IDK Zahnerhaltung test.txt

Card Set Information

Author:
Nordwich
ID:
275285
Filename:
IDK Zahnerhaltung test.txt
Updated:
2014-05-25 10:38:16
Tags:
Zahnerhaltung
Folders:
Zahnerhaltung
Description:
Zahnerhaltung
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  1. Pulpa und umgebendes Dentin sind entwicklungstechnisch...?
    ...eine Einheit!
  2. Perikymatien?
    Imbrikationslinien (Wachstumsrillen auf Schmelzoberfläche)
  3. Retzius-Streifen?
    • Wachstumslinien des Schmelzes; zumeist hypomineralisiert \\
    • periodische Ruhephasen Ameloblasten während Schmelzbildung
  4. Neonatallinie?
    • Grenzlinie zwischen prä- und postnatal gebildetem Dentin \\
    • durch metabolisches Mineralisierungsstörung \\
    • hypomineralisierter Bereich
  5. Ionenwippe? Gründe?
    • Ständige De- und Remineralisation an Schmelzoberfäche \\
    • 1.rel. hohe Permeabilität Schmelz \\
    • 2.Dissoziierbarkeit Hydroxylapatit \\
    • 3.Calcium-Phosphat Angebot Speichel
  6. Ursache Kariesanfälligkeit der Fissuren?
    • 1.geringe Schmelzdicke \\
    • 2.eingeschränkte posteruptive Schmelzreifung \\
    • 3.aprismatischer Schmelz
  7. Primär-, Sekundär- und Tertiärdentin?
    • Primärdentin: vor Abschluss Wurzelwachstum gebildet \\
    • Sekundärdentin: nach Wurzelwachstum \\
    • Tertiär: syn.Reizdentin, ausschließlich auf pathogene Reize, von prim. und sek. Odontoblasten der Pulpazellen gebildet
  8. Dentinformen?
    • 1.Manteldentin: hypomineralisiertes Dentin unterhalb Schmelz \\
    • 2.intertubuläres Dentin: dichte Kollagenmatrix, Mineralisation < peritubuläres Dentin \\
    • 3.peritubuläres Dentin: hochmineralisiert, umgeben Dentintubuli \\
    • 4.Prädentin: noch nicht vollständig ausgereift, Grenze zum Pulpagewebe
  9. Dentintubuli?
    • -mit Dentinliquor gefüllt \\
    • -beeinhaltet Odontoblastenfortsätze \\
    • -Ausdehnung Schmelz-Dentin-Grenze bis zur Pulpa
  10. Denkbar Reize für das Dentin?
    • -mechanische, thermische, chemische, physikalische oder osmotische \\
    • -zahnärztliche Maßnahmen
  11. Zusammensetzungen des Zements?Lokalisation?
    • 1.Azelluläres-Afibrilläres Zement: Schmelzoberfläche \\
    • 2.Azelluläres Fremdfaserzement: koronale 60-90% Wurzeloberfläche \\
    • 3.zelluläres Eigenfaserzement: reparative Prozesse \\
    • 4.zelluläres Gemischtfaserzement: sek.Zement, apikal, Furkationsbereich
  12. Funktionen Pulpa?
    • 1.sensorisch \\
    • 2.nutritiv \\
    • 3.defensiv \\
    • 4.formativ!! (Dentibildung)
  13. Erosion?
    • -superfizielle Demineralisation durch Säureangriff \\
    • -Auflösung in Prismenkern- und peripherie
  14. Attrition?
    • =direkter antagonistischer Kontakt bzw. benachbarter Zahnflächen \\
    • -physiologisch oder pathologisch(Knirschen/Pressen)
  15. Abrasion?
    • =Abnutzung durch Fremdstoffe \\
    • -Demastikation(Nahrung) Stäube, Zahnpasten
  16. Lysozym? Wirkung?
    • 1.Mikroorganismenaggregation \\
    • 2.hemmt Säureproduktion innerhalb Plaque-Biofilmen (limitiert) \\
    • 3.bakterizid \\
    • 4.bakteriostatisch
  17. Paro-Endo-Läsion?
    • - enge räumliche Beziehung \\
    • - Klasse I: primär endodontisch: von Pulpa auf parodont. (auch wurzellängefraktur). Pulpa idr devital. folgen: apik. Parod., parodontalabzess, osteolyse im furkationsbereich \\
    • - Klasse II: primär park: von parodont auf Pulpa. folge: retrograde pulpitis \\
    • - Klasse III: kombi paro-endo. unabhängig von einander entstanden. zahn ist devital
  18. Definition Biofilme?
    • =räumlich organisierte Gemeinschaften von Mikroorganismen mit Oberfläche verbunden & in extrazellulären Matrix eingebettet \\
    • -Matrix enthält Bestandteile von Mikroben als auch Umgebung \\
    • =geschützte Form mikrobiellen Wachstums \\
    • -Überlebensfähigkeit von Mikroorganismen in ungünstigem Millieu erhöht & Zusammenleben ermöglicht
  19. Phasen der intraoralen Bioädhäsion?
    • 1.Proteinadsorption: Pellikelbildung \\
    • 2.Initiale bakterielle Adhäsion \\
    • 3.Bakterielle Biofilmbildung- und Reifung
  20. Definition Pellikel?
    • =initialer Biofilm \\
    • =bakterienfreie Schicht aus adsorbierten Proteinen, Glykoproteinen und anderen Makromolekülen aus umgebenden Mundflüssigkeit
  21. Protektive Eigenschaften der Pellikel?
    • 1.Lubrikant= Zahnoberhäutchen auf einer non-shedding surface \\
    • 2.Diffusionsbarriere / Schutz Schmelz vor Demineralisation \\
    • 3.Antibakterielle Eigenschaften (Glucoysltranferasen, sIg A, Lactoferrin..)
  22. Was ist Karies?
    • -alimentär modifizierte, polybakterielle, unspezifische, chronische Infektionskrankheit \\
    • -multifaktorielle Genese \\
    • =Zahnhartsubstanzdestruktion
  23. Unterschiedliche Dominanz von Keimgruppen bei Kariesentstehung?
    • 1.Schmelzkaries=Streptokokkenassoziiert \\
    • 2.Dentinkaries=Lactobazillenassoziiert \\
    • 3.Zahnwurzelkaries=Aktinomyzetenassoziiert
  24. Was ist Schmelzkaries?
    • =Frühphase kariöser Demineralisation \\
    • -auf kristalline Gefüge beschränkt
  25. Merkmale der initialen kariösen Schmelzläsion?
    • -Apatitkristalle nur teilweise aufgelöst \\
    • -Prismenstruktur erhalten \\
    • -Porenvolumen zwischen Primsen nimmt zu \\
    • -Mikroporen=erleichtertes Vordringen der Säure \\
    • -klinisch="WHITE SPOTS" (14d+x)
