Lernpaket 1

Card Set Information

Author:
Ch3wie
ID:
294304
Filename:
Lernpaket 1
Updated:
2015-02-01 09:26:45
Tags:
Histologie Endspurt Lernpaket
Folders:
Histologie
Description:
Lernpaket 1 - Histologie
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  1. Mikrovilli
    • 2μm lang
    • 100nm dick
    • resorbierende Epithelien
    • Vorkommen: Dünndarm, Nierentubuli
  2. Stereozilien
    • 4-8μm lang, sonst gleicher Aufbau wie Mikrovilli
    • über Zytoplasmabrücken untereinander verbunden
    • Vorkommen: Nebenhodengang (Resorbtion, Sekretion)
    • Haarzellen im Innenohr, Riechzellen (Reizaufnahme)
  3. Kinozilien
    • beweglich
    • 6-12μm lang
    • 9 x 2 + 2 System der Mikrotubuli
    • über Basalkörper (Kinetosom) verankert
    • Vorkommen: Flimmerepithel in Atemwegen, Eileitern und Nebenhodengang (Transport)
  4. Geißeln
    • Aufbau wie Kinozilien, sehr lang
    • Nur bei Spermien
  5. Tight junction
    • Claudine
    • Occludine
    • Aktinfilamente
  6. Adhäsionsverbindung, Haftzone, Zonula adhaerens, Punctum adhaerens
    Bei Herzmuskelzellen: Fascia adhaerens
    • Cadherine
    • Ankerprotein, Anheftungsproteine (Catenine)
    • Aktinfasern
  7. Desmosom, Macula adhaerens, Haftplatte
    • Cadherine (Desmoglein, Desmocollin)
    • Ankerprotein, zytosol. Plaque
    • Intermediärfilamente
  8. Hemidesmosom
    • Integrine
    • Anker-/ Anheftungsproteine
    • Intermediärfilamente
  9. Fokaladhäsion, Fokale Kontakte
    • Integrine
    • Anker-/ Anheftungsproteine
    • Aktinfilamente
    • Tyrosinkinase (Src Familie)
  10. Mikrotubuli
    • merhere μm lang
    • ∅ 20-30nm
    • entstehen aus dem Microtubule organizing Centre (MTOC)
    • Röhrenwand besteht aus je 13 Protofilamenten, die aus Dimeren von je 1 α- und 1 β-Tubulin bestehen
    • Transport entlang der M. über Kinesin (Min->Plus; anterograd; von innen nach außen) und Dynein
    • Vorkommen: In Kinozilien, Basalkörpern, Zentriolen, Zentrosomen, Teilungsspindeln, Axonen, Geißeln
  11. Intermediärfilamente
    • ∅8-10nm
    • Stützgerüst der Zelle -> stabilste Komponente
    • daher besonders in mechanisch beanspruchten Zellen
    • Vorkommen:
    • Zytokeratine in Epithelen
    • Vimentin in Bindegewebszellen
    • Desmin in Muskelgewebe
    • Neurofilamentproteine in Nervenzellen
    • saures Gliafibrillenprotein (GFAP) in Astrozyten
    • Lamine an innerer Oberfläche der Kernmembran
  12. Aktinfilamente; Mikrofilamente
    • ∅6-7nm
    • Polymerisation von G-Aktin -> F-Aktinfilament (α-Helix, doppelsträngig)
    • Minus- und Plusende
    • Verschiedene Anordnungen (Netzwerke, Bündel, ringförmig, ganz ohne Muster)
    • Spektrin und Dystrophin = Mikrofilamente
    • Spektrin: mech. Stabilisierung der Plasmamembran (besonders in Erys)
    • Dystrophin: verbindet Sarkolemm mit Zytoskelett der Muskelzelle
    • ! bildet mit Aktin ein Filamentgerüst !
  13. Schlussleistenkomplex
    • zB im Dünndarmepithel
    • 1) Zonula occludens
    • 2) Zonula adhaerens
    • 3) Desmosom
  14. Hyperplasie vs Hypertrophie
    Atrophie
    Metaplasie
    • Hyperplasie: Vergrößerung durch Zunahme der Zellzahl
    • Hypertrophie: Vergrößerung durch Vergrößerung der Zellen
    • Atrophie: Verkleinerung des Gewebevolumens
    • Metaplasie: Umwandlung eines differenzierten Gewebes in ein anderes
  15. Epithel - allgemein
    • bedecken äußere und innere Körperoberflächen
    • neben diesen Oberflächenepi. gibt es auch Drüsen- und Sinnesepithelien
    • bilden geschlossene Verbände
    • durch Zellkontakte verbunden
    • polar differenziert
    • unter der Basis = Basallamina, die E. mit Bindegewebe verbindet
    • keine Blutgefäße
