VT Reich entw

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Author:
Anonymous
ID:
219630
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VT Reich entw
Updated:
2013-05-14 17:14:58
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VT Reich
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Entwicklungs und geschlechtsspezifische Aspekte
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  1. Was verstehen Sie unter dem Family Adversity Index?

    • - entwickelt
    • von Rutter

    • - definiert 6
    • Merkmale --> Risikofaktoren für die Entstehung psychischer Störungen im
    • Kindes- und Jugendalter

    - Daten der Isle of wight studie (eine der größten epidemiologischen Untersuchungen über psychische Störungen im KJ Alter


    • (1) geringer sozialer Status
    • (2) Große Familie oder beengte Wohnverhältnisse
    • (3) Ehezwistigkeiten oder unvollständige Familie
    • (4) Depressionen oder neurotische Störungen der Mutter
    • (5) Kriminalität des Vaters
    • (6) Heimaufenthalt des Kindes für mindestens eine Woche
  2. Benennen Sie kurz vier allgemeine Grundsätze, die
    die Zweigeschlechterperspektive in der KJP berücksichtigen?

    - Ablösung der geschlechtsneutralen Therapieauffassung, die eine verdeckte Orientierung an Jungen bietet und eine Abwertung der Mädchen impliziert

    - Wahrnehmung der Aspekte und feste Einbeziehung bei der Anamnese kindlicher Störungen und Auffälligkeiten, sowie des Selbstkonzeptes

    • - Geschlechtsspezifischer therapeutischer Umgang der Mädchen- und Jungensozialisation, Spiegelung und
    • Verstärkung der geschlechtsspezifischen Kompetenzen und Ressourcen und
    • Erweiterung des Verhaltensspektrums über traditionelle Rollenmuster hinaus zur
    • Heilung von Jungen und Mädchen

    - Professionalität- Nutzung der Geschlechtsidentität des Therapeuten - Selbstverständnis undModell - Mann - Frau - eigene Aussöhnung mit dem Geschlecht
  3. Nennen Sie Belastungsfaktoren im KJ alter, die die Entstehung von psych. Störg. begünstigend wirken!

    • Frühe Belastungsfaktoren (bis 6)
    • 1. Mutter jünger als 18
    • 2. Unerwünschte Schwangerschaft
    • 3. Schwangerschaft als chronischer Stress erlebt
    • 4. Erzwungene Sauberkeitserziehung
    • 5. arbeitende Mutter im ersten Lebensjahr
    • 6. Allein erziehende Mutter

    • Belastungen im Schulalter
    • 1. Vater ungelernt /angelernter Arbeiter
    • 2. Enge Wohnverhältnisse
    • 3. Ehekonflikte
    • 4. unvollständige Familie
    • 5. Psychische Störungen der Mutter
    • 6. Kriminalität des Vaters
    • 7. Institutionelle Unterbringung

    • Belastungen in der Adoleszenz
    • 1. Schlechte soziale Integration und
    • 2. ungenügende soziale Unterstützung in Familie, Peergroup u. Partnerschaft
    • 3. Hohe Zahl von akuten und chronischen Stressfaktoren
  4. Benennen Sie mindestens vier familiäre
    Einzelfaktoren, die die Entstehung von psych. Erkrankungen begünstigen!
    • HEINRICH,
    • GRAHAM; ESSER;SCHMIDT;VERHULST; IHLE

    • Risikofaktoren
    • - sozioökonomischer Status und
    •   soziokulturelle Aspekte wie Armut,
    •   Wohnverhältnisse, Diskriminierung,
    •   Randständigkeit
    • - soziale Isolation einzelner
    •   Familienangehöriger oder der ganzen 
    •   Familie
    • - Verlust von Bezugspersonen,Scheidung,  
    •   Tod
    • - Psychische Erkrankung der Eltern
    • - intensive Konflikte in der Familie, Streit
    •   der Eltern, Fremdunterbringung,  
    •   Vernachlässigung, mangelnde Förderung   
    • des Kindes
    • - Gewalt, Misshandlungen in der Familie fehlende emotionale Wärme
    • - dysfunktionale Bewältigungsstrategien
    •   der Eltern
  5. Benennen Sie mindestens vier protektive familiäre Bedingungen, die eine Auslösung und Entstehung einer psy. Erkrankung behindern!

