Ökolgie der Waldinsekten

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Author:
LaGoon
ID:
226822
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Ökolgie der Waldinsekten
Updated:
2013-08-08 10:43:02
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Käfer usw
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Kärtchen zur Prüfung Waldinsekten
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  1. Wieviele Insektenarten gibt es schätzungsweise weltweit?
    2-3 Mio. und damit 53% aller Arten (Tiere&Pflanzen etc.)
  2. Käfer: Charakteristika
    Beissende Mundteile, Vorderflügel zu Flügeldecken umgebildet. Räuberisch oder pflanzenfressend. Im Wald einige schädliche, bzw. bedrohte Arten.
  3. Schmetterlinge: Charakteristika
    Beschuppte Flügel, saugende Mundwerkzeuge. Larven = Raupen. BeiMassenvermehrungen wichtig als Entlauber, kritisch bei NH oder mehrmaligerEntlaubung. Daneben einige seltene Arten.
  4. Hautflügler: Charakteristika
    Beissende Mundwerkzeuge, oft mit Legestachel. Larven spielen wichtigeRolle im Wald als Entlauber (Blattwespen), Holzentwerter (Holzwespen),Antagonisten (Parasitoiden, Ameisen), Gallwespen bilden auffällige Gallen.
  5. Hemimetabole Entwicklung
    Ei, L1, L2, L3, .., Imago
  6. Holometabole Entwicklung
    Ei, L1, L2, L3, ..., Puppe, Imago
  7. Larventypen:
    Raupe ->?
    Afterraupe ->?
    Nymphe ->?
    Made ->?
    • Raupe (Schmetterlinge)
    • Afterraupe (Blattwespen)
    • Nymphe (Hemimetabole)
    • Made (Zweiflügler)
  8. Einflussfaktoren der Insektenentwicklung
    Temperatur, Feuchtigkeit, Licht, Nahrung
  9. Def.: Monophagie
    • eine Art hat nur eine Futterpflanzenart
    • z.B. Kleiner Fuchs
  10. Def.:Polyphagie
    • eine Art hat mehrere Futterpflanzenarten
    • z.B. Schwammspinner
  11. Def.: Herbivorie / Phytophagie
    pflanzenfressend (totes und lebendes Pflanzenmaterial)
  12. Def.: Carnivorie / Zoophagie
    fleischfressend
  13. Die Wachstumsrate einer Population wird bestimmt durch:
    • • Entwicklungsdauer
    • • Fekundität
    • • Geschlechtsverhältnis
    • • Mortalität
  14. Infochemicals:
    Hormone <-> Semiochemicals
    innerhalb Individuum <-> zwischen Individuen
  15. Infochemicals:
    Pheromone <-> Allelochemicals
    innerhalb der Art <-> zwischen Arten
  16. Infochemicals zwischen Arten:
    - Allomone
    - Kairomone
    - Synomone
    • -> Allomone: +für Sender, - für Empfänger
    • -> Kairomone: - für Sender, + für Empfänger
    • -> Synomone: + für beide
  17. Fortpflanzungsstrategien:
    1. hohe Reproduktion
    • die Reproduktion ist abhängig von der Umwelt
    • Insekten haben meist eine hohe Natalität
  18. Die meisten Insekten sind r-Strategen:
    • -schnelle Reproduktion, kurzeReproduktionszeit (monovoltin/plurivoltin)
    • -kein grosser Input in Nachkommen
    • -hohe Reproduktionsrate r
    • -> Maximieren der Produktivität
    • -> v.a. zu Massenvermehrungen neigende Arten(Borkenkäfer, Blattläuse)
  19. Keine r-Strategen sind z.B.
    • -viele Totholzbesiedler (lange Entwicklungsdauer)
    • -Insekten mit Brutpflege

    z.B.Schwarzfühleriger Totengräber, Fleckige Brutwanze
  20. Fortpflanzungsstrategien:
    2. Parthenogenese (=Entwicklung der Eizelle ohne vorhergegangene Befruchtung)
    • -schnelle Fortpflanzung ohne Partnersuche
    • -teilweise vivipar = lebendgebärend (Blattläuse)
  21. Fortpflanzungsstrategien:
    3. Wirtswechsel
    -Optimieren der Nahrungsgrundlage
  22. Fortpflanzungsstrategien:
    4. Staatenbildung
    • -Unterschiedliche Aufgaben der Kasten
    • -nur Königin reproduziert
    • -die anderen Weibchen pflegen die Nachkommen der Königin
    • ->Vorteil: geringe Juvenil-Mortalitätstabile Bedingungen
  23. Überlebens-Strategien
    Vermeiden von Mortalität durch:
    • Flucht
    • Physischer Schutz
    • Chemischer Schutz: Gift, Inhaltstoffe
    • Abwehr: Beissen, Erschrecken, Drohen, Täuschen
    • Tarnen (Mimese): Farbe, Form, Material
    • Warnfarben
    • Mimikry
  24. Regulationsmechanismen
    Dichte-unabhängige Faktoren:meist abiotisch

    • Dichte-abhängige Faktoren:
    • Negative Rückkopplungstabilisierender Einfluss
    • Positive Rückkopplungkann zu Instabilität führen
  25. Verzögerte negative Rückkopplung:
    bei blatt- und nadelfressenden Insekten häufig
    Anstieg der Populationsdichte -> Erschöpfung der Nahrungsressourcen -> geringere Reproduktionsrate der Folgegeneration -> Rückgang der Populationsdichte
  26. Interspezifische Wechselwirkungen (=zwischen Individuen versch. Arten):
    Konkurrenz
    • für Art 1: negativ
    • für Art 2: negativ

    • = Kampf um gemeinsame, limitierte Ressource;
    • z.B. grosser und kleiner Frostspanner
  27. Interspezifische Wechselwirkungen (=zwischen Individuen versch. Arten):
    Mutualismus
    • für Art 1: positiv
    • für Art 2: positiv

    • = Vergesellschaftung zweier Arten mit Vorteil für beide
    • z.B. Holzwespen mit Pilzen; Läuse mit Ameisen
  28. Interspezifische Wechselwirkungen (=zwischen Individuen versch. Arten):
    Kommensalismus
    • für Art 1: positiv
    • für Art 2: neutral
  29. Interspezifische Wechselwirkungen (=zwischen Individuen versch. Arten):
    Amensalismus
    • für Art 1: negativ
    • für Art 2: neutral
  30. Interspezifische Wechselwirkungen (=zwischen Individuen versch. Arten):
    Antibiose
    • für Art 1: positiv
    • für Art 2: negativ

    • = Ernährung einer trophischen Stufe von der tieferen
    • d.h. alle Prädatoren, Parasiten, Parasitoide, Pathogene
  31. Kosten ökologischer Störungen (USA)
    • 20.4Mio ha,
    • 1.5Mia $
  32. Def.: Gradation
    • Massenvermehrung
    • Massenwechsel

