Jahresabschluss VL

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Author:
huatieulans
ID:
302156
Filename:
Jahresabschluss VL
Updated:
2015-09-30 12:18:38
Tags:
klausur
Folders:
Jahresabschluss und Steuern
Description:
Vorbereitung
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  1. Unternehmenspublizität: Begriff, Adressaten und Funktionen
    Infermationsfunktion: informationsbedarf der Adressaten
    • Aktionäre/Gesellschafter: 
    • - Für Investitionsentscheidungen(Kauf/Verkauf von Anteilen)
    • - Für Entscheidungen über Fortsetzung des Auftragsverhältnisses (Entlastung der Geschäftsführung -> Rechenschaftsfunktion)

    • Gläubiger:
    • - Für Entscheidungen über Fortsetzung des Kreditverhältnisses
    • - Für Aushandlung der Kreditbedingungen 

    • Sonstige Marktpartner (Lieferanten, Kunden, Mitarbeiter)
    • -Für Entscheidungen über Aufnahme/ Fortsetzung der Leistungsbeziehungen
    • -Für Entscheidungen über Investitionen in Leistungsbeziehungen 
    • - Für Verhandlungen über Geschäftskonditionen (z.B Gewerkschaften) 

    • Staat:
    • - Für politische Entscheidungen
  2. Unternehmenspublizität: Begriff, Adressaten und Funktionen
    Informationsfunktion: Anforderungen an einen informativen Jahresabschluss
    • Einung zur Prognose: 
    • - zu prognostizierende Größen: Zahlungen oder Gewinne?
    • - Eignung von Zahlungsströmen der Vergangenheit zur Prognose
    • => Periodisierung

    • Nachprüfbarkeit 
    • -Anreize zu Fehlinformationen bei fehlender Nachprüfbarkeit 
    • -stärkere Vergangenheitsorientierung 
    • -Begrenzung auf nachprüfbare Daten(z.B Anschaffungskosten)
    • => Konflikt
  3. Unternehmenspublizität: Begriff, Adressaten und Funktionen
    Zahlungsbemessungsfunktion: Gläubigerschutz durch Ausschüttungsbegrenzung?
    • Deutschland: Aussschüttungsbemessungsfunktion vs Informationsfunktion des Jahresabschlusses
    • - historisch gewachsene Finanzierung der U über Fremdkapitalgeber (insb. Banken)
    • - verstärkte Inanspruchnahme des Kapitalmarktes erst seit Mitte der 90er Jahre 
    • -> Interessen der Fremdkapitalgeber finden im handelsrechtlichen Jahresabschluss besondere Berücksichtigung (vorsichtige Gewinnermittlung)

    Alternativen zur bilanzieren Ausschüttungsbegrenzung
  4. Unternehmenspublizität: Begriff, Adressaten und Funktionen
    Zahlungsbemessungsfunktion: Anforderungen an Kapitalgeberschutz-Jahresabschluss
    • Eignung zur Prognose
    • - zu prognostizierende Größen: Zahlungen oder Gewinne? 
    • - Eignung von Zahlungsströmen der Vergangenheit zur Prognose
    • => Periodisierung

    • Vorsichtsprinzip
    • - unvorsichtige Prognose -> Schädigung der Gläubiger möglich 
    • - übervorsichtige Prognose -> Schädigung der Aktionäre möglich 

    • Nachprüfbarkeit
    • - Vergangenheitsorientierung
    • - Begrenzung auf nachprüfbare Daten( zB Anschaffungskosten) 
    • => Konflikte

    Unterschiede zur Anforderungen an informativen Jahresabschluss
  5. Unternehmenspublizität: Begriff, Adressaten und Funktionen
    Dokumentationsfunktion
    • Dokumentation: 
    • - der einzelnen Geschäftsvorfälle -> Finanzbuchhaltung 
    • - des Vermögens und der Schulden zu bestimmten Zeitpunkten : Inventar, Bilanz

    • Wozu Dokumentation?
    • - Nachweis der Rechte und Ansprüche des U in Rechtsstreitigkeiten 
    • - Wert nicht nachprüfbarer Informationen -> Nachprüfbarkeit 
    • - Wert nicht gerichtsverwertbarer Informationen -> Gerichtsverwertbarkeit
  6. Periodisierungsprinzip
    Überblick
    • Bedeutung von Zahlungen als letztlicher wirtschaftlicher Erfolg eines U
    • Eignung von Zahlungen: 
    • - zur Messung des Erfolgs abgelaufener Perioden?
    • - zur Prognose künftiger Zahlungen?

    • Periodisierung von Zahlungen:
    • - = Übertragung von Zahlungen in die Periode ihrer wirtschaftlichen Zugehörigkeit
    • - Zweck: bessere Prognoseeignung für künftige Zahlungen aus U
  7. Periodisierungsprinzip

    Zahlungen
    Zahlungen= Geldströme =Veränderungen der liquider Mittel (Bargeld + Bankguthaben) 

    • Komponenten der Zahlungen:
    • - Einzahlungen : = Zuflüsse liquider Mittel
    • - Auszahlungen: = Abflüsse liquider Mittel 

    • Bedeutung der Zahlungsebene:
    • - Zahlungen aus dem U als oberstes Ziel der EK-/FK - Geber und Lieferanten
    • - => Zahlungsunfähigkeit führt zur Insolvenz 

    • Zahlungsmittelbestand und wirtschaftliche Lage des U:
    • - Zahlungsmittelbestand als Maß für das Vermögen des U?
    • - Änderung des Zahlungsmittelbestandes als Maß für den Periodenerfolg?
    • - Wirtschaftliche Bedeutung des Zahlungsmittelbestands: Zahlungsfähigkeit (Liquidität)

    Finanzplan als Pronoseinstrument für die künftige wirtschaftliche Lage des U
  8. Periodisierungsprinzip

    Methode der Periodisierung von Zahlungen
    • Periodisierung von Zahlungen: 
    • - = buchhalterische Übertragung von Zahlungen in die Periode ihrer wirtschaftlichen Zugehörigkeit
    • - => Erträge und Aufwendungen 

    • Grundsatz der Pagatorik ("Geldorientierung"):
    • - Kongruenzprinzip: Einzahlungen -> Erträge: Jeder Ertrag beruht auf einer Einzahlung // Auszahlungen -> Aufwendungen: Jeder Aufwand beruht auf einer Auszahlung

    • - Erträge einer Periode=alle Einzahlungen (aller Perioden), die dieser Periode wirtschaftliche zuzurechnen sind 
    • - Aufwendungen einer Periode = Alle Auszahlungen (aller Perioden); die dieser Periode wirtschaftliche zuzurechnen sind 

    • Periodenerfofg( Gewinn/ Verlust) : Erträge - Aufwendungen der Periode
    • Problem: Willkür und Funktionsabhängigkeit der Periodisierung
  9. Bestandteile von Jahresabschlüssen nach HGB 

    Rechtsquellen und Abschlusselemente
    • Rechtsquelle: HGB, 3.Buch (§§238-342e HGB, "Handelsbücher"):
    • - §§238-263 HGB: Vorschriften für alle Unternehmen ("Kaufleute)
    • - §§ 264-289 HGB: Ergänzende Vorschriften für Kapitalgesellschaften 
    • -§§ 290-315a HGB: Jahresabschluss von Konzernen (Konzernabschluss)
    • - §§ 316-342e HGB: sonstiges (Prüfung, Offenlegung, Banken, Versicherungen,...)