  26. Welche 5 Typen der Karies gibt es?
    • 1.Caries initialis: white spot Läsion \\
    • 2.Caries superficialis: Übergang Initialkaries in Kavitation Schmelz \\
    • 3.Caries media: manifeste Dentinläsion \\
    • 4.Caries profunda: grenzt mit infiziertem erweichten Dentin an Pulpakavum \\
    • 5.Caries penetrans: Karies ist durch Dentin zur Pulpa penetriert \\
    • normalerweise von C1 zu C3 = 3-4Jahre
  27. Wann entsteht Zahnwurzelkaries?
    • -erst bei parodontalem Attachmentverlust mit Freilegung Wurzel & im Mundhöhlenmillieu supragingavler Plaqueakkumulation ausgesetzt \\
    • -im Zement oder fregelegtem Denitin initiiert
  28. Stadien der Wurzelkaries?
    • RC1: untersch.Verfärbungsgrade im Zement/Dentin ohne jegliche Erweichung auch infolge prim.nichtkariöser erosiv-abrasiver Defekte \\
    • RC2: superfizielle Erweichung, begrenzt auf 1 Fläche (max.25% der Zirkumferenz) \\
    • RC3: superfizielle Erweichung an 2 oder mehr Flächen (Tendenz zur zirkumferenten Läsion) \\
    • RC4: ausgedehnte Erweichung mit Tendenz zur Penetration
  29. Verfahren der Kariesdetektion?
    • -Visuelle Inspektion \\
    • -Sondierung \\
    • -Röntgen \\
    • -Transillumination \\
    • -Laser-Fluoreszent \\
    • -Elektrische Widerstandsmessung
  30. Unterschied Sensivität / Spezifität?
    • Sensivität: Fähigkeit diag./prog. Tests, ERKRANKT Bereiche/Patienten korrekt zu identifizieren \\
    • Spezifität: Fähigkeit diag./prog. Tests, GESUNDE Bereiche/Patienten korrekt zu identifizieren
  31. FOTI?
    • =Faseroptiktransillumination \\
    • -kariöse Strukturen: geringere Lichttransmission/stärkere Absorption & Streuung
  32. DIAGNOdent?
    • =Laserfluoreszenz \\
    • -Porphyrinstrukturen im kariösen Dentin \\
    • -"Rotanregung" Zahnhartsubstanz -> Autofluoreszenz \\
    • -Verlaufskontrolle \\
    • -"kritischer Wert"= 30
  33. Wie approximale Karies erkennen?
    • -Klinische Untersuchung? \\
    • -Bissflügelaufnahme \\
    • -FOTI
  34. Röntgenologische Klassifikation der Approximalkaries?
    • C0: keine Karies \\
    • C1: Radioluzenz äußere Schmelzhälfte (Initialkaries) \\
    • C2: Radioluzenz bis innere Schmelzhälfte (fortgeschrittene Initialläsion, Oberfläche kann noch intakt sein) \\
    • C3: Radioluzenz bis äußere Dentinhälfte \\
    • C4: Radioluzenz bis innere Dentinhälfte - Caries profunda
  35. Zusammenfassung Kariesdiagnose?
    • 1.Diagnose Approximalkaries: Bissflügel + FOTI \\
    • 2.Diagnose Glattflächenkaries: visuelle Inspektion \\
    • 3.Diagnose "hidden Karies": Lasergerät \\
    • 4.Diagnose Wurzelkaries: vorsichtige Sondeninspektion + Röntgen
  36. Maßnahmen zur Fluoridierung?
    • 1.präeruptiv-systemisch: Tabletten,Trinkwasser,Kochsalz \\
    • 2.posteruptiv-lokal: Zahncreme,Lacke,Gele,Lösungen,Trinkwasser,Kochsalz
  37. Pfeiler der Kariesprävention?
    • 1.Ernährungsumstellung \\
    • 2.Anwendung fluoridhaltiger Kariostatika \\
    • 3.Fissurenversieglung \\
    • 4.Mundhygienemaßnahmen \\
    • 5.Regelmäßige zahnärztliche Kontrolle
  38. Primär-,Sekundär- und Tertiärprävention?
    • 1.Primär.: Neuerkrankung verhindern (Fluoridapplikation,Ernährungsumstellung) \\
    • 2.Sekundär.: Schäden frühzeitig erkennen und Anzahl neuer Erkankungen reduzieren/Zahnhartsubstanzverlust begrenzt \\
    • 3.Tertiär.: Schäden therapieren mit spez.Maßnahmen sowie weitere Schädigungen vorbeugen
  39. Kavitätenklasse nach Black - Klasse I?
    -Kavitäten im Bereich von Fissuren und Grübchen
  40. Kavitätenklasse nach Black - Klasse II?
    -Kavitäten im Bereich approximaler Flächen im Seitenzahngebiet
  41. Kavitätenklasse nach Black - Klasse III?
    -Kavitäten im Bereich approximaler Flächen von Schneide- und Eckzähnen wobei die Inzisalkante intakt bleibt
  42. Kavitätenklasse nach Black - Klasse IV?
    -Kavitäten im Bereich approximaler Flächen von Schneide- und Eckzähnen mit Einbeziehung der Inzisalkante
  43. Kavitätenklasse nach Black - Klasse V?
    -Kavitäten der bukkalen und lingualen Glattflächen, meistens im gingivalen Drittel der Zahnkrone liegend
  44. Vorgehen bei der restaurativen Kariestherapie?
    • 1.Primärpräparation (Zugang Karies + substanzschonende, kariesfreie Randdarstellung) \\
    • 2.Kariesexkavation \\
    • 3.Sekundärpräparation (spez.für Art der Restauration)
  45. Was macht der Kariesdetektor?
    • -färbt denaturiertes Kollagen an \\
    • =Zone der Nekrose & Penetration \\
    • -Säurerot in Propylenglycol \\
    • -CAVE: Reizdentin/ Fibrodentin
  46. Wie haften Kompositkunststoffe am Zahn - Schmelzhaftung?
    • =Schmelz-Ätz-Technik \\
    • -Mikroretentives Relief(Ätzmuster) \\
    • -Verlust von ca 10um Zahnsubstanz \\
    • -retentives Ätzmuster \\
    • -Oberflächenvergrößerung \\
    • -reaktive Oberfläche \\
    • -bessere Benetzbarkeit (bis zu 400%)
