80 Fragen zur Buchführung

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Author:
MTM55
ID:
204360
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80 Fragen zur Buchführung
Updated:
2013-03-01 21:46:43
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Buchführung Quick TUD
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80 Fragen zur Buchführung, TU Darmstadt, Klausur
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  1. Unterschied Finanz- und Betriebsbuchführung
    • Finanzbuchführung: Geschäftsvorfälle
    • chronologisch und sachlich erfassen, Zeit-Raumrechnung, Buchführung und
    • Bilanzierung und dient dazu am Ende der Periode Bilanz, Gewinn und
    • Verlustrechnungen aufstellen zu können

    • Betriebsbuchführung: Kosten erfassen,
    • verteilen und verrechnen, der Leistungserstellung und Verwertung zuordnen
  2. Welche grundsätzlichen Aufgaben werden dem Rechnungswesen beigemessen?
    • Informationssystem des Unternehmens, umschließt sämtliche Rechenwerke die das Geschehen eines Unternehmens erfassen, auswerten, steuern und überwachen
    • Aufgaben: Dokumentations- und Kontrollfunktion, Reinvermögens- und Gewinnermittlungsfunktion, Rechenschafts- und Informationsfunktion, Dispositionsfunktion
  3. Wie sind Einzahlungen bzw Auszahlungen definiert?
    • Veränderungen des Zahlungsmittelbestand
    • Bargeld + Sichtguthaben
  4. Was versteht man unter Geldvermögen?
    Zahlungsmittelbestand + Forderungen - Verbindlichkeiten
  5. Unterschied zw. Einnahmen und Erträgen?
    • Einnahmen erhöhen das Geldvermögen
    • Erträge erhöhen Reinvermögen (Geld + Sachvermögen)
  6. Bsp Geschäftsvorfall: Ausgabe jetzt, Aufwand später
    • Mietzahlung im Voraus
    • andersrum: Zinsen später zahlen
  7. Buchführungssysteme?
    • kameralistische BF (reine Einnahmen-Ausgabenrechnung)
    • kaufmännische BF (einfache /doppelte)
  8. 3 Gründe für den Begriff Doppelte BF
    • Buchungen immer auf mind. 2 Konten
    • Geschäftsvorfälle sachlich u. chronologisch
    • zwei Möglichkeiten Gewinn zu ermitteln (Reinvermögensvergleich / durch Erträge u. Aufwendungen)
  9. Wie unterschieden sich Haupt-, Grund-, und Nebenbücher?
    • Hauptbuch: GV chronologisch
    • Grundbuch: GV sachlich auf einzelnen Konten
    • Nebenbücher: Erläuterungen zu Hauptbuchkonten (Geschäftsfreundebuch, Lohn- und Gehaltsbuch)
  10. Überblich über die Buchführungsformen
    • konventionelle Formen:
    • gebundene Bücher (Übertragungs-BF)
    • lose Blatt Buchführung (Durchschreibe-BF)
    • Offene Posten Buchführung
    • EDV-Buchführung
  11. Allg. Anforderungen aus dem HGB an die BF?
    • Überblickbarkeit: Aufzeichnungen müssen Überblick über Geschäftsvorfälle und Lage des Unternehmens vermitteln
    • Einblickbarkeit: sachverständiger Dritter muss sich in angemessener Zeit in den Aufzeichnungen zurechtfinden
  12. Besondere Anforderungen an die BF gemäß 239 HGB?
    • lebende Sprache u. Symbole
    • Vollständigkeit, Richtigkeit, Zeitgerechtigkeit, Ordnung
    • Unveränderlichkeit
    • Zulässigkeit alternativer BF-Formen
  13. Wie lange sind Handelsbücher und Buchungsbelege aufzubewahren?
    • 10 Jahre: Handelsbücher, Inventare, Eröffnungsbilanzen, Buchungsbelege, JA, Lageberichte, Konzernabschlüsse
    • 6 Jahre: empfangene und Kopien abgesandter Handelsbriefe
  14. Wie ist die Inventur im weiteren Sinne definiert?
    gesamte Aufzeichnung aller Vermögensgegenstände und Schulden, die zu einem bestimmten Zeitpunkt im Unternehmen sind
  15. Überblick über Inventursysteme?