    • ständiger Zelluntergang und Zellerneuerung
  16. Klassifizierung von Epithelzellen
    • Form: platt, isoprismatisch, hochprismatisch
    • Anordnung: ein-, mehrschichtig, mehrreihig
    • Differenzierung der Oberfläche: Kinozilien, Mikrovilli, Verhornung
  17. Basalmembran
    • 0,5 - 1μm dick
    • Lamina rara: verbindet Epithel mit Lamina Densa; enthält Laminin
    • Lamina densa: Kollagen Typ IV; Grundstruktur der Basalmembran; verbindet mit benachbarten Strukturen
    • Lamina fibroreticularis: verbindet mit Bindegewebe; fehlt dort, wo dem Epithel kein Bindegewebe anliegt (Nierenkörperchen)
    • Wichtige Eigenschaften:
    • Lamina rara + densa = Basallamina
    • Basallamina über Kol Typ VII mit Lamina fibroreticularis vebunden
    • Besonderheit bei glomerulärer Basallamina: verschmolzene B. von Endothelzellen und Podozyten
  18. Einschichtiges Plattenepithel
    Aufbau, Vorkommen
    • geschl. Schicht platter Zellen liegt Basalmembran auf
    • Alveolarepithel: Auskleidung der Alveolen
    • Endothel: Auskleidung von Blut-/Lymphgefäßen
    • Mesothel: Auskleidung von Körperhöhlen
  19. Einschichtiges isoprismatisches Epithel
    Aufbau, Vorkommen
    • quadratische Zellen, mit zentralen, rundenen Kern
    • Vorkommen:
    • in Tubuli und Sammelrohren der Niere
    • Drüsenausführungsgänge
    • Auge als Pigmentepithel
    • Plexus choroideus
    • Amnionepithel
  20. Einschichtiges hochprismatisches Epithel
    Aufbau, Vorkommen
    • Zellkerne eher basal und längsoval
    • häufig mit Bürstensaum
    • Vorkommen:
    • Magen, Darm, Gallenblase
    • Eileiter und Gebärmutter
    • große Sammelrohre der Niere
    • große Drüsenausführungsgänge
  21. Mehrschichtig unverhorntes Plattenepithel
    Aufbau, Vorkommen
    • Stratum basale: prismatische Zellen mit rundem Kern
    • Stratum intermedium (spinosum): untersch. gestaltete Zellen mit Desmosomen
    • Stratum superficiale: abgeflachte Zellen, Kerne pyknotisch (Chromatinkond. als Äußerung von Schädigungen)
    • Stratum basale + spinosum = Stratum germinativum (teilungsfähig)
    • Vorkommen:
    • Schleimhaut Mund, Zunge, Speiseröhre
    • freier Rand der Stimmlippe
    • Schleimhaut der Scheide
    • vorderes Hornhautepithel am Auge
  22. Mehrschichtig verhorntes Plattenepithel
    Aufbau, Vorkommen
    • oberste Schicht aus flachen, kernlosen, toten Zellen, die in Hornschuppen umgewandelt werden (Stratum corneum) -> mech. Schutz vor Austrocknung
    • Schichten:
    • Stratum basale
    • Stratum spinosum
    • Stratum granulosum (Keratohyalingranula)
    • Stratum lucidum (nicht immer)
    • Stratum corneum
    • Vorkommen: Typisches Epithel der Haut
  23. Mehrreihige Epithelien
    Aufbau, Typen, Vorkommen
    • alle Zellen berühren Basalmembran
    • Oberflächige Zellen meist hochprismatisch und nur mit dünnem Fortsatz auf Basalmembran
    • Basale Zellen eher kubisch
    • Zweireihiges Epithel: Nebenhodengang und Samenleiter; Drüsenausführungsgänge
    • Mehrreihiges Epithel mit Kinozilien: Flimmerepithel mit Becherzellen in den Atemwegen
  24. Übergangsepithel; Urothel
    Aufbau, Vorkommen
    • Basalschicht
    • Intermediärzellschichten (mehrere)
    • Deckzellschicht
    • Deckzellen: sehr groß; manchmal zweikernig; viele Tight junctions; unter apikaler Membran = Crusta (aus granulärem Material; Aktin- und Intermediärfilamente + Uroplakine)
    • Vorkommen:
    • Nierenbecken
    • Harnleiter
    • Harnblase
    • Anfangsteil der Harnröhre
  25. Drüsen
    Klassifizierung nach Anzahl der sezernierenden Zellen
    • Einzellige Drüsen (intraepithelial):
    • Becherzellen
    • Paneth-Körnerzellen
    • Mehrzellige Drüsen

