Wirtschaft II - Kapitel 1 - 2

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Author:
KaliYuga
ID:
251036
Filename:
Wirtschaft II - Kapitel 1 - 2
Updated:
2013-12-05 15:08:19
Tags:
Wirtschaftspsychologie
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Wirtschaft II - Kapitel 1 - 2
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  1. Def: Ökonomische Psychologie
    Brücke zwischen Psychologie und Ökonomie, Erleben und Verhalten im Zusammenhang mit gesamtwirtschaftlichen Fragestellungen
  2. Homo oeconomicus
    1. Jede Alternative, die ausgewählt wurde, ist die bevorzugte; 2. Menschen können aus Alternativen wählen
  3. Opportunitätskosten
    Dadurch, dass Entscheidungen getroffen werden und auf Alternativen verzichtet wird, werden deren bestimmte Vorteile nicht erreicht = Nutzenentgang
  4. Maximalprinzip
    größtmöglicher Erfolg durch bestehende Mittel
  5. Minimal- / Sparprinzip
    sparsamster Einsatz der Mittel
  6. Vollständigkeit
    1. Aus einem Bündel von Alternativen soll die bevorzugte ausgewält werden; 2. a>b, b=c, c>d,...; 3. "Jede Alternative..."
  7. Transitivität
    1. Individuel schaffen konsistente Ordnungen und ändern ihre Präferenzen nicht beliebig; 2. wenn a>b und b>c dann a>c; 3. "...aber nur einem Indifferenzset an."
  8. Reflexivität
    1. Jedes Alternativenbündel ist gleich gut wie es selbst, damit ist sichergestellt, dass jede Alternative einem Idifferenzset zugehört; 2. a=a; 3. "...gehört einem..."
  9. Nicht-Sättigung
    Ein Alternativenbündel wird einem anderen gegenüber bevorzugt, wenn es zumindest ein vergleichbares Gut mehr enthält. Individuen wollen also grundsätzlich lieber mehr von einem Gut haben (außer es handelt sich um ein „bad“).
  10. Stetigkeit
    Es ist möglich den Entgang einer bestimmten Menge des Gutes a durch eine bestimmte Menge des Gutes b zu kompensieren (Indifferenz).
  11. Konvexität
    Hat man von Gut a eine kleine Menge, von Gut b jedoch eine große Menge, so steht man dem Entzug eines Teiles von a nur dann indifferent gegenüber, wenn man dafür eine verhältnismäßig große Menge von b zusätzlich bekommt. Das entspricht dem Sättigungsgesetz, wonach der relative Nutzenzuwachs einer Mengeneinheit eines Gutes mit Zunahme des Gutes abnimmt.
  12. Def: Heuristiken
    1. menschliche Informationsverarbeitungskapazität ist beschränkt; 2. ermöglichen zeit- und energiesparende Entscheidungen; 3. führen aber zu fehleranfälligen Urteilen
  13. Affektheuristik
    Situationen oder Entscheidungen werden danach beurteilt, ob sie angenehm oder unangenehm sind
  14. Affektpriming
    Aufmerksamkeit von Personen wir durch nicht bewusste Voraktivierung der Wahrnehmung auf emotionale Sachverhalte gelenkt
  15. Risikoentscheidungen
    Entscheidungen über Alternativen mit Konsequenzen, welche mit einer bestimmten Wahrscheinlichkeit eintreten können - es besteht Unsicherheit über Ereignisse und deren Konsequenzen
  16. Entscheidungen unter Ambiguität
    Entscheidungen, bei denen die Wahrscheinlichkeit, mit der Konsequenzen auftreten können, nicht numerisch bestimmt werden können
  17. Ungewisse Entscheidungen
    Folgen sind nicht abschätzbar, es ist unbekannt, was passieren wird
  18. Ellsberg-Paradoxon
    Personen und Gruppen lehnen Ambiguität ab und verhalten sich inkonsistent, nicht entsprechend der Axiome der ökonomischen Theorie
  19. Ultimatumspiel
    1. Es wird untersucht, wie eine Person entscheidet, wenn sie die Möglichkeit hat, ein Gut zwischen sich und einer anderen Person aufzuteilen; 2. Eigentlich müsste A den geringstmöglichen Teil abgeben, B müsste jeden Betrag annehmen weil besser als nichts; 3. funktioniert aber nicht, zu geringe