    • Stichtagsinventur
    • zeitnahe Inventur
    • vor- und nachverlegte Stichtagsinventur
    • permanente Inventur
  16. Wann ist eine körperliche Bestandsaufnahme nicht notwendig?
    • buchmäßig: wenn normale Inventur unzumutbar ist (z.B. Brennstäbe Kernkraftwerk)
    • anhand von Unterlagen: wenn Vermögen verliehen oder auf dem Weg zum Käufer ist
  17. Bestandteile eines Inventars?
    • Vermögen (Anlage- und Umlaufvermögen)
    • Schulden (lang- und kurzfristige)
    • Reinvermögen
  18. Unterschied Anlage- und Umlaufvermögen?
    • Anlagevermögen: soll Geschäftsbetrieb auf Dauer dienen (Maschinen, Gebäude, Fuhrpark)
    • Umlaufvermögen: kurzfristig, wird verbraucht/veräußert/verarbeitet
  19. Nach welchem Gesichtspunkt ist Vermögen im Inventar anzuordnen?
    • Liquidierbarkeit
    • was am schnellsten zu Geld gemacht werden kann unten, langfristigte Anlagen oben
  20. Welches Kriterium bestimmt die Reihenfolge der im Inventar aufgelisteten Schulden?
    • Dringlichkeit
    • was am schnellsten bezahlt werden muss unten
  21. Wie ermittelt man das Reinvermögen?
    • Reinvermögen = Vermögen - Schulden
    • Überschuldung, wenn Schulden > Vermögen
  22. Wie nennt man beide Seiten der Bilanz? Was beinhalten sie?
    • Aktiva: Anlage- und Umlaufvermögen
    • Passiva: Eigen- und Fremdkapital
    • neg. Eigenkapital ggf. auf Aktivaseite
  23. Unterschiede Inventar und Bilanz?
    • Inventar: Staffelform, Wert- und Mengenangaben, Vermögensgegenstände und Schulden einzeln gelistet
    • Bilanz: Kontoform, nur Wertangaben, gleichartige Positionen zu Gruppen zusammengefasst
  24. Erläutern Sie die Begriffe Bilanzgleichung und Bilanzidentität.
    • Summe Aktiva = Summe Passiva
    • Schlussbilanz altes Geschäftsjahr = Eröffnungsbilanz neues Geschäftsjahr
  25. Was versteht man unter materiellen Abschlussbuchungen?
    Inventarwerte nicht gleich Bilanzwerte, für Bilanzerstellung sind Wertkorrekturen notwendig, diese heißen materielle Abschlussbuchung
  26. Vier typische Bilanzänderungen nennen und erklären.
    • Aktiv-Tausch
    • Passiv-Tausch
    • Aktiv-Passiv-Mehrung
    • Aktiv-Passiv-Minderung
  27. Beispielfälle für Bilanzverlängerung und -verkürzug
    • A-P-Mehrung: Kreditaufnahme
    • A-P-Minderung: Kredittilgung
    • jeweils Bank und Darlehen ändern sich
  28. In welche Gruppen lassen sich Bestandskonten gliedern?
    • Aktivkonten: AB links im Soll
    • Passivkonten: AB rechts im Haben
  29. Nennen Sie fünf grundsätzliche Regeln für das Buchen auf Bestandskonten
    • Geschäftsvorfall berührt mind. 2 Konten
    • mind. 1x im Soll u. 1x im Haben buchen
    • Summe Sollbuchung = Summe Habenbuchung
    • Aktivkonten: Zugänge im Soll, Abgänge im Haben
    • Passivkonten: Zugänge im Haben, Abgänge im Soll
  30. Auf welcher Seite sind Bestandsmehrungen zu buchen?
    Aktivkonten Soll, Passivkonten Haben
  31. Welchem Zweck dient das EBK?
    Aufnahme der Gegenbuchungen zu den Eröffnungsbuchungen, technisches Hilfskonto
  32. Wie unterscheiden sich EBK und Bilanz?
    • Bilanz mit Aktiva/Passiva, EBK mit Soll/Haben
    • EBK Spiegelbild der Bilanz
  33. Wozu wird das SBK benötigt?
    • Konten sind am Periodenende abzuschließen
    • formelles Gegenkonto zur Schlussbilanz
    • kein Spiegelbild zur Bilanz
  34. Auf welcher Kontoseite sind Endbestände zu verbuchen?
    • SBK:
    • Endbestände vom Soll auf Aktiva
    • EB vom Haben auf Passiva
    • kein Spiegelbildkonto
  35. Was ist Saldieren?
    • Ermittlung des EB
    • kleinere Kontoseite von größerer abziehen
    • Differenz auf kleinere Seite schreiben
  36. Warum werden erfolgswirksame Geschäftsvorfälle nicht direkt auf das EK-Konto verbucht?
    • unübersichtlich
    • Erfolge nur schwer einzelnen Vorgängen zuzuordnen
  37. Welche Veränderungen des EK sind mit Aufwänden und Erträgen verbunden?
    • Aufwendung: Minderung EK
    • Ertrag: Erhöhung EK
  38. Auf welcher Kontenseite sind Erträge und Aufwendungen zu erfassen?
    • Erträge im Haben
    • Aufwendungen im Soll
  39. Wie ist der Begriff Habensaldo definiert?
    • Saldo resultiert aus größerer Habenseite
    • steht aber im Soll
  40. Wo erfolgt die Gegenbuchung von Aufwendungen bzw Erträgen?
    Im GVK
  41. Über welches Konto wird das GVK abgeschlossen?
