Soziologie

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Anonymous
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266401
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Soziologie
Updated:
2014-03-14 07:54:02
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Soziologie Teil Kapitel und
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Soziologie
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  1. Soziale Interaktion
    • Ist ein Geschehen zwischen Menschen, die agieren und
    • wechselseitig aufeinander reagieren, sich gegenseitig beeinflussen und steuern.
  2. Soziale Kommunikation
    • Unter sozialer Kommunikation versteht man die Vermittlung,
    • die Aufnahme und den Austausch von Informationen zwischen zwei oder
    • mehreren Personen.
  3. Soziales Handeln
    • Mit sozialem Handeln ist jedes Verhalten bzw.
    • Handeln von Menschen gemeint, welches in irgendeiner Weise auf das Verhalten
    • von anderen Menschen bezogen ist.
  4. Werte
    • Werte sind in einer Gesellschaft oder in einer
    • ihrer Gruppen vorherrschende Vorstellungen über das Wünschen- und
    • Erstrebenswerte und bilden allgemeine Orientierungsmaßstäbe für das Verhalten
    • von Menschen.
  5. Werte
    • 1. Werte sind Vorstellungen darüber, was eine Gesellschaft für
    • „wünschenswert“ bzw. erstrebenswert hält.
    •        
    • 2.Sie drücken aus, was „sein soll“ und sagen uns, was richtig
    • oder falsch, gut oder schlecht ist.

    • 3.Das grundsätzliche Verhalten der Menschen wird durch die Werte
    • motiviert.
  6. Soziale Normen
    • Soziale Normen sind mehr oder weniger verbindliche
    • Verhaltenvorschriften, die bestimmen, wie die Werte einer Gesellschaft oder
    • Gruppe zu erfüllen und zu befolgen sind und so das Tun und Lassen der
    • Mitglieder dieser Gesellschaft oder Gruppe regulieren.
  7. Arten von Normen
    • Kann-Normen:
    • Bräuche und Gewohnheiten, denen man sich auch entziehen kann.
    • Soll-Normen:
    • z.B. Sitten
    • bestimmte Erwartungen an eine Person, ohne dass diese in Form von Rechtsregeln festgelegt sein müssen

