MSF

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Author:
DDKL11
ID:
260202
Filename:
MSF
Updated:
2014-02-04 13:12:23
Tags:
Methoden Sozialforschung Sozialwissenschaften
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MSF Fragen
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  1. Weshalb
    gehören die Gesellschaftswissenschaften zu den Erfahrungswissenschaften?
    • a.       
    • Gesellschaftswissenschaften haben ihren
    • Ursprung in der Philosophie

    • b.      
    • GW sind Gegenstand der sozialen Realität

    • c.       
    • Erfahrungswissenschaften beschäftigen sich
    • immer mit sozialer Realität

    • d.      
    • GW sind EW, da sie auf Erkenntnissen
    • aufbauen
  2. Was
    ist unter wissenschaftlicher Erfahrung zu verstehen?
    • a.       
    • EMPIRIE: Erkenntnisse, die durch
    • Beobachtungen/Messungen, Untersuchungen von Phänomenen gemacht werden

    • b.      
    • Nachvollziehbarkeit, Replizierbarkeit,
    • Objektivität
  3. Was
    sind die beiden Kernelemente der Gesellschaftswissenschaften?
    • a.       Theorie:
    • allgemeingültige Aussagen über gesellschaftliche Phänomene

    • b.       Empirische
    • Sozialforschung: Instrumentarium, wie wissenschaftliche Erkenntnisse über die
    • soziale Realität gewonnen werden

    • c.       
    • à
    • Empirische Sozialforschung ist das Bindeglied zwischen Theorie und sozialer
    • Realität

    • d.       Zwei
    • Verfahren:

    •                                                               
    • i.     
    • Überführung von theoretischen Aussagen
    • in Mess- und Beobachtungsanweisungen

    •                                                              
    • ii.     
    • Überprüfung und Weiterentwicklung von
    • Theorien
  4. Welche
    Kriterien müssen wissenschaftliche Erfahrungen erfüllen und warum?
    a.       Nachvollziehbarkeit:

    •                                                               
    • i.     
    • Der gesamte Forschungsprozess muss für Dritte
    • verständlich sein.

    •                                                             
    • ii.     
    • Transparenz und umfassende Dokumentation

    •                                                            
    • iii.     
    • Objektives, begründetes Vorgehen

    •                                                            
    • iv.     
    • Beobachtung/Messung sowie Auswertung nach den
    • ‚Regeln der Kunst‘

    b.       Replizierbarkeit

    •                                                               
    • i.     
    • Die Beobachtung/Messung und Datenanalyse kann
    • durch Dritte wiederholt werden.

    •                                                              
    • ii.     
    • à Nachvollziehbarkeit und Replizierbarkeit
    • ermöglichen die kritische Überprüfung des Forschungsprozesses und der
    • Ergebnisse, sowie die Vergleichbarkeit der Ergebnisse → Theoriebildung
  5. Welche
    Probleme und Grenzen besitzt Alltagswissen?
    a.       Alltagswissen

    •                                                               
    • i.     
    • kann falsch sein

    •                                                              
    • ii.     
    • macht keine präzisen und eindeutigen
    • Aussagen über soziale Zusammenhänge

    •                                                            
    • iii.     
    • macht primär qualitative Aussagen, die die
    • Richtung eines Zusammenhangs spezifizieren

    •                                                            
    • iv.     
    • ist oft abhängig von Bedingungen, besitzt
    • keine universelle Gültigkeit
  6. Was
    wird unter explorativen Studien verstanden und wann sind diese angebracht?
    • a.       
    • Vorwissen, Vermutungen und unspezifische
    • Hypothesen bilden die Grundlage

    • b.      
    • Ist eine Möglichkeit der Gewinnung von
    • Hypothesen, die dann in einer Hauptstudie überprüft werden

    • c.       
    • Sinnvoll, wenn der Forschungsbereich
    • relativ unbekannt ist und nur vage Vermutungen über soziale Strukturen und
    • Handlungsregelmäßigkeiten vorliegen (Neue
    • soziale Phänomene, Subkulturen, Gruppierungen und Institutionen, die für die
    • Allgemeinheut nicht einsehbar sind, komplexe und mehrdimensionale
    • Zusammenhänge, die sich in Form von Hypothesen nicht darstellen lassen)
  7. In
    welchem Verhältnis stehen Theorie und empirische Sozialforschung in
    explorativen Studien?
    • a.       
    • Am Anfang steht nicht unbedingt eine
    • Theorie

    • b.      
    • Aus explorativen Studien kann man eventuell
    • Hypothesen ableitenàWerden diese
    • konkreter àTheoriebildung

    • c.       
    • Vorhandene Theorien können Rahmen und
    • Orientierung geben
  8. Was wird unter deskriptiven Studien verstanden?
    • a.       
    • Beschreibung sozialer Gruppierungen,
    • Strukturen und Phänomene mittels deskriptiver Statistiken (Häufigkeiten, Anteile, Durchschnittswerte, Streuungen) oder
    • qualitativ gewonnener Typologien oder Charakterisierungen

    • b.      
    • Keine Darstellung von Ursachen oder
    • Zusammenhängen, genauso wie Theorien

    • c.       
    • Kernbestandteil der amtlichen Statistik,
    • sowie von Gesellschaftsdiagnosen und Sozialberichtserstattungen

    • d.      
    • Erfordern theoretisches Hintergrundwissen
    • bzgl. Der Auswahl der Indikatoren, der Art der Messung und Analyse und der
    • Konstruktion von Begriffen und Klassifikationen
  9. In
    welchem Verhältnis stehen Theorie und empirische Sozialforschung in
    deskriptiven Studien?
    • a.       
    • Theorie stellt die Basis dar, liefert
    • Hintergrundwissen, Indikatoren

    • b.      
    • Deskriptive Studien beschreiben die soziale
    • Realität und finden empirische Argumente für die ausgewählte Theorie
  10. In
    welchem Verhältnis stehen Theorie und empirische Sozialforschung bei der
    Überprüfung und Entwicklung von Theorien?
  11. Was
    wir unter Evaluationsstudien verstanden?
    • a.       
    • Überprüfung

    •                                                               
    • i.     
    • der Wirksamkeit bzw. Unwirksamkeit von praktisch-politischen oder
    • sozialplanerischen Maßnahmen

    •                                                             
    • ii.     
    • unbeabsichtigter positiver und negativer
    • Nebenwirkungen der Maßnahme

    • b.      
    • Evaluationen können ggf. zunächst anhand von
    • Pilotprojekten durchgeführt werden

    • c.       
    •  Problem: Gruppen, die von
    • politischen oder planerischen Maßnahmen betroffen sind, können sich
    • systematisch von anderen Gruppen unterscheiden

    (Selbstselektion) à unklarer Effekt der Maßnahmen
  12. Welche
    Traditionen und Forschungsrichtungen unter den Vorläufern der empirischen
    Sozialforschung weisen typische Elemente der quantitativen und qualitativen
    Sozialforschung auf?
    • a.       
    • Qualitative Ansätze

    •                                                               
    • i.     
    • Universitätsstatistik (Darstellung von Land
    • und Leuten)

    •                                                              
    • ii.     
    • Soziographie (Verständnis des Lebens und
    • der Sozialstruktur in einer modernen Gesellschaft aus der Perspektive der
    • betroffenen Akteure heraus)

    •                                                            
    • iii.     
    • Chicagoer Schule (genaue Milieustudie)

    •                                                            
    • iv.     
    • Grounded Theory (zirkulärer
    • Forschungsprozess)

    • b.      
    • Quantitative Ansätze:

    •                                                               
    • i.     
    • Politische Arithmethik (quantitative
    • Beschreibung von Land und Leuten

    •                                                              
    • ii.     
    • Moralstatistik (quantitative Verteilung von
    • Eigenschaften)

    •                                                            
    • iii.     
    • Opinion Polls (Prognosen von
    • Präsidentschaftswahlen mittels repräsentativer Stichproben)
  13. Welche
    Perspektiven dominieren in der quantitativen und der qualitativen Forschung und
    warum?
    a.       Quantitativ: Forscherperspektive

