Innere k3

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Author:
Marizzle
ID:
235545
Filename:
Innere k3
Updated:
2013-09-30 13:37:14
Tags:
Charite Altklausuren Innere Chirurgie Anästhesie
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  1. 4 Tage nach Hemikolektomie hat Patient
    Bauchschmerzen, Fieber, Entzündungswerte angestiegen, pralles Abdomen,
    Drainage fördert bräunlich-wässriges Sekret

    -spontane beginnende Peritonitis
    -Platzbauch
    -Anastomoseninsuffizienz mit beginnender Peritonitis
    -Gastritis
    -Apendizitis
    Anastomoseninsuffizienz mit beginnender Peritonitis
  2. Postoperatives Shivern

    -es gibt keine Medikamente dagegen
    -hat nichts mit der Anästhesie zu tun
    -kann durch konsequentes Warmhalten verhindert werden
    -ist nicht gefährlich
    kann durch konsequentes Warmhalten verhindert werden

    • [Shivering ist ein häufig beobachtetes und seit langem bekanntes
    • Problem in der postoperativen Phase. Es handelt sich um unwillkürliches
    • Muskelzittern und eine Erhöhung des Muskeltonus als Gegenregulation des
    • Organismus im Sinne eines Abwehrmechanismus bei einem Abfall der
    • Ist-Temperatur gegenüber dem Temperatursollwert. Die Häufigkeit wird in
    • der Literatur sehr unterschiedlich mit 5–65% angegeben [11]. Shivering
    • ist nicht nur ein für den Patienten subjektiv sehr unangenehmes Phänomen
    • – einige Patienten erinnern es als das Unangenehmste an der gesamten
    • Operation – sondern birgt insbesondere für kardial und pulmonal
    • vorerkrankte Patienten deutliche Risiken. Ursache hierfür ist der beim
    • Shivering erhöhte Energie- und damit auch Sauerstoffverbrauch des
    • Patienten.]
  3. OP-Verfahren bei rezidivierender epigastrischer Narbenhernie

    -einfache Fasziennaht
    -Netz direkt auf die Bauchorgane
    -sekundäre Wundheilung
    -Netz zwischen Peritoneum und Faszie
    Netz zwischen Peritoneum und Faszie
  4. Verfahren zur Optimierung der parenteralen Ernährung

    -Spirometrie
    -Ergometrie
    -Kalorimetrie
    -Manometrie
    Kalorimetrie

    Indirekte Kalorimetrie - Messung des O2-Verbrauchs
  5. Welche Kombination ist kontraindiziert
    bei höhergradigem AV-Block aufgrund von neg. inotroper u. dromotroper
    Wirkung der Medikamente

    -ACE-Hemmer und ß-Blocker
    -Sartan und Urapidil
    -ß-Blocker und Ca-Blocker (Dihydropyridin-Typ)
    -ß-Blocker und Ca-Blocker (Verapamil u. Diltiazem-Typ)
    -Sartan und ß-Blocker
    ß-Blocker und Ca-Blocker (Verapamil u. Diltiazem-Typ)
  6. Mann mit paroxysmaler Hypertonie,
    Kopfschmerzen und Palpitationen, Vater an hypertensiver Krise
    verstorben, Tante hat Schilddrüsen-Ca. Was bestimmen Sie?

    -Calcium, Calcitonin, Katecholamine im Urin
    -Schilddrüsenhormone
    -Serumcortisol
    -Aldosteron
    -Glukose und HbA1c
    Calcium, Calcitonin, Katecholamine im Urin

    Die MEN-2-Syndrome sind durch Medulläre Schilddrüsenkarzinome und Phäochromozytome gekennzeichnet.
  7. Therapie der Achalasie

    -Säuresupprimierung
    -Prokinetika
    -OP nach Bilroth 2
    -endoskopische Ballondilatation
    -endoskopische Lasertherapie
    endoskopische Ballondilatation
  8. Hauptursachen der dilatativen Kardiomyopathie

    -arterielle Hypertonie und Herzinfarkt
    -Klappenfehler und arterielle Hypertonie
    -Herzinfarkt und Myokarditis
    -Angeboren und Herzinfarkt
    Angeboren und Herzinfarkt
  9. Welches ist die Therapie der Wahl eines
    singulären Adenoms der Schilddrüse bei einer 70-jährigen Patientin mit
    dilatativer Kardiomyopathie?

    -operative Entfernung
    -Radiojod-Therapie
    -symptomatische Therapie mit Thyreostatika und Betablockern
    -engmaschige Kontrolle und thyreostatische Therapie
    engmaschige Kontrolle und thyreostatische Therapie
  10. Therapie der Mitralstenose 3. Grades ohne Klappeninsuffizienz

    -Klappenersatz
    -Klappenrekonstruktion
    -Ballondilatation
    -Einschlitzen der Klappenränder
    Ballondilatation
  11. Therapie der zufällig festgestellten mäßiggradigen Aortenstenose

    -Regelmäßige Echokardiographie und klin. Untersuchung
    -Ca-Antagonisten
    -ACE-Hemmer
    Regelmäßige Echokardiographie und klin. Untersuchung

    Bei asymptomatischen Patienten liegt das Risiko für einen plötzlichen Herztod bei deutlich unter 1%
  12. Hauptbefund der Lungenfunktionsuntersuchung beim Emphysem

    -1-Sekunden Kapazität
    -Quotient aus Residualvolumen/totaler Lungenkapazität
    -Atemwegswiederstand erhöht
    -reduzierte Vitalkapazität
    Quotient aus Residualvolumen/totaler Lungenkapazität

    • Klinik des Emphysems: Klinische Manifestation erst, wenn 1/3 des funktionellen Lungengewebes zerstört ist. Hauptsymptome:
    • Dyspnoe (i.A. Belastungsdyspnoe ab FEV1 <50% des Sollwertes,
    • Ruhedyspnoe ab FEV1 <25% des Sollwertes, dann auch CO2-Retention und
    • Cor pulmonale); Husten, expiratorisches „Pfeifen“ (DD: Asthma
    • bronchiale); vermehrte Schleimproduktion (abh. von begleitender
    • Bronchitis). Phänotyp: „Pink puffer“ - asthenisch, Zuhilfenahme der
    • Atemhilfsmukulatur, Tachypnoe mit verlängertem Exspirium,
    • Hyperventilation um Oxygenierung des Blutes aufrechzuerhalten,
    • Blutgaswerte oft weitgehend normal Lungenfunktion: TK, RV↑;VK↓, FEV1 ↓
  13. Häufigstes Hormonaktives Hypophysenadenom

    -Prolaktinom
    -ACTH-om (Cushing)
    -GIRH-om (Akromegalie)
    Prolaktinom

    • Der häufigste hormonaktive Hypophysentumor ist das Prolaktinom,
    • gefolgt vom GH-produzierenden Adenom. Therapie: Dopaminagonisten (OP nur
    • in Ausnahmefällen!)
  14. Messgröße für linksventrikuläre Pumpfunktion
    EF

    bei systolischer Herzinsuffizienz liegt eine verminderte EF vor
  15. Therapie der Erstmanifestation der Divertikulitis

    -parenterale Ernährung und i.v. Antibiose
    -Sigmaresektion
    -orales Abführen
    -Ballaststoffreiche Kost und Bettruhe
    parenterale Ernährung und i.v. Antibiose
  16. Krampfartige Bauchschmerzen mit schwallartigem Erbrechen und Meteorismus

    -mechanischer Dünndarmileus
    -paralytischer Dünndarmileus
    -paralytischer Dickdarmileus
    -mechanischer Dickdarmileus
    mechanischer Dünndarmileus
  17. Einschränkung der Vitalkapazität bei COPD

    -Air-Trapping
    -Diffusion vermindert
    -eingeschränkte Thoraxbewegung
    -verminderte Lungendehnbarkeit
    Air-Trapping

    • Körperliche Belastung geht mit einem vermehrten Sauerstoffbedarf
    • einher, den Gesunde durch ein höheres Atemminutenvolumen als in Ruhe
    • decken. COPD-Patienten hingegen sind nicht in der Lage, ihr Atemzugvolumen entsprechend zu steigern, sie atmen dafür häufiger und haben so weniger Zeit zum Ausatmen. Bereits in Ruhe gelingt es ihnen
    • nicht, die Lunge bis zum Sollwert der Atemmittellage zu leeren, unter Belastung kommt es nun zu einer kontinuierlichen Überblähung, das Phänomen des so genannten Air-Trappings. In der Folge kommt es zu einer progredienten Schädigung des Lungenparenchyms und zu gehäuften
    • Exazerbationen.

