1770-BIS-KE1

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Author:
Laufmaus
ID:
232565
Filename:
1770-BIS-KE1
Updated:
2013-09-03 08:37:59
Tags:
Informationssysteme
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Description:
Betriebliche Informationssysteme KE1
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  1. Zu welchen Datenkategorien gehören folgende Daten:
    Stücklisten
    Kundenstammdaten
    Kundenaufträge
    Änderungsauftrag für Arbeitsplan
    Lagerbestandsdaten?
    Begründen Sie Ihre Entscheidung.
    Stücklisten -> Stammdaten (Charakterisierung eines Sachver-halts, seltene Änderung, zustandsbezogen)

    Kundenstammdaten ->Stammdaten (Charakterisierung eines Sachverhalts, seltene Änderung, zustandsbezogen)

    Änderungsauftrag für Arbeitsplan->Änderungsdaten (beschreiben die Veränderung von Stammdaten, abwicklungs-orientiert)

    Kundenaufträge ->Bewegungsdaten (beschreiben die Verän-derung der Mengen- und Wertstruktur eines Unternehmens, abwicklungsorientiert)

    Lagerbestandsdaten -> Bestandsdaten (Beschreibung die Mengen- und Wertstruktur, häufige Änderung, zustandsbezogen)
  2. Ist die integrierte Informationsverarbeitung mit Schwerpunkt Daten-integration unter Berücksichtigung aktueller Entwicklungen wie SOA noch aktuell?
    • Grundprinzip SOA: lose Kopplung von Diensten
    • *Daten werden als Parameter dem Funktionsaufruf übergeben.
    • *Zentrale Datenhaltung entspricht nicht den Prinzipien einer SOA.
    • Kritikpunkt an SOA
    • *Dienst = Lösungsverfahren
    • *Durch Trennung von Daten und Lösungsverfahren wirkt SOA dem objektorientierten Paradigma entgegen. 
    • *Dienste müssen mit Daten versorgt werden.
    • Folge: Probleme mit Leistungsfähigkeit
  3. Ordnen Sie die Teilsysteme der integrierten IV den Subsystemen des systemtheoretischen Grundmodells zu:
    Administrationssysteme
    Dispositionssysteme
    Kontrollsysteme
    Planungssysteme.
    • Administrationssysteme: dienen der Rationalisierung von Massendaten und entlasten Mitarbeiter von operativen Aufgaben
    • => Bestandteil des operativen Informationssystems

    • Kontrollsysteme:
    • *Auswertung von Daten, die aus operativen Systemen entnommen werden
    • *Reaktionen auf Abweichungen von Soll-Größe werden in Vorgaben für das operative Informationssystem umgesetzt
    • => Bestandteil des Steuerungs- und Kontrollsystems

