Soz. Familie

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Author:
berg
ID:
267315
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Soz. Familie
Updated:
2014-03-21 07:56:15
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soz 10
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  1. Ehe
    Ehe bezeichnet eine rechtlich geregelte und staatlich anerkannte Beziehung zwischen zwei gegengeschlechtlichen Menschen.
  2. Partnerschaft
    • Partnerschaft meint länger andauernde emotionale Beziehungen zwischen Menschen, die nicht unbedingt rechtlich geregelt und staatlich anerkannt sein müssen.

  3. Familien-Definition von Rosemarie Nave- Herz
    • Familie kennzeichnet, dass dort Kinder geboren und/oder erzogen werden.
    • In einer Familie leben mindestens zwei Generationen.
    • Bei der Kernfamilie: Eltern und Kinder
    • bei der Mehrgenerationenfamilie kommen Großeltern oder Urgroßeltern hinzu.
    • Die Familiensoziologie spricht von Generationendifferenzierung.
    • Familien sind durch spezifische Rollen gekennzeichnet: Mutter, Vater, Sohn....
    • Es wird eine engere Beziehung, mehr Zusammenarbeit, Zuneigung, Achtung und
    • Solidarität erwartet als in anderen Beziehungen.
  4. Familie
    • Unter einer Familie verstehen wir eine Intimgruppe, bei der Eltern mit ihren Kindern zusammenleben.
    • Sie ist einzigartig in der Bedeutung für das Kind, -->wird als Primärgruppe bezeichnet.
    • Der familiäre Raum ist von der Einmischung von Staat und Kirche geschützt,
    • -->Familie wird auch als Intimgruppe bezeichnet.
  5. Unterscheidung der Familien:
    • durch ihre Entstehung
    • Anzahl der Ehepartner
    • Anzahl der Generationen
    • Lokalitätsregeln
    • geschlechtsspezifische Machtverteilung
  6. Unterscheidung der Familie durch ihre Entstehung
    • Biologische Elternschaft
    • Adoptivfamilie
    • Pflegefamilie
    • Inseminationsfamilie (durch Reproduktionsmedizine)
    • Stieffamilie
    • Patchworkfamilie
  7. Unterscheidung durch die Anzahl der Ehepartner
    • Monogamie
    • Polygamie
  8. Unterscheidung durch die Anzahl der Generationen
    • - Kernfamilie
    • - Ein- Eltern- Familie
    • - Mehrgenerationenfamilie
    • - Großfamilie (mindestens zwei Generationen und Seitenverwandte (Onkel, Tante...)
    • - Joint family (die Kernfamilie von Brüdern bilden eine häusliche und ökonomische Gemeinschaft.
  9. Unterscheidung durch Lokalitätsregeln, d.h. wer die Entscheidung über den Wohnsitz der Familie trifft:
    • Neolokale Familien: Die „neue“ Familie bestimmt selbst
    • ihren Wohnort.

    Patrilokale Familie: der Wohnsitz wird vom Vater bestimmt.