    • Elemente: 
    • - Einzelabschluss: Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung, Anhang, ggf. Kapitalflussrechnung, ggf. Segmentberichterstattunge, ggf. Eigenkapitalspiegel, Lagebericht 

    - Konzernabschluss: konzern-Bilanz, Konzern-GuV, Konzernanhang, Kapitalflussrechnung, Segmentberichterstattung, Eigenkapitalspiegel, Konzernlagebericht
  10. Bestandteile von Jahresabschlüssen nach HGB 

    Abschlusselemente
    Bilanz > Inhalt: "foto" zum Ende des Geschäftsjahres > Elemente: Bestandsgrößen:Vermögen, Schulden und EK 

    Gewinn- und Verlustrechnung( bzw Konzern GUV) > "Film" des Geschäftsjahs > Stromgrößen und Bestandsänderungs-größen: Erträge und Aufwendungen 

    Anhang > "Fußnoten" zu Bilanz und GuV > Pflichtangeben, andere Angaben 

    Segmentberichterstattung > Aufteilung des Erfolgs auf einzelne Segmente > Segmente, z.B Regionen, Produktlinien

    Kapitalflussrechnung > "Film" des Geschäftsjahrs über die Kasse > Einzahlungen, Auszahlungen 

    Eigenkapitalspiegel > "Fim" über das EK > Änderungen des EK 

    Lagebericht > "weiche" zukunftsbezogene Informationen > Lage des Unt, Chancen und Risiken, F&E
  11. Bestandteile von Jahresabschlüssen nach HGB

    Kapitalflussrechnung
    • Funktion: Erklärung der Zahlungsströme: 
    • - Herkunft der Geldmittel
    • - Verwendung der Geldmittel 

    • Technik: 
    • - Aufteilung der Zahlungen in : operativen Cash Flow, Investitions- Cash Flow, Finanzierungs-Cash Flow
    • - direkte vs indirekte Ermittlung
  12. Bedeutung der Abschlussprüfung

    Rechtsgrundlagen und Funktionen der Abschlussprüfung
    • §§ 316-324a HGB: Pflicht zur Abschlussprüfung
    • Wahl des Abschlussprüfers (Wirtschaftsprüfer) durch Gesellschafter 
    • Funktionen der Abschlussprüfung (§ 317 Abs. 1 HGB): 
    • - Kontrolle der Normenkonformität der Rechnungslegung
    • - Korrektur von Fehlern
    • - Information der Vertreter, Aufsichtsorgane und Gesellschafter 
    • - Beglaubigung des Jahresabschlusses (Bestätigungsvermerk (Testat))
    • - Prävention
  13. Dokumentationsfunktion 
    Alle Abschlüsse basieren auf Buchhaltung.

    • Derivative steuerliche Buchführungspflicht
    • § 140 AO: Buchhaltungspflichtig für
    • Besteuerung ist, wer nach anderen Gesetzten buchhaltungspflichtig ist.

    • Originäre steuerliche Buchführungspflicht:
    • § 141 AO: Buchhaltungspflichtig sind
    • gewerbliche Unternehmen und Land- und Forstwirte mit Umsätzen > 350.000 €
    • oder Gewinnen > 30.000 € haben Buchführungs- und Abschlusspflicht. 
  14. Ertragswert vs. Eigenkapital:
    • a)Gesamtwert d. Unt. (=Barwert d. CF)= Marktwert des Fremdkapitals + Marktwert des Eigenkapitals
    • (=Ertragswert); z.B.: 50 (GW) = 10 (MW. d. FK) + 40 (MW. d. EK); -> Unt.-Bewertung anhand v. CF
    • problematisch, denn Werte geschätzt und subjektiv (weil zukunftsorientiert);

    • b)-> Ideen zur Bewertung anhand v. Bilanz: Begrenzung auf Vermögensgegenstände & Schulden
    • (Vorsichtsprinzip), Einzelbewertung (jedes Posten einzeln), Realisationsprinzip (Nur realis. Gewinne
    • ausgewiesen) -> Bilanz ist objektive Unt.-Bewertung weil sie exist. V&S berücksichtigt
    • Vermögensgegenstände (=Buchwerte) = Fremdkapital (=BW) + Eigenkapital (BW); z.B.: 50 (VG) =
    • 20(FK) + 30(EK); 
  15. Vorsichtsprinzip: 
    • a)Realisationsprinzip (Gewinne realisiert und ausschüttbar, wenn Unt. Leistung erbracht hat ) ->
    • daraus folgt AK-/HK-Prinzip;
    • b)Imparitätsprinzip (Verluste schon bei Drohung berücksichtigen (außerplanm. Abschr.,
    • Drohverlustrückstel.) -> daraus folgt Niederstwertprinzip

    • c)Periodenabgrenzung (Abs. (5); z. Manipulationenvermeidung; aRap/pRap=Zahlung v. BST, Leistung
    • danach; Ford./Ver.: Lesitung/Gewinnrealis. v. BST, Zahlung danach)
  16. Periodisierung d. Zahlungen
    • Periodisierung d. Zahlungen (=buchhalter. Übertragung v. Zahlungen in Periode d. wirtsch. Zugehörigkeit
    • -> Erträge/Aufwend.): 1)Grundsatz d. Pagatorik (Kongruenzprinzip: jeder Ertrag beruht auf Einz., jedeAufwend. auf einer Ausz.);
    • 2)Periodenerfolg (Gewinn/Verlust)=Eträge-Aufwend. dieser
    • Periode;
    • 3)Problem: Willkür & Funktionsabhängigkeit

    • d. Periodisierung
    • e)Ertäge/Aufwendungen (vor t -> in t -> nach t -> nie): Beispiele: 1)Kauf v. Ware gegen Bar: Ausz. in t1, Aufwand bei Verbrauch oder Abgang;

    2)Maschinenkauf: Ausz. in t1, Aufwand in Folgeperioden durch Gebrauch (Abschr.);

    • 3)erbrachte Reparaturleist. in t1 mit Stundung bis t2: Einz. in t2
    • (hoffentlich), Ertrag in t1 (Forderung an Ertrag);

    • 4)erhalt. Anz. in t1 auf eine in t2 zugesagte Lieferung:
    • Einz. t1, Ertrag bei Lieferung in t2; 5)Zusage auf Betriebsrente an AN in t1: Ausz. in t30, Aufwand in
    • t1,t2,t3.... (wenn AN arbeitet; es werde Pensionsrückstellungen gebildet, die in t30 aufgelöst werden) 
  17. Funktionen des Anhangs:
    • 1. Erläuterung:für die Posten der Bilanz und GuV
    • 2. Ergänzung: zusätzliche Informationen zu Bilanz und GuV

    • 3. Korrektur: falls der Abschluss nicht tatsächliche wirtschaftliche Lage des
    • Unternehmens darstellt § 264 II 2 HGB

    4. Entlastung: verhindert Unübersichtlichkeit von Bilanz und GuV
  18. Lagebericht
    • 1. Lagebericht: Beschreibung von
    • Vermögenslage (Aktiva), Finanzlage (Passiva), Ertragslage (GuV)
    • durch die Unternehmensleitung

    • 2. Risikobericht: Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung
    • (Pflicht zur Einrichtung eines Risikoüberwachungssystems zur Früherkennung von
    • bestandsgefährdeten Entwicklungen § 91 II AktG)

    • 3. F&E-Bericht
    • 4. Vorgänge von besonderer Bedeutung nach Schluss des Geschäftsjahres
  19. -Bilanz nach HGB:
    • a) Aktiva: AV, UV, Rechnungsabgrenzungsposten (§250 HGB: aRap, Forderungen = Ausgabe
    • jetzt/Aufwand später bzw. Ertrag jetzt /Einzahlung später);