    • Dispositionssysteme
    • *dienen der Automatisierung von Entscheidungen
    • => Bestandteil des Steuerungssystems
    • Planungssysteme
    • *Daten werden aus dem Steuerungs- und Kontrollsystem und dem operativen Informationssystem entnommen
    • *Ergebnisse von Entscheidungen wirken sich als Vorgaben für
    • Steuerungssysteme aus
    • => Bestandteil des Planungssystems
  4. Welchen Teilsystemkategorien der integrierten IV kann ein ERP-System zugeordnet werden? Begründen Sie Ihre Entscheidung.
    • Administrationssystem:
    • *Vorhalten/Ablage/Aufbereitung der relevanten Daten
    • *Freigeben von Fertigungsaufträgen
    • *Aufgaben im Rahmen der Lohnbuchhaltung
    • Kontrollsystem:
    • *falls Datenaggregationsmethoden und Verfahren zur Generierung von Berichten bereitgestellt werden
    • Planungssystem:
    • *Funktionen zur Unterstützung von Planungsaufgaben (bspw. Haupt-programmplanung)
    • (auch Dispositionssystemcharakter)
  5. Welchen Teilsystemkategorien der integrierten IV kann ein MES zugeordnet werden? Begründen Sie Ihre Entscheidung.
    • Dispositionssystem
    • *Einplanung von Fertigungslosen auf Ressourcen ->Auto-matisierung der Ablaufplanungsentscheidung
    • *Kontrolle des Fertigungsfortschritts mit entsprechenden Reaktionen
    • Kontrollsystem
    • *Die gesammelten Informationen können zur Erstellung von Berichten verwendet werden (bspw. Einhaltung gewünschter Fertigstellungstermine).
  6. Welchen Teilsystemkategorien der integrierten IV kann ein APS-System zugeordnet werden? Begründen Sie Ihre Entscheidung.
    • allgemein:
    • *Es werden Steuerungs- und Planungsaufgaben unterstützt.
    • *Probleme mit unterschiedlichen Grad an Strukturiertheit werden gelöst.
    • …daher Auffassung als:
    • Planungssystem
    • *Lösung von langfristigen und schlecht strukturierten Ent-scheidungsaufgaben
    • Dispositionssystem
    • *Lösung von kurzfristigen und besser strukturierten Entschei-dungsaufgaben
  7. Nennen Sie ein Beispiel für die Automatisierung von Geschäfts-prozessen.
    • vollautomatisierte Bestellabwicklung in Online-Versandhäusern:
    • *Kundenauftrag geht per Internet ein
    • *automatische Weiterleitung an ein Fakturierungssystem zur Ausführung der Zahlungstransaktion
    • *Bereitstellung der Bestellung durch Weiterleitung an ein System zur Verwaltung des Hochregallagers
    • *automatisierte Entscheidung bzgl. des Packformates und zur Auswahl des Distributionsdienstleisters
  8. Warum ist es für die Wirtschaftsinformatik als Disziplin sinnvoll, sich stärker mit Planungs- und Dispositionssystemen zu befassen?
    • *Systeme zur Massendatenverarbeitung und Generierung von Berichten stehen in weit entwickelter Form zur Verfügung.
    • *Methoden zur Entscheidungsunterstützung und zur Automatisierung von Entscheidungen sind in vielen Fällen stark anwen-dungsspezifisch.
    • *Fortschritte bei der Entwicklung von Metaheuristiken und leis-tungsfähige Hardware machen die Ausführung von Entscheidungsaufgaben praktikabel.
    • *Wirtschaftsinformatiker kombinieren Wissen über Lösungsver-fahren mit fachlichen Kenntnissen in BWL und Informatik, um effiziente Lösungsverfahren sowie deren Einbettung in Anwen-dungssysteme zu realisieren.
  9. Beschreiben Sie Formen der Datenintegration sowie deren Vor- und Nachteile.
    • Nicht-redundante Speicherung:
    • Vorteile: kein Synchronisationsbedarf; Konsistenz wird leichter gewährleistet; leichtere Pflege, da Daten nur einmal vorgehalten werden.
    • Nachteile: Single Point of Failure; Performanceeinbußen, weil Datensätze bspw. bei Schreibzugriff gesperrt werden müssen; Abstimmung der Anwendungssysteme erforderlich; Berechti-gungsfragestellungen

    • Redundante Speicherung:
    • Vorteile: jedes System hat die Obhut über seine Daten; die Daten sind auf die jeweiligen Systeme angepasst (ein effizien-ter Zugriff kann bspw. durch einen speziellen Index ermöglicht werden)
    • Nachteile: Gemeinsame Nutzung von Daten oft nur schwer oder gar nicht möglich; Mehrfachpflege gleicher Daten, die zu Redundanzen führt; Redundanzen führen bei fehlender automatischer Synchronisation zu Inkonsistenzen
  10. Nennen Sie Beispiele für mengen- und wertorientierte Systeme.
    • mengenorientierte Systeme:
    • *System zur Bestellmengenprognose
    • *Personaleinsatzplanung
    • *System zur Betriebsdatenerfassung
    • wertorientierte Systeme:
    • *Lagerbuchführungssystem
    • *Personalabrechnungssystem
    • *Auftragsabrechnungssystem
  11. Definieren Sie die Begriffe
    *Dispositionssystem
    *Planungssystem.
    Erläutern Sie den Unterschied dieser beiden Systeme anhand eines selbst gewählten Beispiels.
    • Dispositionssysteme:
    • - dienen der Entscheidungsunterstützung, indem sie entweder menschliche Entscheidungen vorbereiten oder diese entbehrlich machen.
    • *Im letzteren Fall werden Entscheidungen in automatisierter Form durch Computer getroffen.
    • -dienen über-wiegend der Lösung von wohlstrukturierten Problemen.

    • Planungssysteme:
    • -dienen der Vorbereitung und Unterstützung von Entscheidungen des Managements 
    • -Im Gegensatz zu Dispositionssystemen betreffen die Entscheidungen von Planungssystemen neben der unmittelbaren Leistungserstellung auch die Rahmen-bedingungen für diese.
    • -Planungssysteme dienen im Gegensatz zu Dispositionssystemen nicht der Automatisierung von Entscheidungen.
    •  
    • Beispiel Dispositionssystem:
    • System für die Maschinenbelegungsplanung, bei dem sowohl Entscheidungen vorbereitet werden können (Vorschläge werden unterbreitet), als auch automatisiert getroffen werden (Maschinenbelegungsplan wird direkt umgesetzt).