    Matrilokale Familie

    Ambilokale Familie: Das Ehepaar entscheidet, ob es sich am Wohnort der Eltern der Frau oder des Mannes niederlässt.
  10. Unterscheidung nach der geschlechtsspezifischen Machtverteilung
    • Patriarchische Familien
    • Matriarchalische Familien
    • Partnerschaftliche Familien
  11. Verwandtschaft
    • Mit Verwandtschaft bezeichnet man ein Beziehungsnetz von Menschen, welches durch Heirat oder gemeinsame genetische Abstammung (Blutsbande) entstanden ist.
  12. Verwandtschaft
    • -          Bis 1970 galten nichteheliche Kinder juristisch als nicht verwandt mit ihren Vätern
    • -          In manchen Kulturen zählt nur die mütterliche oder väterliche Seite als verwandt.
    • In der Industriegesellschaft hat die Verwandtschaft hauptsächlich unterstützende Funktion. Sie bilden ein Unterstützungsnetzwerk, welches den Austausch von Hilfsquellen zwischen den Mitgliedern eines sozialen Netzwerkes meint, mit dem Ziel der gegenseitigen Aufrechterhaltung oder Verbesserung des Wohlbefindens.
  13. Funktionen der Familie
    • 1. Reproduktion von Mitgliedern
    • 2. Platzierung
    • 3. Haushaltsfunktion
    • 4. Erholungs- und Freizeitfunktion
    • 5. Spannungsausgleichsfunktion
    • 6. Sozialisation des Nachwuchses
  14. Reproduktion von Mitgliedern
    • Familie ist der Ort, andem Kinder geboren und heranwachsen können.
    • Hierzu gehört auch die körperliche und psychische Versorgung und Erziehung.
  15. Plazierung
    • Jeder Mensch nimmt innerhalb der hierarchischen Struktur der Gesellschaft einen Platz ein. Diesen Zuweisungsprozess zu einer gesellschaftlichen Position innerhalb der hierarchischen Struktur einer Gesellschaft bezeichnet man als Platzierung.
    • Lange galt die Herkunft der Eltern als platzierungsbestimmend.
    • Heute haben Familien die Funktion, ihre Kinder so zu erziehen und zu fördern, dass sie gute Bildungschancen haben und leistungsfähige Mitglieder der Gesellschaft werden.

  16. Haushaltsfunktion
    • Die Familie bildet eine Wohn- und Haushaltsgemeinschaft. Ihre Mitglieder stellen ihr Einkommen gemeinschaftlich zur Verfügung.
    • In früheren Zeiten bildete die Familie eine eigene Wirtschaftseinheit, welche die für ihren Lebensunterhalt erforderlichen Güter selbst produzierte.
  17. Erholungs- und Freizeitfunktion der Familie
    • Zwei Entwicklungen haben zur Freizeitfunktion von Familie geführt:
    • a. die Zunahme an Freizeit,
    • b. die Zunahme des Bedürfnisses, diese freie Zeit mit der Familie zu verbringen.
    • Die Arbeitszeit ist heute im Durchschnitt 8h/Tag, damit verbunden ist die Erwartung, dass die Familie einen Ausgleich zur zweckorientierten Schul- und Arbeitswelt schafft.

  18. Spannungsausgleichsfunktion der Familie
    • Von Partnerschaft und Familie wird sowohl von der Gesellschaft, als auch von den einzelnen Mitgliedern erwartet, dass sie einen Ausgleich bietet zu den Konflikten, Spannungen und Abwertungen am Schul- und Arbeitsplatz.
    • Obwohl die durchschnittliche Arbeitszeit gesunken ist, wuchs der Leistungsdruck.
    • Im Gegensatz zu Schule, Beruf und Öffentlichkeit bietet die Familie die Möglichkeit, Gefühle zu zeigen und auszuleben sowie sich selbst zu entfalten.
    • --> sie bildet ein Gegengewicht zum Leben außerhalb von ihr.
  19. Sozialisationsfunktion des Nachwuchses
    • Die zentrale Funktion der Familie ist die Sozialisation der Familie.
    • Die Familie ist der erste Ort, an dem der einzelne das soziale Verhalten erlernt und in der Gesellschaft bzw. in einer ihrer Gruppen handlungsfähig gemacht wird.
    • Die Familie leistet die primäre Sozialisation: Werte, Normen, Einstellungen und Verhaltenserwartungen werden dabei angelegt.
  20. Warum hat die familiäre Sozialisation eine Herausragende Bedeutung?
    • da sie von den ersten Lebensmomenten an erfolgt und Einflüsse in den ersten Lebensjahren am nachhaltigsten wirken
    • da die Zugehörigkeit zu einer Familie eine lange Zeit umfasst und
    • da sie auf die Entewicklung der gesamten Persönlichkeit am intensivsten wirkt.
  21. Was können Kinder durch die Sozialisation in der Familie lernen? (Humanvermögen)
    • Soziale Kompetenzen,wie Einfühlungsvermögen, Beziehungsfähigkeit, Konfliktfähigkeit..