    • ->Vermögensgegenstände sind: 1) die GGS, die man aktivieren darf (abstrakte AF: künftiger wirtsch.
    • Vorteil (z.B. wenn Pferdemist verkauft wird, dann ja, wenn nicht, dann Last); Greifbarkeit
    • (Werbekampagne nicht greifbar); Einzelbewertbarkeit (selbst. wirtsch. Wert ist vorh., wenn man etw.
    • kaufen und verk. kann)) 2)selbst gesch. immat. VGG d. AV (§248 (2) HGB)

    • b) Passiva: EK (gez. Kap., Kap.-Rücklage, Gewinnrückl., gewinn/Verlustvortrag; JÜ/JFB),
    • Rückstellungen (§249 HGB: künftige Ausz., die in Entstehung od. Höhe unsicher, aber wirtsch. bereits
    • entstanden sind; Arten: Verbindlichkeitsrückst.(für ungewisse Verb. als Zahlung/Leistung, für
    • Gewährleist.), Drohverlustrückst. (für drohende Verluste auc schweb. G.), Aufwandsrückstel.(z.B.
    • unterl.Instandshaltung), Prozessrückst., Garantierückst., Kulanzrückst., Pfandrückst.,
    • Rekultivierungsrückstel.), Rechnungsabgrenzungsposten §250 HGB: (pRAP, Verbindl. = Einnahme
    • jetzt /Ertrag später bzw. Aufwand jetzt / Auszahlung später)
  20. Erst- & Folgebewertung:-Anschaffungskosten
    (Erstbew.; §255 (1) HGB): a)Realisationsprinzip; sind Mindestwert(Vorsichtsprinzip) d. angeschaff. VG aus Sicht d. Unt. im ZP d. Anschaff.; b)Berechnung: AK= AP(netto) + AK-Nebenkosten (z.B. Tarnsport) + Bereitstellungsaufw. (z.B: Montage) + nachträgl. AK (z.B.später Wasseranschluss) – AK-Minderungen (Rabatte/Skonti)
  21. Erst- & Folgbewertung:
    Herstellungskosten
    • -Herstellungskosten (Erstbew.; § 255 (2) HGB): a)Realisationsprinzip; Problem d. Gemeinkosten; b)
    • Berechnung: Material-EK + Fertigung-EK + Sonder-EK d. Fertigung + Material-GK + Fertigung-GK +
    • Wertverzehr d. AV + Verwaltung, soz. Kosten, Altersversorgung (Wahlrecht) + Fremdkapitalzinsen
    • (durch Herst. verursacht; Wahlrecht) -> VERBOT: Vertriebskosten, kalkulat. Kosten.
    • -> die Obergrenze d. HK wird genommen um möglichst hohes JE aufzuweisen
  22. Erst und Folgebewertung: 
    planmäßige Abschreibungen
    • -Planmäßige Abschreibungen (Folgebew.; §253 (2) HGB): a)Funktionen: Periodisierung,
    • Finanzierung; b)Methoden: linear (AK od. HK/T), degressiv (Abschreibungssatz*Restbuchwertt-1),
    • variabel ((Leistungsabgabe im t / Gesamtleistung)*AK od. HK);
  23. Erst und Folgebewertung: 
    außerplanmäßige Abschreibung
    Zuschreibung
    • -Außerplanmäßige Abschreibungen (§253 (1-4) HGB: a)Fkt: Imparitätsprinzip durch Vorwegnahme
    • unrealis. Wertminderungen; b)Abschreibungen: 1)AV: gemildertes Niederstwertprinzip (dauerhafte
    • Wertmind.-> Abschreib.-Pflicht, vorübergehende WM -> Abschr.-Wahlrecht bei Finanzanlagen, aber
    • Verbot bei sonst. AV), 2)UV:strenges NWP (Wertminderung -> Abschreibungspflicht)
    • c)Wertsteigerungen: Zuschreibungspflicht bis A-/HK §253 (5) HGB
  24. Bilanzierung & Bewertung ausgewählter Positionen
    -Geschäftswert=Firmenwert:
    • Unterschiedsbetrag zw. Gesamtunt.-wert und Summer d. Zeitwerte v.
    • Aktiva & Passiva; = EK (Marktwert d. Unt.) – EK (Zeitwerte VG/Schulden)
    • a)Abgrenzung zw. derivativem & originärem Gesch.-/Firmenwert: derivativ(=entgeltlich
    • erworben):Aktivierungspflicht n. §246 (1) S.4; originär (=nicht entgeltlich erworbener,
    • selbstgeschaffener): Aktivierungsverbot n. §246 (1) S.4 HGB; -> Folgebewertung nach allg.
    • Vorschriften § 253 HGB
  25. -Selbst geschaffene immat. Vermögenswerte, Entwicklungskosten:
    • a)Beispiele: Patente, selbst erstellte Software;
    • b)Ansatz: Aktivierungswahlrecht (§248 (2) S.1 HGB); Aktivierungsverbot für Forschungsaufwend.
    • (Trennung v. Entwicklungsaufwend.), selbst gesch. Marken, Kundenlisten, etc. -> allg. Voraussetz. ́:
    • Einzelverwertbarkeit;
    • c)Bewertung: §255 (2a) HGB, HK;
    • d)Ausschüttungssperre gem. §268 (8) HGB;
    • -Umweltschutzrückstellungen: =Rückstellungen f. unsichere Verbindl. aus Umweltschäden;
    • a)Arten: öffentl.-rechtl. Verpflicht. (z.B. Rückbau v. Flusskraftwerken), privatrechtl. Verpflicht. (z.B-.:
    • Auffüllung v. Kiesgruben), faktische Verpflicht.
    • b)Bewertung: wahrscheinl. Aufwend., Abzinsung
  26. Bilanzierung & Bewertung ausgewählter Positionen:
    latente Steuern
    • -Latente Steuern: =Differenz aus Steuern auf HB-Ergebnis und tatsächl. gez. St.
    • a)Problemursache: EK d. Handelsbilanz ist versteuertes Kapital, aber
    • Handelsbilanzergebnis≠steuerlicher Gewinn/Verlust (=Steuerbilanzergebnis)
    • b) Lösungsansatz (§274 HGB): zu hohe Steuerzahlungen (am HB-Ergebnis gemessen) -> Aktivierung
    • eines latenten Steuerguthabens (aktive lat. St.), zu niedrige St.-Zahlung -> Passivierung einer lat. St.-
    • Schuld (pass. lat. St.)
    • c) BS: t1: Steueraufwand an Rückstellungen; t2:Rückstellung an Ertrag;
  27. Bilanzierung & Bewertung ausgewähltere Positionen : 
    EK als Saldo-Größe
    • -EK als Saldo-Größe:
    • a) Möglichkeiten zur Einteilung d. EK vor Gewinnverwendung: gezeichntetes Kapital, Kapitalrücklage,
    • Gewinnrücklagen (gesetzl. Rückl., Rückl. f. eigene Aktien, satzungsmäß. Rückl., andere Gewinnrückl.),
    • Gewinn-/Verlustvortrag, JÜ/JFB (GUV) -> Gewinnausschüttung (Dividende)
    • b)Ergebnisermittlung & -verwendung: Erträge – Aufwend. = JÜ/JFB (§275(2)n Pos.20 & (3) Pos. 19
    • HGB) +/- Gewinnvortrag/-verlust aus Vorjahr + Entnahmen aus d. Kapitalrücklage +/- Entnahmen aus
    • (+)/Einstellung in (-) die Gewinnrücklagen = Bilanzgewinn/-verlust – Dividende =
    • Gewinnvortrag/Verlustvortrag für die folg. Periode
  28. Gewinn-&Verlustrechnung
    • -Zweck: Analyse d. Gewinnentstehung
    • -Inhalt: Erfolgsentstehung (betriebl veranlasste EK-Änderungen = Erträge/Aufwendungen eines
    • Gesch.-Jahres; Saldo = Jahresergebnis)
    • -Aufbau: UKV (nach Kostenstellen), GKV (nach Kostenarten)
    • -Gewinn- und Verlustrechnung nach HGB: (Betriebsergebnis + Finanzergebnis + Außerordentliches
    • Ergebnis – Steuern)
    • a)Betriebsergebnis nach GKV (§275 (2) HGB): Umsatzerlöse + Erhöhungen/ - Verminderung d.
    • Erzeugnisbestandes + andere aktivierte Eigenleistungen (=Gesamtleistung) + sonst. betr. Erträge –
    • Materialaufwand – Personalaufw. – Abschreib. – sonst. betr. Aufwend. = Betriebsergebnis
    • b)Betriebsergebnis nach UKV (§275 (3)HGB): UE – HK d. z. Erzielung d. UE erbrachten Leistungen
    • (=Bruttoergebnis v. Umsatz) – Vertriebskosten – allg. Verwaltungskosten + sonst. betr. Erträge –
    • sonst. betr. Aufwend. = Betriebsergebnis
    • c)Finanzergebnis: +Erträge aus Beteilig. – Erträge aus aderen Wertpap. & Ausleihungen d. Finanz-AV
    • + sonst. Zinsen u.ä. – Abschreib. auf Finanzanlagen und Wertpapiere d. UV – Zinsen u.ä.
    • = Ergebnis d. gewöhnlichen Geschäftstätigkeit
    • d)Außerord. Ergebnis: +außerordentl. erträge – außerordentl. Aufwend.
    • e) Steuern: - St. v. Einkommen & Ertrag – sonst. St.
  29. Kapitalflussrechnung:
    -Funktion: Erklärung d. Zahlungsströme (Herkunft & Verwendung d .Geldmittel)

