Kapitel 6

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Author:
FrizzelOtizzel
ID:
293237
Filename:
Kapitel 6
Updated:
2015-01-18 07:29:35
Tags:
Kapitel6
Folders:
APE WiSe 2014/15
Description:
Kapitel 6
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  1. Erkläre den Begriff Risiko!
    • Wahrscheinlichkeitsaussage, umfasst
    • ...die bei einem bestimmten technischen Vorgang oder Zustand zu erwartende Häufigkeit des Eintritts eines unerwünschten Ereignisses
    • ... den bei Ereigniseintritt zu erwartenden Schaden
  2. Erkläre den Begriff "Grenzrisiko"!
    Größtes noch vertretbares anlagenspezifisches Risiko eines bestimmten technischen Vorgangs oder Zustands
  3. Erkläre den Begriff "Sicherheit"!
    Sachlage, bei der das Risiko kleiner ist als das Grenzrisiko
  4. Erkläre den Begriff "Gefahr"!
    Sachlage, bei der das Risiko größer ist als das Grenzrisiko
  5. Erkläre den Begriff "Schaden"!
    Beeinträchtigung der Funktion eines Technischen Produkts, oder Beeinträchtigung von Menschen bzw. der Umgebung
  6. Was versteht man unter der ganzheitlichen Betrachtung der Sicherheit?
    • Zuverlässigkeit der Bauteile, Maschinen und Anlagen, die geforderte Leistung während der projektierten Lebenszeit zuerfüllen
    • Minderung der Gefährdung der Personen, welche die Produkte nutzen
    • Schadensminimierung des technischen Systems und der Umgebung
  7. Definiere "Zuverlässigkeit"!
    Fähigkeit eines technischen Systems, innerhalb vorgegebener Grenzen und während einer bestimmten Zeitdauer den durch den Verwendungszweck bedingten Anforderungen zu genügen
  8. Welche Arten der Sicherheit werden im bezug auf die Systemgrenze unterschieden?
    • Umweltsicherheit
    • Arbeitssicherheit
    • Betriebssicherheit
  9. Definiere "Betriebssicherheit"!
    Vermeiden von Gefahren beim Betrieb von technischen Systemen, so dass das System selbst und/oder Nachbarsysteme keinen Schaden nehmen
  10. Definiere "Arbeitssicherheit"!
    Vermeiden von Gefahren für den Menschen bei der Arbeit oder beim Gebrauch von technischen Systemen
  11. Definiere "Umweltsicherheit"!
    Vermeiden von Gefahren für die Umwelt beim Betrieb von technischen Systemen
  12. Definiere "Sicherheitstechnik"!
    konstruktive Maßnahmen zum Schutz von Systemen, Menschen und Umwelt
  13. Definiere "Schutz"!
    Verringerung der Schadenseintrittshäufigkeit und/oder des resultierenden Schadensumfangs
  14. Nenne die Arten der Sicherheitstechnik und gib eine Hierarchie an nach der der Entwickler sie einsetzten sollte!
  15. Nenne Ziele und Prinzipien der unmittelbaren Sicherheitstechnik!
    • Ziele: Gefahr verringern, Schaden vermeiden
  16. Erkläre das Prinzip des Sicheren Bestehens (SAFE-LIFE)!
    Die Bauteile und deren Zusammenhang sind dahingehend gestaltet, dass alle wahrscheinlichen Zustände ohne Versagen überstanden werden
  17. Welche Voraussetzungen müssen für das SAFE-LIFE Prinzip erfüllt sein?
    • Klärung der Umgebung
    • Klärung der Belastung (Art der Krafteinwirkung, Kräfte, Zeitdauer)
    • Klärung der möglichen und außerordentlichen Einflüsse und Zustände (z. B. durch FMEA)
    • entsprechende Auslegung der Teile und Baugruppen nach bewährten Hypothesen und Verfahren (Normen, Richtlinien)
    • Erstellung von Funktionsmustern/ Messaufbauten, Durchführung von Tests
  18. Erkläre das Prinzip des Beschränkten Versagens (FAIL-SAFE)!
    Die Bauteile und deren Zusammenhang sind dahingehend gestaltet, dass bei Versagen keine schwerwiegenden Folgen auftreten
  19. Welche Voraussetzung muss für das Prinzip des Beschränkten Versagens erfüllt sein?
    • Kenntnis des Schadensablaufs vorausgesetzt (Fehleranalyse)
  20. Erkläre das Prinzip der "Redundanz"!
    • Bauteile sind mehrfach vorgesehen, um bei Ausfall eines Bauteils die Funktion noch sicherzustellen
    • Redundanz:Bedeutet Überflüssigkeit (hier bezüglich der Funktionserfüllung)Im Maschinenbau durch Mehrfachanordnung von Funktionsträgern/ Bauteilen/ Aggregaten gleicher Funktion realisiert
    • => Fällt ein Funktionsträger aus, übernimmt der andere dessen Aufgabe
  21. Teile Redundante Systeme nach der Funktion ein!
    • Aktive (heiße) Redundanz
    • Alle redundanten Bauelemente sind gleichzeitig im Einsatz. Fällt ein Bauteil aus, wird die Funktionsfähigkeit eingeschränkt, aber i. allg. noch ausreichend erfüllt
    • Passive (kalte) Redundanz
    • Ein (Not-) Bauelement steht in Reserve (stille Reserve) und übernimmt die Funktion nach Ausfall des Haupt-Bauelements. Die Funktion des Haupt-Bauelements muss überwacht werden (Sensorik) und bei Störung das Not-Bauelement ein oder zugeschaltet werden (Steuerung)
  22. Teile Redundante Systeme nach dem Wirkprinzip ein!
    • Prinzipgleichheit
    • Alle redundanten Systeme haben das gleiche Wirkprinzip. Systematischer Fehler kann zum totalen Systemausfall führen.
    • Prinzipredundanz
    • Die redundanten Systeme haben unterschiedliche Wirkprinzipien.
  23. Teile Redundante Systeme nach der Anordnung ein!
  24. Nenne Ziel und Forderungen der mittelbaren Sicherheitstechnik!
    • Ziel:
    • Soll die notwendigen Sicherheiten geben, wo unmittelbare Sicherheitstechniken den notwendigen Schutz nicht oder nur ungenügend gewähren
    • Forderungen:
    • zuverlässig (siehe safe-life, fail-safe)
    • zwangsläufig
    • nicht umgehbar
  25. Nenne die Prinzipien der mittelbaren Sicherheitstechnik!
    • Schutzsysteme (aktiv)
    • Schutzorgane (reaktiv)
    • Schutzeinrichtungen (passiv)
  26. Was sind Schutzsysteme?
    Nenne Kennzeichen!
    Schutzsysteme leiten bei Bestehen einer Gefahr selbsttätig eine Schutzreaktion ein, um Gefährdung von Personen und Sachen zu verhindern

