JKI Modul

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Author:
Dude533
ID:
275468
Filename:
JKI Modul
Updated:
2014-05-27 12:14:37
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JKI
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JKI
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  1. Integrierter Pflanzenschutz
    Der integrierte Pflanzenschutz gilt als Leitbild des praktischen Pflanzenschutzes. Er umfasst Systeme, in denen alle wirtschaftlich, ökologisch und toxikologisch geeigneten Verfahren in möglichst guter Abstimmung verwendet werden, um Schadorganismen unter der wirtschaftlichen Schadensschwelle zu halten, wobei die bewusste Ausnutzung natürlicher Begrenzungsfaktoren im Vordergrund steht.
  2. Was ist biologischer Pflanzenschutz?
    Definition: Unter biologischem Pflanzenschutz versteht man die Nutzung von Lebewesen (Makroorganismen und Mikroorganismen) und Viren zur Regulierung und Bekämpfung von Schaderregern (Krankheiten und tierische Schädlinge) an Kulturpflanzen.
  3. Konservativer Biologischer Pflanzenschutz
    Erhaltung und Förderung natürlicher Feinde
  4. Klassischer BPS
    Einbürgerung neuer Nützlingsarten
  5. Inokulativer BPS
    Bekämpfung ohne dauerhafte Einbürgerung
  6. Inundativer BPS
    adequat zur Anwendung eines nicht-biologischens PSM
  7. Pflanzenstärkungsmittel
    indirekt über die WirtspflanzeStärkung der pflanzeneigenen Abwehrmechanismen=Pflanzenstärkungsmittel
  8. Pflanzenschutzmittel
    • Pflanzenschutzmittel (PSM) sind chemische oder biologische Wirkstoffe und Zubereitungen, die dazu bestimmt sind
    •  Pflanzen und Pflanzenerzeugnisse vor Schadorganismen zu schützen oder ihrer Einwirkung vorzubeugen,
    •  in einer anderen Weise als ein Wirkstoff die Lebenswege von Pflanzen zu beeinflussen (z. B. Wachstumsregulatoren),
    •  unerwünschte Pflanzen oder Pflanzenteile zu vernichten oder ein unerwünschtes Wachstum von Pflanzen zu hemmen oder einem solchen Wachstum vorzubeugen.
    • direkt auf den Zielorganismustoxische Wirkung=Pflanzenschutzmittel
  9. Welche Wirkungsweise haben die Extrakte?
    • -direkt auf den Zielorganismus toxische Wirkung= Pflanzenschutzmittel
    • -indirekt über die WirtspflanzeStärkung der pflanzeneigenen Abwehrmechanismen= Pflanzenstärkungsmittel
  10. Welches Wirkungsspektrum haben die Extrakte?
    • - Insekten (z.B. Blattläuse, Gemüsefliegen, Blattkäfer)
    • - Pilz- und Bakterienkrankheiten (z.B. Feuerbrand, Echter Mehltau, Falscher Mehltau, samenbürtige Pathogene)
    • - Vorratsschädlinge (z.B. Bohnenkäfer, Brotkäfer)
  11. Welches ist die beste Extraktionsart, was ist das beste Extraktionsmittel?
    • Dies ist abhängig von den wirksamen Inhaltsstoffen, z.B.:
    • - Struktur und Löslichkeit
    • - Thermostabilität
  12. Welche weiteren allgemeinen Aspekte sind bei der Auswahl der Pflanzen zu beachten?
    • -Verfügbarkeit der Pflanze (Vorkommen, Anbaumöglichkeit etc.)
