Lernpaket 7

Card Set Information

Author:
Ch3wie
ID:
289874
Filename:
Lernpaket 7
Updated:
2014-12-22 10:04:12
Tags:
Gallensäuren Biotransformation Lernpaket Endspurt Biochemie
Folders:
Biochemie
Description:
Lernpaket 7
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  1. Galle - Allgemein und Funktionen
    • pro Tag etwa 0,5l von der Leber sezerniert
    • enzymfreies Sekret
    • - 90% Wasser (die Blasengalle ist aber eingedickt und daher konzentrierter)
    • - Gallensäuren
    • - Gallenfarbstoffe = Abbauprodukte des Hb
    • - Cholesterin
    • - Phospholipide (z.B. Lecithin)

    • Funktionen:
    • - Fettverdauung: mit Gallensäuren
    • - Cholesterinausscheidung: Körper hat keine Enzyme für Cholesterinabbau. Ausscheidung entweder direkt oder nach Synthese der Gallensäuren
    • - Bilirubinausscheidung: Hämoglobin kann nicht vollständig abbgebaut werden. Bilirubin gebunden an zwei Molekülen Glucuronsäure ausgeschieden
  2. Gallensäuren
    • Funktionen:
    • - aktivieren Pankreaslipase
    • - amphiphile Substanzen, bilden mit FS und Monoacylglycerin Mizellen
    • - verhindern zusammen mit Phospholipiden das Ausfallen von Cholesterin in Gallenblase
    • - neg. Feedback auf Cholesterinsynthese

    Synthese

    • - erste Schritte im gl ER, später in Peroxisomen
    • - als erstes Einführung von Hydroxyl- und Carboxylgruppen
    • -> primäre Gallensäuren Cholsäure bzw. Chenodesoxycholsäure
    • - dann durch CoA aktiviert (ATP-Verbrauch)



    • - dann Konjugation mit Glycin oder Taurin (biogenes Amin des ox Cystein)
    • -> Amidbindung
    • -> konj. amphiphile Gallensalze Taurocholsäure und Glykocholsäure entstehen
    • - Teil der Salze im Dickdarm durch Bakterien in sek. Gallensäuren Desoxycholsäure und Lithocholsäure umgewandelt

  3. Enterohepatischer Kreislauf
    • in Hepatozyten gebildete Gallensäuren gelangen über Gallenkanälchen in Gallenblase
    • -> Transport durch Hepatozytenmembran primär aktiv
    • dann eingedickt
    • bilden mit Lipiden der Nahrung erst Emulsion, dann gemischte Mizellen, mit denen Sie ins Duodenum gelangen
    • -> Gallensäurenbedarf viel höher als in Leber vorhandene Menge GS, werden sie zu 90% resorbiert
    • -> im terminalen Ileum über aktives Transportsystem
    • erreichen Pfortader und werden über sinusoidale Endothelzellen durch sekundären Na+-Symport wieder aufgenommen
    • -> der ausgeschiedene Anteil ist einzige Möglichkeit Cholesterin zu entfernen
  4. Biotransformation
    • Ziel:
    • - gefährliche Substanzen zu inaktivieren und ausscheidungsfähig machen (apolare Substanzen werden nicht ausgeschieden)

    - Biotransformation findet im gl ER statt

    • Phase I:
    • - reaktive Gruppen werden eingeführt -> dabei können toxische Zwischenprodukte entstehen

    • Dazu zählen:
    • - Hydroxylgruppen (-OH) - am häufigsten
    • - Aminogruppen (-NH2)
    • - Carboxylgruppen (-COOH)

    Hydroxylasen bauen Hydroxylgruppen ein, hauptsächlich im ER lokalisiert, Cytochrom-P450- Monooxygenasen, bei denen Cytochrom-P Elektronenüberträger ist

    Phase II:

    • - zweite Phase = Konjugation
    • -> reaktive Substanz mit hydrophilen Substanzen konjugiert
    • - am häufigsten mit UDP-Glucuronsäure

    • weitere hydrophile Substanzen:
    • - PAPS (Phosphoadenosin-Phosphosulfat) zur Sulfatierung
    • - Acetat zur Acetylierung
    • - Aminosäuren zur Amidierung (zB akt. Gallensäuren mit Taurin bzw Glycin)
    • - Glutathion - SH-Gruppe bildet Thioester
  5. Alkoholabbau, Fettleber, Leberzirrhose


    !Acetaldehyd = Ethanal

    - Acetyl-CoA kann entweder zur ATP-Bildung beitragen oder zu Malonyl-CoA carboxyliert werden und in FS-Synthese eingehen

    Übermäßiger Alkoholgenuss

    • - überschüssiges Acetyl-CoA liefert viel ATP
    • - dieses hemmt Isocitratdehydrogenase und damit Citratzyklus
    • - Acetyl-CoA stattdessen zur FS-Synthese
    • - Acetaldehyd kann O2-Radikale freisetzen, die Membranen und Transportsysteme schädigen
    • -> TAG werden nicht exportiert und Fettleber entsteht

    • - Acetaldehyd führt zur Bildung von Proteinaddukten, die als antigene Strukturen zu Immunreaktionen führen
    • -> Zytokine werden ausgeschüttet, im Lebergewebe kommt es zu Proliferation und Fibrosierung und dadurch zur Leberzirrhose
  6. Kreatinsynthese
  7. Dystrophin
    • Protein in Membran der Muskelzellen
    • stellt Verbindung der Myofilamente zur EZM her
  8. Titin und Myomesin
    • halten Myofilamente in der richtigen Position
    • Titin horizontal, Myomesin vertikal (M-Bande)
  9. Myosin
    Allgemein und Aufbau
    • Motorprotein mit ATPase-Aktivität
    • in Wechselwirkung mit Aktin für Kontraktion verantwortlich
    • besteht aus zwei schweren und vier leichten Ketten
  10. Troponin und Tropomyosin
    Aufgabe
    • verhindern Bindung des Myosinköpfchens an das Aktin
    • Bei Ca2+-Einstrom binden diese an Troponin C (UE von Troponin)  -> Konformationsänderung -> Bindungsstelle für Myosinköpfchen wird frei
  11. Bindungsstellen-Freisetzung im gl. Muskel
    • Caldesmon bindet an Tropomyosin des Aktins
    • Einströmendes Ca2+ bindet an Calmodulin, das bindet dann an Caldesmon und Bindestelle wird frei
  12. Adenylatkinase-Reaktion
    • 2 ADP -> AMP + ATP
    • AMP sofort durch Desaminase zu IMP + NH3
  13. Myasthenia gravis
    Autoantikörper gegen nikotinische ACh-Rezeptoren der motorischen Endplatte werden gebildet
  14. Acetylcholin
    • Merke: Bei physiologischem pH positiv geladen!
    • Kation
  15. GABA
  16. Kreatinkinase-Reaktion und Entstehung des Kreatinins
    • Kreatin + ATP ⇌ Kreatinphosphat + ADP
    • Gleichgewicht auf Seite der ATP-Bildung
    • bei Muskelarbeit sinkt pH -> Gleichgewicht vollständig auf Seite der ATP-Bildung
    • ein konstanter Teil des Kreatinphosphats wird spontan unter Abspaltung von anorganischem Phosphat zu Kreatinin (Ringschluss) und über Niere ausgeschieden
    • dieses wird komplett glomerulär filtiert aber nicht sezerniert oder resorbiert -> Kreatinin-Clearnce = GFR

    Kreatininkonzentration im Plasma abhängig von Muskelmasse und Nierenfunktion

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