KFZ - Technik Kapitel 2 - Karosserie

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Author:
jenzett
ID:
222827
Filename:
KFZ - Technik Kapitel 2 - Karosserie
Updated:
2013-06-09 08:37:52
Tags:
kfz
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Fahrzeugtechnik Karosserie
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  1. Was sind die Zielkonflikte bei der Karosserieform?
    Sicherheit, Design, Aerodynamik
  2. Welche Sicherheitsrelevanten Merkmale können in die Karosserie integriert werden?
    • - Knautschzone
    • - Stabilität der Fahrgastzelle
    • - für Fußgänger: aufstellbare Motorhaube
  3. Welche Merkmale der Karosserie haben großen aerodynamischen Einfluss?
    • - Stirnfläche -> cw Wert
    • - Strömungsgünstige Form
    •    -> flache Frontscheibe, glatte Front
    • - kleine Außenspiegel, versteckte Scheibenwischer etc
  4. Was ist die Definition von Sicherheit?
    Sicherheit ist die Sachlage, bei der das Risiko kleiner ist, als das größte noch vertretbare Risiko (Grenzrisiko) eines technischen Vorganges oder Zustandes.

    Risiko ist dabei die zu erwartende Häufigkeit des Eintritts eines  zum Schaden führenden Ergebnisses und das dabei zu erwartende Schadensausmaß.
  5. In welche Bereiche kann man die Unfall - Sicherheitssysteme einteilen?
    • - Primär (PreCrash)
    • - Sekundär (Crash)
    • - Tertiär (Post - Crash)
  6. Beispiele für primäre Sicherheitssysteme?
    • -ESP, ABS, ASR
    • -pyrotechnischer Gurtstraffer
  7. Beispiele für sekundäre Sicherheitssysteme?
    • - Airbags
    • - Knautschzone
  8. Beispiele für Tertiäre Sicherheitssysteme?
    • - Notrufsystem
    • - Unfallgeeignete Karosserie -> Türen die sich nach Unfall leicht öffnen lassen
  9. Wie ist der Verlauf einer Kollision?
    • -> Fahrzeug wird von Ausgangsgeschwindigkeit innerhalb kurzer Zeit in den Stand verzögert
    • ->Verzögerungsweg ist die Summe aus dem Nachgiebigkeitsweg des Unfallgegners, des eigenen Fahrzeugs und des Innenraumreserveabstands
  10. Warum ist es wichtig, dass die Steifigkeit der Karosserie ausgeglichen ist?
    • -> zu hohe Steifigkeit = hohe Beschleunigung/Kräfte
    • -> zu geringe Steifigkeit = Intrusionen in Fahrgastzelle
    • -> optimale Steifigkeit = mittlere Beschleunigung, Absorption von Kräften durch Deformation des Knautschzonenbereichs
  11. Welche Karossiekonstruktionsregeln sollen die Unfallschwere vermindern?
    • -> optimale Kraftweiterleitung (gleichmäßige Verteilung) sorgt dafür, dass A-Säule, Türen etc. nicht zu große Kräfte aushalten müssen -> sonst kollabieren sie
    • -> Knautschzone sorgt durch Deformation zu aufnahme von kinetischer Energie, sodass die Fahrgastzelle nicht betroffen wird
    • -> Vermeidung von elastischer Verformung (Crash Energiespeicher)
    • -> Wenn möglich: Nutzung der Kollisionsenergie zur Aktivierung von Sicherheitssystem
  12. Welche Insassenrückhaltesysteme gibt es und welche Aufgabe erfüllen sie?
    • -Sicherheitsgurt: Festhalten der Fahrgäste
    • -Airbags: Entfalten sich durch Explosionsladung/Hochdruckkapseln und sollen durch Luftpolster die kinetische Energie des Fahrers aufnehmen, jedoch unter nicht zu hohen Beschleunigungen
    • -pyrotechnischer Gurtstraffer: Sprengladung strafft Gurt, um Fahrgast in aufrechte Position zu bringen, damit Airbag sicher gezündet werden kann
  13. Was ist die Out-of-Position Problematik?
    • Fahrgast befindet sich nicht in Aufrechter Position, bzw. ist zu klein für den Airbag
    • -> Nichtzündung des Airbags, da sonst Verletzungen durch den Airbag verstärkt werden
    • - Adaptive Systeme detektieren OoP und verhindern Zündung des Airbags
  14. Wie kann Out-of-Position detektiert werden?
    • -PMD Kamera
    • -Visionsystem
    • -Ultraschall
    • -Elektromagnetisch
    • -Sitzbelegungserkennung
    • -Gurtposition
  15. Wie funktioniert ein Airbag?
    • -> Bei einer Kollision detektieren Sensoren genügend große Kräfte, ob der Fahrer OoP ist und zünden gegebenenfalls den Airbag
    • -> ein Zündstrom erhitzt einen dünnen Draht der einen Treibstoff zündet
    • -> Gezielte Abbrennung mit Natriumnazid zu Stickstoff
    • -> nach Verbrennung bis 600°C, daher Filtersystem mit Abkühlung am Austritt wonach ca. 80°
  16. Wie funktioniert ein mechanischer/pyrotechnischer Gurtstraffer und welche Vorteile hat er?
    • ->mech.: je nach Kollisionsenergie gibt eine Steuersystem eine  gespannte Feder frei, die dann den Gurt strafft
    • ->pyrotech.: Treibladung wirkt auf einen Kolben, der durch seine Bewegung den Gurt spannt

