VT Bäse und Hartmann

Card Set Information

Author:
Anonymous
ID:
220066
Filename:
VT Bäse und Hartmann
Updated:
2013-05-17 13:48:17
Tags:
VT Bäse
Folders:

Description:
Verhaltensanalyse/Krankheitslehre
Show Answers:

Home > Flashcards > Print Preview

The flashcards below were created by user Anonymous on FreezingBlue Flashcards. What would you like to do?


  1. Erläutern Sie die Begriffe
    „Funktionale
    Verhaltensanalyse“,
    „Horizontale Verhaltensanalyse“ und
    „Vertikale
    Verhaltensanalyse“!

    • funktionale Verhaltensanalyse
    • - richtet den Fokus auf dem Verhalten,
    • an dem gearbeitet werden soll
    • - Person mit best. Eigenschaften -> zeigt ein best. VH -> unter best. situativen Bedingungen -> welches durch best. Konsequenzen
    • aufrecht erhalten wird ->
    • wenn es regelmäßige Zusammenhänge zw. den situationalen Bedingungen und dem
    • Verhalten sowie dem Verhalten und den Konsequenzen gibt

    • Horizontale Verhaltensanalyse
    • - erklärt die Abhängigkeit des VH einer
    • Person von vorausgehenden und nachfolgenden Bedingungen (z.B. SORKC)
    • -> V = f (vorher/ nachher)

    • Vertikale Verhaltensanalyse
    • -> mittels der individuellen
    • Problemanalyse wird festzustellen versucht, ob und inwieweit ein bestimmtes
    • Verhalten der Person in einer bestimmten Situation sich als Funktion von
    • übergeordneten Verhaltensplänen und – zielen des Individuums analysieren lässt

    V = f (Ziele / Pläne)
  2. Was versteht man unter „Exploration“ und was
    unterscheidet diese von der „Anamnese“?

    • Exploration
    • - Informationen zur aktuellen
    • Problematik
    • - Vorstellungsanlass

    • Anamnese
    • - eher vergangene Erlebnisse (Eigenanamnese, Familienanamnese)
  3. Nennen Sie die maßgeblichen Punkte einer
    Verhaltensbeobachtung!

    • Vorgehensweise
    • - Auswahl der zu beobachtenden
    • Verhaltensweise
    • - Festlegung des Zeitintervalls
    • - Festlegung eines Kodiersystems
    • (Häufigkeit / Intensität)

    • Unterteilung zwischen
    • systematische und unsystematischen
  4. Welche drei Arten von Auffälligkeiten können sich bei der Kognitionsanalyse zeigen?

    • Dysfunktionale
    • Kognitionen (sind im Hinblick auf das Problemverhalten unabhängig vom Wahrheitsgehalt aufrechterhaltend)

    • Irrationale Überzeugungen
    • (sachlich unrichtig)

    Attributionsstile (Art der Einschätzung, worauf best. Ereignisse ursächlich zurückzuführen sind, prägen Wahrnehmung und Verhalten)
  5. Nennen Sie die psychologischen Grundbedürfnisse eines Menschen.

    • Bedürfnis nach Orientierung und
    • Kontrolle

    • Bedürfnis nach Lustgewinn und
    • Unlustvermeidung

    Bedürfnis nach Selbstwerterhöhung

    Bedürfnis nach Bindung
  6. Welche Informationsquellen sind für die
    Therapieplanung notwendig?

    NACHLESEN; BORGS-LAUF
  7. Äußern Sie sich zu den Grundannahmen der
    funktionalen Verhaltensanalyse!