    • Muss-Normen:
    • Gesetze, die man erfüllen muss.
  8. Soziale Rolle
    Das Gesamt an Verhaltenserwartungen, die an eine soziale Position gestellt werden, wird als soziale Rolle bezeichnet.
  9. Intrarollenkonflikt
    • Innerhalb einer sozialen Rolle stehen unterschiedliche
    • Verhaltenserwartungten zueinander in Widerspruch
  10. Rollendruck
    • Von einem Rollendruck spricht man,
    • wenn der Rollenträger die Erwartungen, die an ihn herangetragen werden,
    • zeitweilig oder dauernd als Belastung empfindet.
  11. Interrollenkonflikt
    • Ein Interrollenkonflikt liegt vor,
    • wenn zwischen verschiedenen sozialen Rollen, die eine Person inne hat,
    • unterschiedliche Verhaltenserwartungen zueinander in Widerspruch stehen.
  12. Sozialisation
    Sozialisation bezeichnet das Erlernen des sozialen Verhaltens, den Prozess, in welchem der Mensch in der Gesellschaft bzw. in einer ihrer Gruppen handlungsfähig wird.
  13. soziale Einstellung
    • Als soziale Einstellung wird die
    • Tendenz eines Individuums bezeichnet, ein bestimmtes Objekt positiv oder
    • negativ zu bewerten.
  14. Gewissen
    • Gewissen ist
    • diejenige Instanz, die das menschliche Verhalten hinsichtlich seiner
    • Übereinstimmung mit den Wert- und Normvorstellungen sowie mit den
    • Verhaltenserwartungen einer Gesellschaft bzw. einer ihrer Gruppen gleichsam als
    • „innere Stimme“ reguliert.
  15. Bronfenbrenner unterscheidet fünf ökologischeSysteme:
    • 1. das Mikrosystem
    • 2. das Mesosystem
    • 3. das Chronosystem
    • 4. das Exosystem
    • 5. das Makrosystem
  16. Norm
    • Die Norm ist der Maßstab an dem der einzelne Mensch gemessen wird, Personen werden entsprechend der vorherrschenden Normen
    • bewertet, beurteilt und verglichen.
  17. Soziale Kontrolle
    • Soziale Kontrolle bedeutet die Beaufsichtigung und Überwachung der Einhaltung von sozialen Normen und der Erfüllung von sozialen
    • Rollen.
  18. Interne Kontrolle
    • Interne Kontrolle:
    • meint die Fähigkeit eines Individuums, sich aufgrund verinnerlichter Werte,
    • Normen und Rollenerwartungen selbst zu überwachen. Er bildet so sein Gewissen
    • aus. Er bekommt Schuldgefühle, Gewissensbisse, Scham oder Reue.
  19. Externe Kontrolle
    Externe Kontrolle meint Beaufsichtigung und Überwachung „von außen“.
  20. Die statistische Norm
    Als Verhaltensregel, an der man sich orientier, gilt,  wie sich die meisten Menschen verhalten (statistisch betrachtet)
  21. Externe Kontrolle ist immer dann notwendig, wenn
    • a. innere Kontrolle nicht vorhanden ist oder nicht ausreicht,
    • b. die Vorschriften oder Regelungen der externen Kontrolle nicht auf Akzeptanzstoßen 
    • c. der Anreizwert abweichenden Verhaltens hoch ist.
  22. Sanktionen
    Jede Kontrolle brauch Maßnahme, die dafür sorgen, dass soziale Normen eingehalten und Rollen erfüllt werden. --> Sanktionen!
  23. Innere Sanktionen:
    • sind z.B. Selbstbestrafung bzw. Selbstbelohnung,
    • um eine Reaktion auf ein Verhalten von innen heraus zu bekommen.(ähnlich innerer Kontrolle).
  24. Äußere Sanktionen
    sind Reaktionen, die von außen an das Individuum herangetragen werden.
  25. Formelle Sanktionen
    sind schriftlich festgelegt, geplant und verbindlich.
  26. Informelle Sanktionen
    sind nicht von vornherein festgelegt und verbindlich.
  27. Positive Sanktionen
    • sind Reaktionen auf ein erwünschtes Verhalten, die auf das Individuum eine
    • angenehme Wirkung haben und damit erreichen sollen, dass das erwünschte
    • Verhalten häufig gezeigt wird.
  28. Negative Sanktionen:
    • sind Reaktionen auf unerwünschtes Verhalten, die auf das Individuum eine
    • unangenehme Wirkung haben und damit erreichen sollen, dass das nicht erwünschte
