Arbeitswissenschaften - Kapitel 4

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Anonymous
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268185
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Arbeitswissenschaften - Kapitel 4
Updated:
2014-03-31 11:39:47
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Kapitel 4, Arbeitswissenschaften
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  1. Was ist der Unterschied zwischen Über- und Unterforderung?
    In AWI-Buch Nachlesen!!!

    Es gibt einen Zwischenbereich, in dem die Leistung linear mit den Anforderungen steigt. Bei sehr hohen Anforderungen kommt es zu Überforderung. Dadurch sinkt die Leistung stark ab. Bei sehr geringen Anforderungen kommt es zur sogenannten Überforderung durch Unterforderung (auch Boreout genannt), wo die Leistung nicht mehr linear verläuft, sondern rapide sinkt.
  2. Was bedeutet normal ungleich const. beim Menschen?
    Die Leistung des Menschen streut. Sowohl interindividuell als auch intraindividuell, das heißt ein und der selbe Mensch zeigt unterschiedliche Leistungen bei der deslben Anforderung
  3. Was ist der Unterschied zwischen Interindividueller und intraindividueller Leistungsstreuung?
    • Interindividuell: Leistungsstreuung zwischen verschiedenen Menschen
    • Bsp.: Unterschiedliche Fähigkeiten, Erfahrungen, Konstitution, Disposition

    • Intraindividuell: Leistungsstreuung bei ein und demselben Menschen
    • Bsp.: Müdigkeit, Erschöpfung, schlechter Tag, Stress
  4. Wie ist die Zusammensetzung des menschlichen Leistungsangebotes?
    Im Lebenszyklus unveränderbar: Konstitution

    • Geschlecht
    • Größe/Körperbau
    • Kulturkreis
    • Erbanlagen

    Direkte Einflussnahme schwer zugänglich, aber veränderlich: Disposition

    • Persönlichkeit
    • Alter
    • Intelligenz
    • Körpergewicht
    • Gesundheitszustand
    • Rhythmologische Einflüsse -> Tagesrhythmus

    Durch Lang-, Mittel- und Kurzfristige Prozesse veränderbar: Qualifikation und Kompetenz

    • Erfahrung
    • Wissen
    • Fähigkeiten
    • Fertigkeiten
    • Bildung
    • Kompetenz

    Durch Interventionen kurzfristig veränderbar: Anpassungsmerkmale

    • Beanspruchung
    • Ermüdung
    • Motivation
    • Zufriedenheit
    • Stimmung


    ODER

    • Leistungsforderung
    • Leistungsabgabe
    • Leistungsangebot des Menschen

    Leistungsfähigkeit    vs.   Leistungsbereitschaft

    • Konstitution(nicht beeinfl.)    Disposition(n.b.)
    • Disposition(nicht beeinfl.)      Anpassung(b.)
    • Qualifikation(beeinfl.)
  5. Was ist der Unterschied zwischen Leistungsfähigkeit und Leistungsbereitschaft?
    Die Leistungsfähigkeit beschreibt die Leistung, die theoretisch im besten Fall vorhanden ist.

    Die Leistungsbereitschaft ist die Leistung, die im Moment der Leistungsabgabe tatsächlich abgerufen werden kann.

    • Bsp. Vorführung und Lampenfieber
    • Bsp. Prüfungssituation
    • Bsp. Fußballspiel Mio.-Spieler gibt schlechte Leistung ab...
    • Bsp. Turnkür wurde geübt aber beim Wettbewerb verkackt
  6. Was sind Konstitutionsmerkmale des Menschen?
    Eigenschaften, die sich normalerweise im Laufe des Lebens (Erwachsenenlebens) nicht verändern können.

    • Geschlecht
    • auch hier ist es interessanter, andere Kriterien (Größe..) anzulegen

    Körperkraft bei Männern im Mittel höher als bei Frauen

    • interessant: Handwerksgeräte für Frauen
    • Trainierbarkeit des Muskels ist auch bei Frauen hoch

    • Kulturkreis, Hautfarbe...
    • oft ist es interessanter und sinnvoller, nach anderen Merkmalen Auszulegen, wie Größe, Körperkraft, weil der Kulturkreis nur ein Indiz gibt, nicht aber direkte Auswirkungen hat


    • Körperbau
    • Astheniker
    • Athletiker
    • Pykniker

    hat Auswirkungen auf die Ausführbarkeit von Aufgaben, sagt etwas über die Anstrengung aus, die jmd. bei der Erledigung einer Aufgabe hat


    erbliche Anlagen

    Um einen möglichst großen Nuterkreis zu ermöglichen, wird mit Perzentilen gearbeitet
  7. Was sind Dispositionsmerkmale des Menschen?
    • Alter
    • -> hat Einfluss auf die Leistungsfähigkeit, L. nimmt in vielen Fällen ab, in einigen Positionen benötigt man aber auch ein Mindestalter
    • Handgeschicklichkeit nimmt ab (bei Frauen höher)

