Steuern VL

Card Set Information

Author:
huatieulans
ID:
303686
Filename:
Steuern VL
Updated:
2015-06-07 13:22:27
Tags:
Klausur
Folders:
BWL
Description:
Klausur
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  1. Steuern
    • -Definition: §3AO (im GGs zu Beiträge/Gebühren mit Gegenleistung)
    • -Zwecke: Fiskalzweck (Staatseinnahmen als Hauptzweck), Lenkungszweck (Menschl. Verhalten
    • steuern), Sozialzweck (Umverteilung v. Geldern)
    • -Steuersubjekt (vom StG verpflichteter Steuerpflichtiger), Steuerschuldner (Schuldnerschaft bei
    • Tatbestand),
    • Steuerobjekt (Tatbestand, z.B. EK), BMG (Quantifiz. d. StObj.), Steuertarif (Zuordnung v.
    • BMG & Steuerbetrag über einen St.-Satz
  2. Grenzsteuersatz
    • Grenzsteuersatz (zusätzl. Steuerbelastung bei Erhöhung d. BMG um eine marg. Einh.:s ́=  ; bei schwierigen Ableitungen:
    • 1) (228,74*z+2397)*z+1038 = 228,74*z2+2397*z+1038
    • 2)Ableiten nach
    • BMG: 2*228,74* dz/dBMG +2397*dz/dBMG
    • 3)Einsetzen für z: 2*228,74* 1/10.000 * BMG -13649/ 10.000 +2397* 1/10.000
    • 4) Einsetzen für BMG: 
    • 2*228,74/10.000 * 50.000 - 13649/10.000 + 2497/10.000= 0,4068= 40,68%
  3. Durchschnittssteuersatz
    Durchschnittssteuersatz (durchsch. Belastung d. ges. BMG; so= s(BMG)/BMG)
  4. Differenzsteuersatz
    Differenzsteuersatz (durchschn. Belast. auf den Diff.-Betrag, der die BMG erhöht)
  5. Steuertarife
    • Steuertarife: proportional (St veändert sich prop. zu BMG, Durchschnittssteuersatz bleibt gleich),
    • progress. Tarif (St. ver. sich überprop. zu BMG, DSS steigt bei sink. BMG), regress. T. (DSS sinkt,
    • unterprop. Veränderung)
  6. Freibetrag
    • Freibetrag= definitive Kürzung der BMG ; Freigrenze=keine Best. innerh. d. FG, aber Besteuerung d.
    • ges. BMG bei Überschreitung)
  7. Ertragssteuern
    • Ertragssteuern (knüpfen an das wirtsch. Ergebnis an; KSt, ESt, GewSt, AnnexSt), Substanzsteuern
    • (knüpfen an Bestandsgrößen an; GrSt, KfZSt), Verbrauchersteuern (USt, GrGewSt)
  8. Renditewirkungen der Besteuerung:
    • -Renditewirkungen der Besteuerung: a) Normalbesteuerung: rs=r(1-Ser), z.B. Zinsen,
    • b)Steuerfreiheit: rs=r, Spekul.-Gew. innerh. d. Sparepauschbetrages; c) Steuerfreiheit mit Abzug d.

    • ' * ) *
    • Inv.: steuerl. Abzug d. Inv., Erhöhung d. V0, Vt=*(1+r)T, rs= ( + -1; d)Endbesteuerung:

    • VermögensmehrungwirdinTbesteuert,V =V (1+r) -S *(V *(1+r) -1),r=,1+/
    • T0TT0Ts*


    • ∗1−2 +2-
    • 1; e)Nachgel. Best. mit Abzug d. Inv.: steuerl. Abzug d. Inv., Erhöhung d. V0, Rückflüsse in T

    • ' * ) *∗
    • besteuert, Zinsen steuerfrei, VT=+*(1+r)T*(1-sT), rs
  9. Einkommenssteuer:
    • -Steuerpflichtig: nat.Pers. (§1 EStG; inländ. unbeschränkt, ausländ. beschränkt §49, keine jur. Pers.
    • KStG); PersGes (§15 EStG; Besteuer. d. Gewinne bei Gesellschaftern bei Entstehung)
    • -Ermittlung: EK aus L-&FW (§13ff) + EK aus GewB (§15ff) + EK aus sA (§18) + (EK aus nsA (§19ff):
    • Arbeitslohn – VersorgungsFB – WK od. AN-Pauschbetrag (§9a Nr.1 = 1000€)) + (EK aus KapV (§20):
    • Kapitalerträge (Dividende, Zinsen, Veräußerungsg.)-Sparerpauschb. (801)) + (EK aus V&V (§21) – WK)
    • + (sonst. EK (§§22,23) – WK) = SUMME d. EK + Hinzurechnugsbetrag gem. §52 (3) S. 2 i.V.m. (3) S.3;
    • (4) und gem. §2 (1) S. 3 AlG = Summe d. EK gem. §2 (3) – Entlastungsbetrag f. Alleinerz. (§24b) – FB f.
    • Land-& Forstwirte = Gesamtbetrag d. EK - Verlustabzug (§2 i.V.m. §10d (2)) – Sonderausgaben
    • (§§10, 10b, 10c) – außergew. Belastungen (§§11-33b) – Steuerbegünstigunegen zu Wohnzwecken
    • benutzten Wohnungen, etc. (§§10e – 10i) + zuzurechn. EK gem §15(1) AStG = EK gem. §2 (4) – FB für
    • Kinder (§§33 iVm 32 (6)) – Härteausgleich (§46 (3) EStG, §70EStDV) = zu versteuerndes EK gem. § 2
    • (5)

