GS_SL_Begriffe

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Anonymous
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265859
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GS_SL_Begriffe
Updated:
2014-03-10 19:06:58
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GS SL Begriffe
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  1. Bourgeoisie (von frz. bourgeois = Bürger)
    • Im
    • Marxismus abwertende Bezeichnung für das Besitzbürgertum, das in der kapitalistischen Gesellschaft als die herrschende Klasse angesehen wird, die die Arbeiterklasse unterdrückt
  2. Bürger
    • Im Mittelalter der freie Bewohner einer Stadt, der das Bürgerrecht besaß und oft
    • gegen die Fremdherrschaft von Adel oder Klerus rebellierte. Seit dem 18. Jahrhundert entstand der Begriff des Staatsbürgers, der politisch voll berechtigt ist und an der Herrschaftsausübung
    • beteiligt sein will.
  3. Bürgerliche Gesellschaft
    • Bezeichnung für die Gesellschaft seit dem 19. Jahrhundert, in der das Bürgertum, vor allem das Besitz- und Großbürgertum, zur führenden Schicht geworden war.
    • Die bürgerliche Gesellschaft löste die Feudal- und Adelsgesellschaft ab. Sie entwickelte sich
    • parallel zur Industriellen
    • Revolution und zum liberalen Rechtsstaat.
  4. Feudalismus
    • Ursprünglich
    • Bezeichnung des mittelalterlichen Lehnswesens, dann auch der vorindustriellen