    • Mehrzellige Drüsen:
    • bestehen aus:
    • Drüsenendstücke
    • Ausführungsgänge
    • Bindegewebskapsel
  26. Becherzellen
    • ovale Zellen
    • membranbegrenzte Sekretgranula
    • Kern basal und keilförmig
    • Schleim enthält Proteoglykane, die sich charakteristischer Weise mit PAS färben lassen
    • (periodic acid-Schiff)
  27. Drüsen
    Klassifizierung nach Form der sezernierenden Endstücke
    • Tubulöse Drüsen
    • einfach tubulös
    • gewunden tubulös
    • verzweigt tubulös

    • Azinöse Drüsen
    • kleines Lumen; Ohrspeichel- u. Bachspeicheldrüsen

    • Alveoläre Drüsen
    • weites Lumen; Milch- u. Duftdrüsen

    • Tubuloazinöse u. tubuloalveoläre Drüsen
    • häufig mit Myoepithelzellen (zw. Basalmembran und Drüsenzelle) -> "pressen aus"
  28. Drüsen
    Klassifizierung nach Zusammensetzung des Sekrets
    • Seröse Drüsen
    • dünnflüssiges, protein-/enzymreiches Sekret
    • Endstücke azinös!
    • Kern liegt eher basal
    • Zytoplasma apikal granuliert
    • Tränendrüse, Ohr- u. Bauchspeicheldrüse

    • Muköse Drüsen
    • zähflüssiges, enzymarmes Sekret
    • tubulös, weites Lumen!
    • Zellkerne platt, liegen ganz basal!
    • Zytoplasma hell
    • Zellgrenzen erkennbar
    • Größerer Durchmesser als seröse Endstücke
    • Gaumenspeicheldrüse und hintere Zungendrüse

    • Seromuköse Drüsen
    • sowohl mit mukösen Tubuli als auch seröse Azini
    • seröse Halbmonde (von-Ebner)
    • interzelluläre Sekretkapillaren -> verbinden Zellen der Halbmonde mit dem Tubuluslumen
    • Vorkommen:
    • Gl. sublingualis (eher mukös!)
    • Gl. submandibularis (eher serös!)
  29. Drüsen
    Unterscheidung nach Mechanismus der Sekretabgabe
    • Merokrine Sekretion:
    • häufigste Form!
    • Sekret im Golgi in Sekretgranula gepackt und mittels Exozytose abgegeben
    • Vorkommen: endokrine Drüsen, Mund- u. Bauchspeicheldrüse, Drüsen des Geschlechtsapparates