  47. Warum Anschrägung der Schmelzränder für adhäsive Aufbauten?
    • -dadurch Schmelzprismen senkrecht angeschnitten \\
    • -Entfernen gelockerter Schmelzprismen und des aprismatischen Schmelzes \\
    • -resultiert in besserer Ätzwirkung
  48. Indikationen Fissurenversieglung?
    • 1.kariesfreie aber stark gefährdete Fissuren und Grübchen \\
    • 2.hohes Kariesrisiko \\
    • 3.festsitzende KFO-Apparaturen \\
    • 4.Xerostomie \\
    • 5.behinderte Patienten \\
    • 6.Fissuren mit schmelzbegrenzter Initialläsion
  49. Kontraindikation Fissurenversieglung?
    • 1.Okklusale Dentinläsion \\
    • 2.Unvollständiger Zahndurchbruch (wg.Trockenlegung & posteruptiver Schmelzreifung) \\
    • 3.Milchmolaren vor Exfolation \\
    • 4.Nachgewiesene Allergie \\
    • 5.Schlechte Compliance \\
    • 6.Flaches Fissurenrelief \\
    • 7.Zähne 4 Jahre kariesfrei
  50. Was beeinhaltet die Schmierschicht?
    • =smear layer \\
    • -Dentinliquor \\
    • -Bakterien \\
    • -Gewebetrümmer(Schleifstaub) \\
    • -liegt Dentin auf
  51. Was ist die Hybridschicht?
    • =Mischzone aus demineralisiertem Dentin und ungefülltem Kunststoff \\
    • (Quantensprung für erfolgreiches Dentinbonding)
  52. Was ist Rewetting?
    • =dezentes Wiederbefeuchten des Dentins nach total etch \\
    • -kollabiertes Dentin wieder aufquellen lassen \\
    • (da Aceton Wasser aus feuchtem Kollagen verdrängt hat)
  53. Was ist Nanoleakage?
    • =nicht infiltrierte Bereiche des Kollagengeflechts des Dentin durch unzureichende Penetration \\
    • =Aufbißempfindlichkeit (Postoperative Hypersensibilität) \\
    • -als Folge der Ätzung des Dentins \\
    • -ermöglicht Penetration von oralen & pulpalen Flüssigkeiten in Porositäten im Bereich Hybridschicht
  54. Was sind die Bestandteile moderner Komposite?
    • 1.Organische Matrix - Diacrylatmonomere (Bisphenolaglycidyldimethacrylat) \\
    • 2.Anorganische Füllpartikel (SiO2, Silikatgläser, Quarzglas) \\
    • 3.Verbundphase (Silane) \\
    • 4.Photinitiatoren für radikalische Lichtreaktion \\
    • -hydrophob
  55. Was sind die Eigenschaften des idealen Komposites?
    • -Minimierung der Polymerisationsschrumpfung \\
    • -Gute Abrasionsresistenz \\
    • -Minimales Quellverhalten \\
    • -Nach Möglichkeit keine Verfärbung
  56. Adhäsivssystem?Bestandteile?
    • 1.Primer: hydrophile bzw. amphipile Monomere (HEMA/TEGDMA), hydrophiles Lösungsmittel (Wasser, Alkohol) \\
    • 2.Adhäsiv: amphiphile und hydrophobe Monomere, anorganische Füllstoffe
  57. Komposite die im Kurs verwendet werden?
    • -Ceram X mono \\
    • -Ceram X duo \\
    • -Ceram X Flow \\
    • -Optibond FL
  58. Beschreibe die Anwendung von Optibond FL?
    • 1.Schmelz-Dentin-Konditionierung: auf Schmelz beginnen dann Dentin \\
    • -37%-H3PO4 \\
    • -Gesamtzeit 20-40s \\
    • -Dentin 10s (max.15s) \\
    • 2.Wasser \\
    • -min. 20s absprühen \\
    • 3.Moist Bonding - Luft \\
    • -Schmelz opak \\
    • -Dentin feucht \\
    • 4.Haftvermittler-Applikation \\
    • 4.1. Primer 1 \\
    • -auf Schmelz + Dentin 30 s einreiben \\
    • -sanfter Luftstrom (ca. 5-10s) \\
    • 4.2. Adhäsiv 2 \\
    • -auf Schmelz + Dentin einreiben \\
    • -evtl. sanfter Luftstrom \\
    • 5.Polymerisation \\
    • -30s (CAVE:Augen)
  59. Vorteile von Optibond FL?
    • -tendenziell beste Ergebnisse erzielbar \\
    • -nicht Aceton basierend (Alkohol/Wasser) \\
    • -daher kein Rewetting nötig \\
    • -kaum postoperative Hypersensibilität \\
    • -wenig Flaschen \\
    • -geringe Fehleranfälligkeit in Routine
  60. Merkmale der schrägen Schichtung von Komposit?
    • -max. Schichtdicke der Inkremente = 2mm \\
    • -jede Schicht einzeln lichthärten \\
    • -jede Schicht 40s polymerisieren mit Blaulicht so nah wie möglich
  61. Warum haften ausgehärtete Komposit-Schichten aneinander?
    • 1.Sauerstoffinhibitionsschicht an ausgehärteter Kompositoberfläche enthält nicht vollständig umgesetzte Monomerbestandteile \\
    • 2.Umsatzrate(Konversion) von C=C-Doppelbindungen lediglich im Bereich 60-80% der eingesetzten Doppelbindungen \\
    • -chem.Ankopplung des nachfolgenden Inkrements durch kovalente Bindung
  62. Indikationen für Kompositfüllung im Seitzahnbereich?
    • 1.absolute Trockenlegung möglich \\
    • 2.Cervikale Dentinbegrenzung keine Kontraindikation \\
    • 3.Anatomische Gestaltung im Approximalraum setzt Indikation Grenzen! \\
    • 4.Ersatz einzelner Höcker bei Einzelzahnversorgungen möglich \\
    • 5.Kompositfüllung im Seitenzahnbereich darf okklusionstragend sein \\
    • 1.Klasse I / II-Kavität \\
    • 2.minimale Füllungstherapie \\
    • 3.Bisshebungen \\
    • 4.Patienten mit Parafunktionen \\
    • 5.TK & Kronenaufbauten aus Komposit \\
    • 6.Primärversorgung
  63. Kontraindikationen für Kompositfüllung im Seitzahnbereich?
    • 1.keine absolute Trockenlegung möglich \\
    • 2.Allergie gegen Komposite / Bestandteile der Adhäsive \\
    • 3.Anatomische Gestaltung im Approximalraum nicht möglich
  64. Bestandteile der organischen Matrix(Phase) von Kompositen?
    • 1.Monomere \\
    • 2.Initiatoren \\
    • 3.Stabilisatoren (z.B. Hydrochinon) \\
    • 4.Farbstoffe, Pigmente (z.B. TiO2, FeO) \\
    • 5.Additiva (Lichtschutzmittel, Weichmacher)
  65. Was ist der C-Faktor?
    • =Configuration-Faktor) \\
    • -Verhältnis aus Gebundene/freie Oberfläche
  66. Was ist die Verbundphase (Silane)?
    • =chemische Verbindung zwischen Kompositmatrix & Füllpartikeln \\
    • =Siliziumwasserstoffverbindungen \\
    • -Silanisierung = erzeugt Verbund zw. Füllstoffe und organischen Matrix \\
    • -Silanisierungsmittel: 3-Methacryloyloxypropyltrimetoxisilan \\
    • -Ziel: Hydrophobisierung des Füllstoffs & anschließende Polymerisation der Monomere mit Methacrylrest des Silans \\
