PHYSIO Auditorisches System und Gleichgewicht

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Author:
LukasErdmann
ID:
277030
Filename:
PHYSIO Auditorisches System und Gleichgewicht
Updated:
2014-06-17 11:37:37
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Gelina
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PHYSIO Auditorisches System und Gleichgewicht
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  1. Unterschied Ton, Klang, Geräusch
    Ton: Sinusschwingung mit definierter Frequenz

    Klang: Periodenförmige Schwingung mit gemischtem Frequenzbild

    Geräusch: ungeordenete Frequenzgemische
  2. Hörbereich
    • 20 Hz bis 20 kHz
    • 4 - 130 dB
  3. Schalldruck Absolutschwlle
    P bei 3000 Hz
  4. Schladruckpegel
     in dB

    wird Schaldruck verzehnfacht = 20 dB Anstieg
  5. Lautstärke
    subjektiv in Phon

    bei 1000 Hz -> Phon und dB gleich -> 4 Phon/dB
  6. Unterschiedsschwelle
    1 dB bei gleicher Frequenz

    bei 1000 Hz 3 Hz
  7. Rinne-Versuch
    "Rinne sitzt im Mastoid drinne"

    • 1. Stimmgabel auf Mastoid -> Knochenleitung
    • 2. bei Stille -> Luftleitung
    • wenn Ton hörbar -> Rinne positiv (also bei Gesunden und Patienten mit SchallEMPFINDUNGSstörungen
  8. Weber-Versuch
    1. Stimmgabel mittig auf Kopf

    bei Lateralisation in das gesunde Ohr -> SchallEMPFINDUNGSstörung

    bei Lateralisation in krankes Ohr -> SchallLEITUNGSstörung weil krankes Ohr adaptiert auf geringere Geäuschpegel
  9. Schwellen- und Sprachaudiometrie
    Audiometrie = subjektive Prüfung der Hörleistung

    Schwellenaudiometrie = Hörschwelle in abhängigkeit der Frequenz für Luft und Knochen

    Sprachaudiometrie = Worte in definierter Lautstärke
  10. akustisch evozierte Potentiale
    AEP = objektive Hörprüfung

    Töne bei EEG

    Wellen der mehrgipfligen Kurve -> bestimmte Strukturen der Hörbahn (ca. 1000 Ableitungen)
  11. Ausfall des N. facialis
    Hyperakusis weil M. stapedius (reduziert Schallleitung) ausfällt
  12. Impedanzanpassung
    Übersetzung des Schalls im Mittelohr von Luft auf Perilymphe

    Impedanzanpassung weil Wasser Schall einen höheren Widerstand entgegen bringt

    1: Größenunterschied von Trommelfell zu Foramen vestibuli = 17 :1

    2: Hebelwirkung der Gehörknöchelchen = Faktor 1,3

    Verstärkung des Schalldrucks um Faktor 22 -> 20 dB
  13. Kochlea
    Foramen vestibuli -> scala vestibuli -> Helicotrema -> scala tympani -> foramen cochleare

    Perilymphe wie Extrazellularsubstanz -> Viel Na, wenig K

    Ductus cochlearis verbindet Cortiorgan mit Sinneszellen

    Endolymphe (von stria vascularis) wie Intrazelularsubstanz -> viel K, wenig Na

    Reissner-Membran zwischen Duchtus cochlearis und scala vestibuli
  14. Endokochleares Potential
    zwischen Peri- und Endolymphe

    +85 mV
  15. Membranpotential der Haarzellen
    • im Vergleich zur Perilymphe -> -70 mV
    • im Vergleich zu Endolymphe -> 150 mV (positive Ladungen in Endolymphe)
  16. Anzahl der Haarzellen und Funktion
    10.000 äußere Haarzellen -> in 3 Reihen -> Schallverstärker -> cholinerg efferent innerviert (Umgebungsgeräusche rausfiltern) -> Stereozillien durch Tip-Links verbunden und mit Membrana tectoria verwachsen

    3.500 innere -> eine Reihe -> Sinnesorgane -> afferent innerviert ->Auslenkung zum längsten Tip-Link -> Zugspannung -> K+ Kanäle öffnen

    Perikaryen des N. chochleares -> bipolar
  17. Wanderwellentheorie
    Einwärtsbewegung des Stapes -> Auswärtsbewegung der Membran des runden Fensters

