Strafrecht AT def´s

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Author:
Fozzy14
ID:
296941
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Strafrecht AT def´s
Updated:
2015-07-29 08:16:40
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jura strafrecht definition
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Lernkarten
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  1. Def: Kausalität
    Kausal ist jede Handlung die nicht hinweggedacht werden kann ohne dass der Erfolg in seiner konkreten Gestalt entfiele.
  2. Problemfälle der Kausalität;
    Beschreibe: Alternative Kausalität
    A und B verabreichen dem O jeweils eine für sich alleine genommene tödliche Dosis Gift.


    -> Jede Handlung kann hinwegdedacht werden ohne dass der Tod entällt,


    ->lösg: Jede Handlung ist erfolgsursächlich
  3. Problemfälle der Kausalität;
    Beschreibe: Kumulative Kausalität:
    Bsp: A und B verabreichen dem O jeweils eine dosis Gift, Nur zusammen wirken die Gifte tödlich auf das O. 

    Dies ist ein problem der objektiven zurechenbarkeit, Kausalität besteht prioblemlos; Jede Handlung für sich geniommen kann nicht hinweg gedacht werden ohne dass der konkrete taterfolg entfiele
  4. DEF: Objektive zurechenbarkeit
    Objektiv Zurechenbar ist ein Erfolg dann, wenn der Täter eine rechtlich relevante Gefahr geschaffen hat, die sich im tatbestandsmäßigen Erfolg realisiert hat.
  5. Die Problemfälle der Objektiven zurechenbarkeit:

    5x Gefahrenstehung
    2x Gefahrrealisierung
    • 2.Schutzzweck der Norm
    • bsp: zu schbell fahren in müchen, Unfall in Nürnberg
    • 3. Allgemeines Lebensrisiko
    • bsp: T schickt den O aufs Feld in der Hoffnung er wird vomn Blitz getroffen
    • 4. Freiverantwortliche Selbstgefährdung
    • Selbst-> das Opfer tut selbst etwas aktives, was eine neue andere Gefahr begründet, bsp Ablehnung der rettenden Bluttransfusion

    • 5. Eingreifen Dritter in den Kausalverlauf
    • Der dritte begründet eine "NEUE" "ANDERE" Gefahr, dann obj, Zurechnung (-) beim T

    • 6. Risikoverringerung
    • Die objektive zurechnung entfällt, wenn jmd. einen bereits laufenden Kausalverlauf lediglich beeinflussen um das risiko zu verringern ohne dabei eine neue andere Gefahr zu begründen.
    • bsp: der Knüppelhieb der vom Kopf auf die Schulter gelenkt wird.
    • _____________________________________
    • 7. Atypische Kausalverläufe
    • bsp: Krankenwagenfall

    • 8. Pflichtwidrigkeitszusammenhang
    • Das rechtmäßige Alternativverhalten hätte nichts am kausalverlauf geändert.
    • bsp: LKW überholt den betrunkenen Radfahrer mit zu wenig Seitenabstand. Selbst wenn der LKW den Abstand eingehalten hätte, wäre der Radfahreer, weilbetrunken, unter die Räder gekommen.
  6. Subjektiver Tatbestand:
    Def: vorsatz
    Vorsätzlich handelt, wer mit Wissen und Wollen der Tatbestandsverwirklichung handelt.
  7. Dolus Directus 1. Grades
    Absicht, wissen und wollen der TB verwirklichung
  8. Dolus directus 2. Grades
    Handeln mit sicherem Wissen der TB Realisierung, wollen hier unerheblich
  9. Def dolus eventualis
    Der Täter sieht die möglichkeit der Tatbestandsaverwirklichung, handelt aber trotzdem,(nimmt diese billigend in Kauf) zur Erreichung seiner Ziele.
  10. def bewusste Fahrlässigkeit
    • Der Täter sieht die Möglichkeit, hofft jedoch inständig, dass es gut gehen wird.
    • Vorsatz (-)
  11. Vorsatz; Wissenkomponente:
    Desweiteren entfällt der Vorsatz, wenn der Täter einem Irrtum unterliegt. 

    Error in Persona
    aberatio ictus
    • 1. error in persona: Irrtumüber das Tatobjekt,
    • -> Unbeachtlich bei gleichwertigen Zielobjekten 
    • -> beachtlich bei Ungleichwertigkeit:
    •       1. Versuch bei Objekt 1
    •       2. Fahrlässigkeitsdelikt bei Objekt 2

    • 2. aberratio ictus
    • Irrtum über den Ablauf
    • bsp: T irrt in derAnnahme dass seine Kugel treffen wird.
    • Regellösung: Versuch beim anvisierten Objekt
    •               Fahrlässigkeit beim getroffenen Objekt
    • ->Eventualvorsatz möglich beim getroffenen Objekt, wenn der T die Möglichkeit erkannt hatte, sein Zeil zu verfehlen