  20. Diktatorspiel
    1. B hat keine Möglichkeit Vorschlag abzulehnen; 2. eig. müsste A nutzenmaximierend sein, ist er aber meist nicht
  21. Gefangenendilemma
    1. 2 Verbrecher, gesteht einer oder beide werden beide zu 7 Jahren Gefängnis verurteilt, gesteht keiner kriegen beide nur 2 Jahre; 2. Polizei bietet getrennt an, gesteht einer kommt er frei, der andere kriegt 7 Jahre, gestehen beide gehen beide für 5 Jahre in den Knast
  22. Monty Hall Dilemma
    Gameshow Prinzip, Tor wechseln
  23. Prinzip der Melioration
    Präferenzen bleiben nicht stabil, Menschen wählen jene Alternative, die sie momentan besser stellt
  24. Regret-Modell
    Nicht nur der erreichte Nutzen, sondern auch der vergangene Nutzen fallen ins Gewicht
  25. Affective Forecasting
    Vorhersage von emotionalen Reaktionen auf zukünftige Ereignisse; Vorhersagen der Valenz der Gefühle, die Emotion selbst, die Intensität, die Dauer
  26. Überdurchschnittlichkeitssyndrom/Better-than-average/Above-Average - Effekt
    Personen nehmen an, besser als andere zu sein, überzogener Optimismus, positive Merkmale werden höher bei sich selbst, negative geringer bei sich selbst eingeschätzt
  27. Spitzen-Ende-Regel
    Es werden nur spezifisch auffällige Momente und das Ende erinnert, sind diese negativ, ist das ganze Ereignis in der Erinnerung negativ
  28. Hindsight-Bias/Knew-it-all-along-bias
    Menschen erinnern sich, wenn sie den Ausgang einer Situation hören, nicht mehr an ihre ursprüngliche Prognose, nicht die Schätzung wird erinnert, die spätere Info dient als Anker für die Erinnerung
  29. Verfügbarkeitsheuristik
    1. Urteile werden danach gebildet, wie leicht Informationen aus dem Gedächtnis abgerufen werden können; 2. z.B. Todesursachen durch Medienberichterstattung
  30. state-dependant-retrieval Hypothese
    je nach Stimmung werden positive oder negative Ereignisse besser erinnert
  31. Repräsentativitätsheuristik
    1. Der geschätzte Grad der Übereinstimmung von Ergebnis und Modell und das Urteil darüber, ob das Ergebnis in das Modell passt; 2. Verteilungen, Stichprobengrößen und der Zufall werden missachtet; 3. Ingenuer vs. Jurist
  32. Anker-/Anpassungsheuristik
    Häufigkeits- und Wahrscheinlichkeitsschätzungen werden aufgrund eines Ankers getroffen -> 8*7*6*5... > 1*2*3*4...
  33. Rekognitionsheuristik
    Kennen Menschen eins von 2 Objekten und das andere nicht, wird das bekannte als wertvoller angesehen
  34. Take-The-Best-Heuristik
    Bei einer Wahl aus Alternativen wird ein Charakteristikum ausgewählt, das besonders relevant erscheint und die Optionen werden anhand dieses Merkmals verglichen, dann wird das nächstbeste Charakteristikum gewählt
  35. Eliminationsheuristik
    Merkmale der Alternativen werden sukzessiv zur Bewertung der Alternativen herangezogen und nicht entsprechende werden Eliminiert
  36. Prospect-Theory
    Der Einfluss der subjektiven Aussichten, die durch entsprechende Problempräsentation auf einen Gewinn oder einen Verlust hin gelenkt werden, auf das Verhalten von Personen in Risikosituationen
  37. Entscheidungsprozess laut Prospect-Theory
    1. Editierphase: Situation wird vereinfacht; 2. Evaluationsphase
  38. Besitzeffekt (endowment effect)
    Sobald Gut besessen worden ist, wird sein Verlust nicht als Rückkehr zur Ausgangslage, sondern als Verlust angesehen, es werden also sofort wieder neue Ausgangslagen definiert
  39. Sunk-costs-effect
    Wurden bereits Investitionen in ein Ergebnis gemacht, sind Personen eher bereit, noch mehr Geld zu investieren, um die vorherigen Investitionen zu rechtfertigen (Urlaubsbeispiel)