    = starke Schwankung der Populationsdichte
  33. Potentielle Schädlinge: Käfer (4)
    • Borkenkäfer
    • Prachtkäfer
    • Bockkäfer
    • Rüsselkäfer
  34. Borkenkäfer: Infos
    Unterfamilie der Rüsselkäfer. Rindenbrütende Borkenkäfer fressen im Phloem undunterbrechen so den Saftstrom des Baumes. Holzbrütende Arten(Ambrosiakäfer)fressen im Splintholz Pilze und entwerten das Nutzholz.
  35. Prachtkäfer: allg. Infos
    Deutliche Sekundärschädlinge an geschwächten Bäumen. UnregelmässigeLarvengänge zwischen Rinde und Holz, welche den Saftstrom unterbrechen.
  36. Bockkäfer: allg. Infos
    Typische Sekundärschädlinge an genutztem oder gelagertem Holz. Die Larvengängein Rinde und Splintholz.
  37. Rüsselkäfer: allg. Infos
    Rüsselkäfer können vor allem Jungpflanzen oder Früchte schädigen. Die Larvenfressen meist an Wurzeln oder minieren im Blatt, die Käfer fressen an Rinde, Blatt oder Nadel.
  38. Potentielle Schädlinge: Schmetterlinge (3)
    • Trägspinner
    • Spanner
    • Wickler
  39. Trägspinner: Beschreib der Gruppe
    Grosse, behaarte Raupen. Fressen Blätter und Nadeln verschiedener Baumarten.Einige neigen zu Massenvermehrungen und können Kahlfrass verursachen.Adulttiere nehmen keine Nahrung mehr auf.
  40. Spanner: Beschreib der Gruppe
    Falter meist nachtaktiv. Raupen meist mit nur 2 Abdominalbeinpaaren, „spannende“Fortbewegung (Hufeisenform). Laub- und Nadelfresser.
  41. Wickler: Beschreib der Gruppe
    Meist nachtaktive Kleinschmetterlinge. Raupen häufig in zusammengesponnenen Blättern/Nadeln. Frass an Blättern, Nadeln, Trieben, Früchten.
  42. Potentielle Schädlinge: Hautflügler (3)
    • Echte Blattwespen
    • Buschhornblattwespen
    • Holzwespen
  43. Echte Blattwespe: allg. Infos
    Larven = Afterraupen, oft gesellig lebend, fressen an Blättern oder Nadeln.Adulttiere mit Legestachel (Säge).
  44. Buschhornblattwespen: allg. Infos
    Männchen mit gekämmten Fühlern. Afterraupen fressen an Nadeln.Gelegentlich Massenvermehrungen mit Kahlfrass.
  45. Holzwespen: allg. Infos
    Grosse Wespen mit langem Legestachel. Larven mit mehrjähriger Entwicklung im Holz. Typisches Frischholzinsekt, verursacht gelegentlich Holzentwertung.
  46. Potentielle Schädlinge: Pflanzenläuse (3)
    • Röhrenläuse
    • Fichtengallenläuse
    • Napfschildläuse
  47. Röhrenläuse: allg. Infos
    Häufig mit Wirtswechsel, hohe Reproduktionsraten. Entziehen der Pflanze durchSaugen Assimilate. Übertragen von Viren möglich. Schwächen den Wirt.
  48. Fichtengallenläuse: allg. Infos
    Komplizierter Generationswechsel. Verursachen Gallbildung am Primärwirt.Auf Nadelbäumen, schwächen den Wirt durch Assimilatentzug.
  49. Napfschildläuse: allg. Infos
    Körper der Weibchen von Schild bedeckt, Männchen geflügelt. Schwächen den Wirt durch Saugtätigkeit.
  50. Ökologische Funktionen von Waldinsekten
    • Pflanzenreproduktion: Bestäubung und Samenverbreitung
    • Nährstoffumsatz: Laub- und Holzabbau
    • Phytosanitäre Aufgaben
    • Nahrung für höhere trophische Stufen
    • Regulation von Schadorganismen
    • Gestalten von Lebensräumen
  51. Entwicklung bei Käfern?
    holometabol (d.h. mit Puppenstadium)
  52. Wichtige Käferfamilien im Wald (9)
    • Klopf-, Nagekäfer,
    • Prachtkäfer,
    • Bockkäfer,
    • Blattkäfer,
    • Rüsselkäfer (inkl. Borkenkäfer),
    • Hirschkäfer,
    • Rosenkäfer,
    • Laufkäfer,
    • Marienkäfer
  53. Borkenkäfer: CH, Grösse, ...
    • 119 Arten in der Schweiz, 20 davon schädlich
    • 0.5-1cm gross
    • Rindenbrüter und Holzbrüter<-dann in Symbiose mit Pilzen
    • ca. 20 Arten mit Schadpotential
    • mono- bis polyvoltin
    • mono- und polyphage Arten
    • an Nadelholz häufig, an Laubholz selten
  54. Rinden- und holzbrütende Borkenkäfer
    Rindenbrüter fressen ihre Gänge im Bast (Phloem) und Kambium -> Ausstoss von braunem Bohrmehl

    Holzbrüter fressen ihre Gänge im Splintholz -> Ausstoss von weissem Bohrmehl (Holzbrüter kultivieren in den Gängen sog. Ambrosiapilze und werden deshalb auch "Ambrosiakäfer" genannt)
  55. Entstehung der Frassspuren (Borkenkäfer)
    Einbohrloch -> Rammelkammer -> Muttergänge -> Einischen -> Larvengänge -> Puppenwiegen -> Reifungsfrass -> Ausbohrlöcher
  56. Baum- vs. Käferstrategien
    • Baumabwehr:
    • Konstitutive Resistenz: Harzgänge oder -gallen
    • Induzierte Resistenz: Harz-Neosynthese, hypersensitive Reaktion (dort wo Käfer sich einbohrt), verzögerte Reaktion (nach erstem Befall resistenter)

    • Käferstrategie:
    • Abwehr-Vermeidung: Einzelbefall
    • Abwehr-Erschöpfung: Massenbefall, Synchronie, Mindest-Befalldichte hängt von Baumdisposition ab
  57. Weitere rindenbrütende Borkenkäfer an Fichte
    • Kupferstecher:
    • oft vergesellschaftet mit Buchdrucker, befällt Stellen mit dünner Rinde; kann auch ±gesunde Bäume absterben lassen.
    • • 2-3 mm
    • • 3-6 sternförmig angeordneteMuttergänge
    • • 2-3 Generationen
    • • in Astmaterial oder Stangenholz

    • Doppeläugiger Fichtenbastkäfer:
    • befällt unterständige, geschwächte Fi, oder Fi nach Blitzschlag; keine lebende Bäume.
    • • 2-3 mm
    • • wirres Gangsystem, nicht regelmässig
    • • 2 Generationen
    • • nur in frischtoten oder stark geschwächten Bäumen
  58. Rindenbrütende Borkenkäfer an Föhre
    • Sechszähniger Föhrenborkenkäfer:
    • reagiert v.a. auf Trockenheit (nicht auf Sturm).
    • • 2-4 mm
    • • Absturz beidseits 3 Zähne
    • • vielarmiger Sterngang, langeMuttergänge
    • • 1-2 Generationen