    • Gesundheit
    • Persönlichkeitsentwicklung mit dem Alter:
    • -> Gewissenhaftigkeit +
    • -> Vertäglichkeit(Ego-/Altroismus): Platau... Kauzgkeit
    • -> Neurotizismus(=emotionale Stabilität): Nimmt bei Frauen ab, streut bei Männern im Alter stark
    • -> Offenheit: nimmt ab, Frauen offener
    • -> Extraversion: Männer-, Frauen+

    • Intelligenz
    • Kompetenz

    • Körpergewicht
    • -> Nimmt bei gleicher Lebensweise mit dem Alter zu


    • rhythmologische Einflüsse
    • -> senile Bettflucht
  8. Wie wirkt sich das Alter auf die Leistungsfähigkeit aus?
    • Kraft und Geschicklichkeit: -
    • Ausdauer: ~
    • Dauerleistungsgrenze: -
    • maximale Arbeit: -
    • kurzfristige Anpassung: -
    • Morbidität (Krankheitsanteil): +
    • Rekonvaleszenz: + (längere Erholzeit)

    • Lernfähigkeit: -
    • Aufmerksamkeit: ~
    • Kurzzeitgedächtnis: -
    • Langzeitgedächtnis: + (mehr Inhalte)
    • Erfahrung: +
    • Soziale Kompetenz: unterschiedlich
    • Überblick: +

    Ältere Mitarbeiter: eher geeignet für Führungsaufgaben, Zusammenhänge erkennen, Erfahrung, Wissen

    Schichtarbeit: Oft nur noch junge Menschen

    Höchste Bruttowertschöpfung: zwischen 50 und 55 Jahren
  9. Was ist der Unterschied zwischen Defizit- und Kompensationsmodell im Zusammenhang mit dem altersabhängigen Verlauf von Leistungsfähigkeit?
    • Defizitmodell:
    • Die Fähigkeiten des Menschen nehmen mit dem Alter ausschließlich ab

    • Kompensationsmodell:
    • Einige Fähigkeiten wie Schnelligkeit, Muskelkraft, Sehvermögen, Hörvermögen, Reaktionsgeschwindigkeit, Dauer- und Höchstleistungsfähigkeit nehmen mit dem Alter ab. Andere bleiben gleich, wie Konzentrationsfähigkeit, Informationsaufnahme und -verarbeitung, Sprachkompetenz und wieder andere nehmen mit dem Alter sogar zu (soziale Kompetenz, Selbsteinschätzung, Wissen, Lebens- und Berufserfahrung, Routine und Geübtheit,  Verantwortungs- und Pflichtbewusstsein, Beurteilungsvermögen).

    Der Alterungsprozess erfolg individuell und ist abhängig vom Lebensstil und der Konstitution.
  10. Wie wirkt sich die Qualifikation auf die Leistungsfähigkeit aus?
    S.66 - 68

    !!!
  11. In welcher Form kann Training wirksam werden?
    Die maximale Sauerstoffaufnahme erhöht sich für alle Altersstufen durch Ausdauertraining. Die altersbedingte Abnahme der Ausdauerfähigkeit lässt sich also durch Training verzögern.

    Die Erhohlungsfähigkeit der Muskulatur verbessert sich durch Training
  12. Übungskurven darstellen und erklären können!
    Es gibt Tätigkeiten mit geringem oder hohem Übungsübertrag (= Möglichkeit, in anderem Zusammenhang bereits erworbenes auf die aktuelle Übung anzuwenden/für die Übung zu nutzen)

    Je höher der Übungsgewinn umso kürzer die Zykluszeit

    Diagramm Leistung über Zeit: Es gibt Schwankungen zwischen den Tagen. Einflüsse: Wochenende, Ändern der Technik/Arbeitsmethode, Motivation, Tagesform, Müdigkeit...

    Gemittelt verläuft die Kurve als Sättigungsfunktion. Irgendwann ist die maximal erreichbare Leistung (=Übungsendleistung) erreicht.

    Ändern der Arbeitsmethode: anfänglicher Übungsverlust, Möglichkeit, die Übungsendleistung zu steigern.

    Die Übungsendleistung hängt auch von der Unterweisung ab. Je besser die Unterweisung umso höher die Übungsendleistung.
  13. Wie machen sich rhythmologische Einflüsse auf die Leistungsbereitschaft bemerkbar?
    Die Körpertemperatur als Indikator für die Aktivität/Aufmerksamkeit eines Menschen sinkt bei klassischem Schlafverhalten nachts und ist tagsüber hoch. Ändert sich der Rhythmus dagegen, wird eine über den Tag nahzu konstante Aktivität gemessen, sodass sich im Schlaf nicht ausreichend erhohlt wird und man tagsüber nicht richtig wach ist.