    • -Humantoxizität der Pflanze (Problematisch für Anwender und Zulassung)
    • -Mögliche Nutzung von „Abfallprodukten“ (z.B. Rhabarberblätter, Süßholzblätter
  13. Welchen Einfluss Süßholzextrakt auf das Pathogen und die Pflanze
    Direkte Wirkung: zoosporenschlupf, indirekt:Stresstoleranz(F4:Pflanzenstärkende Wirkung)
  14. Antagonismus:
    Unmittelbare Beeinträchtigung eines Organismus durch einen anderen mittels Antibiose, Konkurrenz, Parasitismus (Parasit) oder räuberischen Verhaltens
  15. Wirkmechanismen antagonistischer MO:
    Antibiose, Parasitismus, Konkurrenz, Resistenzinduktion, Apathogenität/Hypovirulenz(Verminderung Virulenz)Bodenbürtge Pathogene, Samenbürtge Pathogene,Blattpathogene, Lagerkrankheitenmeisten Mikrobiellen Antagonisten haben mehrere Wirkmechanismen
  16. Konkurrenz
    Konkurrenz um Wachstumsfaktoren, z.B. Nährstoffe und Wuchstoffe sowie Konkurrenz um "Raum", z.B. Bindungsstellen und Eindringpforten. Den Pathogenen werden somit Raum und Wachstumsfaktoren genommen, die sie für ihre Entwicklung brauchen.(Rotfäule Fichten, Fusariumwelke)
  17. Antibiose:
    Bei der Antibiose werden vom Mikoorganismus Antibiotika gebildet, die in sehr kleinen Konzentrationen in Stoffwechselprozesse der Pathogene eingreifen und somit hemmend, abtötend oder morphologisch regulierend wirken.
  18. Parasitierung:
    Bei der Parasitierung werden die Pathogene von den Antagonisten direkt angegriffen und abgetötet bzw. geschwächt. Bei den meisten zur Zeit auf dem Markt erhältlichen Antagonisten-Impfstoffen handelt es sich um Mikroorganismen, die diesen Wirkmechanismus verwirklichen können (z.B. Trichoderma harzianum, Coniothyrium minitans oder Bacillus subtilis)
  19. Resistenzinduktion/Präimmunisierung:
    Die Resistenzinduktion erfolgt vornehmlich bei der Infizierung der Pflanzen mit Mykorrhizapilzen. Da die Pflanze zunächst zwischen Symbiont und Pathogen nicht unterscheiden kann, reagiert sie zunächst gleichermaßen auf die Infektion, indem sie die Zellwände stärkt, lytische Enzyme und weitere so genannte Phytoalexine herstellt. Diese Stoffwechselprodukte verursachen eine Präimmunisierung der Pflanzen gegenüber Pathogenen.
  20. Hypovirulenz(übertragbar):
    Bekämpfung Kastanienkrebs mit hypovirulenten Stämmen:ver. Pilze treten Stämme mit verminderter Virulenz(HypovirulenZ) aufmeistens ss/ds-RNA Elementeverschmelzung Hyphen übertragendurch entfernung Fremd RNAPilzstamm geheilt
  21. Funktionen der gesunden Pflanze
    Bildung Vitaminen und Hormone, Bildung und Einlagerung von Stärke und Fetten, Transpiration, Fotosynthese, Bildung von AS, Aufnahme von Wasser und Nährstoffen, Proteinsynthese
  22. Von Pathogen hervorgerufene Symptome:
    Absterbe Erscheinung, Blattnekrose, Fruchtflecke, Fruchtfäule, Blattflecke, Welke Gefäßwelke, Wurzelkropf, Wurzelfäule
  23. Monocyklisch( und polycyklische Pflanzenkrankheiten
    Mono: boden- oder samenbürtige kranheiten: Sklerotina FäulePoly: Allgemeine Blattpathogene: Echt/Falscher Mehltau, RostpilzSekündare Infektion möglich
  24. Haustorien:
    Ein Haustorium (Mz. Haustorien) ist ein Saugorgan zur Nährstoffaufnahme, mit dem eine Pflanze oder ein Pilz Stoffe wie Wasser oder Nährstoffe von einem anderen Teil des eigenen Individuums oder von einem fremden Organismus aufnimmt.
