Physiologie 4 - Motorisches System

Card Set Information

Author:
Franz
ID:
225179
Filename:
Physiologie 4 - Motorisches System
Updated:
2013-06-28 08:47:31
Tags:
physiologie
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Physiologie 4/10
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  1. Was ist die Funktion der motorischen Endplatte?
    Sie dient als Schnittstelle zwischen Motoaxon und Muskelfaser und ist eine chemische Synapse mit dem Transmitter ACh.
  2. Wie wird eine motorische Endplatte aktiviert und wieder deaktiviert?
    • Transmitterstoff: Acetylcholin ACh
    • Rezeptoren: Ionotrop (gleichzeitig rezeptor und Ionenkanal) Nikotinerger (kann auch durch Nikotin aktiviert werden) ACh rezeptor (nAChR)

    • Beendigung der Transmitterwirkung:
    • ACh wird durch ACh-Esterase in Acetat und Cholin gespalten. Anschließende Wiederaufnahme des Cholins in die Präsynapse, dann Resynthese durch Transferase.
  3. Warum erscheinen manche Muskeln "quergestreift"?
    Durch die Anordnung von Myosin 2 und Aktinfilamenten
  4. Beschreiben Sie die Kontraktion der quergestreiften Muskulatur.
    Impuls gelangt in Form der ACh Freisetzung an der Endplatte zum Muskel, wo es durch die Öffnung von Na+ Kanälen über das Sarkolemm in die gesamte Muskelfaser entlang des T-Systems ausbreitet.
  5. Was ist das T-System einer Zelle?
    T oder Transversale Tubuli sind schlauchartige, senkrechte Einstülpungen entlang des Sarkolemms.
  6. Was versteht man im Kontext der quergestreiften Muskulatur unter "SR"?
    Sarkoplasmatische Retikuli

    Es sind abgeschlossene Hohlräume innerhalb der Muskelzellen (longitudianel Tubuli), welche als Ca2+ Ionen Reservoir dienen.
  7. Wie wird die Erregung einer Muskelfaser durch ein AP in die Kontraktion umgesetzt?
    Mittels elektromechanischer Kopplung.

    Spannungssensible DiHydroPyridin-Rezeptoren (DHPR) schütten Ca2+ aus und aktivieren Ryanodinrezeptoren. Der Prozess kann durch eine Ca2+ Pumpe beendet werden.
  8. Was ist ein Sarkomer? Nennen Sie die Bestandteile eines Sarkomers.
    Ein Sarkomer ist die kleinste funktionelle Einheit eines Muskels.

    • Sie besteht aus:
    • Myosin: dickeres Filament, Motor- oder Kontraktionsprotein genannt
    • Aktin: dünneres Filament, strukturprotein
    • Titin: fadenförmiges Protein, welches sowohl mit der Z- als auch der M- Scheibe verbunden ist

    Die Regulatorproteine heiße Troponin und Tropomyosin.
  9. Was versteht man unter der Elektromechanischen Kupplung?
    • AP aktiviert motorische Einheit
    • Aphamotoneuron gibt A durch chemische Weiterleitung zum Endplattenpotential
    • Ca2+ wird freigesetzt
    • Nun beginnt die mechanische Arbeit, denn Myosinfasern laufen am Aktin entlang (dabei werden 2/3 in Wärme und 1/3 in Bewegung umgesetzt, was zur Temparierung des Körpers beiträgt)
  10. Beschreiben Sie den Filamentgleitmechanismus.
    • Unter ATP verbrauch können sich die Myosinköpfe durch ATPase in die Aktinfasern ziehen können, da diese so angeordnet sind, dass Myosin und Aktin ineinander gleiten können. Myosinfilamente besitzen Kopfstück, welches sich abknicken und im Aktin festhaken kann, weshalb die Bewegung, genannt Kraftschlag, mit einem Ruderschlag verbunden werden kann.
    • Die Länge der Filamente bleibt also immer konstant, da diese sich ineinander verschieben.
  11. Nennen Sie die Kontraktionsformen eines Muskels.
    • Isometrisch: Länge des Muskels bleibt gleich, die Spannung, d. h. Kraftändert sich
    • Isotin: Länge des Muskels ändert sich bei konstanter Kraft
    • Auxoton: Länge und Kraft ändern sich
  12. Nennen Sie kontraktionsarten der glatten Muskulatur.
    • Phasische Kontraktion: Membranpotential ändert sich rhythmisch (z. B. langsame Wellen im Darm)
    • Tonische Kontraktionen: dauerhafte Kontraktion, z. B. bei Arteriolen die als Widerstandsgefäß für eine gewisse Dauer kontrahiert bleiben müssen
    • Tetanus: bereits bei geringer AP Frequenz erreicht (Tetanus=Krampf)
  13. Beschreiben Sie den kontraktilen Apparat einer glatten Muskelzelle.
    • Aktin ist gitterartig angeordnet
    • Calmodulin statt Troponin (Ca2+)
    • anderes Myosin. Es gibt weder Troponin, nochMyofibrillen oder eine Einteilung in Sarkomere, da auch Z-Scheiben fehlen.
    • Deutlich stärkere Verkürzung von glatter Muskulatur, da diese sich nicht zweidimensional, sondern in alle Richtungen verkürzt.
    • Da GM einen geringen Energieverbrauch hat, ermüdet die Muskulatur nicht und es ist eine Dauerleistung möglich.
  14. Wie wird die glatte Muskulatur reguliert? Nennen Sie mehrere Möglichkeiten.
    • Vegetatives NS: Sympathikus, Parasymphatikus über alpha und beta adrenerge Rezeptoren
    • Entzündungsmediatoren und Hormone: z. B. Oxytocin, Histamin
    • Schrittmacherzellen: im Herzmuskel oder dem Darm
    • Myogene Steuerung: Kontraktion nach Dehnung
    • Regulation durch Ca2+ Ströme und durch die Aktivität von Myosin
  15. Beschreiben SIe die spinale Motorik.
    dazu zählen Reflexe wie z. B. der Muskeldehnungsreflex oder der Fluchtreflex

    • Man unterscheidet
    • Eigenreflex: Afferenz (Sensor) und Efferenz (Effektor) sind im selben Muskel lokalisiert
    • Fremdreflex: Sensor und Effektor befinden sich in unterschiedlichen Organen

    • 1. sensorisch-afferenter Anteil
    • 2. motorisch-efferenter Anteil
    • 3. dazwischen Reflexzentrum im RM

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