Jugendsoz.

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Author:
berg
ID:
267662
Filename:
Jugendsoz.
Updated:
2014-03-24 08:52:58
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Soz
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  1. Def. Jugend
    •   Jugend bezeichnet die Phase des Übergangs, in welchem der Jugendliche nicht mehr die Rolle des Kindes und noch nicht die des Erwachsenen innehat.
  2. Der Begriff „Jugend“ setzt sich aus unterschiedlichen Teilaspekten zusammen.
    • 1. Jugend stellt eine Altersphase im Leben eines jeden Menschen dar, die in etwa mit dem Einsetzen der Pubertät beginnt und mit dem Eintritt in das Erwachsenenalter endet.
    • 2. Jugend ist die Bezeichnung für eine Altersgruppe zwischen 12 und 25 Jahren.
    • 3. Jugend ist der Lebensabschnitt, indem der Mensch die Fähigkeiten erwirbt, selbstständig und eigenverantwortlich zu handeln.
    • 4. Jugendkultur meint ein eigenständiges Lebensgefühl, das sich in bestimmten, jugendtypischen Werthaltungen ausdrückt. Man spricht auch von Teil- oder Subkultur.
    • 5. Jugend meint die Umschreibung eines Wertbegriffes. Jugendlichkeit ist für viele Altersgruppe ein Ideal, dem sie auch nach der „Jugend“ entsprechen wollen.
  3. Entwicklungsaufgaben, die die zentralen Anpassungsleistungen des Jugendlichen beschreiben, sind:
    • 1 Akzeptieren der „neuen“ körperlichen Gestalt. Die Beschäftigung mit dem eigenen Aussehen und den Veränderungen des Körpers ist ein Kennzeichen des Jugendalter. 2. Ausgestaltung der Geschlechterrolle Zur Selbstfindung des Jugendlichen trägt der Erwerb der männlichen oder weiblichen Rolle bei, er muss eine persönliche Lösung für das Ausgestalten seiner Geschlechterrolle finden.
    • 3. Aufbau von sozialer Kompetenz Die verantwortungsvolle Beziehungen zu Gleichaltrigen und erwachsenen werden in immer wichtiger. Die Gruppe der Gleichaltrigen (Peergroup) wird besonders wichtig. Der Jugendliche verhält sich zunehmend verantwortungsbewusster, das andere Geschlecht gewinnt an Bedeutung.
    • 4. Vorbereitung des beruflichen Werdegangs Berufsfindung und Lebensziele werden wichtiger. Entscheidungen werden gefällt und mit Eltern, Freunden, Bekannte, Lehrern u.A. besprochen.
    • 5. Vorbereitung auf die Gründung einer Familie
    • 6. Emotionale Ablösung von der Herkunftsfamilie Die Lösung von der Ursprungsfamilie sit eine notwendige Entwicklungsaufgabe, um ein eigenes „Weltbild“ zu entwickeln. Die gelebten Werte und Vorbilder werden nicht mehr durch die Eltern gestellt, sondern selbst ausgesucht.Wichtige Schritte hierbei:
    • - Aufbau von Partnerschaften zum anderen oder eigenen Geschlecht.
    • - räumliche Trennung vom Elternhaus
    • - eine gewisse ökonomische Unabhängigkeit, damit die Loslösung funktioniert.
    • 7. Erreichen eines eigenverantwortlichen Verhaltens In Auseinandersetzung mit der Erwachsenenwelt muss der Jugendliche seine eigenen Überzeugungen und Einstellungen finden. In radikalen und idealistischen Reflexion darüber gelangt er zu eigenem und selbstbestimmtem Handeln.
    • 8. Schaffung eines eigenen Wertesystems Die Werteorientierung findet inder Auseinandersetzung mit der Erwachsenenwelt statt. Religiöse, moralische und politische Orientierung geschieht in immer stärkerem Maße nicht mehr durch die Eltern, sondern wird vom Jugendlichen selbst definiert. Aus soziologischer Sicht wird der Heranwachsende zum politischen Bürger.
    • --> Suche nach Identität!!!
  4. Def. Individuation
    • Unter Individuation versteht man die Entwicklung des jungen Menschen zu einer unverwechselbaren Persönlichkeit mit einer einmaligen Struktur, die es ihm ermöglicht, sich aktiv und autonom mit sich und seiner Umwelt auseinander zu setzen.