    - Zusammenhalt und emotionale Verbundenheit in der Familie

    • - Förderung der Autonomie der Mitglieder
    • bei hoher wechselseitiger Unterstützung

    -aufmerksame, authentische und einfühlsame, aber auch konsequente und bestimmte Erziehungshaltung gegenüber dem Kind

    • - eine klare Rollen- und Aufgabenverteilung in der Familie, eine stabile und transparente familiäre Hierarchie (Machtverteilung), die flexibel neuen situativen Bedingungen
    • angepasst wird

    - Fähigkeit der Familiemitglieder, sich auch außerhalb der Familie Unterstützung zu suchen bzw. ein stützendes soziales Netzwerk zu aktivieren

    - ein hinreichend klarer und eindeutiger Kommunikationsstil

    - funktionale Bewältigungsstrategien der Familie
  6. Welche Ergebnisse bilden Studien im Rahmen der Geschlechterperspektive - KJP ab?
    • Vor der Pubertät treten insgesamt größere Auffälligkeiten bei Jungen (externalisierende
    • Störungen) auf - mit und nach Pubertät mehr Störungen bei Mädchen (Depression,
    • Angst)
  7. Welche Rolle spielt bei der Entstehung psy. Störg die genetische Komponente?

    - bei nahezu allen psych. Störg, spielt der genetische Faktor eine wichtige Rolle

    • - Eine Reihe von psych. Erkrankungen ist überwiegend genetisch bedingt (pervasive
    • Entwicklungsstörungen, Schizophrenien, bipolare Störungen) aber auch ADHS

    • - viele andere Störungen sind etwa zur Hälfte durch genetische Transmission erklärbar.
    • Bei introversiven Störungen liegt die Vererblichkeit = Heritiabilität häufig unter 50%

    • - bei manchen psych. Störungen - pervasive Entwicklungsstörungen ist Vererbung
    • relativ sicher, Ergebnisse verschiedener Störungen liegen eng bei einander, bei
    • Essstörungen z.B. allerdings nicht
  8. Benennen Sie
    bezüglich der Angststörungen Alterstrends?
     
    Alterstrends - Neuauftretensrate

    • Angststörungen: Abnahme bis zur Pubertät, danach deutlicher Anstieg
    • Trennungsangst: Abnahme
    • Generalisierte Angststörung: Abnahme bei Jungen
    • spezifische Phobien: abhängig vom Typ soziale Phobien: Anstieg um Pupertät
    • Panikstörung: Zunahme erst in (später) Adoleszenz
  9. Welche Bedeutung hat das Geschlecht als
    Risikofaktor (Prävalenzraten) bei der Entstehung von Angststörungen?

    - Geschlecht ist ein Risikofaktor für die Ausbildung einer Angststörung

    • - Mädchen weisen 2 bis 4 mal höhere Raten auf (phobische Störungen, generalisierte
    • Angststörung, PTBS)

    - Zwangserkrankungen im Kindesalter haben bei Jungen höhere Prävalenzen

    - Störungen bei Trennungsangst scheint bei Jungen und Mädchen gleich verteilt zu sein
  10. Benennen Sie bezüglich expansiver Störungen Alterstrends?

    Alterstrends - Neuauftretendrate
    Expansive Störungen: Anstieg bis nach der Pubertät, dann Rückgang

    Hyperkinetische Störungen: Gipfel im frühen Schulalter, dann abnehmend

    Störung des Sozialverhaltens: Zunahme bis nach der Pubertät, dann Rückgang

    Störung des oppositionelles Trotzverhalten: Gipfel um die Pubertät

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