Psychologie

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Author:
Ch3wie
ID:
289027
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Psychologie
Updated:
2014-11-26 06:21:54
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Psychologie
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Psychologie
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  1. Absolute Risikoreduktion (durch eine Behandlung)
    Anteil der Erkrankten mit Behandlung abzüglich des Anteils der Erkrankten ohne Behandlung (Differenz = Exponierte-Nichtexponierte)
  2. Aggravation
    Unbewusste Verschlimmerung von Symptomen
  3. Aggregatdaten
    Für eine Gruppe zusammengefasste Daten werden in s.g. ökologischen Studien verwendet
  4. Agnosie
    Unfähigkeit, Dinge zu erkennen
  5. Agoraphobie
    Angst davor, in Menschenmengen und auf öffentlichen Plätzen zu sein
  6. Akkulturation
    • Einleben von Migranten in einem neuen Land
    •  - Integration: eigene Kultur behalten und neue annehmen 
    •  - Segregation: eigene K. behalten und neue ablehnen (=Separation)
    •  - Assimilation: eigene K. ablehnen, neue annehmen
    •  - Marginalisation: eigene UND neue ablehnen
  7. Allostase
    Sollwertverschiebung: Durch anhaltenden Stress erhöht sich der Sollwert für den Blutdruck
  8. Ambivalenz
    Widersprüchlichkeit
  9. Ambivalenz-Konflikt,
    Appetenz-Aversions-Konflikt
    • Konflikt zwischen gewollten und ungewollten Dingen:
    • Man will das Examen bestehen, muss danach aber in den ungewollten Berufsalltag
  10. Analer Charakter
    Zwanghaftigkeit, Ordnungsliebe, Machtstreben, Festhalten an rigiden Einstellungen, Reinlichkeit, Kampf um Unabhängigkeit und Pünltlichkeit
  11. Anforderungs-Kontroll-Modell
    (Karasek)
    Subjektive Arbeitsbelastung, hängt ab von den Anforderungen und der Kontrolle. Hohe Belastungen ohne einen eigenen Entscheidungsspielraum führen häufiger zu Krankheiten
  12. Appetenz-Appetenz-Konflikt
    Konflikt zwischen zwei gewollten DIngen: Schokoladen- oder Vanille-Eis?
  13. Apraxie
    Unfähigkeit eine bestimmte Handlung auszuführen
  14. Attributionsdimensionen
    • Attribution = Ursachenzuschreibung
    •  
    •  - Internal vs. external: Wo liegt die Ursache (Innerhalb des Patienten selbst oder außerhalb)
    •  - Stabil vs. labil: Wird es immer wieder passieren oder war es eine Ausnahme
    •  - Spezifisch vs. global: Betrifft es einzelne oder alle Lebensbereiche?
  15. Attributionsfehler, fundamentaler
    Handelnder und Beobachter attribuieren unterschiedlich: Eigenes Fehlverhalten wird durch äußere Gegebenheiten erklärt, fremdes Fehlverhaten wird in der Persönlichkeit des anderen begründet gesehen
  16. Attributables Risiko
    = Absolute Risikoreduktion
  17. Attribution
    Ursachenzuschreibung
  18. Arztrolle (Parson)
    Umfasst folgende Aspekte:

    •  - affektive Neutralität = Behandlung ohne persönliche Gründe
    •  - funktionale Spezifität = Arzt soll sein Handeln auf ärztliche Leistung beschränken
    •  - Universalismus = Hilfe sollte jedem gleichermaßen zuteilwerden
    •  - Kollektivitätsorientierung/Altruismus = Arzt soll uneigennützig sein
  19. Assoziation, freie
    Methode der tiefenpsychologisch fundierten Psychotherapie, in dem der Patient aufgefordert wird, seinen Gedanken freien Lauf zu lassen und alles zu erzählen, was ihm zu einem bestimmten Suchwort einfällt. Die freie Assoziation ist ein Weg zum Unterbewusstsein
  20. Ausweichende Gesprächsstrategien
    • Werden von Ärzten bei heiklen Patientenfragen gezeigt und umfassen folgende Strategien:
    • Adressatenwechsel, Beziehungskommentare, Mitteilung funktioneller Unsicherheit, Themenwechsel
  21. Aversion-Aversions-Konflikt
    Konflikt zwischen zwei ungewollten Dingen: Zahnarzt oder Zahnschmerzen?