    •                                                               
    • i.     
    • Inhaltliche Fragestellungen werden mit
    • geeigneten Theorien

    •                                                              
    • ii.     
    • Die untersuchte Person interessiert nicht
    • als Subjekt, sondern als Informant

    •                                                            
    • iii.     
    • Ziel ist die Erhebung von Daten, die unter
    • gleichen Rahmenbedingungen der Probanden stattfindet (Standardisierung)

    •                                                            
    • iv.     
    • Die befragten Personen sind zufällig
    • ausgewählt

     

    • b.      
    • Qualitativ:
    • Befragtenperspektive

    •                                                               
    • i.     
    • Das
    • Subjekt und seine subjektive Perspektive stehen im Vordergrund

    •                                                              
    • ii.     
    • Es
    • werden Befragte explizit ausgewählt, sodass sie der Studie entsprechen à keine zufällige Auswahl

    •                                                            
    • iii.     
    • Die
    • Fallzahlen sind gering und die Gestaltung der Erhebungssituation offen
  14. Warum
    kann in der qualitativen Sozialforschung Bedeutungs- und Sinngehalt leichter
    erfasst werden als in der quantitativen Forschung?
    • a.       
    • Direkter Zugang zum untersuchten
    • Forschungsobjekt hat (Befragtenperspektive)

    • b.      
    • Klärung von Folgefragen aufgrund der
    • direkten Forschungsebene leichter möglich

    • c.       
    • Ausrichtung der Fragen direkt auf die
    • Thematik

    • d.      
    • Keine voran gestellte Explorationsforschung
    • möglich

    • e.      
    • Komplexe Antworten sind möglich
  15. .      
    Welche
    Nachteile der quantitativen Sozialforschung liegen in der qualitativen
    Sozialforschung nicht vor? Welche Gründe gibt es dafür?
    a.       Forscherperspektive:

    •                                                               
    • i.     
    • à
    • Befragtenperspektive

    • b.       Komplexe Zusammenhänge können nur
    • schwer erfasst werden:

    •                                                               
    • i.     
    • Keine Einschränkung durch spezifische
    • Fragestellungen
  16. Welche
    Nachteile der qualitativen Sozialforschung liegen in der quantitativen
    Sozialforschung nicht vor? Welche Gründe gibt es dafür?
    a.       Geringe Verallgemeinbarkeit:

    •                                                               
    • i.     
    • Durch objektive Messungen mit
    • standardisierten Methoden

    b.       Zeitaufwendige Auswertung:

    •                                                               
    • i.     
    • Statistische Daten sind leicht und schnell
    • auswertbar

    • c.       
    • Eingeschränkte
    • Replizierbarkeit:

    •                                                               
    • i.     
    • Objektivität und Standardisierung
    • ermöglichen Replizierbarkeit
  17. Wie
    können qualitative und quantitative Forschungsprojekte miteinander verknüpft
    werden?
    • a.       
    • Ergebnisse einer qualitativen und einer
    • quantitativen Forschung können verglichen werden

    • b.      
    • Ein qualitatives Projekt kann zur
    • Exploration bzw. Hypothesenbildung einem quantitativen Projekt vorausgesetzt
    • werden

    • c.       
    • Ein quantitatives Projekt kann einem
    • vertiefenden qualitativen Projekt voraus gehen. (Ergebnisse können wieder
    • mithilfe eines quantitativen Projekts überprüft werden)
  18. Was
    wird unter Triangulation verstanden?
    • a.       
    • Zusammenführen von unterschiedlichen,
    • theoretischen Perspektiven, Erhebungsmethoden und Daten

    • b.      
    • Zwei Ebenen:

    •                                                               
    • i.     
    • Personen: Untersuchung anhand verschiedener
    • Untersuchungsmethoden

    •                                                              
    • ii.     
    • Daten: Gewonnen mit unterschiedlichen
    • Methoden,  zu unterschiedlichen Zeiten,
    • an unterschiedlichen Orten

    • c.       
    • Beispiel, wo qualitative und quantitative
    • Sozialforschung gut zusammengearbeitet haben und unterschiedliche Methoden
    • angewandt wurden
  19. Spezifizieren
    Sie für folgende Variablen die Menge der Merkmalsausprägungen und

    Merkmalsträger:
    Erwerbsstatus, Verkehrsteilnehmer, Firmengröße.
    • a.       
    • Erwerbstatus:

    • a.       
    • Merkmalsträger = Personen

    • b.      
    • Merkmalsausprägungen:

    •                                                                                       
    • i.     
    • Vollzeit erwerbsttätig,
    • teilzeitbeschäftigt, Mini-Job, Ausbildung, Umschulung, Wehrdienst,
    • Erziehungsurlaub, nicht erwerbstätig

    • b.      
    • Verkehrsteilnehmer:

    • a.       
    • Merkmalsträger = Personen

    • b.      
    • Merkmalsausprägungen:

    •                                                                                       
    • i.     
    • Fußgänger, Fahrradfahrer, Mofa- ,
    • Motorrad-, Pkw- und LKW-Fahrer

    • c.       
    • Firmengröße:

    • a.       
    • Merkmalsträger = Organisationen, die
    • rechtlich als Unternehmen definiert sind

    • b.      
    • Merkmalsausprägungen:

    •                                                                                       
    • i.     
    • Größe der Firma (evtl. Klassenbildung
    • sinnvoll)
  20. Sie
    möchten die Einwohnerzahlen von Gemeinden erfassen. Hierzu bilden Sie eine
    Variable, die die Einwohnerzahlen gruppiert wiedergibt. Entwickeln Sie eine
    disjunkte und erschöpfende Liste der möglichen Merkmalsausprägungen.
    • a.       
    • 100 und weniger

    • b.      
    • Zwischen 101 und 1000

    • c.       
    • Zwischen 1001 und 4000

    • d.      
    • 4001 und mehr
  21. Was ist eine Hypothese?
    Was bedeuten Variablen und Begriffe im Kontext einer Hypothese?
    • a.       
    • Hypothesen sind
    • Vermutungen über empirische Zusammenhänge zwischen mindestens zwei Variablen

    • b.      
    • Die Begriffe in einer Hypothese müssen
    • definiert werden (Nachvollziehbarkeit).

    • c.       
    • Variablen:

    •                                                               
    • i.     
    • Sind Namen für die Menge von
    • Merkmalsausprägungen, die Objekte (Merkmalsträgern) zugeordnet werden.

    •                                                             
    • ii.     
    • Abhängige Variable = zu erklärende
    • Variable

    •                                                            
    • iii.     
    • Unabhängige Variable = erklärende
    • Variable

    •                                                            
    • iv.     
    • Eigenschaften von Variablen:

    • 1.      
    • mind. 2 Merkmalsausprägungen

    • 2.      
    • die Merkmalsausprägungen müssen
    • disjunkt sein (= dürfen sich nicht überlappen) 
    • Bsp. sich überlappender Ausprägungen: Haarfarbe= braunrot, rotbraun,
    • kastanienfarben etc.

    • 3.      
    • die Merkmalsausprägungen müssen
    • erschöpfend sein (= alle möglichen Ausprägungen des Merkmalsträgers müssen
    • erfasst werden können)
  22. Welche zwei grundlegenden Formen von
    Hypothesen existieren? Was ist der Unterschied zwischen einer deterministischen
    und probabilistischen Hypothese?
    • a.       
    • Wenn-Dann-Hypothesen


    •                                                               
    • i.     
    • Abhängige und unabhängige Variable sind
    • dichotom*. (können nur 2 Merkmalsausprägungen annehmen (tot-lebendig,
    • männlich-weiblich, schwanger-nicht schwanger)

    •                                                             
    • ii.     
    • Beispiel: Wenn Überstunden nicht
    • bezahlt werden, dann ist die Arbeitsmotivation gering.

    • a.       
    • Je-Desto-Hypothesen:

    •                                                            
    • iii.     
    • Abhängige und unabhängige Variable bilden
    • eine Rangfolge / ein Kontinuum.