    Lern- und Leistungsbereitschaft,wie Arbeitsmotivation, Fleiß, Neugierde, Experimentierfreude, Ausdauer, Frustrationstoleranz,

    Kulturelle Kompetenzen,wie Bewältigung des Alltagslebens, Fähigkeit am kulturellen Leben teilzunehmen und Beiträge zu leisten.

    Die Übernahme sozial anerkannter Ziele, Werte und Einstellungen

    • Die Entwicklung der Persönlichkeit


  22. Warum sind Sozialisationsaufgaben für die Eltern heute schwieriger geworden?
    • Die Aufgabe ist auf die Kernfamilie zentriert. Bei Berufstätigkeit beider Eltern, Krankheit oder Krisen sind die Eltern oft auf sich alleine gestellt.
    • Durch den allgemeinen Wissenszuwachs sind die Anforderungen an Eltern höher und differenzierter geworden. Es gilt das Ideal der optimalen Förderung von Gesundheit, Sport, Kreativität, Schulleistungen und sozialer Kompetenz.

    Einflüsse von außen wie z.B. durch Medien und Werbung sind mächtiger geworden und machen es Eltern scher mit ihren Zielvorstellungen durchzudringen.

  23. Funktionsverlust der heutigen Familie
    • Durch den Bedeutungsverlust der Kirchen kann es sein, dass Familien wieder zunehmend Ritualfunktion übernimmt.(z.B. bei nichtkirchlichen Bestattungen.

    Durch die Stärkung des Staates, wurde die Verurteilung von Gesetzesverstößen (Gerichtsfunktion) vom Staat übernommen. Früher hatte die Verwandtschaftsverband die Funktion der Gerichtsbarkeit (Blutrache usw.)

    • Die Industrialisierung hat eine Funktionsentlastung von Familie bewirkt.
    • Die Herstellung von Gütern und Leistungen, die das Überleben sicherten oblag früher bei den Familien.
    • --> Produktionsfunktion der Familie

    • Der Arbeitsplatz war gleichzeitig die Wohnstätte, der Arbeitgeber der Vater. Die Familie hatte die Ausbildungsfunktion. Erziehung und Ausbildung geschah durch das Zusammenleben mit Erwachsenen in der Familie.
    • -->Durch die Industrialisierung wurden diese Aufgaben weitgehend von Staat und Wirtschaft übernommen.
  24. Kennzeichen der vorindustriellen Familie
    • Ehe und Familie hatten einen instrumentellen Charakter. Wesentlich war die Weitervererbung des Vermögens und die Versorgung im Alter und bei Krankheit.

    Zwischen Eltern und Kindern bestand eine distanzierte, wenig gefühlsbetonte Beziehung ( Ursache: hohe Kindersterblichkeit, Müttersterblichkeit bei der Geburt.)

    Kinder wurden in erster Linie als Arbeitskräfte gesehen.

    Man lebte und arbeitete in Allzweckräumen. Keine Trennung zwischen Familie und familienfremden Personen, z.B. Magd usw. --> kaum Intimität