    • Verhalten nicht mehr gezeigt bzw. unterlassen wird.
  29. Konformität bzw. soziale Anpassung
    bezeichnet die Übereinstimung der Einstellungen und des Verhaltens eines Menschen mit den sozialen Normen und Rollen einer Bezugsgruppe bzw. der Gesellschaft, in welcher er lebt.
  30. Konformitätszwang/-druck:
    • Von der Gesellschaft oder einer ihrer Gruppen können ganz bestimmte Zwänge
    • ausgehen, denen sich der Einzelne unterwirft bzw. unterwerfen muss.
  31. Devianz / abweichendes Verhalten
    • Von abweichenden Verhalten bzw. Devianz spricht man, wenn ein Verhalten eines Individuums gegen soziale Normen bzw.
    • Rollenerwartungen verstößt.
  32. Kriminalität
    Kriminalität ist eine bestimmte Form der Devianz und bezeichnet ein Verhalten, das gegen die Strafgesetzt einer Gesellschaft verstößt.
  33. Positive Devianz
    • wenn die Abweichung bei Menschen vorkommt, die die Gesellschaft verändern und
    • zu sozialem Fortschritt führten, z.B. bei Sozialreformern, Entdeckern,
    • Heiligen, u.s.w.
  34. Negative Devianz:
    • wirkt gesellschaftszerstörend, da diese einzelne Individuen beschädigt, ihre
    • Lebensqualität mindert und (auch finanzielle) gesellschaftliche Schäden
    • verursachen.
    • z.B. Steuerhinterziehung, Diebstahl, Körperverletzung, usw.
  35. Die gesellschaftliche Norm
    • Als Verhaltensregel, an der man sich orientiert, gilt, wer den allgemein
    • akzeptierten gesellschaftlichen Regeln und den in der Gesellschaft
    • vorherrschenden Idealvorstellungen entspricht.
  36. Stigmatisierung
    • Stigmatisierung bezeichnet die Zuschreibung
    • negativer Eigenschaften und Verhaltensweisen und die Diskreditierung eines
    • Menschen aufgrund eines bestimmten Merkmals, das dieser zeigt und seine
    • Identität trifft und beschädigt.
  37. Erving Goffman unterscheidet drei Typen von
    Stigma
    • 1. körperliche Deformationen, zu
    • denen auch Körperbehinderung und ein generell „anderes“ Aussehen zählen.
    • 2. Charakterfehler wie Geistesverwirrung, Sucht, Alkohol, sexuelles „Anderssein“ sowie radikales politisches Verhalten.
    • 3. phylogenetische Stigmata von Rasse, Nation oder Religion.
  38. labeling- approach
    • Generalisierung, aus einem Verhalten auf den Charakter schließend.
    • --> führt zur Stigmatisierung.
    • Z.B. wer einmal stielt ist und bleibt ein Dieb, wer einmal lügt, ist und bleibt ein Lügner usw.
  39. Sozialer Konflikt
    bedeutet die Auseinandersetzung zwischen verschiedenen Personen bzw. Personengruppen uns/oder sozialen Gebilden.
  40. Konflikt
    Konflikt ist der Prozess der Auseinandersetzung zwischen miteinander unvereinbaren Motiven, Einstellungen, Interessen oder Handlungen und ihrer Austragung in unterschiedlicher Art und Weise.
  41. Intrapersoneller Konflikt:
    Der Prozess der Auseinandersetzung spielt sich im Inneren einer Person ab.Häufig werden Intrapersonelle Konflikte auch als kognitiver Konflikt oderpsychischer Konflikt bezeichnet.
  42. Sozialer Konflikt (auch interpersoneller Konflikt genannt)
    wenn sich der Konflikt zwischen verschiedenen Personen bzw. Personengruppen und/oder sozialen Gebilden abspielt.
  43. Formen des Konfliktes.
    sie unterscheiden sich nach:
    • Konflikte unterscheiden sich
    •  - nach dem Grad ihrer Intensität
    •  - nach den Mitteln und Formen ihrer     Austragung (z.B. Debatte oder Streik usw.)
    •  - nach typischen Konfliktfeldern (Familie, Schule, Betrieb, Verein, Partei usw.)
  44. Soziologie Ralf Dahrendorf unterscheidet nach dem Kriterium des Umfanges eines sozialen Gebildes vier Arten sozialer Konflikte
    • 1. Konflikt innerhalb und zwischen Personen,
    • bzw. zwischen einzelnen Rollen