    • -Anorg. und org. Molekülanteil, Zwittermolekül
  67. Disperse Phase? Füllerarten und Füllergrößen?
    • -zur Verbesserung der physikalischen Eigenschaften: Druck- und Zugfestigkeit / Elastizitätsmodul/ Verschleissfestigkeit \\
    • -zur Verringerung von: der Polymerisationsschrumpfung / des thermischen Expansionskoeffizienten / der Wasseraufnahme \\
    • -Füllerarten: Quarze, Gläser, Keramiken, SiO2, spezielle Gläser \\
    • -Füllergrößen: Makro-, Mikro- und Nanofüller sowie Hybridkomposite
  68. Politur von Kompositen?
    • -Konvexe Flächen: Soflex-Scheibchen \\
    • -Kaufläche: Feinstkorndiamanten \\
    • -Silikonpolierer mit Wasserkühlung- Vorpolitur & Hochglanzpolitur (10.000 U/min) \\
    • -Diamantbeschickten Polierbürstchen (Occlubrush) (max 5000 U/min)
  69. Indikationen für eine Amalgamfüllung?
    • 1.Kl. I und II im Seitenzahnbereich \\
    • 2.Kl. II: maximale Breiten \\
    • - Prämolaren: 2mm \\
    • - Molaren: 2.5mm (nach Motsch) \\
    • 3.Soziale Indikation/ Wunschindikation \\
    • 4.Plastische Füllungen im SZ-Bereich wo Trockenlegung nicht möglich \\
    • 5.Ausnahme: Zahnhals \\
    • 6.Flg. an Weisheitszähnen
  70. Kontraindikationen für eine Amalgamfüllung?
    • 1.Minimalinvasive Kavitäten \\
    • 2.Überbreite Kavitäten \\
    • 3.Allergie (Allergiepass) \\
    • 4.Avitale Zähne \\
    • 5.Frontzähne \\
    • 6.Niereninsuffizienz \\
    • 7.Kinder unter 6
  71. Wie poliert man Amalgame und warum?
    • 1.Oberflächenverkleinerung \\
    • 2.Oberflächenverdichtung \\
    • 3.Oberflächenglättung \\
    • =Verringerung Korrision und Plaqueanlagerung \\
    • 1.okklusal Hartmetallfinierer \\
    • 2.Gummipolierer und Soflexscheiben mit zunehmend feinerer Körnung \\
    • 3.Soflex Polishing und Finishing Strips für Approximalraum \\
    • 4.Polierpaste mit Zinkoxidpulver/paste und 3-fach genommener Zahnseide
  72. Was ist die Gamma-2-Phase der Amalgame?
    • -ist korrosionanfällig \\
    • -unterliegt der merkuroskopischen Expansion \\
    • 1.entsteht wenn zur Gamma-Phase Quecksilber hinzugegeben wird \\
    • -Silber + Zinn löst sich aus Partikeln \\
    • -Ag3SN + Hg ---> Ag5Hg6 (Gamma-1) + Sn8Hg(Gamma-2) \\
    • 2.bei Korrosion bilden sich unlösiche Zinnoxide auf Oberfläche der Füllung \\
    • -Quecksilber wird frei & diffundiert in Tiefe des Füllungsmaterials & bildet mit Silber erneut Gamma-1-Phase \\
    • -Sn8Hg + O2 + H2O --> SnO + Hg + SnO(OH)2
  73. Was ist das Prinzip Gamma-2-freie Amalgame?
    • -Kuperanteil > 10% \\
    • -bildet bei Korrosion der Kupersulfid (CuS2) \\
    • =Passiverungsschicht
  74. Vorteile Gamma-2-freie Amalgame?
    • -weniger korrosionsanfällig \\
    • -polierbeständiger \\
    • -geringere bzw. keine merkuroskopische Expansion auf \\
    • -dadurch randdichter
  75. Was ist die merkuroskopische Expansion?
    • =ausgedehnte Amalgamfüllung mit Gamma-2-Phase \\
    • -Quecksilber aus Sn8Hg(gamma2)-Komponente durch Korrision freigesetzt \\
    • -Quecksilber reagiert mit Resten der Gamma-Phase unter Expansion \\
    • -Füllung dehnt sich über den Kavitätenrand aus - im Laufe längerandauernder Tragedauer
  76. Einteilung der Zemente, warum nimmt man sie?
    • 1.Phosphatzement \\
    • 2.Carboxylatzement \\
    • 3.Silikatzement \\
    • 4.Glasionomerzement \\
    • =als Unterfüllung bei Amalgamfüllungen
  77. Bestandteile der Glasionomerzemente?
    • Bestandteile: \\
    • -Calcium-Aluminium-Silikat-Glas \\
    • -Quarz \\
    • -Polycarbonsäure, wie Polyacrylsäure \\
    • -Korund \\
    • -Kryolit \\
    • -Flussspat (Calciumfluorid)