    •                                                            
    • iv.     
    • Beispiel: 
    • Je mehr Arbeitslose in einem
    • Wahlbezirk wohnen, desto höher ist der Zweitstimmen- Anteil für „die Linke“.

    b.       Deterministische:

    •                                                               
    • i.     
    • Wenn die unabhängige Variable eine bestimme Ausprägung
    • besitzt, dann nimmt die abhängige Variable ausnahmslos eine bestimme Ausprägung
    • an

    • c.       
    • Probabilistische (Nahezu
    • alle Hypothesen in Sozialwissenschaft):

    •                                                               
    • i.     
    • Wenn die unabhängige Variable eine bestimme
    • Ausprägung besitzt, dann nimmt die abhängige Variable eine bestimme Ausprägung
    • mit einer größeren oder kleineren Wahrscheinlichkeit an

    •                                                              
    • ii.     
    • Beispiel: Wenn ein Vater Abitur hat, dann haben
    • seine Kinder mit einer größeren Wahrscheinlichkeit ebenfalls Abitur.
  23. Sie
    möchten erklären, warum Personen Betriebswirtschaft studieren. Aus der Fülle
    der möglichen erklärenden Faktoren wählen Sie drei aus: Vater und/oder
    Mutter arbeiten in der Wirtschaft; Interesse an Geld; Wahl eines
    wirtschaftlich/rechtlichen Faches am Gymnasium, Gesamtschule etc.
    • i.     
    • Formulieren
    • Sie geeignete Hypothesen für diese drei Faktoren. Formulieren Sie diese als
    • probabilistische Hypothesen.

    • 1.      
    • Wenn der Vater/die Mutter in der Wirtschaft
    • arbeitet, dann ist die Wahrscheinlichkeit höher, dass das Kind ein
    • wirtschaftliches Fach belegt.

    • 2.      
    • Je geringer das Interesse einer Person an
    • Geld, desto höher ist die Wahrscheinlichkeit, dass diese Person ein
    • wirtschaftliches Fach belegen wird.

    •                                                             
    • ii.     
    •  Definieren Sie die in den Hypothesen
    • verwendeten Begriffe.

    • 1.      
    • Wirtschaft, wirtschaftliches Fach

    • 2.      
    • Interesse an Geld, Person, wirtschaftliches
    • Fach

    •                                                            
    • iii.     
    • Welche
    • Ausprägungen besitzen die Variablen, die in den Hypothesen verwendet werden?

    • 1.       Vater/Mutter in der Wirtschaft
    • (ja/nein), Interesse an Geld (sehr
    • schwach bis sehr stark), Fächerwahl (rechtliche/wirtschaftliche
    • Fächer, kein rechtlich/wirtschaftliches Fach)
  24. Was sind Gesetze, was sind Theorien? Mit
    welcher Einschränkung müssen Theorien in den Sozialwissenschaften leben?
    a.       Gesetze:

    •                                                               
    • i.     
    • Hypothesen, die sich häufig in der Realität
    • bewährt haben

    •                                                              
    • ii.     
    • Hypothesen , die empririsch bestätigt sind
    • und einen raumzeitlich unbegrenzten Gültigkeitsanpruch besitzen

    • b.      
    • Theorien:

    •                                                               
    • i.     
    • Sind Systeme von Aussagen, die mehrere
    • Hypothesen oder Gesetze umfassen
  25. Wie
    erfolgt eine deduktiv nomologische Erklärung? Aus welchen Bestandteilen setzt
    sie sich zusammen? Welche Bedingungen müssen erfüllt sein?
    • a.       
    • Deduktiv-nomologische Erklärung

    •                                                               
    • i.     
    • Ein empirisches Phänomen kann erklärt
    • werden, wenn:

    • 1.      
    • Ein Gesetz existiert, das einen kausalen
    • Zusammenhang zwischen dem Phänomen und Faktor herstellt

    • 2.      
    • Dieser ursächliche Faktor empirisch
    • vorliegt




    Explanandum


    • Zu
    • erklärendes Phänomen


    • In
    • Gesellschaft X bekommen Personen ihr erstes Kind erst in einem höheren Alter.




    Explanans


    Gesetz


    • Je
    • länger eine Person im Bildungssystem verbleibt, desto länger wird die Geburt
    • des ersten Kindes aufgeschoben.




    Randbedingung


    • In
    • Gesellschaft X verbleiben die Personen lange im Bildungssystem.
  26. Was
    genau meint der Begriff Deduktion?
    • a.       
    • Die Schlussfolgerung, dass der kausale
    • Zusammenhang zwischen dem Phänomen und dem Faktor auch in der Realität
    • existiert, wird aus dem Gesetz logisch abgeleitet.
  27. Sie
    möchten das Phänomen ’Scheidung’ erklären. Eine mögliche Erklärung ist
    folgende wiederholt nicht abgelehnte Hypothese: ‚Wenn die Eltern einer Person
    geschieden sind, dann lässt sich die Person selbst mit einer höheren
    Wahrscheinlichkeit scheiden, als wenn ihre Eltern nicht geschieden sind.’ Wie
    kann dieses hypothetische Gesetz verwendet werden, um steigende
    Scheidungsziffern zu erklären? Spezifizieren Sie bitte eine vollständige
    deduktiv-nomologische Erklärung.
  28. Aus
    welchem Problem heraus ergibt sich das Falsifikationsprinzip?
    • i.     
    • Aber: Gültigkeit kann nur mit einer
    • begrenzten Anzahl Messungen überprüft werden (Immer zukünftige Messung möglich,
    • die das Gesetz nicht bestätigt)

    •                                                              
    • ii.     
    • Ein Gesetz kann nicht bestätigt werden,
    • sondern nur falsifiziert (widerlegt) werden.

    • à Ein Gesetz ist
    • widerlegt, wenn ein empirisches Ereignis im Widerspruch dazu steht.

    • àWissenschaftliche
    • Kenntnis basiert nicht auf der Ansammlung wahren Wissens, sondern auf dem
    • systematischen Ausschluss falscher Aussagen

    • à Hypothesen werden
    • so formuliert, dass sie möglichst einfach widerlegt werden können
  29. Was
    ist der Informationsgehalt einer Hypothese?
    • a.       
    • Falsifikator:

    •                                                               
    • i.     
    • Menge aller Objekte oder Individuen mit
    • bestimmten Eigenschaften, für welche die Hypothese/Theorie gelten soll

    • b.      
    • Für eine möglichst große Menge an
    • Subjekten/Objekten sind möglichst genaue Merkmale zu formulieren
  30. Wie
    lässt sich der Informationsgehalt folgender Hypothese steigern: „Wenn eine
    Person Soziologie an der Leibniz Universität studiert hat, dann erhält sie
    ein vergleichsweise niedriges Einkommen“?
    • a.       
    • Erweiterung der Wenn-Komponente: Wenn eine
    • Person Gesellschaftswissenschaften studiert hat…

    • b.      
    • Präzisierung der Dann-Komponente: …dann
    • erhält sie ein niedrigeres Einkommen als Absolventen anderer Studienfächer.
  31. Was
    wird unter den Begriffen der Konzeptspezifikation und Operationalisierung
    verstanden? In welchen Schritten des Forschungsprozesses werden Sie angewendet?
    • a.       
    • Konzeptspezifikation:

    •                                                               
    • i.     
    • Klärung, welche Dimensionen eines
    • Gegenstandsbereichs durch einen Begriff erfasst werden

    •                                                              
    • ii.     
    • Schulbildung :

    • 1.      
    • à Besitz eines
    • bestimmten Bildungszertifikats

    •                                                            
    • iii.     
    • Kinderwunsch:

    • 1.      
    • Kinderzahl

    • a.       
    • Ideale Kinderzahl

    • b.      
    • Realistische Kinderzahl

    • 2.      
    • Zeitpunkt

    • a.       
    • Idealer Zeitpunkt

    • b.      
    • Realistischer Zeitpunkt

    • c.       
    • Altersnormen

    • 3.      
    • Zusammensetzung bzgl. Des Geschlechts

    • a.       
    • Wunschzusammensetzung

    • b.      
    • Kulturelle Vorstellungen
  32. Spezifizieren
    Sie die möglichen Dimensionen des Begriffs „Erwerbsarbeit“
    • a.       
    • Art der Erwerbsarbeit:

