APE KAP 9.txt

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Author:
rupplz
ID:
259569
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APE KAP 9.txt
Updated:
2014-02-01 10:29:47
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APE TU Darmstadt
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APE TU Darmstadt
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  1. Was ist Komplexität?
    Komplexität ist eine Systemeigenschaft, deren Grad von der Anzahl der Systemelemente, der Vielzahl der Beziehungen zwischen diesen Elementen, sowie der Anzahl möglicher Systemzustände abhängt. Hauptkriterien sind demzufolge die Art der Zusammensetzung eines Systems und die Veränderlichkeit im Zeitverlauf.
  2. Erkläre die Komplexitätsfalle anhand des Teufelskreises!
    • Wildwuchs im Produktprogramm bedingt unwirtschaftliche Unternehmensprozesse
  3. Was ist eine Variante?
    Eine Variante ist ein technisches System gleichen Zwecks, das sich in mindestens einer Beziehung oder einem Element unterscheidet.
  4. Was ist Variantenvielfalt bzw. Produktvielfalt?
    Variantenvielfalt bzw. Produktvielfalt bezeichnet die Anzahl und Verschiedenheit der Varianten eines Bauteils, einer Baugruppe oder eines Produkts.
  5. Nenne auf welche Bereiche im Unternehmen sich die Produkt und- Variantenvielfalt auswirkt!
    • Konstruktion/ Entwicklung
    • Einkauf/ Logistik
    • Fertigung/ Montage
    • Rechnungswesen
    • Vertrieb/ Marketing
    • Kundendienst/ Service
  6. Nenne in welcher Art und Weise sich die Produkt- und Variantenvielfalt auf den Bereich der Kontruktion/ Entwicklung auswirkt (4)!
    • Aufwand für Konstruktion der neuen Teile
    • Erstellen und Verwalten zusätzlicher technischer Unterlagen
    • Erhöhter Änderungsaufwand durch Varianten
    • Pflege zusätzlicher Teile/ Stammdaten
  7. Nenne in welcher Art und Weise sich die Produkt- und Variantenvielfalt
    auf den Bereich des Einkaufs/ der Logistik auswirkt (5)!
    • Erschwerte Materialbedarfsermittlung
    • Höhere Einstandspreise durch kleinere Stückzahlen
    • Erhöhte Anzahl an Bestellvorgängen
    • Höhere Lagerbestände zur Aufrechterhaltung der Lieferbereitschaft
    • Zusätzliche Lieferantensuche und -auswahl
  8. Nenne in welcher Art und Weise sich die Produkt- und Variantenvielfalt auf den Bereich der Fertigung/ Montage auswirkt (5)!
    • Höhere Rüstkosten und Anlaufverluste aufgrund kleinerer Losgrößen
    • Aufwändigere Fertigungssteuerung, kompliziertere Austaktung des Montagebandes
    • Auslastungsschwankungen
    • Geringe Produktivität
    • Zusätzliche Pläne, Werkzeuge und Vorrichtungen
  9. Nenne in welcher Art und Weise sich die Produkt- und Variantenvielfalt auf das Rechnungswesen auswirkt (2)!
    • Anspruchsvollere Kalkulation
    • Erhöhter Aufwand für Wertanalysen, Einkaufsrichtwerte und Rechnungsprüfung
  10. Nenne in welcher Art und Weise sich die Produkt- und Variantenvielfalt auf den Bereich des Vertriebs/ Marketings auswirkt (5)!
    • Mehraufwand für Vertriebsschulung
    • Heterogene Kundensegmente
    • Größere Fehlerhäufigkeitbei Auftragsabwicklung
    • Vergrößerte Anzahl von Verkaufsdokumenten
    • Aufwendigere Preiszusammensetzung
  11. Nenne in welcher Art und Weise sich die Produkt- und Variantenvielfalt auf den Bereich des Kundendienstes/ Services auswirkt (5)!