    • Fangfrage! Entscheidend ist die verminderte Lungenelastizität (Herold 2011 S. 346) und nicht die verminderte Dehnbarkeit. Den
    • Alveolen fehlt die "Rückstellkraft", daher kollabieren sie expiratorisch schon, bevor sie komplett entlüftet sind, d.h. sie schließen Luft ein (siehe air trapping). Eine verminderte Dehnbarkeit findet man eher bei
    • der Lungenfibrose...
  18. Prämedikation vor OP
    -wird grundsätzlich verordnet
    -birgt Gefahr, Patient daher nicht ohne Aufsicht lassen
    -ist ein Relikt aus der Äthernarkosenzeit
    -oral wirkt sie besser als i.m.
    birgt Gefahr, Patient daher nicht ohne Aufsicht lassen
  19. Lungenprotektive Beatmung:

    -Mit PEEP bis 6ml/kg
    -Ohne PEEP bis 6ml/kg
    -Mit PEEP ab 6ml/kg
    -Ohne PEEP ab 6ml/kg
    Mit PEEP bis 6ml/kg

    PEEP (5-15 cm H20 bzw. 5-8 mmHg) hält Atemwege offen; kleine Atemzugvolumen
  20. Patientin mit Mb. Crohn bekommt
    Azathioprin und Ciprofloxacin als neue Medikation. Sie nimmt schon
    Mesalazin und Multivitamintabletten. Jetzt kriegt sie eine akute
    Pankreatitis. Welches Medikament ist am ehesten dafür verantwortlich?

    -Mesalazin
    -Azathioprin
    -Ciprofloxacin
    -Multivitamin
    Azathioprin
  21. Pat mit Diabetes mell. Typ2 (gut eingestellt mit Diät) soll eine Cholecystektomie bekommen. Wie würde man ihn einstufen?

    ASA 1 bis 6
    ASA 2

    • -ASA 1: Normaler, gesunder Patient
    • -ASA 2: Patient mit leichter Allgemeinerkrankung
    • -ASA 3: Patient mit schwerer Allgemeinerkrankung
    • -ASA 4: Patient mit schwerer Allgemeinerkrankung, die eine ständige Lebensbedrohung ist.
    • -ASA 5: moribunder Patient, der ohne Operation voraussichtlich nicht überleben wird
    • -ASA 6: hirntoter Patient, dessen Organe zur Organspende entnommen werden
  22. Pat mit zwei Jahre zurückliegendem
    Myokardinfarkt und erfolgreicher Bypass-OP. Bis heute keine Beschwerden
    mehr gehabt, wird jetzt operiert (transurethrale Prostatektomie). Wie
    würde man ihn einstufen?

    ASA 1 bis 6
    ASA 3

    • -ASA 1: Normaler, gesunder Patient
    • -ASA 2: Patient mit leichter Allgemeinerkrankung
    • -ASA 3: Patient mit schwerer Allgemeinerkrankung
    • -ASA 4: Patient mit schwerer Allgemeinerkrankung, die eine ständige Lebensbedrohung ist.
    • -ASA 5: moribunder Patient, der ohne Operation voraussichtlich nicht überleben wird
    • -ASA 6: hirntoter Patient, dessen Organe zur Organspende entnommen werden
  23. Patientin hatte eine Pneumonie und bekommt deswegen seit drei Tagen ein b-Lactam-Antibiotikum. Jetzt bekommt sie
    wieder Fieber und ein makulopapulöses Exanthem. Krea 2,5 Eosinophilie (20%). Wie ist das zu erklären?

    -Allergie auf die Krankenhausbettwäsche
    -septische Nephropathie
    -interstitielle Nephritis ausgelöst durch das b-Lactam-Anitbiotikum
    -sich demaskierende Askariasis
    interstitielle Nephritis ausgelöst durch das b-Lactam-Anitbiotikum
  24. Welches bildgebende Verfahren nutzen Sie bei Verdacht auf eine Hohlorganperforation?

    -Barium-Kontrasteinlauf
    -Sonographie
    -Röntgenabdomen (ap) in Linksseitenlage
    -Coloskopie
    Röntgenabdomen (ap) in Linksseitenlage

    • Identifikation von freier Luft im Abdomen
    • (! Bei V.a. Perforationen NIE bariumhaltige KM verwenden, da diese zu einer schweren Peritonitis führen können.)
  25. Frau mit Angina pectoris Beschwerden hat
    eine drei Gefäßerkrankung mit Stenosen bis 70% kommt in die Klinik. Was
    macht man mit ihr?

    -Bypass
    -Medikamente: ACE-Hemmer, Ca-Antagonist, Nitro, ASS und nach Hause
    Bypass

    es sind die drei großen Koronarien (RCA, RIVA, RCX) betroffen, also hohes Risiko!

    nach Bypass die Medikamente: ACE-Hemmer, Ca-Antagonist, Nitro, ASS
  26. Man spritzt einer Patientin, die gerade
    von einer Op zurück kommt Cefuroxim (oder so) iv. 4 Std später fällt ihr
    Blutdruck und sie wird blass, kaltschweißig und tachykard. Abdomen
    abwehrgespannt. Was hat sie?

    -neurogenen Schock
    -kardiogenen Schock
    -septischen Schock
    -anaphylaktischen Schock
    -hämorrhagischen Schock
    hämorrhagischen Schock

    dafür spricht auch der gespannte Bauch, wahrscheinlich postoperative innere Blutungen und keine Folge des Medikaments

    kardiogenen Schock: post-OP kommen ja schon Thrombembolien vor, aber dazu passt nicht die Abwehrspannung...

    septischen Schock: sie hat ja gerade erst Antibiose bekommen, und die OP ist noch nicht so lange her, also eher nicht...

    anaphylaktischen Schock: tritt meistens sofort auf und sie wäre nicht blass
  27. Welches Muskelrelaxans hat den schnellsten Wirkungseintritt?

    -Succinylcholin
    -Pancuronium
    -Rocuronium
    -Cis-Atracurium
    Succinylcholin

    Wirkung tritt schon nach 1 min ein, wird klassisch zu Ileuseinleitug verwendet
  28. Wie kann man ein Cushing-Syndrom am besten ausschließen?

    -Cortisol-Bestimmung
    -CRH
    -Dexamethason-Hemmtest
    Dexamethason-Hemmtest

    • Gabe von 2mg Dexamethason -> hemmt ACTH -> Abfall des
    • Cortisol-Spiegels (unter 2 µg/dl -> Normales Suppressionsverhalten.
    • Ein Cushing-Syndrom ist mit großer Wahrscheinlichkeit (99%)
    • ausgeschlossen. Cortisol > 5 µg/dl bzw kein Abfall ->
    • Cushing-Syndrom)
  29. ei einer primären Hypothyreose wird mit L-Thyroxin behandelt. Welcher Wert wird in den Normbereich titriert?

    -TSH Antikörper
    -Thyreoglobulin (oder so)
    -fT4
    -TSH
    TSH

    Herold 2011 S732: Die individuelle optimale T4 Dosis wird mit Fragen nach dem Wohlbefinden des Patienten und dem basalen TSH ermittelt (0,5-2 mU/l)
  30. Achalasie Diagnostik. Was macht man als erstes?

    -Ösophagogastroduodenoskopie
    -pH-Metrie
    -Manometrie
    -Endosonographie
    Manometrie
  31. Häufigste Ursache für eine hypertrophe Kardiomyopathie?