    • -Subsidiaritätsprinzip: Haupteinkunftsarten gehen NebenEA vor
    • - steuerbare EK: Voraussetzung ist Teilnahme am Marktaustausch + Einkunfterzielungsabsicht (diese
    • fehlt, wenn neg. Totalerfolgsprognose in Totalper. und steuerlich unbeachtliche Gründe f. Tätigkeit)
    • -Maßgeblichkeitsprinzip: verbindet Steuerrecht & Handelsrecht (§5 EStG)
    • -Einnahme-Überschuss-Rechnung: Wahlrecht f. Freiberufler & Kleingewerbetreibende, BMG
    • orientiert sich am Zahlungsstrom (§4 (3) EStG)
    • -Gewinnermittlung: Betriebseinnahmen – Betriebsausgaben (Merkmale: Veranlassungsprinzip §4 (4),
    • obj. Nettoprinzip, §3c (1); n.a. BA: volles Abzugsverbot (§4 (5)); auch private Ausgaben mivht
    • abziehbar (§12 EStG)
    • - Einkünfte= Einnahmen – Werbungskosten (§§8,9 EStG) -> bei EK aus KapVerm Abzug d. WK nur
    • noch pauschal möglich (801€)
    • -Verlustausgleich: 1)intraperiodischer Verlustausgleich (§2 (3)): a) horizontale Verlustverrechnung
    • innerh. d. Einkunftsart, b)vertikale Verlustverrechnung: zw. EK-Arten; 2)interperiodischer
    • Verlustabzug (§10d): a)Verlustrücktrag: beim vorangeg. VZ bis 511500€, b)Verlustvortrag: zeitlich
    • unbegrenzt, 1Mio € + 60% d. Restbetrages;
    • -ESt-Tarife: mathem. Zuordnung v. BMG und ESt-Schuld; untersch. Tariffkt.:Regelbesteuerung (§32a),
    • AbgSt (§32d (1), §§43,43a), Progressionvorbehalt (§32b)
    • -Regelbesteuerung: dir. & indir. progressiv, 5 Stufen, ein Grund-FB, 2 Progressionszonen(direkt), 2
    • Proportionalzonen (ind. Progression)
    • -Splittingtarif: Sondertarif bei Zusammenveranlagung (§§26, 32a(5)); Ehepaar=wirtsch. Einheit,
    • fiktive Verteilung d. EK z. Vermeidung d. Progressionseffekte, Splittingtarif=Doppelte St. bei Anwend.
    • d. halben gemeinsamen Einkommens -> Splittingvorteil
    • -Annexsteuern: 1)SoliZ: BMG=tarifliche ESt, Steuersatz=5,5%; 2)Kirchensteuer: BMG= tarifl ESt,
    • Steuersatz 8-9%, KSt als Sonderausgabe, Berücksichtigung in AbgSt nach &32d (1) EStG
  10. Körperschaftssteuer:
    • -Steuersubjekt: KapGes (unbeschränkte St-Pflicht:§1 (1)KStG, Sitz im Inland; Beschränkte: Sitz nicht
    • im Inland, mit inl. EK beschr. steuerpflichtig)
    • -BMG: zu versteuerndes Einkommen, Ableitung aus EStG (§8 (1) KStG), nur EK aus Gew.-Betrieb (§8
    • (2) KStG), Steuerbilnzgewinn -> Korektur um körpersch. Besonderh.