    • Apokrine Sekretion:
    • Sekret sammelt sich apikal in einer Verwölbung
    • dieser Teil wird abgeschnürt, d.h. Teil der Zelle geht verloren
    • Vorkommen: Milchdrüsen, Duftdrüsen der Haut, Prostata und Samenblase

    • Holokrine Sekretion:
    • ganze Zelle geht apoptotisch zugrunde
    • Vorkommen: Talgdrüsen der Haut
  30. Bindegewebe - allgemein
    • unterschieden wird BG im engeren Sinne (lockeres faseriges, straffes etc) und BG mit spez. Funktionen (Fett, Knorpel, Knochen)
    • Es liegt im Körperinneren
    • Zellen liegen nicht eng beieinander, sonder sind durch Interzellularsubstanz (EZM) mehr oder weniger weit von einander getrennt
  31. Bindegewebszellen - allgemeine Einteilung
    • ortsansässige Zellen:
    • Fibrozyten/ Fibroblasten
    • Retikulumzellen
    • Fettzellen
    • Chondrozyten
    • Osteozyten

    • Freie Zellen:
    • Blutzellen (Granulozyten, Lymphozyten)
    • Makrophagen
    • Mastzellen
  32. Fibroblasten/-zyten
    • bilden alle Bestandteile der EZM
    • Fibroblasten sind teilungsfähig und syntheseaktiv
    • Bei Wundheilung hohe Mitoseaktivität
    • Fibrozyten zeigen geringe Synthese- und Teilungsaktivität
  33. Makrophagen
    • leiten sich von Monozyten des Blutes ab
    • gehören zum monozytären Phagozytensystem
    • phagozytieren u.a. Reste abgestorbener Zellen, Fremdkörper und Bakterien
    • auch antigenpräsentierend
    • bilden Zytokine
    • lamellenförmige und mikrovilliähnliche Fortsätze
  34. Mastzellen
    • dicht gepackte Granula (EM)
    • unregelmäßig geformte Zellfortsätze
    • eingekerbter Zellkern mit randständigem Heterochromatin
    • enthalten Heparin, Histamin, Leukotriene
    • und Serotonin, Proteasen und Adenosin
    • besitzen IgE-Rezeptoren, die für Aktivierung (Exozytose der Granula) wichtig sind
  35. Kollagenfasern
    • drei Peptidketten bilden a-Helix
    • 3 Triplehelices bilden Tropokollagenmolekül
    • diese gegeneinander versetzt parallel angeordnet -> Kollagenfibrille
    • Viele davon -> Kollagenfaser
    • sehr zugfest, kaum dehnbar
    • färben sich mit HE, Azan, van Gieson, Goldner udnd Masson-Trichrom
    • Typ I: häufig, zugfest, im straffen und lockeren BG, im Knochen
    • Typ II: im Knorpel
    • Typ III: im retikulären BG, in Lamina fibroreticularis der Basallamina
    • Typ IV: Basallamina-Kollagen
  36. Grundsubstanz des Bindegewebe
    • Glykosaminoglykane: Chondroitinsulfat, Heparin, Heparansulfat, Keratansulfat, Hyaluronsäure
    • Proteoglykane: Aggrecan, Fibromodulin, Agrin
    • Glykoproteine: Laminine, Fibronektin, Tenascin
  37. Peritendineum
    Als Peritendineum bezeichnet man das lockere fibröse Bindegewebe, das die Kollagenfasern einer Sehne außen umhüllt. Das Peritendineum bildet das innere Blatt der Sehnenscheiden.
  38. Bindegewebearten - allgemein
    • Lockeres
    • Straffes geflechtartiges
    • Straffes parallelfaseriges
    • Retikuläres
    • Spinozelluläres
    • Gallertiges
    • Mesenchymales
    • (Elastische Fasern)
  39. Lockeres BG
    • amorphe Grundsubstanz überwiegt
    • Kollagenfaserbündel gewellt und in versch. Richtungen
    • Funktionen:
    • Hüllgewebe