    -angeboren
    -Herzinfarkt
    -Adipositas
    -Schwangerschaft
    -Myokarditis
    angeboren
  32. Wo zeigt sich bei der hypertrophen Kardiomyopathie meist die hypertrophe Veränderung?

    -linker Ventrikel
    -rechter Ventrikel
    -Septum
    Septum

    Am linken Ventrikel, i.d.R. septal; wenn apikal-septal, dann obstruktiver Subtyp
  33. Operativer Eingriff bei Colitis Ulcerosa?

    -Proktocolektomie
    -Gastrektomie
    -Colonplastik
    Proktocolektomie

    bzw. Mucoproktokolektomie, meist mit Anlage einer ileo-analen Pouch
  34. Pat hat Refluxösophagitis mit dem
    Hintergrund einer Hiatushernie. Vor zwei Jahren wurden bei ihm in einer
    Endoskopie Veränderungen der Ösophagusschleimhaut festgestellt. Seitdem
    hat er zuverlässig eine Therapie mit Protonenpumpenhemmern durchgeführt.
    Bei einer erneuten Endoskopie fallen nach wie vor die roten Läsionen
    der Schleimhaut auf. Was machen?
    Hiatoplastik

    Müller 2010/11: axiale Gleithernie -> Fundoplicatio oder Hiatoplastik mit Fundopexie
  35. Pat gibt an seit einigen Tagen blutig zu
    erbrechen, jedoch noch nie soviel wie heute. Er ist hypoton und
    tachykard. Bei der Untersuchung fallen die kachektischen Extremitäten,
    das gelbliche Hautkolorit, sowie ein massiver Aszites auf. Was machen?
    Kreislauf kontrollieren, Volumen substituieren und Endoskopie organisieren

    offenbar Varizenblutung. Eventuell sklerosieren, Leberfunktion sicher stellen, Darm reinigen, intubieren wenn Aspirationsgefahr.
  36. OP Indikation für akute Pankreatitis?
    Pankreasabszess

    Ubi pus, ibi evacua = wo Eiter ist, da entleere ihn
  37. Was will man im CT bei akuter Pankretitis ausschließen?
    Nekrosen

    • Die bakterielle Sepsis bei akuter Pankreatitis ist eine mit hoher
    • Letalität behaftete Komplikation. Daher empfiehlt sich die
    • computertomographisch gesteuerte Punktion der Pankreasnekrose, um
    • festzustellen, ob eine bakterielle Kontamination der Pankreasnekrose
    • vorliegt
  38. Pat mit Ikterus, Druckschmerz im rechten Epigastrium, AST und ALT nicht erhöht, gGT hoch, AP hoch. Was hat sie wahrscheinlich?

    -akute Hepatitis B
    -Cholelithiasis
    Cholelithiasis

    GGT und AP sind die typischen Cholestaseparameter. Bei einer Schädigung der Leber würde man eher AST und ALT Erhöhungen messen.
  39. Pat mit verkürzter PQ-Zeit, Delta Welle und Herzrasen. Wodurch werden die Symptome wahrscheinlich hervorgerufen?

    -Vorhofflimmern
    -WPW-Syndrom
    WPW-Syndrom

    kreisende Erregung zwischen Vorhöfen und Kammern
  40. Wann ist es bei Hämorrhoiden indiziert zu operieren?

    -Bei Schmerzen
    -Stadium 2
    -Stadium 3
    Stadium 3
  41. Bei welcher Erkrankung tritt eine endokrine Orbitopathie auf?

    -Hashimoto
    -Iodmangel
    -Basedow
    Basedow

    eine Autoimmunkrankheit der Schilddrüse. Häufig, aber nicht immer, geht die Erkrankung mit einem Kropf (Struma), einer Schilddrüsenüberfunktion (Hyperthyreose) oder einer Beteiligung der Augen (endokrine Orbitopathie) einher.
  42. Mann kommt mit Erhöhung der harnpflichtigen Substanzen im Serum. Welcher Parameter spricht gegen eine chronische Niereninsuffizienz?

    -Krea von 6,2 (oder so)
    -Natriumexkretion von >2%
    -Blutdruck 120/80
    -Hb von 15,3
    Blutdruck 120/80 ODER Hb von 15,3
  43. Was macht man bei beidseits multinodulär veränderter Thyreoidea?

    -Thyreoidektomie
    -Thyreodektomie, aber kleinen Rest drinlassen
    -Nur die Knoten raus schälen
    -Thyreostatische Therapie
    Thyreodektomie, aber kleinen Rest drinlassen
  44. Bei einem Kaiserschnitt Spinalanästhesie
    in Höhe TH4. Ab wo gibt der Anästhesist den OP-Bereich frei (keine
    Ahnung wie die Frage genau war)?

    -Ohrläppchen
    -Mamillen
    -Bauchnabel
    -Leiste
    Mamillen
  45. Ein Patient mit Herzinsuffizienz im Stadium NYHA II kommt in die Sprechstunde. Dyspnoe bei Belastung, EKG ist unauffällig. Welches Medikament würden Sie zur Therapie am ehesten einsetzen?

    -Nitroglycerin-Präparate
    -Digitalis-Präparate
    -Alphablocker
    -Hemmstoffe des Renin-Angiotensin-Systems
    Hemmstoffe des Renin-Angiotensin-Systems

    Bei Herzinsuffizienz im Stadium NYHA II (Dyspnoe bei stärkerer Tätigkeit) werden typischerweise ACE-Hemmer und Betablocker eingesetzt.
  46. Wann sollte die ischämische Mitralinsuffizienz mittels Klappenoperation korrigiert werden?

    -bei Grad I
    -bei Grad II
    -in jedem Fall
    -in keinem Fall
    -bei Grad III und IV
    bei Grad III und IV

    nur bei schweren chronischen Fällen, sonst rekonstruierende OP o. konservative Th.
  47. Welcher Autoantikörper ist bei der Diagnostik der einheimischen Sprue hilfreich?

    -Parietalzellantikärper
    -Antinukläre Antikörper ANA
    -Antineutrophile cytoplasmatische Antikörper ANCA
    -Antimitochondriale Antikörper AMA
    -Gliadine Antikörper
    Gliadine Antikörper

    • Gliadin ist Bestandteil von Gluten (Getreideeiweiß von Weizen). Ähnlichkeit zum Adenovirus 12. Es werden im Labor folgende Antikörper bestimmt: Anti-Tg-Ak
    • (Anti-Translutaminase-Ak, Spezifität > 95%, IgA oder IgG), Anti-Endomysium-Ak, Anti-Gliadin-Ak.
  48. Was ist eine respiratorische Partialinsuffizienz?

    -Stadium des Lungenversagens mit Hypoxie und Normokapnie
    -Dyspnoe ohne pathologische Veränderungen des Parenchyms
    -Funktionsverlust einer Lungenhälfte
    -Funktionseinschränkung der Lunge zwischen 30 bis 60%
    Stadium des Lungenversagens mit Hypoxie und Normokapnie

    • Es werden zwei Formen der respiratorischen Insuffizienz unterschieden:
    • 1. Respiratorischen Partialinsuffizienz findet man nur eine
    • Verminderung des Sauerstoffpartialdrucks im Blut (Normwert je nach
    • Alter: 75 -100 mmHg). Durch kompensatorische Hyperventilation ist der
    • CO2 -Partialdruck dabei normal oder gar vermindert.
    • 2. Besteht zusätzlich eine Hyperkapnie (pCO2 > 45 mmHg), liegt eine respiratorische Globalinsuffizienz vor.
  49. In welchem Darmabschnitt befinden sich bei Westeuropäern am häufigsten Divertikel?

    -Zoekum
    -Colon ascendens
    -Colon transversum
    -Colon descendens
    -Sigma
    Sigma
  50. Ein 39-jähriger Patient kommt wegen
    Schmerzen im linken Unterarm zu Fuß in die Rettungsstelle. Am Vortag ist er mit dem Fahrrad auf eine Bordsteinkante gefallen. Abschürfungen am linken Unterarm und linken Oberschenkel, zudem eine Prellmarke an der linken Flanke. Nach einer halben Stunde Warten wird er plötzlich instabil (RR 80/40, HF 140, SpO2 98%). Was ist die wahrscheinlichste Ursache für diese Verschlechterung?