  40. Mentale Buchführungsprozesse
    Ereignisspezifisch erinnern und verrechnen Personen in einem Entscheidungsprozess Kosten und Ertrag verschiedener Operationen. Dabei werden vergangene Kosten berücksichtigt: Ist für einen Bereich das vorgesehen Budget verbraucht, sinkt die Wahrscheinlichkeit weiterer Ausgaben für den entsprechenden Bereich. Hat man ein Theaterticket um 10 $ verloren, so kauft man wahrscheinlich kein weiteres an der Abendkassa. Hat man aber kurz vor Theaterbesuch 10 $ verloren, kauft man an der Abendkasse wahrscheinlich ein Ticket
  41. Zwei Risikosysteme
    1. intuitiv: alt, erfahrungbezogen, schnell, automatisch, natürlich, nonverbal -> Risiko als Emotion; 2. Analytisches System: langsam, bewusst, verbal und rational -> Risiko als Ergebnis von Überlegungen
  42. Bounded Rationality
    Menschen besitzen begrenzte Möglichkeiten zu rationalem Verhalten (bounded rationality) und begnügen sich mit zufriedenstellenden Alternativen (satisfycing principle)
  43. Garbage-can-model
    Organisationen entwickeln Entscheidungen nicht selbst, sondern kopieren sie von irgendwo, Mangelzustände werden nicht wahrgenommen, außer es ist bereits eine Lösung da; Die Lösung sucht sozusagen ein Problem, es wird in Retrospektive Ordnung in den Entscheidungsprozess gebracht
  44. muddling through
    je komplexer die Situation, je knapper die Zeit, desto geringer die Wahrscheinlichkeit einer rationalen Entscheidung
  45. Liebesmodell
    Je harmonischer die Beziehung, umso dichter sind die Gefühle, Gedanken und Handlungen der Partner miteinander verstrickt, um so eher wird eine gemeinsame Nutzenmaximierung anstelle einer egoistischen Kosten-Nutzen-Rechnung verfolgt, umso vielfältiger sind die Ressourcen, die einander angeboten werden, umso großzügiger ist die wechselseitige Kreditgebung
  46. Kreditprinzip
    Partner wollen sich Gefälligkeiten erweisen, nehmen Rücksicht, warten aber auf die Erwiderung ihrer Bemühungen, weil vertraut wird, muss die Rückzahlung nicht unmittelbar erfolgen
  47. Equity-Prinzip
    zwei Geschäftspartner, Machtunterschiede bedeutsamer
  48. Egoismus-Prinzip
    Wenn trotz egoistischer Handlungen kein weiteres Abkühlen der Gefühle zu erwarten ist
  49. Soziales Dilemma
    Konfliktsituation, in welcher Personen oder Gruppen unterschiedliche Interessen vertreten. Zum einen soll ein Beitrag zu einem kollektiven Gut, von dem alle profitieren, geleistet werden. Zum anderen stehen egoistische, nutzenmaximierende Ziele entgegen, selbst einen Beitrag zu leisten.
  50. RAWFS-Modell: Umgang mit Unsicherheit - Reduktion von Unsicherheit
    1. Reduction: neue Informationen einholen, Entscheidung verzögern bis neue Info einlangt, Expertenmeinungen einholen, nach normativen Richtlinien entscheiden; 2. Assumption-based-reasoning: Meinungen entwickln und darauf aufbauend ein mentales Modell der Entscheidungssituation konstruieren, im Geiste durchgehen und eventuell modifizieren
  51. RAWFS-Modell: Umgang mit Unsicherheit - Akzeptanz von Unsicherheit
    1. Weighing pros and cons Abwägen der Vor- und Nachteile der Alternativen; 2. Forestalling: Planung von Reaktionen auf ungewollte Konsequenzen einer Entscheidung; Reservierung von Ressourcen um negativen Ereignissen entgegenzusteuern; Planung von reversiblen Aktionen und Vermeidung irreversibler Aktionen und deren Konsequenzen
  52. RAWFS-Modell: Umgang mit Unsicherheit - Unterdrückung von Unsicherheit
    suppression Ignoranz von Unsicherheit; Vertrauen auf Intuition; Glücksspiele wie etwa Wurf einer Münze.

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