    • Frauen und Männern konnten erst in relativ hohem Alter heiraten, brauchten eine Heiratserlaubnis. Diese gab es aber nur wenn genug Geld für eigenen Hausstand da war.
  25. die bürgerliche Familie
    • Hier trennte sich der Familienbereich vom Erwerbsleben.
    •  Das Haus verlor den Charakter eines öffentlichen Ortes, innerhalb des Hauses gab es spezialisierte Räume für Besuch.
    • Vertrautheit innerhalb der Familie wurde zu einem wichtigen Wert.
    • Die Rolle der Frau veränderte sich.
    • Männer und Frauen wurden als unterschiedlich betrachtet und als sich ergänzendes Ganzes. --> Familientheorem der Geschlechter.
    • Kindern wurde eine eigene Entwicklungsphase zugestanden (Kinderkleidung, Kinderspielzeug wurden erstmals hergestellt).
    • Kinder wurden emotional wichtiger, die Beziehung zu den Eltern intensivierte sich.
    • Die Beziehungen innerhalb der Familie wurden intimer und gefühlsbetonter.
    • Verliebtheit und Liebe wurde das entscheidende Motiv zur Eheschließung. --> Ideal der romantischen Liebe.
    • Die machtverteilung war patriarchalisch und neolokal.
    • Es gab eine mittlere Geburtenrate und niedrigere Kindersterblichkeit.
  26. Die proletarische Familie
    • Familienform: Kernfamilie
    • Partnerwahl war weitgehend frei.
    • Arbeitsteilung: alle sorgten gezwungenermaßen für den Lebensunterhalt.
    • Machtverteilung: eher gleichberechtigt und neolokal.
    • Kinder: mittlere Geburtenrate, aber hohe Kindersterblichkeit.
    • Wohnraum: Trennung von Arbeit und Familie.
  27. Ursachen und Folgen des Familienwandels:
    • Bildungsbereich:
    • Veränderungen:
    • Bildungschancen von allen Kindern sollten erhöht werden. Ziel war die Chancengleichheit.
    • Folgen:
    • Schul- und Ausbildungsphase ging weit über das Jugendalter hinaus.
    • Viele Erwachsene besaßen höhere Bildung als ihre Eltern.
    • --> Sie verlassen somit sowohl sozial als auch regional ihr Herkunftsmilieu.
    • Selbstverständnis der Frau:
    • Veränderung:
    • Einen Beruf zu erlernen und berufstätig zu sein , wird für viele Frauen selbstverständlich.
    • Folgen:
    • Vereinbarkeit von Familie und Beruf wird zum zentralen Thema der Frauen.
    • Sie dringen auf partnerschaftliche Aufgabenverteilung.
    • --> patriarchalisch geprägte Familienstruktur löst sich auf.
    • Entwicklung zuverlässiger Verhütungsmethoden:
    • Veränderung:
    • Frauen haben die Kontrolle, ob sie schwanger werden und wieviel Kinder sie haben wollen.
    • Folgen:
    • Empfängnisverhütung ermöglicht Berufs- und Lebensplanung.
    • --> starker Rückgang der Geburtenrate.
    • Erhöhung der durchschnittlichen Lebensdauer
    • Veränderung:
    • Durch medizinische Fortschritte und bessere Lebensbedingungen erhöht sich die Lebensdauer.
    • Folgen:
    • Die Familienphase nimmt nur noch ein viertel des gesamten Lebens ein (früher die Hälfte).
    • --> Partnerschaft und Beruf wachsen an Bedeutung.
    • Umstrukturierung der Arbeitswelt:
    • Veränderung:
    • Anpassung an raschen technologischen Wandel und ständige Weiterqualifizierung.
    • Durch Globalisierung und Stagnation des Wirtschaftswachstums werden Arbeitsplätze unsicherer. ---> gibt oft nur kurzfristige oder befristete Arbeitsverträge.
    • Folgen:
    • Familiengründung findet später statt.
    • Wiedereinstig in den Beruf nach der Familienphase ist durch die Arbeitsmarktsituation schwieriger.
    • à Existentielle Verunsicherung von Familien und Paaren in der Familiengründungsphase.