    • Gesellschaft
    • überhaupt. Der Feudalismus basiert auf der Grundherrschaft der Adligen und ihrer Privilegien und Rechte gegenüber den von ihnen abhängigen Leibeigenen,
    • die verpflichtet sind, Frondienste zu leisten. Weitere Kennzeichen des Feudalismus sind die ständische Gliederung der Gesellschaft, eine stark traditionalistische Mentalität und eine damit zusammenhängende geringe Flexibilität
    • und Veränderungsbereitschaft.
  5. Industrielle Revolution
    • Bezeichnung für den durch technologischen Fortschritt ausgelösten Wandel
    • von der vormodernen Agrar- zur Industriegesellschaft. Inzwischen vollzieht sich in den westlichen
    • Gesellschaften der Übergang von der Industriegesellschaft zur postmodernen
    • Dienstleistungsgesellschaft, in
    • der Produktionsabläufe mehr und mehr automatisiert werden. Die industrielle
    • Revolution setzte in England um 1770 ein, in Deutschland ab 1835.
  6. Kapitalismus
    • Wirtschaftsform, die durch die dominierende Rolle des Kapitals und der Profitmaximierung gekennzeichnet ist. Weitere Merkmale des Kapitalismus sind das Privateigentum an
    • Produktionsmitteln (Maschinen, Fabrikanlagen), das Konkurrenzprinzip, die freie Preisbildung nach
    • den Gesetzen von Angebot und Nachfrage sowie die zunehmende Akkumulation von Kapital in der Hand von Einzelnen. Als Gesellschaftsordnung bewirkte der Kapitalismus die Überwindung der
    • Ständegesellschaft und die Herausbildung des Gegensatzes von „Kapitalisten“ und
    • Arbeitern. Frühformen
    • des Kapitalismus entstanden bereits im Spätmittelalter, die sich dann allmählich in Westeuropa durchsetzten. Seit dem 19. Jahrhundert etablierte sich der Kapitalismus im Zuge der Industrialisierung weltweit als bestimmende Wirtschafts- und Gesellschaftsordnung, auch wenn ihm mit dem Sozialismus und der marxistischen Kapitalismuskritik ein ernst zu
    • nehmender Gegner entstand.
  7. Klassenkampf
    • Nach Karl Marx ist alle Geschichte durch unversöhnliche Interessengegensätze zwischen den Besitzenden und den Besitzlosen bestimmt. Eine besondere Zuspitzung erfährt der Klassenkampf demnach im Zeitalter des Kapitalismus, in dem das Proletariat die Herrschaft
    • der Bourgeoisie überwinden werde
  8. Kleinbürger
    • Angehöriger des städtischen Bürgertums, der im Gegensatz zum Großbürger wenig vermögend ist und nur geringen politischen Einfluss hat. Seit dem 19. Jahrhundert wird
    • der Begriff Kleinbürger eher abwertend gebraucht, um eine konservative, auf die Sicherung des erworbenen Status ausgerichtete Lebenshaltung zu bezeichnen („Spießbürger“).
  9. Kommunismus (von lat. = gemeinsam)
    • Bezeichnung für eine Weltanschauung, die eine herrschaftsfreie Gesellschaft, Brüderlichkeit und Gütergemeinschaft sowie eine gemeinschaftliche Verwaltung
    • in Wirtschaft und Gesellschaft bei Aufhebung des Privateigentums anstrebt. Häufig wird
    • der Kommunismus auch als „Sozialismus“ bezeichnet. Innerhalb der marxistischen
    • Terminologie ist Kommunismus allerdings der Endzustand einer klassenlosen Gesellschaft, während unter Sozialismus
    • nur die Vorstufe dorthin verstanden wird
  10. Kommunistisches Manifest
    • Programmschrift
    • unter dem Titel „Manifest der Kommunistischen Partei“, die Karl Marx und
    • Friedrich Engels zu Beginn des Revolutionsjahres 1848 veröffentlichten.
  11. Liberalismus (von. lat. = frei)
    Politische Weltanschauung, die die Sicherung der Freiheit des Einzelnen und seine möglichst wenig eingeschränkte Entfaltung als vorrangig ansieht. Im 19. Jahrhundert forderte der Liberalismus die Abschaffung der Privilegien und eine auf eine Verfassung gegründete rechtsstaatliche Ordnung, die Menschenrechte und Gewaltenteilung verbürgt. Hinsichtlich der Wirtschaftsordnung plädiert der Liberalismus für eine freie Marktwirtschaft und für Freihandel.
  12. Marktwirtschaft
    • Wirtschaftsordnung, in der Umfang und Qualität der Produktion und die Verteilung der Güter über den Markt und die freie Preisbildung erfolgen. Freier Wettbewerb, die Rolle des Staates als Schiedsrichter (und nicht als Unternehmer) und die durchgängige
    • Gültigkeit des Gesetzes von Angebot und Nachfrage sind wesentliche Kennzeichen einer Marktwirtschaft (Gegenbegriffe: Plan-,
    • Zentralverwaltungs- und Lenkungswirtschaft)
  13. Marxismus
    • Bezeichnung für die von Karl Marx und Friedrich Engels begründete materialistische Geschichtsphilosophie und Sichtweise der menschlichen Gesellschaft. Der Marxismus beinhaltet neben
    • einer kritischen Analyse des Kapitalismus und der Industrialisierung die Grundlegung des wissenschaftlichen Sozialismus“, was mit der Hoffnung auf eine zukünftige gerechte kommunistische Gesellschaft
    • verbunden ist. Der damit erhobene Absolutheitsanspruch trägt ideologische Züge,
    • was den Missbrauch des Marxismus im 20. Jahrhundert erleichterte
  14. Nation (lat. = Volk, Volksstamm)
    • Eine soziale und politische Großgruppe, meist ein Volk, das sich durch gemeinsame Sprache und Kultur, Abstammung und Geschichte sowie durch ähnliche Wertvorstellungenvund
    • Verhaltensweisen verbunden fühlt
  15. Nationalstaat
    • Seit
    • der frühen Neuzeit entstanden zunächst in Westeuropa Territorialstaaten, in denen
    • Volk und Staat eine Einheit bildeten. Seit der Französischen Revolution wird die Forderung nach der Bildung von Nationalstaaten weltweit erhoben.
  16. Proletarier (von lat. = Nachkommen)
    • Im
    • alten Rom waren die Proletarier die untere Bevölkerungsschicht, deren
    • einziger Besitz ihre Nachkommen waren. Seit der Industrialisierung bezeichnet
    • man vor allem im Marxismus diejenige Schicht als Proletariat, die weitgehend besitzlos ist und daher gezwungen
    • ist, die eigene Arbeitskraft zu verkaufen, auch wenn die Entlohnung so schlecht ist, dass
    • davon nur das Existenzminimum gesichert werden kann
  17. Restauration
    (von lat. = wiederherstellen):
    • Allgemein Bezeichnung für das Bemühen, vorrevolutionäre Zustände
    • wieder herzustellen, speziell für die Zeit vom Wiener Kongress 1814/15 bis zum Ausbruch
    • der Revolution von 1848/49
  18. Revolution (von lat. = Umwälzung)
    • Bezeichnung
    • für eine tiefgreifende Veränderung, die sich auf alle Lebensbereiche beziehen kann (ndustrielle Revolution; Revolution in den Künsten und Wissenschaften);
    • im Speziellen Bezeichnung für gesellschaftspolitische Umwälzungen, die zu einer fundamentalen Veränderung der Strukturen und der Herrschaftsverhältnisse führen. Revolutionen können auch friedlich erfolgen, oft geschieht der Umsturz allerdings gewaltsam
  19. Sozialismus (von lat. = gemeinsam, gesellschaftlich, verbunden)
    Bezeichnung für die im 19. Jahrhundert entstandenen Ideen und Bewegungen, die das Allgemeinwohl und die sozial Schwachen stärken oder absolut setzen wollen. Dadurch steht der Sozialismus im Gegensatz zum Individualismus des Liberalismus und des Kapitalismus. Die radikale Richtung des Sozialismus fordert eine Revolution und erwartet dadurch eine sozialistische Gesellschaft in Form einer „Diktatur des Proletariats“ (Marxismus); der gemäßigte Sozialismus verfolgt den Weg schrittweiser Reformen
  20. Ständegesellschaft
    • Herrschafts- und Gesellschaftssystem mit klar abgegrenzten Gruppen, von denen
    • einige Stände, in der Regel Adel und Klerus, große Privilegien genießen. Beispiele sind der Feudalismus und das vorrevolutionäre Frankreich des Ancien Régime
  21. Wiener Kongress:
    • Zusammenkunft der europäischen Monarchen und Regierungschefs 1814/15 in
    • Wien zur territorialen Neuordnung Europas nach dem Sturz Napoleons. Unter dem
    • Vorsitz des österreichischen
    • Staatskanzlers Metternich wurde auf dem Wiener Kongress die Friedensordnung der
    • fünf europäischen Großmächte etabliert, die eine lange Phase außenpolitischer Stabilität
    • begründete. Zugleich begann mit dem Wiener Kongress die Epoche der rückwärtsgewandten
    • Restauration

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