    Grundannahmen der fkt. VHanalyse:

    1. Eine bestimmte Person mit spezifischen biologisch-physiologischen sowie psychosozialen Organismuseigenschaften (O)

    • 2. zeigt eine
    • bestimmte Reaktion in Form von Verhalten (R)

    • 3. unter
    • bestimmten situativen Bedingungen (Si/Se)

    • 4. das durch bestimmte
    • Handlungsfolgen bzw. Konsequenzen aufrecht- erhalten wird (C)

    • 5. wenn es regelmäßige und nachvollziehbare Beziehungen zwischen
    • den situativen Bedingungen und dem Verhalten sowie dem Verhalten und den
    • Konsequenzen gibt (Kontingenz/Kontiguität) (K)
  8. Welche Vorgehensweise empfiehlt Borg Laufs (2006) bei der Erarbeitung einer funktionalen Verhaltensanalyse?

    Beginn der fkt. VHanalyse mit dem „R“

    dann Stimulus

    Konsequenzen

    Kontingenz / Kontiguität

    O
  9. Worin besteht die Aufgabe einer Ressourcenanalyse?

    Im Rahmen der Ressourcenanalyse ist zu klären, an welchen positiven Ressourcen psychotherapeutische Interventionen anknüpfen können, welche Ressourcen ausbaufähig sind und welche Ressourcen fehlen
  10. Was versteht man unter „Konfliktumleitung“?

    • - gehört zur Systemanalyse
    • ->Beziehungs- und Interaktionsmuster

    Verdeckter Paarkonflikt, der durch Zentrierung auf das Problemkind umgeleitet wird
  11. Was wird bei der Zielanalyse geprüft?

    wichtiger Bestandteil der Therapieplanung innerhalb der Zielklärung

    •  Zielanalyse
    • - Prüfung der verschiedenen kurz- und
    • langfristigen Ziele der Systembeteiligten auf Kompatibilität
    • - Prüfung, ob eine fachliche/ ethische
    • Vertretbarkeit vorliegt
    • - Prüfung der Ziele auf Widersprüchlichkeit / Realisierbarkeit
  12. Welchen Sinn hat die Evaluation am Ende eines Therapieprozesses?

    • Ängste werden durch klassische Konditionierung erworben und durch operantes Konditionieren
    • aufrechterhalten wird

    von Mowrer und Miller in den 50er Jahren des 20. Jh. formuliertes Zwei-Faktoren-Modell der Angst, eine Weiterentwicklung der behavioristischen Konditionierungstheorie der Angst (Emotionstheorie, behavioristische). Zunächst führt ein traumatisierendes, angstauslösendes Ereignis zu einer Vermeidungsreaktion. Die Flucht- und Vermeidungsreaktionen, die auf diese angstauslösenden Ereignisse ausgebildet werden, reduzieren zwar die aktuelle Angst und schützen vor weiteren aversiven Stimulationen, tragen aber damit zu einer Aufrechterhaltung der Angst bei (negative Verstärkung).
  13. Self-Efficacy-Theorie
    (Bandura, 1977)

    • - eigene Erwartungen aufgrund eigener
    • Kompetenzen gewünschte Handlungen erfolgreich selbst ausführen zu können

    - gezielt Einfluss auf die Dinge und die Welt zu nehmen
  14. Problemanalyse nach Bartling
  15. operante Methoden

    • operante Verfahren sind Verfahren der Konsequenzenkontrolle;
    • sie sind dann indiziert, wenn die Auftretenswahrscheinlichkeit eines Problems verändert werden soll

    • Verhaltensabbau:
    • Löschung
    • Checking
    • Bestrafung
    • Response Cost
    • Time out

    • Verhaltensaufbau:
    • Shaping (Verhaltensformung)
    • Chaining (Verhaltensverkettung)
    • Prompting(Verhaltensunterstützung)
    • Fading (Ausblenden)

    • Indikation: Aufbau prosoziales VH, Abbau aggressives VH, Depressionen,
    • Soziale Unsicherheit, Elterntrainings
  16. Epidemiologische Maße

    • Deskriptive Epidemiologie =
    • Statistische Erhebungen, um die Verteilung von Krankheiten zu ermitteln und
    • festzustellen, was die Krankheiten gemeinsam haben (keine Aussage, warum die Betroffenen erkrankt sind)

    • Prävalenz= Maß für die Anzahl der
    • Erkrankten zu einem bestimmten Zeitpunkt (Krankheitshäufigkeit; bereits
    • Erkrankter und Neuerkrankter)

    • Inzidenz = Maß für die Anzahl der auftretenden Erkrankungen innerhalb
    • eines bestimmten Zeitraumes (Erkrankungshäufigkeit; Neuerkrankungen)
  17. Psychotherapierichtlinien – was ist das überhaupt?