    Basilarmembran wird breiter und Steifigkeit nimmt ab

    Tonotopie von Hoch -> Tief

    • elastische Rückstellkräfte nehmen ab
    • Ausbreitungsgeschwindigkeit sinkt
    • Wellenlänge wird kürzer
    • Amplitude wird größer
  18. Reiztransduktion der Kochlea
    Basilarmembran schwingt -> Abscheren zwischen Basilar- und Tektorialmembran (ca 0,3nm) -> äußere Haarzellen werden abgeschert -> Zilien Richtung größten Ziliums -> Zug auf Tip-Links -> K+ Kanäle öffnen -> K+ aus Endolymphe in Haarzelle -> Depolarisation -> Verkürzung der Äußeren Haarzelle -> oszillierende Längenänderung -> Verstärkung der Schwingungen -> 100 fache Signalverstärkung (+40 dB)

    -> Zilien der inneren Haarzellen scheren ab -> K+ Kanäle öffnen -> Depolarisation -> Öffnung von Ca Kanäle -> Ca Einstrom -> Freisetzung von Glutamat
  19. Kodierung der Lautstärke
    1. AP-Frequenz steigt bei steigender Lautstärke

    2. Miterregung von benachbarten Nervenfasern bei steigender Lautstärke = Rekrutierung
  20. Hörbahn
    erstes Neuron: bipolare Ganglienzelle, Ganglion spirale -> N. VIII ->

    zweites Neuron: Ncll. cochleares ant.post -> stria acustica -> corpus trapezoideum -> teilweise Kreuzung

    -> Ncl. olivaris sup. (erster Kern mit afferenzen beider Ohren) -> Lemniscus lat. -> Colliculi inff. -> corpus geniculatum mediale -> prim. Hörrinde
  21. Richtungshören
    Ncl. olivaris sup. erhält Afferenzen von beiden Ohren

    Schall etwas verzögert (3 x 10^-5 s) oder leiser (1 dB) -> Richtungsbestimmung

    Ohrmuschel verändert Schall charakteristisch -> vorne oder hinten
  22. Macularorgane
    Macula sacculi u. Macula utriculi ---> Linearbeschleunigung

    Sacculus und Utriculus Haarzellen ragen in Macula statica (gallertartige Masse mit Statolithenkristallen)

    Bei Bewegung (oder durch Schwerkraft) schert Macula ab
  23. Bogengangsorgane
    3 Ductus semicirculares mit Endolymphe gefüllt---> Drehbeschleunigung

    Aufweitung an Basis ragt Cupula (gallertartige Leiste) in Lumen und verschließt es -> Zilien ragen in Cupula -> Bei Bewegung -> Auswölbung der Cupula -> Abscherung zum Kinozilium -> Tip-Link-Spannung -> K+ Kanäle öffnen -> K strömt ein

    Kinozilium horizontaler Haarzellen -> rostral
  24. Signaltransduktion des Vestibularorgans
    Ruhe -> Haarzellen sezernieren etwas Glutamat als exzitatorischen Transmitter (sek. Sinneszelle) -> Ruhe-AP-Frequenz

    Abscherung der Zilien zum Kinozilium -> Depolarisation durch K-Einstrom -> Ca-Kanäle öffnen + Einstrom -> Glutamat wird freigesetzt

    Haarzellen haben schnelles Adaptionsverhalten -> Differentialrezeptoren

    Verhältnis der AP-Frequenzen aus den Bogengängen -> Sinneswahrnehmung
  25. Kopfdrehung nach rechts ->
    AP-Frequenz rechtes Vestibularogan steigt, links fällt

    postrotatorisch andersrum
  26. Nystagmus
    Kombination aus langsamen Augenfolgebewegungen und schnellen Rückstellsakkaden

    Verschaltung von Gleichgewichtsorgan und Blickmotorik (visuelles System überwiegt jedoch)

    Frenzelbrille -> +20 dpt,

    • kalorischer Nystagmus: durch Gehörgangspülung-> warm steigert, kalt hemmt
    • -> Reizung rechts -> Drehung nach rechts -> Nystagmus nach rechts

    optikinetisher Nystagmus: Eisenbahnnystagmus

    Ausfallnystagmus: einseitige Schädigung des Vestibularorgans -> AP-Frequenz sinkt -> Drehung und Nystagmus zur Gegenrichtung (u. gleiche Richtung)

    Reiznystagmus: z.B. durch Entzündung -> zur kranken Seite (u. gleiche)

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