    • Grosser und Kleiner Waldgärtner:
    • • 3-5 mm
    • • T. minor: doppelarmigerQuergang
    • T. piniperda: einarmigerLängsgang
    • • 1 Generation, aber Geschwisterbrut
    • • Reifungsfrass in frischen Trieben (=> gelbe Spitze an Fö) +Überwinterung
    • Brutfrass in der Rinde von Stamm und Ästen bringt Baum zum Absterben.
  59. Rindenbrütende Borkenkäfer an Tanne
    • Krummzähniger Weisstannenborkenkäfer:
    • • 2-3 mm
    • • doppelarmigeQuergänge, häufigdoppelt (H-Form)
    • • 1-2 Generationen
    • • Gradationen v.a. nachTrockenperioden
  60. Rindenbrütende Borkenkäfer an Lärche
    • Grosser Lärchenborkenkäfer:
    • • 5-6 mm
    • • meiststernförmigeMuttergänge
    • • 1-2 Generationen
    • • Lärche, Arve
    • • Gradationen v.a.nach Trockenheit
  61. Rindenbrütende Borkenkäfer an Ulme
    • Ulmensplintkäfer:
    • • 2 Generationen
    • • Brut in geschwächten Ulmen
    • • Reifungsfrass in Astgabeln vitalerUlmen
    • • Übertragen der Ulmenwelke(Ophiostoma ulmi)
  62. Holzbrütende Borkenkäfer (=Ambrosiakäfer)
    • ernähren sich nicht direkt vom Holz, sondern vom mitgebrachten Ambrosiapilz
    • Gestreifter Nutzholzborkenkäfer:
    • • 3 mm
    • • Brutröhren (Muttergänge) entlang der Jahrringe (Leitergang)
    • • nur kurze Larvengänge, da Pilz die Nahrung und nicht das Holz
    • • Frühschwärmer (März)
    • • 1 Generation
    • • an Nadelholz
    • • schwarze Gänge
    • • befällt kein lebendiges Holz, Gefahr für Holzlager!
  63. Mountain Pine Beetle
    • • während Latenz in alten/geschwächten Föhren
    • • meist monovoltin, Flug im Sommer
    • • keine Diapause (Entwicklungsverzögerung), Überwinterung als Larven (nicht wie Buchdrucker!)
    • • Larven überleben -40°C
    • • Biologie ähnlich wie Buchdrucker

    • ->grösste bisher bekannte Gradation; von kontinentalem Ausmass (Kanada, USA)
    • -> bis 2010: 17.5 Mio ha Befall allein in British Columbia
    • Holztransport wurde verboten, jedoch werden Käfer auch mit Wind transportiert
  64. Gründe für Massenvermehrung MPB
    • • höhere Jahrestemperaturen (->Voltinismus), Synchrones Ausschlüpfen
    • • mildere Winter -> geringere Mortalität bei Käfern
    • • Trockenheit
    • • riesige homogene, reife, dichte Föhrenbestände (infolge Feuer, Brandbekämpfung, Kahlschlagwirtschaft also Management)
  65. Bockkäfer: allg. Infos
    • Schweiz: rund 215 Arten
    • meist grössere Arten mit langen Fühlern, oft bunt gefärbt
    • Adulte häufig Pollenfresser
    • Entwicklung meist in Rinde und Splint von Nadel- und Laubholzwährend ½ - mehreren Jahren
    • meist ovale Ausfluglöcher
    • in Frisch- bis Morschholz
  66. Typische Bockkäfer in Nadelholz (3)
    • Blaubock
    • Gefleckter Schmalbock
    • Schusterbock
  67. Typische Bockkäfer in Laubholz (3)
    • Echter Widderbock
    • Schrotzangenbock
    • Moschusbock
  68. Fichtenbock: allg. Infos
    • Gänge zw. Rinde und Splintholz
    • Verpuppung in Hakengang im Splint
    • an frischtoten oder alten,geschwächten Fichten und Föhren
    • technischer Schädling in Holzlagern
  69. Blauer Scheibenbock: allg. Infos
    • Eiablage auf berindetes Holz(NH, LH)
    • Breite, kreuzende Gänge unter Rinde, Verpuppung im Splintholz
    • Beenden der 1-2jährigen Entwicklung auch in verarbeitetem Holz
    • oft in Brennholz, technischer Schädling in Schnittholz
  70. Prachtkäfer (Gruppe): allg. Infos
    • Schweiz: rund 125 Arten
    • meist kleine, häufig metallischbunte, heliophile Arten mitkurzen Fühlern
    • Adulte häufig Pollenfresser
    • Entwicklung meist in Rinde und Splint von festem Nadel- und Laubholz während ½ bis wenigen Jahren
    • Larven häufig löffelförmig,geschlängelte Frassgänge
    • ovale Ausfluglöcher
  71. Blauer Kiefernprachtkäfer: Charakteristika
    • 7-12 mm grosser Käfer
    • Larvenfrass in wirren Frassgängen mit wolkigem Bohrmehl im und unter dem Bast
    • 1-2 Generationen, Flug im Sommer
    • besiedelt v.a. geschwächteFöhren
    • Massenvermehrungen v.a. nach Trockenperioden in lichten, Süd-exponierten Beständen
    • befallene Bäume entfernen
  72. Blattfressender Käfer
    Buchenspringrüssler
    • nach Reifungsfrass im Frühling Eiablage an Blatt-Mittelrippe von versch. LH
    • Larve miniert im Blatt undverpuppt sich dort
    • nach dem Schlüpfen der Adulttiere Skelettierfrassauf Blattunterseite
  73. Räuberischer Käfer
    Laufkäfer: allg. Infos
    • meist am Bodenund nachtaktiv,z.T. flugunfähig
    • Nahrung:Arthropoden,Schnecken,Würmer, faules Obst
    • wichtige Antagonisten in der Regulation
  74. Ameisenbuntkäfer (ein Laufkäfer)
    • Larve räuberischunter der Rinde
    • Adulttier reagiert auf Borkenkäfer-Pheromone, frisst adulte Borkenkäfer
  75. Marienkäfer
    • Färbung auch innerhalb einer Art variabel 
    • Larven und Adulteernähren sich von Blatt-, Schildläusen,Spinnmilben u.a.

    • Zweipunkt-Marienkäfer: Larve tarnt sich mit Wachs
    • Siebenpunkt-Marienkäfer: Larve ohne Wachs
  76. Entlaubung druch blatt- und nadelfressende Raupen
    -Frass an diesjähriger Blattmasse (=erneuerbares Substrat) → ±Baumstress; wiederholter Frass → Schwächung


    • -Verlust der ganzen Blattmasse
    • → Tod für immergrüne Bäume (Nadelbäume)
    • →Blattwerfende Bäume: Zweitaustrieb bei > 50% der Blattmasse; mehrmaliger Kahlfrass: Abbau von Reserven, Absterben von Baumteilen bis Tod
  77. Hypothesen für den Lärchenwickler-Zyklus (5)
    • 1. Nahrungsqualität-Hypothese
    • 2. Morphenfitness-Hypothese
    • 3. Antagonisten-Hypothese
    • 4. Dispersions-Hypothese
    • 5. Epizentren-Hypothese
  78. Frostspanner:
    Kleiner Frostspanner (Operophthera brumata)
    Grosser Frostspanner (Erannis defoliaria)
    • Bedeutung Wirte:
    • v.a. Eiche, Hagebuche, Ahorn, Obstbäume
    • Gradation nach mehrmalig guter Koinzidenz
    • Johannistrieb ersetzt Blattmasse
    • Im Obstbau Leimringe
  79. Ordnung Hymenoptera („Hautflügler“): Schema
  80. Blattwespen
    Biologie
    • • versch. Familien
    • • Legestachel zu Sägeumgestaltet
    • • Larven = Afterraupen
    • • Schreckstellung
    • • häufiges Überliegen, d.h. Puppen schlüpfen nicht gleich → "Risikoverteilung"
  81. Unterschied zwischen Schmetterlings- und Blattwespenraupen
    • Schmetterlinge: mind. 2 beinlose Segmente, 3 Paare Brustbeine
    • Blattwespen: 1 beinloses Segment, 1 Paar Ocellen (=Augen)
  82. Mortalitätsfaktoren bei Blattwespen
    • Antagonisten:
    • Wie bei Schmetterlingsraupen: Schlupfwespen,Raupenfliegen, Ameisen, Vögel, Mäuse
    • Gradationen:
    • Zusammenbruch meist durch Virosen oder abiotische Faktoren
  83. Holzwespen
    Biologie
    • • Schweiz: 7 Arten in NH, 1 in LH
    • • mehrjährige Entwicklung im Holz
    • • Symbiose mit Pilzen: Eier werden mit Pilz ins Holz abgelegt; diese Pilze werden nur von Wespen übertragen (d.h. sind abhängig)
    • • runde Bohrgänge und grosse Ausfluglöcher
    • • Larven haben ein Stachel am Ende und nie eine dunkle Kopfkapsel;
  84. Holzwespen
    Bedeutung
    • Ökonom. Bedeutung: Technische Schädlinge, gefällte Bäume werden schnell besiedelt, Larven dringen bis 10 cm ins Holz ein.Wespen können auch aus bereits verbautem Holz ausschlüpfen
    • Ökolog. Bedeutung: Pionierarten beim Holzabbau durch Erstbesiedlung stark geschwächter und frisch abgestorbener Bäume
    • Holzwespen sind im Mittelland selten; man findet sie konzentriert bei Holzlagern und eher in höheren Lagen
  85. Sirex noctilio (eine Föhrenholzwespe)
    • in CH keine Probleme
    • wurde aber nach Amerika eingeschleppt und macht grosse Schäden an Föhrenplantagen
  86. Sirex noctilio (eine Föhrenholzwespe)
    Antagonisten
    • Riesenschlupfwespe:
    • werden von denselben Duftstoffen wie Holzwespen angelockt
    • Weibchen kann Duft durchs Holz wahrnehmen und dort ihre Eier ablegen, wo bereits Holzwespeneier liegen

