textile Produktionsverfahren

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Author:
eva_o
ID:
258007
Filename:
textile Produktionsverfahren
Updated:
2014-01-28 05:57:49
Tags:
Spinnerei Weberei Masche
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Description:
Herstellungsverfahren
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  1. Die wichtigsten Stufen der Synthesefaserherstellung
    • -Erspinnen
    • -Verstrecken
    • -Nachbehandeln (Texturieren, Fixieren, Konvertieren)
  2. Herstellungsverfahren der Spinnmasse
    Polymerisation: Verbindung gleicher Monomere zu langkettigen Polymeren

    Polykondensation: Verbindung unterschiedlicher Monomere unter Abspaltung eines Nebenprodukts (Kondensat) zu langkettigen Polymeren

    Polyaddition: Verbindung unterschiedlicher Monomere ohne Nebenprodukt
  3. Spinnverfahren
    Lösungsmittelspinnverfahren:

    Nassspinnverfahren: Spinnmasse wird im LM verflüssigt und imChemikalienbad ausgesponnen(>wenn sich das Polymer in der Wärme zersetzt), aufwändige Rückgewinnung des LM

    • Trockenspinnverfahren:
    • Spinnmasse wird im Warmluftsrom ausgesponnen, LM verdampft, bohnenförmiger Querschnitt

    • Schmelzspinnverfahren:
    • Granulat wird geschmolzen und im Kaltluftschacht ausgesponnen
  4. Schmelzpunkt
    Glaspunkt
    Schmelzpunkt Ts: kristalline und amorphe Bereiche sind flüssig

    Glaspunkt Tg: nur amorphe Bereiche sind flüssig, Fixiertemperatur (Beseitigen innerer Spannungen)
  5. Texturieren
    • Ziele:
    • - Glanzminderung
    • - Wärmerückhaltevermögen
    • - elastische Dehnung
    • - Volumen, Bauschigkeit
    • - bessere Feuchtigkeitsaufnahme
    • - Nachahmung der Naturfasern

    Verfahren: Blasgarn, Falschdrahtgarn(einstufig/mehrstufig), Bikogarn, Kantenkräuselgarn, Zahnradkräuselgarn, Strickfixiergarn, Stauchkräuselgarn
  6. Nummerierungssysteme
    • tex: g/1000m
    • dtex: g/10.000m
    • mtex: g/1.000.000m
    • ktex: g/1m
    • den: g/9.000m
    • Nm: Länge/1g
    • Einhaltung der DIN Normen zur rechtlichen Absicherung und Vergleichbarkeit
  7. Aggregate des Putzereizugs
    • Ballenöffner (Misch-/Ballenfräse)
    • Dosieren(Bandwaage, Wiegespeiser)
    • Reinigung: Freier Schlag(schwer und Fremdteilreiniger, Vorreiniger, Stufenreiniger, Mischballenöffner)
    • Gehaltener Schlag (Mono und 3-Walzen-Reiniger, Abfallreiniger)
  8. Erkennungsmodule im Fremdteilreiniger
    • Farbmodul: Kameras erkennen farbige Teile
    • P-Modul: polarisiertes Licht erkennt teilkristalline Strukturen (Falschfarben)
    • UV-Modul: fluoreszierende Teilchen z. B. aufgehellte BW
    • Entstaubungsmodul
    • Magnetmodul
  9. Beispiele für Putzereizüge
    Ballenfräse, Kondensor mit Schwerpartikelausscheider, Mehrfachmischer, Reiniger, Entstaubung, Flockenspeiser, Deckelkarde
  10. Verunreinigung bei BW
    Nissen, Honigtau, Samenkapseln, unreife Fasern, Verpackungsreste
  11. Karderie
    • -Auflösung zur Einzelfaser und Parallelisieren
    • -weitere Mischung
    • -Reinigen
    • -Bildung eines Vlies mit anschl. Bandbildung (Kardenband)
    • Material wird der Karde über eine pneumatische Flockenspeisung vorgelegt. Fasern werden in den Arbeitsbereich des Vorreißers8Reinigung) geschoben, durch Vorkardiersegmente findet Vorauflösung statt. Flocken laufen auf dem Tambour zu den Deckeln wo Auflösun und Parallelisierung stattfindet. Dann nimmt die Abnahmewalz den Flor vom Tambour ab und fasst ihn zu einem Band, das in einem Kannenstock abgelegt wird
    • Zähne und Drehrichtung der Arbeitselemente sind entgegengerichtet. Intensität der Kardierung hängt von der Geschwindigkeit, dem Abstand und der Garnitur ab
  12. Kämmereivorbereitung
    • Vor dem Kämmereiprozess müssen die Kardenbänder zu einem Wickel vereinigt werden. Aufgabe: Längsorientierung, Vergleichmäßigen
    • Wattenmaschine: (bis 3-fach)Verzug der Kardenbänder und Verdichten durch Kalanderwalzen. Aufwickeln.
    • Kehrstrecke: bis zu 6 Wickel(Mischung) werden zu geführt und verzogen, um 90° umgelenkt, durch Kalanderwalzen verdichtet und geglättet.
  13. Kämmerei- Aufgabe
    • Ausscheiden von Kurzfasern:
    • -verbesserte Stapellängenverteilung, höhere Festigkeit (weniger Drehung nötig)
    • -weniger Fadenbrüche, höhere Produktion
    • -geringere Haarigkeit