    • 3. Irrtum über den kausalverlauf
    • Der Vorsatz muss sich über den gesamten Kausalverlauf erstrecken
  12. Def Rechtswidrigkeit:
    Eine Handlung ist rechtswidrig, wenn sie einen Unrechtstatbestand verwirklicht und nicht von einem Rechtfertigungsgrund gedeckt ist.
  13. Die 7. Erlaubnistatbestände ?
    • 1. Rechtsgüterverzicht: Einwilligung +Hypotetische
    • 2. §32 die Notwehr
    • 3.erlaubte Selbsthilfe § 229,562b I, 859,1029 BGB
    • 4.der zivilrechtliche Notstand §§228, 904 BGB
    • 5.der allgemeine rechtfertigende Notstand §34
    • 6. die rechtfertigende Pflichtenkollision
    • 7. Sonstige
  14. Schema Einwilligung:
    • 1. Rechtfertigende Einwilligung
    • a.Erklärungd.Einwilligung vord.Tat(evtl konkludent)
    • b.Erklärungfähigkeitd. Einwilligenden(bsp:U14pers)
    • c.Dispositives Rechtsgut, Einbwilligende=rechtsgutsinhaber
    • d.Einwilligung frei von willensmängeln
    • e. Tat im Rahmen der Einwilligung
    • f. Subjektive komponente
  15. Schema: Mutmaßliche Einwilligung
    • a. Keine erklärung ddes Einwilligenden
    • b. Dispositiuves Rechtsgut d Einwilligenden
    • c. Einholen der Einwilligung nicht möglich ohne steigerung einer Gefahr
    • d. Objektives Handeln im Sinne d. Rechtsgutsinhaber
    • e. Tat im Rahmen der Einwilligung
    • f. Subjektives Merkmal
  16. 2.Notwehr Lage
    Legaldefiniert in §32 Abs. 2.
    1.Notwehrlage wird durch das vorliegen eines gegenwärtigen rechtswidrigen Angriff auf rechtlich geschützte Interessen begründet
  17. Def: 2.NotwehrHandlung
    Die Notwehrhandlung musss sich gegen den Angreifer ricvhten und erforderlich sowie geboten sein gem.§32.abs.1

    • a.gegen den Angreifer
    • b.geeignet; erforderlich relativesmildes Mittel
    • (c.Geboten)- nur bei krassen missverhältnisses zu prüfen

    3.Subjektiver Verteidigungswille
  18. Def: Gegenwärtigkeit eines Angriff?
    gegenwärtig ist ein Angriff, wenn er unmittelbar bevorsteht, begonnen hat oder noch fortdauert
  19. Def: Rechtswidrigkeit eines Angriffs
    rechtswidrig ist ein Angriff, wenn er den Bewertungsnormen des Rechts objektiv zuwiderläuft
  20. geeignetheit der Abwehrhandlung
    Grds: dazu in der Lage den Angriff zu beenden oder abzuschwächen
  21. DEF: Notstand
    Notstand ist der Zustand einer gegenwärtigen Gefahr für rechtlich geschützte Interessen, welche zur Abwendung nur zu Lasten anderer rechtlich geschützter Interessen möglich ist.
  22. defensiver Notstand ?
    §228 BGB - Die Gefahr für die Rechtsgüter des Verteidigenden gehen von einer Sache aus, die zu schaden kommt aufgrund der abwehrhandlung.
  23. Aggressiv Notstand ?
    • §904 BGB 
    • Zur durchführung der Abwehrhandlung kommt ein außenstehender Gegenstand zu schaden, diese schadenserzeugung ist durch diesen Notstand gerechtfertigt.
  24. Schema: Allgemeine Zivilrechtliche Notstand
    §34 StGB
    Ultima Ratio
    • 1.Notstandslage
    •  a.Gegenwärtigkeit einer Gefahr für bestimmte Rechtsgüter in §34
    •  b. Gefahr
    • 2.Notstandshandlung
    •  a. Die Handlung die zur Abwendung d. Gefahr aber zu lasten eines anderen Rechtsgut geht
    • b. Verhältnismäßigkeitsprüfung
    •   aa.erforderlich-gleichsam weniger einschneidenes mittel vorhanden?
    •   bb.verhältnismäßigkeit - Güterabwägung
    •   cc. angemessenheit - rechtlich missbilligte Methoden sind nicht angemssen

    3. Subjektiver Verteidigungswille
  25. DEF: Gegenwärtige Gefahr:
    Ist der Zustand, dessen Weiterentwicklung den Eintritt oder die Intensivierung eines Schadens ernstlich befürchtet, alsbald keine Abwehrmaßnahmen ergriffen werden.
  26. Def: Schuld
    Schuld ist die persönliche Vorwerfbarkeit der Tat im Hinblick auf die ihr zugrunde liegende rechtliche tadelswerte Gesinnung
  27. Test
    Test
  28. Schema: Schuld
    • 1. Schuldfähigkeit §19,20,21 stgb
    • 2.Unrechtsbewusstsein § 17 (verbotsirtum)
    • 3.Entschuldigungsgründe
    • -> entschuldigende Notstand §35
    • -> notwehr Überschreitung §33
  29. Feststellungsstil zu III.Schuld
    • 1. T ist schuldfähig und handelte mit Unrechtsbewusstsein.
    • 2. Er könnte jedoch gem. § 35 ; § 33 entschuldigt sein
  30. Was ist die actio libera in causa?