    -Spannungspneumothorax links
    -Femurfraktur links
    -traumatische Magenperforation
    -Nierenkontusion links
    -zweizeitige Milzruptur
    zweizeitige Milzruptur

    • Eine zweizeitige Milzruptur tritt Stunden bis Wochen (meist ca. 1 Woche) nach einem stumpfen Bauchtrauma auf. Durch die starke
    • intraabdominelle Blutung kommt es zu einem hämorrhagischen Schock.

    Bei einer Nierenkontusion kommt es meistens zu einem subkapsuären Hämatom. Blutungen fallen wegen der Gerota-Faszie nicht so stark aus.
  51. Zur Einschätzung, ob ein globales
    Missverhältnis zwischen Sauerstoffangebot und -bedarf besteht, eignet sich welcher Parameter am ehesten?

    -Serumlactat
    -arterieller Sauerstoffpartialdruck
    -arterielle Sauerstoffsättigung
    -Pulsoxymetrie
    -pH-Wert
    Serumlactat
  52. Bei einem 20-jährigen Patienten wird zur
    Musterung erstmals ein EKG geschrieben. Auf Nachfragen gibt er an seit der Kindheit wiederholt Herzrasen gehabt zu haben. Im EKG findet sich zu Beginn des QRS-Komplexes eine Delta-Welle. Was ist die
    wahrscheinlichste Diagnose?

    -Long-QT-Syndrom
    -Wolff-Parkinson-White-Syndrom
    -Moschuss-Syndrom
    -Brugada-Brugada-Syndrom
    Wolff-Parkinson-White-Syndrom

    zusätzliche akzessorische atrioventrikuläre Leitungsbahn (Kent-Bündel), welche eine geringere Leitungsverzögerung als der AV-Knoten aufweist, kommt es zu einer rel. verfrühten Kammeraktivierung im Bereich der ventrikulären Insertion der AL. (Präexzitationssyndrom => äußert sich als Delta-Welle im EKG)

    Long-QT-Syndrom: Kann zu Schwindel, Synkopen, Kammerflimmern führen normale QT-Zeit (entspricht intraventrikulärer Erregungsdauer): max 550 ms, aber frequenzabhängig (Bazettformel)

    • Brugada-Brugada-Syndrom: eigentlich herzgesunde Menschen, die aber plötzlichen Herztod erleiden können oder einen solchen überlebt haben: Rechtsschenkelblock in V1, ST Hebung in V1-V3. Kann verborgen sein
    • und nur sporadisch auftrerten. Mit Natriumkanalblockade unter Ajmalin oder Procainamid Demaskierung im EKG möglich
  53. Wodurch ist das akute respiratorische Versagen bei Globalinsuffizienz gekennzeichnet?

    -Hypoxämie mit Normokapnie
    -Hypoxämie mit Hypokapnie
    -Hypoxämie mit Hyperkapnie
    -Normoxämie mit Hypokapnie
    Hypoxämie mit Hyperkapnie

    = Globalinsuffizienz und tritt meist dann auf, wenn es ein Versagen der Atempumpe gibt, da hier trotz erhöhtem CO2 nicht schneller geatmet werden kann. Da es für O2 und für CO2 durch eine verminderte alveoläre Ventilation keinen Konzentrationsgradienten mehr gibt, steigt der PaCO2 und fällt der PaO2 im Blut.

    • Hypoxämie mit Normokapnie: Eine Hypoxämie mit normalem pCO2 (arteriell ca. 40mmHg) wird als partielle respiratorische Insuffizienz bezeichnet. Sie tritt meist auf
    • bei Erkrankungen des Lungenparenchyms wie z.B. einer Pneumonie oder einer interstitiellen Lungenerkrankung.

    Hypoxämie mit Hypokapnie: Zusätzlich zu einer Hypokapnie bei kommte es durch kompensatorische Hyperventilation z.B. bei einer Lungenarterienembolie.

    Normoxämie mit Hypokapnie: Tritt dann auf, wenn eine Hypoxie durch eine Hyperventilation kompensiert werden kann (z.B. bei Höhenatmung)
  54. Was ist nach Stanford-Klassifikation eine Typ-B-Aortendissektion?

    -Dissektion beginnt distal der A.subclavia und reicht variabel weit nach distal
    -Dissektion beschränkt sich auf Aorta ascendens
    -Von der Dissektion sind die Aorta ascendens und alle distal davon gelegenen Aortensegmente betroffen
    -die Beckenarterien sind disseziert und aneurysmatisch aufgeweitet
    Dissektion beginnt distal der A.subclavia und reicht variabel weit nach distal

    • Stanford A: Beschreibt einen Gefäßwandeinriss der aufsteigenden Aorta vor den Abgängen der versorgenden Gefäße des Kopfes und der oberen Extremitäten.
    • Aorta Descendens kann aber mitbetroffen sein.
    • Stanford B: Gefäßwandeinriss, welcher den absteigenden Teil der Aorta betrifft und somit hinter den Abgängen der versorgenden Gefäße des Kopfes und der oberen Extremitäten liegt (also hinter A. subclavia sinistra).'
  55. Zum Symptomkomplex des nephritischen Syndroms gehört neben der Hämaturie und Hypertonie

    -Polyurie
    -Ödeme
    -Glukosurie
    -Hyponaträmie
    Ödeme

    Polyurie: Beim nephritischen Syndrom kommt es eher zu einer Oligo- oder Anurie.
  56. Welche Medikamente werden zur Basistherapie des Asthma bronchiale eingesetzt?

    -Theophyllin
    -inhalatives ß2-Mimetikum und inhalatives Glukokortikoid
    -inhalatives Glukokortikoid und Mastzellstabilisator
    -Acetylcystein
    Stufetherapie des Asthma bronchiale

    • Stufe 1:
    • - Schnell wirkendes ß2-Mimetikum (Salbutamol)
    • Stufe 2 zusätzlich:
    • - Inhalative Glukokortikoide niedrigdosiert
    • - Evtl Leukotrienrezeptorantagonisten (Montelukast) -> Cysteinylleukotriene (LTC4) (Mastzellen, Eosinophile) sind starke Bronchokonstriktoren
    • Stufe 3 zusätzlich:
    • - Langwirksame ß2-Mimetika (Formoterol, Salmeterol)
    • Stufe 4 zusätzlich:
    • - Inhalative Glukokortikoide niedrig- bis hochdosiert
    • - Theophyllin
    • Stufe 5 zusätzlich:
    • - Orale Glukokortikoide
    • - Omalizumab bei allergischem Asthma (Anti-IgE-Ak)
  57. Ein 55-jähriger Sportler gibt Ihnen anamnestisch an, dass er nach den ersten 300 bis 500 m Ausdauerlauf wegen Engegefühl hinter dem Brustbein und zunehmender Dyspnoe anhalten müsse. Nach kurzer Pause könne er ohne jegliche Beschwerden weiterlaufen. Es handelt sich am ehesten um
    Angina pectoris
  58. Patientin wurde nach 3 Wochen stationärer
    Behandlung vor 8 Tagen entlassen. Sie stellt sich nun mit Husten, Dyspnoe und Entzündungszeichen im Labor vor. Sie diagnostizieren eine Pneumonie. Wie wird diese klassifiziert?

    -ambulant erworbene Pneumonie
    -frühe nosokomiale Pneumonie
    -späte nosokomiale Pneumonie
    -Pneumonie bei Immunsuppression
    -beatmungsassoziierte Pneumonie
    späte nosokomiale Pneumonie

    tritt nach > 5 Tagen des stationären Aufenthaltes bis 14 Tage (tw. 4 Wochen) nach Entlassung auf
  59. Bei einem 25-jährigen Studenten ohne
    Vorerkrankungen wird vom Hausarzt eine Pneumonie diagnostiziert. Welches
    Antibiotikum ist Mittel der Wahl?