    -Technik: Aufteilung d. Zahlungen in operative, Investitions-, Finanzierungs-CF

    • -EBIT: operative Einzahlungen = oper. Auszahlungen + Abschreib. + FK-Zinsen+Steuern + JÜ
    • -> EBITDA=Abschreib. + FK-Zinsen + Steuern + JÜ (also oper. Einzahl. – oper. Auszahl.);
    • -> EBIT = FK-
    • Zinsen + Steuern + JÜ (also oper. Einz. - oper. Auszahl. - Abschreib.)

    • -Entstehung v. Free CF: operat. Einzahlungen – operat. Auszahl. – Ersatzinvestitionen (wie
    • Abschreib.) = Free CF

    • -Verwendung d. Free CF: Wachstumsinv., Dividendenzahl., Verringerung d. Netto-Finanzschulden
    • -Zusammnehänge zw. Bilanz, GUV, Kapitalflussrechnung: Einzahlungsüberschus in Kap.-Flussrechn.
    • (=Einz. - Auszahl.) = Veränderungen d. Finanzmittelbestandes in der Bilanz; Veränderung d. EK in der
    • Bilanz = Jahresüberschuss in GUV

    • -Entwicklung d. Finanzmittelfonds (direkte Ermittlung): Finanzmittelfond 01.01. (Anfangsbestand
    • (Bank)=120€) + CF aus betr. Tätigkeit (=oper. CF (UE - Aufwand);+700€) – CF aus Invest.-Tätigkeit
    • (investiert wird in Maschinen, Immob.; -550€), + CF aus Finanzierungstät. (auf Kapitalmarkt
    • aufgenommene Kredite od. Rückzahlungen v. Krediten; +200€) = Finanzmittelfond am 31.12. (=470€,
    • also Steigerung v. 370€)

    • -Indirekte Ermittlung: am Beispiel d. operativen CF
    • Jahresergebnis v. St. + Abschreib./-Wertaufholungen + Erhöhung/-Minderung d. Bestandes an
    • Rückstellungen +Währungsverluste/-W.-Gewinne + Verluste/-Gewinne aus Abgang langfrist. VG
    • +Zinsaufwend./-Zinserträge + Minderung/-Erhöhung v. Forder. L&L +Mindrung/-Erhöhung d. Vorräte
    • + Erhöhung/-Minderung d. Verbindl. L&L + erhaltene/-gezahlte Zinsen – gezahlte Ertragssteuern = CF
    • aus betr. Tät. (oper. CF)
  30. HGB- & IFRS-Abschluss:
    • -IFRS: an case law orintiert; Träger d. Rechtsvorschriften=private Institution; Rechnungslegungszweck
    • = Info-Vermittlung hauptsächl. an EK-Geber; Rechnungslegungsgrundsatz = Ermittlung eines
    • periodengerechten Gewinns unter Berücksichtig. d. Prinzips d. Fair Presentation;
    • -HGB: an code law orientiert; Träger d. Rechtsvorschr. = Gesetzgeber; RL-Zweck =
    • Ausschüttungsbegrenzung, Info-Vermittlung, Steuerbemesung, Dokumentation; Primäre Adressaten
    • = FK-Geber; RL-Grundsatz = Ermittlung eines periodenger., ausschüttbaren Gew. unter

    • -Zwecke d. IFRS-Abschlusses: Abbau v. Info-Asymmetrien zw. Management &
    • Kapitalmarktteilnehmer durch internat. standardis. Rechnungslegungsdaten (Unt.-Infos); JA sollen
    • internat. vergleichbar und für internat. Kapitalmarktteilnehmer verständlich werden -> höhere Fkts-
    • Fähigkeit d. Kapitalmarktes;
    • -Vergleich v. HGB & IFRS-Abschlüsse: Gewinne in IFRS früher als bei HGB; Wertobergrenze nach IFRS
    • z.T. durchbrochen; Aktivierung v. selbsterst. immat. Anlagewerten in IFRS-Bilanzen leichter;
    • Nutzungsdauer bei planm. Abschr. in IFRS länger geschätzt; ABER Pensionsrückstellungen;
    • -Bestandteile:
    • a)IFRS: Bilanz, GUV, Anhang, Kapitalflussrechn., EK-Spiegel -> Pflicht, Segmentberichtserstattung,
    • earnings per share -> Pflichtergänzung, Lagebericht -> Erwähnung;
    • b) HGB: Bilanz, GUV, Anhang, Lagebericht -> Pflicht, Kap.-Flussrechn., EK-Spiegel -> Pflicht auf
    • Konzern-Ebene, Segmentberichtserst. -> Wahlrecht auf Konzernebene;
  31. Konzernabschluss:
    • -Notwendigkeit: begrenzte Aussagefähigkeit d. Einzelabschlüsse verbund. Unt., deshalb
    • Konzernabschluss+Lagebericht notwendig (§297 (3) S.1HGB)
    • -Funktion: Info-Fkt., keine Ausschüttungs- & Steuerbemessung
    • -Einheitsprinzip: §297 (3) S.1 HGB; AK des Konzerns anzugeben, wenn etw. angeschafft wird,kein
    • Ausweis v. Zwischenerfolgen, Forderungen & Schulden zw. Konzerngesellsch.