    EK-Konto
  42. Wie unterscheiden sich GVK und GV-Rechnung?
    • GVK: in doppelte Buchführung eingegliedert, keine Gliederungsvorschriften
    • GVR: außerhalb, nach 275 HGB
  43. Wie sind Privateinnahmen bzw. -entnahmen zu verbuchen?
    • Einlagen: im EK im Haben
    • Entnahmen: im EK im Soll
    • beides teils über Zwischenkonten zur Übersichtlichkeit
  44. Was versteht man unter getrennten Warenkonten?
    • WEK und WVK
    • Einkäufe und Verkäufe getrennt erfassen
  45. Zeigen Sie auf, was auf dem WEK verbucht wird.
    • Anfangsbestand
    • Zugänge
    • Abgänge
    • Endbestand
  46. Unteschied Nett- und Bruttoabschlussverfahren?
    • Netto: Wareneinsatz in den Soll des WVK
    • Brutto: Wareneinsatz direkt auf Soll des GVK
  47. Warum gibt es Befreiungen von der Umsatzsteuer?
    • steuerbedingte Mehrfachbelastungen vermeiden
    • sozial- und wirtschaftspolitische Ziele fördern
  48. Wie ermittelt sich die Umsatzsteuerzahllast?
    • Bemessungsgrundlage * Steuersatz (19 o. 7%)
    • Berechnete USt - abzuziehende Vst
  49. Wann wird auf Konto Ust und wann auf Vst gebucht?
    • Ust: Verkauf von Waren
    • Vst: Einkauf von Waren
  50. Wie sind Umsatzsteuervorauszahlungen zu verbuchen?
    • Abschluss Vst über Ust
    • Ust an Vorsteuer
    • Ust an Bank
  51. Warum kann am Bilanzstichtag Restbetrag auf Vst oder Ust sein? Wie bucht man dann?
    • über SBK
    • vorher sonst. Ford. oder sonst. Verb.
  52. Geben Sie einen Überblick über Preisminderungen.
    • Rabatte: sofort gewährt und in Buchung berücksichtigt
    • Boni: nachträglich gewährt, vermindern Entgelt
    • Skonti: falls Rechnung innerhalber Frist gezahlt wird, kann als Zins angesehen werden
  53. Wie verbucht man Kundenboni?
    • Kundenboni -> ich verkaufe
    • gew Boni, Ust an Forderungen
    • Abschluss WVK an gew Boni
  54. Wie bucht man Lieferantenskonti?
    • ich kaufe
    • Verb an erh Skonti und Vst
    • Abschluss: erh Skonti an WEK
  55. Erläutern Sie Anschaffungskosten.
    • Aufwendungen um Gegenstand zu erwerben u. in betriebsbereiten Zustand zu versetzen
    • müssen einzeln zugeordnet werden können
    • Anschaffungspreis + Anschaffungsnebenkosten + nachträgliche Kosten - Preisminderungen
  56. Welche Besonderheit ist bei der Verbuchung von geleisteten Anzahlungen zu beachten?
    • umsatzsteuerpflichtig
    • wird mit Leistung der Anzahlung fällig
  57. Überblick über die Verfahren der planmäßigen Abschreibung
    • Zeitabschreibung:
    • linear
    • degressiv (arithmetisch, geometrisch)
    • progressiv
    • Leistungsabschreibung
  58. Wie unterscheidet sich die direkte von der indirekten Verbuchung der Abschreibungen?
    • direkt: Gegenbuchung unmittelbar auf Anlagekonto, z.B. Gebäude/Maschinen, auf Konto nur noch der Restwert
    • indirekt: über Wertberichtigungskonto, Korrekturgröße zum Konto, Anfangswert bleibt auf Konto, mehr Informationen über Abnutzungsgrad
  59. Warum ist indirekte Abschreibung bei Kapitalgesellschaften weniger sinnvoll?
    • es darf auf Passivseite keine Position Wertberichtigung geben
    • keine Wertberichtigung in der Bilanz
    • müsste mit Anlagekonten verrechnet werden
  60. Was ist bei planmäßiger Abschreibung geringwertiger Wirtschaftsgüter zu beachten?
    • selbstständig nutzbar, bewertbar u. abschreibbar
    • AHK nicht > 410 EUR
    • Wahlrecht zu Sofortabschreibung im Jahr der Abschaffung/Herstellung
  61. Systematisieren Sie die gestzl. Regelungen zu außerplanmäßigen Abschreibungen im Anlagenvermögen.
    • dauerhafte Wertminderung: Abschreibungspflicht
    • vorübergehend: Finanzanlagen, Wahlrecht, Nicht-Finanzanlagen, Abschreibungsverbot
  62. Welche Konsequenzen haben Differenzen zw. Verkaufserlös und Buchwert bei Gegenständen des Anlagevermögens für die Verbuchung?