    Experimente mit Affen legen den Verdacht nahe, dass die Aktivität mit dem Licht zusammenhänge.

    Es gibt soziale und Helligkeitszeitgeber. Problem bei Schichtarbeit: Arbeiten wenn alle anderen Schlafen und andersherum -> Ausgrenzung aus dem normalen Leben, Schwierigkeiten einzukaufen...
  14. Erläutern Sie die Tagesrhythmik des Menschen!
    Die Leistung ist zu Beginn und Ende der Früh- unf Mittagsschicht geringer als während der Schicht. Andersherum ist es bei der Nachtschicht: Dort passieren die meisten Fehler in der Mitte der Schicht zwischen 2 und 4 Uhr.

    Leistungsdisposition im Verlauf der Tagesrhythmik:

    • globales max bei 9 uhr
    • lokales min bei 15 Uhr
    • lokales max bei 20 Uhr
    • globales min bei 3 Uhr

    • Bunkerversuche:
    • Leben ohne Zeitgeber: Der Tagesrhythmus verschiebt sich jeden Tag etwa eine halbe Stunde nach hinten.
  15. Wie unterscheiden Sie interne und externe Motivationsfaktoren?(-)
    interne (=intrinsische) Motivation: Aus eigenem Antrieb heraus, Tätigkeit machen um der Tätigkeit Willen, aus Spaß/Lerndrang/Neugierde

    • Bsp.: Schweißen, weil Schweißen Spaß macht, entspannt, fordert, befriedigt...
    • Bsp. Sport machen weil man den Adrenalinkick will

    • externe (=extrinsische) Motivation: Ausführen einer Handlung, um etwas zu erreichen, das nicht im direkten Zusammenhang mit der Tätigkeit steht
    • Bsp. Schweißen weil es finanzielle Zuschläge gibt, weil man nicht drehen möchte (der Dreher stinkt), um beruflich aufzusteigen, um den Frauen zu imponieren...
    • Bsp. Sport machen um abzunehmen
  16. Maslow'sche Bedürfnispyramide
    • 1) physiologische Grundbedürfnisse
    • -> Nichts zu Essen/Trinken

    • 2) Sicherheitsbedürfnisse
    • -> Unfreiheit, Lebensbedrohung

    • 3) soziale Bedürfnisse
    • -> Freundschaft, Familie...

    • 4) Anerkennung
    • -> gesellschaftliche Stellung

    • 5) Selbstverwirklichung
    • -> Spaß, i-Tüpfelchen

    Es müssen erst die vorhergenannten Bedürfnisse erfüllt sein bevor die nachfolgenden interessant werden

    kritisch zu sehen, weil die Kriterien auch manchmal ineinander laufen. Insbesondere die Selbstverwirklichung spielt überall mit rein. (Künstler können sozial isoliert sein, sich aber in ihrer Kunst selbst verwirklichen)
  17. Erläutern Sie unterschiedliche Einflüsse auf Ermüdung anhand des Ermüdungsbegriffes!
    Dauerleistungsgrenze: Leistung, die man quasi unbegrenzt erbringen kann

    Diagramm maximale Arbeitszeit über Leistung bezogen auf Dauerleistungsgrenze:

    Hyperbeln. Je höher eine Leistung bezogen auf die Dauerleistungsgrenze ist, umso kürzer kann sie nur durchgeführt werden.

    Von Ermüdung spricht man dann, wenn es arbeitsbezogen ist (sonst Rhythmik -> müde auch unabhängig von Arbeit), reversibel (sonst Schädigung) organische Insuffizienzmerkmale besitzt (sonst subjektive Ermüdung).

    • peripher: nur einzelne Teile
    • zentral: ganzer Körper, Herz-Kreislaufsystem

    • physisch: Muskeln
    • psychisch: zentrales Nervensystem, Konzentrationsmängel

    allgemein/partiell -> ???

    Signalentdeckungsleistung (objektives Maß für Leistung) nimmt mit der Arbeitszeit ab.
  18. Was ist der Erhohlungswert einer Pause? Was besagt die Kurzpausenregel?
    Mit Hilfe des Erhohlungswertes kann man bestimmen, wie schnell die Ermüdung in einer Pause abnimmt. Zu Beginn der Pause ist der Erholungswert am höchsten und nimmt dann degressiv ab. Es lohnt sich also, öfter kurze Pausen zu machen und sich in kürzerer Zeit mehr zu erholen.

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