    • -Pflicht z. Konzernrechnungslegung: a)Hauptfall §290HGB: inländ. Mutter-KapGes bei einheitl.
    • Leitung über andere in-/ausländ. Tochterunt. oder Kontrolle über andere Unt.; b)Ausnahmen d.
    • Einbeziehung: §295 HGB (Einebeziehungsverbot d. Tochterunt., deren Tätigkeit sich grundlegend
    • untersch.), §296 HGB (Einbeziehungswahlrecht)
  32. Konzernabschluss:
    Schritte bei Aufstellung
    -Schritte bei Aufstellung:

    • 1)Vereinheitlichung & Anpassung d. Einzelabschlüsse (nach nat. Regeln, an Bilanzierungs-
    • /Bewertungsregeln des. Mutterunt.)
    • 2)Währungsumrechnung v. Auslandsunt. (Modifiz. Stichtagskursmethode §308a HGB; Einzelbilanz d.
    • Auslandsunt. in Währung d. MutterGes.; Umrechnng d. Einzel-GUV d. Auslandsunt. mit
    • Durchschnittskurs d. Gesch.-Jahres)

    • 3)Konsolidierung: a)Zweck: bessere Info über Konzernlage (Vermeid. v. Doppelzählungen, d.
    • Ausweises konzernint. Kapiatl- & Leistungsbez., Umsetzung d. Einheitsprinzips) b)Grundsätze: true &
    • fair view, Vollständigkeit, Einheitsfiktion, Konsolidierungsstetigkeit, Einheitl. rechnungsperioden,
    • Wesentlichkeit;
  33. KOnzernabschluss:
    Kapitalkonsolidierung
    • -Kapitalkonsolidierung =Verrechnung d. Beteiligung an Tochterunt. mit erworbenem anteiligem EK
    • d. Tochterunt. -> Unterschiedsbetrag (=stille Reserven im Anschaffungs-ZP + Geschäfts-/Firmenwert
    • (Good will) im Ansch.-ZP; Behandlung wie asset deal (erfolgswirksame Erstkonsolidierung gem.
    • §301HGB: Aktivierung stiller Reserven, des Goodwills & Passivierung eines neg. Unterschiedsbetrags
    • aus Kapitalkonsolidierung (Aktivierung d. VGG/Schulden mit Buchwerten));
    • Bsp zum Unterschiedsbetrag: Kauf 100% Beteiligung an GmbH zu 200, EK beträgt 50 -> 150
    • Unterschiedsbetrag, davon 30 stille Reserven im AV (Nutzungsdauer 10J), Rest (120) ist Goodwill
    • (Nutzungsdauer 15 J.) -> zusätzl. erfolgswirks. Abschreib. auf stille Res. im AV: 30/10 und Goodwill:
    • 120/15;
  34. Konzernabschluss:
    Kapitalkonsolidierung: Minderheitsgesellschafter
    • -Kapitalkonsolidierung: Minderheitsgesellschafter: Problematik d. Beteilig. v. Minderheitsges. an
    • Tochterunt. -> Lösungen:
    • a)Quotenkonsolidierung: anteiliger Ausweis d. VG & Schulden d. TU
    • b)Vollkonsolidierung: vollst. Ausweis d. VG & Schulden d. TU im Konzernabschluss, separater Ausweis
    • d. EK-Anteils außerh. stehender Gesellschafter innerh. d. EK, aber Problem: AK d außenstehenden
    • Gesellschaftern (Fiktion notwendig);
  35. Konzernabschluss:
    schuldenkonsolidierung
    • -Schuldenkonsolidierung:
    • a)Einheitsprinzip (Streichung s. konzerint. Forder, & Schulden einschl. Rückstellungen (§ 303 (1)
    • HGB);
    • b)Unterschiedsbeträge: aus Realisations-/Imparitätsprinzip -> erfolgswirksame Auflösung; unechte
    • aus untersch. Bilanzstichtagen -> erfolgsneutr. Auflös.
  36. Konzernabschluss:
    Zwischenergebniseliminierung
    • -Zwischenergebniseliminierung:
    • a)konzernint. Leistungen: EA d. leistenden Konzernunt. -> erfolgswirksamer Ausweis; EA d.
    • empfangenden Konzern-Unt. -> Aktivierung als AK angeschaffter (Kauf v. Ware) oder selbsterstellter
    • VG (Kauf v. Fertigungsstrom), Aufwand;
    • b)Einheitsprinzip: Eliminierung konzernint. Zwischengewinne/-verluste (§304 (1) HGB)
    • c) Rechtsfolge d § 304 (1) HGB: Ansatz d. betreffenden VG mit den Werten, die auch zulässig wären,
    • wenn Konzernunt. auch rechtlich ein Unt. wäre
  37. KOnzernabschluss:
    Voll-, Quotenkonsolidierung
    • -Voll-, Quotenkonsolidierung, Equity-Methode:
    • a) Vollkonsol. ist Regelfall;
    • b)Quotenkonsol. für Gemeinschaftsunt. (joint ventures): anteiliger Ausweis d. Aktiva, Passiva d.
    • Gemeinschaftsunt. im Konzernabschluss entspr. d. Beteiligungsquote d. Konzernunt. (§310 HGB);
    • c)Buchwertmethode (§310 HGB) oder Equity-Methode (§312 HGB) für assoziierte Unt. (=Konzernunt.
    • ist an anderem Unt. beteiligt und übt Einfluss aus) -> Equity-Methode: Aktivierung d. AK d. Anteile,
    • dann Gewinnthesaurierung durch das assoziierte Unt. (Zuschreibung) und Abzug d. Abschreib. auf
    • mitgekaufte stille Reseven und Geschäfts-/Firmenwert

    • -Konzern-GUV: a)Anpassung d. Höhe d. Jahreserfolges (Kapitalkonsolid., ggf. Schuldenkonsol.,
    • Zwischenerfolgselimin.); b)Anpassung d. Erfolgsausweises: Eliminierung erflogsneutr. konzernint.
    • Leist., ggf. Umgliederungen v. Erträgen und Aufwend (z.B. Umsatzerlöse in sonst. betr. Erträge)
  38. Abschlusspolitische Ziele & Mittel:-Ergebnisglättung:
    Abschlusspolitische Ziele & Mittel:

    • -Ergebnisglättung: gibt es in Jahresabschlüssen und unterjährigen Berichten; In guten Quartalen
    • werden Teile einer hohen Gewinns in Reserven od. Rückstel. verbucht, um den Unterschied in
    • schlechten Quartalen auszugleichen (cookie jar reserves)
  39. Info-Gehalt d. JA:
    • -Info-Effizienz d. Kapitalmärkte: Märkte spiegeln vorhandene Infos in Preisen wieder (sie sind
    • effizient; z.B. wird eine Handelsstrategie identifiziert, die durch Nutzung best. Infos systematische
    • Überrendite erzielt, dann ist der Markt bezügl. dieser Infos nicht effizient) -> keine systematische
    • Überrendite durch Auswertung verfügbarer Infos

    -Grade d Info-Effizienz:

    • a)Schwache: alle bis zum ZP t- 1 beobacht. Marktpreise sind im Marktpreis zum ZP t-1 enthalten
    • (Chart-Analyse ermöglicht keine sytemat. Überrendite)
    • b)Halbstrenge: alle bis zum ZP t-1 öffentlich vefügb. Infos (einschl. Marktpreie) sind im Marktpreis im
    • t-1 enthalten (auch Fundamentalanalyse ermöglicht keine system. ÜR)

    • c)Strenge: alle bis zum ZP t- 1 bei irgend jemand verfügb. Infos (einschl MP & öff. verg. Infos) sind im
    • MP im ZP t-1 enthalten (auch Insider-Infos schaffen keine ÜR -> unrealistisch)
    • -Funktionsweise d. Info-Effizienz:
    • a)hinreich. Bedingungen: Handel ohne TA-Kosten, Infos für alle Inv. kostenlos zugänglich, Inv.
    • interpretieren Infos gleich