    • Liberalisierung der soziokulturellen Normen/Abnahme der sozialen Kontrolle:
    • Veränderung:
    • Menschen können ihre Lebensform und ihre Partner frei wählen.
    • Sie können ihre Rollen individueller ausgestaltenund Sexualität frei leben.
    • Folgen:
    • Vorher stigmatisierte Lebensformen werden mehr akzeptiert (nichteheliche Kinder, Homosexualität, nichteheliche Partnerschaft usw.)
    • --> Lebensformen wie Alleinerziehende, Singles, Patchworkfamilien, getrennt lebende Familien vermehren sich.
    • Wandel in den Werten und Einstellungen:
    • Veränderung:
    • Das persönliche Glück zählt mehr als die Erfüllung der vonder Gesellschaft zugewiesenen Pflichten.
    • --> Selbstentfaltung, Unabhängigkeit und Freiheit werden zu zentralen Werten.#
    • Folgen:
    • Durch zunehmende Individualisierung lösten sich traditionelle Bindungen auf.
    • Verunsicherung über eigene Identität und eigene Lebensentwürfen nimmt zu, da Freiheit auch überfordern kann.
  28. Definition Lebensform
    • Unter Lebensformen versteht die Soziologie die verschiedenen Muster des Zusammenlebens im privaten Lebensbereich.
  29. Welche Lebensformen findet man heute?
    • a. Alleinstehende/Singles, vor allem jüngere Erwachsene und ältere Hinterbliebene.
    • b. Zwei Menschen leben als Partner zusammen.(uneheliche Lebensgemeinschaft,
    • homosexuelle Lebensgemeinschaften.)
    • c. Familie
    • d. Kollektive Lebensformen z.B. Wohngemeinschaften, Heime oder Ähnliches.
    • Dabei zeigensich in West- und Ostdeutschland Unterschiede:
    • In Ostdeutschland leben Menschen seltener allein und haben mehr Kinder.
    • Es gibt mehr Familien mit alleinerziehenden Elternteilen oder unverheirateten Eltern.
    • Bei allen Paarkonstellationen besteht freie Partnerwahl, welche durch das Inzestverbot eingeschränkt ist
  30. Def. nichteheliche Lebensgemeinschaft
    • Von einer nichtehelichen Lebensgemeinschaft spricht man, wenn ein heterosexuelles Paar unverheiratet in einem gemeinsamen Haushalt zusammenlebt.
  31. Beziehungen zu den eigenen Kindern heute:
    • Kinder werden heute ausschließlich um ihrer selbst willen und/oder zur eigenen psychischen Bereicherung gewünscht und geplant.
    • Neben der Partnerschaft sind Kinder zu Sinnstiftern geworden.
    • Das Verhältnis zwischen Kindern und Eltern ist freiheitlicher, gefühlvoller und partnerschaftlicher geworden.
    • Es wird weniger die Anpassung an gesellschaftliche Normen und Leistungsansprüchen erwartet, als eher die Selbstbestimmung und Orientierung an eigenen Werten und Vorstellungen.
  32. Probleme der Familie ergeben sich heute aufgrund:
    • des familiären Zusammenlebens,
    • der Unvollständigkeit der Familie,
    • der Berufstätigkeit beider Elternteile,
    • der Kinderlosigkeit der Familien,
    • der Trennung bzw. Scheidung der Eltern.
  33. Probleme des familiären Zusammenlebens heute:
    • a. Autoritäts- und Generationskonflikte Der zunehmende Wunsch des Jugendlichen nach Unabhängigkeit wird von vielen Eltern als Ablehnung missverstanden.
    • b. Ablösung des Jugendlichen von seinen Eltern Unterschiedliche Ansichten und Verhaltensweisen wie Freundschaft mit Andersgeschlechtlichen, Ausgang, Leistung rufen oft Konflikte hervor.
    • c. gestörte Beziehungen in der Familie Zerrüttete Verhältnisse und ständiger Streit erzeugen beim Kind innere Spannungen, die eine schwere emotionale Belastung darstellen können.