  22. Balint Gruppe
    Regelmäßige Zusammenkunft von Ärzten zur Besprechung schwieriger Arzt-Patient-Interaktionen. Balint Gruppen sind Interessengruppen, sie haben ein gemeinsames Ziel
  23. Bedürfnispyramide nach Maslow
    • 1. physiologische Motive
    • 2. Sicherheit
    • 3. Zuwendung
    • 4. Anerkennung
    • 5. Selbstverwirklichung (höchstes Motiv)
    •  
    • -> Theorie gilt als widerlegt
  24. Beurteilungsfehler
    • Kontrasteffekt - nach einer sehr guten Leistung wird eine mittlere Leistung schlechter beurteilt
    • Haloeffekt = ein hervorstechendes Merkmal beeinflusst die gesamte Beurteilung
    • Effekt der zentralen Tendenz = mittlere Beurteilungen
    • Primacyeffekt = Effekt des ersten Eindrucks
    • Recencyeffekt = Effekt des letzten Eindrucks
    • Projektion = eigene Eigenschaften werden der anderen Person unterstellt
  25. Beveridge-Modell
    Nationaler Gesundheitsdienst, der mit zweckgebundenen Steuereinnahmen finanziert wird
  26. Big Five
    Fünf-Faktoren-Modell der Persönlichkeit: Verträglichkeit, Offenheit, Gewissenhaftigkeit, Extraversion, Labil/Stabil (=Neurotizismus)

    Merkhilfe: VOGEL
  27. Bildung
    eine den Lebensstil prägende Variable eng mit gesundheitsrelevanten Verhaltensweisen verknüpft! Je höher die Bildung, desto höher ist die Lebenserwartung!
  28. Bindungsverhalten
    Kann im Fremde-Situations-Test untersucht werden; es zeigen sich folgende Verhaltensweisen beim Kind

    • - Sicher gebundene Kinder zeigen beim Verlassen der Mutter Kummer, lassen sich bei Wiederkehr der Mutter schnell trösten
    • - Unsicher ambivalent gebundene Kinder zeigen bei Rückkehr der Mutter wenig Emotionen und suchen nicht ihre Nähe
    • - Unsicher vermeidend gebundene Kinder zeigen bei Rückkehr der Mutter keine Emotionen
  29. Biofeedback
    Physiologische Zustände werden dem Patienten sichtbar gemacht, sodass er diese beeinflussen kann (Hauttemperaturänderungen werden auf einem Bildschirm durch Farbveränderungen sichtbar gemacht)
  30. Cohends d
    Effektstärke-Maß: Der Effekt einer Intervention berechnet sich als Differenz der Mittelwerte (i.d.R. von Kontroll- und Experimentalgruppe), relativiert an der (gepoolten) Standardabweichung. Kommt zum Einsatz bei Meta-Analysen (-> Meta-Analyse)
  31. Compliance
    Mitarbeit und Kooperation im therapeutischen Prozess
  32. Contingent Negative Variation
    Langsame elektrische Negativierung des Kortex, beobachtbar im EEG beim Contingent Negative Variation Paradigma (es soll nach einem Alarmreiz auf einen imperativen Reiz reagiert werden)
  33. Daten
    • - Primär: Vom Untersucher selbst erhoben
    • - Sekundär: bereits vorhandene Daten
    • - Individualdarten: Daten einzelner Personen
    • - Aggregatdaten: zusammengefasste Daten (z.B. Mittelwerte)
  34. Deduktion
    Schluss von einer Gesetzmäßigkeit auf erwartete Beobachtungen
  35. Demografische Transformation
    Wandel der Altersstruktur einer Gesellschaft, führt zu einer demografischen Alterung in erster Linie durch abnehmende Fertilität. 5 Phasen:

    •   1. Prätransformative Phase: hohe Geburten- und hohe Sterbeziffer
    •   2. Frühtransformative Phase: sinkende Sterbeziffer bei hoher Geburtenziffer
    •   3. Transformative Phase: Sinkende Sterbeziffer, sinkende Geburtenziffer
    •   4. Spättransformative Phase: niedrige Sterbeziffer, sinkende Geburtenziffer
    •   5. Posttransformative Phase: niedrige Geburten- und Sterbeziffer
  36. Deprivation, Reizdeprivation
    Reizarme Umgebung (Deprivation = beraubt)
  37. Deprivation, relative
    Gemessen an der Arbeitsbelastung (relativ) zu geringes Einkommen (Deprivation = beraubt)
  38. Deprivation, strukturelle
    • Wenn z.B. die Wohngegend um Infrastruktur (wie Kindergärten, Schule, Ärzte) beraubt wurde
    • Deprivation = beraubt
  39. Devianz, sekundäre
    • Devianz = Abweichung
    • Negative Bewertung der Umwelt verstärkt abweichendes Verhalten
  40. Diathese-Stress-Modell
    (=Vulnerabilitäts-Stress-Modell)
    Die Schädigung durch Stress hängt ab von der Intensität des Stressors und der dispositionellen Vulnerabilität (Verletzlichkeit)
  41. Dichotome Fragen
    Es werden genau zwei Antwortmöglichkeiten vorgegeben
  42. Disease-Management-Programme
    leitlinienorientierte Behandlungskonzepte für chronisch Kranke
  43. Disengagementtheorie des Alterns
    Soziologische Theorie, die davon ausgeht, dass Menschen im Ruhestand nach Entspannung, Ruhe und Genießen streben
  44. Dispositioneller Optimismus
    Feste Persönlichkeit, schützt vor Krankheit
  45. Dissimulation
    • Wenn Patienten vorsätzlich Krankheitssymptome verbergen, oder verheimlichen, um Gesundheit vorzutäuschen
    • (Gegenteil -> Simulation)
  46. Dissonanz, kognitive
    • Entsteht u.a. wenn Verhalten und Einstellungen nicht übereinstimmen (häufig bei Rauchern).
    • Häufiger werden dann die Einstellungen als das Verhalten geändert.
    • Beispiel: Rauchen reduziert Stress, Stress macht auch krank, also ist das Rauchen gar nicht so ungesund
  47. Doppelblindstudie
    Weder die Versuchsperson noch der Versuchsleiter weiß, wer in der Experimentalgruppe mit echtem Medikament und wer mit Placebo (Kontrollgruppe) behandelt wird. Dient der Kontrolle des Hawthorne-Effekts (-> Versuchspersonenfehler) und des Rosenthaleffekts (-> Versuchsleiterfehler)
  48. Drift-Hypothese
    Chronische (psychische) Krankheiten führen zu sozialen Abstieg
  49. DSM-IV
    Diagnosesystem mit fünf Achsen (multiaxiales System) zur Diagnosefindung (ähnlich -> ICD-10)
  50. EEG-Wellen
    • Beta: 24 Hz gespannte Aufmerksamkeit
    • Alpha: 12 Hz entspannter Wachzustand
    • Theta: 6 Hz Einschlafstadium
    • Delta: 3 Hz Tiefschlaf
  51. Emotionen
    • Primäre: Zeigen über alle Kulturen hinweg und auch bei Blinden ein typisches mimisches Ausdruckverhalten: Freude, Furcht, Ekel...
    • Sekundäre Emotionen: sozial erlernt
  52. Emotionstheorie, peripherialistische Theorie (James & Lange)
    • Interpretation des eigenen Verhaltens führt zur Emotion.
    • Beispiel: Ich laufe weg, also muss ich wohl Angst haben.
