Entscheidungsanomalien

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Author:
KaliYuga
ID:
224026
Filename:
Entscheidungsanomalien
Updated:
2013-06-16 10:09:06
Tags:
Wirtschaftspsychologie
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Description:
Wirtschaftspsychologie
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  1. Opportunitätskosten
    Verzicht auf andere Alternativen -> Kosten die dadurch entstehen
  2. Maximalprinzip
    Mit gegebenen Mitteln soll der maximale Erfolg erzielt werden
  3. Minimal- oder Sparziel
    Unter sparsamsten Einsatz der Mittel soll der maximale Erfolg erreicht werden
  4. Rationalitätsannahmen
    1. Vollständigkeit; 2. Transitivität; 3. Reflexivität; 4. Nicht-Sättigung; 5. Stetigkeit; 6. Konvexität
  5. Systeme zur Risikoentscheidung
    1. Intuitives System (alt, erfahrungsbezogen, führt schnell zu Bewertungen, funktioniert automatisch, natürlich, nonverbal -> Risiko als Gefühl); 2. Analytisches System (langsam, bewusst, verbal, rational -> Risiko - analystisch, reflektiv)
  6. Ambiguitätsaversion
    1. Sichere Entscheidungssituationen werden gegenüber riskanten und 2. riskante gegenüber ambivalenten bevorzugt
  7. Gewöhnliche Heuristiken
    1. Verfügbarkeitsheuristik; 2. Repräsentativitätsheuristik; 3. Anker-/Anpassungsheuristik 
  8. Affektheuristik 
    Situationen oder Entscheidungen werden danach beurteilt, ob sie angenehm oder unangenehm sind
  9. Subjective Expected Utility Model
    1. Ein bewusster Entscheider; 2. Alternativen sind im Voraus festgelegt und Entscheider ist voll informiert; 3. Alle Konsequenzen sind bekannt, bewertet oder in einer Rangfolge; 4. Bewertung anhang von beständigen Zielen; 5. Ereignisse haben feste Wahrscheinlichkeiten; 6. Relevanz von Informationen kann beurteilt werden und neue gesucht werden
  10. Ellsberg-Paradoxon
    Individuen und Gruppen lehnen Ambiguität so sehr ab, dass sie sich letztendlich inkonsistent und entgegen der Axiome der ökonomischen Theorie verhalten
  11. Melioration
    Menschen wählen jede Alternative, die sie momentan besser stellt, es kommt zu einer Diskontierung von Gewinnen über die Zeit
  12. Heuristiken - Definition
    Faustregeln, anhand einiger Eckdaten, die Urteilsprozesse erleichtern, aber zu systematischen Fehleinschätzungen führen, Kommen zur Anwendung, wenn Urteile in kompexen Situationen ohne genügend Info oder unter Zeitdruck zu fällen sind
  13. Verfügbarkeitsheurisitk
    Urteil wird auf Basis der Leichtigkeit, mit der Informationen aus dem Gedächtnis abgerufen werden können, gebildet; z.B. Todesursachen, 
  14. Stimmung = Information-Heuristik
    Arbeitnehmer, die in guter Stimmung nach ihrer Arbeitszufriedenheit gefragt werden, schließen aufgrund der Stimmung, dass ihre Arbeitszufriedenheit hoch sein muss, anstatt Ereignisse aus der Vergangenheit zu erinnern
  15. Repräsentativitätsheuristik
    Der geschätzte Grad an Übereinstimmung zwichen einem Ergebnis und einem Modell; z.B. Person BWLer oder Psychologe
  16. Anker-/Anpassungsheuristik
    Personen beginnen Häufigkeits- und Wahrscheinlichkeitsschätzungen anhand eines Ankers; z.B. 1 2 3 4 5 6 vs. 6 5 4 3 2 1
  17. Rekognitionsheuristik
    Kennen Menschen eines von zwei Objekten nicht, ziehen sie häufig den Schluss, dass das bekannte Objekt höheren Wert habe, teilweise kontra-intuitiver Effekt -> Less is more
  18. Take the Best Heuristik
    Wahl zwischen mehreren Alternativen, erst nach einem Charakteristikum ausschließen, dann nach dem nächsten und nächsten bis Entscheidung getroffen werden kann
  19. Eliminationsheuristik
