Literaturdidaktik - Kapitel 05 - Kompetenzen & literarische Sozialisation

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Author:
Honigbohne
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260540
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Literaturdidaktik - Kapitel 05 - Kompetenzen & literarische Sozialisation
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2014-02-06 07:34:24
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  1. Literarische Sozialisationsforschung
    • Literaturdidaktik für Konzeptoin von schülerorientiertem Unterricht auf literarische Sozialisation angewiesen
    • Herausbildung d. Persönlichkeit in Wechselwirkung mit lit. Kultur
  2. 3 Fragen von besonderer didaktischer Bedeutung
    • 1. typische Verlaufsformen literarischer Sozialisation?: (In welchem Alter werden welche Texte in welcher Weise gelesen?) Welche Lektüre in welcher Altersstufe motivierend?
    • 2. Welche Faktoren spielen für lit. S. große Rolle?: wie kann Unterricht unterschiedliche Lernvorraussetzungen ausgleichen?
    • 3. In welcher Entwicklungsstufe wird welche Teitkompetenz  d. Textverstehens ausgebildet?: In welcher Altersstufe muss Erwerb von Kompetenzen von Schule gefördert werden?
  3. Verlaufsformen literarischer Sozialisation
    • Beginn bereits im Kleinkindalter: durch Medium d. Mündlichkeit an Literatur herangeführt; Intensität für erste literarische Initiation hängt ab von verbaler Interaktion d. Familie -> Verstehenskompetenz entwickeln
    • Entwicklung von Motivation & Kompetenzen zum Lesen: Kompetenz zu Anschlusskommunikation, Wiedererkennung v. Textpassagen, zum ersten Verstehen v. Textelementen; Anfänglich Fiktions-/Realitätsunterscheidung
    • mit lesenlernen neue Phase -> kann positive Auswirkungen haben aber auch zu Krise führen
  4. Verlaufsformen literarischer Sozialisation: Gründe für Krise
    • basale Lesekompetenz (0 Kompetenz zur Identifikation von Lauten, Silben, Wörtern, Sätzen= nicht genügend ausgeprägt -> Lesen zu mühevoll
    • Texte die selbstständig lesbar sind unterfordern literarische Interessen & Kompetenzen
  5. Verlaufsformen literarischer Sozialisation: Grundschule
    • Unterscheidung Fiktion & Wirklichkeit
    • Verstehen von Textelementen
    • Nachvollziehen unterschiedlicher Perspektiven
    • Kompetenzen zum Erkennen v. Textelementen & Deutung werden angelegt
  6. Verlaufsformen literarischer Sozialisation: Pubertät
    • neue problematische Phase
    • Lesekrise -> wirkliches Leben (Beziehungen, Freunde, Liebe) wird wichtiger
    • Textsorten für Alter nich interessant, Anderes noch nicht zugänglich
    • Kompetenzerwerb in Pubertät: 
    •   - Neben Erkennen von Darstellungsformen auch Befragung dieser Funktion für Bedeutungspotential möglich
    •   - Empathie mit nicht eindeutig guten/bösen Figuren
    •   - Eigene Deutung hinterfragen
    •   - Erkennen Unmöglichkeiten eines eindeutigen Verstehens lit. Texte
    • Im Erwachsenenalter oft nach Lesekrise Wenig-/Nicht-Leser
    • Unterschiedliche Lesemodi werden zugänglich in Adoleszenz
  7. Faktoren literarischer Sozialisazion
    • durch persönliche & mehr o. weniger durch Umwelt geprägte Dispositionen bestimmt
    • auch gesellschaftliche Faktoren
    • kulturpolitische Rahmenbedingungen
    • historisch bedingter Begriff d. Lesens
    • Medienangebot
    • intentionale & nicht intentionale Faktoren
    • Geschlecht
    • Elternhaus
    • Peer Groups
    • Schule
  8. Faktoren literarischer Sozialisation: Geschlecht