    • -Steuersatz: 15% v. zvE, dann abgerundet auf volle Euro, dann+ 5,5%Soli (§23 (1) KStG)
    • -Ermittlung d . BMG: JÜ laut Steuerbilanz + verd. Gewinnausschüt. (überhöhter Lohn) – verd.
    • Einlagen + n.a.BA (§4 EStG: Geschenke üßber 35€, Bestechung, GewSt, Geldbußen, Jachten, best.
    • Zinsaufwend. (Zinsschranke §4hEStG)) + Zuwendungen (§10KStG) +/- Kürzungrn/Hinzurechnungen
    • bei Beteilig. an anderen KapGes (§8b KStG) + Gewinnzuschläge – Invest.-Abzugsbeträge =
    • steuerlicher Gewinn – abzugsfähige Zuwendungen (§9 (1) Nr. 2KStG) = Gesamtbetrag d. EK (§10d
    • EStG) – Verlustabzug (§10d EStG) = Einkommen – FB für best. Körperschaften (§24, 25 KStG) = zu
    • versteuerndes Einkommen § 7 (1) KStG (15% + Soli)
  11. Gewerbesteuer:
    • -Steuersubjekt: Gewerbebetriebe
    • - BMG: Gewerbeertag, ermittelt sich nach Vorschriften d. EStG, KStG, Gewinn/Verlust wird
    • übernommen + Hinzurechnungen (§8GewStG) – Kürzungen (§9GewStG), FB für nat. Pers & Pers.-
    • Ges. (24500€)
    • -Ermittlung BMG: Gewinn aus Gewerbebetrieb + Hinzurechnungen (§8 GewStG, sonstige HR
    • Streubesitzdividenden <15%: Korrektur TEV, denn voll steuerpflichtig) – Kürzungen (§9 GewStG 1,2 d.
    • Einheitswertes v, Grundbesitz, Gewinnanteile aus Pers.-Ges., Schachtdividende aus in-/ausl. KapGes -
    • > Korrektur TEV, denn voll steuerfrei) = Gewerbeertrag (abrunden auf volle 100€) – FB v. 24500€
    • (Einzelunt,. Pers.-Ges.) = Gewerbeertrag * Steuermesszahl (3,5%) = Steuermessbetrag *Hebesatz d.
    • Gemeinde = festzulegende GewSt –GewStVorauszahlung =GewStZahllast
    • -Anrechnung auf ESt: Steuermessbetrag (Gewerbeertrag * 0,035) * 3,8
  12. Dividende:
    • -Beteiligung im PV (nat. Person): Standard-AbgSt (25%) auf Dividende oder Veräußerungsgewinn +
    • SoliZ (5,5%); Verlust abziehbar; Ausnahmen: §32d (2) Nr.3 (TEV), § 32d (2) Nr.6 EStG
    • -Beteiligung im BV (Einz.-Unt., Pers.-Ges.):
    • 1)ESt: TEV -> Dividende/Veräußerungsgewinn zu 40% steuerfrei, Aufwendungen/Verlust zu 40%
    • nicht abziehbar (§3c (2), §3 Nr.40d EStG);

    • 2)GewSt: Wenn es noch gewerblich ist: a)Beteiligung<15% (voll GewStpflichtig gem. §8 Nr.5; TEV
    • wird rückgängig gemacht, in dem 40% d. Aufwend. abzuziehen sind und 40% d. Erträge
    • hinzuzurechnen); b)Beteiligung>15% (nicht GewStpflichtig gem. §9 Nr.2a GewStG; also erst TEV
    • rückgängig machen (+40% d.Ertr., -40% d.Aufwend.) und dann Erträge voll abziehen und Aufwend.
    • voll zurechnen)

    -Kapitalgesellschaft:

    • 1)KSt: Dividende/Gewinne grunds. steuerfrei gem. §8b (1) KStG, aber 5% des Ertrags als n.a.BA
    • hinzurechnen (§8b (5)KStG), weil Aufwendungen voll abziehbar. (praktisch 95% steuerfrei);
    • 2)GewSt: Wenn es noch gewerblich ist: a)Beteiligung<15% (voll GewStpflichtig Gewinne und
    • Dividende, also müssen 95% d. abgez. Erträge wieder hinzugerechnet werden); b) Beteiligung>15%
    • (nicht GewStpflichtig, aber keine Korrektur erforderlich, denn im ZvE nach KStG noch enthaltenen 5%
    • naBA von der Kürzung gem. §9 Nr.2a S.4 GewStG ausdrücklich ausgenommen sind;
  13. Grundlagen der betrieblichen Steuerlehre
    1 Hauptaufgaben

    • 1. Die betriebliche Steuerwirkungslehre analysiert die Auswirkungen der
    • Besteuerung auf betriebliche Entscheidungen.

    • 2. Die betriebliche Steuergestaltungslehre optimiert betriebliche Entscheidungen im
    • Hinblick auf ein bestimmtes Steuersystem.