    • b)Info-Effizienz trotz irrat. Investoren? -> noise trading (wenn keine system. Verzerrung d. Preise,
    • dann bleibt Info-Effizienz erhalten); system. Verzerrung d. Preise durch einzelne irrat. Inv. (Arbitrage
    • gleicht Verzerrungen aus, Voraussetzung: Arbitrage kosten- / risikolos)
    • -Auswirkungen f. Rechnungslegung:
    • a)Bilanz vs Anhang: Form d. Publikation v. Infos im JA spielt grundsätzl. keine Rolle, Unterschiede nur
    • wenn Art d. Erfassung andere Eigensch. aufweisen kann;
    • b)Basisschutz naiver, unkundiger Anleger: Preise auf info-effiz. Markt gewährleisten faires Spiel für
    • alle Anleger
    • -Empirische Evidenz: bis Ende 1990er weitegehnd bestätigt (Kap.-Markt reagiert schnell auf neue
    • Infos), seit 2000 Zweifel (2 gut bestätigte Effekte: 1)Post Earnings Announcement Drift: nach
    • Veröffentl. unerwarteter Gewinnänder. entwickeln sich die Renditen noch für längere Zeit in gleiche
    • Richtung, also langsame Anpassung und Überrendite möglich ; 2)Monumentum-Effekte:
    • Wertpapiere mit hohen (niedrigen) Renditen in vergang. 3-12 Monaten erzielen auch in den folgend.
    • 3-12 Monaten hohe (niedrige) Rendite ->selbst schwache Info-Effizienz fraglich)
  40. Kapitalkonsolidierung (Buchwertmethode)
    §§ 301, 302 HGB

    • Ziel: Eliminierung der Kapitalverflechtungen gemäß Erwerbsmethode § 301 HGB
    • (Einzelerwerbsfiktion): nicht das Eigenkapital wird erworben, sondern Vermögen,
    • Schulden, Abgrenzungsposten, Bilanzierungshilfen und Sonderposten zum Zeitwert.

    • 1. Unterschiedsbetrag ermitteln
    • + Buchwert des TU in Bilanz MU
    • - (anteiliges) Eigenkapital TU
    • = Unterschiedsbetrag

    Buchung bei positivem Unterschiedsbetrag:

    • Gezeichnetes Kapital
    • Kapitalrücklagen
    • Gewinnrücklagen
    • gesetzliche Rücklagen
    • Rücklage für eigene Anteile
    • satzungsgemäße Rücklagen
    • andere Gewinnrücklagen
    • Gewinn/Verlustvortrag
    • Jahresergebnis
    • Unterschiedsbetrag

    an Anteile an verbundenen Unt.


    • 2. Umbewertungsdifferenzen ermitteln
    • + Aufdeckung stiller Reserven (EK-erhöhend)
    • + nicht aktivierte selbsterstellte Wirtschaftsgüter TU
    • - Aufdeckung stiller Lasten (EK-vermindernd)
    • = Umbewertungsdifferenz 

    • 3. Geschäfts- oder Firmenwert (GoF) ermitteln
    • + Unterschiedsbetrag
    • - Umbewertungsdifferenzen
    • = Geschäfts- oder Firmenwert (wenn positiv)
    • = verbleibender Unterschiedbetrag (wenn negativ)

    • Buchung : Vermögensposten (stille Reserve) an Unterschiedsbetrag
    • GoF an Schuldenposten (stille Lasten)

    • Der GoF ist nach § 309 I und II HGB planmäßig abzuschreiben.
    • Außerplanmäßige Abschreibungen gemäß § 298 HGB i.V.m. § 253 HGB II 3 möglich.

    • Zuschreibungen § 298 HGB i.V.m. § 280 I HGB möglich, wird aber aufgrund Be-
    • wertungsproblemen in der Literatur abgelehnt.
  41. Konzernabschluss:
    Zwischenergebniskonsolidierung
    Zwischenergebniskonsolidierung

    § 304 HGB

    • Ziel: Vermögensgegenstände sind zu AHK aus Sicht des Konzerns zu aktivieren,
    • Eliminierung einzelgesellschaftlicher Erfolge aus konzerninternen Lieferungs- und
    • Leistungsbeziehungen.

    • Realisationsprinzip (aus Konzernsicht): Sprung an den konzernexternen Absatz-
    • markt muss vollzogen sein.

    • Betrifft: Vermögensgegenstände, die in Summenbilanz höher oder niedriger als mit
    • Konzernanschaffungs- oder Konzernherstellungskosten bewertet sind.

    • 1. Konzernanschaffungs- oder Herstellungskosten ermitteln
    • + Konzernanschaffungs- oder Herstellungskosten

    (Einzelkosten + Gemeinkosten)

    - fortgeführte planmäßige oder außerplanmäßige Abschreibung

    Konzernanschaffungs- oder Herstellungskosten

    2. Differenz zu HB II mit Eigenkapital verrechnen

    + Konzernanschaffungs- oder Herstellungskosten

    - Werte aus Handelsbilanz II

    = Verrechungsbetrag

    Buchung

    Eigenkapital an Vermögensgegenstand
  42. Die Muster-AG weist zum 31.12.2014 folgendes Eigenkapital aus (in Tausend Euro):
    Gezeichnetes Kapital 100
    Kapitalrücklage 0
    Gewinnrücklage 200
    Jahresüberschuss 30
    Gewinnvortrag 10
    a) Erläutern Sie an dem Beispiel die Aufstellung des Jahresabschlusses vor, nachteilweiser und nach Gewinnverwendung. (6 Punkte)
    • EK Bilanzierung -> Folie 104
    • -> §268 HGBvor Gewinnverwendung
    • -> sowie oben (Aufgabenstellung)
    • -> Ausweis JÜ in der Bilanz
    • -> Hauptversammlung muss nach vollständig über Gewinnverwendung entscheiden -> Gewinnvortrag aus Vorjahr bleibt stehen


    • nach teilweiser Gewinnverwendung
    • -> § 268(1) HGB
    • -> vor Aufstellung JA teilweise Gewinnverwendungsbeschluss-> Summe aus JÜ +/- Gewinn-/verlustvortrag aus Vorjahr -> der Teil aus Summe über den noch nicht entschieden = Bilanzgewinn

    • nach vollständiger Gewinnverwendung
    • -> kein Bilanzgewinn -> ggf Dividendenverbindlichkeit
  43. Bitte nehmen Sie mit kurzer Begründung und ggf. Nennung der einschlägigen NormStellung, ob die folgenden Aussagen richtig oder falsch sind.Bei konstant steigenden Einkaufspreisen führt das Bewertungsvereinfachungsverfahren„FIFO“ zu höheren stillen Reserven als das Verfahren „LIFO“.
    • Falsch
    • LIFO führt bei steigenden Rohstoffpreisen zu höheren stillen Reserven als das FIFO, dasich bei LIFO annahmegemäß die zuerst relativ günstig angeschafftenVermögensgegenstände noch in der Bilanz befinden (FIFO = umgekehrt)
  44. Ein derivativer Geschäfts- oder Firmenwert muss handelsrechtlich aktiviert werden,obwohl die abstrakte Bilanzierungsfähigkeit nicht vorliegt. Für den originärenGeschäfts- oder Firmenwert besteht handelsrechtlich ein Wahlrecht.
    FalschFür den originären GoF besteht handelsrechtlich ein Aktivierungsverbot (UKS aus§ 246 Abs. 1 S. 4 HGB).
  45. Bei Fremdwährungsposten (auf fremde Währung lautende Vermögensgegenstände undVerbindlichkeiten) mit einer Restlaufzeit von einem Jahr oder weniger geltenhandelsrechtlich das Anschaffungswertprinzip und das Realisationsprinzip nicht.
    RichtigDie Restlaufzeit eines Fremdwährungspostens beeinflusst dessen Bewertung!§ 256a S. 2 HGB: Bei einer Restlaufzeit von einem Jahr oder weniger sind § 253 Abs. 1S. 1 [AK-Prinzip] und § 252 Abs. 1 Nr. 4 HS 2 [Realisationsprinzip] nicht anzuwenden.
  46. Große Kapitalgesellschaften müssen unabhängig davon, ob sie kapitalmarktorientiertsind oder nicht, ihren Konzernabschluss nach IFRS aufstellen.
    FalschKapitalmarktorientierte KapG müssen einen IFRS-KA erstellen vgl. § 315a Abs. 1 HGB.Kapitalmarktorientierte KapG gelten auch immer als große KapG (vgl. § 267 Abs. 3S. 2 HGB) aber nicht umgekehrt.
  47. Weitere Gründe Unterschiede zwischen Ertragswert und Buchwert:
    • • Nicht alles, was zu Ertragswert beiträgt, wird auch in Bilanz erfasst (z. B. Kundeliste,Mitarbeiter Knowhow, selbstgeschaffene Marken -> Immaterielle VG)
    • • Einzelbewertung in Bilanz ungleich Gesamtbewertung bei Ertragswert(Synergieeffekte fließen in Ertragswert ein)
    • • Bilanzmanipulation / Bilanzpolitik
    • • Modellannahmen und Unsicherheit bei Berechnung des Ertragswertes-> Aufzählung nicht abschließend
  48. Aktivierungsgrundsatz
    abstrakte Aktivierungsfähigkeit // konkrete Aktivierungsfähigkeit
    • abstrakte Aktivierungsfähigkeit
    • • künftiger wirtschaftlicher Nutzen / Wert
    • • selbständige Bewertbarkeit
    • • selbständige Verkehrsfähigkeit