    • Anspruchsvollere Ausbildung des Kundendienstes
    • Zusätzliche Kundendienstunterlagen
    • Vergrößerung des Reklamationsrisikos
    • Erhöhte Ersatzteilbevorratung
  12. Was ist interne Komplexität?
    Wird durch angebotene Leistung bestimmt, welche sich in erster Linie in der Produktvielfalt widerspiegelt.
  13. Was ist externe Komplexität?
    Wird in erster Linie durch die Kundenanforderungen und die Konkurrenz auf dem Markt bestimmt.
  14. Was ist Individualisierung?
    • Herstellung von kundenindividuellen Erzeugnissen
    • einmalige technische Individualität
    • Kundenkontakt
    • Know-how
    • aufwändig, lange Lieferzeiten
  15. Was ist Standardisierung?
    • Ausrichtung an den Ansprüchen anonymer Nachfrager
    • einheitliche Leistung
    • unter Umständen auf Vorrat produziert
    • => Keine oder nur sehr kurze Leiferzeiten
    • => geringere Kosten
    • => Mengeneffekte
    • => Eingeschränkte Individualität
  16. Definiere Mass-Customization?
    Mass-Customization ist eine Wettbewerbsstrategie, die eine höchstmögliche Individualisierung der Produkte anstrebt, unabhängig davon, ob sie einzelgefertigt, modulgefertigt oder nur eine nachträgliche Variation eines Standardproduktes darstellen.
  17. Trage Individualisierung über Standardisierung auf und benenne die Bereiche!
  18. Definiere Modularisierung!
    Unter Modularisierung bzw. Modularität versteht man die geeignete Gleiderung eines Produktes. Mit der Modularisierung des Produktspektrums werden die Abgrenzung von variantenarmen und variantenreichen Baugruppen sowie die Standardisierung der dabei auftretenden Schnittstellen angestrebt. Dabei soll eine rasche kundenindividuelle Produktkonfiguration bei gleichzeitig hohem Verbrauch von Standardkomponenten erzeilt werden.
  19. Erkläre Variantenmanagement anhand einer Grafik!
    Nenne zwei Ansätze zum Variantenmanagement!
  20. Definiere Produktstruktur!
    Die Produktstruktur ist ein Modell, das die Gesamtheit der nach bestimmten Gesichtspunkten (z. B. Fertigung, Montage, Funktion, Disposition, Kalkulation) festgelegten Beziehungen zwischen Baugruppen und Einzelteilen eines Produkts beschreibt.
  21. Definiere Bauweise!
    Strukturelle Eigenschaften von technischen Produkten bezüglich bestimmter Strategien
  22. Zeige anhand einer Baumstruktur unterschiedliche Bauweisen und wo sie eingesetzt werden!
  23. Was ist die Baureihenbauweise?
    Definiere zunächst Baureihe!
    Wann wird sie eingesetzt?
    • Baureihe: Menge technischer Produkte, die dieselbe Funktion mit der gleichen Lösung in mehreren Größenstufen bei möglichst gleicher Fertigung erfüllt
    • Einsatz von Baureihen, wenn
    • Kundenwünsche mit unterschiedlichen Baugrößen erfüllt werden können
    • Differenzierung nicht durch Funktion, sondern durch Funktionswerte sinnvoll ist
  24. Wie funktioniert die Baureihenentwicklung?
    • Übertragen von Eigenschaften von einem Grundentwurf auf andere Baugrößen
    • Festlegung der Baugrößen: Orientierung an einer zweckmäßigen Leitgröße und Wahl der Stufung für möglichst viele Anwendungen, d. h. Nutzung (größen-) skalierbarer Effekte.
    • Eigenschaften der einzelnen Baugrößen mit Hilfe von Ähnlichkeitsgesetzen abschätzen.
    • Beachtung von Grenzen bei extrem großen oder kleinen Baugrößen.
    • Bei übergeordneten Bedingungen halbähnliche Baureihenentwickeln.