    • 3. Die normative betriebswirtschaftliche Steuerlehre unterzieht steuerrechtlicher
    • Regelungen einer kritischen Würdigung aufgrund der Ergebnisse von 1. und 2.
    • (de lege lata: vom Standpunkt des geltenden Rechts aus, 
    • de lege ferenda: vom Standpunkt des zukünftigen Rechts aus)
  14. direkte und indirekte steuern
    direkte Steuern

    Ertragssteuern auf Erträge/Erfolge: ESt (inkl. LSt, KapErtrSt), KSt

    • Annexsteuern: KiSt, SolZ
    • Substanzsteuern: auf Bestandsgrößen: GrSt, KfzSt
    • ErbSt ist: Verkehrssteuer, Ertragssteuer, Substanzsteuer


    indirekte Steuern

    • Verkehrssteuern: USt (ökonomisch: Verbrauchssteuer), GrESt, VerSt
    • Verbrauchssteuer: MinÖlSt, TabakSt, BierSt,
  15. Definitionen
    Definitionen

    • Steuersubjekt (Steuerpflichtiger): ist, wer eine durch die Steuergesetzte auferlegte
    • Verpflichtung (nicht nur materielle Pflichten) zu erfüllen hat.

    • materielle Steuerpflichten: Verpflichtung zur Steuerzahlung (in Steuergesetzen und
    • sonstigen Rechtsquellen festgelegt)

    • formelle Steuerpflichten: Auskunfts-, Aufzeichnungs-, Aufbewahrungs-, Erklärungs-
    • und Auskunftspflichten (in AO, FGO festgelegt)

    • Steuerschuldner: ist derjenige, der den Tatbestand verwirklicht, an den das Gesetz
    • die Leistungspflicht knüpft (nur materielle Steuerpflicht)

    • Steuerzahler (Steuerentrichtungspflichtiger): ist derjenige, der die Steuer an den
    • Fiskus zu entrichten hat (bei LSt der Arbeitgeber)

    • Steuergläubiger: Fiskus
    • Steuerträger: ist derjenige, der die Steuer wirtschaftlich trägt

    • Steuerdestinar: ist derjenige, der nach dem Willen des Gesetzgebers die Steuer
    • wirtschaftlich tragen soll

    • Steuerobjekt (Steuergegenstand): ist der Tatbestand, an den die jeweilige
    • Steuerpflicht knüpft

    • B Bemessungsgrundlage: ist die Wert- oder Mengengröße, die das
    • Steuerobjekt quantifiziert

    S Steuerschuld: zu zahlender Steuerbetrag

    • f(B)=S Steuertarif: funktionaler Zusammenhang zwischen Bemessungs-
    • grundlage und Steuerschuld, gibt für jede Höhe der Bemessungs-

    grundlage den Steuersatz an.

    • s=S/B Steuersatz: gibt die Steuerschuld als Prozentsatz der wertmäßigen
    • Bemessungsgrundlage oder als Geldbetrag pro Einheit der

    mengen- oder wertmäßigen Bemessungsgrundlage an.

    • sØ=S*100/B Durchschnittssteuersatz: durchschnittliche Steuerbelastung in %
    • der Bemessungsgrundlage

    • s’=dS/dB Grenzsteuersatz (marginaler Steuersatz): Steuersatz einer
    • marginalen Erhöhung der Bemessungsgrundlage

    • sDiff=∆S/∆B Differenzsteuersatz: durchschnittliche Sterbelastung bei Erhöhung
    • der Bemessungsgrundlage um den Differenzbetrag

    • FB Freibetrag: der Betrag, der bei der Ermittlung der Bemessungs-
    • grundlage abgezogen wird und steuerfrei bleibt (Beispiel § 4 EStG)

    S=max {s * (B-FB); 0}

    • FG Freigrenze: der Betrag, bis zu dem die Bemessungsgrundlage
    • steuerfrei bleibt, bei dessen Überschreitung die volle BMG besteuert wird

    • (Beispiel § 23 III EStG)
    • S= s*B, fürB>FG

    0 für B < FG
  16. Wirkungshebel
    Wirkungshebel

    • Wirkungshebel: Verschiebung steuerlicher Bemessungsgrundlagen, um Höhe der
    • Steuerschuld zu ändern 

    • Progressionseffekt: Progressiver Tarif bewirkt, dass höhere Bemessungsgrundlage
    • relativ stärker belastet ist (höherer Durchschnittssteuersatz & Grenzsteuersatz), zur
    • Minimierung des Progressionseffektes möglichst konstante Bemessungsgrundlage

    • Zinseffekt: Verschiebung der Steuerschuld in die Zukunft bewirkt geringeren
    • Steuerbarwert in der Gegenwart aufgrund der Abzinsung der Steuerschuld

    • Tarifänderungseffekt: Antizipation geplanter steuerlicher Tarifänderungen bei
    • erwarteter Erhöhung des ESt-Tarifs

    • Liquiditätseffekt: Steuerzahlungen möglichst in die Zukunft verschieben, um die
    • eigene Liquidität zu erhöhen

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