  78. Reaktionsmechanismen der Glasionomerzemente?
    • Abbindeverzögerer \\
    • Erhärtungsreaktion \\
    • I-initialer Säureangriff \\
    • II-Vernetzung der Polyacrylsäure mit Calcium \\
    • III-Einlagerung von Aluminum in das Gel
  79. Indikationen für Glasionomerzementen?
    • 1.Aufbaufüllungen bei sozialer Indikationsstellung \\
    • 2.Provisorische Versorgungen im Not- und Schmerzdienst \\
    • 3.Milchzahnfüllung bei eingeschränkter Compliance der Kinder
  80. Indikation Kofferdam?
    • -Füllungstherapie\\
    • -Endodontie \\
    • -Schutz des Patienten \\
    • -Schutz gegenüber dem Patienten
  81. Kontraindikation für einen Kofferdam?
    • 1.Asthma \\
    • 2.Epilepsie \\
    • 3.verstopfte Nase
  82. Definiere Bildung des Reizdentin?
    • =kein primärer Abwehrschritt \\
    • =Unterlegenheit zellulärer und humoraler Abwehr \\
    • -schlechterer Schutz als normales Sekundärdentin
  83. Was ist die indirekte Pulpaüberkappung?
    • =Versorgung einer bis in pulpanahe Dentin reichenden Kavität \\
    • -Schutz vitaler Pulpa nach tiefer Kariesexkavation
  84. Indikation indirekte Überkappung?
    • 1.Pulpa vital \\
    • 2.Pulpa unsymptomatisch \\
    • 3.Pulpa nicht eröffnet: dünne Dentinschicht trennt Kavitätenboden & Pulpa \\
    • 4.KEINE Restkaries nach Exkavation
  85. Kontraindikation der indirekten Überkappung?
    • 1.starke Spontanschmerzen \\
    • 2.Perkussionsempfindlichkeit \\
    • 3.alle eitrigen Pulpitiden \\
    • 4.avitale Pulpa \\
    • 5.röntgenologische Veränderungen
  86. Ziele der indirekten Überkappung?
    • 1.Heilung für reversible Entzündung schaffen \\
    • 2.Abdeckung besonders durchlässiger Dentinbezirke nach Exkavation \\
    • 3.Induktion weiterer Reizdentinbildung \\
    • =SCHUTZ DER PULPA
  87. Wirkungsweise von Calciumhydroxid Ca(OH)2?
    • 1.bakterizid \\
    • 2.Abtötung verbliebener Mikroorganismen \\
    • 3.Neutralisation der Kariessäuren durch pH=11 \\
    • 4.Härtung & Austrocknung des erweichten Dentin \\
    • 5.Anregung Tertiärdentinbildung \\
    • 6.weichbleibende Materialien=wasserlöslich, dissoziieren & wirken dadurch alkalisch \\
    • 7.antimikrobieller Effekt durch Ionenabgabe \\
    • ->verlieren diesen Effekt bei Austrocknung \\
    • 8.auf Dentin aufgebracht=diffundiert durch Kanälchen \\
    • 9.wirkt bei dünnen Dentinschichten auf Pulpa
  88. Vorgehen bei indirekter Überkappung?
    • 1.Testung Sensibillität und Perkussion \\
    • 2.Röntgenaufnahme \\
    • 3.Lokalanästhesie & Kofferdam \\
    • 4.Aufziehen Kavität & volltständige Kariesexkavation des Dentins \\
    • 5.Auswaschen (incl.CHX) & Trocken der Kavität \\
    • (6.Auftragen eines erhärtenden Ca(OH)2-Präparates) \\
    • 7.Adhäsiv, Deckfüllung
  89. Welche Präparate zur indirekten Überkappung?
    -Dycal oder Kerr life: Calciumhydroxidzement auf Salcylatbasis
  90. Definition und Ziele der direkten Überkappung?
    • Definition: \\
    • -Abdeckung einer minimal akzidentiell eröffneten Pulpa \\
    • Ziel: \\
    • 1.Vitalerhaltung der Pulpa \\
    • 2.Ausheilung der Perforation \\
    • 3.Verschluss der geöffnetem Pulpakammer mit Tertiärdentin
  91. Indikationen der direkten Überkappung?
    • 1.reversible Pulpitis / klinisch gesunde Pulpa \\
    • 2.kein Spontanschmerz \\
    • 3.reizinduzierter Schmerz (süß,heiß,kalt) \\
    • 4.kariesfreie Kavität \\
    • 5.absolute Trockenlegung \\
    • 6.dichte Deckfüllung möglich \\
    • 7.Fläche/Größe: relativ - 2mm Durchmesser
  92. Kontraindikationen der direkten Überkappung?
    • 1.Irreversible Pulpitis \\
    • 2.Spontanschmerz \\
    • 3.Restkaries in Kavität, insbesondere an Eröffnungsstelle \\
    • 4.Trockenlegung eingeschränkt \\
    • 5.(Zahnhalsdefekte) \\
    • 6.keine dichte Deckfüllung möglich \\
    • 7.Fläche/Größe: relativ - mehr als 2mm Durchmesser \\
    • 8.keine Blutstillung mit Kochsalzlösung möglich
  93. Vorgehen bei direkter Überkappung?
    • 1.Eröffnung der Kavität \\
    • -Diamant: Umriß-, Retentions- und Widerstandsform \\
    • 2.Exkavation des erweichten Dentins \\
    • -Rosenbohrer: zuerst pulpafern -> danach zentral! \\
    • 3.Kavitätentoilette \\
    • -CHX und Wattepellet, Blutstillung mit Kochsalzlsg möglich? \\
    • 4.Kariesexkavation auf Vollständigkeit überprüfen \\
    • -Auge (Sonde, Kariesdetektor) \\
    • 5.geringe Menge frisch angrührtes Ca(OH)2 bzw. Suspension \\
    • CAVE: direkter Kontakt zw. Präparat & Pulpa \\
    • kein Blutkoagulum zw. ca(OH)2 & Pulpa \\
    • Abtupfen überschüssiger Feuchtigkeit(Wattepellet) \\
    • 6.erhärtendes Ca(OH)2 - Präparat (Dycal/Kerr-life) \\
    • 7.Deckfüllung \\
    • -Adhäsiv, Komposit/Aufbaumaterial, etc.
  94. Was sind Aufbaufüllungen?
    • =Dualhärtendes Material \\
    • -Gute Anfließeigenschaften \\
    • -Kompatibel mit Optibond & Schmelz-Ätztechnik \\
    • -Weiß: generelle Anwendung \\
    • -blau: tiefe Kavitäten, VMK, Vollgußkronen
  95. Indikationen für ein Keramikinlay?
    • 1.absolute Trockenlegung möglich \\
    • 2.breite Defekte (mit direkten Techniken nicht/schwer umsetzbar) \\
    • 3.Gestaltung des Approximalraum schwierig \\
    • 4.TK: umfangreicher Höckerersat, endodotisch behandelte Zähne \\
    • 5.Sekundärversorgnung
  96. Wie präpariere ich ein Keramik-Inlay?
    • -okklusaler Kasten - leicht divergierend (6 - 8° Konuswinkel) \\
    • -okklusale Kavität min. 1,5mm breit&tief \\
    • -Innere Boden-, Wandübergänge abgerundet, konisch \\
    • -approximale Stufe/Kasten - min. 1,5mm dick \\
    • -Approximalkontakt aufgehoben \\
    • -Extensionflächen laufen in 80-90°Winkel auf äußere Zahnwölbung aus \\
    • -Mindeststärke für Keramik 1,5 mm \\
    • -Dentinbegrenzung keine Kontraindikation!
  97. Wie wird das Keramikinlay konditioniert?
    • 1.Entfetten (Ethanol) \\
    • 2.60s ätzen mit Flußsäure \\
    • 3.Silanisieren mit Monobond S (60s)