    • Mädchen lesen quantitativ & qualitativ anders als Jungen
    • Differenz in ausgewählter Literatur: Weiblich: Literarisch; Männlich: Sachtexte
    • kulturell begründete Geschlechtsidentität Einfluss auf geschlechtsspezifisches Leseverhalten
  9. Faktoren literarischer Sozialisation: Elternhaus
    • wichtigster Faktor: Aber Familie bestimmt LS nicht in allen Fällen
    • Lesemotivation & -kompetenz entwickelt sich im Kleinkindalter (Lesevorbild d. Eltern, Verfügbarkeit v. Printmedien & allg. Interaktion wichtig für Motivation
    • kann auch als Faktor der soz. Schicht & ethnischen Herkunft betrachtet werden
    • -> positiv fast nur bei Familien aus Mittelschicht; Familien aus bildungsferner Schicht fehlt; Kinder aus Migrationsfamilien meist keine positiven Voraussetzungen -> Risikogruppe für LS
  10. Faktoren literarischer Sozialisation: Peer Groups
    • Faktor Elternhaus tritt in Pubertät zurück
    • Peer Groups hervor
    • Gleichaltrige haben Einfluss auf Leseverhalten
  11. Faktoren literarischer Sozialisation: Schule
    • Beitrag d. Schule unzureichend erforscht
    • subjektive Einschätzungen von Deutschunterrist in GS positiv, später negativer
    • Literaturunterricht in Sek 1 (v.a. an Hauptschule) demotivierend empfunden (Textauswahl sowie Methoden & Ziele)
    • Literaturunterricht in Oberstufe teilweise sehr anstrengend empfunden, v.a. wenn Literatur im Unterricht gemeinsam erschlossen wird
  12. Verlaufsformen von Kompetenzerwerb
    bei Textauswahl Motivations- & Kompetenzförderung berücksichtigen
  13. Verlaufsformen von Kompetenzerwerb - Richtlinien für Kompetenzerwerb im Unterricht der Grundschule
    • beschränkt sich auf Textwiedergabe
    • SuS können...
    •   - Kompetenzen zum Erkennen von Textelementen und ihren Beziehungen entwickeln
    •   - eigene Handlungsweisen interpretierend ergänzen & Deutungen vom Gesamttext formulieren
    •   - erkennen, dass keine wirklichen Personen & Geschehnisse dargestellt werden (zumindest in fantastischen Fiktionen)
    •   - lit. Texte auf Lebenswirklichkeit beziehen
  14. Verlaufsformen von Kompetenzerwerb - Richtlinien für Kompetenzerwerb im Unterricht der Sek 1
    • SuS sollen alle Teilkompetenzen d. Textverstehens erwerben
    • SuS sollen am Ende der Sek 1...
    •   - Instrumentarium an Kategorien für Analyse von Texten erworben haben & diese anwenden können (Inhalt & Form)
    •   - realistisch fiktionale und nicht fiktionale Texte voneinander unterscheiden & für moralisch nicht eindeutige Figuren Empathie entwickeln
    •   - Texterschließung selbststöndig vornehmen & dabei metastrategisches Wissen nutzen
    •   - Gattungs- & grundlegendes historisches Wissen nutzen
    •   - Interpretationen infrage stellen
    •   - Sichtweisen von Wirklichkeit entfalten, sich aneignen & nutzen
  15. Verlaufsformen von Kompetenzerwerb - Richtlinien für Kompetenzerwerb im Unterricht der Sek 2
    • SuS sollen...
    •   - in Sek 1 erworbene Kompetenzen an komplexeren Texten vertiefen
    •   - Inventar an textanalytischen Kategorien erweitern
    •   - Interpretationskompetenz erweitern -> Anwendung von speziellerem Wissen auf lit. Texte
    • Literaturunterricht muss wissenschaftspropädeutisch angelegt sein
    •   - Versuch nicht nur Text sondern Bedeutungspotenzial zu erschließen
    •   - Reflexion relativer Gültigkeit von textanalytischen Modellen & Verhältnis von objektivem Erkennen & subjektivem Deuten
    •   - Nutzen metakognitives Wissen für Texterschließung

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