    •                                                               
    • i.     
    • Inhaltlich

    • b.      
    • Arbeitsumfang:

    •                                                               
    • i.     
    • Arbeitsstunden pro Woche/Monat

    • c.       
    • Form:

    •                                                               
    • i.     
    • abhängig, selbstständig
  33. Was
    sind Indikatoren?
    • a.       
    • Direkt beobachtbare/messbare Sachverhalte
    • werden als Indikatoren für die Dimensionen eines Begriffs bezeichnet
  34. Sie
    möchten den Begriff ‚Belastung der Studierenden während des Masterstudiums“
    spezifizieren und operationalisieren. In welche Dimensionen lässt sich dieser
    Begriff aufteilen und mittels welcher Indikatoren können diese erfasst werden?
    • a.       
    • Zeitliche Belastung, Inhaltliche Belastung,
    • Materielle Belastung

    • b.      
    • Arbeitsstunden

    • c.       
    • Jobben?
  35. Was
    wird unter Messen verstanden?
    • a.       
    • Zuordnung von Zahlen zu den Ausprägungen
    • eines Merkmals einer Untersuchungseinheit
    • a.       
    • Die Werte der Zahlen müssen die Struktur
    • der Ausprägungen eines Merkmals wiedergeben

    •                                                               
    • i.     
    • zB. Schulbildung: Jeder Schulabschluss muss
    • durch eine andere Zahl repräsentiert werden 1-6)
  36. Was
    ist eine strukturtreue Abbildung? Geben Sie dafür ein Beispiel.
    • a.       Die
    • Struktur/Ordnung der Zahlen muss der Struktur/Ordnung des Merkmals und damit
    • der Merkmalsträger entsprechen.

    • b.       Die
    • Werte der Zahlen müssen die Struktur der Ausprägungen eines Merkmals
    • wiedergeben.

    • c.       
    • Bsp. Schulbildung:

    •                                                               
    • i.     
    • Ausprägungen: Kategorien:

    • 1.       abgebrochene
    • HS. à kein Abschluss à  1

    • 2.       Hauptschule
    • à  Hauptschulabschluss
    • à 2

    • 3.       Realschuleà Mittlere Reife à
    • 3


    • 4.       Gymnasium
    • à Abitur à 4

    • 5.       andere
    • Schulbildung à Anderer Abschluss à 5
  37. Sie
    möchten die Größe von Personen in Kategorien messen. Entwerfen Sie ein
    mögliches Kategorienschema und ordnen Sie diesem entsprechende Messwerte/Codes
    zu.
    • i.     
    •  unter 50 cm (=1)

    •                                                              
    • ii.     
    • 50 bis unter 100 cm (=2)

    •                                                            
    • iii.     
    • 100 bis unter 150 cm (=3)

    •                                                            
    • iv.     
    • 150 bis unter 200 cm (=4)

    •                                                              
    • v.     
    • 200 cm oder mehr (=5)
  38. Was
    ist ein Messfehler? Aus welchen Komponenten setzt er sich zusammen?
    • a.       Der
    • Messfehler ist die Differenz zwischen wahrem Wert und beobachtetem (gemessenem)
    • Wert

    • b.       In
    • der Realität besteht der Messwert aus zwei Komponenten:

    •                                                               
    • i.     
    • Wahrer Wert des Objekts

    •                                                             
    • ii.     
    • Messfehler

    • 1.       Zufällige
    • Fehler (zB. Stimmung des Befragten)

    • 2.       Systematische
    • Fehler (zB. fehlerhafter Fragebogen)
  39. Was
    wird unter der Güte einer Messung verstanden?
    • a.       Drei
    • Kriterien:

    •                                                               
    • i.     
    • Objektivität:

    • 1.      
    • Durchführungsobjektivität: Interpersonale
    • Unabhängigkeit bei der Datenerhebung

    • 2.      
    • Auswertungsobjektivität: Interpersonale
    • Unabhängigkeit bei der Datenauswertung

    •                                                              
    • ii.     
    • Reliabilität:

    • 1.      
    • Ein Instrument ist umso reliabler, je
    • weniger zufällige Messfehler die Messung beeinflussen

    • a.       
    • Die wiederholte Messung sollte immer zu den
    • gleichen Ergebnissen führen

    •                                                            
    • iii.     
    • Validität:

    • 1.      
    • Ein Instrument ist umso reliabler, je
    • weniger systematische Fehler die Messung beeinflussen

    • a.       
    • Misst es das, was es messen soll?
  40. Was
    wird unter der Reliabilität und Validität eines Messinstruments verstanden?
    Welche Verfahren gibt es zu deren Bestimmung?
    • a.       
    • Reliabilität:

    •                                                               
    • i.     
    • Wie zuverlässig ist die Messung?

    •                                                              
    • ii.     
    • Ausschluss zufälliger Fehler

    •                                                            
    • iii.     
    • Verfahren:

    • 1.      
    • Test – Retest (zweimalige Messung – gleiche
    • Ergebnisse?)

    • 2.      
    • Parallel-Test (zwei Instrumente)

    • 3.      
    • Testhalbierung (erst die erste Hälfte
    • durchführen/auswerten)

    • b.      
    • Validität:

    •                                                               
    • i.     
    • Wie geeignet ist die Messung?

    •                                                              
    • ii.     
    • Ausschluss systematischer Fehler

    •                                                            
    • iii.     
    • Verfahren (Überprüfung):

    • 1.      
    • Inhaltsvalidität: Dimensionen vollständig?

    • 2.      
    • Kriteriumsvalidität: Vergleich mit externen
    • Kriterien

    • 3.      
    • Vorhersagevalidität:

    • 4.      
    • Übereinstimmungsvalidität: Methode der
    • bekannten Gruppen

    • 5.      
    • Konstruktvalidität:
  41. Warum
    können die Gütekriterien der quantitativen Forschung nicht direkt in die
    qualitative Forschung übernommen werden?
    • a.       Messungen
    • (Interviews) sind nicht replizierbar, nicht personell unabhängig

    • b.       Zwei
    • Ansätze:

    •                                                               
    • i.     
    • Orientierung an den klassischen
    • Kriterien der Objektivität, Reliabilität und Validität

    •                                                             
    • ii.     
    • Entwicklung alternativer Gütekriterien

    • c.       
    • Reliabilität:
    • schwierig in der qualitativen Forschung zu realisieren, daher:

    •                                                               
    • i.     
    • Ethnographie: Genaue Aufzeichnung der
    • Beobachtungen/Datenerhebungen durch Feldnotizen

    •                                                             
    • ii.     
    • Vergleich der Begriffe/Bedeutungen der
    • Beobachteten und des Forschers durch Dritte

    •                                                            
    • iii.     
    • Interview: Interviewschulung, gleiche
    • Fragen und Fragenablauf

    •                                                            
    • iv.     
    • Beobachtung: Schulung der Beobachtung,
    • Evaluation

    •                                                             
    • v.     
    • Textinterpretation: Schulung,
    • konsistentes Vorgehen bei Kodierung und Interpretation

    d.       Validität:

    •                                                               
    • i.     
    • Problem: Wie weit stellen
    • Datenerhebung und Textinterpretation die Bedeutungen und Perspektiven des
    • Untersuchungssubjekts oder die des Forschers dar? Daher:

    • 1.       Analyse
    • der Interviewsituation

    • 2.       Wie
    • authentisch sind die Antworten?

    • 3.       Werden
    • konstruierte Antworten gegeben?