    • Grundgewebe, also Stroma von Organen
    • Verschiebegewebe (zw Haut und Unterlage)
    • Wasserspeicher (Proteoglykane)
    • Narbenbildung
    • Immunabwehr
  40. Straffes geflechtartiges BG
    • dicke, sich kreuzende Kollagenfaserbündel
    • -> Zugfestigkeit in versch. Richtungen
    • elastische Fasern bringen Fasern nach Spannung wieder in Ausgangsposition
    • Vorkommen:
    • Kapseln der inneren Organe
    • Dura mater
    • Faszien der Muskeln
    • Knorpelhaut etc.
  41. Straffes parallelfaseriges BG
    • Grundgewebe von Sehnen und Bändern
    • Kollagenfasern von lockerem BG umhüllt und in Zugrichtung verlaufend
    • zw. Kollagenfasern liegen Fibrozyten (Flügelzellen, Tendozyten)
    • Nach Verletzung geht Regeneration von Fibroblasten des Peritendineums aus
  42. Retikuläres BG
    • ähnelt dem Mesenchym
    • fibroblastische Retikulumzellen (bilden Fasern) sind verwezigt
    • retikuläre Fasern (Typ III Koll) liegen Retikulumzellen an
    • histiozytäre R.zellen phagozytieren
    • follikuläre und interdigitierende R.zellen gehören zum Immunsystem
    • Vorkommen:
    • Grundgewebe in lymphatischen Organen (Lymphknoten, Milz), rotes Knochenmark
  43. Gallertartiges BG
    • kommt in der Nabelschnur vor
    • umhüllt die Gefäße
    • Grundsubstanz v.a. aus Hyaluronsäure
    • Interzellularsubstanz = Wharton-Sulze
  44. Hyaliner Knorpel
    • große, zellreiche Chondrone
    • kräftig gefärbte Knorpelhöfe
    • Kollagen Typ II unsichtbar; im Alter sichtbarer (Asbestfaserung) durch verminderten Wassergehalt
    • von Perichondrium überzogen (Knorpelhaut)
    • Grundsubstanz reich an Proteoglykanen und Glykoproteinen
    • Aggrecan bestimmt biochemische Eigenschaften - bindet an Hyaluronsäure
    • Vorkommen:
    • Rippenknorpel
    • Gelenkknorpel
    • Nase
    • Kehlkopf
    • Luftröhre etc
  45. Gelenkknorpel
    • Knorpel in Diarthrosen hat statt Perichondrium eine Synovialmembran
    • B-Zellen dieser Membran bilden die Synovia (Gelenkflüssigkeit) - Lubricin und Hyaluronsäure
  46. Faserknorpel
    • unmaskierte, dicht gelagerte Kollagenfaserbündel
    • v.a. Kollagen Typ I
    • kleine Chondrone, meist nur 1 Chondrozyt
    • KEIN Perichondrium
    • Vorkommen:
    • Zwischenwirbelscheiben - bildet dort Anulus fibrosus
    • Schambeinfuge
    • Kiefergelenk
    • med. Schlüsselbeingelenk
    • Ansatzzonen von Sehnen und Bändern
  47. Elastischer Knorpel
    • maskierte Kollagenfasern
    • sichtbare elastische Fasernetze
    • Elastika-Färbungen = Resorcin-Fuchsin und Orcein
    • Perichondium vorhanden
    • erscheint gelblich
    • Vorkommen:
    • Ohrmuschel
    • Kehldeckel
    • kl. Bronchien
  48. Lamellenknochen - Aufbau
    • Periost äußere Begranzung
    • Endost innere Begrenzung
    • Osteone bestehen aus zentralem Havers-Kanal mit Blutgefäßen und Speziallamellen
    • zw. Speziallamellen liegen Lakunen mit Osteozyten
    • Lakunen untereinander durch Canaliculi verbunden
    • Fortsätze der Osteozyten über Gap Junctions verbunden
    • Zwischen Osteonen liegen Lamellenreste von abgebauten Osteonen -> Schaltlamellen
    • querverlaufene Kanäle = Volkmann-Kanäle