    -Penicillin G
    -Roxithromycin
    -Ceftriaxon
    -Doxicyclin
    Doxicyclin
  60. Bei einer 38-jährigen Patienten wird ein Verdacht auf ein Gastrinom gestellt. Wegen den häufigen abdominellen Beschwerden wird eine Ösophagogastroduodenoskopie durchgeführt. Welche typischen Veränderungen würden den Verdacht erhärten?

    -große submukosal gelegene Raumforderungen in der kleinen Magenkurvatur
    -multiple Ulzerationen, die als peptisch eingestuft werden
    -Bild einer Antrumgastritis
    -Varizen im Bereich des Übergangs vom Ösophagus zum Magen
    -Narbige Veränderungen im Ösophagus
    multiple Ulzerationen, die als peptisch eingestuft werden
  61. Nach Einleitung einer Allgemeinanästhesie eignet sich welche Medikamentengruppe kombiniert mit volatilen Anästhetika besonders zur Aufrechterhaltung der Narkose?

    -Opioide
    -Nicht-Steroidale Analgetika
    -Neuroleptika
    -Antiemetika
    -Barbiturate
    Opioide
  62. Narkoseablauf
    1. Einleitung
    • kurzwirksames Hypnotikum (Bewusstsein), Injektionsnarkotika (Barbiturate (Thiopental), Benzos, Propofol, Etomidat, Ketamin)
    • Opioid (Schmerz) z.B. Fentanyl
    • Beatmung mit 100% O2 und Check, ob Intubation möglich, erst dann
    • Muskelrelaxans sofern intubiert wird (Succi bei Ileuseinleitung, nichtdepol. bei Standardeinleitung)
  63. Narkoseablauf
    2. Intubation bzw. Larynxmaske
    3. Aufrechterhaltung:
    • Inhalationsanästhetikum + Luft/O2
    • Bolusgabe von Opioiden
    • Bolusgabe nichtdepolarisierendes Muskelrelaxans (-curium, -curonium)
  64. Narkoseablauf
    4. Ausleitung
    • Reduktion der Konzentration des Narkosegases, O2 auf 100%
    • Austausch langwirksamer Substanzen gegen kurzwirksame
    • bei Rest-OP-Zeit unter 30 min Opioide und Muskelrelaxans nicht mehr geben
  65. Narkoseablauf
    5. Extubation nur wenn:
    • ausreichende Spontanatmung (400-500 ml pro Atemzug; Frequenz > 10/min)
    • Schutzreflexe (Husten-, Schluck-)
    • Kontaktfähigkeit
  66. Eine 42-jährige Patienten wird wegen schwerer Luftnot notfallmäßig aufgenommen. Sie hat seit über 10 Jahren eine bekannte chronische Hepatitis C, die trotz Drängen des Hausarztes nicht behandelt wurde. In der Untersuchung finden sich Unterschenkelödeme und ein Pleuraerguss. Laborchemisch zeigt sich eine Hypoproteinämie von 4,5mg/dl, ein Serumkreatinin von 2,5mg/dl und eine Proteinurie von 12g/Tag. Es wird eine Nierenbiopsie gemacht, die eine Membanoproliferative Glomerulonephritis zeigt. Es wird vermutet, dass es sich hierbei um eine sekundäre Form bei Hepatitis C handelt. Welche diagnostische Maßnahme könnte hier größere Sicherheit bringen?

    -Bestimmung des atrialen natriuretischen Peptids
    -Bestimmung der HCV-Last
    -Bestimmung von Kryglobulinen
    -Durchführung einer Eiweißelektrophorese
    -Durchführung einer SDS-Page des Urins, zur genaueren Charakterisierung der verlorenen Eiweiße
    Bestimmung von Kryglobulinen

    • membranoproliferative GN entsteht bei Hep C und Kryoglobulinämie. Frage bezieht sich wahrscheinlich auf die Feststellung, dass eine HepC assozierte GN vorliegt. Kryoglobulinämie ist eine Gefäßentzündung, die auf Antikörper (Kryoglobuline) zurückgeht. 80% der Kryoglobulinämien
    • haben eine Hep C als Ursache.
  67. Ein 58-jähriger Patient kommt mit typischen, über 1 Stunde anhaltenden, pectanginösen Ruhebeschwerden in die Klinik, die nach Gabe von 2 Hub Nitro-Spray sistieren. Die körperliche Untersuchung und das initiale Ruhe EKG sind unauffällig. Die initiale Troponin I-Bestimmung ist unauffällig. Welches Vorgehen ist indiziert?

    -der Patient muss sofort koronarangiographiert werden
    -Ich gebe ASS, Clopidogrel, Heparin und kontrolliere EKG/Troponin nach 4-6 h
    -Ich schicke den Patienten nach Hause unter der Maßgabe, sich ambulant kardiologisch untersuchen zu lassen
    -Der Patient muss umgehend auf eine intensivmedizinische Station aufgenommen werden
    Ich gebe ASS, Clopidogrel, Heparin und kontrolliere EKG/Troponin nach 4-6 h
  68. Welche Befundkonstellation spricht für das Vorliegen einer Lungenarterienembolie während einer Allgemeinanästhesie?

    -Tachykardie und Abfall des end-expiratorischen Kohlendioxidpartialdrucks
    -Tachykardie und Abfall des arteriellen Kohlendioxidpartialdrucks
    -Hypertonie und Abfall des arteriellen Sauerstoffpartialdrucks
    -Bradykardie und Anstieg des end-expiratorischen Kohlendioxidpartialdrucks
    -Hypotonie und Anstieg der peripheren Sauerstoffsättigung
    Tachykardie und Abfall des end-expiratorischen Kohlendioxidpartialdrucks

    Durch vermehrte Totraumventilation steigt bei LAE der PaCO2 abrupt an, während der endexpiratorische CO2-Partialdruck (PECO2) abfällt --> das mit kohlendioxidbeladene Blut kannn nicht mehr in die Alveolen zum Gasaustausch.
  69. Ein 32-jähriger Patient kommt zu Ihnen in die nephrologische Sprechstunde. Aus den Untersuchungen und der Anamnese des Mannens ergeben sich folgende Befunde: progredienter Nierenfunktionsverlust, anamnestisch vorangeganger pulmonaler Infekt, Makrohämaturie, eine milde Proteinurie (< 1 g/24h), Erythozylinder im Sediment und immunhistologisch mesangiale Immunglobulinablagerungen.
    Welche Diagnose ist am Wahrscheinlichsten?

    -Membranöse Glomerulopathie
    -IgA-Nephropatie
    -Membranaproliferative Glomerulonephritis
    -Fokal segmental sklerosierende Glomerulonephritis
    -Minimal-change Glomerulonephritis
    IgA-Nephropatie

    Hämaturie, keine oder wenig Symptome, Proteinurie gering. IgA in 50% nachweisbar. Biopsie: IgA und C3 Ablagerung im Mesangium.

    Membranöse Glomerulopathie: Störung der Podozytenschranke. Überwiegend nephrotisches Syndrom mit schwerer Proteinämie - hier nicht

    • FSGS: unauffällige Klinik, Ödeme wg Proteinurie. Diagnostik: Proteinurie muss nicht nephrotisch (>3g/d) sein. Hämaturie,
    • Hypertonie, Nierenfunktion nimmt ab

    Minimal-change Glomerulonephritis: Führt zu nephrotischem Syndrom. Stark selektive Proteinämie für Albumin. Podozytenfortsätze verschmolzen.
  70. Nach einer Prüfung kommt eine 19-jährige Patientin in die Notfallambulanz. Sie ist etwas vigilanzgemindert und atmet extrem schnell. Es bestehen keine Vorerkrankungen und es wurden keine Medikamente eingenommen. Sie diagnostizieren eine Hyperventilation. Welche Störung des Säure-Basen-Haushaltes ist zu erwarten?
    espiratorische Alkalose, ggf. mit metabolischer Kompensation
  71. Eine 50-jährige Frau mit langjährigem Alkoholabusus und rezidivierenden gürtelförmigen Oberbauchschmerzen, stellt sich nun vor mit großvolumigen Diarrhöen. Welche der nachfolgenden Maßnahmen bestätigt Ihre Verdachtsdiagnose?