    ->Vorteile: Gurt wirkt früher, gleichmäßigere Verzögerung, geringere Durchschnittsverzögerung
  17. Wie wirken sich die Rückhaltesysteme auf die Insassenbeschleunigung aus?
    -> Beschleunigungsspitzen werden vermieden/abgeschwächt
  18. Wie funktioniert ein reversibler Gurtstraffer?
    Ein Motor spannt den Gurt bereits vor einem Unfall
  19. Welchen Nutzen eine aktive Kopfstütze?
    akt. Kopfstütze bewegt sich nach Vorne und verringert den Abstand zwischen Kopf und Stütze, sodass die Belastung der Halswirbelsäule verringert wird
  20. Welche Skalen zur Bewertung von Verletzungsschwere gibt es?
    • MAIS: Maximum Abbreviated Injury Scale
    • HIC: Head Injury Criterion
  21. Wie bewertet MAIS die Verletzungsschwere?
    • -> Aufteilung des Körpers in 8 Regionen, Verletzungsschwere in 6 Klassen (nichtlinear)
    • -> Beurteilung von Verletzungsverteilung/Verletzungsträchtigkeit von Unfallsituationen
  22. Was sagt das Head Injury Criterium aus?
    -> Das HIC legt fest, welche Beschleunigung über welche Zeitspanne zu reversiblen/irreversiblen Schäden am Kopf führt
  23. Wie werden Rückhalte/Sicherheitssysteme bewertet?
    • -> Anhand Belastbarkeitsgrenzen (Beschleunigung, Kraft, Dauer) z.B. nach HIC
    • -> Dummy Tests, die dem traumatologischen Verhalten der menschlichen Anatomie nachempfunden sind
  24. Welche Fußgängerschutzsysteme gibt es?
    • -weiche/runde Anprallflächen
    • -aktive Motorhaube (aufstellbar)
    • -Fußgängerairbag
    • - Radarerkennung
  25. Was ist das Euro-NCAP
    • European New Car Assessment Program
    • -> führt Tests durch:
    • - Verschiedene Aufprallüberdeckungen
    • -resultierende Grenzbelastungen
    • -Fußgängerschutz
    • -Kindersitzschutz
  26. Was bezeichnet die Kompatibilität der Unfallparter?
    • -inwieweit das Verletzungsrisiko beim Zusammenstoßen zweier Autos minimiert werden kann
    • ->Bsp.: Großes Auto stellt Unfallpartner Knautschzone zur Verfügung (Sklasse <> Smart)
  27. Welchen Einfluss hat die Aerodynamik auf das Fahrzeug?
    • -Sicht (Wasserablauf, Scheibenwischer)
    • -Fahrleistung (Verbrauch, Emissionen, Beschleunigung)
    • -Fahrrichungshaltung (Stabilität, Lenkverhalten)
    • -Komfort (Lüftung,Heizung, Windgeräusch)
    • -Kühlung (Motor, Abgas)
    • -Kräfte auf Karosserie (Tür, Scheiben)
  28. Durch welche Maßnahmen kann man die Aerodynamik verbessern?
    - Aktive Kühler-Jalousinen-Windgünstige Außenspiegel (oder Ersetzen durch Kameras)-Aktive Luftführung im Cabrio-Windvorhänge an den Rädern-Spoiler-Unterboden Verkleidung-Reduzieren der Einlassöffnungen-Verkleidung der Scheibenwischer/Felgen-neue Lacke-Formoptimierung(flache Frontscheibe/ebene Türgriffe)
  29. Durch welche Maßnahmen kann man die Geräuschbildung vermindern?
    - Spiralförmige Umwicklung der Antenne (Vermeidung von Strömungsschwingungen durch Wirbelbildung)- Design von Wirbelbildern an Außenspiegeln- Luftströmung optimieren (Kanten etc.)
  30. Wie wird der cw Wert bestimmt?
    - das Fahrzeug steht auf einer Platte mit Kraftsensoren und wird in einem Windkanal angeströmt. Die Resultierende Kraft in Strömungsrichtung wird gemessen und daraus der cw Wert bestimmt- kann auch numerisch bestimmt werden -> hohe Rechenleistung, Reibungs/Druckbeiwert der Oberfläche muss bekannt sein
  31. Welchen Einfluss hat die Aerodynamik auf das Fahrverhalten?
    • - Frontwiderstand -> Verbrauch, Leistung
    • - Kräfte durch Seitenwind auf das Fahrzeug
  32. Welche Aerodynamischen Kennwerte sind bei einem Fahrzeug wichtig für das Fahrverhalten?
    • - Seitenkraftbeiwert:durch Seitenwind erzeugte seitliche Kraft auf das Fahrzeug
    • - Giermomentbeiwert: durch ungleiche Seitenwindkraftverteilung am Fahrzeug entstehendes Giermoment
    • -Wankmomentbeiwert: Momenterzeugung durch Unterschiedliche Seitenwindkräfte an Unterboden und Dach
    • -Nickmomentbeiwert: Frontströmung erzeugt Moment durch Staupunkt und Strömungsablösung am Heck

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