  49. Knochengewebe - allgemein
    • Äußere Schicht = Compacta
    • Innere Schicht = Spongiosa
    • Außen von Periost umgeben
    • Innen von Endost umgeben
    • Röhrenknochen bestehen aus Diaphyse mit je einer Epiphyse an beiden Enden
    • Zwischen beiden Schichten befindet sich die Metaphyse
    • Bei platten Knochen liegt zwischen 2 Schichten Compacta eine Schicht Spongiosa (Diploe)
  50. Desmale Ossifikation
    • Knochen entsteht hier aus Mesenchymzellen
    • aus diesen entstehen Osteoblasten, die das Osteoid (nicht mineralisierte Interzellularsubstanz) synthetisieren
    • Danach erfolgt Mineralisierung (Verkalkung) durch Osteoblasten, indem sie Matrixvesikel mit Kalziumkristallen freisetzen
    • Vesikel platzen, Kristalle lagern sich an Kollagenfasern ab, vergrößern sich und wandeln sich in Hydroxylapatitkristalle um
    • Außen lagern sich immer neue Osteoblasten an -> Anlagerungswachstum
    • Innen bauen Osteoklasten Knochenmaterial ab, sodass Höhlen entstehen
    • Vorkommen:
    • Schädeldach, Gesichtsknochen, perichondrale Knochenmanschetten
  51. Chondrale Ossifikation
    • Zuerst entsteht Knorpelmodell des späteren Knochens, dieses dann abgebaut und durch Knochen ersetzt
    • 2 Schritte die gleichzeitig stattfinden:
    • Perichondrale Ossifikation:
    • Zellen des Perichondriums differenzieren zu Osteoblasten
    • Diese bilden Knochenmanschette um Diaphyse
    • entspricht der desmalen Ossifikation
    • Enchondrale Ossifikation:
    • Blutgefäße wachsen ein und dadurch Vorläuferzellen in das Innere des Knorpels
    • Chondroklasten beginnen mit Abbau der Verkalkungsherde, der EZM und teilweise Knorpelgewebe
    • Diese Höhlen dienen Osteoblasten als Matrize für Knochenanbau
    • SIEHE ZONEN
    • Epiphysen verknöchern erst später
    • Zwischen Epi- und Diaphyse bleibt eine Zone aus hyalinem Knorpel bestehen: Wachstumszone oder Epiphysenfuge
    • Diese Zone ist für das Längenwachstum verantwortlich
  52. Sarkomer - Aufbau


    Muskel -> Muskelfaserbündel -> Muskelfaser -> Myofibrille -> Sarkomer (-> Myofilament)
  53. L- und T-System und Triaden
    • L-System:
    • Form des sarkoplasmatischen Retikulums
    • bilden Röhrensystem um jede Myofibrille
    • dient als Ca2+-Speicher

    • T-System:
    • dringt von Oberfläche in das Innere der Faser ein
    • dient der Erregungsleitung

    • Auf beiden Seiten eines T-Tubulus bilden zwei L-Systeme Erweiterungen -> Terminalzisternen
    • Alle drei zusammen -> Triade
    • Triaden liegen immer an Grenze zw. I- und A-Streifen -> jedes Sarkomer hat 2 Triaden
  54. Muskelfasertypen
    • Typ I:
    • viel Sarkoplasma
    • viele Mitochondrien
    • viel Myoglobin
    • -> langsam, lang anhaltend
    • -> oxidative Phosphorylierung

    • Typ II:
    • weniger Mitos und Myoglobin
    • mehr Myofibrillen
    • schnell, kurz anhaltend
    • anaerob
  55. Quer gestreifte Skelettmuskulatur
    • viele randständige Kerne
    • -> durch Verschmelzung der Myoblasten -> Synzytium
    • quergestreifte Myofibrillen
  56. Herzmuskulatur
    • quer gestreift
    • Kern zentral gelegen!
    • an beiden Enden des Kerns myofibrillenfreie Felder, die Zellorganellen und Glykogen enthalten
    • Herzmuskelzellen untereinander durch Glanzstreifen verbunden -> Nexus
    • Keine Satellitenzellen
  57. Glatte Muskulatur
    • langgestreckte, spindelförmige Zellen
    • zigarrenförmiger Zellkern liegt zentral
    • KEINE Streifung -> Myofibrillen nicht in Sarkomeren angeordnet
  58. Nervenzellen
    • Perikaryon/Soma:
    • großer, schwach gefärbter Kern
    • Nissl-Substanz (rER)
    • Neurofibrillen (Intermediärfilamente)
    • Lipofuszingranula (lysosomale Restkörper; nehmen im Alter zu)