    • In den Psychotherapierichtlinien wird
    • vom Bundesausschuss der Ärzte und Krankenkassen festgelegt, was als behandlungsbedürftige psychische
    • Störung begriffen wird, welche Verfahren zugelassen sind, wie diese
    • durchzuführen sind, und welche Verfahren explizit nicht zugelassen sind

    • Der Gemeinsame Bundesausschuss (B-BA)
    • ist das oberste Beschlussgremium der gemeinsamen Selbstverwaltung der Ärzte,
    • Zahnärzte, Psychotherapeuten, Krankenhäuser und Krankenkassen in Deutschland
    • bestimmt in Form von Richtlinien den
    • Leistungskatalog der Gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) für mehr als 70
    • Millionen Versicherte und legt damit fest, welche Leistungen der medizinischen
    • Versorgung von der GKV erstattet werden

    • beschließt der G-BA Maßnahmen der Qualitätssicherung für den ambulanten
    • und stationären Bereich des Gesundheitswesens
  18. Der wissenschaftliche Beirat
    (für Psychotherapie)

    Rechtsgrundlage

    Aufgaben

    • Vereinbarung zwischen
    • Bundesärztekammer und Bundespsychotherapeutenkammer

    Zusammensetzung

    Verfahrensweise

    • Gutachten und Stellungnahme zu
    • Psychotherapieverfahren

    • Weiterentwicklung der
    • Bewertungsmethodik des Wissenschaftlichen Beirats

    Forschungsförderung

    Therapien: EMDR, Gesprächspsychotherapie, Hypnotherapie, VT
  19. Krankheitsbegriff
    Nach den Psychotherapierichtlinien kann seelische Krankheit

        in seelischen Symptomen

        in körperlichen Symptomen und

        in krankhaften Verhaltensweisen

    erkennbar werden.

    • Es gehört zum Wesen dieser Störungen, dass sie der willentlichen Steuerung durch
    • den Patienten nicht mehr oder nur zum Teil zugänglich sind.
    • - liegt häufig eine aktuelle seelische Krise oder lebensgeschichtlich erworbene
    • Struktur zugrunde
  20. Gemeinsamkeiten und Unterschiede zwischen TP und PA
    • Gemeinsamkeiten:
    • - Grundannahmen der Neurosenlehre,
    • Existenz des Unbewussten

    • Unterschied:
    • - Nutzung der Regression (TP nutzt Regression nur eingeschränkt, dagegen
    • wird in der analytischen PT gezielt mit regressiven Prozessen gearbeitet um die
    • Ebene des Grundkonfliktes zu erreichen)
  21. Behandlungsdauer
    • VT:
    • 1.   Bewilligungsschritt: 45 Sitz.
    • 2.   Bewilligs.:15 Sitz.
    • 3.   Bewilligs.:20 Sitz.

    • TP:
    • 1.    Bewilligs.: 70 Einzelsitzungen
    • 2.    Bewilligs.: 50 Einzelsitzungen
    • 3.    Bewilligs.: 30 Einzelsitzungen

    • KZT: 25 + 6
    • in besonderen Fällen kann auch eine tp fundierte PT in der Sonderform einer
    • niederfrequenten Behandlung erfolgen (50 Sitzungen x 25 min)

    - kann auch als Gruppentherapie erfolgen

    - spätestens mit der 20. Sitzung Antrag auf Überführung in eine LZT

What would you like to do?

Home > Flashcards > Print Preview