    • Mit dem Prozess der Individuation eng verbunden ist die Entwicklung einer eigenen Identität, sie wird zur zentralen Aufgabe.
  5. Def. Identität
    • Unter Identität versteht man das, was jemand wirklich ist.
  6. Merkmale die Identität kennzeichnen:
    • die Person, für die man sich selbst hält --> Wer bin ich?
    • - die Person, die man gerne sein und werden möchte,--> Wer möchte ich sein?
    • - die Person, wie sie zu werden glaubt, --> Wie glaube ich, dass ich werde?
    • - die Person, für die einen andere halten, --> Für wen hält man mich?
    • - die Person, wie andere sie selbst haben möchten.-->Wie möchten mich andere haben?
  7. Lebensbereiche oder gesellschaftliche Grundgebilde, die für Jugendliche maßgeblich zur Bewältigung von Entwicklungsaufgaben beitragen:
    • 1. Die Familie
    • 2. Die Schule
    • 3. Ausbildung und Beruf
    • 4. Die Gruppe der Gleichaltrigen (Peergroup)
    • 5. Die (Massen-)Medien
  8. Sozialisation des Jugendlichen in der Herkunftsfamilie:
    • Trotz der oftmals beobachtbaren und demonstrativen Distanzierung von den eigenen Eltern ist die Herkunftsfamilie auch für die Jugendlichen die bedeutsamste Sozialisationsinstanz.

    Kinder und Jugendliche erleben hier wie stabil oder instabil eine Paarbeziehung und eine Familie sein könne.

    Sie erleben die (Veränderung der) Vater- und Mutter-Rolle

    Kinder und Jugendliche übernehmen Werte und Normen für ihr eigenes späteres Leben von ihren Eltern.

    Sie erleben und übernehmen oftmals bei den Eltern erlebte Erziehungsstile.

    Sie übernehmen das im Elternhausübliche Sprachniveau und die Art und Weise, wie sich die Familienmitglieder bei Konflikten verhalten.

    • Einstellungen der Eltern zu Religion, Kultur und Gesellschaft, zu politischen Parteien und zur Politik werden modellhaft vorgelebt und häufig übernommen.
  9. Aufgaben der Schule als Sozialisationsinstanz:
    • Übernahme von Werten und Normen (Vermittlung von Sozialkompetenz)
    • Schule vermittelt einen Konsens von Grundwerten, die in einer pluralistischen Gesellschaft mit einer Vielzahl von unterschiedlichen Milieus, Religionen und Lebenslagen von Familien nicht mehr ausreichend erfüllt werden können.
    • Einübung von Anpassungsbereitschaft und –fähigkeit Schule erwartet von den Schülern Anpassungsbereitschaft und –fähigkeit an vorgegebene Arbeits- und Lernbedingungen.
       
    • Förderung der Fähigkeit zur Selbstorganisation

    • Vermittlung von Sachkompetenz In der Schule werden im Bereich Sachkompetenz intellektuelle Fähigkeiten für einzelne Fachgebiete vermittelt, die der Schüler in seinem späteren Beruf und Leben benötigt. Schule vermittelt wichtige Bildungs- und Qualifikationsinhalte.
       
    • Platzierung des Individuums in der gesellschaftlichen Hierarchie.
    • Schulischer Erfolg bzw. Misserfolg bestimmen das berufliche Fortkommen, den Zugang zu gesellschaftlichen Positionen und letztlich die Platzierung des Individuums in der gesellschaftlichen Hierarchie.

    • --> Schule besitzt eine Auslesefunktion.
    •  
  10. Ausbildung und Beruf als Sozialisationsinstanz
    • Neben den individuellen Neigungen des Jugendlichen spielen die Überlegungen der Eltern, die Einflüsse der Clique, der Lehrer und der Verwandten eine zentrale Rolle.
    •  Wahl des Ausbildungsplatzes ist aber auch durch den Ausbildungsplatzmangel eingeschränkt.
    • In dem Maße, in dem Jugendliche einer geregelten Arbeit nachgehen, übernehmen sie Werte und Normen ihrer Ausbildungsstelle und des Betriebs.
  11. Die eigene Peergroup (Gruppe der Gleichaltrigen) als Sozialisationsinstanz:
    • Je stärker die Hinwendung zu den Gleichaltrigen (peergroup) geschieht, desto stärker wird die eigene Familie in den Hintergrund gedrängt.
    • Mit dem Älterwerden des Kindes werden Freunde in zunehmendem Maße wichtig.
    • Die Peergroup erfüllt wichtige Funktionen für die Sozialisation des Jugendlichen.
    • Innerhalb der eigenen Peergroup kann man soziale Verhaltensweisen ausprobieren und testen, ohne sofort gesellschaftliche Sanktionen zu erleiden.
    • Die Gruppe der Gleichaltrigen erfüllt somit auch eine Art Schutzfunktion.
    • Hier werden „Gefühls- und Handlungsstrukturen“ ausgeprägt, die das einüben sozialer Spielregeln erleichtern.
    • Peergroups agieren im Freizeitbereich und wirken auf das Konsumverhalten der Jugendlichen.
    • Während Kinder nicht auf die soziale Herkunft achten, ist diese bei Jugendlichen wieder relevant, hier kommen die Normen und Werte der Herkunftsfamilie erneut zum Tragen und werden reproduziert.
    • Die Peergroup kann aber auch in Konkurrenz zur Herkunftsfamilie treten und Spannungen verursachen.
    • Weichen die Vorstellungen einer Peergroup zu sehr von „gängigen“ Gesellschaftsnormen ab, dann spricht man von Jugendkultur und Subkultur.
  12. Def. Jugendkultur
    Unter Jugendkultur versteht man ein eigenständiges Lebensgefühl, das mit bestimmten Werthaltungen verbunden ist.