    • 2. Konflikte innerhalb und/oder zwischen einzelnen Gruppen bzw.
    • Gruppierungen.
    • z.B. Konflikt zwischen Vorstand und
    • Mitgliedern, zwischen Naturfreunden und Stadtverwaltung usw.

    • 3. Konflikt zwischen Gruppen, die die ganze Gesellschaft erfassen.
    • (z.B. Schlagabtausch zwischen
    • Regierungspartei und Opposition)

    4. Konflikte zwischen Staaten und Gesellschaften.
  45. Manifester Konflikt (nach Dahrendorf):
    • ist die gewollte Auseinandersetzung wischen verschiedenen Personen bzw.
    • Personengruppen und/oder sozialen Gebilden. Z.B. offener Streit zwischen
    • Geschwistern, Krieg zwischen zwei Staaten.
  46. Latenter Konflikt (nach Dahrendorf):
    ist ein unterschwellig vorhandener Konflikt, wird aber nicht offen ausgetragen.
  47. Umgeleiteter Konflikt (nach Dahrendorf):
    die Auseinandersetzung spielt in einem anderen Bereich und in anderen Verhaltensweisen als in den für den Konflikt ursächlichen.
  48. Normenkonflikt: (nach Günter Wiswede)
    • - bei unklaren und fehlende Normen
    • - bei besonders zahlreichen und/oder einschränkenden Normen
    • - bei widersprüchlichen Normen (Normenkonflikt im engeren Sinne).
    •  z.B. bei unterschiedlichen Normen
    • zwischen verschiedenen Kulturkreisen, z.B. Rücksichtsnahme und Wettbewerb
    • stehen als Normen gleichermaßen nebeneinander
  49. Interessenskonflikt (nach Günter Wiswede):
    - bei unterschiedlichen Interessen zwischenverschiedenen Personen bzw. Personengruppen und/oder sozialen Gebilden.Interessenskonflikte unterteilen sich in Zielkonflikte (unterschiedlicheZielvorstellungen) und Verteilungskonflikt (es geht um Anteile an bestimmtenGütern, Ressourcen, verschärft sich wenn Güter und Resourcen knapp sind.
  50. Konfliktprävention:
    hierbei geht es um Möglichkeiten wie das soziale Handeln und das Zusammenwirken von Menschen in sozialen Gebilden gestaltet werden können, um unproduktive und dysfunktionale Konflikte weitgehend zu vermeiden. (z.B. Familienkonferenzen,Kommunikationsstrukturen in Firmen, die allen gleichen Zugang zu Informationen gewähren usw.)
  51. Konfliktstreuerung
    • Hemmung:
    • Die am Konflikt beteiligten Personen verhaltensich zurückhaltend und tung gar
    • nichts, sie wollen den Konflikt nicht wahrhaben, ihm ausweichen, ihn umgeben
    • oder ihn bagatellisieren und verschleiern.
    •        
    • Unterdrückung:
    • Die eine Seite zwingt die andere zur Unterwerfung. Macht oder Gewaltanwendung
    • halten den „Gegner“ in Angst und Abhängigkeit (z.B. Krieg der den Verlierer zur
    • Unterwerfung zwingt).
    •       
    • Unterweisung:
    • Aufgrund von Macht und/oder Zwang ist es möglich, die eine Seite zu zwingen,
    • ihre Ansichten, Einstellungen und dergleichen anzunehmen. (z.B. Schüler erhält
    • Schulstrafe, weil er oft zu spät zum Unterreicht kommt usw.)
    •  
    • Eliminierung:
    • Der „Gegner“ wird ignoriert oder auch gemobbt. Die Eliminierung kann bis zum
    • Ausschluss von Betroffenen aus einem sozialen Gebilde führen. (Guter Schüler
    • wird zum Streber oder Schleimer gestempelt und sozial isoliert).
    •      
    • Bündnis (Allianz):
    • Personen oder Personengruppen in einem sozialen Gebilde suchen andere Personen
    • bzw. Gruppen für ihre Interessen und Ähnliches zu Gewinnen und verbindensich
    • miteinander, um sich durchsetzen zu können und ihr Ziel zu erreichen.
    • (Tarifmitarbeiter streiken gemeinsam, Ärzte schließen sich zusammen um Ziel zu
    • erreichen, usw.)
    •        
    • Abstimmung:
    • Aufgrund eines höheren Abstimmungsergebnisses siegt die Mehrheit und Bestimmt –
    • auch gegen die Einwände der anderen – was getan wird.
    •      
    • Kompromiss:
    • Jede „Partei“ gibt etwas auf, steckt ein wenig zurück und macht
    • Zugeständnisse, sodas sie sich in der Mitte treffen.

    • Integration:
    • Das soziale Gebilde als Ganzes kommt zu einer Lösung,die für jeden am Konflikt Beteiligtenakzeptabel ist. (à konsensorientierte Lösung).Die Integration stellt die reifste Art der Konfliktlösung dar.
  52. Lösung von sozialen Konflikten  „das Harvard- Konzept“ nach Lutz von Rosenstiel:
    • 1. Menschen und Probleme sollen voneinander getrennt werden.Die Konfliktlösung sollte sich
    • tatsächlich am vorliegenden Problem orientieren und nicht auf die Person bzw.
    • Beziehung übertragen werden. -->keine persönlichen Angriffe auf am Konflikt beteiligten.

    • 2. Auf Interessen ist zu achten und nicht auf Positionen. Dabei geht es nicht um Position,
    • die der Einzelne inne hat und die damit verbundene Machtstellung, sondern
    • um die unterschiedlichen Interessen unabhängig von der Position. Z.B.
    • zwei Menschen wollten eine Orange, sie teilen sie in der Mitte. Später stellt sich heraus, die eine wollte nurden Saft, die andere nur die Schale.

    • 3. Entwicklung von Lösungsalternativen zum beiderseitigen Vorteil: Hier geht es um die Lösung eines Konfliktes, die nicht nur einem Teil, sondern von allen an diesem Konflikt
    • Beteiligten akzeptiert werden kann.
  53. Das Harvard- Konzept kann dazu beitragen, dass:
    • 1. dass emotionsbedingte Eskalationen vermieden und viele Lösungsmöglichkeiten   entwickelt werden.
    • 2. dass viele Lösungsmöglichkeiten entwickelt werden.
    • 3. dass ein Konflikt aus verschiedenen Perspektiven betrachtet und gegenseitiges   Verständnis gefördert wird um eine integrative Lösung anzustreben.

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