  25. Induzierte Resistenz:
    Steigerung nat. Widerstandskraft einer Pflanze ohne Veränderung ihrer genetischen Konstitution, aktive Resistenz der Wirtspflanze, basierend auf physikalischen oder chemischen Barrieren, die durch biotische oder abiotische Induktoren aktiviert wird
  26. Präformierte:
    • sek. Metabolite
    • Mikrofibrillen
    • Pektin
    • Lignin
  27. induzierte abwehr
    • Elizitoren-->uns-->endogen+exogen
    •                   spez.-->Avirulenzproteine
  28. Elizitoren
    • Moleküle, die eine Abwehr seitens der Pflanze auslösenunspezifischeendogen: Bestandteil pfl. Zellwand,
    • exogen: Bestandteil phytopathogener MO z.B. Chitin(Pilz) Peptidoglykan(Bakterium)Spezifische Elizitoren: exogener UrsprungAvirulenzproteineGen für Gen Hypothese
  29. Nützling:
    Im BPS vor allem wirbellose Tiere aus der Gruppe der Arthropoda und Nematoda
  30. Funktionelle Gruppe von Nützlingen:
    Räuber, Parasitoide, Parasiten, Entomopathogene Nematodaunterteilung in Generalist und Spezialist
  31. Zusammenfassung Räuber
    Nahrungspezialisierung/Beutespektrum- Fraßaktivität der verschiedenen Stadien- Vermehrungsrate, Voltinismus- „Voracity“/Vermehrung - abhängig von abiotischen Faktoren- Eignung der Beute/Nahrung für Fekundität, Lebensdauer- Suchleistung – Schutzräuber/Säuberungsräuber
  32. Idiobont:
    Wirt wird abgeötet/paralysiert
  33. Koinobiont:
    • Wirt lebt weiter
    • Immunschwächung (Polydna-Viren)
    • Wachstus-Verlangsamung
  34. solitär-gregär:
    mehrere Parasiten der gleichen Art in einem Wirt lebend
  35. Superparasitierung:
    mehrere Mütter einer P-Art im Wirt
  36. Multiparasitierung:
    Mehrere P-Arten im Wirtintraguild predation
  37. Hyperparasitierung
    P-Art 2parasitiert p-Art1, die den Wirt parasitiertsecondary predation
  38. Polydnaviren
    • behüllte Viren mit ds DNAim Genom einigen Schlupfwespen integriertdienen als Viraler Vektorhemmen Abwehrreaktion
    • 2 Gattungen:Ichnoviren: einfache Lipiddoppelschicht;Ichneumonidae(Schlupfwepen)
    • Bracoviren: doppelte Lipiddoppelschicht; Braconidae(Brackwespen)
  39. Isolat zum Präparat
    • 1. Produktion: Flüssigfermentation, Feststoff-Fermentation
    • 2. Formulierung: Sprücktrocknung(günstig, hohe Temp.,kurz) Gefriertrocknung(schonend,energieaufwendig, teuer), Wirbelschicht-Trockner(Staubfrei, Partikel froß, Temp. Niederiger)
    • 3. Anwendung: ULV- Formulierung, Künstliche Verstecke, Applikationsstrategien
    • 4. Service
  40. Diagnostische Methoden zur Identifizierung von Athropodenpathogenen
    Herkunft Anamnese Symptome und Merkmale
  41. Zusammenfassung Viren
    • 1. submikroskopische Partikel (wenigstens einer linearen Dimension < 300 nm, Ausnahme Mimivirus!)
    • 2. kein eigener Stoffwechsel (obligate intrazelluläre Parasiten)
    • 3. im Unterschied zu allen anderen Lebewesen nur ein Nukleinsäure-Typ (RNA oder DNA)

    4. Besitzen eine Proteinhülle
  42. Zulassung Behörden
    • Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit:
    • 1. Umweltbundesamt: Naturhaushalt
    • 2. JKI: Wirksamkeit, Nutzen
    • Bundesinstitut für Risikobewertung:Gesundheit

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