  53. Epidermiologische Transition
    Wandel der Morbiditätsstruktur im Zuge des demografischen Übergangs
  54. Erziehungsstile
    • Autorität: Die Eltern zeigen nur klare Strukturen auf, wenig Responsivität gegenüber den Kindern
    • Autoritativ: Die Eltern achten auf klare Strukturen und zeigen zugleich hohe Akzeptanz und Responsivität gegenüber dem Kind
    • Permissiv: Wenig Strukturen, aber hohe Akzeptanz und Responsivität gegenüber den Kindern
    • Vernachlässigend: Kein echter Erziehungsstil, stattdessen Vernachlässigung der Kinder
  55. Ethischer Utilitarismus
    • Der Zweck heiligt die Mittel
    • Z.B. therapeutisches Klonen ist dann gut, wenn dadurch Hoffnung auf Behandlung von Krankheiten entsteht
  56. Experiment
    Planmäßige Manipulation der unabhängigen Variablen und anschließende Messung der abhängigen Variablen
  57. Extinktion
    Löschung: Gelerntes wird wieder verlernt. Tritt ein, wenn die Kontingenz zwischen Reiz und Reaktion oder zwischen Reaktion und Konsequenz aufgehoben wird
  58. Fallkontroll Studie
    Sonderform der retrospektiven Kohortenstudie: Gruppe Erkrankter wird verglichen mit Gruppe nicht erkrankter "Merkmalszwillinge"; dient der retrospektiven Identifizierung von Risikofaktoren
  59. Falsifikationsprinzip
    (Karl Popper)
    Fortschritt in der wissenschaftlichen Erkenntnis resultiert aus dem Ausschluss unzutreffender Annahmen (Falsifikation)
  60. Feldunabhängigkeit
    Tendenz, autonom und unabhängig
  61. Fourastie-Hypothese
    Anteil von Beschäftigten hängt vom Grad der Technisierung und Automatisierung eines Erwerbssektors ab
  62. Frageformen (offen, geschlossen, Katalog, dichotom)
    • offen: nicht vorgegeben (Wie geht's?)
    • geschlossen: Thema vorgegeben (erzählen Sie mir von Ihren Schmerzen)
    • Katalogfragen: Antwortmöglichkeiten, die gewählt werden müssen
    • Dichotome Fragen: Fragen mit den Antwortalternativen Ja/Nein
    • Suggestivrragen: Eigentlich kein Antwortspielraum mehr, Antwort bereits vorgegeben
  63. Fremde-Situations-Test
    • Test zur Erfassung der Bindungsqualität zwischen Mutter und Kind
    • Hier wechselt in 3-minütigen Episoden die Anwesenheit der Mutter
  64. Gedächtnis, deklaratives
    Teile sind das episodische (eigene Geschichte) und das semantische (Allgemeinwissen), wird durch Störung im Hippocampus beeinträchtigt
  65. Gedächtnis, implizites
    Nicht bennenbares Wissen, erklärt intuitives Handeln
  66. Gedächtnis, semantisches
    Faktenwissen
  67. Gesprächsführung, direktiv vs. nondirektiv
    • Direktiv: Der Arzt leitet das Gespräch, gibt die Themen vor und stellt eher geschlossene Fragen
    • Non-direktiv: Arzt eröffnet das Gespräch mit offener Frage und hört dann im Wesentlichen zu, sendet nonverbale Aufmerksamkeitssignale und paraphrasiert (wiederholt mit anderen Worten) Äußerungen des Patienten
  68. Gesprächspsychotherapie (Rogers)
    Therapierichtung auf Basis der non-direktiven Gesprächsführung nach Carl Rodgers. Ziel ist die Selbstverwirklichung des Klienten. Setzt auf Seiten des Therapeuten folgendes voraus: Akzeptanz (Wertschätzung), Empathie (Mitgefühl), Kongruenz/Authenzität (Echtheit). Die wesentliche Technik besteht in der Verbalisierung und Spiegelung emotionaler Inhalte.
