff „Hellenismus“? Wann beginnt und wann endet die Geschichte des (politischen) Hellenismus?
    • - Historiker Johann Gustav Droysen prägte Begriff
    • - Anfang mit Regierungsantritt Alexanders des Großen 336 v. Chr. und
    • endete polit. mit Umwandlung des von Ptolemäern beherrschten Ägyptens in
    • röm. Provinz 30 v. Chr.
  31. 31. Wer kann gemeint sein, wenn im Neuen Testament von Herodes gesprochenwird?
    -Herodes der Große: -Veranlasst Aufbau des Tempels -Klientel-König (von Rom eingesetzt) -“Judenkönig“

    -Herodes Antipas: (kein König) - Sohn von Herodes dem Großen -ließ Johannes d. Täufer hinrichten -unter dem Jesus hingerichtet wurde

    -Herodes Agrippa 1: (kein König) Sohn von Herodes dem Großen

    - Herodes Archeläus: Sohn von Herodes dem Großen und Herrscher über Judäa

    - Herodes Phillippus: Sohn von Herodes dem Großen; regierte Gebiet, das an Galiläa angrenzt

    - Herodes Agrippa 2: Enkel von Herodes dem Großen und Sohn von Agrippa 1, bekam Philipus Gebiet
  32. 32. Nennen Sie vier jüdische Gruppierungen zur Zeit Jesu und charakterisieren Sie eine davon näher!
    • -Samaritaner
    • -Sadduzäer
    • -Pharisäer
    • => Laienbewegung, weiten Reinheitsvorschriften auf Alltag aus um
    • besonders gottgefälliges leben zu führen, hohes Ansehen, bilden mit
    • Sadduzäern Hohen Rat (Sakedrin)
    • -Essener
    • -Schriftgelehrte
    • -Zeloten
    • -Sikarier (Alkier S.223)
  33. 33. Nennen und erläutern Sie kurz Problempunkte, die mit der Anwendung desneuzeitlichen Religionsbegriffs auf die Antike verbunden sind.
    • - terminologisches Problem: kein griech./ hebr./aram. Begriff für
    • Religion, röm. "religio" deckt nur kleinen Teil dessen ab, was wir heute
    • unter Religion verstehen => viele Sprachen haben kein Wort für
    • Religion: kultureller Austausch erschwert - ideologisches Problem: eigene Überzeugung beeinflusst Interpretation, Polytheismus und Monotheismus
    • - religionswissenschaftliches Missverständnis: --> Vorwurf, Judentum hätte sich im Hellenismus isoliert, vermeiden --> Darstellung des Jerusalemer Tempelkults als Mittelpunkt der Mehrheit des Judentums --> schon immer Pluralität --> Glaube in Antike nicht minderwertig
  34. 34. Nennen Sie vier für das Neue Testament relevante Daten aus der politischen Geschichte der römischen Kaiserzeit!
  35. 35. Was meint der Begriff „Jesus-Christus-Geschichte“? Wer hat ihn geprägt?
    • - von Eckhart Reinmuth geprägt
    • - in NT-Darstellung sind in Hinblick auf Jesus hist., narrative, rhetorische und theolog. Betrachtungsebenen untrennbar verwoben
    • - NT-Perspektive: von Jesus als die Rede, weil er als Christus Gottes geglaubt
    • - Begriff bietet Konzept einer theolog. Textinterpretation
    • - setzt mit Mk (ca. 40 Jahre nach Jesu Tod) an - auf als irrelevant Geltendes wie Biografie verzichtet
    • - kein Mythos: konkreter Mensch und bestimmte Zeit und Ort; aber: keine empirisch-historische Faktizität
  36. 36. Nennen Sie die konstitutiven Elemente der Jesus-Christus-Geschichte!
    - Inkarnationsgedanke, Tod Jesu, Auferweckung, Himmelfahrt, Erhöhung Jesu
  37. 37. Was versteht man unter dem Begriff „Historischer Jesus“?
    forscht mit wissenschaftlichen Methoden in den Schriften des Urchristentums und anderen Quellen der Antike nach der historischen Person Jesus von Nazaret.
  38. 38. Wie verhält sich die „Jesus-Christus-Geschichte“ zum „historischen Jesus“?
    - Verhältnis zum hist. Jesus: keine Biografie, sondern Geschichten, um Charakter zu beschreiben