    • Dendriten:
    • sind der afferente Teil des Neurons
    • häufig mit dornenförmigen Fortsätzen (spines), an denen andere Axone enden

    • Axon:
    • ist der efferente Teil des Neurons
    • bis 1m lang
    • Axonhügel frei von Nissl-Substanz
  59. Klassifizierungen von Nervenzellen
    Charakteristik und Vorkommen
  60. Zentrale und periphere Glia
    • zentral:
    • Astrozyten
    • Oligodendrozyten
    • Mikrogliazellen
    • Ependymzellen

    • peripher:
    • Schwann-Zellen
    • Satelliten- oder Mantelzellen
  61. Astrozyten
    • Protoplasmatische Astrozyten:
    • v.a. in der grauen Substanz
    • kurze, dicke Fortsätze

    • Faserastrozyten:
    • lange, dünne Fortsätze
    • enthalten Bündel von Intermediärfilamenten
    • aus sauren Gliafaserprotein (GFAP)

    • untereinander über Nexus verbunden
    • können zB Kaliumionen aufnehmen
    • und Neurotransmitter verstoffwechseln
    • bei Verletzungen oder Erkrankungen können A. anschwellen
    • -> bedecken Parenchymdefekte -> Glianarbe
    • Fasern der Glianarbe können durch Antikörper gegen GFAP nachgewiesen werden

    • spezielle Form: Radialglia
    • während Entwicklung des ZNS bilden sie lange Fortsätze, die als Leitschiene für wandernde Neurone dienen
    • später differenzieren sie zu Astrozyten
    • zB Bergmann-Glia im Cerebellum
    • und Müller-Glia in der Retina
  62. Oligodendrozyten
    • bilden im ZNS Markscheiden
    • wenige und kurze Fortsätze
    • keine Basallamina
  63. Mikrogliazellen
    • häufig in der Nähe von Gefäßen
    • Makrophagen des ZNS
    • entstehen im Knochenmark und wandern später ein
    • -> mesenchymalen Ursprungs
    • (NICHT aus Neuralscheide)
  64. Ependymzellen
    • kleiden Hirnventrikel und Zentralkanal im RM aus
    • epithelähnlicher Zellverband
  65. Periphere Glia
    • Schwann-Zellen:
    • umhüllen Axone und bilden im PNS die Markscheiden

    • Mantelzellen:
    • liegen um Perikarya der Ganglien im PNS
  66. Nervenfaser
    Einheit aus Axon und seiner Umhüllung aus Gliazellen
  67. Mesaxon
    • Schwann-Zelle bildet Rinne für Axon
    • schließlich wird dieses aufgenommen und sobald sich die Membranabschnitte der Schwann-Zelle berühren = Mesaxon
    • dieses wickelt sich dann mehrmals um das Axon, bis inneres und äußeres Mesaxon entstehen
  68. Nervenfasern und ihre Gliazellen
  69. Endo-, Peri- und Epineurium
    • Einzelne Nervenfasern vom Endoneurium umhüllt
    • einige bis mehrere Hunderte durch Perineurium zu Bündeln zusammengefasst
    • Viele Bündel bilden den gesamten Nerv der vom Epineurium umhüllt wird
  70. Spinalganglion
    • große, runde Nervenzellen
    • großer Kern
    • von Kranz aus Mantelzellen umgeben
    • in Spinalganglien findet man markhaltige Axone der pseudounipolaren Neurone
  71. vegetatives Ganglion
    • multipolare Neurone
    • von Satellitenzellen umgeben

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