    • Beispiel Planungssystem: 
    • Bei einem Kapazitätsplanungssystem erfolgt die strategische Kapazitätsplanung, um eine Produktmixentscheidung, die zu maximalem Gewinn führt, zu treffen. Eine Produktmixentscheidung wird vom Management getroffen.
  12. Erläutern Sie die Begriffe Stamm- und Bewegungsdaten. Orden Sie die folgenden Daten diesen beiden Klassen zu und begründen Sie Ihre Entscheidung:
     Stückliste,
     Fertigungsauftrag,
     Arbeitsplan,
     Los.
    • Stammdaten sind zustandsorientierte Daten, die der Identifizierung und Charakterisierung von Sachverhalten im Unternehmen dienen und unverändert über einen längeren Zeitraum
    • zur Verfügung stehen.

    Als Bewegungsdaten werden abwicklungsorientierte Daten bezeichnet, die immer wieder neu durch betriebliche Leistungsprozesse entstehen. Bewegungsdaten fließen ständig in die Vor-gänge der Informationsverarbeitung ein und bewirken dadurch Veränderungen von Bestandsdaten. 

    Stückliste ->Stammdaten: Die Stückliste beschreibt die Zusammensetzung eines Produkts aus seinen Bestandteilen. In diesem Sinne wird ein Sachverhalt charakterisiert, der über einen län-geren Zeitraum unverändert zur Verfügung steht.

    Fertigungsauftrag -> Bewegungsdaten: Ein Fertigungsauftrag entsteht durch den betrieblichen Prozess der Auftragsfreigabe. Der Fertigungsauftrag bewirkt u.a. eine Veränderung von Lager-beständen (Abgang von Rohstoffen, Zugang von Halb-/ Fertigwaren).

    Arbeitsplan -> Stammdaten: Ein Arbeitsplan beschreibt die Arbeitsschritte, die zur Herstellung eines Teils durchzuführen sind. Ein Arbeitsplan beschreibt in diesem Sinne also die Charakteri-sierung eines Sachverhalts. Arbeitspläne werden nur selten geändert und stehen somit über einen längeren Zeitraum unverändert zur Verfügung.

    Los -> Bewegungsdaten: Die Zusammenfassung bzw. Aufteilung von Fertigungsaufträgen zu Losen und deren Durchsteuerung durch das Basissystem des Unternehmens bedingen die Ver-änderung von Bestandsdaten beispielsweise in Form von Lagerabgängen und -zugängen sowie den damit assoziierten Wertveränderungen. Dementsprechend sind die im Zusammenhang mit einem Los anfallenden Daten als abwicklungsorientiert anzusehen.
  13. Definieren Sie die Begriffe Administrations- und Kontrollsystem. Erläutern Sie die Unterschiede
    zwischen diesen beiden Systemen anhand eines selbst gewählten Beispiels.
    • Administrationssysteme sind Anwendungssysteme, die auf die Rationalisierung der Massendatenverarbeitung ausgerichtet sind.
    • Kontrollsysteme dienen der Übernahme von Informationen aus den mengen- und wertorientierten Systemen mit dem Ziel, diese aufzubereiten und als Berichte zur Verfügung zu stellen. Die aufbereiteten Informationen dienen zur Beschreibung des Betriebsgeschehens.

    • Beispiel:
    • In einem Unternehmen der Maschinenbaubranche fragt ein Administrationssystem ausgehend von Kundenaufträgen in regelmäßigen Abständen den Status derjenigen Lose ab, welche die Kundenaufträge untersetzen und versorgt den entsprechenden Disponenten in der Produktion mit diesen Informationen.
    • Dahingegen ermittelt ein Kontrollsystem innerhalb desselben Unternehmens in periodischen
    • Abständen die Durchlaufzeiten der einzelnen Lose und wertet diese für die unterschiedlichen
    • Auftragstypen oder Produkte aus.
  14. Definieren Sie die Begriffe Administrations- und Kontrollsystem. Nennen Sie jeweils einen
    Bereich eines CRM-Systems mit Kontrollsystemcharakter und Administrationssystemcharakter.
    Begründen Sie Ihre Entscheidung.
    • Administrationssysteme sind Anwendungssysteme, die auf die Rationalisierung der Massendatenverarbeitung ausgerichtet sind.
    • Kontrollsysteme dienen der Übernahme von Informationen aus den mengen- und wertorientierten Systemen mit dem Ziel, diese aufzubereiten und als Berichte zur Verfügung zu stellen. Die aufbereiteten Informationen dienen zur Beschreibung des
    • Betriebsgeschehens.

    • Der operative Bereich eines CRM-Systems hat den Charakter eines Administrationssystems, da das Tagesgeschäft von Vertrieb, Service und Benutzer-Support durch die Bereitstellung von Informationen bzw. die Steuerung von Prozessen unterstützt wird.
    • Der analytische Bereich eines CRM-Systems kann als Kontrollsystem aufgefasst werden, da mit statistischen Methoden Daten aufbereitet, aggregiert und als Berichte zur Verfügung gestellt werden.

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