    • Psychische Störungen sind oft eine unausweichliche Form der Spannungsentladung. Zu gravierenden Folgen führt die zum Teil in Familien stattfindende Gewalt.
    • d. disharmonisches Familienklima
    • e. Gewalt in der Familie, Vernachlässigung Opfer von Vernachlässigung sind vor allem Kinder und alte Menschen. Den Kindern fehlt oft die Wärme und Geborgenheit. Sie sind emotional auf sich selbst gestellt, obwohl sie dazu noch gar nicht in der Lage sind.
    • f. außergewöhnliche Belastungen außergewöhnliche Belastungen druch Krankheit oder Tod eines Familienmitglieds sowie durch soziale und/oder wirtschaftliche Nöte können sich dramatisch auf das Familienleben auswirken.
  34. Probleme bezüglich der Unvollständigkeit der Familie:
    • Das wesentliche Problem Alleinerziehender ist in erster Linie die häufig mangelhafte wirtschaftliche Absicherung und daraus resultierend finanzielle Probleme.
    • Das Bild einer Ein-Eltern-Familie stimmt nicht mit dem überein, was gesellschaftlichen Erwartungen entspricht.
    • --> soziale Isolierung von Ein-Eltern-Familien.
  35. Probleme bezüglich Beruf und Familie:
    • Vor allem in Großstädten ist es Familien oft unmöglich vom Einkommen nur eines Elternteils zu leben.
    • Außerdem ist der Wunsch der Frau nach Selbstverwirklichung außerhalb der Familie, sowie Anerkennung, Unabhängigkeit und Wohlstand ursächlich für die Berufstätigkeit beider Ehepartner.
    • Berufstätigkeit beider Elternteile entspricht heute den Anforderungender modernen Industriegesellschaft.
  36. Probleme bezüglich der Kinderlosigkeit
    • Wegen der Berufsausbildung und –laufbahn wird der Kinderwunsch auf später verschoben. -->Folgen können ungewollte Kinderlosigkeit sein.
    • Hochqualifizierte Frauen verzichten auf Kinder, weil sie Beruf und Mutterrolle als unvereinbar erleben.
    • Paare mit relativ niedrigem Einkommen entscheiden sich oft gegen Kinder, weil aufgrund der hohen Kinderkosten Verarmung befürchtet wird.
    • Es fehlt der /die „richtige“ Partner/in zur Familiengründung.
  37. Definition Trennung:
    Trennung liegt vor, wenn die Ehe- oder Lebenspartner ihre emotionale Bindung auflösen und (wieder) in getrennten Haushalten wohnen.
  38. Def. Scheidung:
    • Scheidung bedeutet die rechtliche Auflösung einer staatlich geschlossenen Beziehung zwischen zwei gegengeschlechtlichen Menschen.
  39. Gründe für Trennung oder Scheidung:
    • Untreue und Ichbezogenheit des Partners

    Einengung der persönlichen Entwicklung,

    kaum gemeinsame Interessen,

    Uneinigkeit über die Erziehung der Kinder,

    Bevorzugung des Kindes/der Kinder gegenüber dem Partner,

    Doppelbelastung durch Familie und Beruf.

    die ungleiche innerfamiliäre Arbeitsteilung – Hauptteil liegt bei den Müttern.

    • die ausschließliche Begründung der Ehe als eine Liebesbeziehung. Da die Ehe
    • meist ausschließlich aus Liebe geschlossen
    • wird, gibt es dann keinen Grund mehr zusammenzubleiben.

    das geänderte Verständnis von Selbstverwirklichung und Emanzipation.

    Trennung und Scheidung findet auch schneller statt, da sie gesellschaftlich als Konfliktlösung akzeptiert ist.

    • Trennung und Scheidung sind für die sich trennenden Partner und für die Kinder ein einschneidendes Lebensereignis, verbunden mit hoher emotionaler Belastung.
    • Sie führt zu kurz- oder auch längerfristigen Auswirkungen.

    Wenn Kinder in den Paarkonflikt einbezogen werden, kann dies zu akute Krisensituationen führen.


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