    Riesenholzwespe
  87. Ordnung Hemiptera (Schnabelkerfe, alles saugende Insekten): Schema
  88. Blattläuse: Charakteristika
    • Nahrungsaufnahme: Saugen von Phloemsaft
    • Produktion von Honigtau: Ausscheidung von überschüssigem Wasser und Zucker
    • → Läuse haben Mangel an Aminosäuren (die nicht in hohen Konzentrationen im Phloemsaft vorkommen) und müssen daher sehr viel Saft saugen, was diesen Überschuss (Honigtau) gibt

    • Läuse leben zusammen mit Symbionten in ihrem Körper, die ihnen essentielle Nährstoffe herstellen
    • Blattläuse können sich mit Wachs(wolle) tarnen/wehren
  89. Fortpflanzung Begriffe:
    Primärwirt (I)
    Pflanze, auf der bisexuelle Fortpflanzung erfolgt, d.h. dort wo die Eier abgelegt werden
  90. Fortpflanzung Begriffe:
    Sekundärwirt (II)
    Pflanze, auf der parthenogenet. Fortpfl. erfolgt (ungeschlechtliche Fortpflanzung, d.h. Eizellen werden nicht befruchtet, entwickeln sich aber trotzdem)
  91. Fortpflanzung Begriffe:
    Parthenogenese
    Nachkommenproduktion aus unbefruchteten Eiern
  92. Fortpflanzung Begriffe:
    Wirtswechsel
    Wechsel zw. I- und II-Wirt (heterözisch=Parasiten, die mehr als eine Wirtsart haben)
  93. Fortpflanzung Begriffe:
    Heterogonie
    Wechsel zwischen parthenogenetischer und bisexueller Fortpflanzung
  94. Fortpflanzung Begriffe:
    Holozyklus
    Zyklus mit Heterogonie
  95. Fortpflanzung Begriffe:
    ovipar/vivipar
    eierlegend/lebendgebärend(die meisten Blattläuse)
  96. Fortpflanzung Begriffe:
    Morphe
    in Gestalt/Biologie abweichende Formen
  97. Fortpflanzung Begriffe:
    Fundatrix
    aus befruchtetem Ei entstehende Stammmutter
  98. Fortpflanzung Begriffe:
    Emigrant
    von I- zu II-Wirt fliegende, geflügelte Morphe
  99. Fortpflanzung Begriffe:
    Remigrant
    von II- zu I-Wirt fliegende Morphe
  100. Fortpflanzung Begriffe:
    Sexualis
    kopulierendes Geschlechtstier
  101. Fortpflanzung Begriffe:
    Hiemosistens
    überwinternde Morphe auf II-Wirt
  102. Blattläuse:
    Antagonisten
    • Die typischen Aphidophagen (=Blattlausfresser):
    • -Marienkäfer: Adulte+Larven
    • -Schwebfliegen
    • -Florfliegen
    • -Blattlauswespen: parasitieren Läuse, die dann mumifizieren
  103. Blattläuse:
    Mutualismus mit Ameisen
    • -Ameisen vertreiben Fressfeinde der Läuse und achten darauf, dass sie nicht verkleben
    • -Läuse stellen den Ameisen Honigtau zu Verfügung (wie die Kühe Milch)
  104. Blattläuse:
    Massenwechsel/Migration
    Sommerdepression
    • Auslöser: Sommerdepression Stickstoffgehalt
    • paralleler Zusammenbruch; je mehr Stickstoff im Pflanzensaft desto höher die Reproduktionsrate
  105. Blattläuse:
    Massenwechsel/Migration
    Trockestress
    • Auslöser: Trockenstress der Pflanze
  106. Blattläuse:
    Massenwechsel/Migration
    Crowding
    • Auslöser: Crowding
    • wenn Kolonien zu gross werden macht das Muttertier geflügelte Nachkommen
  107. Blattläuse:
    Massenwechsel/Migration
    Ressourcen
    • Auslöser: Erschöpfung der Ressourcen
    • wenn Pflanze keine Reserven mehr hat
  108. Blattläuse:
    Wirtswechsel
    • 20% der Läuse wechseln den Wirt aufgrund der Nahrungsqualität (von holzig auf krautig, da holzige früher austreiben und der Stickstoffgehalt dort höher ist)
    • 99% dieser Läuse überleben den Wirtswechsel nicht
  109. Fichtengallenläuse (verschiedene):
    Biologie
    • • Kleine Läuse ohne Siphonen (=paarige Abdominaldrüsen, aus denen Flüssigkeiten gegen Feinde kommen)
    • • produzieren Wachsfäden
    • • stets ovipar
    • • strenge Generationenfolge
    • • Komplexer Generationszyklus mit 5 Morphenauf 2 Wirten über 2 Jahre
  110. Was ist eine Galle?
    • • Abnormes Wachstum eines Pflanzenteils
    • • Induktion z.B. durch Insekten: Frass der Larven oder Eiablage löst Wachstum aus
    • • erzeugerspezifische Form,ein- oder mehrkammerig
    • • kontinuierliches Wachstum der Nährschicht
    • • früher als Waldprodukt gesammelt, z.B. zur Gewinnung von Gerbstoff der Eiche
    • • forstwirtsch. bedeutungslos
  111. Natürliche Feinde von Gallerzeugern
    • • Galle bietet guten Schutz durch dicke Wand, Stacheln, Gerbstoffe etc.
    • • Parasitierung v.a. durch spezialisierte Erzwespen
    • • Brutparasiten und Inquilinen (=ein Tier, das in Nestern oder Bauten anderer Tiere lebt, keine negativen Auswirkungen) 
    • • bis 80 % der Gallen enthalten Parasiten (legen Eier in Galle und haben negative Auswirkungen) oder Inquilinen
  112. Die wichtigsten Gallerzeuger:
    Gallwespen (Cynipidae)
    • • viele mit Generationswechsel:bisexuell + parthenogenetisch
    • • Die beiden Generationen entwickelnsich an unterschiedlichen Organen eines Wirts (meist monophag)
    • • 80-90 % aller Gallen an Eiche (75 Arten)
    • • Larven madenartig, geben keinen Kot ab während sie in Galle sind, erst wenn sie als Wespe ausschlüpfen
  113. Ahorngallwespe (Pediaspis aceris):
    Entwicklung
    • Die meisten Gallwespenarten machen einen Generationswechsel. Dies ist ein Wechsel zwischen einer zweigeschlechtlichen Generationen mit sexueller Fortpflanzung (Paarung) und einer eingeschlechtlichen Generation mit parthenogenetischer Fortpflanzung (Jungfernzeugung).Die Ahorngallwespen-Weibchen der eingeschlechtlichen Generation legen im April ihre Eier an die Blattunterseiten, Blattstiele oder weiblichen Blüten ab und begründen somit die bisexuelle Generation. Es bilden sich einkammerige, dünnwandige, gelbliche oder rötliche Kugelgallen. Daraus schlüpfen im Juli die weiblichen und männlichen Wespen.Nach der Begattung dringen die Weibchen in den Boden ein und legen befruchtete Eier an die Wurzeln. Die dadurch induzierten Wurzelgallen der eingeschlechtlichen Generation sind einkammerig, bräunlich, dünnwandig und unregelmässig geformt. Sie sind zu Beginn noch fleischig, verholzen dann aber. Nach einer zweijährigen Entwicklungszeit schlüpfen die weiblichen Wespen, arbeiten sich im Frühling aus dem Boden hinaus und legen wieder die unbefruchteten Eier der bisexuellen Generation.
    • Wurzelgallen wurden bisher nur an Bergahorn festgestellt.
  114. weitere Gall-Insekten
    • Eichenschwamm-Gallwespe: kartoffelartige Gallen, verholzen nachdem die Wespe ausgeflogen ist und bleiben noch ein paar Jahre am Baum
    • Gemeine Eichengallwespe: v.a. im TI&VS
    • Grosse Buchenblatt-Gallmücke: Mücken schlüpfen aus tropfenförmigen Gallen auf der Blattseite hinaus, wenn sich Galle im Herbst vom Blatt löst
    • Pappelblattlaus: nur auf Pyramidenpappel, es entsteht ein gedrehter Stiel, 2-3 Generationen werden in der Galle produziert, bis ein Tier wieder ausschlüpft
  115. Was ist ein Insektenstaat?
    • • Organisation der verschiedenen Aufgaben(Arbeitsteilung)
    • • verschiedene Kasten (eine Art Morphe)
    • Eusoziale Staaten:
    • • gemeinsame Brutpflege
    • • nur eine reproduktive Kaste
    • • überlappende Generationen
  116. Welche Vorteile bietet ein Staat?
    • Population
    • • Stabilere Umweltbedingungen im Staat
    • • Langlebigkeit eines Volkes: mehrere Generationen leben gleichzeitig am selben Ort
    • Individuum
    • • Ziel: Weitergabe der eigenen Erbanlagen
    • • Arbeiterinnen sind untereinander näher verwandt(Schwestern) als mit möglichen Töchtern (Altruismus)
    • • Bei Mithilfe der Schwesternaufzucht werden mehr eigene Gene erhalten als bei Fortpflanzung (kinselection)
  117. Waldameisen:
    Die Kasten im Staat
    • Männliche Kaste: haploid
    • Drohnen (Reproduktion), geflügelt, nur Begattung, dann tot