  69. Gini-Koeffizient
    Statistische Maßzahl zur Bestimmung von Ungleichverteilungen. Dient zur Bestimmung von Einkommensungleichheit
  70. Gratifikationskrise (Siegrist)
    Entsteht, wenn subjektiv das Gefühl entsteht, dass die Belohnung zu niedrig ist. Hier werden folgende Belohnungen erfasst: Geld, Anerkennung, Karriere
  71. HAWIE
    Hamurg-Wechsler-Intelligenztest, bestehend aus einem Handlungs- und einem Verbalteil, gründet sich auf die Generalfaktorentheorie der Intelligenz (IQ-Verteilung: Mittelwert = 100, Standardabweichung = 15)
  72. Hawthorne-Effekt
    Versuchspersonenfehler: Bereits das Bewusstsein, an einem Versuch teilzunehmen, beeinflusst die Reaktionsweise der Versuchspersonen
  73. Iatrogene Fixierung
    Durch den Arzt (iatrogen) hervorgerufener Glaube, erkrankt zu sein, zB durch unangemessene diagnostische und therapeutische Maßnahmen
  74. ICD-10
    Klassifikationssystem, das zur Verschlüsselung von Diagnosen herangezogen wird, in dem operationalisierte Kriterien genannt werden, anhand derer man entscheiden kann, welche Krankheit vorliegt. Erhöht die Vergeichbarkeit im Sinner der Auswertungsobjektivität
  75. ICF
    • Internationale Klassifikation der Funktionsfähigkeit, Behinderung und Gesundheit, beschreibt die Auswirkungen chronischer Krankheiten und umfasst folgende Dimensionen:
    • Aktivität, Kontextfaktoren in Person und Umwelt, Körperfunktionen und -strukturen, Partizipation (=Teilhabe an Beruf und Gesellschaft)
  76. Ich-Funktionen
    Psychoanalyse: Vermittlung zwischen Es (Trieb) und Über-Ich (Gewissen), Realitätsprüfung, Einsatz von Abwehrmechanismen, Angstabwehr
  77. ICU
    • Intensive-care-unit-Syndrom, hirnorganisches Psychosyndrom:
    • Bewusstseinseintrübung
    • zeitliche Desorientierung
    • motorische Unruhe
    • aggressives Verhalten nach Operation oder auf der Intensiv-Station
  78. Inferenzstatistik
    Schlussfolgerung von Stichprobenkennwerten auf die Parameter der Population
  79. Informed consent
    Einwilligung des Patienten zur Teilnahme an einer Studie nach Aufklärung über alle Vor- und Nachteile
  80. Instrumenteller Rückhalt
    Form der sozialen Unterstützung durch "lebenspraktische Hilfe"
  81. Intelligenz, fluide vs. kristalline
    • Fluide: Fähigkeit, sich schnell auf neue Situationen einzustellen, nimmt mit Alter ab
    • Kristalline: Erworbenes Wissen, nimmt im Alter zu
  82. Intelligenzentwicklung nach Piaget
    • Stufen der Intelligenzentwicklung
    • 1) Sensumotorische Intelligenz (bis 2 J.)
    • 2) Vorbegriffliches Denken (bis 4 J.)
    • 3) Anschauliches Denken (bis 6. J.)
    • 4) Konkretes Denken (bis 10 J.)
    • 5) Formales Denken (ab 10. J)
  83. Interferenz, retroaktiv vs. proaktiv
    • Überlagerung von gelernten Inhalten:
    • Retroaktiv: Später Gelerntes überlagert früher Gelerntes
    • Proaktiv: Früher Gelerntes überlagert das später Gelernte
  84. Interozeption
    Wahrnehmung körperlicher Vorgänge
  85. IQ
    Intelligenzquotient, Wert in einem Intelligenztest
  86. IQ, klassische Definition
    Quotient aus dem Intelligenzalter und dem biologischen Lebensjahr
  87. Irrtumswahrscheinlichkeit
    Wahrscheinlichkeit, Nullhyothese irrtümlich abzulehnen
  88. Kognitions-Attributionstheorie der Emotion
    Emotionen werden bestimmt durch unspezifische physiologische Erregung und deren kognitive Bewertung
  89. Kognitive Triade (Beck)
    Negative Sicht der eigenen Person, der Umwelt und der Zukunft; Denkmuster, welches bei Depression vorliegt
  90. Kognitive Verhaltenstherapie
    • Destruktive Gedanken werden identifiziert und durch konstruktive Gedanken ersetzt:
    • Aufbau angenehmer Aktivitäten
    • Infragestellung irrationaler Kognitionen
    • Training sozialer Kompetenzen
    • Veränderung automatischer Gedanken