    • Parallelisierung der Fasern:
    • -feinere Garne spinnbar
    • -Reduzierung der Garndrehung (Glanzerhöhung)

    Ausscheiden von Verunreinigungen

    Vergleichmäßigen
  14. Stricken
    • Zungennadel, einzeln bewegte Nadeln, Fadenvorlage quer, ein Faden, Erzeugnis: Gestrick
    • oder:
    • gemeinsam reihenweise bewegte Spitzennadel, Fadenvorlage quer, ein Faden, Erzeugnis: Kuliergewirke
  15. Bindungsarten Masche
    • Einfadenmaschenstoffe:
    • RR zwei Nadelreihen versetzt
    • RL eine Nadelreihe
    • RRG zwei Nadelreihen gegenüber
    • LL eine Nadelreihe

    • Kettfadenmaschenstoffe:
    • RL 
    • RR (meist Abstandsgewirke)
  16. Herstellung der Bindungselemente
    • 1. Einschließen, Leeren des Nadelkopfs
    • 2. Faden legen
    • 3. Auftragen
    • 4. Abschlagen
    • 5. Kulieren / Nachkulieren
  17. Maschenbildung eines RL Kettenwirkautomaten
    • 1. Grundstellung, Abschlagstellung
    • 2. Einschließen der Ware
    • 3. Durchschwingen der Legebarren
    • 4.Überlegung
    • 5. Fangen der Kettfäden
    • 6. Schließen der Nadeln und Auftragen
    • 7. Beginn des Abschlagens
  18. Erzeugnisse Maschenwaren
    • Meterware: Stoffen mit konstanter Breite und großer Länge
    • Bänder: Schmaltextilien (Verband)
    • Schlauchware: Schläuche mit konstantem Umfang (Leiweitenstoffe)
    • Halbreguläre Teile: abgepasste Rechtecke mit einer festen Kante (Pullover)
    • Vollreguläre Teile: Auf Passform abgepasste zweidimensionale Formteile mit überwiegend festen Kanten (Pullover)
    • Konfektionsarme Erzeugnisse: abgepasste 2 oder 3dimensionale Erzeugnisse (Socken, Strümpfe)
    • Fertigerzeugnisse (Handschuhe, Schals, Pullover)
  19. Henkel, Flottung, Schuss
    Henkel: musterbildendes Element, begrenzt durch Fassungsvermögen der Nadel und Länge der langgezogenen Masche. Nadel schlägt nicht ab

    Flottung: Nadel wird nicht ausgetrieben, damit wird der neue Faden hinter die Nadel gelegt. Die auf der nadel befindliche Halbmasche wird frühestens beim nächsten Masschenbildungsprozess abgeschlagen.