    • 4.       Nachfragen
    • (kommunikative Validierung)

    e.       Objektivität:

    •                                                               
    • i.     
    • Objektivität liegt vor, wenn zwei
    • unabhängige Forscher zu denselben Schlussfolgerungen kommen (kaum thematisiert)
  42. 1.      
    Welche
    Verfahren zur Bestimmung der Reliabilität und Validität existieren in der
    qualitativen Forschung?
    • a.       Reliabilität:
    • schwierig in der qualitativen Forschung zu realisieren, daher:

    •                                                               
    • i.     
    • Ethnographie: Genaue Aufzeichnung der
    • Beobachtungen/Datenerhebungen durch Feldnotizen

    •                                                             
    • ii.     
    • Vergleich der Begriffe/Bedeutungen der
    • Beobachteten und des Forschers durch Dritte

    •                                                            
    • iii.     
    • Interview: Interviewschulung, gleiche
    • Fragen und Fragenablauf

    •                                                            
    • iv.     
    • Beobachtung: Schulung der Beobachtung,
    • Evaluation

    •                                                             
    • v.     
    • Textinterpretation: Schulung,
    • konsistentes Vorgehen bei Kodierung und Interpretation

    b.       Validität:

    •                                                               
    • i.     
    • Problem: Wie weit stellen
    • Datenerhebung und Textinterpretation die Bedeutungen und Perspektiven des
    • Untersuchungssubjekts oder die des Forschers dar? Daher:

    • 1.       Analyse
    • der Interviewsituation

    • 2.       Wie
    • authentisch sind die Antworten?

    • 3.       Werden
    • konstruierte Antworten gegeben?

    • 4.       Nachfragen
    • (kommunikative Validierung)
  43. 1.      
    Welche
    alternativen Kriterien zur Bestimmung der Güte existieren in der qualitativen
    Sozialforschung?
    • a.       
    • Längeres Verweilen im Feld, Triangulation

    • b.      
    • Besprechungen mit nicht an der Forschung
    • beteiligten

    • c.       
    • Analyse abweichender Fälle

    • d.      
    • Kommunikative Validierung

    • e.      
    • Auditing
  44. 1.      
    Was
    ist die Idee einer gegenstandsbegründeten Theoriebildung?
    • a.       
    • Die Untersuchungsobjekte selbst sind
    • Gegenstand der Theoriebildung

    • b.      
    • Die Theorien werden aus dem Feld heraus
    • entdeckt

    • c.       
    • Der gesamte Forschungsprozess ist offen zu
    • gestalten
  45. Wodurch
    unterscheidet sich der zirkuläre Forschungsprozess vom linearen?
    • a.       
    • Linearer Forschungsprozess:

    •                                                               
    • i.     
    • die einzelnen Schritte werden nacheinander
    • vollzogen

    •                                                              
    • ii.     
    • Rückkehr zu einem vorangegangenen Schritt
    • schwierig

    •                                                            
    • iii.     
    • àAlle Schritte
    • müssen im Voraus geplant werden und können im Nachhinein kaum korrigiert werden

    • b.      
    • Zirkulärer Forschungsprozess:

    •                                                               
    • i.     
    • Die Erhebungsdesigns und die Auswahl der
    • Untersuchungsobjekte wird dauernd kritisch reflektiert und ggf. geändert
    • (Vergleichbarkeit muss trotzdem gewährleistet sein)
  46. Was
    ist der Unterschied zwischen einem experimentellen Design und einem Expost-
    facto- Design?
    • i.     
    • Es werden zwei Gruppen gebildet : Eine Experimentalgruppe
    • und eine Kontrollgruppe

    •                                                              
    • ii.     
    • Ein Stimulus wird in der Experimentalgruppe
    • gesetzt . In der Kontrollgruppe nicht

    •                                                            
    • iii.     
    • Danach folgt die Messung der Merkmale, die
    • der Stimulus ausgelöst hat

    • b.      
    • Kernelemente
    • des Ex-post-facto Designs

    •                                                               
    • i.     
    • Es wird eine Gesamtgruppe betrachtet

    •                                                              
    • ii.     
    • Ein Stimulus wird gesetzt

    •                                                            
    • iii.     
    •  Die
    • Auswirkungen werden gemessen

    •                                                            
    • iv.     
    • Aufgrund der Auswirkungen des Stimulus
    • werden nun zwei Gruppen gebildet

    • c.       
    • Wesentliche
    • Unterschiede:

    •                                                               
    • i.     
    • Die Gruppeneinteilung

    •                                                              
    • ii.     
    • Zeitliche Abfolge
  47. Wozu
    benötigt man eine Kontrollgruppe?
    • a.       kann
    • man überprüfen, ob eine Veränderung der Verhaltensweise der Experimentalgruppe
    • wirklich auf den Stimulus zurückzuführen ist.

    • b.       Denn
    • wenn die Experimentalgruppe sich anders verhält, die Kontrollgruppe dies aber
    • auch macht, dann bedeutet das, dass der Stimulus nicht die Ursache dafür ist.

    • c.       
    • àDementsprechend
    • kann man sage, dass eine Kontrollgruppe dazu dient zu überprüfen, ob der
    • Stimulus repräsentativ ist oder nicht.
  48. Was
    wird in einem Experiment unter Matching und Randomisierung verstanden? Warum
    muss in einem Experiment beachtet werden, wie die Experimental und
    Kontrollgruppe gebildet wird?
    • a.       
    • Es soll ausgeschlossen werden, dass
    • Personen mit bestimmten Merkmalen gehäuft in der Experimental- oder
    • Kontrollgruppe auftreten

    • b.      
    • Matching:

    •                                                               
    • i.     
    • In beiden Gruppen sollen sich Personen mit
    • gleichen Merkmalsausprägungen befinden

    •                                                              
    • ii.     
    • Matched Pair: Jeweils eine Person mit
    • bestimmter Merkmalsausprägung befindet sich in einer Gruppe

    •                                                            
    • iii.     
    • Probleme:

    • 1.      
    • Komplexe Aufgabe, wenn viele
    • Charakteristiken zu vorhanden sind

    • 2.      
    • Definition relevanter Charakteristiken

    • 3.      
    • Vorhermessungen, um geeignete Paare zu
    • finden

    • c.       
    • Randomisierung:

    •                                                               
    • i.     
    • Zufällige Zuweisung von Personen zur
    • Experimental- und Kontrollgruppe

    •                                                              
    • ii.     
    • Keine systematischen Unterschiede zwischen
    • den Gruppen à störende oder intervenierende
    • Faktoren wirken in beiden Gruppen gleich
  49. 1.      
    Was
    ist ein Stimulus und wie wird er in einem Experiment eingesetzt?
    • a.       
    • Um wirklich den Einfluss von Y auf Z zu
    • zeigen, tritt Y ausschließlich in der Experimentalgruppe

    •                                                               
    • i.     
    • Y wird auch Stimulus genannt

    •                                                              
    • ii.     
    • Y ist die erklärende (unabhängige)
    • Variable, Z die zu erklärende (abhängige) Variable
  50. Wie sieht das einfachste experimentelle Design aus?
    • a.       
    • Mindestens 2 Gruppen

    • b.      
    • Aufteilen von Versuchspersonen durch
    • Gruppen erfolgt nach bestimmtem Verfahren

    • c.       
    • Merkmal Y wird nur in der
    • Experimentalgruppe manipuliert

    • d.      
    • Eindeutige zeitliche Abfolge: zuerst wird Y
    • manipuliert, dann wird Z gemessen

    • e.      
    • Alle möglichen störenden Einflüsse werden
    • eliminiert und kontrolliert

    • f.        
    • Eindeutiger Effekt des Merkmals Y auf Z

    • g.       
    • Messung kausaler Zusammenhänge
  51. Wozu wird eine Vorher-Nachher-Messung verwendet?
    • a.       
    • Das Phänomen könnte auch durch andere
    • Einflüsse auftreten, deshalb stellt man den Einfluss von Y durch eine
    • Vorher-Nachher-Messung sicher.