    • Weibliche Kasten: Ÿdiploid, bis zur Paarung geflügelt, dann nur noch Ei-Produktion
    • Königin (Reproduktion)Ÿ

    • Arbeiterin
    • - Innendienst
    • - Aussendienst

    Königin kann 20-25 J. leben; wird jedoch nur 1x begattet und legt mit diesem Spermienvorrat das ganze Leben Eier
  118. Waldameisen:
    Entwicklung
    • • Eiablage (30 pro Tag), Fütterung der Larven durch Arbeiterinnen
    • • Entwicklungsdauer ca. 5 Wochen
    • • Mortalität der Larven infolge Brutpflege klein
    • • Verpuppung in Nestkuppel
    • • unbefruchtete Eier -> Männchen befruchtete Eier -> Weibchen (A oder K)
    • • Differenzierung Arbeiterin / Königin: Ameisenmilch,Pheromon (alle Ameisen, die Milch erhalten werden Geschlechtstiere (♀+♂) wenn Pheromone nicht da, d.h. wenn Königin abwesend)
  119. Waldameisen:
    Ernährung
    • • Tierisch und pflanzlich: Insekten (grosse Kolonien: 30kg pro Jahr), Honigtau etc.
    • • Weitergabe von Nahrung (Trophallaxis, sozialer Magen: Kropf mit Ego-Sperre, Kropf muss geleert werden, damit eigener Magen gefüllt werden kann) und Pheromonen
    • • Ameisenmilch für Geschlechtstiere
    • • Beutejagd
  120. Ameisennest: Lage, Aufbau, Material
    • Lage
    • • an besonnten Plätzen anWaldrändern o.ä. (mind. 1h Sonnenschein pro Tag)
    • • Mindestens 1 Nadelbaum in Nestnähe (Blattläuse)
    • Aufbau
    • • Oberirdische Kuppel
    • • Erdnest
    • Material
    • • Koniferennadeln, Knospenschuppen, Laubteilchen
    • • Harzkörner: halten Nest zusammen
    • • Fremdmaterial
  121. Ameisennest: Thermoregulation
    Heizung: Arbeiterinnen sonnen sich und tanken Wärme, welch sie im Nest wieder abgeben