  98. Kontraindikationen von Keramikinlays?
    • 1.ausgeprägte Gruppenführung \\
    • 2.Bruxismus \\
    • 3.nicht behandelte dekompensierte Funktionsstörungen
  99. Indikationen für Gold-Teilkronen?
    • 1.keine absolute Trockenlegung möglich \\
    • 2.breite MOD-Defekte \\
    • 3.insuffiziente Front-Eckzahnführung \\
    • 4.Schmelzrisse \\
    • 5.Veränderung der Vertikaldimension
  100. Kontraindikationen für Gold-Teilkronen?
    • 1.schlechte Mundhygiene \\
    • 2.zirkuläre Zahnhalsdefekte \\
    • 3.Xerostomie \\
    • 4.keine ausreichende Retention präparierbar \\
    • -zur kurze klinische Krone \\
    • -abradierte Zähne \\
    • -zu große kariöse Defekte \\
    • 5.gravierende Funktionsstörungen
  101. Nenne die Präparationsregeln für Gold-Restaurationen!
    • 1.Zahnachse entlang präparieren \\
    • 2.Präparationswinkeln leicht divergierend - 2-4° \\
    • Retention \\
    • 3.okklusale Mindeststärke = 1,5mm \\
    • 4.planer Kavitätenboden \\
    • 5.abgerundete Innenkante (CAVE: KEINE Anschrägung) \\
    • 6.Approximalkonatke lösen \\
    • 7.kein Antagonistenkontakt auf dem Rand
  102. Probleme von Kompositfüllungen im Seitenzahnbereich?
    • -biologische Degradation \\
    • -Polymerisationsschrumpfung \\
    • -Farbalterationen \\
    • -Gestaltung des Approximalraumes \\
    • -eingeschränkte Abrasionsresestenz \\
    • -Sekundärkaries
  103. Endokrone?
    • -Frage der Indikation \\
    • -Adhäsive Befestigung muß unter Trockenlegung umsetzbar sein \\
    • -Option einer hochfesten Aufbaufüllung \\
    • -(klein. 2-jahres Daten vielversprechend)
  104. Vollkeramiken, ihre Anwendung / Befestigung?
    • -Konventionell zementierter, nicht ätzbar mit HF / hochfest / Oxidkeramiken, Gerüstkeramiken / problematisch in der konventionellen Verarbeitung -> CAD-CAM- Technik \\
    • -Adhäsiv zu befestigen, ätzbar mit HF / zerbrechlich / Silikatkeramiken, Feldspatkeramiken (Mark II), Glaskeramiken (Pro CAD)
  105. Konstruktionsmodi digitale Abformung?
    • -Biogenerik:Errechnen der Rekonstruktion unter Berücksichtigung der individuellen Zahnmorphologie und der Restzahnsubstanz \\
    • -Korrelation: Einspannen einer bestehenden Restauration \\
    • -Okklusion: einspannen eines Registratur oder lateraler optischer Abdruck
  106. Cerec3 reproduzierbare Randspalten / Klebefugen?
    50 μm
  107. Adhäsivtechnik Keramik (Variolink II)?
    • -Restauration: Ätzen mit Flusssäure -> silanisieren mit Monobond Plus \\
    • -Kavität: Ätzen D15 S30 (total etch) -> Spülen, Trocknen -> Syntax Primer -> Syntac Adhäsiv \\
    • -Gemeinsam: Heliobond \\
    • -Eingliederung: Komposit = Variolink II in Kavität -> Eingliedern -> Reste entfernen -> Liquid Strip -> Lichthärten -> Ausarbeitung -> Fluoridierung
  108. Glyceringel / Liquid Strip / Airblock?
    • -Vor der Polymerisation des Befestigungskomposits muss der Übergang vom Zahn zum Keramikinlay mit klarem, durchsichtigem Glyceringel überschichtet werden. \\
    • -verhindert Sauerstoffinhibitionsschicht auf dem Komposit \\
    • -Komposite härten bei Zutritt von Luftsauerstoff nie vollständig aus. Die oberste Schicht bleibt weich und wird bei der Politur sehr schnell entfernt -> bei der Politur an der Kompositfuge zwischen Zahn und Keramik entsteht ein Unterschuss -> Diese Stufe könnte der Plaque als Retentionsstelle dienen und zu einer Füllungsrandkaries führen
  109. Befestigungskomposit Keramik?
    • - niedrig viskös ohne oder hoch viskös mit ultraschallaktivierung \\
    • -dualhärtend: Variolink II \\
    • -chemisch härtend: Panavia \\
    • -lichthärtend ( Problem:Durchhärtung!): X-Flow
  110. Alternative Befestigungskonzepte Keramik?
    • -Rely Unicem \\
    • -selbstadhäsiver, selbstkonditionierender universaler Befestigungszement \\
    • -Randspalt und Dentin-Haftunglaut Hersteller herkömmlichen Adhäsivsystemen entsprechend \\
    • -Schmelzhaftung signifikant geringer als bei Mehrschritt-Systemen
  111. Cerec-Versorgungen Indikation?
    • -chairside-Restauration \\
    • -schmelzbegrenzte Kavitäten \\
    • -Kofferdamm gut applizierbar / Trockenlegung möglich \\
    • -Kavitätenrand gut differenzierter vom Kofferdamm
  112. Vor- und Nachteile CereC?
    • +keine Dentinkontamination während einer prov Versorgung \\
    • +sofortige adhäsive Stabilisierung \\
    • +kein Abdruck \\
    • +alles liegt in unserer Hand \\
    • +leichte Korrektur und neuanfertigung bei Verlust \\
    • -aufwändiges nachbearbeiten des hochwertigen Rohlings (Politur) \\
    • -Anschaffungskosten des Gerätes \\
    • -Verweildauer des Pat unter Kofferdamm \\
    • -Anatomie und orale Strukturbiologie limitieren die chairside Anwendung
  113. Scheitern von Keramikinlays?
    • -selten Karies oder endodontische Probleme \\
    • -fehlerhafte Insertionstechnik (Kofferdamm) \\
    • -Frakturen der Keramik \\
    • -Präparationsfehler \\
    • (-für Erfolg relevant: klass.Adhäsivsystem, Kofferdamm, Silan)
  114. Systematik bei der Füllungs- und Kariestherapie?
    • 1. Zähne mit Schmerzen \\
    • 2. CP, offene Läsionen \\
    • 3. Austausch insuffizienter Füllungen und Versorgung von Karies media: quadrantenweise \\
    • Es ist anzustreben, die Zähne entweder sofort mit einer definitiven plastischen Füllung zu versorgen oder eine adhäsive Aufbaufüllung zu legen
  115. Systematik bei der Füllungs- und Kariestherapie ENDODONTIE?
    • -parallel zur Füllungstherapie \\
    • 1. Zähne mit Schmerzen \\
    • 2. Unbehandelte Zähne mit apikaler Parodontitis \\
    • 3. Revisionen
  116. GIZ-PV wann?
    • -bei Schwerkranken \\
    • -Zähnen unklarer Prognose \\
    • -temporär bei erheblichen Problemen mit der Trockenlegung \\
    • -vor chirurgischer Kronenverlängerung
  117. Funktionsstörung vom Bild der Limitation?
    • -längere Anamnese \\
    • -Meist älter als 35 \\
    • -Hypomobilität des UK \\
    • -SKD reduziert \\
    • -terminale Deflektion oder Scharnierbewegung \\
    • -Hypervalenz der Adduktoren \\
    • -zentrische Parafunktionen \\
    • -Verlust der Vertikaldimension
  118. Funktionsstörung vom Bild der Dyskoordination?
    • -Hypermobilität des UK \\
    • -SKD 4-7,5 cm \\
    • -Alter: 25-35 \\
    • -S-förmige Deviation \\
    • -Terminales Knacken \\
    • -Subluxation einseitig/ beidseitig \\
    • -Hypervalenz der Protraktoren \\
    • -exzentrische Parafunktionen
  119. Anamnese Funktionsdiagnostik?
    • -Unfälle \\
    • -Stressoren \\
    • -Bereits erfolgte Funktionstherapie \\
    • -Cave: psychische Überlagerungen \\
    • -Psychosomatische Probleme \\
    • -Divergenz Befund/Befinden
  120. Pathogenese keilförmiger Defekt?
    • -Exzentrische Parafunktionen \\
    • -Verlust der Eckzahnführung \\
    • -Dynamische Biegebeanspruchungen \\
    • -Auffächern und Ausbrechen der Schmelzprismen \\
    • -Gefügeauflockerungen am Verbund Schmelz/ Dentin \\
    • -Nachfolgende Abrasions/Erosionsvorgänge
  121. typisch intraoral bei CMD?
