PHYSIO Visuelles System

Card Set Information

Author:
LukasErdmann
ID:
276776
Filename:
PHYSIO Visuelles System
Updated:
2014-06-15 06:36:03
Tags:
Gelina
Folders:

Description:
PHYSIO Visuelles System
Show Answers:

Home > Flashcards > Print Preview

The flashcards below were created by user LukasErdmann on FreezingBlue Flashcards. What would you like to do?


  1. Stationen der Lichtbrechung
    Cornea, Kammerwasser, Linse und Glaskörper
  2. Brechungsindex
    Lichtgeschwindigkeit im Vakuum durch Lichtgeschwindigkeit in Medium
  3. Brechkraft des Auges
    • Cornea: 43 dpt
    • Linse: 19-34 dpt
    • Rückseite der Conea (konkav) -3 dpt

    = 59-74 dpt
  4. Akkomodation
    Steuerung der Gesamtbrechkraft

    Abflachung der runden Linse durch über Uvea (Aderhaut) gespannte Zonulafasern

    M. ciliaris (Parasympathikus) entspannt Zonulafasern -> Brechkraft steigt -> Nahakkomodation
  5. Akkomodationsbreite
    = 1/Nahpunkt - 1/Fernpunkt

    • bei Kindern: 15 dpt
    • bei Erwachsenen: 10 dpt (Auge verliert Elastizität)
  6. Presbyopie
    = Alterssichtigkeit

    Akkomodationsbreite kann im Alter auf 0 dpt absinken

    Fernpunkt bleibt, Nahpunkt entfernt sich
  7. Myopie
    = Kurzsichtigkeit

    Brennpunkt auch bei kompletter Fernakkomodation vor der Linse

    Nahpunkt und Fernpunkt nähern sich
  8. Hypermetropie
    = Weitsichtigkeit

    Brennpunkt auch bei kompletter Nahakkomodation hinter der Linse

    Nahakkomodationstrias -> Miosis und Konvergenz bei Nahakkomodation -> da aber abweichende Sehachsen -> Doppelbilder
  9. Astigmatismus
    = Stabsichtigkeit

    Cornea bricht in vertikaler Achse stärker als horizontal

    regulärer Astigmatismus bei über 0,5 dpt -> verzerrtes Bild auf Netzhaut

    irregulärer Astigmatismus bei Oberflächenveränderungen
  10. Myosis
    durch parasympathischen M. sphincter pupillae
  11. Mydriasis
    sympathisch innerviert

    Iris wölbt sich ein wenig in vordere Augenkammer -> kann bei Prädisposition der Kammerwinkel zum Glaukomanfall kommen
  12. Pupillenreflex
    Photorezeptoren der Retina -> N. opticus -> prätectale Region -> Verschaltung -> Ncl. Erdinger Westphalt + ziliospinales Zentrum im RM -> Sympathische Fasern: Ggl. cervicale sup; Parsympathische Fasern: N. occulomotorius

    ---> extrageniculärer Reflex
  13. konjugierte Augenbewegungen
    beide Augen ändern Blickrichtung gleichsinnig

    Sakkaden = ruckartige Bewegungen von einem Fixationspunkt -> nur Bilder aus Fixationsperioden werden wahrgenommen

    Nystagmus = Kombination aus langsamen Augenfolgebewegungen und schnellen Rückstellsakkaden
  14. Vergenzbewegungen
    Beide Sehachsen verändern den Winkel zueinander um sich der Entfernung anzupassen
  15. Augeninnendruck
    Kammerwasserproduktion <> und -Abfluss

    in der Sklera: 15-20 mmHg

    Aufgabe: Formerhalt des Augapfels und Retina auf Pigmentepithel drücken

    Produktion: Proc. ciliaris in hinter Kammer -> durch Pupille in vordere

    Abfluss: Kammerwinkels -> Schlemmkanal -> episklerale Venen
  16. Tränenflüssigkeit
    aus Glandula lacrimalis

    enthält IgA
  17. Retina
    von außen nach innen:

    Pigmentepithelzellschicht -> phagozytiert abgestoßene Anteile der Photosensoren

    Photosensoren auf lichtabgewander Seite

    Horizontalzellen

    Bipolarzellen

    amakrine Zellen

    Ganglienzellen -> ab hier AP

    ---> Transduktion in pars optica
  18. Photorezeptoren
    Zapfen -> 1000 intrazelluläre Membranscheiben -> Farbe

    Stäbchen -> Einfaltungen der Zellmembran -> Dämmerungssehen

    Zilium verbindet Außen- und Innensegmente

    20x mehr Stäbchen als Zapfen
  19. Ortmaximum der Photorezeptoren
    • Fovea centralis: Zapfen
    • Randbereich: Stäbchen
  20. Zapfen
    6. Mio mit teilweise 1:1 Konvergenz an Ganglienzellen -> hohe Auflösung

    3 verschiedene Arten (Farbe)
  21. Stäbchen
    120 Mio am dichtesten 30° um Fovea centralis

    Sehfarbstoff: Rhodopsin mit Absorptionsmaximum bei ca. 500nm -> deswegen blau heller -> Purkinje-Erscheinung
  22. Signaltransduktion in Photorezeptoren
    In Ruhe -> cGMP-abhängige Leitfähigkeit für Na u. Ca (Dunkelstrom) -> recht stark depolarisiert -> -30 mV