    -Koloskopie
    -tiefe Duodenalablation
    -Stuhluntersuchung auf Wurmeier
    -Angio-CT
    -Quantitative Stuhlfettbestimmung
    Angio-CT

    Pankreasverkalkungen, die in der Bildgebung sichtbar werden, beweisen eine chronische Pankreatitis => eher das CT wegen Nekrosen, Ödemen und Abszessstrassen
  72. Ein 59-jähriger Patient mit COPD und schwerem Emphysem wird wegen schwerer Luftnot mit dem Rettungswagen in die Klinik gebracht. Die Sauerstoffsättigung beträgt 83%. Der Patient ist somnolent, und im Thoraxröntgen stellt sich ein Infiltrat im rechten Oberlappen dar. Laborchemisch Leukozytose 19/nl, CRP 25 mg/dl. Sie diagnostizieren eine schwere Pneumonie. Welcher dieser Erreger ist der wahrscheinlichste Auslöser?

    -Enterococcus faecalis
    -Pneumocystis jiroveci
    -Pseudomonas aeroginosa
    -Clamydophilia pneumoniae
    -Aspergillus fumigatus
    Pseudomonas aeroginosa ODER Clamydophilia pneumoniae
  73. Ein 76-jähriger Patient kommt mit Kreislaufschock bei oberer gastrointestinaler Blutung in die Rettungsstelle. Bei der sofortigen Ösophago-Gastro-Duodenoskopie zeigt sich eine spritzende arterielle Blutung aus der Duodenal-Hinterwand. Welche Arterie muss in der Operation umstochen werden?

    -Arteria hepatica communis
    -Arteria gastroepiploica sinistra
    -Arteria gastroduodenalis
    -Arteria gastroomentalis dextra
    -Arteria gastrica dextra
    Arteria gastroduodenalis
  74. Ein 25-jähriger Mann wird nach einem Motoradunfall in die Rettungsstelle eingeliefert. Sie messen Blutdruck 87/46 mmHg und Herzfrequenz 138 /min. Die Blutgasanalyse unter 100% Sauerstoff ergibt: arterielle Sauerstoffsättigung 97%, pH 7,34, Base Excess -4mmol/l Hb 9,0 g/dl, Glukose 100 mg/dl. Welche der folgenden Infusionen ist in der Anfangsphase zur Kreislaufstabilisierung am bestengeeignet?

    -Natriumchlorid 0,9%
    -Glukose 10%
    -Hydroxyethylstärke 6%
    -Natriumbikarbonat 8,4%
    • Natriumchlorid 0,9%
    • ODER
    • Hydroxyethylstärke 6%

    • Der Pat. hat wahrscheinlich viel Blut verloren -> braucht Volumensubstitution (wenn wir ihm jetzt nur Kristalloide geben würden, würde das meiste ins Interstitium diffundieren). Hydroxyethylstärke ist ne kolloidale Ersatzlösung, ist in der Primärphase angezeigt, noch besser wenn es mit NaCl versetzt ist.
    • ABER: widerspr. Studienlage
  75. Ein 43-jähriger Patient stellt sich mit schwersten abdominellen Schmerzen vor. Klinisch hat er ein akutes Abdomen, ubiquitären Druckschmerz und Abwehrspannung. Welcher Laborparameter lässt Sie die Entscheidung zur explorativen Laparotomie revidieren und zunächst weitere Diagnostik einleiten?

    -C-reaktives Protein 4,5 mg/dl
    -Lipase 1400 U/l
    -Kreatinin 2,6 mg/dl
    -Lactat 34 mg/dl
    -Leukozyten 14/nl
    Lipase 1400 U/l

    • Norm: 15-60 U/l. Mit 1400 ist die Lipase deutlich erhöht; es sollte weitere Pankreatitis-Diagnostik eingeleitet werden.
    • Pankreasspezifisch sind Lipase und Elastase. Bei Lipase sprechen erst Anstiege über das dreifache des oberen Normwertes für eine Pankreatitis. Denn da diese renal eliminiert wird, kann ein geringerer Anstieg auch für eine Niereninsuffizienz sprechen. Gleiches gilt für Amylase.
  76. Welcher dieser Befunde beschreibt ein Kriterium der Glasgow-Coma-Scale?
    Meningismus
    inadäquat distanzloses Verhalten
    Strecken der Extremitäten auf Schmerzreiz
    Pupillendifferenz
    Erloschener Kornealreflex
    Strecken der Extremitäten auf Schmerzreiz
  77. Was versteht man unter eine AV-Reentry Tachykardie?

    -kreisende Erregung im AV-Knoten
    -kreisende Erregung in der Herzkammer
    -kreisende Erregung zwischen Vorhof, AV-Knoten, Herzkammer und akzessorischer Leitungsbahn
    -kreisende Erregung im rechten Vorhof
    kreisende Erregung zwischen Vorhof, AV-Knoten, Herzkammer und akzessorischer Leitungsbahn

    WPW-Syndrom
  78. Monitoring für eine laparoskopische Cholezystektomie bei einen gesunden Patienten in Allgemeinanästhesie umfasst folgendes:

    invasive Blutdruckmessung
    Sauerstoffsättigung
    Blutgasanalyse
    ST-Streckenanalyse
    Zentraler Venendruck
    Sauerstoffsättigung
  79. Ein 29-jähriger Mann wird wegen Schmerzen im rechten Unterbauch vorstellig. Er berichtet über Übelkeit und Verstopfungen. Sie vermuten eine Appendizitis. Welchen Befund erwarten Sie in der körperlichen Untersuchung?
    Druckschmerz zwischen äußerem und mittlerem Drittel auf der Linie zwischen Nabel und Spina iliaca anterior superior dextra + Schmerzen im rechten Unterbauch beim retrograden Ausstreichen des Darmes

    McBurney + Rovsing-Zeichen
  80. Welches ist der Standardzugang in der Koronarchirurgie?

    linksseitige Thorakotomie
    rechtsseitige Thorakotomie
    laterale Thorakotomie
    mediane Sternotomie
    mediane Sternotomie
  81. Bei der Metastasierung des Kolonkarzinoms ist welches Organ am häufigsten betroffen?
    Leber

    Erst nach Leber und Lunge andere Organe - Kaskadentheorie
  82. Es stellt sich eine 89-jährige bettlägerige Patientin mit chronischer Niereninsuffizienz vor. Die Kreatininwerte lagen bisher bei 5,5-5,8 mg/dl. Die Frau ist 158cm groß und wiegt 49 kg. Bekannt sind Schrumpfnieren aufgrund einer arteriellen Hypertonie. Die Patientin zeigt bei Aufnahme eine Kussmaul’sche Atmung und ist azidotisch bei pH 7,12. Das Serumkalium liegt bei 5,8 mmol/l.
    Was muss als nächster therapeutischer Schritt getan werden?

    -Sauerstofftherapie, damit die metabolische Azidose kompensiert werden kann
    -aufgrund der Hyperventilation sollte intubiert werden und die Atemfrequenz gesenkt werden
    -die Patientin sollte schnell einer Nierenersatztherapie zugeführt werden
    -hochdosierte Infusion mit Natriumphosphat
    -die durch die metabolische Azidose aufgetretene Hyperkaliämie sollte durch forcierte Diurese mit Furosemid korrigiert werden
    die Patientin sollte schnell einer Nierenersatztherapie zugeführt werden

    JA die Indikation für eine Dialyse sind ("AEIOU"): Azidose, Elektrolyte, Intoxikation, Overfilling, Urämische Symptomatik
  83. Was ist eine Komplikation der lang dauernden chronischen Pankreatitis?