    Kühlung: es werden Schächte gebaut, wodurch Luft zirkulieren kann
  122. Jahreszyklus Ameisen
  123. Möglichkeiten der Staatengründung
    • • Hochzeitsflug und Begattung
    • • Jungkönigin begründet alleine ein neues Nest (nicht bei Waldameisen)
    • • Bei polygynen Waldameisen-Völkern Bildung vonTochternester (Kolonien)
    • • Bei monogynen F. rufa-Völkern Übernahme eines Hilfsameisenvolkes (Serviformica)
    • • Daneben auch Zweigkolonien
    • • Staatengrösse: 1/2 - 1 Mio Individuen, bis >1000Königinnen
  124. Ameisen:
    Wechselwirkungen mit anderen Insektenarten
    • • Trophobiose mit Pflanzenläusen (Bei einer Trophobiose handelt es sich um eine Beziehung zwischen einem Lebewesen, das Nahrung anbietet, und einem zweiten Lebewesen, das diese Nahrung aufnimmt und dafür eine Gegenleistung erbringt (z. B. Schutz).)
    • • Myrmekophilie (Mit Myrmekophilie bezeichnet man in der Ökologie die Bindung einer Art an Ameisen.): Schmetterlingslarven lassen sich von Ameisen pflengen bis sie Ausschlüpfen
  125. Natürliche Feinde von Ameisen
    • • Eigenkonkurrenz: innerartlich und zwischen Arten; Ameise gegen Ameise = höchst Mortalitätsrate
    • • Ameisenlöwen
    • • Spinnen, Parasitoiden, Spechte, Wildschweine, Dachse (wollen Rosenkäferlarven aus Ameisennester fressen)
    • • Stürme
  126. Ameisen:
    Bedeutung
    • • physikalische, chemische, biologische Bodenverbesserung
    • • Samenverbreitung: Veilchen, Taubnessel,Lerchensporn...
    • • Nahrungsquelle für höhere trophische Stufen
    • • Regulation von potentiellen Schadorganismen
    • • Förderung von Blattlauspopulationen (Schwächung desBaumes, Förderung der Bienen-Waldtracht)
    • • Schäden: keine durch Waldameisen, evt. von Rossameisen
  127. Ameisen-Schutz
    • • Gefahr durch unsorgfältige Land- und Waldwirtschaft, Strassen-/ Wegbau
    • • gesetzlich geschützt
    • • Nestbereich nicht stören
    • • Bestandesüberwachung
    • • Belassen von Wurzelstöcken im Wald
    • • Vorsicht bei Holzernte
  128. Hornissen / Soziale Wespen:
    Lebensweise
    • • Vertreter der Familie der Sozialen Faltenwespen (Vespidae)
    • • Kasten: 1 Königin, Arbeiterinnen, Drohnen(haploid)
    • • Stechapparat für Beutefang und Abwehr
    • • Papiernester in Hohlräumen (Baumhöhlen,aber auch Nistkästen, Schuppen, Estrich)
    • • Nahrung: Fliegen, Wespen, Bienen, Spinnen,Pflanzensaft
    • • Larven betteln mit „Hungerkratzen“ um Futter
    • • Trophallaxis (=zoologische Bezeichnung für die Weitergabe von erbrochener Nahrung von einem Tier zum anderen)
  129. Entwicklung des Hornissenvolks
    • • nur begattete Weibchen überwintern
    • • im April Beginn Nestbau, Eiablage und Aufzucht der Arbeiterinnen durch Königin
    • • ab Ende Mai übernehmen Arbeiterinnen alle Aufgaben ausser Eiablage
    • • August: grösste Volksstärke
    • • ab jetzt entstehen Vollweibchen und Drohnen
    • • soziale Ordnung fällt langsam auseinander, Königinstirbt, keine weitere Fütterung der Larven
    • • im Herbst Flug der Geschlechtstiere, Drohnen sterben
  130. Nestbau Hornissen
    • Zellen aus Cellulose (abgeschabt von Totholz) mit Speichel vermischt-> "Papiermasse"
    • Nest wird in Etagen angeprdnet, wobei die Zellen nach unten gerichtet sind und um das ganze Nest eine Hülle gemacht wird;
    • kleine Zellen für Arbeiterinnen, grosse Zellen für Geschlechtstiere
  131. Natürliche Feinde der Hornissen/ Soziale Wespen
    • Wespenbussard: frisst Tiere und Waben
    • Dachs
    • parasitische Insekten: Hornissenschwebefliege legt parasitisch Eier; Dickkopffliege legt Ei im Flug auf Hornisse/Wespe ab
    • grösster Feind: Mensch (Habitatzerstörung)
  132. Bedeutung von Hornissen
    • • Regulation von Schadinsekten (½ kg d-1)
    • • „Hornissenschäle“ (Ringeln von Trieben)
    • Für Menschen:
    • • ausser in Nestnähe scheu
    • • keine Tischlästlinge
    • • Stich harmloser als Bienenstich
    • Vorsichtsmassnahmen:
    • • beim Nest 3-4m Vorsichtszone, nicht in Flugbahn stehen
    • • keine hektischen Bewegungen, nicht anpusten
  133. Hornissen/Sozialen Wespen schützen
    • Gefährdung
    • • in D und teilweise AU geschützt
    • • fehlende Habitate
    • • fahrlässige oder absichtliche Zerstörung aus Unkenntnis
    • Schutz
    • • alte (Obst-) Bäume erhalten
    • • Koexistenz mit Nestern, Aufklärung
  134. Waldschutzstrategien:
    Nachhaltige Bewirtschaftung (Def.?)
    Decken der Bedürfnisse unserer Gesellschaft nach Waldprodukten und -leistungen bei permanentem Aufrechterhalten der Waldgesundheit und Diversität
  135. Def. Gesunder Wald
    • Ein gesunder Wald hat die Fähigkeit, sich von natürlichen oder menschbedingten Stressoren zu erholen (USDA Forest Service 1992)
    • → wichtig sind Regulations- und Reaktionsfähigkeit
  136. Ziel des Waldschutzes
    • Erhalten der gewünschten Waldfunktionen durch Beeinflussen von Schadorganismen-Populationen:
    • • Verringen der Amplitude
    • • Vergrössern der Latenzzeiten