  25. Was ist die Modulbauweise?
    • Verwendung von Modulen als Anbauteile an einen komplexen Grundkörper. Module sind funktional gegliedert und verfügen über standardisierte Schnittstellen
    • Regel Modulbauweise: Einsatz, wenn Basiskomponente dominiert und durch „Zusatzkomponenten“ Varianz in der Funktionalität erreicht werden soll
  26. Definiere Produktplattform!
    Produktplattform: Satz von Subsystemen und Schnittstellen, die eine gemeinsame Strukturbilden, von der ausgehend Produkte effizient abgeleitet werden können
  27. Definiere Baukastensystem!
    Baukastensystem: Produktfamilie mit aufeinander abgestimmten Bausteinen, die individuell ausgewählt und aufgabenspezifisch zu komplexen Einheiten – den Produktvarianten – zusammengesetzt werden können.
  28. Wann wird das Baukastensystem eingesetzt?
    Einsatz, wenn Kunden sehr unterschiedliche Gesamtfunktionen wünschen und sich die Gesamtfunktion des Produkts durch Konfiguration eigenständiger Komponenten erreichen lässt
  29. Welche Baukastenstrukturen werden unterschieden?
    • strukturgebunden <-> nicht strukturgebunden
    • offen <–> geschlossen
  30. Definiere strukturgebundene Baukastensysteme!
    Erzeugnisgliederungen mit identischer Struktur der Produktvarianten (Relationen zwischen den Bausteinen sind festgelegt, Anschlüsse sind geometrisch/ funktional spezifisch definiert)
  31. Definiere nicht-strukturgebundene Baukastensysteme!
    Erzeugnisgliederungen mit individueller Struktur der Produktvarianten (Relationen zwischen den Bausteinen sind individuell gestaltbar, Anschlüsse sind universell verwendbar gestaltet)
  32. Definiere Geschlossene Baukastensysteme!
    Produktvarianten vom Hersteller vollständig und nicht erweiterbar definiert (festgelegte Variantenzahl)
  33. Definiere Offene Baukastensysteme!
    Baukastenelemente und Produktvarianten durch Kunden und Hersteller erweiterbar (Variantenzahl beliebig groß)
  34. Was sind Bausteine?
    Bausteine: Objekte eines Baukastensystems zur Konfiguration von Baukastenprodukten
  35. Definiere Granularität!
    Grunularität ist der Grad der Untergliederung eines Baukastensystems in einzelne Bausteine. Die Granularität wächst abhängig von Kenngrößen wie steigender Anzahl der Bausteine, abnehmender relativer Bausteingröße und abnehmendem Umfang der in einem Baustein intergrierten Funktionen.
  36. Welche Arten von Bausteinen gibt es?
    Definiere jeweils!
    • Muss-Baustein: In jedem Baukastenprodukt vorhanden
    • Kann-Baustein: Vom Kunden auswählbar, als „Zusatz“ nicht unbedingt in jedem Baukastenprodukt notwendig
  37. Definiere Konfigurieren!
    Konfigurieren ist das Zusammenstellen eines technischen Produkts aus bestehenden Komponenten (Bausteinen). Dabei wird die Art, Anzahl und Anordnung von bausteinen nach einem vorgegebenem Zweck festgelegt.
  38. Nenne Vorteile von Baukastensystemen (es gibt 7)!
    • Hohe Flexibilität
    • Niedrige Preise
    • Kurze Lieferfristen
    • Kunde bezahlt nur benötigte Funktionen
    • Nachrüstbarkeit
    • Geringer Aufwand für Wartung und Reparatur
    • Geringe Kosten beim Umbau (z. B. von Fertigungsstraßen für andere Produkte)
  39. Nenne Nachteile von Baukastensystemen (es gibt 4)!
    • Weniger Flexibilität bei ganz speziellen Kundenwünschen
    • Technische Funktion des Baukastenprodukts wird von Bausteingestaltung und Anordnung bestimmt
    • Leistungsdaten können niedriger liegen als bei Spezialmaschine
    • Gefahr der Gleichförmigkeit des Maschinenbildes (falsch verstandene Geltungs-Funktion)

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