    • konkrete Aktivierungsfähigkeit
    • • Pflicht (derivativer GoF)
    • • Verbot (Gründung, EK-Beschaffung,selbst erschaffene Marken, …)
    • • Wahlrecht (Entwicklungskosten selbsterstellter immat. VG, aktive latenteSteuern, Schenkungen, …)
  49. Passivierungsgrundsatz
    abstrakte Passivierungsfähigkeit // konkrete Passivierungsfähigkeit
    • abstrakte Passivierungsfähigkeit
    • • rechtl./wirtschaftl. Verpflichtung
    • • wirtschaftliche Belastung
    • • Quantifizierbarkeit / selbstständigbewertbar (nicht nur Unt.Risiko)

    • konkrete Passivierungsfähigkeit
    • • Verbot (nicht im Gesetz genannteRückstellungen)
    • • Wahlrecht (Pensionsrückstellungen vor1987)
  50. Zugangsbewertung §§ 253 und 255 HGB //Grundsatz der Einzelbewertung
    • • Grundsatz der Einzelbewertung
    • • Wertansätze: § 253 Abs. 1 HGB
    • • AK: Für fremdbezogene VG (Definition: § 255 Abs. 1 HGB)
    • • HK: Vom Unt. hergestellte VG (Definition: § 255 Abs. 2 HGB)
    • • Erfüllungsbetrag: Aufzuwendender Betrag zur Erfüllung der (sicheren)Verpflichtung
    • • Notwendiger Erfüllungsbetrag: Aufzuwendender Betrag zur Erfüllung derRückstellung; Abzinsung bei Laufzeit > 1 Jahr
    • • Beizulegender Zeitwert: Insbesondere bei Rückstellungen fürAltersvorsorgeverpflichtungen, deren Höhe sich am Zeitwert derentsprechenden Wertpapiere im AV orientiert.
  51. Folgebewertung § 253 HGB
    • (Stichpunkte)Planmäßig
    • • Abschreibungen bei abnutzbaren VG des AV
    • • Zuschreibung des Diskontierungsanteils bei abgezinsten Schulden

    • Außerplanmäßig:
    • • Beizulegender Wert vs. beizulegender Zeitwert
    • • Beschaffungsmarkt vs. Absatzmarkt
    • • Niederstwertprinzip
  52. Kapitalflussrechnung Jahreserfolg
    • =Jahreserfolg = Erträge - Aufwendungen
    • + Nicht zahlungswirksame Aufwendungen
    • - Nicht zahlungswirksame Erträge
    • - Nicht GuV-wirksame Auszahlungen
    • + Nicht GuV-wirksame Einzahlungen

    Veränderung der Finanzmittel = Einzahlungen - Auszahlungen
  53. Erstellung der Konzernbilanz
    • • Vorbereitende Maßnahmen
    • • §§ 298, 299 HGB
    • • §§ 300 (Ansatz), 308 (Bewertung) HGB -> HB II
    • • Währungsumrechnungen nach § 308a HGB
    • • Eigentliche Konsolidierung
    • • Kapitalkonsolidierung (§§ 301, 302 HGB)
    • • Schuldenkonsolidierung (§ 303 HGB)
    • • Zwischenergebniseliminierung (§ 304 HGB)
    • • GuV-Anpassungen (§ 305 HGB
  54. b) Prüfen Sie bitte, inwieweit die LPH AG handelsrechtlich verpflichtet ist, einen Konzernabschlusszu erstellen.
    • §290 HGB-> Sitz im Inland (MU-> beherschender Einfluss ?
    • -> 100% der Anteile => Stimmrechtmehrheit §290 (2) Nr.1

    • Ausnahme?
    • - § 291 u 292 HGB -> Konzernketten
    • - § 293 HGB -> größenabhängige Befreiung // -> hier in Aufgabe wenig Information // -> Ausnahme §293 greift nicht // -> Achtung Abs.5 -> Kapitalmakrt orientiert -> "immer groß" + IFRS Pflicht
    • - §296 HGB -> Verzicht auf Einbeziehung TU => keine AUsnahme

    => Verpflichtung Aufstellung KA nach HGB
  55. Ergebnisverwendung
    • Jahresergebnis
    • +/- Gewinn-/Verlustvorträge
    • + Entnahmen aus kapitalrücklagen
    • + Entnahmen aus Gewinnrücklagen
    • - Einstellung in Gewinnrücklagen
    • ---------------------------------------
    • = Bilanzgewinn- auszuschüttender Betrag
    • --------------------------------------
    • = Gewinn-/Verlustvortrag (für Folgeperiode)
  56. Anschaffungskosten
    • § 255 I HGB
    • Kaufpreis (Netto)
    • + Anschaffungsnebenskosten
    • + Nachträgliche Anschaffungskosten
    • - Preisminderung ( Rabatte, Skonto, Boni)
    • ----------------------------------------------
    • = Anschaffungskosten
  57. Herstellungskosten
    • Bestandteile: Materialeinzelkosten
    • +Materialgemeinkosten
    • +Sondereinzelkosten
    • +Fertigungseinzelkosten
    • +Fertigungsgemeinkosten
    • +Werteverzehr des Anlagevermögens
    • --------------------------------------------
    • = Wertuntergrenze (Pflichtbestandteile)
    • + angemessener Teil der Kosten für
    • .allg. Verwaltung
    • .soziale Einrichtung des Betriebs
    • . freiwillige soziale Leistungen
    • . betrieblicher Altervorsorge
    • + Finazierungskosten (§ 255 III HGB)
    • --------------------------------------------

    = Wertobergrenze (Wahlrechtbestandteile)
  58. Gesamtkostenverfahren
    Erhöhungen und Minderungen des Bestandes an fE und uE werden im Bestandsveränderungskonto erfasst