    • Kennzeichen:
    • Signalfluss erfasst Größe, welche die Gefährdung verursacht, z. B. Drucküberwachung in Druckluftanlage
    • Meldung verdeutlicht Art der Gefährdung und die Tatsache des Eingriffs, z. B. roter Leuchtmelder mit Beschriftung „Druck zu niedrig"
    • Selbstüberwachung reagiert auf Fehler im Schutzsystem, z. B. Abschalten der Anlage bei Druckabfall im Schutzsystem
    • Wiederanlaufsperre verhindert unkontrolliertes Anlaufen der Anlage nach Auslösen des Schutzsystems
  27. Was sind Schutzorgane?
    Nenne Bsp.!
    Schutzorgane sind technische Gebilde, die aufgrund ihrer Funktionsfähigkeit ohne externe Signalumsetzung in der Lage sind, eine Schutzreaktion auszuüben

    • Beispiele:
    • Überdruckventil
    • Sicherheits-Rutschkupplung
    • Scherstift als Drehmomenten und Kraftbegrenzung
    • Berstscheibe
  28. Was sind Schutzeinrichtungen?
    Nenne Beispiele!
    Schutzeinrichtungen haben die Aufgabe, Menschen oder Sachen von einer Gefahrenstelle zu trennen, bzw. fernzuhalten und/oder sie von gefährlichen Ausgängen fernzuhalten

    • Beispiele:
    • allseitige Verkleidung
    • berührungshindernde Verdeckung
    • auf Abstand haltende Umwehrung
  29. Was ist die hinweisende Sicherheitstechnik?
    • Hinweis auf potentille Gefahren:
    • Warnschilder
    • Hinweisschilder
    • Hinweise in der Betriebsanleitung
    • Fehleranzeige:
    • akustisch => Warnton
    • optisch => Warnlampe, digitale oder analoge Anzeige, Fehlermeldung am Computer
    • Fehlersuchprogramm
    • Datenaufnahme mittels Sensoren
    • Auswertung durch Diagnoseprogramme
    • Aktivierung von Fehleranzeigen, Ableitung von Maßnahmen zur Fehlervermeidung

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