3. Sitzung

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Author:
fuck
ID:
291366
Filename:
3. Sitzung
Updated:
2014-12-12 09:37:50
Tags:
Zur Theorie der Sprechakte
Folders:
pragmatik
Description:
Prüfungsvorbereitung Pragmatik HS14
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  1. Sprechakttheorie
    • John Austin HOW TO DO THINGS WITH WORDS
    • Weiterentwicklung durch John Searle
    • Zentral: das Äussern eines Satzes kann eine Handlungoder eine Teilhandlung innerhalb eines gesellschaftlich-konventionellen Rahmens sein
  2. Austins Beobachtung
    • 1. einige Sätze haben besondere Eigenschaften - man kann mit ihnen etwas tun, statt nur etwas zu sagen
    • 2.Diese Handlungen sind möglich, weil es Konventionen gibt, die Wörter mit institutionellen Verfahren verknüpfen

    ⇒performative Äusserungen können nicht wahr oder flasch sein, sondern nur gelingen oder misslingen (=Fehlschlag)
  3. Fehlschlag
    • Fehlberufung: fehlendes Verfahren bzw. fraglich angewandtes Verfahren; falsches Verfahren
    • Fehlanwendung /Fehlausführung: Trübung durch Fehler, Lücke (unvollständig)
    • Missbrauch: Unaufrichtigkeit (Lüge, Unerhlichkeit, Heuchelei); Bruch (Versprechen)
  4. Performative Äusserungen
    • = 1. Person indikativ Präsens Aktiv
    • = Hauptverb ist performativ und lässt sich mit HIERMIT kombinieren
  5. Konstative
    Äusserungen mit denen Feststellungen über Tatsachen getroffen werden und die wahr oder falsch sein können
  6. Performative
    Äusserungen mit denen nicht einfach eine Tatsache konstatiert wied und denen kein Wahrheitswert zugewiesen werden kann, sondern die vielmehr eine Handlung vollziehen und dabei glücken oder missglücken können
  7. Konstativ vs. Performativ?
    • Ausweitung der Klasse der Performative auch auf implizite Performative = plötzlich erscheint die Konstative als besondere Klasse!
    • Die Dichotomie konstativ/performativ lässt sich nicht aufrechterhalten!
    • Wahrheitswert und Handlungsvollzug sind nicht unvereinbar
    • Konstative können genauso scheitern wie Performative, z.B. an falschen Präsuppositionen!
    • ⇒Nicht nur beim Gelingen sondern auch bei der Wahrheit können Abstufungen oder Annäherungen existieren

    ⇛Damit verwirft Austin die Dichotomie konstativ/performativ zugunsten einer allgemeinen Sprechakttheorie
  8. John R. Searle
    • Schüler Austins in Oxford
    • Systematisierung Austins Werk
    • Grösster Einfluss der Sprechakttheorie auf die Linguistik durch sein werk
  9. Searles Hauptfrage
    Wie ist die illokutionäre Kraft mit explizitem Performativen und anderen Sprechaktindikatoren konventionell verknüpft?
  10. Searle: Regulative Regeln
    regeln bereits existierende Aktivitäten
  11. Searle: Konstitutive Regeln
    • erzeugen die Aktivität selber. Sie habe immer die Form: "Das Tun von X ist Y"
    • =Die Regeln, die Sprechaktindikatoren mit ihren Illokutionen verknüpfen
  12. Glückenbedingungen bei einem Versprechen nach Searle
    • 1. S sagt, er werde eine künftige Handlung ausführen.
    • 2. Er beabsichtigt, das zu tun.
    • 3. Er glaubt, dass er es tun kann.
    • 4. Er geht davon aus, dass er es nicht ohnehin tun würde.
    • 5. Er geht davon aus, dass H möchte, dass er es tut.
    • 6. Er will sich mit der Äusserung verpflichten, es zu tun.
    • 7. Sowohl S wie auch H verstehen die Äusserung.
    • 8. Sie sind beide bei Bewusstsein.
    • 9. S und H befinden sich in einer normalen Situation – sie spielenz.B. nicht in einem Theaterstück
    • 10. Die Äusserung enthält einen Sprechaktindikator, der nur korrektgeäussert wird, wenn alle relevanten Bedingungen erfüllt sind
  13. Searle: Repräsentative Sprechakte
    Legen S auf die Wahrheit der ausgedrückten Proposition fest
  14. Direktive Sprechakte
    S will H zu einer bestimmten Handlung veranlassen
  15. Komissive Sprechakte
    Verpflichten S zu einer künftigen Handlungsweise
  16. Expressive Sprechakte
    Drücken eine psychichen Zustand von S aus
  17. Deklarative Sprechakte
    Bewirken unmittelbar Veränderungen der Wirklichkeit, hängen oft von Institutionen ab

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