    • b.      
    • Messung 
    • vor und nach dem Einsatz des Stimulus

    •                                                               
    • i.     
    • à  Besserer Nachweis der Kausalität, da
    • doppelte  Absicherung des Einflusses von
    • Y

    • 1.      
    •  durch die Kontrollgruppe

    • 2.      
    • durch mehrmaliges Messen

    • c.       
    • Problem:

    •                                                               
    • i.     
    • Lerneffekte der Probanden durch die erste
    • Messung
  52. 1.      
    Ein
    Nahverkehrsunternehmen möchte neue Fahrkartenautomaten kaufen. Ihm werden zwei
    sehr unterschiedliche Automaten angeboten. Vor der endgültigen Kaufentscheidung
    möchte das Unternehmen beide Automaten auf ihre Alltagstauglichkeit und
    Benutzerfreundlichkeit praktisch überprüfen. Kann dies im Rahmen eines
    Experiments überprüft werden? Um welche Form eines Experiments würde es sich
    dabei handeln? Überlegen Sie sich ein experimentelles Design, mit dem beide
    Automatentypen überprüft werden können.
    • a.       Überprüfung
    • im Rahmen eines Quasi-Experimentellen Designs

    • b.       Design:
    • Aufstellen der beiden Automatentypen entweder an (1) zufällig gewählten
    • Haltestellen (Randomisierung) oder (2) an Haltestellen mit ähnlicher Lage und
    • Nutzeraufkommen (Matching).

    • c.       
    •  Bildung von zwei Experimentalgruppen (die
    • Gruppen setzen sich aus Haltestellen zusammen).

    • d.        Wichtig ist, dass eine Kontrollgruppe an
    • Haltestellen existiert, die mit den alten Automaten ausgestattet sind.
  53. Wie wird im Rahmen eines Experiments Kausalität hergestellt?
    • a.       
    • Die erklärende Variable (unabhängige
    • Variable, Stimulus) wird nur in einer Gruppe (Experimentalgruppe) gesetzt.

    • b.      
    • Der Stimulus wird zeitlich vor die Messung
    • der zu erklärenden Variablen (abhängige Variable) gesetzt

    • c.       
    • Mögliche störende Einflüsse werden
    • ausgeschaltet oder kontrolliert, d.h. treten in Experimental- und
    • Kontrollgruppe auf.
  54. Warum sind quasiexperimentelle Designs oft mit Selektionsproblemen konfrontiert?
    • a.       Die
    • Zusammensetzung der Experimental- und Kontrollgruppe ist i.d.R. vorgegeben

    •                                                               
    • i.     
    • Lösung: Vorher-nachher-Design

    • b.       Die
    • Zusammensetzung der Experimental- und Kontrollgruppe ist das Ergebnis von
    • Selektionsprozessen

    •                                                               
    • i.     
    • Lösung:  Kontrolle verzerrender Selektionsvariablen in
    • der Datenanalyse

    •                                                             
    • ii.     
    • → Bildung einer „Wartegruppe“ als
    • Kontrollgruppe
  55. Was ist ein ex-post-facto- Design und welche Probleme sind damit verbunden?
    • a.       
    • Das
    • Ex-post-facto-Design:

    •                                                               
    • i.     
    • Falls auch die Möglichkeiten eines
    • Quasi-Experiments nicht gegeben sind, kann die soziale Realität nur noch nach
    • der Messung (ex post) geordnet werden.

    •                                                              
    • ii.     
    • Erklärende und anhängige Variable werden
    • zum gleichen Zeitpunkt erhoben.

    •                                                            
    • iii.     
    • Die Aufteilung in Experimental- und
    • Kontrollgruppe (Gruppenvergleich) erfolgt nachträglich.

    • b.      
    • Probleme:

    •                                                               
    • i.     
    • Zu geringe Fallzahl in einzelnen Kategorien
    • der abhängigen Variablen

    • 1.      
    • Lösung: große Stichprobe oder
    • disproportional geschichtete Stichprobe

    •                                                              
    • ii.     
    • Kausale Reihenfolge der Variablen

    •                                                            
    • iii.     
    • Keine zeitliche Differenz zwischen Ursache
    • und Wirkung

    • 1.      
    • Lösung: explizit zeitbezogene Variablen,
    • Paneldesign

    •                                                            
    • iv.     
    • Während der Erhebung kann nicht nach evtl.
    • ebenfalls einflussreichen erklärenden Variablen kontrolliert werden

    •                                                               
    • i.           
    • Lösung: Erhebung alternativer erklärender
    • Variablen, Kontrolle bei der Datenanalyse
  56. Was wird unter einem Querschnitt-, Trend- und Paneldesignverstanden? Worin
    unterscheiden sich diese Erhebungsdesings?
    • a.       
    • Querschnittsdesign:

    •                                                               
    • i.     
    • Eine Population von Untersuchungseinheiten
    • wird zu einem bestimmten Zeitpunkt befragt/beobachtet

    • b.      
    • Trenddesign:

    •                                                               
    • i.     
    • Mehrere Populationen von
    • Untersuchungseinheiten werden zum gleichen Thema zu verschiedenen Zeitpunkten
    • befragt/beobachtet

    • 1.      
    • Darstellung von Entwicklungen auf der
    • Populationsebene

    • c.       
    • Paneldesign:

    •                                                               
    • i.     
    • Eine Population von Untersuchungseinheiten
    • werden zum gleichen Thema zu verschiedenen Zeitpunkten befragt/beobachtet

    • 1.      
    • Darstellung von Entwicklungen auf der
    • Individualebene
  57. 1.      
    Sie
    möchten herausfinden, ob sich für Universitätsabsolventen/tinnen die
    Eintrittschancen in den Arbeitsmarkt in den letzten 20 Jahren verbessert oder
    verschlechtert haben. Mit welchem Erhebungsdesign können Sie diese Frage
    bearbeiten? Welchen zeitlichen Bezug benötigen Ihre Daten?
    • a.       Ausgangspunkt
    • ist immer ein Trenddesign von Absolventen/tinnen der letzten 20 Jahre.

    • b.       Bzgl.
    • der Daten benötigt man Verlaufsdaten

    • c.       
    • Diese kann man auf zwei Arten
    • gewinnen:

    • d.       Kombination
    • von Trend- und Paneldesign: Man befragt jede Absolventenkohorte
    • jährlich während der ersten drei Jahre nach dem Universitätsabschluss
    • (Trenddesign)

    • e.       Reine
    • Trenddesign: Man befragt die Absolventen immer erst
    • drei Jahre nach dem Universitätsabschluss. Retrospektiv wird nach dem Zeitpunkt
    • des Antritts der ersten Stelle gefragt.
  58. 1.      
    Was
    wird unter Panelmortalität verstanden, welche Probleme sind damit verbunden
    und wie lassen sich diese Probleme verringern?
    • a.       
    • Ausfall von Teilnehmern durch
    • Sterblichkeit, Umzug, Verweigerung

    • b.      
    • Ausfälle erfolgen i.d.R. nicht zufällig
    • sondern systematisch à Verlust von
    • Repräsentativität

    • c.       
    • Abnehmende Fallzahlen

    • d.      
    • Lösungen:

    •                                                               
    • i.     
    • Panelpflege

    •                                                              
    • ii.     
    • Weiterverfolgen der Teilnehmer bei
    • Adresswechsel

    •                                                            
    • iii.     
    • Ggf. Auffüllen des Panels mit neuen
    • Teilnehmern
  59. Welche
    zeitlichen Bezüge können Daten besitzen?
    • a.       
    • Querschnittsdaten:
    • Der Zeitpunkt, auf den sich eine Messung bezieht, ist identisch mit dem
    • Erhebungszeitpunkt (einer Messung)

    • b.      
    • Die Zeitpunkte, auf die sich die Messungen
    • beziehen, sind identisch mit den Erhebungszeitpunkten (mehrerer Messungen)

    • c.       
    • à Es wird nur eine
    • aggregierte Untersuchungseinheit betrachtet (zb. Land, Region) =
    • Zeitreihendaten
  60. Was
    wird unter einer Grundgesamtheit verstanden? Wie hängt diese mit der
    Auswahlgesamtheit zusammen?
    • a.       
    • Objektbereich bzw. Menge der
    • Untersuchungsobjekte die für die Untersuchung gültig ist

    • b.      
    • Über welche Populationsgruppe möchte ich
    • eine Aussage machen?
  61. Was
    wird unter den Begriffen ‚Undercoverage’ und ‚Overcoverage’ verstanden? Wann
    treten diese Phänomene auf und welche inhaltlichen Probleme sind damit
    verbunden?
    • a.       
    • Undercoverage:

    •                                                               
    • i.     
    • die Auswahlgesamtheit enthält nicht alle
    • Elemente der Grundgesamtheit

    •                                                              
    • ii.     
    • passiert, weil: nicht alle Elemente der
    • Grundgesamtheit erreicht werden konnten, nicht teilnehmen wohnten (zB.
    • Anstaltsbevölkerung)

    •                                                            
    • iii.     
    • Probleme: Verzerrung von Ergebnissen

    • b.      
    • Overcoverage:

    •                                                               
    • i.     
    • die Auswahlgesamtheit enthält Elemente, die
    • nicht zur Grundgesamtheit gehören

    •                                                              
    • ii.     
    • passiert, weil:  

    Probleme: Verzerrung von Ergebnissen
  62. Was
    wird unter der Inferenzpopulation verstanden? Worin unterscheidet sie sich von
    der Auswahlgesamtheit? In welcher Beziehung steht sie zur Grundgesamtheit?
    • a.       
    • Population aller Elemente, die letztendlich
    • beobachtet/befragt werden

    • b.      
    • Inferenzpopulation muss nicht der
    • Auswahlgesamtheit entsprechen

    • c.       
    • Beträgt mittlerweile 30-60% der
    • Grundgesamtheit

    • d.      
    • Mittels der Inferenzpopulation werden
    • Aussagen über die angestrebte Grundgesamtheit getroffen
  63. Welche
    Faktoren können dazu führen, dass die Inferenzpopulation nur teilweise mit der
    Grundgesamtheit übereinstimmt?
    • a.       
    • Undercoverage:

    •                                                               
    • i.     
    • Elemente konnten nicht erhoben werden
    • (Verweigerung, nicht angetroffen, falsche Adresse etc.)

    •                                                              
    • ii.     
    • Die Daten der Elemente können nicht
    • verwendet werden (falsche Angaben, Verlust)

    • b.      
    • Overcoverage:

    •                                                               
    • i.     
    • Es wurden Elemente erhoben, die nicht Teil
    • der Auswahlgesamtheit sind
  64. Wann
    ist eine Vollerhebung sinnvoll? Warum kann eine Vollerhebung zu schlechteren
    Ergebnissen führen als eine Stichprobe?
    • a.       
    • Sinnvoll,
    • wenn eine kleine oder sehr heterogene Grundgesamtheit vorliegt

    • b.      
    • Vorteile:

    •                                                               
    • i.     
    • Die Verteilungen der Merkmale in der
    • Grundgesamtheit sind bekannt

    • à keine Schätzungen
    • notwendig

    • àKeine
    • Stichprobenfehler

    • a.       
    • Nachteile:

    •                                                               
    • i.     
    • Hohe Kosten, großer Zeitaufwand

    •                                                              
    • ii.     
    • Unsinnig bei Zerstörung der Untersuchungsobjekte

    •                                                            
    • iii.     
    • U.U. ungenauere Ergebnisse als bei einer
    • Stichprobe

    • 1.      
    • Bessere Ausbildung des Erhebungspersonals

    • 2.      
    • Bessere Kontrollmöglichkeiten im Feld

    • 3.      
    • Bessere Datenkontrolle
  65. Worin
    unterscheidet sich die bewusste Auswahl von der willkürlichen Auswahl?
    • a.       
    • Die bewusste Auswahl basiert auf festen
    • Regeln, die willkürliche nicht.
  66. Welche
    Verfahren der bewussten Auswahl existieren? Worin unterscheiden sie sich?
    • a.       
    • Auswahl extremer Fälle

    •                                                               
    • i.     
    • Es sind nur Aussagen über diese extremen
    • Fälle möglich

    • b.      
    • Auswahl typischer Fälle

    •                                                               
    • i.     
    • Auswahl von Elementen, die für die
    • Grundgesamtheit charakteristisch sind

    •                                                              
    • ii.     
    • Nur Aussagen über ausgewählte Populationen
    • möglich

    • c.       
    • Schneeballverfahren

    •                                                               
    • i.     
    • Auswahl von Subjekten, die durch andere
    • Subjekte genannt werden

    • d.      
    • Quota-Verfahren

    •                                                               
    • i.     
    • Auswahl anhand bestimmter Merkmale

    •                                                              
    • ii.     
    • Die Merkmale in der Stichprobe haben die
    • gleiche prozentuale Verteilung wie in der Grundgesamtheit

    •                                                            
    • iii.     
    • Auswahl erfolgt über die Interviewer
  67. Was ist die Idee einer Quotenstichprobe und wie wird dabei vorgegangen?
    • a.       
    • Auswahl nach bestimmten Merkmalen

    • b.      
    • Auswahl der Interviewerinnen nach den
    • Quoten vorgaben

    • c.       
    • Die Quotenvorgaben ergeben sich aus
    • Kontrollmerkmalen:

    •                                                               
    • i.     
    • Z.B.: Geschlecht, Alter, soziale Schicht,
    • Konfession, Familiengröße, Kinderzahl, Nationalität, Befragungszeit,
    • Befragungsort etc.

    • d.      
    • Quotenverfahren:

    •                                                               
    • i.     
    • Unabhängige Quoten: Anteile der Merkmale in
    • der Stichprobe = Anteile der Merkmale in der Grundgesamtheit, z.B.: 50% Männer,
    • 50% Frauen, 50% Arbeiter, 50% Angestellte

    •                                                              
    • ii.     
    • Kombinierte Quoten: Häufigkeit der
    • Kombinationen von Merkmalen in der Stichprobe = Häufigkeit der Kombinationen
    • von Merkmalen in der Grundgesamtheit, z.B.: 30% 
    • Arbeiter, 20% Arbeiterinnen, 20% männliche Angestellte, 30% weibliche
    • Angestellte
  68. Was
    ist die grundsätzliche Idee einer Zufallsauswahl?
    • a.       
    • Jedes Element in der Auswahlgesamtheit hat
    • eine angebbare
    • Wahrscheinlichkeit in die Stichprobe zu gelangen

    • b.      
    • Einfache Zufallsauswahl:

    •                                                               
    • i.     
    • Jedes Element in der Auswahlgesamtheit hat
    • die gleiche Wahrscheinlichkeit in die Stichprobe zu gelangen
  69. Welche zufallsbasierten Auswahlverfahren existieren?
    • a.       
    • Listenauswahl

    •                                                               
    • i.     
    • Enthält alle Elemente der
    • Auswahlgesamtheit

    •                                                              
    • ii.     
    • Jedes Element hat eine Nummer

    • b.      
    • Lotterieverfahren

    • c.       
    • Gebietsauswahl

    •                                                               
    • i.     
    • Zufällige Auswahl von Gemeinden
    • oder Wahlkreisen

    • d.      
    • Begehungsanweisung

    •                                                               
    • i.     
    • Zufälliger Weg à
    • zufällige Identifikation einer Adresse

    • 1.      
    • Zufällige Auswahl eines
    • Haushaltes

    • 2.      
    • Zufällige Auswahl einer Person
  70. Was
    ist die grundsätzliche Idee einer geschichteten Zufallsstichprobe? Wie kann
    eine geschichtete Stichprobe realisiert werden?
    • a.       Elemente
    • der Auswahlgesamtheit werden in Gruppen unterteilt (Schichten)

    • b.       Schichten
    • sind eng mit dem Untersuchungsgegenstand verknüpft

    • c.       
    • In jeder Schicht wird eine einfache
    • Zufallsstichprobe gezogen

    • d.       Arten
    • der geschichteten Zufallsstichprobe:

    •                                                               
    • i.     
    •  Proportional
    • geschichtete Stichprobe

    • 1.       Die
    • Umfänge der jeweiligen Stichproben in den Schichten entsprechen den Anteilen
    • der Schichten in der Auswahlgesamtheit

    •                                                              
    • ii.     
    • Disproportional
    • geschichtete Stichprobe