    • Präventive und kurative (=heilen) Massnahmen gegen biotischeund abiotische Einflüsse.
    • • Schwergewicht auf präventiven Massnahmen
  137. Waldschutzstrategien: 
    Präventive Massnahmen
    • ⇒Naturnaher Waldbau: Baumarten (standortgerecht!) und -mischung, Provenienzen,Bestandesaufbau
    • ⇒Förderung natürlicher Feinde
    • ⇒Entzug von Brutmaterial (Abwägen mit Totholzförderung)
  138. Waldschutzstrategien:
    Kurative Massnahmen (=Bekämpfung)
    • Mechanisch: Zerstören, Abhalten,Fangen etc.
    • Chemisch: (+) schnell, effizient;(-) Nebenwirkungen, Alternativschädlinge, Resistenzbildung (v.a. bei Insekten mit kurzen Generationszeiten), Humantoxizität (DDT in Muttermilch)
    • Biologisch: klassisch (inokulativ),periodisch (inundativ)
    • Biotechnisch: Pheromone, Verwirrungstechnik, Bt etc.
  139. Begriffe:
    Altholz
    Baumveteran
    → Funktionen?
    • Altholz: Bäume, die älter sind als ihre Optimalphase
    • Baumveteran: Ur-alter Baum
    • Funktionen:
    • Biodiversität
    • Wildhabitat
    • Strukturvielfalt
    • Mikroklima (ist anders, z.B. nach Windwurf)
    • Speicher (v.a. Wasser im Holzhaufen)
  140. Naturschutz:
    Totholz - wichtiges Substrat für viele Organismen
    • • Säugetiere (Fledermäuse, Kleinsäuger)
    • • Vögel (Höhlenbrüter: Spechte, Meisen, Hohltaube,Rauhfusskauz, Kleiber, Star, Dohle ...)
    • • Amphibien und Reptilien
    • • Pilze (> 1500 Grosspilzarten)
    • • Insekten (z.B. 1412 Käferarten in Mitteleuropa)
    • • Baumverjüngung
    • → rund 1/4 aller Waldarten sind xylobiont
    • → viele xylobionte Insekten stehen auf der Roten Liste
  141. Definition: Xylobiont
    Xylobionten ernähren sich vollständig oder teilweise von Holz, bewohnen es oder benutzen die im Holz enthaltene Zellulose zum Nestbau. Xylobionten können Pilze (Baumpilze) oder Tiere sein. Im Tierreich stellen die Insekten die meisten Xylobionten, allen voran die Käfer aus der Familie der Bockkäfer, aber auch Wespen.
  142. Naturschutz:
    Beziehung Totholzvolumen - Käferzahl
    • für eine kleine Gruppe Käfer reichen weniger als 64m3/ha Totholz
    • die andere Gruppe benötigt aber deutlich mehr, damit sie in einem Wald überleben
    • ab ca. 100m3/ha Totholz können alle potentiellen Käferarten im Wald leben (es kommen keine neuen dazu)
  143. Naturschutz:
    Geschützte xylobionte Arten (Fam.?) der Schweiz
    • Arten
    • • Grosser Lindenprachtkäfer (Ovalisia rutilans)
    • • Bunter Kirschbaumprachtkäfer (Anthaxiacandens)
    • • Ungarischer Prachtkäfer (Anthaxia hungarica)
    • • Grosser Eichenbock (Cerambyx cerdo)
    • • Alpenbock (Rosalia alpina)
    • • Mulmbock (Ergates faber)
    • • Eremit (Osmoderma eremita)
    • • Nashornkäfer (Oryctes nasicornis)
    • • Hirschkäfer (Lucanus cervus)
  144. Kennzahlen Totholz
    Urwälder
    intensive Wirtschaftswälder
    CH: Mittelland, Voralpen, Durchschnitt
    • Urwälder: 50-500m3/ha
    • Wirtschaftswälder: 1-5m3/ha
    • Mittelland: 14.9m3/ha (3x mehr als vor Lothar!)
    • Voralpen: 31.7m3/ha
    • Durchschnitt: 21.5m3/ha
  145. Naturschutz:
    Habitatsstrukturen an lebenden Bäumen
    • Blitzrinnen
    • Zwieselabrisse
    • Schürfstreifen
    • Kronenbrüche
    • Astlöcher, -stümpfe
    • Mulmtaschen, -höhlen
    • Tote Kronenteile
    • Risse, Spalten
    • Spechthöhlen
    • Grosshöhlen
    • Pilze
  146. Bedeutung von Pilzen für xylobionte Insekten
    • • Ein grosser Teil der xylobionten Insekten ist an bestimmte Pilzarten gebunden (Fruchtkörper, Myzel)
    • • Wichtig sind höhlenbildende Pilzarten Besonders artenreich:Schwefelporling, Tramete, Zunderschwamm
  147. Naturschutz:
    Fördern von Totholz
    • >Zielwerte definieren (schwierig!)
    • >Nicht nur Quantität ist wichtig, sondern auch verschiedene Qualitäten:
    • • stehend/liegend
    • • besonnt/beschattet
    • • Stämme/Äste/Zweige/Strünke
    • • frisch/zerfallend/vermodert
    • • Nadel-/Laubbaumarten
    • >Baumveteranen, Biotopbäume(nicht unbedingt alte)
    • >Altholzinseln (Gruppen von Bäumen)
    • >Vernetzung
  148. Mögliche Totholz-Zielwerte
    • • 20-50m3 Totholz pro ha
    • • 1-5 ha Alt- und Totholzflächenpro 100 ha
    • • 20-30 Baumhöhlen pro ha
    • • 5-10 Habitatbäume pro ha
    • >dicke Bäume haben i.a. einen höheren ökologischen Wert
  149. Artenförderung:
    Warum sind viele Wald-(Insekten-)Arten gefährdet?
    • • Rückgang Waldfläche (über lange Zeit, heute wieder Wachstum)
    • • Verlust bestimmter Waldtypen (z.B. Auenwald)
    • • Verlust von alten Bewirtschaftungsformen (z.B. Mittelwälder)
    • • Armut an Struktur, Dynamik, Vernetzung
    • • Mangel an Licht
    • • Rückgang stufiger Waldränder
    • • Standortfremde Baumarten
    • • Mangel an Tot- und Altholz
    • z.B. Gelbringfalter: braucht offene, lichte Wälder mit Gräsern
  150. Naturschutz:
    Förderung von Insekten
    • Allgemein:
    • Gewährleistung von
    • >Nahrung für die Larven: verschiedene Entwicklungssubstrate (z.B. Totholz)
    • >Nahrung für Adulttiere (z.B. Blüten)
    • >hoher Strukturvielfalt (Mikroklima, Nahrungs- und Eiablagesubstrate, ökol. Nischen)
  151. Naturschutz:
    Beispiel Gelbringfalter (Lopinga achine)
    Anforderungen?
    Gefährdung?
    Förderung?
    • • Raupenpflanze: Gräser (v.a.Brachypodium)
    • • Habitat: lichte Laub- undMischwälder mit Unterwuchs, warme Hänge, trockene Flusswälder
    • Gefährdung:
    • • Mangel an aufgelockerten Beständen, Einwachsen von Lichtungen, zunehmende Verdunkelung der Wälder
    • Förderung:
    • • Auflichten, Entbuschen von dunklen, besonnten Beständen (lichte Wälder)
    • →Fundhäufigkeit seit 2000 wieder zu
  152. Naturschutz:
    Beispiel Alpenbock (Rosalia alpina)
    Anforderungen?
    Gefährdung?
    Förderung?
    • Biologie:
    • • Eiablage auf frisches bis leicht verpilztes,besonntes Holz, v.a. anbrüchige,kränkelnde, frisch abgestorbene Buchen
    • • Entwicklungsdauer 2-4 Jahre
    • • Flug Juli/August
    • • Adulte fressen Laub, lecken Baumsäfte
    • Habitat:
    • • warme, montane-subalpine Buchenwälder, bis 1500 m ü.M.
    • Gefährdung:
    • • lange Zeit war Brutsubstrat Mangelware
    • • Holzlager als Eiablage-Falle
    • Förderung
    • • Stehenlassen von anbrüchigen,besonnten Buchenstämmen
    • • bei Holzlagern Ablenkstämme für Eiablage aufstellen
    • • Internationaler Schutz (IUCN, BernerKonvention), Flaggschiffart
    • →Fundhäufigkeit nimmt wieder zu!
  153. Klimawandel:
    Konsequenzen für Insekten
    -Höhere Jahrestemperaturen
    • • Höhere Jahrestemperaturen
    • - schnelleres Populationswachstum
    • - veränderte Phänologie
    • - Arealveränderung
  154. Klimawandel:
    Konsequenzen für Insekten
    Heissere Sommer/mildere Winter
    • • Heissere Sommer / mildere Winter
    • - Aktivitätsänderung?
    • - Änderung Wintermortalität?
  155. Klimawandel:
    Konsequenzen für Insekten
    -Trockene Sommer
    • • Trockenere Sommer 
    • - Änderung Nahrungsqualität (mehr osmotische Substanzen werden in Blätter eingelagert → konzentrierter)
    • - Reduktion Pflanzenresistenz
  156. Klimawandel:
    Konsequenzen für Insekten
    -Häufigere Störungen
    • • Häufigere Störungen (?)
    • - Auslöser von Massenvermehrungen
    • - Reduktion Pflanzenresistenz
  157. Klimawandel:
    Populationswachstum
    Höhere Temperaturen können Populations-Synchronie in bisher ungünstigen Gebieten bewirken (und umgekehrt)
  158. Klimawandel:
    Wintermortalität (bsp. Südliche Stinkwanze)
    Pro Grad Temperaturerhöhung: Reduktion der Wintermortalität um 15%

    • Zunahme der Mortalität bei winterharten Arten:
    • -durch Antagonisten? (da aktiver)
    • -durch Erschöpfung der Reserven?
  159. Klimawandel:
    Phänologie
    • -frühere Aktivität im Frühling
    • -Häufig veränderte Synchronie zwischen Wirtspflanze - Herbivor - Räuber - Parasitoid
    • Bsp. Aurorafalter:
    • -Wirtspflanze (C. pratense) pro Grad: 5 Tage früher in Blüte
    • -Falterflug ebenso
  160. Klimawandel:
    Arealausdehnung nach Norden
    Nördliche Verbreitungsgrenze von Tagfaltern in Grossbritannien in den letzten 30-100 Jahren:

    • 65% Ausdehnung nach Norden
    • 34% stabil
    • 2% Rückzug nach Süden
  161. Klimawandel:
    Arealausdehnung nach Norden
    Beispiele?
    • Waldbrettspiel (Pararge aegeria)
    • Alpenbock
    • Südliche Eichenschrecke
    • Karstweissling
  162. Klimawandel:
    Arealverschiebung nach Norden
    Beispiel: Nonne (Lymantria monacha)

    Artenverschiebung hinkt der Temperaturentwicklung hinterher
  163. Klimawandel:
    Arealverschiebung in die Höhe
    Beispiel?
    Lärchenwickler: +250m bei +2°C
  164. Klimawandel:
    Wechselwirkung Pflanze - Insekt
    • Die Wirtspflanze übt einen grossen Einfluss auf pflanzenfressende Insekten aus durch
    • • Nahrungsangebot
    • • Nahrungsqualität
    • • Resistenz
    • • Phänologie
  165. Klimawandel:
    Wechselwirkung Pflanze - Insekt
    Nahrungsangebot?
    • Nahrungsangebot↑
    • Bsp. Distelfalter:
    • 2009 Invasion des Wanderfaltersaus dem Mittelmeergebiet bis nach England infolge üppigem Distelwachstum durch hohe Niederschläge im Mittelmeerraum
  166. Klimawandel:
    Wechselwirkung Pflanze - Insekt
    Nahrungsqualität?
    • Nahrungsqualität↑
    • Bsp. Blattläuse:
    • Trockenere Sommer bedingen Trockenstress der Wirtspflanze, was die Blattlausvermehrung fördern kann (hoher N-Gehalt Pflanzensaft)
  167. Klimawandel:
    Wechselwirkung Pflanze - Insekt
    Phänologie
    • Koinzidenz↓
    • Bsp. Grauer Lärchenwickler
    • Schlechte Koinzidenz im Frühling von Nadelaustrieb und Schlüpfen der Eiraupen

    • Bsp. Kleiner Frostspanner:
    • Zeitdifferenz von Ei-Schlupf und Knospenöffnung nimmt zu →
    • Synchronie nimmt ab
  168. Klimawandel:
    Wechselwirkungen Herbivoren - Antagonisten
    • Temperaturerhöhung bewirkt
    • • schnellere Entwicklung auch der räuberischen und parasitischen Insekten
    • • Zunahme der Generationenzahl bei Räubern stärker als bei Beutetieren-> bessere Effizienz?
    • • schlechtere Koinzidenz: Auseinanderfallen der Beziehungen von natürlichen Feinden und Herbivoren-> schlechtere Effizienz?
    • ⇒In den meisten untersuchten Fällen verschlechterte sich die Synchronie.
  169. Klimawandel:
    Fazit
    • Gewinner:
    • -südl., wärmeliebende Arten
    • -gewisse Schädlinge (Läuse, Borkenkäfer, Raupen)
    • -Neozoen
    • Verlierer:
    • -konkurrenzschwache Arten
    • -spezialisierte Arten hoher Lagen

    ⇒verschiedene Wechselbeziehungen dürften auseinanderfallen (disruption)
  170. Begriffe:
    Neobiota - Neophyten - Neozoen - Neomyceten
    • • Gebietsfremde Arten: ausserhalb desnatürlichen Verbreitungsgebiets
    • • Invasive Arten: gebietsfremde Arten mit ökonomischem, ökologischem oder humanmedizinischem Schädigungspotential
  171. Neozoen in Europa
    • durch Globalisierung (Reisen, Transport):
    • - 1390 Insektenarten
    • - 102 Milbenarten
  172. Einschleppungsraten Neozoen
  173. Warum mehr Neozoen?
    • • Durch Klimawandel höhere Verfügbarkeit ökologischer Nischen
    • • Stark ansteigende Einschleppungsraten fremder Organismen
    • • Höhere Überlebens-Chancen dank höherer Wintertemperaturen
    • • Die meisten Arten bleiben unauffällig,einige werden invasiv
  174. Invasive Insekten an Gehölzpflanzen
    • In den letzten 20 Jahren neu eingeschleppte Arten tauchten meist zuerst im Zierpflanzenbereich auf: Park und Alleebäume, Gärten.
    • Mögliche Gründe dafür sind
    • • Einschleppung v.a. in Siedlungsgebiete
    • • wärmeres Mikroklima
    • • exotische Pflanzenarten
    • • suboptimale Wachstumsbedingungen für Pflanzen
    • • weniger Antagonisten=> Fremde Arten etablieren sich am ehesten an Ziergehölzen und könnten danach von dort in den Wald übergehen.
  175. Einschleppungswege von Gehölzinsekten
    • Die hauptsächlichen Wege sind:
    • • Zierpflanzenimporte (xylophage, phyllophage, saugende Insekten)
    • • Verpackungsholz: Kisten, Paletten u.a. (xylophage Insekten)
  176. Neozoen:
    Robinienminiermotten
    CH: seit ?
    woher?
    Wirt?
    • CH: seit 1971/83
    • Herkunft: N-Amerika
    • Wirt: Robinie
    • bis 3 Generationen
  177. Neozoen:
    Platanennetzwanze
    • CH: seit 1976
    • Herkunft: N-Amerika
    • Wirt: Platane
    • Überwinterung: Adult unter Rinde
  178. Neozoen:
    Schwarzer Nutzholzborkenkäfer
    • CH: seit 1984
    • Herkunft: O-Asien
    • Wirt: NH+LH
    • lebt von Ambrosiapilzen
  179. Neozoen:
    Wollige Napfschildlaus
    • CH: seit 1992
    • Herkunft: Asien
    • Wirt: Rosskastanie, Linde, u.a.
    • Eiablage im Frühling am Stamm
  180. Neozoen:
    Rosskastanien-Miniermotte
    • CH: seit 1998
    • Herkunft: Balkan?
    • Wirt: Rosskastanie
    • 2-3 Generationen
  181. Neozoen:
    Amerikanische Kiefernwanze
    • CH: seit 2002
    • Herkunft: N-Amerika
    • Wirt: Föhre u.a.
    • Überwintert gerne in Gebäuden
  182. Neozoen:
    Asiatische Marienkäfer
    • CH: seit 2006
    • Herkunft: O-Asien
    • verdrängt einheimische Arten
    • überwintert gerne in Gebäuden, z.T. Lästling
  183. Neozoen:
    Buchsbaumzünsler
    • CH: seit 2007
    • Herkunft: O-Asien
    • schnelle Verbreitung durch Verkauf befallener Pflanzen
  184. Neozoen:
    Marmorierte Baumwanze
    • CH: seit 2007
    • Herkunft: O-Asien
    • Wirt: Laubholz, Exoten
    • evtl. schädlich im Zierpflanzen- und Obstbau, Lästling
  185. Neozoen:
    Edelkastanie-Gallwespe
    • CH: seit 2009
    • • Herkunkft: China
    • • Wirt: Edelkastanie
    • • EPPO-Quarantäneorganismus
    • • Bekämpfung in Italien mit Schlupfwespe; Risikoanalyse?
  186. Neozoen:
    Asiatischer Laubholzbockkäfer
    • CH: seit 2011 (Winterthur 2012)
    • • Herkunkft: O-Asien
    • • Wirt: Ahorn, Rosskastanie, Birke, Weide, Pappel uva.
    • • Entwicklung in (auch dünnen) Stämmen oder Ästen
    • • Entsorgen, Meldepflicht(EPPO-A1)

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