  91. Kohärenzgefühl
    Trägt im Wesentlichen zum Wohlbefinden bei und hängt davon ab, in welchem Maß Ereignisse vorhersehbar und erklärbar sind, bewältigt werden können und es sich lohnt, Ereignisse zu bewältigen
  92. Kohortenstudie
    • Gruppen (Kohorten) werden über längeren Zeitraum untersucht:
    • retrospektiv: Den Zeitraum VOR einem Ereignis betreffend (zB vor Eintritt einer Krankheit)
    • prospektiv: Den Zeitraum NACH einem Ereignis betreffend
  93. Komorbidität
    Gemeinsames Auftreten von mehreren Erkrankungen (zB Herzinfarkt und Depression)
  94. Kompression der Morbidität
    Nicht nur die Lebenserwartung nimmt zu, sondern auch die behinderungsfreie Zeit
  95. Kontrast-Effekt
    Nachdem eine Person sehr gut war, wird eine andere schlechter bewertet
  96. Krankenrolle (Parson)
    • der Kranke ist verpflichtet, alles zu tun, um wieder gesund zu werden
    • der Kranke ist verpflichtet einen Arzt aufzusuchen
    • der Kranke wird von sozialen Rollenverpflichtungen weitgehend befreit
    • der Kranke wird für seine Situation nicht verantwortlich gemacht
  97. Krankheitsgewinn
    primär, sekundär
    • Primär: Konfliktreduktion durch Krankheit
    • Sekundär: durch mit Krankheit verbundene Entlastung von Verpflichtungen oder stärkere Zuwendung durch andere
  98. Likert-Skala
    Antwortmöglichkeiten werden verbal beschrieben und lassen sich sortieren

    • Beispiel Schmerzen
    • 1 = verschlimmert
    • 2 = nicht verändert
    • 3 = verbessert
  99. Managed-Care-Programme
    • Steuerungsmodell im Gesundheitswesen mit dem Ziel, Kosten zu senken und Versorgungsleistungen zu erhöhen
    • Schränken freie Arztwahl ein, leitlinienorientierte Therapie, Stärkung der Rolle des Hausarztes
  100. Median
    • Maß der zentralen Tendenz auf Ordinalskalenniveau
    • mittlerer Wert bei rangmäßig erhobenen Daten, robust gegen Ausreißer
  101. Mediatorvariable
    • Variable, die den Zusammenhang zwischen zwei anderen Variaben kausal erklärt.
    • Beispiel: Eine psychoedukative Intervention senkt das Herzinfarktrisiko nur dann, wenn der art Blutdruck begünstigt wird, sonst nicht. -> art Blutdruck hier Mediatorvariable
  102. Moderatorvariable
    • Variable, die Wirkung der unabhängigen Variablen verändert.
    • Beispiel: Frauen reagieren auf eine Therapie deutlich positiver als Männer (Geschlecht = Moderatorvariable)
  103. Multiple Faktorentheorie der Intelligenz
    Primary mental abilities, wie räumliches Vorstellungsvermögen und Wortflüssigkeit sind gleichrangige Faktoren der Intelligenz
  104. Morbidität
    • Erkrankungshäufigkeit in einer Gruppe
    • hohe Morbidität bedeutet viele Kranke in dieser Gruppe
  105. Kognitive Emotionstheorie (Kognitions-Aktivationstheorie)
    Schachter und Singer
    • Emotionen bestehen aus 2 Faktoren:
    •  - unspez. physiologische Erregung
    •  - kognitive Bewertung (vom Kontext abhängig)

    • Basiert auf Annahmen:
    •  - Attribution von Auslösern abhängig von Merkmalen der Situation
    •  - Kognitionen beeinflussen, wie Emotionen erlebt werden
    •  - Physiologische Erregung für subj. Emotionserleben nötig, aber nicht ausreichend
  106. Motive
    Primäre vs. sekundäre
    • Primäre sind angeboren (Hunger, Durst, Sexualität etc.)
    • Sekundäre sind erworben
  107. Neurotizismus
    Dimension im Big-Five-Modell: Personen mit hohen Werten sind labil; Personen mit niedrigen Werten sind stabil
  108. Narzisstische Persönlichkeitsstörung
    Selbstverliebtheit und Selbstüberschätzung
  109. Normierung eines Tests,
    Normstichprobe
    Eichung anhand einer repräsentativen Stichprobe
  110. Number needed to treat
    • Anteil der Patienten, die man im Rahmen einer Präventionsmaßnahme behandeln muss, um ein einziges unerwünschtes Ereignis zu verhindern.