    • 1.       Die
    • Umfänge der jeweiligen Stichproben in den Schichten entsprechen nicht den
    • Anteilen der Schichten in der Auswahlgesamtheit
  71. Welche Vor- und Nachteile hat eine geschichtete Zufallsstichprobe?
    • a.       
    • Vorteile:

    •                                                               
    • i.     
    • Meist genauere Schätzungen

    •                                                              
    • ii.     
    • U.U. geringere Kosten

    •                                                            
    • iii.     
    • Schichtungsspezifische Schätzungen

    •                                                            
    • iv.     
    • Sinnvoll, bei einer angestrebten minimalen
    • Gruppengröße

    • b.      
    • Nachteile:

    •                                                               
    • i.     
    • Man braucht Kenntnisse über die
    • Grundgesamtheit

    •                                                              
    • ii.     
    • Schichtung anhand eines einzelnen Merkmals

    •                                                            
    • iii.     
    • Disproportionale Schichtung à
    • keine repräsentativen Aussagen
  72. Was ist eine Klumpenstichprobe? Worin unterscheidet sie sich von einer
    geschichteten Stichprobe?
    • a.       
    • Aufteilung der Auswahlgesamtheit in
    • übergeordnete Strukturen/Gruppen (Klumpen, cluster)

    •                                                               
    • i.     
    •  Z.B.: Haushalte (Klumpen) - Personen
    • (Elemente); Schulen (Klumpen) – Klassen (Klumpen) – Schülerinnen und Schüler
    • (Elemente)

    •                                                              
    • ii.     
    • Vorgehen:

    • 1.      
    • Unter den Klumpen wird zufällig eine
    • bestimmte Anzahl ausgewählt

    • 2.      
    •  Alle
    • Elemente in den ausgewählten klumpen werden erhoben

    •                                                            
    • iii.     
    • Vorteil:

    • 1.      
    • Verwendbar, wenn keine Liste der Elemente
    • der Auswahlgesamtheit zur Verfügung steht (z.B. ab  hängig Erwerbstätige, Wohnbevölkerung in
    • Deutschland)

    •                                                            
    • iv.     
    • Nachteil:

    • 1.      
    • Gefahr des Klumpeneffekts: Ungenaue
    • Schätzungen bei zunehmender Homogenität in den Klumpen

    • 2.      
    • U.U. große, relativ homogene Klumpen →
    • mehrstufige Zufallsauswahl

    •                                                              
    • v.     
    • Unterschiede zur geschichteten Stichprobe:

    • 1.      
    • Bei einer geschichteten Stichprobe werden
    • die Elemente der Auswahlgesamtheit in Gruppen eingeteilt (Schichten, strata).
    • Die Schichtung ist dabei eng mit dem Untersuchungsgegenstand verknüpft und in
    • jeder Schicht wird eine einfache Zufallsstichprobe gezogen.

    • 2.      
    • Dahingegen wird in der Klumpenstichprobe
    • die Auswahlgesamtheit in übergeordnete Strukturen/Gruppen (Klumpen,
    • cluster)aufgeteilt. Unter den Klumpen wird zufällig eine bestimmte Anzahl
    • ausgewählt und alle Elemente in den ausgewählten Klumpen werden erhoben

    •                                                            
    • vi.     
    • Schichten

    • 1.      
    • Die einzelnen
    • Schichten sollten in sich möglichst homogen sein, die Schichten sollten
    • untereinander möglichst heterogen sein.

    •                                                           
    • vii.     
    • Klumpen:

    • 1.      
    • Die einzelnen Klumpen sollten in sich möglichst heterogen sein, die klumpen sollten untereinander möglichst homogen
    • sein.
  73. Wann ist eine Klumpenstichprobe sinnvoll?
    • a.       
    • Wenn keine Liste der Elemente der
    • Auswahlgesamtheit existiert
  74. Was ist die Idee des Random Route Verfahren?
    • a.      
    • Identifikation von Adressen und
    • anschließendes Interview
  75. Wie funktioniert ein Schwedenschlüssel?
    • a.       
    • Problem unterschiedlicher
    • Haushaltsgrößen: Welche Person soll befragt werden?

    • b.      
    • Vorgehen:

    •                                                               
    • i.     
    • Ermittlung der
    • Haushaltsgröße (nur solche, die laut definierter Grundgesamtheit befragt werden
    • sollen)

    •                                                              
    • ii.     
    • Sortieren der Personen
    • (z.B. Nach Alter)

    •                                                            
    • iii.     
    • Nach der Tabelle muss die
    • in der Sortierung x-te Person bei gegebener Haushaltsgröße befragt 


    • 1  2  3  4  5  6 
    • 1  1  2  4  2  5
  76. Wie lassen sich die Auswahlverfahren in der qualitativen Sozialforschung
    grundsätzlich charakterisieren?
    • a.       Die
    • befragten Personen werden nach vorbestimmten Merkmalsausprägungen in die
    • Stichprobe aufgenommen -> bewusstes Auswahlverfahren
  77. Was wird unter einem theoretischen Sampling verstanden? Nach welchen Kriterien wird
    über die Anzahl der auszuwählenden Elemente entschieden?
    • a.       Entscheidungen
    • über die Auswahl der Untersuchungseinheiten erfolgen im Prozess der
    • Datenerhebung und Auswertung

    • b.       Wie
    • weit führt ein neuer Fall zu neuen Erkenntnissen?

    • c.       
    • Wie weit kann ein neuer Fall einen
    • Beitrag für die zu entwickelnden Theorieleisten? → Auswahl nach theoretischen
    • Kriterien

    • d.       Kontrolle
    • durch die im Entstehen begriffene Theorie

    • e.       Ende
    • bei „theoretischer Sättigung“: ein neuer Fall führt zu keinen neuen
    • Erkenntnissen/Theoriebeiträgen
  78. Welche allgemeinen Kriterien der Fallauswahl existieren in der qualitativen
    Sozialforschung?
    • a.       
    • Theoretisch reichhaltige Fälle

    • b.      
    • Auswahl von den Rändern eines Feldes

    •                                                               
    • i.     
    • Extremfälle, kritische oder abweichende Fälle

    • c.       
    • Auswahl von innen aus dem Feld

    •                                                               
    • i.     
    • Typische, besonders intensive Fälle

    • d.      
    • Auswahl nach der vermuteten Struktur

    •                                                               
    • i.     
    • Maximale Variation im Sample

    •                                                              
    • ii.     
    • Sehr unterschiedliche Fälle

    • e.      
    • Breite der Auswahl

    •                                                               
    • i.     
    • Abbildung der Vielschichtigkeit eines Phänomens durch unterschiedliche
    • Fälle

    • f.        
    • Tiefe der Auswahl

    •                                                               
    • i.     
    •  Intensive Analyse von Teilbereichen eines
    • Phänomens durch einzelne Fälle
  79. Waswird unter einem qualitativen und einem quantitativen Interview verstanden?
  80. 1.      
    Worin
    unterscheiden sich die beiden Formen der Befragung?
  81. Warum möchte man im quantitativen Interview eine möglich konstante Messsituation
    herstellen und mit welchen Mitteln wird diese angestrebt?
    a.       Ziel:


    •                                                               
    • i.     
    • Vergleichbarkeit der Ergebnisse.

    •                                                             
    • ii.     
    • Datenqualität.

    •                                                            
    • iii.     
    • Objektivität.

    • b.       Für
    • alle Befragten soll eine möglichst konstante Messsituation existieren

    • c.       
    • Mittel:

    •                                                               
    • i.     
    •  Festgelegte Fragen und deren Abfolge

    •                                                             
    • ii.     
    •  I.d.R. vorformulierte Antwortkategorien

    •                                                            
    • iii.     
    • Neutralität des Interviewers/der
    • Interviewerin zu Thema und Befragten/Befragter

    •                                                            
    • iv.     
    • Interviewerschulung

    •                                                             
    • v.     
    • Geringe Anzahl von Interviews pro
    • Interviewer

    •                                                            
    • vi.     
    • Kontrolle der Befragungssituation

    •                                                          
    • vii.     
    • Keine Anwesenheit Dritter, keine
    • Unterbrechung

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