    Merkmale der Alternativen werden sukzessive zur Bewertung der Alternativen herangezogen und jede Alternativen, die nicht entsprechen werden sukzessive eliminiert
  20. Prospect-Theory Allgemein
    Der Einfluss der subjektiven Aussichten, die durch entsprechende Problempräsenttion auf den Gewinn oder einen Verlust hingelenkt werden, wird auf das Verhalten von Personen in Risikosituationen beschrieben. Weiterentwicklung der subjektiven Erwartungsnutzentheorie
  21. Proxpect-Theory Bewertungsphasen
    1. Editing (Vereinfachung der Entscheidungsproblematik); 2. Evaluation (Bewertung der Alternativen)
  22. Prospect-Theory Editing Phase
    1. Coding (Worauf wird ein Ereignis bezogen?); 2. Combination (Unabhängige Ereignisse werden oft kombiniert gesehen); 3. Segregation (Ereignisse die sicher sind werden oft von riskanten getrennt erlebt); 4. Cancellation (Identsche Aspekte zweier Alternativen werden ignoriert und Unterschiede hoch gewichtet); 5. Simplification (z.B. unrunde Zahlen runden); 6. Detection of Dominance (besonders hervorstehende Alternativen werden bereits zu Beginn ausgeschieden und nicht weiter berücksichtigt)
  23. Prospect-Theory Evaluation Phase
    1. Der Wert wird relativ zu einem Referenzpunkt geschätzt; 2. Die Wahrscheinlichkeiten werden berücksichtigt
  24. Prospect-Theory Besitzeffekt
    Einer person, die ein Gut in Besitz nimmt, erscheint das Gut unmittelbar nachher wertvoller als vorher. Für die Rückgabe des Gutes wird mehr verlangt, als die Person selbst für die Erstehung zu zahlen bereit gewesen wäre
  25. Prospect-Theory Sunk costs Effekt
    Vergangene Kosten und Gewinne schlagen sich in zukünftigen nieder, wurde eine Investition geätigt, werden weitere Investitionen eher entschieden als ohne vorherige Aufwendungen
  26. Prospect-Theory Dispositionseffekt
    Gewinne werden zu früh realisiert, Entscheidung gegen die Chance, mehr zu gewinnen; Behalten von Wertpapieren bei Verlusten, Entschedung gegen den sicheren Verlust und für die Wahrscheinlichkeit, den Verlust zu reparieren oder noch tiefer in die Verlustzone zu geraten
  27. Implicit-favorite-Model
    Personen favorisieren spontan eine Alternative, Rechtfertigung passiert post-hoc
  28. Papierkorb- oder Mülleimermodell (garbage can modell)
    1. Entscheidungen in os; 2. Os treffen keine Entscheidungen sondern kopiere sie von irgendwo; 3. Mangelzustände werden nur wahrgenommen, wenn es Lösungen gibt; 4. Die Lösung sucht sozusagen ein Problem
  29. Muddling through
    1. schrittweiser, inkrementeller Prozess; 2. Je komplexer die Entscheidung, je knapper die Zeit, desto geringer die Wahrscheinlihckeit einer rationalen Entscheidung
  30. Liebesmodell
    1. je harmonischer die Beziehung, umso dichter sind die Gefühle, Gedanken und Handlungen der Partner miteinander verstrickt; 2. umso eher wird eine gemeinsame Nutzenmaximierung anstelle einer egoistischen Kosten-Nutzen-Rechnung verfolgt; 3. umso vielfältiger sind die Ressourcen, die einernander angeboten werden; 4. umso eher fühlen sich die Partner für die Befriedigung der Bedürfnisse des anderen verantwortlich; 5. umso weniger werden Forderungen an den anderen reklamiert
  31. Prinzipien bei Beziehungsentscheidungen
    1. Kreditprinzip; 2. Equityprinzip; 3. Egoismusprinzip; 4. Liebesprinzip
  32. RAWFS-Modell
    1. Reduction (Neue Informationen suchen) + Assupmtion-based-reasoning (mentales Modeel der Entscheidungssituation konstruieren) = Reduktion von Unsicherheit; 2. Weighing Pros and Cons + Forestalling (Hervorgreifen von Konsequenzen) = Akzeptanz von Unsicherheit; 3. Suppression (Vertrauen auf Intuition, Glücksspiele) = Unterdrückung von Unsicherheit

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