    • Gliederung nach Aufwandsarten :
    • - Materialaufwand
    • - Personalaufwand
  59. Umsatzkostenverfahren
    • kein Bestandsveränderungskonto vorhanden
    • Gliederung nach Funktionsbereichen:
    • - umsatzbezogene Herstellungskosten
    • - Vertriebskosten
    • - Verwaltungskosten
  60. Der Jahresabschluss
    Der Jahresabschluss einer Personengesellschaft setzt sich aus der Bilanz und der Gewinn- und Verlustrechnung zusammen. Kapitalgesellschaften müssen zusätzlich laut § 264 Abs. 1 HGB einen Anhang an den Jahresabschluss anfügen, in dem einige Positionen aus der Bilanz und der Gewinn- und Verlustrechnung näher erläutert werden. Große und mittelgroße Kapitalgesellschaften müssen zusätzlich einen Lagebericht aufstellen. Die Einteilung der Kapitalgesellschaften nach den Größenklassen wird nach § 267 HGB vorgenommen.
  61. zeitpunkt der Aufstellung
    Für eine Personengesellschaft wird für die Aufstellung des Jahresabschlusses kein Zeitraum angegeben. Im § 242 HGB ist lediglich formuliert, dass der Kaufmann zu Beginn seines Handelsgewerbes und zum Schluss eines jeden Geschäftsjahres eine Bilanz und eine GuV aufstellen muss. Das Geschäftsjahr muss dabei nicht dem Kalenderjahr entsprechen. Der Jahresabschluss einer großen oder mittleren Kapitalgesellschaft muss laut § 264 Abs. 1 HGB innerhalb der ersten drei Monate des neuen Geschäftsjahres aufgestellt werden. Eine kleine Kapitalgesellschaft hat für die Aufstellung des Jahresabschlusses die ersten sechs Monate des Jahres Zeit.
  62. Funktion des Jahresabschlusses
    Der Jahresabschluss wird für alle Personen aufgestellt, die ein Interesse an der tatsächlichen Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Unternehmens besitzen. Zu den Interessenten gehören in erster Linie das Finanzamt, um die Steuern bestimmen zu können und die Investoren, um das Risiko des Investments einzuschätzen. Vorstände, Mitarbeiter, Lieferanten und Kunden sind ebenfalls am Jahresabschluss der Kapitalgesellschaft interessiert, um einschätzen zu können, wie sicher ihr Arbeitsplatz ist oder ob eine intensivere Zusammenarbeit von Vorteil wäre. Ebenfalls sind zukünftige Investoren am Inhalt des Jahresabschlusses interessiert, um über eine eventuelle zukünftige Investition in das Unternehmen entscheiden zu können.
  63. Offenlegung JA
    Die Offenlegungspflicht ist in §§ 325-329 HGB geregelt und betrifft nur Kapitalgesellschaften. Je nach ihrer Einteilung in eine der drei Größenklassen sind nicht alle Informationen offen zu legen. Mittlere und große Kapitalgesellschaften sind verpflichtet ihren Jahresabschluss durch einen Wirtschaftsprüfer überprüfen zu lassen und sie dann im Handelsregister oder Bundesanzeiger innerhalb von 12 Monaten zu veröffentlichen. Aktiengesellschaften veröffentlichen zusätzlich noch einen Geschäftsbericht, der den vollständigen Jahresabschluss enthält und vor allem an die Aktionäre gerichtet ist. Kleine Kapitalgesellschaften hingegen brauchen nach § 326 HGB nur die Bilanz und den Anhang zu veröffentlichen, wobei Informationen zur Gewinn- und Verlustrechnung nicht enthalten sein müssen.
  64. Übung 1 Aufgabe 3
    Angenommen, die Schultheiss Brauerei AG sei börsenorientert und habe im Jahr 2010 ein Grundstück an der Methfesselstraße in Kreuzberg für 5 Mio € erworben. Für den 31.12.2013 habe ein Immobilienmakler den potentiellen Veräußerungserlös des Grundstück auf 7 Mio € geschätzt1. Welche Jahresabschlussadressaten sind daran interessiert, dass das Grundstück am 31.12.2013 mit 5 Mio € bilanziert wird, welche Adressaten bevorzugen die 7 Mio €?2. Wie ist dieser Sachverhalt nach HGB zu lösen?
    • Gläubigerschutz via Vorsichtsprinzip [Wirkungskette]
    • "vorsichtige" Gewinnermittlung i.S.d §252 Abs.1 Nr 4 HGB=> Begrenzung des Mittelentzugs durch Ausschüttung zu Anteilseigner => Stärkung der Zahlungsfähigkeit des U
    • 1) Aktionäre: Bilanzierung zu 7 Mio. Eur ("wahrer" Wert des Grundstückes)Gläubiger: Bilanzierung zu 5 Mio Eur (höherer Haftungsmasse, da stille Reserve i.H.v 2 Mio Ehr nicht ausgeschüttet werden kann 2)

    • Vorsichtsprinzip in Form des Realisationsprinzip §252 Abs.1 Nr.4 HGB i.V.m dem AK-Prinzip §253 Abs 1 S.1 HGB
    • -> Bilanzierung erfolgt vorsichtig und höchstens zu dem AK i.H.v 5 Mio Eur
  65. Nennen und erläutern Sie die Bestandteile des Jahresabschlusses nach HGB
    • Allgemeine Regelungen:
    • - Basis bildet die Buchführungspfliche gem. §238 Abs.1 HGB
    • - JA gem. §242 (1),(2),(3) Bilanz + GuV-Rechnung = Jahresabschluss
    • - Befreiung von Buchführung und Aufstellungspflicht gem. §241 a HGB i.V.m §242 (4) HGB
    • - bei Kapitalgesellschaften (AG, GmbH, KGaA) zusätzlich Anhang (und Lagebericht) § 264(1) HGB
    • - bei kapitalmarktorientierten KapG zusätzlich Kapitalflussrechnung und Eigenkapitalspiegel sowie Segmentsberichtserstattung (freiwillig) gem. §264(1) S.2 HGB i.V.m §264 d HGB
    • - bei Konzern ebenfalls Kapitalflussrechnung und Eigenkapitalspielgel sowie Segmentsberichtserstattung (freiwillig) §290(1) i.V.m §297(1) HGB
    • - für bestimmte Personengesellschaften (haftungsbeschränkt Bsp GmBH&CoKG) gelten die zusätzliche Vorschriften für KapG analog §264a HGB
  66. Eine GmbH&Co.KG ist als Personenhaldelsgesellschaft nicht an die ergänzenden Vorschriften für Kapitalgesellschaften (§§264ff.HGB) gebunden
    Falsch. §264ff HGB gelten auch für bestimmte PersG §§264 a-c HGB
  67. Der HGB- Jahresabschlüss einer Kapitalgesellschaft besteht aus einer Bilanz, einer GuV, einem Anhang und eine Lagebericht
    Falsch. Lagebericht ist kein Bestandteil des Jahresabschlüsses
  68. Der Anhang erläutert die Inhalte der Bilanz und GuV und enthält Angaben, die über die Bilanz und GuV hinausgehen
    Richtig
  69. kapitalmarktorientierte Unternehmen können ihren Konzernabschlüsse seit 2005 nach IFRS erstellen
    Falsen. müssen §315a HGB i.V.m EG Verordnung 18.06.2002
  70. Entscheidet sich ein Unternehmen für die Erstellung eines IFRS- Einzelabschlusses, so kann es auf die Erstellung eines HGB- Einzahlabschlusses verzichten
    FalschHGB- Einzelabschluss weiterhin Pflicht -> Aussschüttungsbemessungsfuntkion
  71. Die Entscheidung, ob eine Kapitalgesellschaft kapitalmarktorientert ist, richtet sich danach, ob die Gesellschaft mit ausgegebenen Wertpapieren in organisierten Märkten im Sinne des Wertpapierhandelsgesetzes handelt.
    Falsch. §264d HGB -> nicht eigene Handeln sondern die eigenen Wertpapiere sollen auf diverse Märkten gehandelt werden

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