  39. 39. Was versteht man unter einer rationalistischen Wunderauslegung?
    • rationalistische
    • Wundererklärung: Wunder können durch naturwissenschaftliche/kausale
    • Erklärungen erläutert werden; Bsp.: Jesu Seewandel = optische Täuschung
  40. 40. Wie gehören Wunder und Wirklichkeitsverständnis zusammen? Bedenken Sie dabei das biblische und das moderne naturwissenschaftliche Weltbild!
  41. 41. Nennen Sie drei neutestamentliche Wundererzählungen (mit Stellenangabe),die zeigen, dass das Wunder selbst oft nicht im Fokus der Erzählung steht!
  42. 42. Nennen Sie drei wichtige Ansätze der Gleichnishermeneutik und skizzieren Sieeinen davon näher!
    • - Adolf Jülicher: Gleichnisse, keine Allegorien
    • - Joachim Jeremias: konsequent hist. Auslegung
    • - Eberhard Jüngel: hermeneut. Auslegung => keine Aufteilung zwischen Form und Inhalt => Gleichnisse als Sprachereignisse: ganzheitliche Betrachtung, um sie als Ganzes zu verstehen => Funktion des Sprachgeschehens durch gesprochene Worte etwas verändert
  43. 43. Welche Kategorien von Gleichnissen gibt es gemäß A. Jülicher? Nennen Sie jeein neutestamentliches Beispiel zu jeder Kategorie!
    • - Bildwort: Mt 5, 14 => Licht der Welt
    • - Gleichnis: Mk 4, 30-32 => Senfkorn
    • - Parabel: Mt 20, 1-16 => Weinberg
    • - Beispielerzählung: Lk 10, 29-87 => Samaritererzählung
    • - Allegorie: Mk 4, 13-20 => Gleichnisdeutung Sämann
  44. 44. Wählen Sie sich ein neutestamentliches Gleichnis aus (bitte Stellenangabehinzufügen) und interpretieren Sie dieses knapp mit einem Ansatz derGleichnishermeneutik!
  45. 45. Nennen Sie wichtige Ereignisse bzw. Prozesse, die zur Etablierung des Christentums als eigenständiger Religion beigetragen haben!
    • -Tod und Auferweckung Jesu -Tempelzerstörung 70/71 nChr
    • -Ernennung zur Staatsreligion durch Konstantin
    • -Gesetzesfreie Heidenmission (→ Apostelkonzil)
    • -Griechisch als einheitliche Sprache (zur Verständigung und als Kultsprache) -verfassen von eigenen heiligen Schriften (Paulus, später Evangelien)
    • -Herausbildung eines Bischofsamtes Abgrenzung von jüdischer Seite:
    • -Bildung des Rabbinats
    • -Tora nur auf hebräisch
  46. 46. Kann man das Christentum als (intentional) gestiftete/gegründete Religionbezeichnen? Wenn ja, wer war der Stifter/Gründer?
    • - Selbstverständnis im 1. Jhd.: Juden
    • - Abgrenzung durch Evangelienschreibung => weitere Heilige Schriften- Konversion Konstantins- Paulus als Stifter:
    • => pro: Taufe reicht, um Christ zu werden => beschneidungsfreie Heidenmission; wesentliche Impulse durch paulinische Theologie: älteste Heilige Schriften,...; Gemeindegründungen
    • => contra: wollte Bezug zu Judentum aufrecht erhalten (Kollekte); propagierte kein generelles Beschneidungsverbot
    • - Jesus und Johannes der Täufer als Stifter:Hinweis
    • auf Jesu Geburt durch Johannes den Täufer, Taufe Jesu
    • => Wirken, aber: sahen sich als Juden
    • => keine intentionale Stiftung; Jesus sah
    • sich als jüd. Messias; Tod und Auferweckung = Urimpuls des Christentums
    • (aber: Bezugspunkt nicht gleich Stifter)
    • => dann fotlaufende Entwicklung? (aber: Paulus); Jesus setzte 12 Jünger ein
    • => Apostel (kath.)- Jesus allein als Stifter => aber Urimpuls ist nicht gleich Stiftung
    • - Petrus und Johannes als Stifter
    • - Apostel
    • => Gruppenstiftung- plurale Prozesse: Urimpuls, Paulus Gemeindegründungen und Theologie,....

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