    Schuss: ein zusätzlicher Faden wird ins Gestrick eingearbeitet
  20. Schusseintrag Greifer
    • Beim Weben mit unterschiedlichen Schussgarnen geeignet.
    • - Fach wird geöffnet
    • - Schussfadenvorleger gibt den Faden an den Bringergreifer, der ihn in die Mitte des Fachs mitnimmt
    • - Nehmergreifer übernimmt und zieht den Schuss aus dem Fach. Öffner nimmt den faden aus der Greiferklemme
    • - Abschneiden
    • - Weblade schlägt an
    • - Kantenbildung: Dreherbindung oder Einlegekante mit Abfalleiste
    • - Es gibt Stangen- und Bandgrifer. Bis zu 16 Schussfäden
  21. Schusseintrag Projektil
    • - Projektil (89x15x6,5) wird von einem Torsionsstab im Schusswerk durch das geöffnete Fach zum Fangwerk geschossen und dabei von Führungszähnen in der Flugbahn gehalten
    • - Abschneiden am Schusswerk
    • - Fangwerk löst den Schussfaden und legt Projektil auf Rücktransportband (Eintrag nur von einer Seite)
    • - Zähne sind fest an der Weblade und verschinden beim Anschlagen automatisch unter  der Ware
    • - Zahl der Führungszähne und Projektile ist breitenabhängig
    • - Einlegekante: geeignete Bindung und Fadenstärke
    • - Breithalter mit Nadeln am Warenabzug gegen Einsprung
  22. Schusseintrag mit Lüftdüsen
    • - eine Hauptdüse für jeden Schussfaden (bis zu 8)
    • - Fach wird geöffnet und Faden kommt mit Luftdruck aus der Hauptdüse ins Fach
    • - Entlang der Weblade helfen Staffettendüsen sobald der Faden in ihren Einflussbereich kommt
    • - eine voreingestellte Schussafdenläng wird freigegeben
    • - Schusswächter am Webladenende kontrolliert ob der Faden ankommt
    • - Düsen kommen beim Anschlagen der Webland automatisch unter das Fach
    • - Kante: Dreherbindung oder Einlegekante mit Abfallkante
  23. Schären/Zetteln
    • Schären:
    • - kleinere Produktion
    • - mehrfarbige Kette
    • - bandweise Bewicklung auf einer drehenden Trommel
    • - Wicklung mehrerer Bänder nacheinander mit gleicher Lauflänge
    • - über eine Umlenkwalze werden alle Bänder auf den Kettbaum gewickelt

    • Zetteln:
    • - große Produktion
    • - einfarbige Kette
    • - Wickeln vom Gatter auf mehrere Zettelbäume (Teilbäume) und nach dem Schlichten auf Kettbäume
    • - ohne Beschlichten: Zettelbäume werden auf der Assemblieranlage auf den Kettbaum gebäumt
  24. Rotationsschaftmaschine
    • - Außentritteinrichtung
    • - Welle mit zwei gegenberliegenden Nuten bewegt sich intermittierend um 180°
    • - elektronisch gesteuerte Schaltkeile können sich in die Nuten einklinken und bewegen damit einen Exzenter der über Verbindungsstangen den Schaft hebt
    • - Impus heißt immer: Bleib oder ändere dich
    • - Nachteil: Bindung lässt sich nicht nachvollziehen, einmal außer Tritt geraten ist die Bindung genau entgegengesetzt
  25. Kämmprozess
    • Kammzug: das ausgekämmte Faserband
    • Kämmling: Die herausgekämmten Fasern

    Der Faserbart wird in Zangen eingeklemmt und ausgekämmt. Dabei wird er immer wieder voneinander sbgerissen, ausgekämmt und verlötet. Der Kammzug wird durch einen Bandtrichter verdichtet und in Kannen abgelegt. Die Kämmlinge weden von einer Bürstwalze aus den Nadeln gebürstet und von einer Siebtrommel abgesaugt.
  26. Strecke - Faserbandbearbeitung
    • Aufgabe:
    • - Doublieren mehrer Bänder/Mischung
    • - Orientieren und Parallelisieren in Längsrichtung
    • - Ausgleich von Feinheitsschwankungen
    • - Auflösen von Häkchen im Faserband
    • - Entstaubung

    • Arbeitsweise:
    • - mehrfache Verstreckung durch Zylinderwalzenpaare.
    • - Ablage in Kannenstöcken

    Nach der Strecke ist keine Qualitätsverbesserung mehr möglich! Die Bandgleichheit ist entscheidend für die Garngleichmäßigkeit

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