    Milzvenenthrombose
    Nierenvenenthrombose
    Aortenaneurysma
    Ösophagusvarizen
    Milzvenenthrombose
  84. Ein 42-jähriger Mann stellt sich mit plötzlich aufgetretenen Schmerzen im Analbereich vor. Bei der Inspektion finden sich zwei etwa kirschkerngroße Knoten bei 3 und 6 Uhr
    Steinschnittlage. Diese tasten sich derb und lassen sich in den Analkanal zurückschieben. Auf Nachfragen gibt der Patient an, seit
    Monaten unter Juckenreiz und Nässen zu leiden. Was ist Ihre Verdachtsdiagnose?

    thrombosierte Hämorrhoiden Grad III
    Analvenenthrombose
    Hämorrhoiden Grad II
    Analkarzinom
    Morbus Crohn mit Analfisteln
    thrombosierte Hämorrhoiden Grad III

    • klassisch: auf 3, 7, und 11 Uhr zu finden, da hier die zuführenden Arterien.
    • Hämorrhoidalknoten beginnen immer oberhalb der Linea dentata

    • Gradeinteilung:
    • 1 äußerlich nicht zu erkennen, nur beim Spiegeln
    • 2 spontan, bzw. beim Pressen kommt es zum Vorfall, geht dann aber auch wieder zurück
    • 3 Vorfall, aber reponierbar
    • 4 komplett prolabiert, nicht reponierbar
  85. Frau Z. (45 Jahre) wird vom Hausarzt geschickt, weil vor 12 Monaten erstmals eine Erhöhung der Transaminasen (ALT 123 U/l, AST 67 U/l) auffiel. Seitdem liegen die Werte konstant in diesem Bereich. Die GGT ist diskret erhöht (52 U/l), die AP ist normal. Es sind keine Vorerkrankungen bekannt. Der BMI beträgt 21. Alkohol trinke die Patienten nur bei Feierlichkeiten. Folgende Untersuchungen wurden durchgeführt: unauffällige Oberbauchsonographie, HBsAg negativ, anti-HCV negativ. Welche Verdachtsdiagnose muss am dringendsten abgeklärt werden?

    Fettleberhepatitis
    Hepatitis A
    Autoimmunhepatitis
    Primäre billiäre Zirrhose
    Primär sklerosierende Cholangitis
    Autoimmunhepatitis

    ALT u AST sind kontinuierlich erhöht, zu 80% Frauen betroffen, passen würden auch "neg. Alkoholanamnese" und "neg. Hep. B- u Hep. C-Serologie" usw. Und dringend wäre ihre Abklärung auch, da sie ja ohne Therapie meist tödlich verläuft...
  86. Welches Virus steht in ätiologischem Zusammenhang mit dem Analkarzinom?
    umanes Papillomvirus 16

    HPV, meist Typ 16 und 18, findet sich in ca. 90% der Analkarzinome, bei denen es sich wiederum in 90% der Fälle um Plattenepithelkarzinome handelt. In seltenen Fällen kommen auch Basalzelltumoren vor.
  87. Welches Medikament sollte primär zur Behandlung der Pancolitis ulcerosa mit starker Entzündung eingesetzt werden?

    Prednison-Einläufe
    5-Aminosalicylate oral
    Budesonid oral
    Prednison oral
    Makrolid Antibiotikum oral
    5-Aminosalicylate oral

    Standardtherapie der milden bis mäßig aktiven Colitis ulcerosa. aber die fragen ja nach der 'primären' Therapie - und 5-ASA gibt man immer, es wird beim schweren Schub nur ergänzt durch weitere (v.a. Prednisolon p.o.)
  88. Ein Patient berichtet über seit 3 Wochen bestehende wässrige Durchfälle. Vor 3 Wochen ist er von einer Auslandsreise zurückgekehrt. Welche Untersuchung gehört zur Erstuntersuchung zur Diagnoseerstellung Diarrhoe?

    Stuhlkulturen
    Magenspiegelung
    Kernspintomographie des Abdomens
    Computertomographie des Abdomens
    Clostridium difficile Toxin im Stuhl
    Stuhlkulturen

    • Magenspiegelung: Die wässrigen Diarrhöen entstehen nicht im Magen...
    • Clostridium difficile: Eher bei einer Antibiotikatherapie in der Anamnese
  89. Ein 56-jähriger adipöser Patient stellt
    sich mit starken Oberbauchschmerzen vor. Wegen Rückenschmerzen nehme er seit 4 Wochen Ibuprofen ein. Bei der körperlichen Untersuchung finden Sie alle Zeichen eines Peritonismus. Welche Untersuchung veranlassen Sie bei Verdacht auf Magenperforation?

    -Ösophage-Gastro-Duodenoskopie
    -Röntgen-Abdomen in Linksseitenlage
    -Computertomographie des Abdomens mit Kontrastmittel
    -Sonographie des Abdomens
    -Kernspintomographie des Abdomens
    Röntgen-Abdomen in Linksseitenlage
  90. Bei einer 65-jährigen Frau wird eine Herzrhythmusstörung diagnostiziert. Zur Sekundärprävention wird ein implantierbarer Kardioverter/Defibrilator vorgeschlagen. Bei welcher Herzrhythmusstörung wird dieser eingesetzt?

    Atrioventrikuläre Leitungsstörung (z.B. AV-Block III°)
    Supraventrikuläre Tachykardien
    Kammertachykardien oder Kammerflimmern
    WPW-Syndrom
    Sinusbradykardien
    Kammertachykardien oder Kammerflimmern

    Sinusbradykardien und AV Leitungsstörung: Schrittmacher

    Supraventrikuläre Tachykardien: Medikamentös oder Ablation
  91. Einer der Vorteile einer mechanischen Klappenprothese gegenüber einer biologischen ist:

    längere Haltbarkeit
    Verzicht auf eine Antikoagulation
    Verzicht auf eine Immunsuppression
    bessere Resistenz gegenüber Infektionen
    geringeres Embolierisiko
    längere Haltbarkeit
  92. Ein 56-jähriger Patient erhält aufgrund eines akuten Koronarsyndroms eine Herzkatheter-intervention mit Implantation von 2 Stents. Er fühlt sich danach gut, aber nach 11 Tagen
    entwickelt sich ein oligurisches Nierenversagen, welches sich nicht mehr
    erholt. Im Urinsediment fallen eosinophile Zellen auf, ebenso zeigen sich im Blut vermehrt eosinophile Granulozyten. In der Vorgeschichte des Patienten war keine Nieneerkrankung bekannt. Es besteht eine arterielle
    Hypertonie. Welche Verdachtsdiagnose ist am wahrscheinlichsten?

    Kontrastmittelinduziertes Nierenversagen
    Cholesterinembolien der Nieren
    Rapid Progrediente Glomerulonephritis
    Fokal segmentale Glomerulosklerose
    beidseitiger Niereninfarkt
    Cholesterinembolien der Nieren
  93. Bei einem Patienten besteht der Verdacht auf einen neuroendokrinen Tumor. Im Labor findet sich nur ein deutlich erhöhter Gastrinspiegel. Welche Störung ist am wahrscheinlichsten?

    Insulinom
    Medulläres Schildrüsenkarzinom
    Nebenschilddrüsenkarzinom
    VIPom
    Zollinger-Ellison-Syndrom

    Zollinger-Ellison-Syndrom

    • entsteht durch einen grastrin-produzierende Tumor (Gastrinom) im Pankreas oder im
    • Gastrointestinaltrakt. Der Patient stellt sich mit Symptomen vor die durch eine zu starke Salzsäureproduktion im Magen hervorgerufen werden (Peptische Ulzera, Reflux usw.)

    VIPom: seltener Tumor im Pankreas (Auch Werner Morrison Syndrom genannt)
  94. Als Indikation zur Lebertransplantation kann am ehesten gelten:

    -nichtresizierbare Metastase eines kolorektalen Karzinoms, wenn der Primärtumor vollständig resiziert wurde und keine weiteren Metastasen festgestellt werden können
    -bildgebend nachgewiesene Hämangiome
    -rezidivierende Leberabszesse bei therapierefraktären Echinococcuszysten
    -fokal-noduläre Hyperplasie
    -Primäre biliäre Zirrhose mit Bilirubinwerten über 7mg/dl (120 µmol/l)
    Primäre biläre Zirrhose mit Bilirubinwerten über 7mg/dl (120 µmol/l)

    Bei einem Bilirubin im Serum > 6mg/dl (Norm: 0,1-1,2 mg/dl oder 2-21 µmol/l) beträgt die durchschnittliche Überlebenszeit weniger als 2 Jahre!
  95. Für welchen Tumor ist Kalzitonin ein geeigneter Tumormarker?