    • über sonst. betr. Ertrag bzw. Aufwand ausgleichen
    • außerdem Änderung der Umsatzsteuer
  63. Was ist das strenge Niederstwertprinzip?
    • Abschreibung auf niedrigeren Tageswert am Bilanzstichtag sind zwingend
    • bei Vorräten immer sofort abschreiben
  64. Nehmen Sie eine Kategorisierung von Forderungen nach ihrer Güte vor.
    • vollwertige
    • zweifelhafte
    • uneinbringliche
  65. Wie ist buchungstechnisch abzubilden, dass Forderung zweifelhaft ist?
    • auf seperates Konto "zweifelhafte Ford." umbuchen
    • mit wahrscheinlichem Wert ansetzen
    • anteilig abschreiben
  66. Mit welchem Wert sind zweifelhafte Forderungen anzusetzen?
    • mit wahrscheinlichem Wert
    • ursprünglicher Wert - Ausfall
    • Rest anteilig abschreiben
  67. Wann darf bei zweifelhaften Ford eine Korrektur der Ust vorgenommen werden?
    erst wenn Ausfall endgültig feststeht
  68. Abgrenzung zw. Einzelwertberichtigung und Pauschalwertberichtigung einer Forderung?
    • Berichtigung einer einzelnen Forderung
    • Erfassen zweier Risiken, spezielles Kreditrisiko aus Vereinfachungsgründen, allgemeine Kreditrisiken (gesamten Betrag mithilfe Erfahrungswerte abschreiben)
  69. Buchungstechnische Konsequenzen, wenn tatsächlicher Forderungsausfall > als geschätzter Ausfall?
    • sonst. betr. Aufwand
    • (andersrum Ertrag)
  70. Unterschied transitorische und antizipative RAP?
    • transitorisch: Zahlungswirksamkeit vor Erfolgswirksamkeit
    • antizipativ: Zahlungswirksamkeit nach Erfolgswirksamkeit
  71. Unterschied aktive / passive RAP?
    • aktiv: Ausabe jetzt, Aufwand später
    • passiv: Einnahme jetzt, Ertrag später
  72. Zwei grundsätzliche Arten antizipativer RAP?
    • Aufwand jetzt, Ausgabe später (sonst Verb)
    • Ertrag jetzt, Einnahme später (sonst Ford)
  73. Was ist ein Disagio?
    Auszahlungsbetrag einer Verbindlichkeit kleiner als Rückzahlungsbetrag
  74. Buchungstechnische Behandlung Disagio?
    • direkter Aufwand
    • aktiver RAP mit planmäßiger Abschreibung
  75. Wie sind Rückstellungen charakterisiert?
    Ungewissheit in Bezug auf Höhe und Fälligkeit der Ausgaben
  76. Welche Arten von Rückstellungen sieht das HGB vor?
    • ungewisse Verbindlichkeiten
    • Instandhaltungsrückstellung
    • für drohende Verluste aus schwebendem Geschäft
    • Gewährleistungen ohne rechtl. Verpflichtung
    • unterlassene Abraumbeseitigung
  77. Auf welchen Konten wird Bildung einer Rückstellung grundsätzlich gebucht?
    entsprechendes Aufwandskonto
  78. Welche Konsequenzen hat eine unterdotierung der Rückstellung für die BF?
    zusätzlicher sonst. betr. Aufwand
  79. Welche Ziele werden mit Hauptabschlussübersicht verfolgt?
    Erstellung eines vorläufigen Abschlusses
  80. Nennen und erläutern Sie 8 Spalten der HAÜ.
    • Eröffnungsbilanz: Stand Sachkonten Periodenbeginn
    • Umsatzbilanz: angefallenden, unsaldierten Umsätze
    • Summenbilanz: Addition Eröffungs- und Umsatzbilanz
    • Saldenbilanz I: Saldierung Summenbilanz
    • Umbuchungen: Abschreibungen, Rückstellungen, RAP, Privatkonten
    • Saldenbilanz II: Verrechnung Umbuchungen mit Salden der SB I
    • Schlussbilanz: Salden aus akt. u. pass. Bestände aus SB II
    • GVR: Erfolgssalden der SB II

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