  13. Def. Subkultur
    • Unter Subkultur sind in erster Linie Haltungen und Einstellungen gemeint, die von der gängigen Kultur abweichen und die eine Gegenposition zur Gesamtgesellschaft einnehmen.

    In Subkulturen sind einheitliche Kleidung und einheitliches Auftreten Merkmale, die den Zusammenhalt der Gruppe fördern.


  14. Medien als Sozialisationsinstanz
    •   „Klassische“ Medien wie Bücher und Zeitschriften weden von etwa 50% aller Jugendlichen regelmäßig konsumiert, allerdings mit abnehmender Tendenz zugunsten von auditiven neuen Medien

    Jugendliche verbringen einen Grossteil der Freizeit mit der Nutzung moderner Medien, -->es findet eine Kommerzialisierung der Freizeit statt.

    Kleidung, Musik, Handys usw. werden von der Wirtschaft medial beworben und sind für Jugendliche häufig Statussymbole.

    Vor allem audiovisuelle Massenmedien sind eine wichtige Sozialisationsinstanz für Jugendliche geworden.

    Medien sozialisieren häufig indirekt, in dem Jugendlichen dort Modelle vorgeführt werden, die als Vorbild für eigenes Verhalten gelten können(z.B. daily soaps usw.

    Computer und Internet ermöglichen einen Zugang zu Informationen über relevante Themen einer Gesellschaft. à sie erlangen Wissen und Information.

    • Für Jugendliche ist es daher bedeutsam zu lernen, wie man differenziert und welche Informationen wichtiger als andere sind.
  15. Wertetypen bei Jugendlichen (nach Shellstudie 2002)
    • 1. Selbstbewusste Macher sind Jugendliche, bei denen sich neue und alte Werte verbinden und nebeneinander existieren.
    • 2. pragmatische Idealisten Obwohl ähnliche Werte wie bei Machern vorhanden sind, steht soziales Engagement deutlich vor hohem Lebensstandard.
    • 3. zögerliche Unauffällige Diese Jugendlichen haben wenig Erfolg in Schule und Ausbildung, wollen aber trotzdem einen gewissen Lebensstandard und Macht erreichen.
    • 4. robuste Materialisten. Sie wollen Macht und Einfluss mit Lebensstandard und Genuss verbinden. Sie haben aber schwächen bei ihren sozialen und leistungsmäßigen Kompetenzen, sodass die angestrebten Positionen nicht erreicht werden könne.
  16. Sozial abweichendes Verhalten Jugendlicher
    • Im Verlauf der Entwicklung vom Kind zum Jugendlichen zum jungen Erwachsenen ist eine ganze Reihe von gewollten Regelverletzungen und Normbrüchen typisch im Verhalten.

    Zur Jugendphase gehört das Ausprobieren und Testen von Handlungen und Verhaltensweisen, um die eigene Position in der Gesellschaft zu finden, aber auch um Grenzen zu erleben.

    Für viele Jugendliche ist die Regelübertretung und das Nichteinhalten von bestimmten Normen, Werten oder Gebräuchen ein bewusstes Lösen von gesellschaftlichen Zwängen oder eine Form des Protestes gegen diese.

    •  
  17. Def. Drogen
    • Unter Drogen werden alle Stoffe verstanden, die über das Zentralnervensystem die Wahrnehmung, das Denken, Fühlen und Verhalten einer Person direkt beeinflussen
  18. Jugendliche und Drogen:
    • Der Gebrauch von Drogen stellt eine Form von „ausweichendem Problemverhalten dar.
    • Drogenkonsum ist ein Problem, welches bei Jugendlichen aller sozialen Schichten vorkommt.
    • Die Ursache liegt demzufolge in einer gefühlsmäßig unsicheren, gleichzeitig aber erlebnishungrigen Stimmungslage.
    •  
    • Tabak und Alkohol: Ängstliche, verschlossene, sensitive und leicht verletzliche Persönlichkeiten mit einer geringen Frustrationstoleranz gehören überdurchschnittlich häufig zu den unkontrolliert konsumorientierten Alkoholkonsumenten.

    • Jugendliche alkoholkranker Eltern besitzen ein erhöhtes Risiko an Alkoholsucht zu erkranken.
    •  
    • Medikamente
    • Jugendliche greifen oft selbst oder mithilfe der Eltern zu Arzneimitteln, um Beeinträchtigungen der Gesundheit in den Griff zu bekommen.

    • Ziel ist meinst die Erhaltung der Leistungsfähigkeit (wichtiger Wert in der Gesellschaft)
    • Die Gefahr der Abhängigkeit in körperlicher wie in psychischer Form ist sehr hoch.

    Illegale Drogen Marihuana, Haschisch, Ecstasy, Heroin ,LSD oder Kokain.

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