    ---> Übersetzte das wort
    Im Ursprung freie Handlung

    bsp. der T der sich betrinkt um dann eine straftat zu begehen
  31. Prüfungsort der actio libera in causa
    • III. Schuld
    • 1. Schuldfähigkeit
  32. DEF: Gegenwärtige Gefahr:
    Ist der Zustand, dessen Weiterentwicklung den Eintritt oder die Intensivierung eines Schadens ernstlich befürchtet, alsbald keine Abwehrmaßnahmen ergriffen werden.
  33. Schema § 35 entschuldigende Notstand
    • 1. Notstandslage
    •  a. Gefahr für Leben, Freiheit, Leib
    •  b. gegenwärtigkeit
    •  c. näheverhältniss zum Opfer
    • 2.Notstandshandlung
    •  a.Notstandshandlung
    •  b. geeignet und erforderlich
    •  c. kein krasses missverhältnis
    •  d. kein Ausschluß nach §35 Abs. 1 S.2 
    • -----> selbstverschulden, Duldung
    •  e. Kein Ausschluß nach 35 Abs. 2 S.1
    • -----> Irrtum
    • 3.Subjektiver Verteidugungswille
  34. Intensiver Notwehrexzess
    Notwehrlage Besteht. Es wird intensiver verteidigt als erforderlich , entschuldigt, wenn §33 TBM vorliegen.
  35. Extensiver Notwehrexzess
    • es liegt kein durch Notwehr gerechtfertigte Angriff (mehr) vor.
    • Dennoch wird eine Abwehrhandlung vorgenommen. es kann entschuldigt sein, wenn aus gründen des § 33 gehandelt wird und weil es Keinen Unterschied machen darf , ob einmal zuviel zugetreten wurde oder einmal zu Stark
  36. Irrtümer Prüfungsort

    1.Tatbestandsirrtum § 16
    2. Verbotsirrtum § 17
    3. Erlaubnistatbestandsirrtum
    4. Erlaubnisirrtum
    • Zu Prüfen Unter:
    • 1.Tatbestandsirrtum : I.2. subj. TB : wissen
    • 2.Verbotsirtm:III.Schld2.Unrechtsbewusstsei
    • 3.ErlaubnisTBirt: III.2. Unrechtsbewusstsein
    • 4.Erlaubnisirrtum: III.2. Unrechtsbewusstsei

  37. Prüfungsort des Elaubnistatbestandsirrtum ?
    • III. Schuld 
    •      2. Unrechtsbewusstsein
  38. Aufbau des ErlaubnisTatbestandsirrtum

    - Kurze: Nennung der 3 Theorien zum ErlaubnisTBIrrtum
    • III.Schuld
    • 2.Unrechtsbewusstsein
    • -> Fraglich ist wie sich der Umstand, dass der T dachte er handele rechtmäßig auf sein Unrechtsbewusstsein auswirkt.
    • a. Es ist denkbar, das der T einem ErlaubnisTBIrrtum unterlag.
    • b. Ein ErlaubnisTBIrrtum zeichnet sich vor allem, dadurch aus, dass der T denkt, dass seine Handlung von einem Rechtfertigungsgrund gedeckt ist, obwohl dem nicht so ist.
    • c. T  glaube wiefolgt, nach seiner Vorstellung gerechtfertigt. Dem ist aber nicht so.
    • d. Ein Erlaubnistatbestandsirrtum liegt vor.
    • 3. Anwendbarkeitsproblematik
    • -> Vorstellungen der Theorien:
    • *Strenge Schuldtheorie,
    • *eingeschränkte Schuldtheorie
    • *Rechtsfolgeverweisende Schuldtheorie

    (Wenn der erlaubnisTBIrrtum streitentscheidend ist. Alle Theorien ausführen - Wichtig ist er , wenn es um die Frage einer vorsätzlichen rechtswidrigen Tat geht.)
  39. Erlaubnistatbestandsirrtum:
    Strenge Schuldtheorie
  40. Erlaubnistatbestandsirrtum:
    Eingeschränkte Schuldtheorie
  41. Erlaubnistatbestandsirrtum:
    Lehre vom negativen TBM
  42. Erlaubnistatbestandsirrtum:
    Rechtsfolgeverweisende Schuldtheorie

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