    • -Schlifffacetten \\
    • -Schmelzsprünge \\
    • -keilförmige Defekte \\
    • -Biss/ Verzahnung \\
    • -Kontaktverhältnisse \\
    • -Gruppenführung, Eckzahnführung \\
    • -Balancen, Hyperbalancen
  122. Provokationstest?
    • -Überprüfung: aktuell exzentrische Parafunktionen \\
    • 1. Schlifffacetten in Kontakt bringen \\
    • 2. isometrische Kontraktion über 60s \\
    • 3. Muskelbeschwerden?
  123. Vorgehen Bisshebung?
    • -funktionelle Vorbehandlung \\
    • -Verhaltensumstellung \\
    • -Schienentherapie \\
    • -Bisshebung \\
    • -Kompositfüllungen \\
    • -Kronen, Teilkronen
  124. Nichtkariöse Zahnhartsubstanzdefekte Fazit?
    • -MULTIFAKTORIELL, niemals nur auf den Zahn fokussieren \\
    • -Psyche: Stress, Essstörungen, Knirschen \\
    • -Externe Faktoren: Ernährung, Zahnbürste, Zahncreme \\
    • -Stomatognathes System: Speichel, Pellikel, Kaumuskeln
  125. Aspekte zur Erkennung eines Internen Granuloms + Therapie?
    - interne Resorption (im Röntgenbild) \\
  126. Vor- und Nachteile selbstätzender Adhäsivsysteme + Indikation?
    • + Zeitersparnis \\
    • + Überätzend \\
    • + Postoperative Hypersensibiliäten \\
    • - geringer ausgeprägtes Ätzmuster \\
    • - smearlayerentfernung und antibakterieller Effekt fällt weg \\
    • - mangelnde Hydrolysestabilität \\
    • Indikation: Milchzähne, temp. Verschluss in der Endo
  127. Komposit im Seitenzahnbereich - worauf kommt es an?
    • - KOMPOSIT (Polymerisationsschrumpfung, Polymerisationsschrumpfungskraft, Abrasionsstabilität, Bruchfestigkeit, Biokompatibilität) \\
    • -ADHÄSIVSYSTEM (Mehrschritt, Haftwert Schmelz/Dentin) \\
    • -DEFEKT (Ausdehnung, Breite des approx. Defektes) \\
    • -BEHANDLUNGSTEAM (Trockenlegung, Matritzentechnik, Inkrementtechnik, Polymerisationszeiten, anatoforme Gestaltung) \\
    • -PATIENT (Mundhygiene, Compliance)
  128. Einteilung der Komposite?
    • 1. VISKOSITÄT: "normal", stopfbar, hochfest, flowable \\
    • 2. FÜLLKÖRPER: -Makrofüller \\
    • -Mikrofüller \\
    • -Hybridkomposite: Feinpartikelhybridkomposite, Feinstpartikelhybridkomposite, Submikrometerhybridkomposite \\
    • -Nanokomposite \\
    • -Nanooptimierte Hybridkomposite \\
    • 3. Matrix: -BisGMA: K. mit red. E-Modul trotz hohem Füllergehalt, K. mit reduziertem Aufbau der Schrumpfkraft, K. mit spez. langkettigen Monomeren \\
    • -Ormocere \\
    • -Silorane
  129. Was sind Bulk-Fill-Komposite?
    • -Geordneter Ablauf der radikalischen Polymerisation \\
    • -Langsamer Aufbau des E-Moduls \\
    • -weniger Polymerisationsstress \\
    • -laut Hersteller: chemische Softstart-Polymerisations \\
    • -Ziel des Herstellers: sofortige Applikation dicker Schichten
  130. SDR
    • -ausgezeichnetes Anfließverhalten \\
    • -Vermeidung von Fehlstellen/ Blasen \\
    • -für Seitenzahnfüllungen anstelle des Flow-Materials \\
    • -Verfüllen des Kavitätenbodens (1-1,5mm)
  131. Reduktion der Polymerisationsschrumpfung?
    -Silorane (Bifunktionelles Vinylcyclopropen)
  132. Optibond FL?
    • -gefülltes, röntgenopakes Adhäsiv \\
    • -Alkohol/ Wasser \\
    • -kompatibel mit Autopolymerisaten
  133. Total etch und eine Flasche: Prime & Bond NT?
    • -Schmelz 40s und Dentin 15s ätzen \\
    • -10-15s Prime&Bond einmassieren \\
    • -lichthärten \\
    • -dünnflüssig \\
    • -Aceton
  134. Probleme bei der Dentin-Haftvermittlung?
    • -fehlendes Rewetting bei Aceton-basiertem Adhäsiv \\
    • -Übertrocknung des Dentins \\
    • -Kollabieren des Kollagen-Netzes \\
    • -Demineralisiertes Kollagen nicht infiltriert \\
    • -KEINE Hybridschicht \\
    • -Nanoleakage \\
    • -Postoperative Hypersensibiliäten
  135. Ein-Flaschen-System für total etch Technik: XP-Bond
    • -Tertiäres Butanol (Penetration von kollabiertem Kollagen) \\
    • -Mikroleakage ist gleichwertig oder besser im Vergleich zu klassischen etch and rinse Systemen