    • = Kehrwert der Absoluten Risikoreduktion (= Anteil der Erkrankten mit Behandlung - Anteil der Erkrankten ohne Behandlung)
  111. Objektivität
    • Testgütekriterium: Drei Arten:
    •  - Durchführung (immer gleich)
    •  - Auswertung (unabhängig)
    •  - Interpretation (immer gleich)
  112. Odds ratio
    • Näherungsmaß für das relative Risiko:
    • Verhältnis des Anteils der Erkrankungen mit Risiko zum Anteil der Erkrankungen ohne Risiko
  113. Ordinalskala
    Werte lassen sich als Rangreihe sortieren
  114. Panikstörung
    Wiederkehrende, schwere Angstattacke, die nicht auf eine bestimmte Situation bezogen ist und u.a. mit Herzrasen einhergeht
  115. Paradox der Prävention
    Interventionen, die auf große Bevölkerungsgruppen mit geringem Risiko zielen, können für die Bevölkerung insgesamt nützlicher sein als Strategien, die sich auf Teilgruppen oder einzelne Personen  mit hohem Risiko konzentrieren
  116. Paralleltestmethode
    Korrelation dieser Tests kann als Maß für Reliabilität herangezogen werden
  117. Peer-Review
    Begutachtung der Leistungen von Fachkollegen durch andere Fachkollegen, kollegiale Eigenkontrolle
  118. Perseveration
    • Person sagt oder tut immer wieder das Gleiche
    • Häufig bei Personen mit Läsionen im präfrontalen Kortex
  119. Posttraumatische Belastungsstörung
    • Schlafstörungen
    • unwillkürliche Erinnerungen
    • äußerlich gefühlsmäßige Abstumpfung, innerlich jedoch angespannt und nervös
  120. Prädikative Validität
    Vorhersagevalidität
  121. Prädikative Werte
    positiv und negativ
    • Positiv: Wahrscheinlichkeit einer Erkrankung nach positivem Testergebnis
    • Negativ: Wahrscheinlichkeit von Gesundheit nach negativem Testergebnis
  122. Prävalenz
    • Anteil der Erkrankten in einem best. Zeitraum
    • z.B. 23% der Männer haben Übergewicht -> Prävalenz für Übergewicht bei Männern = 23%
  123. Prävention
    primär, sekundär, tertiär, quartär
    • Primär: Soll Inzidenz von Krankheiten verminden
    • Sekundär: Soll nach Eintritt der Erkrankung Gesundheit wieder herstellen
    • Tertiär: Soll eine Verschlimmerung von Erkrankungen verhindern
    • Quartär: Schutz vor Behandlungsfolgen bei Multimorbidität (Morbidität = Erkrankungshäufigkeit in einer Gruppe)
  124. Premack-Prinzip
    • Verhaltensweisen die sich häufiger zeigen, werden benutzt, um Verhaltensweisen zu stärken, die weniger häufig auftreten
    • Bsp: du darfst Fussek zocken, nachdem du Hausis gemacht hast
  125. Prompting
    • Erwünschte Verhaltensweisen werden gefördert
    • Bsp: Essen wird gelehrt, indem die Hand zum Mund geführt wird
  126. Prosopagnosie
    Unfähigkeit Gesichter zu erkennen
  127. Prozentrang
    Gibt an, wie viel Prozent der Getesteten gleich oder schlechter sind
  128. Rationalisierung
    Abwehrmechanismus: Für unbewusst motivierendes Verhalten werden scheinbar vernünftige Gründe gesucht
  129. Reaktanz
    Entsteht, wenn die Handlungsfreiheit eingeschränkt wird und führt zu Trotzverhalten = reaktantem Verhalten
  130. Reiz, diskriminativ
    • Bestimmt die situativen Gegebenheiten, unter denen ein bestimmtes Verhalten gezeigt wird
    • Bsp: Hund bettelt nur bei Herrchen, nicht bei Frauchen -> Diskriminativer Reiz: Herrchen vs. Frauchen
  131. Reizgeneralisation
    Ursprüngliche Angst vor Ratten weitet sich weiter aus auf Mäuse, Hamster etc.
  132. Reliabilität
    • Messgenauigkeit eines Testverfahrens
    • wird durch Testverlängerung verbessert
  133. Remission
    Wiederherstellung: Im Rahmen des klassischen Konditionierens die spontane Wiederherstellung einer konditionierten Reiz-Reaktions-Verbindung
  134. Repressor
    nehem positive Reize wahr, angsterzeugende Reize übersehen sie, wollen nichts über ihre Erkrankung wissen (Gegenteil -> Sensitizer)
  135. Resilienz
    Widerstandsfähigkeit
  136. Re-Test-Methode
    • Ein Test wird mit denselben Probanden wiederholt
    • Korrelation der beiden Testergebnisse kann als Maß für Reliabilität herangezogen werden
  137. Risikoreduktion, absolute
    • Wie groß ist die (absolute) Differenz der Erkrankungsfälle mit und ohne untersuchten Risikofaktor?