    -differenziertes papilläres Schilddrüsenkarzinom
    -differenziertes follikuläres Schilddrüsenkarzinom
    -medulläres Schilddrüsenkarzinom
    -undifferenziertes (anaplastisches) Schilddrüsenkarzinom
    -Lymphome der Schilddrüse
    medulläres Schilddrüsenkarzinom

    Karzinom der C-Zellen
  96. Bei einem Patienten erhalten Sie folgende
    Laborkonstellation:
    HBeAg : positiv
    HBsAg : positiv
    Anti-HBe : negativ
    Anti-HBc IgM : negativ
    Anti-HBc IgG : positiv
    Anti-HBs : negativ
    Worauf lässt dieser Befund schließen?

    -früher durchgemachte Hepatitis B Virus HBV Infektion
    -akute HBV Infektion
    -chronische HBV Infektion
    -Zustand nach Hepatitis B Impfung
    -ohne HBV-DNA Test lässt sich diese Frage nicht beantworten
    chronische HBV Infektion

    (ab 6 Monaten Erkrankungsdauer) da Virusprotein nachweisbar ist und es Anti-HBc-IgG gibt, die in der Anfangsphase der Infektion nicht existieren.

    früher durchgemachte Hepatitis B Virus HBV Infektion: In diesem Fall würde man kein HBsAg und kein HBeAg finden. Anti-Hbs wäre in 90% positiv, Anti-HBc IgG auch positiv.

    akute HBV Infektion: Bei einer akuten HBV-Infektion wäre Anti-HBc-IgM positiv und HbsAG in 90% positiv

    Zustand nach Hepatitis B Impfung: Hier würde man nur Anti-HBs finden.

    ohne HBV-DNA Test lässt sich diese Frage nicht beantworten: Ist für die Einschätzung der Infektiösität und Verlauf der Erkrankung wichtig
  97. Bei einem hormonell nachgewiesenen
    primären Hyperaldosteronismus finden sich in der Bildgebung ein Nebennierenknoten links und eine verdickte (hyperplastische) Nebenniere rechts. Welches weitere Vorgehen eignet sich in dieser Situation am
    besten?

    -Nebennierenvene-Katheterisierung mit selektiver Blutentnahme
    -Adrenalektomie links
    -Adrenalektomie beidseits
    -selektive Nebennierenknoten-Entfernung links
    -Nebennierenszintigraphie
    Nebennierenvene-Katheterisierung mit selektiver Blutentnahme

    Zur Differenzierung zwischen Conn-Adenom (Operationsindikation) und Hyperplasie (Spironolakton)
  98. Welches ist die Therapie der Wahl eines singulären Adenoms der Schilddrüse bei einer 70-jährigen Patientin mit dilatativer Kardiomyopathie?

    operative Entfernung
    Radiojod-Therapie
    symptomatische Therapie mit Thyreostatika und Betablockern
    engmaschige Kontrolle und thyreostatische Therapie
    engmaschige Kontrolle und thyreostatische Therapie

    generell nicht als Langzeittherapie empfohlen mangels Hoffnung auf Spontanremission.

    • operative Entfernung: Indikation bei Patienten unter 20 Jahren, großen Adenomen oder zur Abklärung
  99. Welches der folgenden Operationsverfahren stellt ein kuratives Behandlungskonzept für die therapierefraktäre Colitis ulcerosa dar?

    Kolonsegmentresektion
    Koloproktomucosektomie mit ileoanaler Pouchanlage
    Subtotale Kolektomie
    Endoskopische Mucosaablation
    lleocoecalresektion mit lleoaszendostomie
    Koloproktomucosektomie mit ileoanaler Pouchanlage

    Bei der Koloproktomucosektomie wird erst die Schleimhaut ab der Linea dentata ca. 2 cm oralwärts vom Muskel abgetrennt, anschließend wird der gesamte Dickdarm entfernt. Dann wird aus dem aboralen Teil des Ileums ein Pouch gebildet und an den verbliebenden Muskelstumpf am Analkanal genäht (ilaoanaler Pouch).
  100. Ab welchem Durchmesser ist eine Operation bei einem Aortenaneurysma indiziert?

    5 cm
    6 cm
    7 cm
    8 cm
    5 cm

    Laut Herold OP-Indikation bei Männern ab 5,5cm und bei Fraumen ab 4,5cm
  101. Eine 42-jährige etwas übergewichtige, blonde Frau kommt mit ihren 2 Töchtern in die Notaufnahme. Sofort fallen die gelben Skleren auf. Sie gibt an seit 12 Stunden kolikartige Bauchschmerzen zu haben.

    Morbus Bechterew
    Azathioprin
    Gallensteine
    Steroide
    Kollagenose
    idiopathisch
    arterielle Hypertonie
    Morbus Parkinson
    Diabetes mellitus
    Pankreaskarzinom
    Gallensteine

    Die berühmten 6 F's: Female, fat, fertile, forty, fair, family
  102. Bei einem 20-jährigen Morbus Crohn-Patienten entschließen Sie sich zu einer remissionserhaltenden Therapie mit einem immunsuppressiven Medikament. Er beginnt die Tabletten nach Ihrem Plan einzunehmen und stellt sich nach einer Woche erneut vor aufgrund gürtelförmiger Oberbauchschmerzen. Bitte geben Sie
    den jeweils wahrscheinlichsten Auslöser der Pankreatitis an.

    Morbus Bechterew
    Azathioprin
    Gallensteine
    Steroide
    Kollagenose
    idiopathisch
    arterielle Hypertonie
    Morbus Parkinson
    Diabetes mellitus
    Pankreaskarzinom
    Azathioprin

    bekannte UAW!
  103. Was spricht am ehesten für eine Blutung im unteren GI-Trakt?
    Hämatochezie
    Teerstuhl
    Hämatochezie

    = frisches Blut im Stuhl; mittlerer, unterer GITrakt oder in 10% bei starker Blutung aus oberen GIT

  104. Ab wann besteht eine Indikation für einen Herzschrittmacher?
    AV-Block III°
    Linksschenkelblock
    Rechtsschenkelblock
    AV-Block III°

    Auch AV-II° Mobitz II

    Linksschenkelblock und Rechtsschenkelblock: Therapie des Grundleidens. Schrittmacher nur wenn weitere Voraussetzungen gegeben sind.
  105. Welche Medikamente sollten zusammen nicht gegeben werden?
    ß-Blocker und Kalziumantagonist Verapamil
    ß-Blocker und Kalziumantagonist Nifedipin
    ß-Blocker und Kalziumantagonist Verapamil

    • Sowohl ß-Blocker als auch Nicht-Dihydropyridin-Calciumantagonisten
    • (Verapamil, Diltiazem) wirken negativ inotrop, chronotrop, ... auf das Herz. Synergistisch können sich die Wirkungen potenzieren und zu einem Herzversagen führen. Verapamil blockiert L-Typ Ca Kanäle mit nur gering vaskulärer Selektivität. Folglich wird auch die Aktivität von Sinus und AVknoten gemindert.

    ß-Blocker und Kalziumantagonist Nifedipin: Nifedipin hat nur eine geringe Wirkung auf Myokardzellen, weil es bei deren Membranpotenzial von -80 mV eine geringere Affinität zu den Ca Kanälen aufweist als bei den glatten Muskeln der Gefäße mit nur -50 bis -60 mV.
  106. Welche Anästhesie wird gewählt für eine Laparotomie bei akutem Abdomen?

    Spinalanästhesie
    Allgemeinanästhesie mit endotrachealer Intubation
    Allgemeinanästhesie mit Larynxmaske
    Allgemeinanästhesie mit endotrachealer Intubation
  107. Was senkt evidenzbasiert die Mortalität bei KHK?
    ß-Blocker

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