    Licht verringert diese Leitfähigkeit -> Hyperpolarisation -> weniger Glutamat wird frei
  23. Veränderung von Rhodopsion bei Licht
    Konformationsänderung des 11-cis-Tetinals zu All-Trans-Retinal

    Rhodopsin -> Meta-Rhodopsin II -> aktiviert G-Protein Transducin -> aktiviert Phosphodiesterase -> hydrolysiert cGMP zu GMP -> cGMP abhänigige Na und Ca Kanäle schließen -> Hyperpolarisation

    Inaktivierung von Transducin (spaltet auch selbst GTP in GDP) durch Neubildung von cGMP

    Pigmentepithel wandelt All-Trans-Retinal in 11-cis-Retinal
  24. Ganglienzellen
    130 Mio. Photorezeptorzellen konvergieren auf 1 Mio. Ganglienzellen

    a-(Y-)Zellen = magnozelluläres System -> Stäbchen -> Bewegung und Entfernung

    ß-(X-)Zellen = parvozelluläres System -> Zapfen -> Farbe und Gestalt

    y-(W-)Zellen = koniozelluläres System -> Blickmotorik und reflektorische Augenbewegung
  25. On-/Off-Zentrums-Neurone
    Ganglienzelle kann de- oder hyperpolarisiert werden, je nachdem ob weniger Glutamat (normalerweise EPSP, im Auge aber auch IPSP) an einer inhibitorisch oder exzitatorisch wirksame Synapse ausgeschüttet wird

    Ganglienzelle reagiert unterschiedlich, je nachdem ob nur Zentrum oder nur die Peripherie oder Beides eines rezeptiven Feldes gereizt wird

    ---> gute Hell-Dunkel-Auflösung
  26. On-Zentrums-Neuron
    Beleuchtung des Zentrums -> Depolarisation der Ggl. Zelle -> AP steigt

    Beleuchtung der Peripherie -> Hyperpolarisation der Ggl. Zelle -> AP sinkt

    Beleuchtung gesamtes Feld -> etwas schwächere Depolarisation der Ggl. Zelle -> AP steigt
  27. Off-Zentrums-Neuron
    Beleuchtung des Zentrums -> Hyperpolarisation der Ggl. Zelle -> AP sinkt

    Beleuchtung der Peripherie -> Depolarisation der Ggl. Zelle -> AP steigt

    Beleuchtung gesamtes Feld -> etwas schwächere Hyperpolarisation der Ggl. Zelle -> AP sinkt
  28. Visusbestimmung
    Visus = 1/Winkelminute[a] in %

    Winkelminute = 1/60°

    Unterscheidung von 1 Winkelminute = Sehkraft 100%
  29. retinales Farbsehen
    • K-Zapfen: blau
    • M-Zapfen: grün
    • L-Zapfen: rot

    analog zu On-Off-Rezeptorn -> rezept. Felder, die auf unterschiedliche Wellenlängen reagieren

    Additive und Subtraktive Farbmischung
  30. Adaption
    Anpassung eines Auges an unterschiedliche Lichtverhältnisse

    Kohlrausch-Knick = charakteristischer Knick in Adaptionskurve bei Übergang von Zapfen- zu Stäbchensehen

    -> Fixierung mit der Fovea bei schwachem Licht nicht möglich
  31. Mechanismen der Adaption
    Pupillenweite

    Änderung der Rhodopsionkonzentration -> viel Licht -> viel Rhodopsion verfällt

    Laterale Hemmung sinkt bei wenig Licht -> räumliche Summation

    Zeitliche Summation durch langes Hinsehen

    Sukzessivkontrast -> lokale Adaption der Netzhaut
  32. Sehbahn
    nasale Netzhautareale (=temporales Gesichtsfeld) kreuzen im Chiasma

    primäre Sehrinde = area striata

    retinotope Gliederung = benachbarte Bezirke auf Retina laufen bis zur area striata in benachbarten Nervenfasern

    Teilinformationen getrennt dabei
  33. visueller Kortex
    retinotop angeordnete, sog. korikale Säulen

    Säulen können von linkem, rechtem, oder beiden Augen erregt werden

    30% des Kortex verarbeiten optische Inforamtionen
  34. binokulares Tiefensehen
    fixiertes Objekt in Fovea abgebildet

    gleich weit entfernte Gegenstände auf Horopterkreis

    je nachdem ob Objekt näher dran oder weiter weg ist, werden auf nicht-korrespondierenden Netzhautstellen abgebildet -> weiter weg nasal, näher dran temporal -> Entfernung kann abgeschätzt werden
  35. monookuläres Tiefensehen
    Konturüberschneidung, Licht/Schatten, Größenunterschiede, Farbsehen (weiter weg = bläulicher und weniger intensiv)

    -> Eindruck über dreidimensionalen Raum
  36. Gesichtsfeld
    für farbige Reize kleiner als für Hell-Dunkel-Reize

    für blaues Licht größer als für rotes Licht

    Skotom = lokalisierter Ausfall

    blinder Fleck = 15° temporal vom Fixationspunkt

What would you like to do?

Home > Flashcards > Print Preview