    • Differenz der Erkrankungshäufigkeit zwischen Exponierten und nicht Exponierten
  138. Rosenthal-Effekt
    Versuchsleiterfehler
  139. Salutogenese
    Wohlbefinden hängt ab von subjektiver Verstehbarkeit, Handhabbarkeit und Sinnhaftigkeit von Ereignissen
  140. Sensitizer
    lenken die Aufmerksamkeit eher auf negative Ereignisse, die eintreten können, wenden sich zu angstbesetzten Reizen hin (Gegenteil -> Repressor)
  141. Repressor
    nehmen positive Reize wahr, angsterzeugende Reize übersehen sie, wollen nichts über ihre Erkrankung wissen (Gegenteil -> Sensitizer)
  142. Sensitivität
    • Empfindlichkeit eines Testverfahrens (Wie sicher erkennt ein Test eine Krankheit)
    • Wahrscheinlichkeit eines positiven Testwertes bei auch tatsächlich kranken Personen
  143. Setting-Ansatz
    Schulungen von Risikogruppen in ihrer natürlichen Umgebung (zB Ansprechen von Drogensüchtigen in ihrer Umgebung)
  144. SF-36-Fragebogen
    Test für körperliche Funktionsfähigkeit
  145. Shaping
    Aufbau komplexer Verhaltensweisen, in dem jeder einzelne Schritt stufenweise verstärkt wird; Technik der Verhaltenstherapie
  146. Skalenniveaus
    • Nominal: zB Geschlecht, Erkrankung; häufigster Wert = Modalwert
    • Ordinal: Rangfolge; Maß der zentralen Tendenz = Median
    • Intervall: zB Intelligenztest; Maß der zentralen Tendenz = arithmetisches Mittel
    • Verhältnis-/Absolut-/Rationalskala: Absoluter Nullpunkt vorhanden, Relationen können berechnet werden; Maß der zentralen Tendenz = geometrisches Mittel
  147. SORKC-Schema
    Stimulus (S) trifft auf Organismus (O) und löst dort eine Reaktion (R) aus, die in best. Zusammenhängen (Kontingenzen = K) Consequencen (C) nach sich zieht
  148. Spezifität
    Anteil der richtigen Negativen an allen Test-Negativen
  149. Stressmodell, kognitives
    Lazarus
    • Kognitives Stress-Copingmodell mit drei Stufen, in denen Stress Situationen kognitiv bewertet werden
    • 1) Primär: Ist die Situation un-/angenehm?
    • 2) Sekundär: Welche Bewältigungsmöglichkeiten gibt es? Was kann ich tun?
    • 3) Tertiär: Neubewertung
  150. Trauerphasen (Kübler-Ross)
    • 1) Nicht-Wahrhaben-Wollen
    • 2) Zorn
    • 3) Verhandeln
    • 4) Depression
    • 5) Akzeptanz
  151. Validität, interne
    • Die Sicherheit des Kausalschlusses, mit welcher Änderungen im Ergebniskriterium (Zielgröße) auf die Behandlungsmaßnahme zurückgeführt werden können
    • Bei Labor-Experimenten hoch
  152. Validität, konvergente
    Testgütekriterium: Liegt vor, wenn zwei unterschiedliche Testverfahren, die dasselbe Merkmal erfassen, zu ähnlichen Ergebnissen kommen
  153. Yerkes-Dodson-Regel
    • Leistungsfähigkeit hängt von physiologischer Erregung ab:
    • niedrige Erregung führt zu niedriger Leistung
    • mittlere Erregung ermöglicht max. Leistung
    • hoche Erregung blockiert Leistung
  154. Zwangsstörung
    • Psychische Störung, verbunden mit Zwangshandlung oder Zwangsgedanken zur Reduzierung von Ängsten.
    • Durch Zwangshandlung wird das zwanghafte Verhalten negativ verstärkt

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