  136. Schmelz und Dentin konditionierende Systeme?
    • 1. Zwei-Schritt-Applikation: AdheSE, Aquaprime, Clearfill SE Bond \\
    • 2. All in one Adhäsiv: Adper Prompt L-Pop, Xeno , One Up Bond F
  137. Selbstätzende Adhäsivsysteme
    • -Saure Designermonomere!! \\
    • -Gründe: Zeitersparnis, kein Überätzen, Postoperative Hypersensibilitäten
  138. Kann die Schmelzhaftung auch mit selbstätzenden Adhäsivsystemen erreicht werden?
    • -geringer ausgeprägtes Ätzmuster \\
    • -Haftwerte entsprechen NICHT der Säure-Ätztechnik \\
    • -zusätzliches Ätzen des Schmelzes verbessert die Haftwerte
  139. Nenne 3 Vor-und Nachteile sowie 2 Indikationen selbstätzender Adhäsivsysteme!
    • +Zeitersparnis \\
    • +kein überätzen \\
    • +Postoperative Hypersensibilitäten \\
    • -geringer ausgeprägtes ätzmuster \\
    • -auf unpräpariertem Schmelz -> dünne Verbundzone \\
    • -Nachhaltigkeit des Verbunds fraglich \\
    • -schlechtere Dentinhaftung (auf sklerosiertem/kariösen)\\
    • Ind.: -Milchzahnfüllung/Aufbau \\
    • -Aufbaufüllungen
  140. Dentinhaftung?
    • 1.gesundes Dentin: \\
    • -Total etch: ca 54 MPa \\
    • -Selbstätzend, 2 Flaschen: ca 41 MPa \\
    • -Selbstätzend, 1 Flasche: ca 24 MPa \\
    • 2.sklerotisches oder kariös alteriertes Dentin: \\
    • selbstätzende Systeme schlechter als total etch
  141. HEMA?
    • -klassische Monomerkomponente von Adhäsivssystemen \\
    • -Hema= hydrophiler/amphiphiler Primer \\
    • -stabilisiert Kollagennetzwerk \\
    • -erhöht Dentinpermeabilität \\
    • -gut wasserlöslich
  142. Theoretische Ansätze Dentinhaftung?
    -chemische Interaktion / Bindung an Dentinkomponenten (organisch oder anorganisch)
  143. Selbstätzend vs. Etch and rinse?
    • 1. Selbstätzend ( Clearfil SE bond, Xeno V, Clearfil S3 Bond) \\
    • -Schnelligkeit, unkomplizierte Anwendung: Milchzahnfüllungen (Aufbauten) \\
    • 2. Etch and rinse (Optibond, XP-bond, Syntac classic) \\
    • -optimale Schmelzhaftung: definitive Kompositfüllungen, Keramikinlays (Aufbauten)
  144. Pro Reparaturfüllungen?
    • -weniger Zahnhartsubstanzabtrag (Schutz der Pulpa) \\
    • -Verlängerung Funktionszeit der Restauration \\
    • -Verlängerung der Lebenszeit des Zahnes \\
    • -kostengünstiger \\
    • -zeitersparend \\
    • -weniger belastend (insbesondere für Kinder und ältere Patienten)
  145. Kontra Reparaturfüllungen?
    • -evtl. Blassen von Karies \\
    • -Reduzierte mikro-/makroretenetive Verankerung \\
    • -evtl. Übersehen von Infrakturen \\
    • -evtl. Lockerung der Primärrestauration durch Präparation
  146. Allgemeine Reihenfolge Reparaturfüllungen?
    • 1.Abstrahlen \\
    • 2.Ätzen \\
    • 3.Silan/ Alloy-Primer \\
    • 4.Komponenten des Adhäsivsystemes \\
    • 5.Wenn mit Opaker gearbeitet wird: 2 min Polymerisation (Reparatur von Verblendung) \\
    • Weitere Hinweise: \\
    • 1.Abstrahlen mit Kofferdamm und Schutzbrille für Patienten \\
    • 2.Kleine Defekte: Alloy-Primer \\
    • 3.GroßeD Defekte ohne Makro-Retention: Abstrahlen
  147. Indikation Reparaturfüllungen?
    • -Kariesfreiheit ist sichergestellt \\
    • -Füllung kann sicher gelegt werden unter (absoluter) Trockenlegung \\
    • -Indikationen für einfache Reparaturen bei Milchzahnfüllungen, sehr alten Patienten, Schwerkranken wesentlich großzügiger stellen, ggf. GIZ
  148. Zuckeraustauschstoffe vs. Zuckerersatzstoffe?
    • 1.Zuckeraustauschstoffe: kalorische Süßungsmittel (liefern dem Körper Energie), häufig Zuckeralkohole \\
    • -z.B.:Sorbit, Xylit, Mannit \\
    • 2.Zuckerersatzstoffe: nichtkalorische Süßungsmittel, häufig synthetische Stoffe mit sehr hoher Süßungskraft \\
    • -z.B.: Saccharin, Aspartam
  149. Diagnostik des Kariesrisikos?
    Glycosyltransferase B als Marker der Kariesaktivität
  150. Abschätzung des Kariesrisikos?
  151. Parameter zum Abschätzen des Kariesrisikos?
    - Mundhygiene \\
  152. Kariesexkavation?
    • -von peripher nach zentral \\
    • -Rosenbohrer, niedrigtourig \\
    • -Löffelexkavator \\
    • -speckiger Glanz \\
    • -Farbe der Karies relativ unrelevant
  153. Adhäsionspräparation?
    • -Karies bestimmt Ausdehnung \\
    • -keine Retentionsform, keine Widerstandsform \\
    • -unterminierter Schmelz bleibt \\
    • -Anschrägung aller Schmelzränder \\
    • -Merkmale der Adhäsionspräparation: \\
    • 1.kleine Kavitätenöffnung \\
    • 2.kleines Volumen \\
    • 3.unter sich gehende Stellen im Dentin \\
    • 4.Haftflächen im Schmelz
  154. Was sind Kompomere?
    • -lichthärtende Komposite die durch Glasionomerzement-Komponenten modifiziert sind \\
    • -deutlich höhere Wasseraufnahme als übliche Komposite \\
    • -durch säuremodifizierte Monomere, diese besitzen hydrophile Hydroxylgruppen -> Wasseraufnahme
  155. Was sind Ormocere?
    • =Organisch Modifzierte Keramikmaterialien (organically modified ceramic) \\
    • -Grundgerüst: Polysiloxan-Skelettstruktur \\
    • -besteht z.T. aus anorganisch bereits vorpolymerisierten Netzwerk das mit org. Methacrylatgruppen vernetzt \\
    • -vernetzen nach Polymerisationsstart \\
    • -weniger Restmonomer
  156. Was sind Silorane?
    • -Kombination Oxiran und Siloxan \\
    • -Grundgerüst: Polysiloxan-Skelettstruktur \\
    • -Vernetzung über Polymerisation der Oxirangruppen \\
    • -keine Radikale sondern Kationen für Reaktionsstart \\
    • -erfordert neues Dentinadhäsiv und Fotoinitiatorensystem \\
    • -> Verringert Polymerisationsschrumpfung auf <1%
  157. Merkmale Streptokokkus mutans?
    • =Schlüsselkeim der Kariogenese \\
    • -Synthese wasser-UN-löslicher extrazellulärer Polysaccharide durch Glykosyltransferase \\
    • -multiple Adhärenzmechanismen \\
    • -extrem azidur (säureresistent) \\
    • -azidogen (säureproduzierend) \\
    • -Bildung intrazellulärer Fruktopolysaccharide
  158. Was sind Hyperbalancen?
    -Vorkontakte der Mediotrusionsseite bei Laterotrusion
  159. Wie verfahren Sie mit Kapulen, die im Munde des Patienten waren?
  160. Wie behandeln Sie eine Erosion und Abrasion im Zahnhalsbereich?

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